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Fulda, Dienstag, den 21. März 1905

32. Jahrgang.

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KdhMta* **> Mnzeigenteil.

Invalide« und

Sür den KreiS Fulda-Stadt stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alter» Kra»ke«-Rente« in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende Dezember 1904 rote folgt

Altersrenten im Gesamt - Jahresbetrage

von

5 420 564 X — A

von

zusammen

wache bewertte, daß Rauch axl brat Dach auf- Hospiz selbst uxb die „Toteukopelle", welche sich stieg, et meldete diese Beobacht««- sosori seinem axf einem Felsblock erhob, find abgrbraemt.

nie».

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-Ä-che«M täglich, Mit NssmchW« der Sonn- «ßsietertage. viertel- Mrivegug,preis *88 vringerlohn «ab Hsfiefigeib In 8nlda»nd Tttwirt» 1 ÖH. Sllpfg.

a6atttktta:3of.8aum,

wochenbellagi»„IllustrierteSonntagsjettung'

Die altehrwürdige Heimstätte der Mönche auf dem St. Gotthard ist ei* Raub der Flamme» geworden, CS war ein märchra- und sogen- umsponnener Gebäude, in welchem die frommen Klosterbrüder hausten. Da» Hospiz lag auf der Paßhöhe bei Lt. Gotthard, 2094 Meter über brat Meeresspiegel. Sin Soldat der Hospiz-

Jnvalidenrmtm „ „ „

Krankenrenten „ „ „

Renten mit einem Sesamt-Jahresbetrage

Schöne Frauen bar* einen jol^'niuetjt.Un

K SäVSSÄ Myrrholinseife.

Fortwährend

nehmen alle Postanstalten, Landbrief- boten, ZeitnngSträger und unsere Expe­dition (Harmonie)

Mrinagm aus >« 2. tntlal 1905 der,Fuldaer Zeitung^ znm Preise von 1 Mark 50 Pfg. (ohne Bestellgeld und Bringerlohn) entgegen.

Ren hinzntretende Abonnenten er. halten die Zeitung vom Tage der Be- stellnug ab bis Ende März gratis.

2 882 941 J* 60 4t

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wüstenartige Steppe auS, die eine andere merk- würdige Einwirkung vulkanischer Kräfte aufweist, nämlich eine Anzahl von Maaren, wie wir sie in Deutschland namentlich aus dem Gebiet der Sifel kennen; jene afrikanischen Maare haben einen Durchmeffer von bis 1 Kilometer und find ganz unvermittelt in den völlig ebenen Boden eingesenkt, so daß man ste erst aus nächster Nähe wahrzunehmen vermag. Nördlich von den letzt­genannten Bergen dehnt sich der Magod (Natron- fee) langgestreckt nach Norden aus. Die Forscher gingen an seinem Westrand durch die Landschaft Ssonyo nach Norden und erreichten Engurman am Nordende des Sees. Hier trennte sich Gunzert von der Expedition, während Uhlig und Jager zunächst eine Besteigung des bekannten Döriyo-Sambo vornahmen. Dieser Berg erwies sich als eine 2400 Meter hohe Vulkanruine, die eine wunderbare Ausficht auf 1700 Meter tief unmittelbar darunter gelegene Gebiet des Magod« Sees gewährte. Die gewaltige Verwerfung, die den ostafrikanischen Graben schuf, hat diesen Vulkan mitten durchgeschnstten, so daß seine größere Hälfte jetzt unter der Fläche des Natron» fees begraben liegt. Ueberhaupt stellte es sich durch die Beobachtungen der Expedition mehr und mehr heraus, daß der etwa 80 Kilometer lange Hauptsteilrand des Grabens zwischen dem Nordende des Many ira-Sees und dem Südende deS Natronsees durch eine Zerschneidung mächtiger Vulkane entstanden ist, deren alte Lavaströme nun plötzlich 1000 Meter lief gegen die Kluft hin abbrachen. Es wurde* drei derartige Vulkanruinen entdeckt. Die nördlichste, der Elanairobi, weist einen alten Riefenkrater von 5 Kilometer Durchmeffer auf. Dir Lava» massen dieser drei Vulkane haben fich so zu­sammengedrängt, daß fie eine fast geschloffene Hochfläche bilden. Bestiegen wurde der Lo-Ma- lasfin, der mit 3700 Metern wahrscheinlich der höchste Berg am Westrand des Großen SrabenS ist. Früher wurde dir Gegend von Maffai be­wohnt, die den Bergen auch die Namen gegeben haben; heute ist fie öde, wird aber «ahrschrtn- lich bald von Buren brstebelt werben. Der Regenwalb dehnt fich bis zur Höhe von 2700 Metern aus und gibt angeblich einen genügenden Vorrat an Holz und Waffer. Der Manyara- See ist ebenso wie der Magod ganz flach. Trotzdem er fast bauernd erhebliche Waffer- mengen durch Bäche und Quellen empfängt, be­steht er in der Trockenzett nur auS einer fast gesättigten Salzlösung von kaum 1 Meter Tiefe, die hauptsächlich kohlensaures Natron enthält. Die Geeräuder werden dann weiterhin von aus- geschiedenen Salzmaffen bedeckt.

Der letzte Teil der Expedition vollzog fich in dem Gebiet des Meru, der von Dr. Jäger bis zum äußersten Gipfel bestiegen wurde. DaS auf den bisherigen Karlen als Samurücken bezeich­nete Gebirge südöstlich von Meru erwies sich als auS zwei Vulkanen bestehend. Endlich wurde noch eine genauere Untersuchung des Meru-KraterS vorgenommen und dabei festge­stellt, daß 100 Meter unterhalb des Gipfels noch jetzt dauernd Dampfwolken auS den Ge- steinspalten aus treten und daß die jüngsten Lavamaffen in der Nachbarschaft deS Aschen- kegelS nicht älter als 25 Jahre sein können. Da­mit tritt auch der Meru in die Zahl der noch jetzt zweifellos tätigen ostaftikanischen Vulkane ein. •*«»

Der Plan, die Erforschung des Südgletschers am Kibo (Kilima-Ndscharo) fortzusetzen, konnte leider nicht mehr auSgeführt werden. Die Ex­pedition hat eine Gesteinsammlung von über 400, eine Pflanzensammlung von über 500 Nummern und 450 gelungene photographische Aufnahmen heimgebracht.

bett brachte« mir Ida tzaaS immer näher; a«S der Die»eri« ward eine Freundin, eine wahre Freundin, welche Freude und Letd mit ihr teilte. In schweren und tu brfferen Zetten stand ste wie ein Schutzengel hütend, schützend, aneifernd, beruhigend mir zur Sette. Sie hat Schwere», Futchtbare» mll ihrer Herrin durch, gemacht. Sie wußte viele». Ste hätte von großen Freveln, von große» Enttäuschungen, von bitteren Träum, von grenzenloser Ungerechtigkeit, von innere» seelischen Kämpfen erzählen können, aber ste schwieg und »abm ihre Grheiwniste mtt in» Grab. Rührend war ste in der Pflege; fie kannte keine Müdigkeit, Tag und Nacht blieb fie beim Bette, tröstend und rrmutigrnd, mit der ganzen Kraft jener Aufopferung, die do» Kennzeichen edler, bevorzugter Seelen ist. - . . Als ich im Jahre 1900 dem Grafen Louyay die Hand zum ewigen Bunde reichte, war Ida Haa» die Einzige, die mir überall folgte, mich pflegte, bi» fie ein heimtückische» Leide» de» Ihrigen entriß. An ihrer Bahre wrinro dir Ihrigen, Freunde und Bekannte. Doch eine weint mehr, al» alle, ihre Herrin. Sie weint um di«, die fie so liebte, schätzte, achtete, die eine wahre, echte Freundin

zwei Krater, bereu einer zurzeit keine Spuren non Tätigkeit verrät, währenb brat anbei* Gase trab Schlammströme entweichen. Die Schlamm- ströme zeichnen sich aus durch AuSscheibungen eine» weißen Ratronsalze». I» bet Umgebung ist eine Anzahl kleiner parasitischer Bulkankegel rach eine Menge von Spalte» bemerkbar.

Zwischen de« DSuyo-Rgai rmb brat Nord­östlich benachbarten Vulkan Gelei bchut sich eine

19 640 Rente» mit einem Sesamt-JahreSbetrage von Der von dem Reiche zu leistende Zuschuß beträgt —

Vermiichfes

[::] Kronprinzessin und Knmmerdieueri». Bor kurzem starb tit Wien im Alter von 49 Jahren Fräu­lein Ida Haa». Sie war di« Kammerdienerin der ehe. malig«« österreichische» Krouprttqesst«, jetzig« Gräfin Stephanie Lonyay, die nun der «erstorbenen einen rührend« Nachruf widmet, der in Form eine» Briefe» an eine Wiener Familie in der ,N. Fr. Pr/ veröffent­licht wird: Im Jahre 1886 «ar die Stelle einer

Die tätigen Vulkane von verrtsch- Ostastika.

Daß es in Ostafrika, nicht allzuweit von bet Küste entfernt, noch tätige Vulkane gibt, ist schon feit einiger Zeit bekannt. Diese Entdeckung konnte auch nicht überraschen, da ja auch die beiden höchsten Gipfel jenes Gebiets, der Kenia und der Kilimandscharo, erst unlängst erloschene Vulkane sind. Erst jetzt aber ist das innerhalb Deutfch-Ostafrikas wohl wichtigste Gebiet eines früheren und noch heute kauernden Vulkanismus durch eine Expedition gründlich erforscht worden, die auf Kosten der Otto Winter-Stiftung unter der Lettung des Regierungsgeographen Dr. Uhlig und unter Teilnahme von Dr. Jäger und Gunzert unternommen worden ist. Der erste Bericht über den Verlauf dieser Forschungsreise ist in einem Brief an den Vorsitzenden der Berliner Gefellfchaft für Erdkunde gegeben, der jetzt in der Zeitschrift dieser Gesellschaft zum Abdruck gekommen ist. Leider ist aus dem Wort­laut dieses Schreibens zu entnehmen, daß ein bereits früher abgesandter Bericht verloren ge­gangen ist. Eine vollständige Uebersicht der Er- aebniffe wird also erst die eigentliche Bearbettung »ringen,bie namentlich bezüglich der kartographischen und wirtschaftlichen Aufnahmen bald erfolgen soll. Immerhin enthält das jetzt veröffentlichte £$reiben eine Fülle bedeutsamer Nachrichten, unter denen die Mitteilung über die noch heule tätigen Vulkane westlich vom Kilimandscharo die Aufmerksamkeit größerer Kreise wohl am meisten anziehen wird.

Der Bericht setzt ein mit dem Aufbruch der ExpedUion vom Berge Meru, der westlich vom Kilimandscharo gelegen ist, Ende August 1904. Die Reisenden wählten einen wenig begangenen und kartographisch noch nicht festgelegten Pfad durch eine fast wasserlose Steppe zunächst nach Norden und dann am Südfuß des Vulkans Kitumbeine herum westlich nach Engaruka, da« am sogenannten Großen Ostafrikanischen Graben gelegen ist. Dieser Graben ist nicht etwa ein Werk von Menschenhand, sondern eine gewaltige durch Verschiebungen der Erdkruste entstandene Kluft, bie fast genau von Nord nach Süd unter dem 36. Meridian verläuft und durch eine Kette »on See* und Flußläufen ausgezeichnet ist. MU der Katastrophe, der bie Entstehung des Großen Grabens zugeschrieben werben muß, steht ohne Zweifel auch bas zahlreiche Auftreten von Vul­kanen auf u*b in bet Umgebung dieser Linie in Zusammenhang. In den oft tief eingeschnittenen Schluchten tarnt man bie alten Lagerströme unb Tuffmassen genau ftubieren. Im September unternahm bie Spedition eine Besteigung des Vulkans Dvnyo-Ngai, besten früher unterschätzte Höhe auf etwa 2800 Meter bestimmt würbe. Die Besteigung erwies fich in unerwarteter Weise als jo schwierig, daß nur einer der Forscher den Gipfel selbst erreichte und den Krater mit feinen Ausströmungen von Wafferdampf und Schwefel- wasterstoff beobachtete, welch letzterer sich noch 900 Meter unterhalb des Gipfels für den Geruch Aemerkbar «achte. Der Vulkan erhebt fich etwa 3000 Meter über seine Umgebung und besteht

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sie» Abgänge Ende »ezember 1904.

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9 046

27 847

1 675

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Hiervon find nach Berücksichtigung der durch Tod re. erfolgten Abgänge noch zu zahlen: 3 060 Altersrenten im Gesamt-JahreSbetrage

15 779 Invalidenrenten „ „ „

811 Krankenrenteu „ 3 , „

war, die einzige, bie wahre Treue und Anhänglichkeit bewahrte, unter all denen, di« «inst mich, bie Kron­prinzessin umgaben. Die Hofdamen und Kammerherre», die bet mir angestellt waren, fie dienten ja nnr der Stellung, nicht der Person. Keiner blieb in Tr«e er­geb«; nur ste, die bürgerlich Sebor«e, aber «rhab« Fühlende, Denkende, Handelnde, fie hat die Treue bi» zum Grabe gewahrt. . . .“

• Ergänzung. Sie (zu ihrem Gatt«): Da solltest mich eigentlich auf de» Händm tragen, Otto, — beim wa» wäre dein Leben ohne mich? — Sr: Billiger, liebe Amalie, billiger!

von der Landes-Versicherungsanstalt Heffen-Raffa«, deren Bezirk die Regierungsbezirke Raffel und Wies­baden, sowie da» Fürstentum Waldeck umfaßt, find seit dem 1. Januar 1891 Überhaupt bewilligt:

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W 1 Anzeigen: Vie rto

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Druck und Verlag i Kuldaer lletiendrucket

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Mithin bleib« Ende Dezember 1904 NN» Mittel« bet LaubeS-verfichernugS- anfialt H^sem-NMa« en Renten zu zahlen jähettch......... 1900 941 X. W A

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Das Hospiz auf dem St. Gotthard vor de« Brande. _ _ »»»liii Mn ■«_ .'n.----

" Wachtkommandanter, ber fich bart mit einem Meteorologen, zwei Diener* **b ei*em Äo*ttnr befand. Telephonisch wurde der Äcmmaubant der SicherhritSwache sowie bas Hotel Lombarvi in Kenntnis gesetzt. Die Besatzung bes Fori» Airolo eilte ebenfalls herbei, doch konnte nur baS Mobiliar deS HofpizeS gerettet werben. $*<

euch Fräulein Ida Haa», bie mtt viel« ander« mir vorgestellt würbe. Di« fetten guten Empfehlung«, ba» ftzmpethifch« Neußer«, bi« feine Bildung, die Sprachen- kenntniffe, sowie da» vornehme Auftretk» der Ida Haa» »«fiel« mir fe sehr, baß fie bie Erwählt« wurde unb kur, danach ihr« ura« Stellung «iuuahm. Bald mußt« Fräulein Haa» durch ihr« guten Still«, ihr« Fleiß und ihr« »if« fich die Zufriedenheit idrrr Kaiserin und Kiuigiu zu erobern. Der Di« unter sehr mühsam, sehr austr«,end, besonder« währmd der offiziellen Reis« nach Salizie», nach Berlin, Bo«- Dalmati« und Bolgi«. Ihr« Bildung, ihr edle« Mesen, ihre Begabung, ihr Tatt und ihre ««schwiegen-

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Davon sind erledigt durch

Gesamt- Jahresbetrag der bewilligt«

Bon dm Rentenempfängern find bezw. waren beschäftigt

Nach Abgang durch Tod ic. bleib«

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Zusammen:

437

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185

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Lür den Kreis Fulda-Land stell« sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Jnvalideu- 5 Kranken-Rente» in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende Dezember 1904 rote folgt:

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Zusammen:

795

593

154

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81 635

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284

190

5

20

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47

826

44 809

40