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VermHdifes.

• e»a»#>el»e,8.3»ni 1905. Dnrch et» schwer,- Uiroettci ist in dem Ode druck »tue preße neben schwemm«»» entfloxbeu I« R»u-8ewta worben zwei Mädchen, in Güstebirse et» Man» cem BH| erschlage». _

• Riebet* i. 6 ®«8 bt» e^te*'

OtxtmoH» Rretberxa v. Hoxthaufe» gehörende Schloß Zht,»Hanse-. d-S Dre,»eh»ltnbe»btchtrrS „Ckbtlei im $B»fletf<bloh-'< »»»de S-strrn durch etneu Blitzstrahl i« Braud gefetzt und vollständig eingeäschert. Da? Schloß barg etae wertvolle Commlung von Ku»stL«gru- stäub« tu Porzellan «ub etae Bibliothek vou »der 10 000 Bäudrn. fcelbe Zeile würbe» et» Raub der Flamme».

* Halberstadt, 8. Juni 1908. Gestern ist tu dem Harz,ebtet ein wolkenbrncharttger Regen niedrrg,gangen, der zuw Zell durch Uebrrschwemmnugen großen Schade» angerichtet hat, besonder, ta Hetmdurg, Rübelaub, Neuwert, Thale, Blonkeaburg, R oster Micharlstet», Waldfriedru und Müblevthal bet Wernige­rode. Laugeustei» ist von dem Verkehr ans dem ge­wohnte» Wrae obgefchvttkea. Tret Häuser wurde - dort fortgerifseu. Ja Halberstadt bringt die Holzemwe Hoch­wasser vom Broaeugebiet; Zeile der Unterstadt stad überschwemmt.

• WöriShofen, 7. Jun! 19C5. Sester, Nacht ist da, Klubhaus am ZenriSplatz beinahe voll­ständig abgebrannt. Ursache b^BroudeS ist Kurz schluß Nur mit Mühe rettete der Wärter daS Leben.

• Die „vlutdibel" Frtrbrich von der Trenk, kam in Berlin bei einer Latographeuverstetgernug in der Buchhandlung von 8. LiepmmmSfoh» zum «erkauf. Friedrich von der Trenk war bekanntlich von Friedrich dem Großen wegen intimer Begehungen zu des RönigS Schwester, der Priuzesfin Amalie, erst in Slatz, dann in Magdeburg, mit Retten belade», etagekerkerl worden. Während biefer Haft beschrieb Zrenk etae Bibel, bte mit weißem Papier durchschossen war, aus 200 Veiten •*e Ht seinem eigenen Blut, »r schrieb tu bte Bibel, ein Geschenk bet Prinzesstu Amalie, Gedichte au die Prinzesstu und etae ausführliche Schilderung de, Ur­sprünge, und Zusammenhänge, seine, traurigen Schick sals. Nachkommen der Farn Ute Trenk erwarben bte Blutbibel für 500 Mmk.

* ein Millioueuprozrß Gegenwärtig strengt ein Sayer einen Mtlliouruprozeß gegen die österreichische Negierung an. Kläger ist ein Kleinbürger der Stadt Würzburg, Herr Johann Popp, der die Herausgabe etae, Nachlasses in Höhe von 6 Millionen Talern und von drei Risten, vollgepfropft mit Silber, verlangt. Diese Forderung wird dem ,Neuen Wiener Tazeblart' »«folge sehr romantisch begründet. Bor einem Jahr- hundert schied der Sckiffekapitäu Johann Rasvar Popp au, dem Leben. Gin Teilbetrag feines Bermögen,, be­sagte 6 Millionen, kam in die Hände des Mainzer Domkapitel,. Al, nach verschiedenen Wechselfällen de, Krieges Mainz wieder einmal von den Oesterretchern besetzt wurde, Übernahmen ste die Verwaltung dieses StbschaftSteilS. DaS Geld und die Kisten wanderten nach Wien, und ta den Inhalt der Risten nahm Kaiser Franz ll. Etablick. Der Monarch vr. fügte, daß dem Schatze eine Perle von seltener Schönheit und Größe entnommen und mit ihr versuchsweise die österreichische Kaiserkrone geschmückt werden solle. Da, alle? steht in einer Denkschrift, die der Kläger seinem Anwalt zur Verfügung stellte. Beigelegt find diesem Schriftstücke ein halbe, Dutzend von Geburtsscheinen, die biSin daS

17. Jahrhundert zurückreiche» und den Nachwe S er­bringe» sollen, daß der Kläger in verwandtschaft-tchen «erhültwffe» zu dem SchiffSkapitän Johan» Kaipa« Popp stehe, der im Zaire 1701zaD«de bochtnBayrrn g«boten wurde und 1790 en, dem Seben schüd.

• Bescheide». Rentier (der etae g-ötze-e Summe für einen wohltätigen Zwick her gegeben toi): „Schreiben Sie „Ungenannt* . . . e, weiß ja dock jeder, daß ich der rivzige im Ort bin, der so dt l geben kann!" •

kiterorifdies

Die Pstngstnnmmer der ,«lgi*et»e» Rund- sch»»« (Verlag von Tr. Armin Kaufe» in München) erfreut durch große Reichhaltigkeit deS Stoff«-. Durch etae ernste Pfingstbetrachtung von Biesendorfer und ein finniges Gedicht „Pfivgstmvrgrn im Walde* von Lor. Krapp ist dem Feste Rechnung getragen Dr. P. A. Kirsch führt seine geschichtliche Studie .Wa, verdankt die Kirche Deutschland, dem hl Bouisatta, ?* zu Ende. ReichSta,Sabgeordneter Ofel verbreitet fich ta interes­santer Weise über „Kleine Reichsbauknoten* und Fritz Rienkemprr widmet u. a der Hochzeit deS deutsche» Kronprinzen und der vernichtenden Seeschlacht vo» Korea, Wilhelm Fromm dem Besuche deS König- von Spanien ta Pari, einige Reflex vnen. Pfarrer Kaehl tritt in einem Artikel über „Kleru, und wissenschaft­liche Bildung* einigen Behauptungen de, frühere» Aufsätze, vou Loren, entgegen. B. Siemen, würdigt die neue „Illustrierte Weltgeschichte* von Widmann, Fischer und gelten. P. «tot, Pichler und Jos. Lore», fitz n fich über bte Beteiligung katholischer Autoren an der BühnenproduMo» auseinander. Dr. Felix Mader bringt seine erste» Eindrücke vo» der IX. Internatio­nalen Kunstausstellung ta München. Der Münchener Stadtarchiv ar Ernst vonDestoncheS berichtet über die SäkularauSstellt«,gen im Stadtumseum Ei» stimmungs­volle, Gedicht vo» Eschelbach und die Bühnen- und Mufikschau ergänze» den reichen Inhalt.

Inipi im)« KtjiJbrB in Ztaudrsamts Jafti

vom 2. bi, 9 Juni 1905.

Aufgebote.

2. Juni. Schreiner Karl Laux, Witwer, und Dominika Möller, beide vo» hier.

«heschliestnngen.

2. Juni. Maler und Lackierer Iran, Kircher und Elisabeth Roßmar, beide von hier. 2. Schreiner Philipp Sckortz und Anna Schürger, beide nun hier. 5. Maurer Johan» Kraus und Katharina Blckert, beide vo» hier. „7 Laboratoriums- Vorarbeiter Sebastian Walter von Fechenheim a. M. und Franziska Müller vo» hier.

Geburten.

26 Mai. Anna Maria, Z. de» Schreieermeisters Mlhelm Plappert. 29 Elisabeth Bonifotia, Z. deS SchuhmachermeifterS Karl Köck. 81. Heinrich Adalbert, S. dr, Postschaffners AloyS Förster. 2. Juni. Elisa- b«tb Franziska, Z. des prakt. Arzte, Dr. woä Emil C iS 2. Valentin, 6. deS F-btika»beiter, Andreas Ritftb. 2. Adam Georg S. des LandbriesträgerS Seor, Philipp Hüter. 3. Friederike Josephine, Z.

der Spengler, Johannes Remmrrl. 4 Helene Z. deS Fabrikarbeiters Philipp Wilhelm, b. Paulina Frieda, Z. te$ SchreinerS a B. Ludwig Weber. 5. Anna vonisatia, Z. deS Lackierer- Karl Schcfer. 6. Ger. trnde Elvira, Z de- Hof- und Dow golds-r,wieder Wilhelm Rauscher. 7. Ida Katharina, Z. dr» Schlaffer» e. B. Otto Hoffmann «tervefiiüe.

1. Juni. MitzgerwersterS-Wltwe Maria AgueS Kramer, geb. Trapp, SS I. 1 M. 16 Z. 8. EärtarrS- Ebefrau Maria Zheresta Jahn, geb. Roll, 42 I. 8 M 1 Z. 4. Schreinerlehrling Gustav Adolf Klippstein, 19 I. 8 M. 10 Z. 4. Frau, Jof-pb Damian, S. des «tatiouSgehUsen a D. Friedrich Hohman», 16 Z. 4. Privatta Therese Klüber, 66 I. 7 «. 19 Z. 4. Ma­thilde, Z. deS Heizers Leopold Höbe» von Hünfeld, 8 M. 14 Z. 5. Schneidermeister». Ehefrau Katharina Krer,e»tia, ge». Maria Schmitt, geb. Bamberge', 41 I 11 M. 19 Z 6. Landwirts-Witwe Pauline «uth, geb W,ß. 68 I. 11 M. 13 Z. 6. Maurer Eugen Weinbach, öl I. v M. 2 Z 6. Schriftsetzer Fra», Schoch, V2 I. 2 M. 23 Z. (aus der Durchreise) 6 Schülerin Ida Weber von LiebhardS, KceiS Gers­feld, 8 I. 1 M. 18 Z.

neueste nachrichten und

Telegramme.

W. «erlitt, 8. Juni 1906. Fürst Leo­pold von Hoheuzollern, der während der Vermählungsfeterlichkett« bei seinem Sohne, dem Erbprinzen von Hoheuzollern, Wohnung genommen hatte, ist heute nachmittag gestorben. Fürst Leopold, das Haupt der nicht regierenden fürstlichen Linie des Hauses Hoheuzollern und Bruder des Königs Carol von Rumänien, war am 22. September 1836 geboren. Der Ver­storbene ist nur einmal, als Erbprinz, politisch hei vorgetreten, und zwar dadurch, daß seine spanische Thronkandidatur im Jahre 1870 der Vorwand zur französischen Kriegserklärung wurde. Er war erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses und preußischer Generaloberst. Sein ältester Sohn, der jetzige Fürst Wilhelm, steht im 42. Lebensjahre.

W. ©lege«, 8. Juni 1906. Gestern abend richtete em Wolkenbruch im Kreise Glogau großen Schaden an. In Jsetschau ist viel Vieh und Geflügel ersoffen, mehrere fieinrr»« Brücken lud zerstört. Felder verwüstet. Der Eisenbahn­verkehr in Ntederschlesten ist durch Dammunter, spülang meür so ch unterbrochen.

W. Loredo«, 8. Juni 1906. Das Untersee­boot A 8 ift heute vormittag an der Mole von Plymouth mit 14 Personen von der Besatzung untergegangen. Vier Mann wurden ge- rettet.

W. Petersburg, 8 Juni 1905. Im Gouvernement Kiew ergriff d'e Bauernde-

«eguug acht Keeffe; besonders im Kreise Sweuiaorsbsk nahm die Bewegung eme» sehr bedrohlichen Charakter an. Die Behörde» babett alle Hände voll zu t-m, um sie zu unterdrück« und haben hierfür Infanterie und Kavallerie zur Verfügung gestellt.

W. «riwo», 8. Juni 1905. Am 5. Juui feuerten Mohamrdaaer auf dem BaM auf Ar­menier. Dabei wurden über 20 Personen ge­tötet und verwundet, darunter zwei Tar- karen. Die Läden wurden sofort geschlos­sen. Am folgenden Morgen wurde da» Schießen fortgesetzt. AuS den Häusern und von den Dächern wurden geschaffen. Die Ar­menier gingen ihrerseits zum Angriff vor. Eine Bombenexplofio» wurde gehört. Die Kugeln flogen in die Häuser und schwirrt« über die Köpfe der die Straßen durchziehenden Kosaken. Am 7. Juni abends wurde die Stadt ta Be» lzgerungSzustand erklärt. Die Läden stad ge­schloffen

W. Tistt», 8. Juni 1906. Die Tataren haben, t ffenbar ermutigt durch ihr« Erfolg ta Nachttschewan, am 6. Juni wieder ta Eriwan Ausschreitungen begcnt«, wobei sie einige zwanzig Armenier getötet oder verwundet haben. Auch versuchten ste zweimal den Bazar avzuzünden, jedoch ohne Erfolg. Die Armenier waren gewarnt und verteidigten fich am 6. und 7. Juni tapfer. Ste erteilten dabei den Ta­laren eine Lektion, indem sie 100 derselben töteten und Hunderte verwundet«.

m. Deü ?-SrsdachtL8M.

9. Jn»i 1608.

Temper »k», 6 Uhr abend»: 6elft»8.

. 7 . morgen»: 10F'

, 12 , mittag?: 18,0 ,

Di» höchste Zemperatar de- »estrige» Zaget be­trug 11 fi eeifiMi.

Sie niedrigste Zenepttatmrta»ergangemrr«acht betrug 90 Lckfta».

Bar»Wrt«e»amtz vorn 7. Juni mittag! 18 t hr 748 »B, 9 Juni 747 an.

Werltyss be, ■»ittmeig feit Donner««» morg« (Weilburger Wetterdienst): Da» Ziefdruck. lebtet ist ostwärts gezogen. Seine westlichen Raub' gebtlbe verursachten gestern noch etwa» trübes »euer urb lertogea Regen. Das norowestltche Hoch breitet ich inzwischen au?, so baß höchsten» da- letzte Rest« Tief u»8 »och etwas Regen bringen, barm aber ste Bewölkung fich langsam lichte» bürste,

Wittern», imwistlickr* E'rl- brutschlanb sS» Samstag ben 10. Snni 190b. Nur schwachwindig, langsam etwa- aufklärenb, uachlS kühler, tag«über etwa» wärmer al» heute, höchstens vereinzelt »och vertage Regenfälle.

SkimstmchW.

In den nachbenannten Stra< ßrn sollen die HanSattschluß- leitttttge« zur Ne«ka«ali ftttioii in »ächster Zeit inner­halb des Straßlnkörpers aus­geführt we den.

Lrngebrückenfiraße, KSnig- flraße, SiwpliziuSbrunnen, Mühlknstraße,Kanalstroßr,Vor- bete SchlelferSgaffe, Habsbur gergaffe, Bonifatiusplah, Rit­tergasse, Ros nzofse, Seottien- berg, Luckenberg, Pfandhaus- flraße, Gemüsemarkt, Mittel­straße, Feldstroße, Gartenstraße, BraudauSstraße, Gwrgfiraße, Karlstraße, M-tstergrffe, Schüt zenstraße, Bahrhofzusph straße, PeterSgrffe, Rhönstcaße und Lind«stroße.

Die B fitzer der an diesen Straßen belegen« Grundstücke werden deshalb aufgefordert, ihreEntwäfferungsgesucheschleu- nigst ausarbeiten zu lassen und innerhalb zwei Monaten bei der Polizeidirektton dahier zur Genehmigung ein streichen,

Fulda, den 5. Juni 1905. tet Magistrat.

BekmtmchW.

Mit Beginn der neuen Ente wird gutes, treck neS Pferdeheu direkt von der Wiese gegen Barzahlung angekaust.

•gl. Prol>iaula»t Fllldr.

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