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mit ihr zu kommen, da ein edler junger Araber, der aus dem Gate weile, sehnsüchtig nach der heiligen laufe Verla ge.
Freilich wußte JSmail nvck recht lange seiner Schvsuck't Zügel anleg'n; denn t% dauerte volle zwei Woche«, bis Elisabeth wit einem Priester, von mehreren ihrer zuverlässigste» Leute bewertet, auf dem Schlöffe ankaw, so sehr sie sich auch beeilt hatte, dem Ruse ihres Gasten zu folge«
Der Priester aber, der mit ihr kam, hieß nicht Philippus,-sonder« Petrus, uns er stammte nicht aus dem Morgeolaude, sonder« aus dem Avendlai-de — nämlich aus Amiens in der Picardie.
Es war intet Peter von Ämter s, dessen Rus nach wenigen Jahren daS ganze Abendland durchdringen, dessen Name MvrrgittigUch werden sollte in der Weltgeschichte.
Welch et« Statut! Hager von Gestalt, mit-einem Äntsttz, in des die Entbehrungen und Beschwernisse deS E.emit'riebcns ihre Runen eingegrebt« Hütte», aber durchgeistigt und belebt von einem Auger-pasre, drffen Heller Strahl seinem Zuhörer bis auf den Grund seiner Seele drang, drr sein heiliges Feuer zugleich die flammende B geisterung mUteilte, die de» Einsiedler selbst beseelte. Ebenso mächtig wirkte sein Wort. Noch batte die Welt die Kraft dieses Wortes, feine zündende Beredsamkeit nicht erfahre«. Aber allen, welche das Glück hatte», ihm näher zu treten, blieb jede» seiner Borte ewig tu der Seele haste«.
Dar war drr Mann, der Ismail unterwies in den heilige« Lehrer, des Christentums. O wie Ismail, während zugleich fein Geist «leuchtet wurde, fich 'rvärwte an dem Glcubersftuer des Eremt'en! Wer vermöchte die Seligkeit zu schildern, welche in diese« Wochen der Hetttmd über JSmail «goß, indem er fich dazu de« armen SivstedlerS bediente!
Peter von RmienS befand fich auf einet Pilgerfahrt nach Jerusalem. Bevor er aber da» heilige Land betreten wollte, rostete er eisige Zeit kn Antiochia, da eta Fieberanfall ihn hart mitgenommen hatte. Durch
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Mttftteiter-Zsi.Sa»«
wochenbMM! -Muftttette Ssmtagrzeitang
Deuffdies Reidi.
Berlin, den 3. Mai 1905.
§ Das offizielle Verzeichnis der tut» erledigte« Brrlage« ist im Abgeordneten- hause ausgearbeitet worden. Nach demselben liegen dem Abgeordnetenhause vor 11 Gescheut- würfe der Regierung, 14 zur Plenarberatung reife Anträge, 13 in Kommissionen befindliche Anträge; außerdem mehrere Rechnungssachen und Denkschriften. Unter den Gesetzentwürfen befinden fich u. a. die Entwürfe bett. Gebühren der Medizinalbeamlen, die Verwaltung gemeinschaftlicher Jagdbezirke, die Erschwerung des Vertragsbruchs lsKswirtschastlicher Arbeiter und des Gestades, die Aenderung der Amtsgrrichtsbezkke Lochem, Mayen und Zell a. d. Mosel, Erw ite- rung des Stadtkreises Tffen, die beiden Novellen zum Berggesetze. Bon den Initiativanträgen find zur Plenarberatung frrtiggestellt die Ant Lge Dr. Arendt bett. Teilung von La -dtagswablbe- zirken, ferner ein Antrag bet?. Abänderung des WatenhauSsteuergesetzeS, der Antrag Bachmann detr. Bildung einer Kommisfion zur Un tersuchung der Arbrittrvsrhältniffe im preußischen Kohlenbergbau, der Antrag Gamp betr. Unterstütz »gen für Geistliche aller Bekenntnisse, Frhr. v. Z d ,tz und Neukttch bett, penfionsfähige Zulagen für Seminardirekioren, Seminarooerlchrer und Lemi- »arlehrerinnen, Herold (Zent) bett. Sonntagsruhe für die Eisenbahnbeomten und Arbeiter und Beurlaubung der Eisenbahnhandwerker und L - bester; Oeset bett. Nachtdienst im Eisenbahnbetriebe, die Bergarbeiterschutznovelle wird, da. am S. dS. Mts. der Bericht der Kommission fertiggestellt werden wird, etwa am 11. oder 12. Mai zur zweiten Beratung gestellt werden. Die Berg- zesrtznovelle bett. Stillegung der Zechen, wird vom 5 ab in der Kommt'st n beraten werden und dürfte bis zum Wieder ezinn der Plenar- Atzungen durchberaten fein.
□ Die amtliche .statistische Korrespondenz’ veröffentlicht die Zah'en der S mptergebuifse der Einkommens xrrer Beranlagung in Prerrtzeu pro 1804; es betrug hiernach die Gesamtziffer der Zenfiten mit mehr als 900 Mk. Einkommen im Jahre 1904 4,133,539 gegen 3,897,782 im Jahre 1903 und 5,762,047 im Jahre 1902. Das gesamte Reineinkommen der Zenfiten betrug nach der Statistik 1904 9471 Mill. Mk. gegen 9092 und 9036 in den beiden Vorjahren. Die Zunahme des steuerpflichtigen Einkommens 1904 ist also gegen das Vorjahr um 379 Mill, höher und im Verhältnisse der Steuerjahre 1903 und 1902 (mit 56 Mill.) erheblich gestiegen. Die Gksamt-Einkommensteuer ist 1904 auf 191,230,947 Mk. anaesetzt gegen 186,358,311 Mk. (1903) und 188,837,843 Mk (1902). — Im ersten Jahre der neuen Einkorn- mensteuer (1892) betrug die Zahl der Zenfttm mst mehr als 900 Mk. Einkommen 2,437,886 mit 5961 Mill. Mk Einkommen und 124,842,848 Mk. Steuerertrag; in 12 Jahren ist demnach ein Zuwachs von 1,695,653 Z «fiten, 3510 Einkommen und 66,388.099 Steuern eingetreten.
* Die Wirkungen des Gesetze- über die Fürsorgeerziehnng Minderjähriger. Der ,Reichsanzeiger' enthält eine Ueberficht über das Ergebnis des Gesetzes betreffend die Fürsorgeerziehung Minderjähriger in den ersten drei Jahren seiner Wirksamkeit (1. April 1901 bis 31. März 1904). Wir entnehme« darauö folgende Angaben:
Die Angaben über nur drei Jahre der Fürsorze- erziehung lassen noch nach kein« Richtung weittragende Schlüffe auf die Zweckmäßigkeit deS Gesetzes und seiner Durchführung zu, insbesondere nicht hirfichtltch der Wirksamkeit der getroffenen Maßregeln und ihres «in- flnffeS auf die Kriminalität; hier wird die Zeit abgewartet werden müssen, in der dir jetzige» Zöglinge tu diejenige» AlterSklaffrn eiugetreten find, die daS tzaupt- kootingeut der Kriminale» zu stelle» pflegen. Immerhin scheint fich ein Einfluß der Fürsorgeerziehung auf dir Abnahme der Kriminalität der Jugendlichen bemerkbar za machen, denn die Zahl drr verArtriltenJugcüdlichen, dir in Preußen von 1899 1902 non 27820 - 81002 gestiegen war, ist 1908 auf 80088 zurückgegaugen, also um 914 odrr fast 3 v. H. Lehrreich ist eS, de» Einfluß zu beobachten, den die RechtSanschauungen deS Kammer« grrichtS auf die Verwirklichung der Abstchten des Gesetzgebers aukgeübt haben. Während ersten Jahre der Geltung des neue» Gesetzes die Zahl der Ueber- wiesenen 7787 betragen hatte, brachte daS zweite Jahr einen Rück rang auf 6196 und auch im dritten Jahre wurde» nur 6528 überwiesen. Eine Prüfung der einzelnen Fälle zeige, daß auf die Verminderung der Üeber- wrisuugSz ffer nach dem erste» Jahre die Praxis des KammergerichtS den ausschlaggebende» Erfolg gehabt bat. AllerdinzS lag anch in vielen selbst höchst dringende» Fällen, in denen die Anordnung der Fürsorgeerziehung abgklrhnt ist, die Ursache in de: mangelhaften Vorbereitung deS Antrags, indem der Nachweis fehlte, daß andere Wege, die Verwahrlosung zu verhüten, entweder überhaupt mcht vorhanden, oder nicht gangbar waren, und daß die Bemühavgen, dir anderen Mittel zur Verhütung der Verwahrlosung nutzbar zu machen, nicht immer mit der erforderlichen Energie betriebe» wurde». Auch scheint noch das br- reitwillige und planmäßige Zusammenwirken aller, denen dir Fürsorge für die g-fährdete, verwahrloste und verbrecherische Jugend auf gründ gesetzlicher und moralischer Verpflichtung obliegt, zu fehlen. Die einschränkende Auslegung deS Kammergerichts betrifft in erster L.nie die Fälle, in denen das Kind durch die Schuld drr Eltern und Erzieher zu verwahrlosen droht und deshalb von seinen Eltern getrennt werden soll. (§ 1 Nr. 1 des Gesetze? ) DaS Kammerge'icht macht in diese» Fällen »as Eingreifen der staatliche» Für- sorgeerzrehimz alternativ davon abhängig, daß entweder die gewöhnlichen Erziehuug^maßrrgel« (Kirche, Schule re.) nicht auSreichen, daß vielmehr .strenge und dauernde ErziehunAsmaßregrlu, namentlich die Anstalt»- pflege- nötig find oder aber, daß im Tinzelfalle kein Armenverband gesetzlich verpflichtet ist, fich der Ber- sorrung deS Kindes anzunehmen. Infolge dieser Recht?arffaffuv> haben fich die Ueberweisuugen aus 8 1 Nr. 1 deS Gesetzes im zweiten Jahre um etwa 40 v. H. und im dritten um über die Hälfte verringert; ihr Anteil an der Gesamtzahl der Zöglinge ging von 38,2 aus 16,8 v. H. zurück, wogegen der Anteil der bereits Verwahrlosten (§ 1 Nr. 3 des Gesetzes) von 43,9 auf 61,3 v. H. sich erhöht hat.
* Studiosus Seck veröffentlicht — «srür- lich im Namen „der Studentenschaft- bet Technischen Hochschule in Charlottendurg seine neue Erklärung gegen den Rektor Professor Dt. Miethe, worin et diesem wegen bet Behaupt tung, der studentische Ausschuß habe fein Versprechen nicht gehauen, gebührend den Kopf wäscht. Die stolzen Herren vom AuSschufft sind durch eine solche Behauptung „persönlich beleidigt" und Nächstens wird das Stu senilem dem Rektor
zufolge, im Begriff, ihre Beziehung zu der Ha«, bürget Jaluttgesellfchüft zu revidteren, weil ste die rhr als Entgelt für die Tragung der Stet« waltungskosten bet Marschallinseln ««geräumten Konzessionen zum Erwerb einer kommerziellen Monopolstellung benutzt hat, die mit dem deutschenglischen Abkommen unvereinbar ist. Daraus folgt natürlich nicht, daß die deutsche Reichs- regierung dem deutsche« Handel in der Südsee Nicht mehr Schutz und Förderung angedeihen lassen will. Die Gesellschaft soll in Zukunft nur nicht mcht neben dem Handel auch die Regierungsgewalt ausüben. Ja diesem Sinne ist dem ,Berl. Lok.-Anz,' zufolge ein neuer Vertrag mit der Gesellschaft abgeschlossen worden, der am 1. April 1906 in Kraft tritt und bet Gesellschaft die Verwaltungskosten abnimmt. Der neue Vertrag gewährt außerdem schon vom 1. Okt. d. I ab gewiffe Zollerlüchterungen.
V Die sozmldemoftatische .Leipziger Volkszeitung', die von jeher auf den Wett offen PS«- nicht gut zu spreche« wat, veröffentlicht jetzt wiederum eine scharfe Anklage gegen ihn, die mit folg-ndet lieblichen Einleitung beginnt: „Pöas der Große, Mitglied des Reichstages und des großherzoglich anhaliischen Landtages, oberster Schutzpatron der Konsumvereine und Redakteur eines Genoffenschaftsblsttes für Anhalt-Deffau, hat int Anhaltrischen Landtag eine Umsatzsteuer für Konsumvereine besürwortkt und hat ihr zugestimmt." Genoffe P8«S wird dann »eiter als bet „Apportmr von Verbrauchssteuern" bezeichnet, dem der Staats- Minister unter Glückwünschen für seine große Entwickelungsfähigkeit die Hände schüttle; es wird ihm ferner votgewotfen, daß er widerstrebende Genossen auS bet Organisation aus- schlikße, ja ihnen, falls fie im Geschäfte tätig seien, kündige usw. Die Anklageschrift schließt endlich mit folgenden starken Strahlen aus dem Jungbrunnm: „Alles das find Ausflüsse des Pöas'schen Größenwahns, wie auch die Abstammung von Pvus überhaupt nW mehr auf eine normale Äejfierverftffung schließ? - läß
* Witte große Sehenswürdigkeit muß ein Stück Zeug fein, das sich Cours chleppe nennt. Die Courschleppe der künftigen Sttow- prinzssstn, die in Berlin ausgestellt war, ist den Blättern zufolge von 55,000 Personen besichtigt worben. Der stärkste Andrang war am Freitag mit 20,000 Besuchern; am Sonnabend wurden 15,000 und am Sonntag, wo nur die Mittagsstunden freigegeben waten, 10,000 Personen gezählt. Die übrigen 9000 Personen kamen am ersten Bestchtigungstage.
* München, 3 Mai 1905. Die Prinzessin Rupprecht von BLyem ist heute früh von einem Prinzen entbunden worden. Es ist dies das dritte Kind des ältesten Sohnes des Prinzen Ludwig und besten Gemahlin, geb. Herzogin in Bayern. Früher entstammten dieser Ebe der am 8. Mai 1901 geborene kleine Prinz Luit» pold, der ausersehen scheint, einst die bayerisch» KönigSkrone zu tragen, und die am 21. Sept. 1902 geborene Prinzessin Irmgard, die schon am 21. April 1903 ihren Eltern wieder ze- Bater Philippus lernte et Eiisabety kennen, die Göttin deS auf so wunderbare Weise unter den MuselmänAern zu Reichtum uvd Anssd-n gelangten Abendländer-. Da die Fahrt nach dem Lar-cgute am Libanon ihn seinem Ziele um ein beträchtliches räher braute, so erbat er fich die Erlaubtste, statt des greisen B-terS PhilippaS «sch dem Libanon mitodfen zu dürfen. Natürlich nahm Elifabetb die Begleitung deS heilig- mäßigen Masses mit Freude« an.
Der Eremit nahm warrma Anteil an dem Geschicke Bernhards und Kv-rodS und gab der festen Zuverficht Auldock, daß Go 4, drr fie bis dabin so sichtbar begnadet, ste esdl-ch auch noch den ält'fien der drei Brüder wieder staden kaffen werde. Noch mehr aber bewegte« ihn die Schicksale deS Arabers und der Chrifierjungfrau auS Jerusalem. In ihnen sah er ei« Spiegelbild der so überaus traurigen Zustände im heiligen Lanre. Dieses herrliche, von Himmel gefepnete >wd arser wählte Land mußte ztt Grunde gehen und ver'ommen in tat endlose» Kämpfen der seldschuckssche» Eroberer mit seine« früheres BBtztrn, deren Herrschaft ebenfalls nur durch die Schwäche deS Abendlandes möglich gewesen war. Die unterdrückte christliche Bevölkerung seufzte im Elend und unter grauscmsr Verfolgung Die heilig Stätte« schwebte« in fort!)ährender Gefahr, von den Ungläubigen geschändet zu werde«. Welch' unsagbar ttsuri .eS Bild entrollte fich da vor de« Ange» beit Pilgers, dem die Erzählungen Marias zu einer Qirlta bitterste» Schmerzes, aber auch heilige« Zornes wurden gegen die Schänder deS heilige« Lande»!
Rückhaltlos gab Peter seine« Empfindungen AuS« druck, und al» Maria tarn von der Sehnsucht des ehrwürdige« Patriarchen von Jerusalem »ach de» Beistände der Tbripenhkit erzählte, griff er diese« Gedanken mit dem ihm treten Feuereifer auf «eb erklärte, daß er olle seine »rast, wöge sie auch gering lein, daran wende» werde, die Christenhrtt z» neuer Begeisterung für die heiligen Statten zu entfloeee* kwd rrdl'ch, endlich auch $« lohn Hinzureitze«!
Grund und Bode» alS Gäste w.llkcmme» hieß Nach d?« harten Anstrengungen und Er-tbehrnnge» der fluchtartige« Reise winkte ihnen Erholung in dem herrlich auSgestattete« Schlöffe, da? orientalische Pracht mit deutscher Behaglichkeit in fich vereinigte.
Jssall namentlich fühlte ch hier ganz glücklich; ihm bot ja das Schloß einen sicheren Zufluchtsort auf lange lange Zeit, hier war er ganz stet und konnte ohne Störung von außen fich auf das hl. Sakrament vorberrile«, dem er mit Schrssncht entgegensah.
Aber auch Maria hatte alle Ursache, freudig ihren Fuß auf Konrad- Besitztum zu s-tze-r; denn auch ihr Sewährte e» Sicherheit vor Verfolgung. Zwar war lbdallah tot, aber sie war der Rache der Seldschucken verfallen, wenn ste diese« is die Hände fiel. Denn fie war eS ja, die dem Löwen vom Smmme der Wuyidieh dir Freiheit wiedergezebe» hatte, die er benutzte, um den Skidschvcke» eine furchtbare Niederlage, ihrem Fürste« aber den Tod z« bereiten. Hier aber, in dem entlegenen Schloss» am L-banvn, war fie vor Nachstellung geborgen, und gern wäre fie immer hier geblieben, wenn sie dort hätte bleiben dürfen, wo Ismail weilte, der die Ruhe ihres Herzens ihr geraubt hatte. Nein, fie mußte ihn j tzt ganz der Beschäftigung mit dem himmlischen Gedanke« überlassen, die ihn bewegte« in der freudigen Erwartung seiner Ausnahme unter die Jünger Jesu Christi.
Trotzdem mußte fie fich entschließen, in dem Schlöffe z« bleiben. Konrad wußte feine ursprüngliche Absicht, sie rach Antiochia zu seiner Gattin zu bringen, wieder ausgeke«; denn ihm fiel ein, daß er, den man auf einer Pilgerfahrt nach Metta wähnte, jetzt noch richt nach Antiochia zmückkehren könne, ohne Verdacht zu errege». Es bitcb nichts anderes übrig, als daß er z«!,-ächft auf dem Schloff: fich verborgen hielt. Damit aber Maria nicht unter de» Männern fich vereinsamt fühlen sollte, sandte er einen Dm er nach Antiochia mit einem Schreibe« an feine Gattin, welche er bitt, sofort nach dem Landgute aufzubrechen. AuS möge fie de« ehrwürdigen Vater PWppnS dringend bitte»,
wohl eine Herausforderung zum Zweikampfe schicken. Warum nicht? Heutezutage ist unter drr Aegibe des Evangelischen Bundes alles mög. lich. Auf den Inhalt seiner Schreiberei näher einzugehen, lohnt fich nicht. Man muß den Herren Seck und Genoffen nicht mehr Wichtigkeit beilegen, als fie besitzen, und nicht ihrer Einbildung Vorschub leisten, als drehe fich um fie die Welt. Neugierig find wir nur, ob der Rektor fich weiter mit diesen Leuten in bet Presse herum- streiten wird.
§ Die presßische« Bergba».Vereine hielten heute in Berlin eine Versammlung ab, um zu dem dem Abgeorbnetephause vorlieger den Antrag Gamp Stellung zu nehmen, der die vorläufige Sperrung der Bergbaufteiheit für Steir-salz und Kohle auf 5 Jahre mit rückwirkender Kraft vom 31. März d. Js. bezweckt. Das Ergebnis der Berbandlungen war die An- nähme der folgenden Resolution: „Die heute in Berlin verfammelten Bergbauversine halten den Antrag Gamp iür einen unerhörten Eingriff in die Gewerbefreiheit und in die bisherige Rechts- ordnung im Bergbau, welcher in Gestalt der Bergbaufteiheit an erster Stelle das Empor- blühen unseres heimischen Gewerbefleißes zu verdanken ist. Sie erkenne an, baß die Bestimmungen bes geltende« Berggesetzes über Muten und Verleihen u, s. w. oerbrffrrungS- bedürftig find und eine Aenderung auf gesetzgeberischem Wege erheischen. Die erwarten deshalb, daß die Königliche StaatSregiemng alsbald dem Landtage der Monarchie anstatt des Antrages Gamp Gesrtzesvorschläge unterbreite, welche die berechtigten Beschwerden behebe«, ohne die Rechtssicherheit und damit wohlerworbenen Rechte auf'S schwerste zu gefährden, wie dies durch den Antrag Gamp geschieht."
** Dem Abgeordnetenhaus; find zugegangen: eine Denkschrift über die Entwickelung der nebeub«h«äh»lichen kkleittbahne» in Preußen, eine Nachweisung der aus dem Fonds zur Förderung des Baues von Kleinbahnen bis Ende 1904 bewilligten Staatsbeihilfen, eine Nachweisung der aus demselben Fonds bis Ende 1904 in Aussicht gestellten Staats- beihilsen, sowie eine Nachweisung über die biS Ende 1903 aufgekommenen Rückeinnahmm auf Staatsbeihilfen für Kleinbahnen. Die bewilligten Staetsbeihilfen belaufen fich auf nahezu 65 Millionen Mark, die zunächst nur in AuS- stcht gestellten Beihilfen auf rund 2 Millionen Mark. In 28 Fällen liegen außerdem noch Anträge auf Gewährung von Staatsbeihilfen im Gesamtbettage von 91/« Millionen Mark vor. Die Rückeinnahmen auf die gezahlten Staats» beih lftn haben bis Ende 1903 l1/» Millionen Mark betragen.
** Die deutsche Jaluitgrsellschaft war kürzlich im australischen Parlament der Gegenstand lebhafter Angriffe, weil ste den ganzen Har-delsverkchr der Marfchall-Jnftln für sich allein mit Beschlag belegte und anderen Nationen einen solchen Verkehr mit dem von ihr verwalteten Jnselsebirt versch'öffe. Die deutsche Reichs- rezierung steht nun, einer Meldung auS Sidney
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druck «8b verlas
Sulbati Actteubruckes»
jBonatsMiag«! „KOaer SeschichMMer". mW
Aus geheiligtem Soden.
Erzählung von Hriurich Ernst
SO ------ (Nachdruck verböteN.)
15.
Einige Meilen vor DamsSkus verließen die Reisende« die Pilgerstraße, weil sie befürchten mußten, in Damaskus, wo der Pasch'! von Syrien feigen Sitz hatte, vor» de« seldschvckischen Behörden M'ndksteus sehr ausgehalien zu werden. Deryalb z gen fie ?8 vor, vor Damajku* von der Straße obzudiegen uud in nordwestlicher Richtung über den Sudsbhaug M Anttl-bmon ihr Ziel weiter zu verfolgen.
Schon ragte vor ihnen die hohe, dunkle Kette der Libanon, alle atmeten freier, bald sollten fie aakruhe« Änne?, oo t den Anstrengung-» bet Resse, zugleich m de« Bewußtsein, voll: F:e!h°it ürd Sicherheit zu g-- «ießea. I« den letzten Tugen ging ihe Reise wieder nordwärts, am Ostadhange des Libanon enttaüg. Endlich senkte fich zur Linken das gewaltige Gebirge, man war am Nordende der Kette asgelangt un-i konnte bereits am nördlichen Horizont die r-ssrn Berge des Dschebel e Rosarie, emeS n-edrigeren Teiles der !yri> Ktn Hochland-r, sehe«. Nun wandten fich die Re-« lde» wieder »ach Westen und bei Sv-inenuntergang sahen fie ihr Ziel vor Auge«.
Da lag, von den letzten Strahle« des schridendr« Lagesgestirnes mit Purpur übergvffen, auf ragender tttipps das stolze Schloß Hamidr, und w-iter herunter zogen fich in Trrraffe» prangende Gärten zum Tale le» Nähr ei Krbir, der hier, »och nicht weit von der Quelle, als rauschender GtbirgSbach über graue Felsen nvd schiunnernde ßieiel hinweg feine Wellen nach Korbe« in die Ebene hrrrbsandte.
All; waren in grhob-n r, freudiger Stimmung, al» Kvnrad ober Hamid ben Hamid fie aus seinem eigene«
Fulda, Donnerstag, den 4. Mai 1905.
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