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Fulda, Dienstag, den 18. April 1905.

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1901 «ar feine Ernennung jum ReichsOerichG Präsidenten erfolgt. Dr. Gnsbrod, ein gebtttt« Württemberger, «ar — bemal» 91 Jahre iH — 1877 ii das nengegrtndete Reichsjuflizomt «b

„Oie Extfichn», »« Lhrifteitim»" Getitelt sich ein Gei Meirich« Leipzig erschienene« Gchriftchen von G. Promu«, von dem wir Notiz Nehmen, weil e« eine treffliche Beleuchtung des unter der Flagge Wiffeuschast getriebenen tollsten Unfugs liefert.

Greifen «ir einige Proben dieser „Wißen- ^^Dir^ christliche Religion ist nach dem «er- faßer „eine der großartigsten Synthesen, hervor- gegangen an« Absenkern der jüdischen Religion durch Verarbeitung, Umschmelzung und Umroer« wertnng heidnischer Religionsvorstellungen und ta-besonbrre griechischer Ideen."

Sine solche Auffassung hat stch in allererster «Nie mit den ßengniffen der Apostel «rfein- «ttderzufetzen. Das besorgt der Verfasser dieser Broschüre auf eine Art und Weise, die stark an „Don BoSko, den großen Zauberer" erinnert mit feinens Grundsatz „Geschwindigkeit ist keine

Mysterien, griechische Mysterien, etwa« Orphis- mu« und modernen vabylontsmnS »erarbeitet. Kür den Kundigen ist diese« Prunken mit so volltönenden »orten nicht« al« der Versuch, mit ein paar Lappen an« der Religionsgeschichte eine bodenlose Ignoranz zu verdeckn.

Da« ganze Machwerk rechtfertigt und be- stStigt die Riege, die jüngst einer erhoben hat, daß da« Schlag«»« „religionsgefchtchtliche Methode" von manchen al« Rechtstitü für zücht- lose Phantasten mißbraucht «erde.

heranrückre, desto mehr von steberhaster Unruhe er» «Sen, die fchr wenig geeignet war, feine Meinung über den wuhamedanischen Gleichmut, den er vor Maria jüngst gerühmt, zu bestätigen. Natürlich «ar iore Seelenruhe dahin, aber ste sand einen Trost im Gebete, der dem Sttab« versagt war. Anck Johannes betete viel, er war von einer Ahnung erfüllt, die ihm zustüsterte, er werde die heilige Stadt nicht »ti[offen. Sollte die Flucht mißlingen? fragte er fick, oder ahnte chm nur die Trennung von seinem Kinde?

In jedem Falle würde er nicht «ehr lange er der Seite seines Kindes aus Erden wandeln — diese, Gedanke verstärkte stch in der Seele des »reise« immer «ehr. Und al« nun der Morgen de» Tage» graute, befien Abend die Entscheidung bringen sollte, bat er Maria, ihn zum heiligen Grabe zu begleiten. Hier hielt er bei eisern bet Väter eine Lrbenr beichte ab üb empfing daraus im ollerheiligsten Sakramente seinen göttlichen Heiland. Nachdem dann Bote, null Tochter inbrünstig am Grabe de» Erlös«» gebetet und de« heiligen Opfer beigewohut hatten, kehrten ste gestärkt und getriftet in ihr Hei« zurück, wo Ismail fix geduldig erwartete. ,

„Ich habe «ich mit meinem himmlischen Achter veriöhnr," erklärte der Greis, „dem ich gedenke bald vor seinen Richterstnhl zu treten. J-tzt, wo die g»tt- ltche Gunde «ich hell erleuchtet und «eine Worte nri Herzenswünsche wirksamer macht vor dem Lenker der Geschicke, will ich Dich segnen, mein guter «hebt Benn ich nicht «eie bet Dir »eile, so ver»chre Wch de-balb nicht in «lagen: Siehe! Dir wahrt ein »al« im Himmel, der Dich nie verläßt mb btfm Hand Dick i»««dar schützt vor den Rrckstelluugeu bös«

SBari« war erschüttert; Tränen «tfirttaneu ihr«, Augen, indem sie taumelte:

Du wirst mich «och nicht »»lagen, «ein Bat», Du wirst mit mir glücklich jein bet bem edlen Batet Ismails."

„Mögest Du t» fetal* erwiderte der Gori»

nochmal« mit aller Deutlichkeit, daß mir in un­serer Gegnerschaft gegen den Toleranz Antrag festholten werden und von der konservativen Partei da« Gleiche h»ffen. Bit verwahren ser- nec sowohl uu« als auch die konservative Partei gegen die Unterstellung, daß diese Haltung in der Agitation de« Evangelischen Bunde« ihren Grund habe. Für uu«, sowie für die konservative Partei ist in der Hauptsache die gewiß sehr nahe- liegende Erwägung maßgebend, daß wir nach den Erfahrungen der letzten Jahre eine Au«, dehnuug der ReichSgesetzgebung auf da« Gebiet der Kirche unter keinen Umständen da« Wort reden tonnen." Wenn die Konservativen sich von dem Evangelischen Bunde nicht haben beeinflussen lasten, wie erklärt e« stch dann, daß ste zu dem Zentrums-Antrage wie überhaupt zum Zentrum und zu den Katholiken eine viel unfreund, kichere Haltung einnehmen, al« vor wenigen Jahren noch? Daß eine Umwand- lung mit ihnen vorgegangen ist, steht jeder doch so deutlich, daß alle« Leugnen vergeblich wäre.

• Die „»»mische« volksmisfiouen" hat stch der al« gestattung-tüchtiger Evangelischer BundeSbruder und Mitarbeiter der.Wartburg' bekannte protestantische Pfarrer Karl Röhrig tu Honnef am Rhein al« neuesten Gegenstand der Hetze gewählt. Er hat im Verlage von A. Strauch-Leipzig eine Schrift erscheinen lasten mit de« Titel: „Die römischen VolkSmisfionen, eine historische Würdigung". Da« Buch will, schreibt der «Schwübtsche Merkur' in seinem Mittag«- Glatt vom 10. April 1906, wie in der Vorrede ausgeführt wirb, mit der Fackel der Wissenschaft in die Schliche und Schlingen eine« wich- tigen Gebiete« der Mönchsarbeit hinein­leuchten. Ls bietet die erste protestantische Ab- Handlung über die römischen VolkSmisfionen, auf die Kirche und Staat ein wachsame« Auge haben sollten. Neuerdings gewinnt es noch be­sondere« Jntereffe durch den § 9 im zweiten Teile de« Tolerauzantrage« de« Zentrums: Die Abhaltung von Missionen der anerkannten Re- ligtanSgemeiuschasten unterliegt keinerlei gesetz­lichen Beschränkung noch Hinderung. — Man mischt stch also bereit« in die ureigensten, in- trrusten Angelegenhetten der katholischen Kirche ein — denn eine solche Angelegenhrit find die VolkSmisfionen — unv man ruft den Staat auf, über fie ein „wachsame« Auge" zu haben. Da darf man doch wohl fragen: wer stört de» konfessionellen Frieden?

♦ Herr V. Lues««» soll, wie wieder ein­mal gemeldet wird, fein Entlaffungsgesuch ein- gereicht und bereit« die Genehmigung erhalten haben. Zu feinem Nachfolger fei der Geheime OberregierungSrat und Vortragender Rat im Zivilkadinet, v. Valenttni, der bisherige Vertreter de« Chef«, in AuSficht genommen. Diese Meldung ist vorn Berliner Korrespondenten des ,New-Hork Herold' in die Writ gesetzt worden und dürfte wohl ebenso unrichtig fein, wie alle frühere» Meldungen dieser Art.

* Der PrSfide«t des MeichSgerichtS Wirklicher Geheimer Rat Dr. Gutbrod ist heute früh in Leipzig gestorben. Im Oktober

gerieten und bi« 1891 zugleich ständige« Mit­glied des Reichrpatentamtes. Im April 1892 erfolgte feine Ernennung zum Direktor im Reichsjustizamte. Dr. Gutbrod« Vorbildung lag wesentlich auf zionistischen Gebiete, während sein Vorgänger im Amte de« Reichsgericht«. Präsidenten, Dr. v. Oehlschläger, au« der float«, anwaltschastlichen Laufbahn hervorgegangen war.

* Miquels literarischer Nachlaß wird nach der ,Tägl. Rundschau' erst nach einig« Zett veröffentlicht werde«. Dagegen ist die Samm­lung fein« politischen Reden soweit gesördert, daß d« erste Band noch im Lause diese« Jahres erscheine« wird, die übrigen vier Bände roaben in angemessenen Zwischenräumen folgen.

—« Zu den Beschlüsse» der Berggesetz. Svmmisfion schreiben die,Berl. Pol. Nachr.' sichtlich offiziös, daß web« die Bestimmungen üb« die Einbehaltung der Lohnsumme bei Kon­traktbruch, noch die über die Einengungen d« Rechte der Arbeiterausschüffe zu de» Beschlüffen gehören, die in ihrer jetzigen Faffung bei d« Regittung auch nur aus eine bedingte Zustimmung rechnen könnten. V«mittelungen müßten gerade an den genannten Punkten einsetzen. Die Be- schluffe wegen der Arbettszett wütben wohl, von unwesentlichen Bestimmungen abgesehen, zu eines Verständigung geeignet sein; ab« auch hier nritcben wohl noch verschiedene formelle Aende- xungen erfolgen müssen, ehe an eine völlige Ueber- einstimmung gebacht werben könne. Nur wenn die AbgeorbnetenhauSmehrhett von unannehm- baten Forderungen abgehe, könne daraus gerechnet »eiben, baß aus b« jetzigen Aktion ein preußisches

„Deinem Schutze, o Ismail, übergebe ich meta »nb. Dich ab« wöge bet Herr dafür segnen und Dich nut bau Richte seiner Gnade «leuchten nnb erwärmen!

Und segnend legte « die Hand ans da» Haupt de» Arab«», bet vor ti-s« Bewegung zuerst kein Bert b« Erwiderung staden konnte. Tau» aber rief er. den GrekS umarmend:

„Sei getrost, «eia ehrwürdiger Bat«! Maria» Glück soll da» einzige Ziel weine» Leben« sein!"

In be« Augenblick erschallte von bet Straße her Baff eulänu, gleich darauf pochte e» last an die Haus­tür. Johanne», von einer sckllmme« Ahnung ersaßt, rief: „Mario, bringe den Scheik geschwind in dar Garten und verbirg ihn im Gewölbe, rch will b.e Häscher be» Statthalter« empfangen."

J-sait sträubte fick, ba» Zimmer zu vnlafse», besorgt, seiue« greisen GaSfteunde .möchte Böse» za- stoßen, wenn er allein 6ee rohen Stttdltageu be» Motsalla« eatgegeutrat. Ab« Maria brängte ihn mit brr Kraft ba Berzweifluug tm» demGewach bfwmt« ta ben Garten und nötigte ihn durch rhr angst­volle, Flehen, dem Schatze de» unterirdischen Ge- wölbe» stch anzuvertranen. Die Jungfrau v«ruß ihn auch bann nicht, denn sie fürchtete, er möch.e sonst durch seine Unruhe und Bnwegenheit verleitet «erden, au» be« Bersteck zur ertweickea.

Beide sprachen kein Wort, obwohl e» Jtmail brängte zu fragen, ob Johanne» stch seinetwegen tn Gefahr begebe, h<cke. Aber «schwieg, al» er .ÜXaria» augstafüllte Augen, chr leichevblaffe» Antlitz, ihr« zitternden Hände sah — « wußte genug. Ja, «n war e« gewiß, daß ba «vtsaüam nicht läng« hrtre warten möge», daß « seine» Gefangenen zuritt- svrb«te; ab« wie würde cS be« Arzte «getzem, wen» « seine» Patienten Dt« Statthalt« cwV* liefern stch weiger» würbe? Und baß JohamreüM nicht ausüefern würbe, ta» konnte «kaum betzoeqem. Dafür sprach sowohl da edelmütige J^aratt« W Shristen, den Ismail erkannt, al» auch die TatsaG^ baß man ihn in dies« Höhle »rrborgeu hatte. (8- B

Deuffdies Reich.

• Berlin, ben 17. April 1906.

6 Das ist in letzt« Zeit wieder

vielftich recht lebhaft angegriffen worden wegen fein« Stellungnahme zu de« Finanz- frage» de« Reiche- und vor allem zu ben Mi- lttü^enfionsgefetzm. In ben ,Hamb. Nachr.' war bie Regierung anfgeforbert worbe», stch an bie Spitze der alten Kartellparteien zu stellen und mit diesen ben Kamps gegen das Ze», trum und bie Sozialdemokratie anszunehmen. Damtt ist jedoch die .kkreuzzettung' wenig zu- friede». Zunächst findet fie es nicht richtig, Zentrum und Sozialdemokratie auf eine Stufe zu stellen. Wenn auch das Zentrum durch seine Machtstellung im Reiche recht undeyuem geworden sei, und diese Machtstellung weiblich au«zunutzen verstehe, so habe es doch Zetten gegeben, in denen man von be» Nationalliberalen bas Gleiche sagen konnte. Fast ei» Jahrzehnt sei notwendig ge- wese», »m bie unter ihrem Einflüsse begangenen Fehl« i» b« ReichrzesetzgeGung wieder gut zu machen. Dem Zentrum dürfe man, ohne unge- recht zu fein, feine werktätige Arbeit an der Be­seitigung jener Fehler nicht streitig machen. Am all«weuigsten solle man stch hierbei ans den Geist Birmarcks berufen. Den» dies« hat trotz fein« grundsätzlichen Abneigung gegen das Zentrum und trotz b« Schärfe, mtt bet er e« bis pun Jahre 1877 bekämpft, doch auch oft unb lange sich mit ihm zu verstänbnisvollem Zusammenarbeiten zu­sammengefunden und gelegentlich sogar anrdrück- lich erklärt, daß -er es zu den staatserhaltenden Parteien rechne. Unb sei benn die Zuverlässig­keit der nationaHib«alen Partei so über alle Zweifel «haben? Bei b« Zolltarifreform und bei dem Beginn d« sozialen Gesetzgebung hätten fie teilweise, bei bet Umsturzvorlage und der preußische» BereinSgesetznovelle völlig versagt, bei ben letzten Landtag «wählen hätten fie ihre Hauptaufgabe in dem Kampf gegen bie „Reaktion" erblickt, und in ihren Kreisen habe e« sogar nicht an Stimmen gefehlt, bie selbst bie Sozialdemo­kratie mtt bet Aussicht auf Anteil an d« Sieges- beute zu Genossen tn diesem Kampfe machen wollte». „Also mit dem Kartellgedanken ist heut­zutage herzlich wenig anzufaugen."

% Ueb« ihre Stellung zu dem Toleranz- Anträge schreibt die »Kreuzztg.', nachdem fie sich gegen den Vorwurf der Liebedienerei gegen da« Zentrum verwahrt hat: „Wir «klären ht«

„Nicht viele «chr, «rin K»d, stad «tr beschert. Ab« ich will Sehern Plane nicht entgegen sein, möge « durch Gotte» Beistand gelingen! Wie ab« wollt Ihr «ach mtt dem edlen Scheck b« Wahidieh ta» Einvernehmen setzen? Wer soll uns« Bote sein?'

„Srta and«« al» ich, «ein Vater," verletzte Bernhard, „mit Freuden ««eise ich die Griegenhett, Such durch diesen «ehe» Dienst meine Dankbarkeit zu beweisen.'

„ES ist nicht» geringe», wa» Du unternimmst," entgegnete der Greis, „ab« gehe mtt Gott, « möge Dich segnen!"

Ismail umarmte den Ptlg« und rief an»: „Wie soll ich Dir, Dn Edelmütig«., danken?"

Ab« Bernhard wehrte allen wett«en Dank ab, indem « den Arab« bat, ihn anznweisen, welchen Weg « erschlagen solle, nm am schnellsten und sicherst» zu den Wahidieh zu gelangen. Ismail unterrichtete ihn genau üb« den Weg und üb« die Art, wie « äch vor den «achst-llungen d« Seldschucken bewahren könne, und gab ihm daun ein Amulet, da» seine« Bat« Achmed al» Beweis dafür dienen sollte, daß Bernhard von Jömall geschickt sei. Auch gab dies« dem Püg« ein Täfelchen mtt, ta welche» er in arabischen Zeichen die Worte ein geritzt hatte: „Dies« Thrist ist Ismail» »reuest« Freund, vertraue ihm und folge seinem Ritte."

Bernhard wartete die Dunkelheit ab, daun nah« « von leinen Freunden Abschied und verließ im härenen Wlgerkleibe unbehelligt die Stadt.

EG wurde nun von den Zurückgebliebenen alle» nötige zur Flucht vorbereitet; wa» man mirnehnren wollte, darunter auch ein Borrat von L bensnnttel», wurde tat Schure der «acht in da» unterirdische Gewölbe geschafft. Zett aotag i« Vorbereitung war vorhanden, denn die Wahidieh waren frühesten» in d« dritten «acht nach B«nhard» Fortgang vor der Stadt zu «warten. D« Angriff seiner Hanptm^t auf die Stadt sollte dann da» Zeichen zur gW j«*.

Ismail wurde, je näh« die Stunde der Befreiung

6.

Am folgenden Tage wurde d« Fluchtplan auch -ohannes und Ismail mitgeteilt. D« ja-ge Scheik ttoeiselte nicht an dem Erfolge de» Unternehm»», denn « vertrante vollkommen d« Klnghett seine» Mater» und d« Tüchtigkeit sein« Krieg«.

Wenig« z«v«ficht»ch nah» d« greise Arzt den Man auf, «kannte jedoch, daß e» kein andere» Mittel um J-mail zu retten und zugleich stch und sein d der Rache de» Wotsallam zu entziehen. Rar UiMgt- ihm um da» SchÄial d« christlichen Gemeinde, nb« e» schien ihm doch, je mehr er darüb« nach- buchte, um so unwahrscheinlicher, oaß der Statthatt« ste vernichten würde. Der habgierige Mann, der n»ß«dem zu sein« «riegszügen fortwährend Geld brauchte, würde sich jedenfalls dreimal bestnuen, ehe « durch Brrtreibnng der Tbrifitt auch den Zuzug tz« Pilger abschnitte, denen « de» letzten Hell« zu Mpreff rn wußte. So konnte stch also Johaune» ewig«, maßen beruhigen, ab« « dachte nur schweren Herzen» uu btt Abschied von d« heilige* Stadt, wo « geboren war und fein ganze» Leben verbracht hatte, ein Beben voll Ungemach, ab« auch voll himmlisch« Freude, au b» Abschied von dem geheiligtes Boden, brr bald Mich seine« «Sd» Leib in sich assnehm» füllte.

Maria triftete ihren Bat«, als fie bie Ursache seiner BetrSbnt» «kannte. „Glaube mir, lieh« Bat«, lange wird e» der Herr gewiß nicht mehr duld», daß seine heilige Stadt schmachte in d« Knechtschaft biefe» «sglänbig-n, fittevlosen WLrerichs l Dann kehr« wir bi«h« zurück »ub verbrinzen ta Frieden unsere

Wir werden nämlich belehrt:

„Partus ist eine fingierte Person, zu dem Zwecke «dichtet, die Ideologie der werbeuben ttt che mtt dem UtaM besond«« Weihe und auS Gott stammend« Autorität zu umgeben* («. 26). .Htttt« ben »««en be» Apostels Partus »«birgt stch eine ganze Theologe«, schule, die au» dem s,nkrritstischen Judentum heroor- gegangen ist* (6. LS). „Was ferner bie fogn. apost». Zschen Bitter, bie für unnttttelbare «chül« d« «poste! gell«, über be» Paulus «nb so auch über be» Petrus Hritt und Wärt,rertob mittetlen, . ... ist nur eine Wetterführung der «egende mit dem Zwecke, bk ganze Hegende non ben Aposteln al» wirkliche Geschichte zu kegitttuieren* (•. 26).

Das neue Testament ist demnach baS Werk einer rasfisierten Fülschttbanbe, benn

-biefe Theologen be» neuen Testament» st»gierten sür ihre Schrift« Ber fester, bie ste teil» al» Augen, zeuge bet Ereignisse, bie ste schildert«, einfsthrt«, teil» «U dies« Errigntffen doch nahestehmde Personen, bie a misten mußten «nbemfeit» »achte bie zeitliche Entfernung von diesen Ereigniffen, die fie in eine drei bi» vter Menschenalter zurückliegende Zeit »erlegt«, «ine Kontrolle umnSzltch. Die Theologie des Reuen Testa««t» ist bie Theologie be» zweiten Jahrhunderts* («. 65).

Unb bie Beweise? Als ob diese Art Schrift, fleller auch nur eine Ahnung davon hätten, baß man feine Behauptungen auch beweisen muß! DaS ist eine ganz veraltete Methode, die heute, wo man lieber drauf los phantafiert, nicht mehr ywbern ist. Die Arbeit des Beweisens ist auch M beschwerlich, anstrengend und zeitraubend, setzt auch einiges Wiffeu voran», alles Dinge, mit denen Leute vom Schlage be» Herrn PwmnS sich nicht gerne abquälen. Leichter ist ein freies Spiel der Phantasie und dieser läßt bann auch der Vttfaffer bie Zügel schießen.

Rachbem er die Hauptschwieriakeit, das Zeug. «iS der Apostel, in so genialer, spielender Weise gelöst, serviert er feinen Lesern einen italienischen Salat, in dem er den Dionysorkust, römischen Staat»kultus, orientalische Religionen, MtthraS- ggMMgMg——I

Aus geheiligtem Loden.

Erzählung von Heinrich Ernst.

7 ------ (Nachdruck vertoim.)

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