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Siyeifta:

M 126.

Fulda, SamStag, den 3. Juni 1905.

32. JaLigMH.

Bhs des Landtag

daß

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:ästdeut Graf Bülow etwfSette ihm, len zwar sehr oft do* oben Torome», nicht dadurch begründet seien, daß die Zeichen der Zeit verkannt und ff an

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Druck #*6 verlaß der

Bus Kirche und Schule.

* g*lb*, 3.Juvi 1905. Der Hochwüt- digste H err Bischof zelebrierte heule morgen 6 Ubt in der BonisatiuSgr uft fine bringe Messe, um den 6 gen der Himmels für nafexe Feier zu erflehen.

* Rom, 2. Juni 1905. Das gestern txns flL Vater in St. Peter abgehaltene Pontifikalamt war von vielen taufend Gläubigen besucht. Ans Initiative des Papstes war die Feierlichkeit be­deutend abgekürzt. Sie dauerte anderthalb ®hmi

viertel. Btnnnttii uud V«steL-eldhizuldau«d «ewAUilULsepfe.

»Kvjäs Skuworow'' hffm ik-.ß. hübe er sich :at' sächlich auf der „Borool-o" befurtth ZM Lirfr gesunken fei, sei er a» Bord Mes To- pzicooti» Mstörer» gegangen.

I« Rußland ist die ErbiLterung s^er daß Syrern, das so vttl Niederlagen oenchuldrt, nunmehr aufs höchste zestttgeu; Krr notig, was die nächsten Ta .efür Schreckkr-StveldnNüsrr dringe« werden. Ist doch scho-n Sie Meldung von <isint Attentat gegen den Zaren vtrderefteL aber taS» bald offiziös dewenkieit worden. (Srehe auch die Notiz aus Petersburg unter Ausland. 2 Red.)

Möniq Atsous Aili- Dir: -p Nicu.

Zum BombenaNemat fltflen frrn Ülönifl i- >'-ariS,

wandte er sich zu der Menge und sagte gleichfalls: „Beruhigen Sie sich, es ist nichts geschehen". Der Zug hielt nicht an. Der König setzte sich wieder und erzählte dann munteren Tones dem Präsi­denten Loubet von den früheren gegen ihn ge­richteten Anschlägen. Die Bombe zersprang an der linken Seite des Wagens, wo Loubet saß Die Wand des Wagens zur Seite Loubets wurde durchlöchert.

* In Christiania haben Magistrat und Bürgervorsteherschaft beschlossen, an den Storthing folgende Erklärung zu senden: „Christianias Magistrat und Borsteherschast dan­ken dem Storthing und der Regierung für die Festigkeit, welche sie bei der Wahrung von Nor­wegens Recht gezeigt haben, und sprechen die Hoffnung auf einen würdigen und schnellen Aus­gang der politischen Krise aus."

* In Petersburg hat sich, vielleicht verursacht durch die jüngste furchtbare Niederlage Rußlands zur See, neuer Zündstoff angesam- m e l t. Aus der Hauptstadt des Zarenreiches liegt vom Freitag nachmittag 31/2 Uhr folgendes Tele gramm vor: In der Stadt sind Gerüchte im Umlauf, daß es bei der Moskauer Pforte zu einem Zusammenstoß großer Arbeiter­massen mit st a r k e n Truppenabteil- ungen gekommen fei.

* In Portland (Oregon) hielt Vize­präsident Fairbanks, am 1. Juni eine Rede, in der er sagte, Amerika sei dazu bestimmt, eine bedeutendere Rolle als bisher im Hande! und jenseits des stillen Ozeans zu spielen. Der jetzige beklagenswerte blutige Kampf in Ostasien habe seinen Ursprung in dem Streben nach kommerziel ler Eroberung. Der amerikanische Handel werde durch die Mittel des Friedens, nicht durch die Werkzeuge des Krieges vorwärts gebracht werden Amerika müsse Beziehungen der Freundschaft zum Osten pflegen, um Vertrauen zu gewinnen, und müsse seine Waren den Bedürfnissen und den Ge­schmackseigentümlichkeiten des Ostens anpaffen.

Der rulßfdi-japan. Krieg.

Hebet die Vernichtung bei russischen Gr» schwader- ix der großen Seeschlacht, die nicht weniger als zwei Tage und zwei Nächte gedauert bat, find jetzt genauere Berichte tingegangen. Geradezu beispiellos muß die Verwirrung gewesen sein, die unter btn Russen gleich nach Beginn de» japanischen Angriff» eingeriffex ist. Einzelne Schiffe haben fich töpfer gewehrt, im ganzen aber fehlte es bei der russischen Flotte an dem nötigen Zusammenhalt, um dem planmäßig geleiteten Angriff ebenso planmäßig zu begegnen. Kopf» lostgkeu einzelner Führer, Mangel an Disziplin bet der Mannschaft und hier und da auch Feig» beit vollendeten den Ausgang deS furchtbaren DramaS, das mit der Zertrümmerung deS rufst- scheu Geschwaders abschloß. Sine sehr eigentüm- liche Rolle hat Admiral Nebogatow gespielt, der nach kurzem Kampfe die Flagge strich, statt heldenmütig dir zum Aeußerstm auszuhalten. In allen Berichten wird die furchtbare Wirkung der Torpedowaffe betont, ob auch Unterseeboote verwendet worden find, ist zweifelhaft. Nach Londoner Privatmeldungex griff Togo bei vollem Tageslicht offen an. „Borodino" und „Kamt- schalka« gingen bald unter, und Verwirrung be­mächtigte sich bet russischen Flotte. Die Japaner hatten den Vorteil größerer Schnelligkett ihrer Schiffe. Die russischen Schiffe gehorchten den Signalen des Admirals nicht mehr, und alle Einheit ihrer Akttox war dahin. Um 4 Uhrnach- vrittags wat Roschdjestwdnsk» schon am Sonn­abend vollständig geschlagen. In der Nacht griff bann die Torpebofiotte die Russen an; es herrschte Monbschein, die See war spiegelglatt. Die Torpedoboote schwärmten plötzlich wie Hornissen um die russischen Schiffe, fie umzingelten fie vollständig, und ihr Angriff hatte großen Erfolg. Die Japaner nahmen hitrbei eines der Linienschiffe, daS schwer beschädigt und von Granaten gefegt war; eS ging schließlich unter, aber die gesamte Besetzung wurde zu Gefangen en gemacht

Admiral «vschtzj-ftwenski ist am Mitt- woch un Marinehoipilat von Saseoo angekommen. Die Nachrichtkn über die Art undSchweresetnet Verwundungen gehen wett auseinander Ein Offizier der „Borodino«, der als Gefangener nach MaMxru gebracht nxrr, erklärt, als Admiral RoschbjeMßnSfi seine Flagge an Bord des I

Deutfehes Reich.

»i'etün, den 2. Juni 1905.

§ Der Zentrums»Abgeordnete Gerhard GtStzel ist am Donnerstag ziemlich unerwartet in Eharlollenburg im Hause seiner Tochter an einer Lungenentzündung gestorben. Bis in die jüngsten Tage hinein hatte er fich an den Parlamentmischen Arbeiten im Reichstags und int «bgeordnetenhause sehr rege beteiligt. Insbe­sondere an den Verhandlungen über da» Brrg- arbetterschutzgesetz hat er im hervorragenden Maße mitgewirkt, und eS ist nicht zum kleinsten Teile sein Verdirnfh wenn im Abgeordnetenhaus« eine Verständigung erzielt wurde. Ende voriger Woche klagte er seinen Kollegen gegenüber über Schlaf- losigktt. Offenbar war da» ein Vorzeichen der Krankheit, bfe dann am Sonntag zum Ausbruch kam und ihn dann so rasch hinwegraffte. Ix Stichel verliert daS Zentrum einen seiner eifrigsten Md gewiffenhastesten, in sozialpolitischen Fragen «ff gründ praktischer Erfahrungen trefflich be- Wanderten Mitglieder. Er war selbst auS dem Arbetterstande hervorgegangen und kannte nament» Ach die Arbeiteroerhältniffe im rheinisch-west» Mischen Industriegebiete aus eigener Anschauung. Auch nachdem er fich der sozialpolitischen und politischen Tätigkett gewidmet hatte, blieb er als Utebalteur eines Arbeiterblatte» in den engsten Buchungen zu den Arbetterkreiftn. I« Iahte 1877 wurde er in Essen zum ersten Male und zwar gegen den bisherigen Zentrumsabgeordneten Herrn v. Forcrde de Btaix — damals konnte die Zentrumspartei ix Essen fich den Luxus zweier Kandidaten noch gefiatten — in btn Reichstag gewählt, da dis zahlreichen Arbeiter de» indlKrtellen Wahlkreises einen der Ihrigen al» Vertreter zu haben wünschten. Sie haben die Wahl nicht zu bereuen und auch die übrigen

mung zugeteilt worden, daß, wenn derselbe, einen ihm persönlich beigelegten höheren Rang besitzt. eS dabei bewendet.

* Der Heberfall auf den Grafe» Pückler, welcher am 4. November o. IS. tn Beet Hotel de Rome von dem Juwelenhändler Les» auS Frankfurt a. M. verübt wurde, bildete berste den Gegenstand einer Verhandlung vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I. Levy »ar wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges, eine» Schlagringe», angeklagt und wurde »i drei Monaten Gefängnis verurteilt.

8* Die Presse de» Evangelischen Bundes ereifert fich immer von neuem und immer stärker über den „preußische» Indexe Sie zählt eine Reihe von Schechen auf, die auf gründ der Gewerbeordnung in Preußen vom geilbieten im Umherziehen ausgeschlossen find und tut so, als wenn hier eine unerhörte Im­parität gegenüber ben Protestanten, eine neue Unterwerfung der Behörden unter die Würsche des Zentrums und „Roms" vorliege. Die ^ge­ächteten« Schriften find, wie man schon aus ihren Titeln ersteht, ganz gewöhnliche Hietz- s ch r i f t e n de» Bundeskoryvhäen Superintendent Meyer-Zwickau, Pastor Bräunlich, Lic. Everling usw. 2- .tr finden da „Die evangelisch« Bewegung in" Oesterreich« von Superintendent Fr. Meyer, „Evangelisches Ern achen im katholischen Kanada«, von Pastor I. L. Morin, „Los von Rom«, von Pfarrer W D. Everling, „Die Los» von -Rom- Bewegung in Steiermark« von Pfarrer Bräun- lich, „Der Protestantismus in Oesterreich«, von Fr. Meyer, „WaS ist der Eoaxgelifche Bund, wsS soll er sein und bleiben?« von Pastor I. Schöttler, „Welche innere Gefahren bringt der römische Miffiousbelneb unseren evangelischen Missionen?«, von MisfionSdttektor Dr. Buchner, „Die UnterscheidungSlehren von einem rheinischen Pfarrer.« Fügen wir noch hierzu, daß alle diese Schriften bei I F. Lehmann in München, dem Berlage der .Wartburg', oder in der Buchhand» lang des Evangelischen Bundes in Leipzig er- schienen find, so kann über Ton und Inhalt erst recht kein Zweifel bestehen. Gewiß wird durch solche Hetzschriften der konfessionelle Friede ge- f ährdet und dämm ist es ganz angemessen, wenn fie ebenso gut vom Feilbieten im Umherziehen ausgeschlossen werden, wie fittlich anstößige Schriften. Sanz besondere Entrüstung erregte e» bei der BundeSpreffe, daß eS der BeztrkSau»- schuß in Trier gewesen ist, der diese Schriften vom Kolportage-Buchhandel ausgeschlossen hat. Man will offenbar den Anschein erwecken, als sei der verhaßte Bischof Komm daran schuld. Um die „Imparität" ins gehörige Licht zu stellen, wird „konstatiert«, daß ein Kolportage Verbot „katholischer Sch iften ähnlicher Art« nirgends erfolgt ist. Das wird wohl richtig sein. Denn von katholischer Sette ist sicher gar nicht versucht worden, „Schriften ähnlicher Art« durch den Kolporlagebuchhandel zu verbreiten. Schriften, die eS nicht gibt und für welche die Erlaub­nis zu« F »Wirten im Umherziehen daher auch gar nicht nach gesucht werden kann, kann der Be­zirksausschuß natürlich auch nicht auf den „preußischen Index« setzen Wir hoffen, der Evangelische Bund wird nicht von uns verlangen, daß wir im Interesse der Parität Hetzschriften gegen den Protestantismus Herstellen und die Er­laubnis zu ihrer Verbreitung im Hausierhandel nachsuchen sollen, damit fie auch auf den „Index« kommen.

* Die Mrbeiterkolsuie, die Pastor B o d e l • schwingh auf Berliner städtischem Boden gründen will, um jugendlich Verwahrloste und ältere obdachlose Männer zu beschäftigen, wird binnen kurzem ins Leben gerufen werden. In der heutigen MagistratSfitzung beschäftigt fich das Kollegium mit dieser Angelegenheit. Pastor v. Bodelschwtngh hat mit der Verwaltung der städtischen Rieselfelder und der Verwaltung de» städtischen Obdachs einen Vertrag abgeschlossen, nach dem er 200 Morgen Land auf sechs Jahre pachtet. Dort soll nun die Kolonie für obdach­lose Männer erstehen. Die Kolonie für jugend­liche Verwahrloste wird voraussichtlich auf einem städtischen Terrain bei ReelSdors begründet werden.

** Der Entwurf einer Reich-Erv schaftssteuer wird dem ,Berl. Lok.-Anz.' zu­folge zurzeit im Reichrschatzamt einer Umar- beitung unterzogen im Sinne einer allgemeinen Abschwächung. Der Entwurf hatte dem preu­ßischen Finanzministerium zur Begutachtung vor- gelegen und war dort auf mehrfache Bedenken gestoßen, denen nunmehr Rechnung getragen werden soll; insbesondere soll die vorgesehen gewesene Besteuerung der DeSzendenten wieder fallen gelassen werden.

* Die demtsche Anarchisten - Kousereuz, welche zu Pfingsten nach Wenigenjena ein- berufen worden war, ist von der Oberbehörde verboten worden.

den Nötigen Reformen habe fehlen (affen. Die preu­ßische Regierung werde fich nicht abhalten lasse» von einer wetten SozialpoAttk, die nicht nur die Arbeiter umfasse, sondern allen wirtschaftlich Schwachen zu helfen, vor wie »ach alSihre Hauptaufgabe betrachten

Auch die gemäßigten Noufervaliven, da» sogenannte Zentrum deS Herrenhauses, für daS Prof. RiehueS auS Münster sprach, wünschte eine Verständigung mtt mtt der Regierung auf einem Mittelwege.

Für die «ubedtnite und unveränderte Annahme der Berlage sprach Oberbürgermeister Becker Sölu, hinter dem fast die ganze Linke steht, sowie Graf OpperSdarf, der tn einer geistvollen Rede die sozial- polinscheu Anschauungen verteidigte, die im Abgeord­netenhaus und Reichstag vom Zentrum vertreten «erden.

Eine heftige Rede gegen die ganze Borlage hielt Herr v. BnrgSdorff. ~ ~~ ~ ~

Graf Bülow ließ eS fich nicht entgeheLT"diesem Redner gegenüber noch einmal mtt aller Schärfe zu detonm, daß daS Bergarbeiterschutzgesetz keine Ant- mofitäl gegen die Arbeitgeber bekunde und nur die Er- füüung von Versprechungen darstelle, die den Arbeitern sett Jahrzehnten gemacht seien.

Mtt der wetteren Beratung deS Bergarbeiterschutz- gesetzeS wird fich nunmehr eine Kommission de? Herren­hauses zu beschäftigen haben. An diese wurde ar>ch die SttllegungSuoveüe, sowie da» MutungSsperregesetz verwiesen.

Schließlich genehmigte daS HauS Jbie Eingemein­dung von Ruhrort an DuiSburg und de» StaatSver- trag mtt Bremen über Gebietsabtretung.

SamStag 10 Uhr: Antrag Manteuffel, Eisen­bahn Vorlage.

Schluß *■■» Uhr.

monawiage: „Klwaer Seschichtsblätter". ‘SÄ?

wo er nach der Auflösung des Reichstags feinem mächtigen, sogar von den Sozialdemokraten be­günstigten Gegenkandidaten Krupp unterlag, wurde et immer wieder gewählt. Seit 1885 mar er Mitglied deS Abgeordnetenhauses für den Wahlkreiß Koblenz St. Goar, ein Beweis, daß er «s verstanden hatte, fich da» Vertrauen aller Be« völkernngSklaffen zu erwerben. Stötzel erwies sich stet» als ein ruhiger, besonnener, maßvoller Vorkämpfer für Arbetterintereffen, der zwar mit Entschiedenheit für die berechtigte» Forderungen der Arbeiter eintrat, dem jede Demagogie und Einseitigkeit aber fern lag und bet wohl wußte, daß mtt Uebertteibungen und Schroffheiten den Arbeitern wenig genützt ist. Ausgleich der In- teteffen der verschiedenen Berufszweigen und be­sondere Hilfe für den Stand, der der Hilfe am dringendsten bedarf, das war, wie deS Zentrums, so auch StötzelS Devise. Das Beispiel be» pol­ternden sozialdemokratischen Phrase nmachers ver­lockte ihn nicht. Seine Tätigkeit war auf daS Praktische gerichtet, wie er von der Praxis her- ikam. Phantastischen Plänen jagte ftin klarer, vernünftiger Sinn nicht nach und wenn er sprach, fo kam e» ihm nicht darauf an, durch Dekla­mationen und Redensarten auf die Leute draußen zu wirken, sondern schlicht, nüchtern und gemein» Verständlich zu sagen, wa» et für recht und not» wendig hielt. Reden zum Fenster hinaus haket «iemals gehalten. Bet seinen Fraktionsgenoffen war der bescheidene, fich niemals votdrängende und weder auf seine praktischen Kenntnisse no4 auf seine „schwielige Faust« pochende, dabei tief religiöse Mann sehr veliebt und geachtet. Sie «erden den bewährten Berater und Kennet bet Atbettersachr und bet Sftbkiterintrreffen schwer Dennissen. Der Verstorbene, der auch die Kriege von 1866 uns 1870/71 mitgemacht hat, war am 4. Dezember 1835 in Rüffelbach bei Siegen ge­boren, ist also 68'/, Jahre alt §eworden. Er «ar ein Arbeiter und hat ein Leben voll pflicht­treuer Arbeit geführt. Seine Leiche wurde heute abend von Liarlottenburg nach Essen Überge- führt, um dort feierlich bttgesetzt zu werden. Der Verewigte wird also ruhen inmitten dcr Arbeiter, die ihm ihr Vertrauen geschenkt, und sSr die er ein lange» Leben hindurch selbstlos gewirkt halle. Er ruhe in Frieden! ‘

* Der polnische Reichstag» - Abgeordnete Breiski, dessen Mandat bekanntlich als ungültig erklärt wurde, wird im Gegensätze zu seinem Parteifteunde Korsanty nicht wieder kandi­dieren.

Rettet M „Lyeeum Hofiaunm" Pt BraunSberg ist für die Zett seiner SmtL- dauer bet dritten Rangklaffe mit der Bestim­

Busland.

* Das Bombenattentat gegen König WfouS WM" Spanien, lieber die V o r g sn g e b ei d e m A »schlage auf den König wird noch folgendes bekannt: Der König legte große Geistesgegenwart und Unerschrockenheit an den Tag. Bald nstch dem Geschehnis erhob er sich im Wagen und sagte ruhigen Tones zu seiner Umgebung: „Es sst nichts, meine Herren, beruhigen Sie fich", dann

42. Sitzung Dem St 3trat 1906.

»'.öffrmug 11' « Uhr.

Allgemeine Besprechung der BerggefetznrmSe nnb »w« zmrächst be* BeraarbetterMtzzesetzeS.

Mjntst-rprästdent ötaf Buls» gab sich alle rr- deuklWe Mühe, den Konservative»- die im Herrenhause tonangebend find, klarzumacben, daP daS BergarSEer- schupgefetz eine polttifche NotcveudiMit sei. flk be­tonte, nur eine solche Regierung tSnnt allen GNttg- niffeu der Zukunft ruhig entg?geu>-hen» die dir Staciü» autorttät gefichert und den Arbeitern gegenüber »in gute» Gewissen habe.

Zrhr. v. Manteuffel, der Führrs der ffoafer» nativen, will trotzdem von der Vorlo« sehr wenig wiffen. Gr meinte, das Herrenhaus müM bei diesem Gesetz den Regulator und Ballast bilden und sorgen, daß dar Staat?schiff keinen Schaden »leibt. Er er- blickte in -dem Gesetz gewissermaßen eine Nsvotutiou von oben.

Gchrtftletter-Iof.vamx H. II, jsferate

A. Parze» er tn Keldn. wschmdeiiag«: „Illustrierte ZoimtagrzettllNg"