Einzelbild herunterladen
 

Verannvortll-er

32. JahrgMg.

Fulda, Samstag, den 17. Juni 1905.

3H 137.

v«ck *nb Verla- Ms gnIbaerlctitnbnidereO in Zulda (Harmonie) Fernsprecher Nr. 9=

»nzeigenr Vie M» spaltigr petitzeil« *« deren Bau« 15 Pf-. Reklamen die petttzeiw 25 Pf-.; bei Wieder­holungen wird eutfpr. Rabatt gewährt.

(Mheknt täglich. «V •38»M|*e Mx Uwe» lLH Keieriege viertel- ML Peru-,»,ei, stz»a vriugrrlohn und MßeB-eldinzuldaund «m»SrtriMl.svpf-.

8chrifiltiitnZ«s.vamn

MchMMg«:„IllustrietteSountagrzeitung

Maer

Zeitung

Monatzbellage: „8«ldaer Geschlchtrblätter".

Am

ArbeiterWohnuugen entstanden, und die niedrige«, armseligen Hütten bildeten jetzt ein dichte- Gew irre von dunllen, engen unb schmutzigen Gaffen, welche sich bi- zu der eigentlichen C'ty hinzvzen. Aber e» gab auch hier ein stille- anmutige» Putzten, da- in seiner anspruch! losen Lieblichkeit an jene frühere Zeit etinnerle, wo statt des eintönigen Geräusche- der ar­beitenden Maschinen, fröhlichere Saufe erklungen rmd statt der abgehärmten, dunklen Gestalten der Arbeiter, heitere Menschen unter üppigen Bamngruppeu umher« gewandelt waren.

Wenn man seitwärts an der hrhrn Mauer de- Hauptgebäude- entlang schritt, so kam man auf einen schmalen Pfad, welcher link» von der Rücksette meh­rerer Beamtenwohnungen begrenzt ward. Mitten durch tief eine enge Goffe, welche mit leise plätschern­den Geräusch den Abfluß au» den FabrikrSmnen ent­führte, und die ganze Atmosphäre mit einem wider« lichen Gerüche erfüllte. ES war überhaupt ein unan­genehmer Weg, und niemand betrat ihn gern zmc Nachtzeit. Die Fabrilktuder vermieden ihn schon in i der Dämmerung; denn e» ging eine alte Sage, wonach der ehemalige Besitzer de» gräflichen Gute- dort umgehen uad in jeder SamStag-Nacht den Weg nach dem Haufe de- ebenfalls längst verblichenen Schloß­geistlichen einfchlazrn sollte.

Ja, fie stand noch wirklich da, die graue, altertüm­liche Pfmrwohnung, genau dort, wo jener unheimliche Mauerpfad fich plötzlich erweiterte und den Blick auf ein hell von der Junisonnr beschienene- Plätzchen ge­währte. Neber der LingangStür de- niedigen Gebäude» befand fich noch unter dem verwitterten eichenen Schnitz­werk rin kleine» Kreuz nebst Buch, welche offenbar auf die BerufStäri-tkeit de» damaligen Bewohners hindeut« sollten. Große, rötlich angehauchte Blätter von wil­dem Wein rankten fich cn den mächtige» Quaderstein« bi» fast unter daS überhängende Dach hinauf. Der 1 Heine, von einem niedrigen Gitter umzogene Fleck vor

berichtet wurden unb berichtet werden konnten, die bei anderen Persönlichkeiten m vchutzgeb et in der Heimat die Freude an der Kolonisators scheu Tätigkeit oft sehr bitter vergällt haben und daS Ansehen unserer Kullurmiffton in dm Augen der politischen Welt nicht gerade erhöht habm. Wißmann gehölte nicht zu den Per- sonen, di- einer falsch «gebracht« Herren- moral gegenüber den Eingeborenen huldigten unb fich Brutalität« zu schuld« kommen ließen. Sein lauterer Charakter ließ auch der schwarzen Bevölkerung Gerechtigkeit widerfahren. Er kehrte daher, wir diSmarck treffend an ihm hervorhob, mit weißer Weste nach Deutschland zurück, und diese Integrität wird dazu beitrag«, daß sein Name, wir es in der deutschen Kolonialpolttik, zu bet« gedeih­lichen Entwicklung in Ostasrika die Grundlage geschaffen, stets in Ehren genannt werden wird. Nicht minder wird die deutsche Wiffeu- i schäft ihm alS Afrtkaforschrr ein dauerndes An­beuten bewahren.

zraiy von wenden.

Rouelle von Marga «rechten.

------ Nachdruck verboten.

kaffen. _ , „

§ Der neue Oberprästdent der Provinz Brau- denburg, Herr v. Tr»tt z« Golz, hat am Frei-

[] v. Wißmann t-

Das tragische Ende, welches der frühere Gouverneur von Deutsch-Ostafrika Hermann v, Wißmann auf seinem Gute Weißenbach bei Stegen in Steiermark gefunden hat, ruft überall «öffrichtigrs Mitleid wach. Einem Manne, der | die besten Jahre seines Lebens im dunkelu Erd-1 teil verbrachte, der in feinem Tatendrang« alle persönliche Gefahr« gering schätzte, und der auS d« schwer« Kämpfen mit den Eingeboren« als Sieger unverletzt hervorging, war ein besserer und schönerer Tod zu gönnen, al« ein zufälliger Schuß auS der eigenen Flinte.

Die Bedeutung Wißmanns gehört dem vorigen Jahrhundert an. Seit er im Jahre 1896 — erst 47 Jahre alt — wegen Krankheit fein Amt als Gouverneur niederlegte, das er nur anderthalb Jahre bekleidet hatte, ist er in der Oeffentltchkett nicht mehr heroorgetreten. Man hörte kaum seinen Namen noch nennen. Aber angefichtS seines Todes macht fich die Popularität wieder geltend, die er in den 80er und 90er Jahren in Deutschland -«offen hat. Knüpft fich doch an seinen Namen die Elinnerung an die ersten kolonialpolitischen Schritte des deutschen RtichrS. Sein ganzer Lebeusgang trug etwa« an fich, daS ihm die Sympathien im Vaterland, auch bei fei*« Gegnern, zu ver­schaffen geeignet war. Als junger Leutnant durchquert er Ostafrika, bald darauf unternimmt er im Auftrage des Königs der Belgier, der fich feine Erfahrung« zu nutze machte, alS Führer eine

\ Die Marokko Konferenz darf schon I jetzt, nachdem England feine Teilnahme abgelehnt hat, und damit auch die Weigerung Frankreichs als seststeh«d betrachtet werden kann, als gescheitert betrachtet werden. In diesem Ginne äußert fich auch eine Information, wüche der .Preuß. Korrespondenz' zugeht und die folg«den Wortlaut bat: »Durch die am 8. dS. Mts. dem Sullan bekannt gegebene Weigerung Englands, an der geplante» Marokko-Konferenz teilzunehmen, darf schon jetzt daS Zustande­kommen der Konferenz als endgiUig vereitelt gelten. Wenn auch England durch fein Spezial- abkommen mit Frankreich fich feiner direkten Ju- terrffeu in Marokko begeben hat und feine Zu- sage auf die Einladung des Sultan« lediglich eine ziemlich indifferente Formsache gewesen wäre, so wird fich ohne Zweifel Herr Rouvier, der noch eben erst durch feine lAussprache mit dem | Fürsten Radol n für die Konferenz so gut wie i gewonnen war, dem britischen Einfluß nicht ganz zu entziehen wiffm und voraussichtlich in letzter Stunde die Einladung des Sultan« sblehnrn. An hiesiger maßgebender Stelle kommt dieses Ergebnis keineswegs überraschend. Die Ab­neigung Englands gegen die Konferenz war be-1 tanrt unb die neuesten diplomatischen Dispo­sitionen von deutscher Seite haben bereits diesen Fall vorgesehen. Die deutsche Politik in Ma- roiko wird durch das Nichtiustandekommen der Marokko-Konferenz keinerlei A«derung erfahren. Die Reichsregierung wird sicher, nachdem fie fich gegenüber den Signatarmachten der Madrider | Konvention durch ihr bereitwilliges Entgegen­kommen auf eine gerneinfsme Behandlung der | marokkanischen Frage gegen jeden Verdacht eigen-1 süchtiger Bestrebung« gesichert hat, direkte Ver» j Handlungen mit der französischen Republik ab- lehnen und mit ihr eine Verständigung auf einem Boden suchen, der fich gegen Enfiüffe von dritter Seite al« durchaus unfruchtbar erweise« ■ wird. Daß diese Verständigung erzielt werden wird, darüber besteht bei den beteiligten Faktoren kein Zweifel,"

/ Ju der Diäten frage tritt die ,Post, unbeschadet ihrer prinzipiellen Forderung, daß für die Diäten ein Correlat geschaffen werden müffe, für die Gewährung eines festen Pauschales ein unter Fortfall der Fahrkarte. Die.Post' möchte das Pauschale auch in Preußen einge« führt wissen. Neber den Modus wird man sich chließlich schon einigen, wenn erst nur die Re­gierung geneigt ist, die Diätenlosigteit überhaupt zu beseitigen.

,* Im Herrenh««se sind die konservative und neue Fraktion zum 27. Juni einberufen worden. Zweifellos handelt es fich um eine Vor­besprechung in Sachen der Bergarbeiterschutz' Novelle.

/In Berlin hat am Freitag die erste Plenarsitzung des Kattsmanttssericht» statt- gefunden. Aus diesem Anlaß hatte sich Ober­bürgermeister Kirschner mit mehreren Stadt- täten im Tagungslokale eingefunden. Der leitende Gedanke seiner Ansprache war, daß die Kauf­mannsgerichte nur auf Grund der gegeben« Ge­setze Recht zu sprechenhätten.

hatte.

Unb so wartete, hoffte und briete fie weiter, bi»

Deuffdies Reich.

Berlin, b« 16 Juni 1965.

* Die Rtiftti* nupäßlch. Die Kaiserin hatte eine Vorstellung der Delegierten und Del-, giertinnen des Vaterländischen Franen- vereins in der Wandelhalle deS Abgorbnet«. Hauses für heute 91'» Uhr vormittag» in Aus­sicht genommen. Dte hohe Frau hat aber mit Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand eS fich versagen mflffen, die Herren und Damen zu empfang«. Zugleich hat fie ihre Anwesenheit in der heutigen Delegiertenverfammlung abfag«

__Ende einer der gewerbreichen Borstädte London'» lag ein sehr alte, schloßartigeS Gebäude. Seiner Bauart nach mochte e» etwa au- dem 15. Jahrhundert stammen; mit Bestimmtheit wußte mau nur, daß e- msprünglich von einem großen Parke umgeben und der Stammsitz eine» ansehnlichen Grafen- keschlechte» gewesen war. Nach und nach war die Familie In Verfall geraten und späterhin ganz au»- gestorben- Seitdem gelangte da» reiche Anwesen in andere Hände; die Wirtschaft-Häuser ward« zu Lager- räumen umgrschaffen und inmitten jener schönen Park­anlagen erhob fia> schon seit Jahrzehnten ein auSge- dehme» Fabrikgebäude, au» dessen mächtigen Schloten Tag und Nacht schwarzer Rauch aufpieg, der die Mauern und Türmchen d«S allen Herrenhauses bald noch dunkler und verwitterter erscheinen ließ. In der nächsten Umgebung warm mit der Zeit zahlreiche

9. Kapitel.

Jenseits der Küste.

Sprachst, Du würdest wiederkommen, Sagtest ja, daß Du mir gut; Und ich schaue so beklommen, In dem Herzen SehnfuchtSglutl Still vom Berge schau ich nieder In dem letzten Abendschein 7 Vögel kommen, Laub und Lieder, Und nur ich bin ganz allein.

Fran, Alfr. Muth. XXI.

ließ.

Wenn dann der Tag kaum angebrochen, erhob fich die arme Frau und schritt still und tellnahmloS zu den wenigen Verrichtungen, welche ihr in de« noch kleineren Haushalte noch blieben. ES war so schreck ich öde in der Wohnung, der kleine Glockenzug im Flur wurde nur noch fetten in Bewegung gesetzt. Wenden'S Kabinet und da» anstoßende Sprechzimmer blieben fest verschloffm. Al» Elma zum ersten Male diese traurige Leere empfand, da erinnerte fie fich mtt furchtbarer Deutlichkeit jene» Herbstabend», an welchem fie den törichten Wunsch nach einer Veränderung in ihrem unzufriedenen Herzen genährt. Gott hatte jener sündhafte Verlangen zu ihrer eigenen Strafe erhört. Et war ein Wechsel eingetreten, welcher fie au» einer glücklichen Gattin zu einer einsam« Frau gemacht

Leben gefallen wäre. Einsam und abgeschlossen lebmd, legte fie nie mehr die Trauerkleidung ad und es dauerte Jahre, 'he wieder ein matter Lächeln als seltener Gaß die ernsten, bleichen Züge erhellte. Niemand ahnte, daß da» schwarze Gewand nicht einem Toten galt, sondern daß fie e- au» Leid um den Lebend« trug.

Ausland.

* Der itsttenischr Senat beriet am Donnerstag daS Budgets be» Aeußern. Minister Titleni wiederholt feine kürzlich in der Kammer abgegebenen Erklärungen über feine internationale Politik un> hebt hervor, baß alle Redner die von ihm bisher befolgte Politik al« die bezeichn?t«, bei der Italien unter den gegenwärtigen Umständen verharren müffe. Auf verschiedene Anfragen erklärte der Minister, die christliche Bevölterun- Maze» donirnS bringe den italienischen G«darmie- Offizieren, die boxt ein wahres Werk der Zivili­sation vollbringen, stets wachsendes Vertrau« entgegen. (Beifall,) Die Entsendung ita» lisenischerSchisfe>ach Kreta sei nötig ge­wesen; denn, wenn man auch nationale Be­strebung« verstehen könne, so dürfe man doch Plünderungen unb Mordtaten nicht zulaffen; auch fei daS Leben der italienischen Soldaten zu schützen, die dort eine auf internationalen Vereinbarungen beruhende Pflicht erfüllen.

* In Stockholm find die Verhandlungen mit den auswärtigen Mächten bezüglich der durch den Abfall Norwegens ron der Union ge» schaffen« Lage bereits in vollem Gauge. Von dort wird nSm' ich telegraphiert: Der König empfing am Mittwoch die Gesandten von ^Deutschland, England unb Rußland in fünfstündiger Separa-audienz. ES erregt Aus- tehen, daß fich die offiziöse * Berichterstattung über den schwedisch-norwegischen Konflikt in ab­solute- dauerndes Gchwrigen hüllt.

* «ns Wnrschan wird gemeldet: Das Kriegsgericht verurteilte am Mittwoch 46 während der letzten Revolten verhaftete jüdische Arbeiter zum Tode durch Erschießen.

* Der rnffifche Reichstag — nur ruhig Blut, eS handett fich erst um Pläne — würde nach dem Plan deS Ministers Bulygin nach dem VermSgenS-ZenfuS erkoren und nicht nur eine gesitzberatende Stimme, sondern auch das Recht der gesetzgeberischenrJnitiative befltzrn, daS Reichs- bubget prüf« unb beraten, die Minister und Oberleiter interpellieren; doch bleiben diese nicht I dem Parlament, sondern dem Zaren verantwort­lich. Die Mitglieder des Reichstages, der« Zahl 600 nicht übersteigen darf, werden vom Volte gewählt, der Präsident bagegen vom Zaren er- | nannt. AuS dem Reichstag (Unterhaus) gehen die Gesetzesvorlagen an den Reichsrat (Oberhaus). Differenzen zwischen beiden Parteien entscheidet souverän der Zar. Dieser hat auch daS Recht, fie jederzeit aufzulösen. Sein Veto ist absolut. — Der Reichstag tritt jeweilen im November

vor, keinen Schritt zu tun, um nach seinem Aufenthalt zu forschen und ihn znr Heimkehr zu bewegen. Mit grundlosem Grolle war er geschieden; mochte er wieder- kehren, wann fich der Zweifel gelegt und neu erwachende । Liebe ihn heimwärts zog. O, da» mrßte gewiß bald, 25 ------ Nachdruck verboten. 6a(h) vielleicht schon morgen geschehen. Oa ihn denn

Die junge Frau atmete tief auf. Wenn fie auch nicht alle», der nahende Frühling, die kalten, fremden die armen Ertrunkenen beklagte, so empfand fie den- Gesichter, der Blick i» so manche» glückliche Familien- noch fast ein doppelte» Gefühl der Freude. Ihr leben an das einsame Zimmer erinnerte, in welchem Mann mußre durch die Wahl eine» andern Schiffe» sein eigene» Weib an derselben Stelle am Kamin dem Tode entgangen sein; mochte er auch fem von seiner harrte, dort, wo et vor Monaten fie geküßt ihr veilen, so wußte sie ihn doch am Leben. Dann und gesagt hatte: »Weine nicht so, eS istiakem aber freute fie fich, daß ihr dieser UnglückSsall er Abschied für'» Leben!- Sein Mund konnte nicht lugen, nöglich machte, ihn off« zu bewein« unb vor der unb batum um jene» Worte» Witten, mußte er ja Welt al» seine Witwe zu erscheinen, anstatt al» ble Wiederkehr«, unb fie wollte warten, warten; unb von ihrem Gatten verlaffene Frau. würbe diese» Harr« such noch so lange währ«, so

ES kam« trübe Tage und endlos bange Nächte, wollte fie dennoch Sott auf den Kni« daick«, wm« A«n Elma, die Stund« zählend, auf ihrem Lager er nur einst eine Stunde de» Wiederfeh«» andrechen ruhte, dann ließ fie zu ihrer eigenen Pein alle mit " ' ihrem Manne verlebten Jahre an fich vorüber zieh«. Eie rief die unbedeutendsten Vorfälle und Gespräche in ihr Gedächtnis zurück, und gedachte auch der Er­zählung von dem seltsamen Ende seines Vater». Ja, die Eiferfucht und der dadurch entstehende vorschnelle Argwohn mochte bei Franz eine erbliche Anlage fein. Der finstere Zweifel, welcher einst seine Mutter zur Wtwe gemacht, hatte auch ihr Leb« geknickt. Mr ähnlich war nicht chr eigene» Lo» mit dem jener unglücklich« Frau! — Aber, wie viel unedler hatte ihr Gatte gehandelt! Sie glaubte nicht mehr an seine Liebe und zweifelte, ob er fie geliebt. Und wenn er Zweifel an ihrer Liebe gehegt, mußte ihm dir Gattin doch eine Bitte um Erklärung Wert sein. Diese Ab­reise, welche eher einer Flucht ähnlich sah, konnte fie chm nicht vergeb« und wenn fie fich auch in namen­loser Sehnsucht nach dem in unbekannter Fe«e —_____ , , m

wellenden Gatt« verzehrte, so drückte fie dmuoch an» den Tagen Wochen, Monate und Jahre wurden, mu ig die Hand auf das poch«de Herz unb nahm fich ohne baß ein Sonnenstrahl von Erfüllung in ihr

Expebition nach den Ländern des oberen Kongo, von wo er wichtige Kartographische Berichtigungen, --- v -

über den Zufluß der Nebenflüffe des Stromes tag dem Magistrat von Berlin «men Be« zurückbrachte; von dem Fieber, das ihn auf dieser such abgestattet. J3om Oberbürgermeister Krrfch- Reise befiel, kaum genesen, setzte er 1886 seine ne r in leimm AmtsMmerempfangen.Wur.e Forschungen am ober« Kongo fort, um unter der Oberprästdent »in den MagisttaS - Sitzungs furchtbaren Entbehrung« im August 1887 saal geleitet und dort de» versammelten Magi. Mozambiaue zu erreichen. I stratS > Mitgliedern vorgesteüt. In gewinnender

Kaum war er 1888 nach Deutschland zurück- Weise äußerte sich der Oberprästdent anerkennend «kehrt, als die Bewegung zur Befreiung über die Selbstverwaltung des großen Gemein» mln$af<6a« Sie. rngmann war fft? mefenS Win mtt feinen oleta r-nfenden im dieselbe auserfeh«. Da brach aber der große Ehrenamte tätigen Bürgern. Er »«be bernu^ Araberaufstand in Ostafnka aus unb Wißmann fein, die persönlichen undamtlichen Beziehungen wurde von der deutschen Reichsregierung zwischen Staat und Stadt zu fördern, auch d.r mit seiner Niederwerfung beauftragt. Mit einer Selbstverwaltung im Rahmen der gegeben« Ge- felbft geschaffenen kleinen Koloutalarmee von etwa setze gern unterstützen. Mit allen Magistrats- 1000 Köpfen ward er der Araber in kurzer Zeit Mitgliedern wechselte der Oberpräsident einige Herr. Der Sieger, der inzwischen Hauptmann verbindliche Worte und verabschiedete sich dann geworben war, avancierte zum Major unb er- in derselben freundlichen Weise von demKollegtum. hielt den Abel. Zwar hatte er auch noch in b« § Ei» i?vnbs von zeh« folgend« Jahren mit Unruhen in Ostafrika zu Mark soll angeblich nad) der.Zukunft auf Ster« Kämpfen, al- er aber im Jahre 1891 das anlaffung des Fürsten Guido Henckel von Retchrkommiffariat an Frhr. v. Soden abzab, Donnersmarck gestiftet werben. Der Fürst herrfchte in bem Schutzgebiet überall Ruhe. Im hatte im Einvernehmen m t dem Retchsbank- Jahre 1895 ward er bann Gouverneur von Präsidenten Dr. Koch die Leiter großer Bank- Deut f ch - O st a f r i k a. Auch auf diesem Posten firmen und andere zusammengerufen und hn« hat et seine persönliche Tüchtigkeit erwiesen. oorgeschlag«, ein« Fonds von 10 Millionen

War den Verstorbenen bem deutschen Volke zu stift«, auS bem bet Kaiser Offijteren so nahe gebracht hat, ist bet Umstand, daß aus Zulagen gewähren kann. Die Ilachrich. er- seinem L-ben im dunkeln Weltteil keine Züge scheint unS in dieser Fassung wenig glaublich.

* Ans Veranlaffung ter Reichstags Verhand­lungen vom 30. November unb 2. Dezbr 1904 übe- bte Mißbräuche im Äultietlnuf«- Wefcn ersuchte das ReichSawt bi8 Innern die Eirz?lstaateregierungen um Erhebungen 1. über die hauptsächlichsten Art« der Auswüchse ttn AuSverkauftwes« unb 2. über die allenfallfigen »bändirungS- ober ErgänzungSvotschlüge zum RetchSgesetz betreffend die Bekämpfung deS un­lauter« Wettbewerbs vcm 27. Mai 1896.