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woch-nb-iiag«-„Illustrierte ZgMagszeitung" monotsMage: „Snlöatt SefchichtMAter".

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Rabatt gewährt.

vrnck und Verlag d« zuldaerScliendntSer^ in Krida (Harmonie?

8ernsprecher Ur.».

32. Jahrgang.

Fulda, Mittwoch, dm 22. März 1905.

M 67.

Fortwährend

1 Mark 50 Psg. (ohne Bestellgeld

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ditto« (Harmonie)

Itflilaigfli «f dl» 2. (Quartal 1905

sich geschloff-n, dann scheint auch die Grzenwarl zu verst kra; di-se Mauern trennen UNS von allem Lebendigen. Der Hauch ferner vergangener Zeiten umgibt uns Die Soldaten der Besatzung huschen nur wie Schatten vorbei; fie tauchen ge- spenftisch aus aus dem tiefen Rotgold, mit dem die Sonne die Straßen erfüllt. In der Toten stille und dem grellen Lichte blicken die dunklen Verließe, die finsteren Gemäuer ur-heimlich und gespenstisch au8 tiefen schwarzen Augen. Noch sind dir gigantischen Tore mit Eisenspitzen ver­sehen, um da« dicke Fell der KriegSetefanten zu zerreißen, noch liegen die Kanonen so da, wie sie während der achtmonatlichen Belagerung 1687 von den Mauern fielen, da Golkonda, die Un« bestegliche, durch Verrat eingenommen ward, ihr Ruhm verblich und ihr Volk nach Hatderadad fortzog. Da liegen »och die alten Kanonenkugeln zu Hunderten, eingewühlt in dem harten Granit. Und die altes Kanonenrohre werden als Brunnen­röhren benutzt, letzte melancholische Zeugen stiege rischer Macht. Durch das Bala Hisfar-Tor, dem einzigen Eingang, gelangt man nach der £va< delle. Der Weg ist steil aufsteigend, eia ge wundener, vierstufiger Pfad, der zum Gipfel führt. Hier «ar seit atterS die Schatzkammer des Ntsam, und von hier aus strahlte die Kunde der unge­heuren aufgespeicherten Reichtümer.

Was für Seschichlchen können wohl diese zerfallenen Mauern erzählen von Jntttguen, Kämpfen, Festen, Schrecken und Tötungen! Sine Atmosphäre von Blut und schwülem Prunk um­fließt uns und fie steht im grellen Gegensatz zu den verwahrlosten, verlassenen Plätzen, den leeren Gewölben und geborstenen Gäulen, in denen

Golkonda auch durch feine Diamanten berühmt; seine Jntereffen zu gewinnen Daß der so Übel ho* diese Quelle des Glanzes ist längst oer- behandelte und zmückgesetzte Mrmn bü zu seinem fiegt. In der gern steht man die weißen > im 70. Jahr erfolgten Sude fern Streben in

Wiener Konsortiums verlangte nun, daß der Erfinder mit einem Monteur eine Freifahrt machen und in der Last Menöver vornehmen sollte, trotzdem die Gondel wegen der zu schweren Füllung des Ballons um wichtige und nament­lich für die Sicherheit der Jnsaffen unenibehr- liche Teile erleichtert worden war. Aus der selbstverständlichen Ablehnung dieser Forderung entstand eine Diff ren, zwischen dem Erfinder und den Kapitalisten, die alle weiteren Versuche

verhinderten. _

Trotz dieser höchst bedauerlichen AuSgangs arbeitete Hänlein an der Verbesserung seines Luftschiffes unermüdlich weiter und brachte in einem Patent von 1874 Neuerungen, die erst sehr viel später von Renard Krebs, Graf Zeppelin und Santos Dumont eigentlich verwertet worden find. Das Genie Hänleins, der fast ohne pro!» tische Ausbildung in d r Lustschiffahrt mit seinen Gedanken fast immer den richtigen Weg zur Lösung der von ihm inS Auge gefaßten Aufgabe» betrat, wurde auch von den Sachverständigen verschiedener technischer Hoch chulen in Deutschland vollauf anerkannt. Leider blieb jedoch der unbe­friedigende Ausgang der ersten praktischen Operationen entscheidend, und Hänlein hat nie wieder eines seiner Patente selbst ausführen oder erproben können. Wie es den Erfindern so oft ergeht, so h brn auch in diesem Fall andere Leute, dieeS beffer verstanden, sich Geld zu beschaffen, seine geistigen Verdlenste puk'isch ans genutzt. Wenigstens starb die Hoffrung auf eine endliche Ecsüllurg feines Strebens erst mit dem Manne selbst, denn noch im notigen Jahr versuchte i Hänlein durch eine lehrreiche Schrift „Debet das jetzige Stadium deS lenkbaren Luftschiffs" den I Vorstand deS deutschen LuftschifferorrbandrS für

uneigennütziger Art fortgesetzt hat, muß ihm zu hoher Ehre angerechnet werden, und wenn das Problem deS lenkbaren Luftschiffs in einer nahen Zukunft gänzlich gelöst werden wird, so wird man Hänlein noch einen geistigen Anteil daran zusprrchrn müffen.

soll bei der darauffolgenden Jagd aber nur eine1 von ihnen zur Strecke gekommen sein. Bestätigt sich dieses, so hätten wir allerdings die stärkste Einwanderung von Wölfen seit 1840 zu ver­zeichnen.

nehme» alle Postaustalte», Laudbrief- bote«, ZettuugStrSger ««- «ufere Expo»

mitfee, der in Eis steht, getrollt wären. Auch in einer anderen Gegend, bei Kruglanken, ist der Einzug von Wölfen festgestellt. Sie haben eine Menge Rehe zerrissen und find auch schließlich eingekreist worden. Nach der Zeitungsnachricht

halte« die Zeitung vom Tage der stelluug ab bis Gude März gratis

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vermischtes.

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(Eine tote Stadt.

Es gibt eine alte G-schichte vo» der „Königin von Golkonda-, die wir Deutschen am ehesten in der Faffudg Gottfried Bürgers kennen und in der gar viel die Rede ist von der märchenhaften Pracht, dem unbeschreiblichen Reichtum und dem unermeßlichen Glanze dieses fernen Wunderttaumes auS indischen Feenlanden. Doch wie die zauber­volle Stadt Veneta, wie alle die Phantasien überirdischer Glückseligkeit, ist auch Golkonda längst in Vergeffenheit und Nacht versunken und nur noch einzelne Trümmer verkünden von btr früheren Größe. Doch diese lote Stadt, von deren Sch cksalen nur noch wie verklungenes Glockm- tönen ein leiser Hall in uns lebt, zieht uns un. wiberstchlich in ihre Gewalt und hinterläßt einen nachdenklichen Eind uck in unserem Gemüte. Düse Stadt, dir einst angefüllt war mit allen Schätzen des Orients, in der Dynastien stolzer Herrscher sich eine starke Feste und sichere Burg schufen, sie ist heute nur noch eine Masse zerbröckelnden Granits. Wenn man mühsam durch die von $ Ammern und Steinen verdeckten Straßen wan­dert, so schreibt ein Mitarbeiter von .Chambers' Journal', der die Stadt jüngst besucht hat, dann denkt man an jene Phantasie Macauloys von dem Neuseeländer der fernen Zukunft, der einst, auf den Trümmern der London > Brücke sitzend, die Ruinen der St. Pauls-Kathedrale abzeichnen werde.

Golkonda war einst so mächtig wie London; heute ist ei ein fast vergessener Name. Dir Stimme des Reisendm klingt grell und wwer- hallend in ihre ehrwürdige Grabesruhe und der ] Photograph pflanzt seine Kamera auf einemKönigs- throne auf Haiderabad, die j-tzige Hauptstadt des Nisam von Haiderabad, ist viel jünger als die uralte Festung; doch es hat die Gegenwart für sich und blüht und gedeiht, und Golkonda ist eine Ruine. Wenn man in der Morgenstunde von Ha berabab aufbricht, so wandert man beim blaffen Frühschein durch sandigen Weg, an kleinen Hütten and mancherlei Felsgestein vorbei, bis sich plötzlich eine große schwarze Masse fast drohend aufrichter Auf einem steilen Gcanitfrlsen, der sich über die Ebene einsam erhebt, steht das alte Golkonda. Stumm, tot und öde blicken die riesigen Mauern; keine Wohnung liegt ba. Die 18 ge­waltigen granitenen Mausoleen der Outb-Schah- Dynastie, die vor den Nizams regierten, schrumpf­te» trotz ihrer massigen Größe zusammen vor diesem hoch sich auftürmenden Fels- und Mauer­werk. Drei englische Meilen im Umkreise dehnen sich die granttenen Mauern mit ihren 87 Bastionen; aus ihnen heraus wächst die noch 400 Meter höhere Zitadelle, die auf der Spitze des Felsen wie ein Adler nistet.

Raum hoben die Tore der schweigenden Stadt

lieber dir rasche Zunahme von Wölfen in Ostpreußen

berichtet der .Weidmann'. Nach dem großen Kriege von 1812 ei folgte eine ganz bedeutende Einwanderung von Wölfen in Deutschland. In gewaltigen Scharen begleiteten sie die aus Ruß­land zurückflutenden Trümmer der Napoleonischen großen Armee und überschwemmten ganz Deutsch­land bis zum Rhein hin. In Ostpreußen, Posen, Pommern, in einigen Forsten des sächsischen Erz­gebirge, der Harzes und der Rheinländer waren die dem Blute und den Leichen folgenden Wolfs- rodel in großen Muffen zusammengerottet und hielten sich dortsechst auch viele Jahre. Ge. wattige Anstrengungen der Forstbeamten, beson­dere Maßregeln der Regierungen, Polizrijagden, das Verwenden von Netzen und Tüchern, das Anlegen großarfiger Fanggruben, das AuSbieten beträchtlicher Geldpreise, — alle diese zum Teil recht kostspieligen Maßnahmen waren erforder- lich, um der Plage Einhalt zu tun.

Seit den 1860er Jahren hat die Plage be« trächtlich abgenommen, und wenn auch ab und zu immer noch ein Wolf erlegt wurde, so geschah e8 doch immerhin von Jahr zu Jahr seltener. Erft seit etwa 10 Jahren ist der Zu­zug von starkem Raubzeug aus russischen Gebieten wieder lebhafter und vor allem auch regelmäßiger geworden. Selbstverständlich ist der Grund in erster Linie vem j-tztgen erfreulichen Anwachsen der Wiidstände zu verdanken. Denn das ge samte Heer der unlauteren Wettbewerber bevor­zugt stets Gegenden, die ihm viele Freude biete«, und verschmäht Grfilde, in denen der Tisch knapp gedeckt ist. „ .

Aber die Zustände im Innern Rußlands find wohl ebenfalls dafür maßgebend. Zunächst ist es der Angriff, der dort jetzt in großem Maß­stäbe aus die Waldbestände gemacht wird. Die Ströme und die in letzter Zett beffer gewordenen Landverbindungen und Eisenbahnen gewährleisten eine btfftre Verwendung des Holzes, das bei uns im Westen, jetzt im Preis steigt und den Ruffen beffere Holzmärkte eröffnet. Dann aber wird auch die Jagd in Rußland heutzutage von wei­tern Kreisen der Bevölkerung betrieben, und in beträchtlicher Zahl kommen auch auswärtige Jäger dorthin, um sich an der Ausbeute »u beteiligen, die in andern Ländern wohl oft für höher gehalten wird, als fie in Wirk- lichkeit ist. Die JagdkommandoS der rufst- scheu Armee, die Unternehmer, welche rusfischen Bären- und Wolfsreviere industriell ausbeuten, haben in den letzten Jahrzehnten ebenfallsjin jenen Wäldern mehr Unruhe hervorgerufen als

ehemals.

Wie die Zeitungen melden, find auch jetzt wieder Wölfe in Ostpreußen elngeroanbeti, die besonders i» den Oberförste» eien Jura, Wischwill und Schmalleningken den Rehen argen Abbruch getan haben. Nach langen Nachstellungen ist es endlich gelungen, einen Wolf im Echutzbezirk Grünhof einzukreisen und zu erlegen. Er wog 82 Pfund, war 87 Zentimeter hoch und VI«. Meter lang. Bekanntlich wurden auch in der Ro- minter Heide in den letzten Jahren mehrfach Wölfe gewesen. Bei dem so besonders hohen Werte der dortige« Waldbahn wird ihnen hier natürttch ganz besonders eifrig nachgestellt. Leider entkommen trotz aller Wachsamkeit und allen Fleißes der Forstbeamten doch immer einige der f edien Eindringlinge, was bet dem so aus- nehmend dichten Bestände der ostpreußischen Wälder und bei dem jetzt chronischen Mangel an Schnee zum Einkreisen wohl leicht erklärlich ist.

Zn Anfang Februar find abermals Wölfe eingewandert. Und zwar ist eS dieses Mal ein ganzes Rudel. In der Grafschaft Sorquitten, die jedem Jäger dem Namen nach wohl bekannt ist, machten fich Beweise der Anwesenheit von fünf Wölfen an dem starken und gut gehaltenen Wildstand unan genehm bemerkbar. Bei der Jagd gelang es leider nur zwei der grauen Unholde zu erlecen, während die drei anderen entkamen. Eimge Tage später fib nun allerdings weiter in Masuren drei Wölfe gewesen, die nicht nur. Fuldaer Zeitnrrg« zum Preise gespürt, sondern auch gesehen worden sind. Der j -Bote' am Wetfee berWet, b^ bte Saub« . b V

(:) Die Langlebigkeit von Mönche«. W« Mit­arbeiter der Pariser Wochenschrift ,®o8mo8', der jüngst dem wundersamm Schauspiel eines Trappistenbegräb- niffeS in der alten Abtei von SeptFouS in Frankreich brigewohnt hat, beschreibt dieses Erlebnis und macht dabei auf eine merkwürdige Tatsache bezüglich bet Langlebigkeit der Trappisten aufmerksam. Bei den Brüdern deS heiligen Bernhard hab« fich «och di« alten Bräuche auS dem 12. Jahrhundert, insbesondere die damalige MöuchSliturgie, erhallen. AuS diesem Gründe gewährt eine Feierlichkeit in diesem »reise einen ganz eigenartigen Eindruck. ES handelt fich um daS Begräbnis eines Missionars, der einen große« Teil seines Lebens in der von den Trappisten gegründeten Risfion in der australischen Inselwelt zugebrachl hatte. Auf dem Friedhof der Abtei kann man nun di« Be­obachtung machen, daß diese Mönche, deren LebenS« regeln wohl daS Aeußerste an Strenge und Enthalt­samkeit darstellen, waS überhaupt von geistlichen Orden gefordert wird, gewöhnlich ein wunderbar hohes Alter erreichen. Die letzten vier dort begrabenen Mönche stellten zusammen ein Alter von 832 Jahren dar. Der eine war SS Jahre all geworden und hatte Bl Jahre alS Mönch zugebracht; der zweite starb im 91. Jahr nach ssjähriger Klosterzeit, der dritte mit 81 Jahren nach SSjähriaem Dienst, der letzte mit 76 Jahren nach ölj.ihriger MönchStätigkeit. Der Durchschnttt ibreS Lebensalters stellte sich also auf die beträchtliche Zahl von 83 Jahren. Daraus müßte man den Schluß ziehen, daß die spartanische und nach den Begriffen der meisten Mensche» unzureichende Ernährung, wie fie in den Trappistenklöstern stattfindet, gerade günstig auf bi« Verlängerung deS Lebens einwirkt SS wird noch von einem andere» frommen Bruder berichtet, der erst vor kurzem mit 93 Jahren starb, und eS kommen viel« andere Angaben hinzu, um zu beweisen, daß die Trap­pisten oder Zisterzienser, die im Alter zwischen 20 und 30 Jahren oder noch später inS Kloster gehen, gewöhn­lich ein sehr hohes Greisentum erreichen. Unlängst be­suchten 40 Aerzte von der internationalen Kommisfisn, die zur Besichtigung der Badeorte eingesetzt war, auch die Abtei von Sept-FonS, um die Regeln deS Trap» ?iste»klosterS und ihre Einwirkung auf den Gesund« eitSzuftand zu untersuchen. ES sollte also insbesondere 1 ermittelt werden, wie die Regelung deS Schlafs, bi« Stund« deS AufstehenS, die Zeiteinteilung und bie sonstigen Vorschriften und Betätigungen der Mönch« in hygienischer Hinsicht wirke»; dazu sollten die mittler« Lebensdauer, die gewöhnlichen Ursache» der Todesfälle u. s. ro, feftgestellt werden. Die Aerzte waren überrascht, die Klosterbrüder sämtlich in auffallend gutem Gesund« heitSzuüand zu finden, trotzdem sie fich jede» Morgen um 2 Uhr erheben, 11 Stunden ihren geistlichen Ber- Achtungen und außerdem »och eine beträchtliche Zeit landwirtschaftlicher Arbeit widmen müffen Am meiste« aber fiel de» Aerztrn auf, daß eine große Zahl vo» Krankheiten in den Klöster» überhaupt niemals vorge- komme» zu sein scheint Ma» ist geneigt, auS diesen Tatsachen eine» Schluß zu Gunsten der vegetarische« Ernährung und der strengen Enthaltsamkeit zu ziehen, namentlich auch hinsichtlich deS Fastens an jedem Frei­tag. Dabei ist daran zu erinnern, wie schon unabhängig von diesen Wahrnehmungen Aerzte daraus aufmerksam gemacht haben, daß angefichtS deS Umstandes, daß «in großer Teil der gut situierte« Leute mehr ißt als nötig, die Festhaltung eines Fasttages von nicht zu unter­schätzender Wichtigkeit für die Erhaltung allgemeiner körperlicher Gesundheit ist. Wenn auch der herkömm- liche Fasttag, also der Freitag jeder Woche, nicht in der Weise begangen wird, daß man fich der Speise ganz enthält, so ist schon der Brauch, an diesem Tag Uta Fleisch, sondern höchstens Fisch zu effen, von Vorteil.

* Der trauernde Irländer. Irländer (zur Ver­käuferin deS Warenhäuser): „Ich habe eine Verwandte durch den Tod verloren und muß Trauer tragen, weiß aber nicht recht, wa» Brauch ist. WaS träqt man denn eigentlich, wenn man in Tra-rer ist? Verkäuferin: „DaS hängt mehr oder weniger davon ab, ob eS eine nahe oder entfernte Verwandte ist, der Sie diesen Beweis der Anhänglichkeit zeigen wollen. Für eine sehr nahe Verwandte müffen Sie einen schwarzen Anzug ttage», schwarze Handschuh« und ein schwarzes, breites Band um oen Hut; für eine weniger nahe Verwandte genügt ein breite-, schwarzes Band um den linken Arm und für etne entfernte Verwandte können Sie ein etwa- schmaleres Band nehmen Jrländrr: „®o ist daß? Darr« geben Sie mir gefl. einen Schnürriemen. Meine Schwiegermutter ist gestorben.

Mauern Haideraba;S tn lustigem Sokmenschein auflkuchten. Da rauscht baö Leben des Tages und der Lärm der Menge. Doch Golkonda liegt tot unb schweigend. Seine Könige und seine Helden schlafen den Schlaf des Todes und Ei­dechsen schlüpfen hin Über die alten Kanonen rohre.

dar erste deutsche lenkbare Lusischiss

Der Besitzende des Ostdeutschen Vereins für Luftschiffahrt, Major Müdedeck, widmet im Ersten Heft der „Illustrierten Aeronautischen Mitte,lunpen" dem tn Mainz verstorbenen In­genieur Hänlein einen Nachruf, worin er den Verstorbenen als den E findrr de« ersten beut schrn lenkbaren Luftschiffes preist. Vor nunmehr 4Ö Jahren erwarb Häael sein erstes Patent für ein L.ftschiff, ba* mit ber Verwertung einer Gas­maschine als Tr edirafr ftir die damalige Zeit jedenfalls die einzig Mögliche Lösung bet Aus­gabe barstellte. Das Gas für die Maschine sollte danach dem Ballon selbst entnommen wer- den. Damit nun der Ballon nicht durch bte Entziehung oes Gases erschlaffte, sollte in seinem Inneren ein kleiner Ballon angebracht und durch einen Ventilator ständig mit Luft rachgefüllt werden. Diesen Teil des Patents besonders heroorznheden, ist ein Akt ber Gerechtigkeit, denn es ist in Vergeffenheit geraten, daß Häml auch der Erfinder eben jenes kleinen Ballons im Ballon gewesen ist, ber heute gewöhnlich als Hallonet bezeichnet unb dem Franzosen MeuSnier zugeschrieben w.rd. Außerdem war an dem Hänleikschen Plan beachtenswert, baß der Ballon kö psr derartig versteift fein sollte, daß er hinten öem Steuer und vorn ber Luftschraube als Stütze bienen konnte. Der Gasmotor war in Der Gondel untergebracht, unter der fich noch eine Hubschraube befass b. ES dauerte 7 Jahr?, bis dem E stader die Möglichkeit gegeben wurde, feinen Plan praktisch zu erproben. In Wien waren etwa 25 Personen gufrunmengetreten, bie 1872 Hänlein Oen Ba« des von ihm erdachten Luflschrffrs in Auftrag gaben. Für jene Zeit war dies Luftschiff, das eine Länge von wehr als 50 Metern besaß, ein ganz außerordentliches Ereignis, und es ist in vieler Hinsicht vorbild­lich geworben. Alle Terle baran waren mit äußerstem Geschick erdacht und mit großer Vor- ;cht unb Berechnung angeordnet. Für die ma- schmelle Vorrichtung war zum erstenmal eine Wasserkühlung ewgesührt.

Der erste Versuch mit dem Luftschiff wurde in Brünn oorgenornmen unb erwies besten völlige Senbarteit, Leider war das dort verfügbare Leuchtgas zu schwer, so baß verschiedene Teile des Fahrzeuge abgtnommm werden mußten, da­mit zwei Personen oie Gondel besteigen unb in eie Höhe geho° en werden konnten. Nach der Schätzung Hänleins erreichte das an lo er Tauen gehaltene Luftschiff eine EigengeschwindiM von 5.2 Meter in ber Sekunde. Der Vorsitzende deS