32. Jahrgang.
M 7*.
(Nachdruck verböte«.)
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Marthas SchwiMmNer.
Dem Lebe« «acherzähtt von Marg. Schlichter.
W zmoaer
neiftietterjcl Bcnite
.wache-bellM.„IllustrierteSsmtagqeitung
»ameutltch über de» Selbstmord d'S Leutnants Bretz auS Main». Man hörte daraus, da» die Untersuchung über die eventuelle Schuld deS Komma» deurS an dem Selbstmord doch nicht adgrschlofseu set.
Äbfl Ruegeuber, (Z) wünschte-tue »-halt,, ausbesserung sür die Veneraloberarzte.
Beim Mariueetat rühmte
StaatSsetretSr v. Ttrpttz die Fürsorge fürd« Werftarbeiter. Da, Flotren,^«tz habe v«h nderr, daß Tausende vo» Arbeitern zur Entlassung gekommen
»tat deS ReichSsustizamtS erklärte der Staatssekretär Dr. Nieberdin« aus eineAnfrag^ daß eS sich noch immer nicht übersehen lasse, wE die «orar^Uen für die Reform deS Strafgesetz«
Beschwerde darüber, daß die Post "tigerte.*>** ilaltenischru.Vorwärts' ( «vantr') in Debit »u nehm«.
Staatssekretär Krätte erwidert, di«Posthabekei«, Verpflichtung, ausländische Leitung'«,« vr^be«.
Das tzauS beendete in später Stunde (8 Uhr) die Beratung deS Etats.
Am Schluß hielt noch der
Finanzmtnister Freiherr v. Rheiuboben eine eindringliche Rede an daS HauS, "ort» er erklärte, d« kleinen Bundesstaaten könnten unmöglich die ihnen ,» gemutete» Matrikularumlageu aufbrtug«».nnd eS wüßte UUKTX
60 ed>UtSll<r»mb«1to« cto.KetoIutiDöRQ»!!^ abgrstimmt,für Brotgetreide vom I.Jnltab krtue Zollkredite mehr zu gewähren, fe daß dieEinfuhr °^Bet^d"/A'bstimm«no «gab sich di- Unfähigkeit de» Haufe». ES find nur 1S1 Mil« gliider anwesend. .
Xie Sitzung mußte darauf adgedrcchen «erden.
8 Die Börsevkommission deS Reichs« tag» hat heule den Antrag Graf Schwert«' Löwitz (tosf), wonach Börsentermtngeschäfte unter einem erhöhten Steuersätze zulässig sein ollren, in vor läufiger Abstimmung abgelehnt. Der Antrag war bereits in der vorigen Sitzung etnaehend diskutiert worden. Die ganze übrige Debatte der heutigen Sitzung bezog fich auf 8 48 Abs. 2 deS RegierungSentwurseS. Die Kommiffion hat in erster Lesung die Bestimmung derselbe« gestrichen, wonach der Kauf oder die sonstige An- schcffung von Waren nicht als Börssntermtage- schäfte gelten soll, wenn der Abschluß nach Se« schäftsbedingangen «folgt, die der »undesratge« nehmtgt hat. Die «6g. Dove (fr. Volksp) und Müller«Sagan (fr. Dp.) beantragten Wiederherstellung der Regierungsvorlage und fanden dabei eine gewtffe Unterstützung von der Regierung. Die Mehrheit der Kommiffion ist aber der Auffassung, daß man dem Bundesrat die nachgssuchte Befugnis nicht erteilen kann, well ein derartiges diskretionäres Ermessen nicht die wünschenswerte Stabilität garantiert. Die Redner des Zentrums (die Abg. Burlage und Herold) sowie der Konservatioen betonten .energisch, daß an dem Verbot des ineffektiven Börsente"minge« schäftes in Getreide und Mühlenfabrikaten festgehalten werden müffe; eventuell würde sonst die ganze Vorlage scheitern. Sin Besch uß wurde noch nicht gefaßt. Zur nächsten Sitzung soll bet Kommissar der Produktenbörse hinzugezoge« werden. , , , .
* Di- Kommission de» Herrenhauses zur Vorberatung des Gesetzentwurfs betr. Frei- Haltung deS UeberschwemmungSgedietS der Wafferläufe hat denselben in der Faffung des Abgeordnetenhauses angenommen.
(*) Di- Uuterrichtskommisfion des Abs-»rdu-t-nh««s-s hat fich aus Anlaß des Schulkompromißantrags mit der Aufbesserung der Lehrerbesoldung beschäftigt. Die Regierung war gegen eine Verqu<ckung der Angelegenhert mit dem Schulunterhaltungsgesetz, verhielt fich aber gegenüber dem Gedanken einer späteren eiuhelllichen Reselung der BesoldungSfrage nicht ablehnend. Schließlich einigte fich die Kommission auf eine Resolution, welche die bestimmte Erwartung ausfpricht, daß die bestehenden Härtm in der Lehrerbesoldung etwa durch höhere Ansätze im Erat ausgeglichen würden, daß aber darüber hinaus sobald wie möglich eine Novelle vorgelegt werde, welche die Lehrer erheb lidi günstiger stelle.
.Wie btt willst," hatte sie gesagt, «neu Augen- blick «och zögerte fie, ob fie mitreifen solle, doch sie saote sich nein, er habe ja feine Frau und bewiesen, ba6 le ihm lieber sei al» eine Familie. Bei ihrer Vsteae würde es ihm an nicht» fehlen. NichtSdesto- weniger war fie in großer Unruhe, die fie zu unter- brfiden suchte durch hastiges Wirffchasteu und barsche» Aastreten den Dienstboten gegenüber. Maria Luisa fivh zu Tante Suadalupe, die in der oberen Stage wohnte, und beide bestürmten ben Himmel um Pablo» Genesung.
«Bon Joaqain war von der Station au» zu Fuß «ach Anwzac gegangen, da kein Gefährt zu haben «ar. Bella saß mit dem Töchterchen der Wirtin vor her Tür und spielte.
,Me heißt du Kleine?" fragte er.
feie verstand e» nicht, fühlte aber mit dem Instinkt eine» Linde», daß der He» ihr wohl gesinnt »ar, und reichte ihm die kleine Rechte. Se «ahm da» Swd auf seine Arme und küßte, e» zärtlich. Dann eilte er in» HauS, wartete kam« die Antwort auf seine Frage ab unb eilte die Treppe hinauf zu Pablo» Zimmer. Dieser hatte die bekannten Tritte gehört und eine leichte Nöle übe, flog die bleichen Wangen, während feine Hände heftig zittette«. Da, Lkcht Mömte durch da» geöffnete Fenster voll auf seine Schalt. Do« Joaq ai« sah nur zu gut, daß der Tod ihm bereit* da» Siegel aufgedrückt habe. Mü dem Rufe: „Stein Sohn!" funk der Vater in die Äniee und umschlang ben Leidenden. Lange war er keine» Worte» mächlig, bis Pablo anf Martha denteie, die schüchtern zur Veite getreten war.
zuchck.
Arn andern Storgen empfing er au» de« Händen Padre Minervino» die hl. Sakramente. Jetzt fühlte er fich beglückt durch jenen inneren Frieden, den Gott allen gibt, die guten Willen» find. Borautfichtlich war Pablo» Sude in ben nächsten Tagen noch nicht zu erwarten. Deshalb reiste sein Baler wieder ab, zudem er auch Geschäfte halber nicht läng« von Hause abwesend sei« konnte. In der Tat "wie» sich der noch jugendliche Körper vuu mächtigen Feinde gegenüber triftiger, al» man gedacht hatte. Pablvf
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Bus dem Reichstag.
176. Sitzung vom 80. Mär, 1906.
Eröffnung 11»/« Uhr.
Beim «tat des ReichSamtS deS Inner« wurde daS perfünliche Sezänke zwischen de« Abgg. Sozialdemokraten Südekum.Fräßdo rfuudS cheide- mann einerseits und den Abgg. Dr. Mugdan (frs. «p.) und Dr. Becker (utL) audererfeits fortgesetzt.
Aach der Militär «tat brachte keine Debatte von Bedeutung Der Kriegs Minister und der Abg. Dr. Müller Meiningen (freif. Bo) unterhielten fich lebte noch drei Wochen. Martha hoffte stettg, ihr Mann werde ben Anfall fibertoinb«, aber fein täglich zunehmenber B-rfall störte schließlich ihn Illusionen.
„Wir waren zu glücklich," sagte er mitunter, „aber ba» Glück hat keine bleibenbe Stätte aus Erben. Ei«, mußt du mir verspr-ch« Martha. Mein Vater will dich al» Tochter in sein Han» aufnehmen. Ber« sprich mir, daß du mit Bella zu ihm gehst, wenn alle» vorüber ist, und daß du bei meinen Elter« bleiben willst."
„Wie kann ich da» gegen de« Willen bei«« Mutter, ich würde mich al» Einbringling tief ««glück.
Bus dem Landtag.
Abgeordnetenhaus.
172. Sitzung vom 80. März 1905«
Eröffnung 11»/« Uhr.
DaS Besetz über die SÄadloShaltung deS Herzog, lichen HaufeS Holstein-BlückSbnrg wird in 3. Lesung ohne DiSkusfiou angenommen.
Hierauf folgt die zweite Beratung der Kirche«, steuergefttze sür die evangelische« Beneindeu in den alten Provinzen und für die katholische« Gemeinde^ LS handelt fich um reine Steuergesetze und deSbald find alle ürchenrechtliche Frage« auSgeschloffe«. Bo« diesem EtanSpuntt auS verwarf deshalb auch bte Mehrheit die Bedenken eines TetteS deS Zentrum» und der Linken, daß die Vorlage einen indirekten Zwang auSÜbe, wenn fie bestimme, daß alle Evangelischen»« Landeskirche, alle Katholischen z« ben katholischen Kilcheugemeinden Steuer« z« zahlen hätten. Die Frage, wer evangelisch bezw. katholisch sei und wer nicht, müffe durch die Judikatur oder durch etae spätere Besetzßebnng entschiede« werden. Daß et« te> direkter »ewiffenSzwmg vorliege, meinte übrigen» auch eht Zeit des Zentrum».
Weiter tarn die Frage zur Erörterung, in welchem Umfang die Realsteuern den Maßstab z« dem Kirchensteuern ab,eben würde».
Die Regierung erklärte fich entschiede« dageg«, daß die Rechten der Kirchen,emeiuden in diesem Pimtte «eiter eingeschränkt werten. DaS HanS sah deshalb von einer solchen Emschränkung, wie fie in verschiedenen Anträgen vor,«schlagen »ar, ab und «ah« eine Resolution Jrmer an, worin die Regierung ersucht wird, Realsteuern nur dort heran,iehe« M laffen, wo die örtlichen Berhältnifle e» alS geboten er- scheinen laffen. Beide Kircheusteuergefetze wurde« mt- verändert angenommen. _ _
Annahme fand auch eine von der Kommisfio« vorgeschlagene Resolution, die Regierung möge et« Gesetz vorlegen, welches den Kircheugemeinde« er« ihm bte Verheißung einer ander« bessern Welt, «ttb voll Zuversicht sah er Ihr entgegen. 3», er war Immer ein guter Mensch gewesen l Obgleich er ta einem Punkte gefehlt hatte, buifte er doch aufeta nachsichtige», gütige» Bat«Herz broben hoffen. Marcha begriff nicht tiefe Ruhe unb ben Frieden Pablo» im Angesichte be» Tobe». Sie sollte noch viele» lerne», nicht nur vorn Tobe, sondern a«ch vorn Beben.
„Heute fühle ich mich viel wohler," sagte er etae» Morgen». ES war da» l'tzte Assflackern ber erlöschenden LebenSflamme. Martha mutzte ihm bie JMeine znführen. Er hatte fich ben Anblick feine» öiebttag» so wenig gegönnt in ber letzten Zett, war er fich doch ber Gefährlichkeit seiner Krankheit vollkommen bewußt. DaS Mud näherte fich dem Bette mit Jener Sch«, bie Kinder« Kranken gegenüber eigen ist. Aber da» lebhaftere Wesen ihre» BaterS machte die Kleine ttb« seliger, al» fie sonst dem Papa gegenüber war, «nb fie erzählte ihm in recht naiver Welse von ihr« kindlichen Jntereffen. Gegen Abend verschlimmerte sich ber Zustand be» Kranken. Er konnte nwc mA große« Schmerze« unb vieler Mühe Atem schöpfe« und mußte aufrecht fitze«. Martha hielt ihn ta ihr« atmen. Der Kamps währte nicht lange. Al» ba» Aveglöcklein seine sanften Klänge über Berg und Tat sandte, schloß er seine müden Augen für immer.
MarthaS verzweifelnbem Schmerze Ausdruck zu geben, wäre ein nutzlose» Unterfangen. Kaum ehe» klaren Gedanken» fähig, ließ fie ihren Schwiegervater, ber aus ihren Rllf herbeigeeilt war, bie nötig« An- otbnengen tri ff en. Pablo» Leiche wurde «ach Puebla überführt. Martha fuhr mit ihrem Schwiegervater und der Heinen Bella in demselben Zuge ihrer nee« Heimat entgegen. Da, Han» ihrer Schwiegermutter^ Wie schauderte fie bei dem Gedanken. Schön und sonnig hatte ihr da» Leb« gewinkt, al» fie in eine« wahren LlÜckSrausch ihrem heiß geliebte« Manne zm» Ältare gefolgt war, und mm — ihr ganze» Glück zertrümmert, etngesargt mtt ber Leiche ihre« ta»igst Geliebten. Etwa» andere» vermochte fie kaum z« denken. (F. H
Deufidies Reich.
Berlin, den 30. März^DOö.
** Die unter dcm Kommando des Kapitän- ieutnants Most nm in Cuxhavm zu Armierende s»ine*T'jmtiank soll 203 Mann stark fein. Man glaubt vo6äufiz mit dieser Märke aus- ^omm« zu können, um aAe Lehren, welche der । ruffisch japanischr Krieg dezüglich drs Minen- wesens uns gegeben, wettet erprobest zu können. Man hat dies« mit 7 Offizieren und 1 Marine, Jnasnieur besetzten Kompanie vorläufig 6 Ter- pedoboste fittecen Jahrgang-, sag. Hafen- w'.d Küsten-Torpedoboote (uu5 den Zehren 1883 4 s 1887) zur Verfügung gestellt. Die etwa 86 bis 90 Tonne« großen Boote mit einer Schnelligkeit von 15 bis 17 Seemeilen (1000 bis 1200 indizierte M-rdekräfte) dürften für den getimten Zweck ftijt geeignet fein. Die Jnspektisn des Küsten- und Mnenwefens wirb weiter zu den Versuchen des 2860 Tonnen großen Mtaen- fahrzeugS .Pelikan" daS 400 Tonnen große Minenschiff „Rhein" heranziehen. Staatssekretär von Tirpitz, der schon alS Koroettenkapttän sich einen großen Ruf als Spezialist der Torpedo- Waffen erworben, intereffiett fich außerordentlich für diese Versuche; der Führer der Kompanie Kapitänleutnimt Most war vordem Referent beim Torpeds-Versuchs-Kommando. Kapitän z. Franz, der ebenfalls auf dem Gebiete des Minen- Torpedowesens große Erfahrungen hat, wird als Inspekteur deS MinenwefenS und der Küsten- artillerie i« Cuxhaven alle Versuche der Minen- Kompanie überwachen.
* A«s D-tttschSüdw-stafsik«. Nach eirer Meldung deS Generals o. Trotha vom 29. März ging Hauptmann v. Oertzen gegen eine Hererobande vor, die Oberleutnant Gras Schwemm auf einem Patrouilleurüt 40 Kilometer östlich von Otjituo feftgefteOt hatte. Die Abteilung Oertzen fand jedoch nur verlassene Werften, da die HereroS, anscheinend durch Buschmänner gewarnt, zwei Tage vor ihrem Sin- treffen abgezogen waren. — 3« Otjinero am Weißen Nessob, 120 Kilometer östlich von Wind- huk, stellten fich die Kapitäne ErasmuS und Stamangatimit 160 Männern, Weibern undKindern freiwUlig. Major von Gstorff hat auf dem Vormarsch von Gobabis nach Süden am 28. März Awadaob am großen Nossob erreicht. Die Derbindung mit der Abteilung Meister ist her- gestellt; Pattouillen wurden längs des Elefanten- stuffeS und des großen und kleine» Roffob ent- fanbt. Zm Tal des großm Rsssob wurde bisher nur bi« NabuS Waffer gefunden. — Die Lage am Ruob und in den RaraSbergen ist un- verändert. — Arn 6. März wurde Leutnant von Rhetabaden, ben Major v. Lengerke mit einem Seil der 3. Srfatzkompagnie von Koes zur Besetzung von Hasnur entsandt hatte, mehrfach von Beldschsendragers angegriffen, die daS ihnen ge-
Fnldll, Freitag, den 31. März 1905.
li» fühlen "
„Botet hat dich unb Bella ta» Herz geschloffen, bie Mutter ist schon milder gestimmt. Mein Tob wirb ihren Stan vollend» ändern, besonder» wenn fie dich kennen lernt. Wer könnte gegen dich anders al» Mia sein?"
Pablo kannte ben Charakter seiner Mutter nicht. Er hatte wenig Selegenhett gehabt, ihre Schattensetten kennen zn lernen, oder vielmehr hatte er fie nur mtt ben Ange« eine» guten Sohnes gesehen. Martha zögerte noch mit dem Versprechen. Doch wohin sollte sie gehe«? Ihre« Ettern wollte fie nicht zur Last fall« Den« ihr Batet hatte viel gekränkelt to bet letzten Zeit «nb mußte mtt einet nut mäßigen Pension seine Professur aufgeb«. Sie verfprach also wenngleich mtt schwerem Herzen. In bem Maße, als Pablo schwächer würde, redete et weniger, aber ihre Äognt redet« gegenseitig die Sprache heißet Liebe. Di? seinigen hing« an MarthaS 6^« d« weh- mfitiaen Trauer eine» Scheibe«ben. Dann ließ er seineBlicke butch da» geöffatte Fenster auf die schöne Gotterwett schweifen, .ans be« Mm«» S»^anf bie grüne« Berge «nb b« lachend« Sonnenschein, über wenn ber Abend kam, unb ba» finkende Tage»- gestitn fein« Pmputschle a übet die schneeigen Häupter bet beide« ta mal«stittschet Einsamkeit auf» ragend« »trge»ritfen geworfen hatte, dann ruhte ibfoft in Augr larze aus de« hrrrlichen Bilde. E» schien
Kommene Zieh zurückerobern wollten. Die Angriffe warben ohne »eriufte zurückgewiesen; der Gegner o-rlor 5 Tote unb 150 Stück Großvieh. Am 2L März traf eine Patrouille aus Hasnur bei @cibi« überr^chenb auf eine Hottentotten, werft und erbeutete einiges Großvieh, fünf Hotkentotten fielen. Oberst Deimling, der feit längerer Zeit en ben Folgen e.neS Anfang Dezember erlittenen Sturzes leibet, muß zur Gr- Haltung ber Gebrauchsfähigkeit feines rechten Armes heimkehren. General Trotha wird dann die Leitung der Operationen im Süden selbst Übernehmen. „ ,
* Nach einem im Reichstage ausgegebenen Verzeichnisse bet »«-rl-digt-« Botlag-w find noch bis zum Schluffe bet Session zu erledigen 6 Reaierungs-Vorlagen. Dritter Nach- ttags-Et" für 1904: 1) EtgänzungS-Etat für 1905 2) MilitärpenfionS-Novellen, Reichsstempel- Gesetz, Totalisator-Gefttz (alle drei in der Budget- Kommission), 3) .ötsen Novelle (in der 11. Rom.
in der 12. Kommiffion). Wahlprüfungen. Btejsku und Korfanttz (ungittig), vchlltter, Pauli (Beweiserhebungen), Brunstermann, Merten (gül- tig); 63Petitions-Berichte; 38Vorlagen Medersichtm, Berichte, Bekanntmachungen) zur Kenntnisnahme; 76 Jnitiativ-An11age, bie noch nicht beraten sind ober die in anderer Form von Resolutionen zum Etat später Annahme gesunden haben, sodaß noch, wenn man diese ab- zählt, unerledigt find: 57 Initiativ - Anträge, Kommissionen überwiesen find 3 Anträge (Tole- ranz-Antrag, Antrag Treuenfels sTietfchadens, lex Hagemann sGerichtSverfaffungs Gesetzt); eS bleiben also noch endgültig zu erledigen 60 Jmtiatto- AntrSge Zu erwarten ist noch «in zweiter Er- gänzungs Etat für 1905 (Erhöhung der Gehälter des Kriegs- und MarinemtaisterS von 36.000 auf 50,000 A analog der Gehalts - Erhöhung der preußischen Minister),
♦ Im Abgeordnetenhause hat der Abg. Fältln (Ztr.) mit Unterstützung von Zentrums- Mitgliedern eine Interpellation eingebrücht, welche bei der Staatsregierung anfragt, waS fie an- gestchts der Genickstarre in Oberschlesien zu tun gedenke. „
* Das Herrenhans gedenkt am SamStag ben 1. April in die Ferien zu geh«. Nach Er- lebigung ber Kanalvorlage am Freitag soll am Samstag bieSEBegeorbnung für Westpreußen, ber Entwnrs betr. Kosten ber elektrischen Anlagen und das FreihaltungSgesetz beraten werden. — Die Offerierten deS Reichs- tage» sollen, wie heute in parlam«tarischen Kreisen verlautet, ebenfalls schon am Samstag beginnen. _ , ,
* Die Handels- and «ewerdekommtf- Kon des Abgeordnetenhauses hat den freisinnigen Antrag auf Abänderung der Verordnung über die Ru he,eit für die Gastwirtsgehilfen in der Richtung, daß für bie Unternehmer mittlerer und kletaererBetriebe eine Erleichterung eintrete, mit großer Mehrheit ab» gelehnt.
.Sei ihr gut, Vater" flüsterte er.
Dieser sah in ba» vorn Wein« gerötete, liebliche Antlitz der jungen Frau Ja, er begriff fein« Sohu unb wenn er ihm jemals feiner Heirat weg« gezürnt batte, jetzt hatte er verzieh«.
.Meine Tochter," vamtt brückte er ein« Kuß au ihre Stirn. Aber noch glücklicher wäre Pablo gewes«, w-«n er Martha in seiner Mutter Armen hätte ruhen feben könne«. Wa» sollte an» ihr werd«? Mit dieser Frage war er stetig beschäftigt. Martha ent- fernte fich, «nb Pablo konnte seinem Vater sag«, wa» ihm so sehr ans bem Herz« lag.
.Vater, willst du mir versprechen, meine Frau unb mein Kiub bei «ch aufzunehmen, wenn ich nicht mehr bin?"
Do« Jooqüin brückte nur sanft seine Hand zum Zeich« der Einwilligung. ___. _ .
^Jch zweifle nicht, daß du ihr tta guter Vater sein wirst. Ader wMst d« mir auch versprechen, chr die Stellung al» Tochter im Hause zu erkämpf«, w«n e» feta muß?" , ,, ,
Der unglückliche Vater hätte noch viel mehr ver- sprach«, wenn sei« Sohn e» verlangt hätte. Er war i» da» Haupt der FamUte und gewiß wollte er sein Versprech« so gut al» möglich ««»führ«. Doch Versprech« unb Halt« find zwei verfchiebeve Dinge.
.Run ist mir viel leichter um» Herz. Jetzt will ich mich «och mit Gott versöhnen, bann kann ich ruhig sterben." Erschöpft sank Pablo ta die Kiffen