Hul-aerM Zeitung
M
NKtttidterJol-BoHW
56-
moiafsMi«ge> „Miraer SeschichtrvMer"
Fulda, Samstag, deu 15. April 1905.
M 87
e».
m
ilp-
er
die
zu erkennen
Smrer
t«
!L
>e
Nerr»»kÄ' m)
Für Hausha^u.Kücheistdis condenstrlb
anenfbehriich,säuert nicht sfsls gebrauch
id en
tb
KJ
K rt.
in (»tnbtii mit mehr als 28 Grad Wärme) strich und durch eine in ihrem praktische» Werte vorläufig noch recht zweifelhafte Verpflichtung der Oberberg-
Jn SüdweNafrika hatte am 25. März eine Abtetlurg unter Oberleutnant v. Bähr bet SmftwiS ein ichwere» Gefecht mit 150 bi» 200 Hottentotte«, in dem ein Sanitätsoffizier, ein Unteroffizier und vier Reiter fielen, ein Unteroifizier und fünf Retter Der» wurdet wurden. Auf einem Patrouillenritt füdbch des Hudup fielen am 31. März drei Reiter, einer wurve verwundet.
von Singapore bei den N-ederland gehörigen Anam- ba-Jnseln soll es zur Schlacht zwischen der russisch« und japanischen Flotte gekommen sein. Doch fehlen
geh«.
Da» preußische Abgeordnetenhaus hat am Sam-tag die ebenfells bis zum 10. Mai auernde» Osterferien angetreten, nachdem er in den etzten Tagen noch fleißig gearbeitet hatte. Auf eine de» Abgeordneten Faltin weg« der Oberschlefie« gab der Kultusminister «ärungen, sodaß auf eine Besprechung
Wochen-Ruiulfchau.
Fuld«, den 15. April 1905.
(Nachdrrck verboten.)
Der Deutsche Kaiser ist auf seiner Süd- ttemdrsahtt a« ®cm»tag in Mffra angelangt, wo er von der aa» Taormina yerübcrgdouiHta^n Kaiserin empfangen wurde. Am Montag ging die Reise weiter nvck» Korfu, w , ihn ke- - önig von Griechenland empfi.g. Am Dornrrltag war er la Neapel geweftn tmb KS-fq elfter Emanuel bat ihn Port begrüßt. Bet der Fcstisfel wurde» TUnlsp:Sche
■■—■—■HÄ
32, JahrgMg.
Urogramm.
I. Sonntag den 4. Znnir
vormittags Uhr: festpredigt des fiocbw. RennBischofsDr.Korumoon Cricr und Pontifikalamt.
Nachmittags 3 Uhr: Prozession durch die Stadt wit den Reliquien des hl. Bonifatius unter Teilnahme der hoch». Berten Prälaten.
Abends 7 Uhr: fCSt-Versammlung, in welcher u. a. die Herren Abgeordneten Landgerichtsrat Dr. Gröber und Rechtsanwalt Dr. Schmitt sprechen werden.
II. Montag bis Samstag ivcl. (§. bis io. Juni):
to Pf«.; bei Bieter üottna« wird rotte -
Rabatt »ersähet.
vrmk und Verlag les OuldaerAttttulruOere' in Sulla <har»,WA
Lernsprecher Ät.fc
2.
S.
Montag den 5. Tiuni: Abends fäCUClZUg.
9. Mittwoch den ?. Juni: Abends Aufführung von Uliltbergers Oratorium „Bonifatius“.
I. An allen Tagen: vormittags 9 Uhr Pontifikalamt mit festpredigt (am Montag des Hochw. Herrn Bischofs Dr. v. Aeppler von Rotten bürg, an den übrigen Tagen wie an den Abenden von Mitgliedern des Benediktiner-Ordens).
Am 5., 7. und 9. Juni: Nachmittags 4 Uhr feierliche Pontifiltaloesper.
An den Abenden des Dienstags, Donnerstags, Freitags und Samstags: Predigt mit Andacht.
ausgetauscht, die vielbeachtet wprden. D r König von Italien sprach davor, d ß durch den Besuch sich dar gegenseitige Band der innigen Frem-dschafi roch mehr befestige, doS für b'e beiden verbündeten Bö>k r ein Baud de» Frieder» darstelle. Der Kaiser hob hervor, daß der Dreibund ein feste» und sichere» Pfand de»Frieds«S sei und er auf die treue 8nnbf8» genoffeuicha t und innige Freurdschast Italien» und seine« Herrscher« ftp baue.
Der Deutsche Reichstag ist a« Frettag voriger Woche bi» zum 10. Mai in die Ferien «gongen, nachdem er noch den Nachtrag»etai, die Novelle zum Rekchrbramtengesetzr und eine Aozadl Petitionen erledigt hatte. Nach den Ferien dürfte
gab, betrachtete fie die Beschlüsse allerdings nicht al» ihr litztr» Wort, sondern stellte Zugeständniffe in Autficht, wenn man Kauteln gegen den Mißbrauch der Ausschüsse durch die Sozialdemokratie schaff: und Stratbestiwmungeu zum Schutze der ArbettSwillig« treffe. Unter den Betgarbetiern hoben Oie Kom- miffiouSbeschlüff: begreiflicherweise große Unzufrieden- heit hervorgerufen, die von den Sozialr »wokraten geschürt und oulgenützt wird. Hoffentlich kommt doch noch ein brauchdare» Gesetz zustande.
In Bayern hat der Kriegrmiuister v. Asch seinen Abschied erhallen, ßu seine« Nachfolger wurde General v. Horn ernannt. Der Minister- Wechsel steht ohne Zweifel im Zusammenhang mit den Zwischenfällen, die Herr v. Asch in der letzt« Landtag-session mit ZentrumSabg orsnetm hatte und bei denen er durch eigene Schuld stark bloßgestellt wurde. Al» Ministerpräfident Graf LrailSheim gehen mußte, to« die liberale Presse auf Herrn v. Asch sehr schlecht zu sprechen, weil er nicht mttgegangm war oder gar mit an seinem Sturze schuld sein sollte. Nachdem er aber die K rflikte mtt Z-utrurnr- avgeordneten gehabt batte, trat fie leidenschaftlich für ihn ein, wiewohl selbst die liberalen Parteiführer fich seiner nicht annehmen mochten, und wollte um keinen Preis zugeben, daß er gehen müsse, wett da» einen unerträglichen Erfolg der Zentrum« bedeuten würde. Jetzt, «0 er trotzdem gegangen ist, widmet fie ihm begeisterte Rachrute und erlebt zu allem such noch den Schwerz, daß die ZentrumSpriffe ihm nicht die erwarteten Eselsfußtritie versetzt, über die man
er noch etwa vierzehn Tage beisamm« bleibtn, mm einige kleinere Vorlagen za erledig«. Die Militär- peastonSgesetze werd« ohne Zwefftt liegen bleib«; jedenfalls tomme* fie jetzt nicht mehr über bte Som- m ffior.rberatmrz hinaus und wenn «an diese nicht & guten Teil verlier« will, müßte «an d« tag abe'wal» vertag«, wie es vielfach äuge- strebt wird, »ir unserseits vermög« ftettich hin« stichhaltig« Grund für eine Vertagung zu entdecken. Im Herbst soll der Reichstag bereit« anfangs Oktober wieder einbetnfen werd«. 6» wird ihm dann bekanntlich die Finanz- und Steuerreform-Borlage zu-
Nachdem daS P'evu« fich vertagt hatte, blieb die Kommission zur Borberatung der Berggesetz- no vellen noch beisammen, um vor Ostern die Bergarbeiterschutznovelle in zwetter Lesung durchzuberaten. In erster L-sung hat die konservativnationalliberale Mehrheit den Entwurf bekanntlich ganz erheblich verschlechtert, indem fie die obligatorisch« ArbeiterauSschüffe ablehnte, die Aufgabe der Ausschüsse wesentlich einschrär-kte, aber um d« Schutz der Arbeittwillig« ertoeUette, d« Mitgliedern die politische Betätigung untersagte und den sanitär« Max mam^britStag (mit Auknahme des sechsstündigen
höhnisch, seit die Liberalen in der Minderheit seien, sei der Beschluß auch überflülfig geworden, d«n fie würden fich nicht gegen die Mehrheit betrag«, wie eS die Unabhängigkettkpartei getan habe. Wetter wurde die Bildung einer Kommission zur Abfassung einer Aoriffe em die Krone beschloss«. WaS da wohl herauSkommea wird?
Auf der Balkanhalbinsel find mit der An- kurst de» Frühling» die mazedonischen Banden -lebet sehr lebendig geworden. S» ist vumöglicr, ihre ^Heldentat«-, Angriffe auf Muhamedancr, Serben, Griechen usw., Zusammenstöße mtt türkischen Trupp« a?»., im Einzeln« au'zuzoh!«; die Fülle der Nachricht« ist zu verwirrend. Smug, e» geht wieder hoch her. Gleichwohl wird behavptet, e» könne von einer Sufstandrbewegung sicht die Rede fein.
Aus dem ostasiatischen Kriegsschauplatz find Ruff« und Japaner noch immer hart aneinander und liefe« fich fortuähreud größere und kleinere Gefechte. Der Rückgang der Ruff« ist zum Steh« ge- komm«. Sie gingen verschiedentlich sogar zum Angriff über. In ihr« Meldungen machen fie von unbedeutenden Scharmützeln, in denen fie Sieger geblieben sein voll«, mehr Aufheben», al» nötig erscheint. Im allgemein« schein« doch die Japaner immer noch im Bordringen zu sein. Die Raffen melden, daß die Tätigkeit der Tschuutschusm immer wehr zunehme. Neuesten» wendet fich iudeß die Auf- merksamkeit wieder vom Kriegsschauplätze in der Mandschurei ab und der See zu. Adwttal Rolckd- jestwen-kr ist mit der baltisch« Flotte durch die Ms- takka-Gtroße im südchiuefischm Meere angelsvgt. Am 8. d. Mts. polsterte da» Geschwader mtt den Kohle«, schiffen Siugopore, doch fehlt« vier Panzerschiffe. Ob diese eh« ander« Weg eingeschlagen hab« oder etwa» zurückgeblieben war«, ist noch unbekannt Der Zustand der Schiffe soll ntcht der beste getoefea fein, tote da» nach der lang« Fahrt natürlich ist. Nördlich
Hl. Sonntag den n. 3unh
vormittags 9 Uhr: feierliches Pontifikalamt $r. Cxcelienz des Boehm. Benn Nuntius von München mit Testpredigt.
Nachmittags 4 Uhr: feierlicher Schluss der Oktav.
Anmeldungen mit der Angabe, ob Privatlogis oder Hotelwohnung gewünscht wird, welche Tage für den Aufenthalt in Fulda in Ausficht genommen find, rechte man möglichst frühzeitig an das Wohnungs-Komitee für das Bonifatius-Jubiläum in fulda Botel Kurfirst.
Anfragen und die Anmeldungen von Prozessionen find zu richt« an den Schriftführer des Xentral-Komitees: Berrn Professor Dr. Leimdach in fulda.
Die Nachricht erregte so viel Freude bei d« Liberalen, insbesondere bei b n Radikalen, daß sie i® Parlament in ehr Jubelgeschrei ««»brachen und die Regierung stürmisch uuo höhnisch auffsrderte, ubzu- dank«. Wie Handrlsministrr Gerald Balfour am ander« Tage in L-ed» erklärte, dmkt daS Kabinett nicht an seinen Rücktritt. E» ist «tschloff«, solange im Amte zu bleiben, al» e» Berttau« defitzt.
I, Rußland nehm« die Bakermmtuhenoffenbar zu. Während in d« fttzem Tag« von «rbettet- «uruh« nnd Streik» w«iger die Rede ist, komm« au» bei schied«« Gegend«, längst nicht wehr allein au» dem Kaukasus und der Krim, Nachrichten, bsß Bauern Rahestörungm, Brandstiftung«, Raub, Plüs- derung und Totschlag begeh«, Waldungen Niederschlag«, fich Grundstücke der adelig« Gr-.ndbeAcr mit Sewall aneignen usw. Amu fie dann mtt Soldat« und Gendarm« zusammenstoß«, gibt e» zuhl- reiche Tote und Berwundete. In Petersburg tret ehr allrussischer Advokatenkongreß zusammen, zu dem fich 180 Advokat« einfanden. Die Polizei hatte ge- droht, die Brrsammlung mtt Gewalt aufzulösen. Deshalb kam« die Teilnehmer in einer Privatwohnung zusammen, beschloss«, ein Bureau zu bild«, die politische Agitation in Petersburg zu überwach« und eiren Entwurf einer -demokratischen Verfassung sei« zuar betten. Die Polizei erschien inderBersammlmg, rotierte die Anwesend« und teilte mtt, daß die Auswärtigen aurgewiesen werden sollten. In einer späteren Versammlung wurde alS Aufgabe de» Serbas» der der Advokat« bezeichnet, auf den Sturz de» autokratischen Regiment» und die Prvklamie mg einer demokratisch« Berfaffuvg hiuzuarbett« und bte künftige Revolution vvrzubereiten. Sin rbrnsallS in Petersburg tagender allruffischer Proftflorenkongr ü nahm eine Resolution an, daß unverzüglick ein Rcchti- zustand aus demokratischer Grundlage geschaff« wer- d« müsse.
In Ungarn trat da» Abgeordnetenhaus wieder zusemwen, ohne ein neue», der jetzigen Mehrhett zusagender Ministerium vorzufind«. Graf T »za ist noch immer vorläufiger Ministerpräfident, weil sich keiner hat sind« wollen, der e» dem Könige und der Koffuthpartei zugleich recht machen konnte, oder vielmehr, weil der König nach wie vor sich entschieden weigert, die »national«" Forderung« bet Krssuthpar- iei zu erfüll«. Dos Abgeordnetevhau» erklärte auf Antrag KoffuthS den Beschluß vom 18. November v. I. wegen Smderuvg der GrschäftSotdnrng für
In alle Gaue, in denen die deutsche Junge klingt und treue katholische Herz« schlagen, rufen wir laut hinein:
Auf nach Fulda
in den ersten Iunitagen dieses Iahres
zur ehrwürdigen
GrabrsstStte des hl. T " "
1150 Jahre find am 5. 3uni verflossen, seitdem der große Apostel der Deutschen sein heftiges Leben, überreich an Mühen und Erfolgen, mtt dem glorreichen Tode des Martyrmms gekrönt hat. Das ganze katholische Deutschland muß es also als eine Ehrenschuld betrachten, diesen hehren Gedächtnistag mit allem Glanze mitzufeiern und dem Heft,gen an seinem Gr^e den Tribut des Dankes darzubringen.
Ls besitzt ja in wahrhett unser Vaterland keinen größeren Wohltäter, als jenen Mann, der, vom Feuer des Glaubens durchglüht, unter unsäglichen Mühen und Gefahren aus deutschem Boden das Thristentum gepflanzt und mit ihm auch Bildung und Sitte bei den deutschen stammen begründet hat. ?
Nach den Worten eines großen Geschichtsschreibers, der selbst außerhalb der katholischen Airche gelebt hat, steht alles, was später in kirchlicher, politischer und geistiger Beziehung in Deutschland erwachsen ist, auf dem Fundamente, welches Bonifatius gelegt hat. Heiliger, als den Israeliten die Gräber ihrer Patriarchen waren, muß den Söhnen des hl. Bonifatius feine Grabesstätte fein; denn er hat unser Volk und uns in diesem geistig gezeugt.
Fulda, stolz darauf, dieses Grab zu hüten, ladet alle katholischen deutschen Glaubens- prüder auf das herzlichste ein, öffnet weit feine Arme und versichert liebevolle Gastfreundschaft.
Drei Aardinäle der römischen Airche, zahlreiche Airchenfürsten und Prälaten aus Deutsch- fand und Oesterreich, die hochw. Erzbischöfe von Westminster und Utrecht haben unserem vor- haben freudig ihre Sympathien bekundet und ihr Erscheinen zum Feste in sichere Aussicht gestellt. Unser hl. Vater Pius X. hat huldvoll die Vorbereitungsarbeiten gesegnet, für die Tage des Festes reiche Gnaden gewährt und seinen Nuntius in München beauftragt, bei dem feierlichen Schluffe der Oktav ihn zu vertreten.
Es soll diese hehre Gedächtnisfeier eine glanzvolle Kundgebung katholischen Glaubens und dankbarer Liebe werden. Sie soll das Glaubensleben erneuern und stärken und das Feuer religiöser Begeisterung mächtig entfachen. Sie soll zur Ehre Gottes, zum Ruhm unseres Glaubensvaters, zuni Wohl der Airche und unseres geliebten deutschen Vaterlandes gereichen.
Also auf nach Fulda, zum größten Nationalheiligtum des deutschen Volkes, zur ehrwürdigen Grabesstätte des Apostels der Deutschen, des hl. Bonifatius.
FttlVa, den 2. April 1905.
i flddlbtrtUS €ndtrt, Bischof von Fulda, Ehrenpräsident.
1). f. Muller, Domdechant, Ehrenpräsident.
Dr. -Hrenbold, Generalvikar. Dr HhtOhi, Oberbürgermeister: Vorsitzende, los. fierbener, Domkapitular. Koben Kircher, Beigeordneter: stellvertr. Vorsitzende.
Dr. Eeimbacb, Professor: Schriftführer.
Karl Brnd, Stadtrat. Otto Goebel, Bankier. August Müller, 2. Beigeordneter. Karl Keinbardt, Stadtrat. Clb. Schmelz, Dompfarrer. Dr. Schmitt, Regens und Domkapitular. KiCbard Schmitt, Stadtrat: Vorsitzende der Linzel-Romrtees.
Genickstarre tu ., .
berubige-de Erklärungen, Jobs!. . . _
bet Interpellation verzichtet wurde. Da» Seuchen- gefetz kam endlich in dritter Lesung zur Annahme. Die zahlreichen Anträge, die zufttzt noch b'rbg«, zeigten aber, daß man noch lange nicht wirttich einig darüber war, und e» ist zu vermut«, daß da» Gesetz doch wieder au» dem Herrenhaufe zurückkrmmt Di» Abgeordnetenhaus beschäftigte fich weiter mtt Jnttiat-vanträgm, bett. provinzielleOrganifierung de» Wanderarmenwes«» (la 2. Lesung angenomm«), Sperrungen der Mutung« auf Steinkohlen und Steinsalze für 5 Iahte (an eine Kommission ver- wiesen), Errichtung einer Reichsbehörde zur Entscheidung von Zvllangelegmbeiteu (au bie Handel»- kounnisfton verwies«), Neuregelung de» B-t- dingungrwes«» (angensmm«). Äußerem wurden verschiedene Wahiprüsungen erlebtgi. Die Mehrheit stellte fich dabei auf den seltsame« Standpunkt, daß in den polnischen LandeSteilen die Aufforderung der Behörden an die Beamt«, für die deutsch« Dtudi- bat« eivzutretm, keine unberechtigte Wahlbeein-
fich so schön hätte entrüsten können.
In Frankreich lehnte die Abgkordnet«kammer mtt 335 gegen 239 Stimmen einen Antrag, über bie Vorlage wegen der Trennung von Staat und „
Kirche die Gemeinde- mb Generalräte zu befragen- «w.ebäten^"h-^ noch ab und nahm mit 342 gegen 282'Stimmen ein An- Gmzelhert« Myer noq. ttag cn, welcher die Dringlichkeit für die Vorlage verlangt. Am letzten SamStag wurde mtt 353 gegen 219 Stimmen beschiessen, in bie Eivzelbetatiwg bet Vorlage einzuttrt«. Den kulturkämpferisch« Heiß- ett» aus bet äußersten Lütten kann e» gar nicht
ll grong geh«. Neuerdings ist übrigen» dieall- gemeine Auswerksamkeit von bet Borlage stark abgelenkt Word« auf eine „bonapartistische" Berschwörung,
die die Polizei in Pari» ausgedeckl hab« wrll. Dte berüchtigte Zeitung .Aktion' wußte viele Einzelherten zu erzähleo. Die Bonopartrst« verwahr« sich lebdasl dagegen, daß man fie «n eine Berschwörung httttn- jerren will. Wirkliche Beweise für eine solche hat man offenbar auch gar nicht. Wahrscheinlich find die
Älpenffllhhhsfl