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JUL 63

Fulda, Freitag, den 17. März 1905.

32. Jahrgang

(Fortsetzung folgt.)

0 General tturopattln.

Eill Vklblklhkii des Herrens

t teer wurde hvffnungSstohtt, freudiger.

£ Ä b e «erzte der Hauptstadt gaben

veranttoortticher öchrMeilertZof.Vau»

Bon K. H.

------(Nachdruck verboten.)

(Schluß.)

v« erprn «erzie oer Dauptstadt aaben Hoffuuug auf Hebung dr» Nebel». Lorenz ^bli-b «5.Aenrzei auf fei» Lager gebannt. W°S zur vo« Aerung, feines Daseins geschehen konnte, geschah; 86b bi! fl* 81®»« aus überblickte er schöne Gärt«, Arck *55. ‘5 ber 3trne debnende» Hügel und Wälder. « aul ^7 »bequemen, verstellbaren Fahrbette wurde rontitCQffl 8e'^cben' wo er die freie Luft

ist hier nicht der Platz, den Verlauf des nun ein Jahr wütenden Krieges darzustellen, um das Fehlerhafte dieser Theorie darzulegen. GS wird nur auf den jetzigen Zeitpunkt, das begin­nende Frühjahr, hingewtesen, in welchem fich die Zertrümmerung des fast 400,000 Mann starken russischen Heeres unter General Kuropatkin durch das lapantsche Landheer vollzog. General Kuro- patkin, einst der Vertrauensmann des Zaren, der Liebling seines Volkes, ist durch den Verlauf des garten Krieges und jetzt dmch den Zusammen­bruch der russisch« Macht in Ostafien seines Ruhmes entkleidet und muß als Höchstkomman­dierender die Unterlaffungen büßen, die er sich als Kriegsminister zuschulden kommen ließ.

■ Stellung büßen. Als er unter begeist«. ttr Zustimmung des Landes das verhängnisvolle Kommando übernahm, war er so klug, zu et» \™ren» daß der Feldzug nicht so schnell und glück- ,7 ®"de geführt werden würde. Gr nannte w ZkÜpunkt einer entscheidenden Offensive das Frühjahr 1905. Bis dahin wollte er unter hartnäckigem Mderstande weichen, den Gegner ermatten imb von seiner Basis in das Innere abziehen.

a. Das elshuderljährtze Soaisalias- iiTOira im Mn 1855.

(Fortsatz«», aus Nr. 57.)

ttantnchenzucht.

In Deutschland steht das Fleisch des Kanin­chens bei weitem nicht in dem Ansehen, welches es verdient; ja vielfach besteht eine Abneigung gegen dieses ebenso nahrhafte wie wohlschmeckende Fleisch, die geradezu lächerlich ist. Schnepfen- dreck, in ätsche Vogelnester, und ähnliche Kost­barkeiten werden mit einem gewissen Wohlde- Hagen vertilgt, während das Fleisch deS peinlich I sauberen Kaninchens wie die Pest verabscheut wird. Aber mit Unrecht; denn an Nährwert steht dasselbe sehr hoch.

s®1* chemische^ Analyse"nach ' Stöber, ^iststont an der landwirtschaftlichen Versuchs- statten zu Hildesheim beweist schlagend, daß das Kaninchenfleisch in fettfreier Gestatt (7b Pro,. Wasser - 25 Proz. feste Bestandteile) nähr» Hafter als Hühnerfleisch (77 und 23 Proz.) und

wie bestes Mastochsenfleffch (72 und 28 Proz.) ist. In der richtigen Er- ! ren8tnis seines hohen Nährwertes hat das Kaninchenfleisch in Belgien, England und Frank- ÄAn ^ngst sich als Nahrungsmittel aller VolkSklaffen eingebürgert. Frankreich z. «. züchtet allein ehrlich gegen hundert Mill. Kaninchen und erzielt daraus eine« Geldumsatz von etwa 300 Millionen Francs. Hoch und niedrig ißt dort Kaninchenfleisch. Lon- ollein verzehrt täglich durchschnittlich 75 000 Stück. Auf dem Pariser Zenttalmartt ^mmen im Monat durchschnittlich 300000 Kaninchen zum Verkauf. Von Ostende gehen wöchentlich ebensoviel Stück in besonders dazu eingerichteten Dampfschiffen nach London ab.

Mchewt tdßttch, eh bes 8E> cKtzZetertage. Mertel- iWck.Se,n,r»r,tr 6$»e Srttrgerlohn nutz MßA-ettMKlldennr «^Kri,t«k.ö0pfe

fpaitig« petttzett« deren Haue $6 Pf,. Beflamen öiepetttzetts 25 Pf-.; bei wieder. Holungen wird entfpr,

Badatt gewährt.

Druck und Verla, bei SnlbaerBctienbrncker«- t« Selbe (herweniej

Sernfprecher «r

der» war die ängstliche Selbstbeobachtung vergess« "•* SF? ®löru”9e" meiner Wohlbefindens ,oum wehr, und stehe, ich war er. startt und kräftiger geworden. I» mein Innere- war Ruhe und Friede eingekehrt. Gläubig vertraute sZ der Weisheit der Höchsten, die au- der giftige» Wurzel de» Haffe» die Wunderblüte der Liebe tatte entforiej«! lassen und e» so gefügt, daß meine Sünde mir nicht zum Verderben, sonder« zur Umkehr und zum Heile gereichte.

Lorenz war geschieden, aber den Segen, dm er mir gebracht, wich nicht von mir. Ei» ehrenvoller Poste», um de» ich mich kaum zu bewerben gewagt hätte, wurde mir aaf Empfehlung meiner Vorgesetzten anvertraut. Ungesucht bot sich mir, wa» meinem Ehr­geize einst kaum erreichbar geschimm.

Auch da» schönste Glück meine» Erdenlebe«» ver. danke ich Lorenz. Eine edle Lebm-gesährti», ei» Weib, da» mtt körperlicher Schönheit die reichst« Gab« de» Geiste» und Gemüter verbindet, tritt mit mir in liebender Treue Freud und Leid, gnna ist sL?LeÄ Schwester meine» Lorenz. Bei ihr« Besuche« lerMe ich sie an seinem Krankenbett kenn«; d 'Korrespondenz, die ich für ihr« Bruder mit ihr ÄA. pachte un- näher. Al» wir den geliebt« Bruder begraben hatt«, bot ich der Verlass««, die Kd« ehrnvollm, aber abhängig« Stellung ein« Erzieherin bei Fremden ihr Brot verdiente, meine Hand und ein Heim an mein« Seite, wie ich er Lorenz kurz vor seinem Scheid« versprach« hatte. Gotte» Segen weilt sichtlich über «nserm Dache.

Bon Ella hörte ich wiederholt. Sie vermählte sich mit einem reich« Manne, dessen Alt« das ihrige um mehrere Jahrzehnte übersteigt. Ma« steht ste bei allen Vergvüzung«, auf Reis«, a» elegant« Bade­orten; ab« die Welt sagt, daß ihre Ehe keine glück­liche sei.

Zweifellos trägt das russische Ministe- rium einen noch größeren Teil der Schuld an den Hetz«eien. Dann nach Beginn des Krieges versagte das Marineministerium noch kläglich« in seinen Leistungen als das Kriegsministerium

I war auf diese hohe Stellung durch dar Ver- trauen des Zaren utrb der Armee «hoben, ob­gleich er einfach« Herkunft war und sich seine Herkunft selbst geschaff« hatte. Ob General Kuropatkin die schwer« inner« Schäden deS russisch« H«rwes«s scharf «kannte, ob er Ab» hüfe schaff« wollte, ob er in dieser Absicht an übermächtigem Widerstande einflußreicher Persön­lichkeiten scheiterte, die die tradittonellen Zustände erhall« wiff« wollten, kann hi« nicht festge- i stellt werd«.

jri>e Voreingenommenheit in dem Vergleichen I und verstand kaum die Ebre b« Kimme in all-» u"b in dem Abwägen -^«-nd fremd« Ein» Fällen.

Es widerstrebt jedem anständisch« Mensch«, — so heißt eS in dem genannten Blatte — einen Unglücklichen noch wetter zu belast«. Jetzt ab« nach der Niederlage d« rusfischen Armee in der | Schlacht bei Mukden mit ihren ganz unabseh» baren Folg«, erinnert man fich unwillkürlich daran, daß bei Beginn des russtsch-japanisch« Krieges Sen«al Kuropatkin d« russische Kriegsminister war. Der Kriegsmimster nimmt in der Regierung wohl einen der v«. antwortlichstm Post« ein Er ist nicht nur der Vtttret« des He«eS gegenüber dem Kriegsherrn, geg«üb« dem Reichstage und dem Volke, er gilt als der klar prüf«de Kenn« d« Stärk« und Schwäch« deS vat«ländischen Heerwesens, gegenüber den Vorzügen und Mängeln des Mili- tärwesens der anderen Staat«. Jeder Irrtum,

Stri, widmete ich ihm ben größten Teck mein« ^i*»8rit. Täglich eilte ich nach dem Krank«hause. Da ich bei mein« Mutt« wohnte, war e» mit mög­lich, die bedeuten!» vermehrt« Kosten d« Pflege auf- zubtmgen. Ich schränkte mich in jeder Weise ein, damit für Lorenz nicht gespart zu w«den brauchte. Alle» Vorstellung« de» Kranken setzte ich ein für allemal die Antwort entgegen:

m-T®“ ?ist mir ein Bruder geworden. Wie ein Bruder will ich au dir handeln, und wie d« Bruder vom Brud« sollst du eS hinnehm«"

»Eatt vergelte e» dir! Ich werde e» nie tun könne»*, sprach « dann.

3«, ich hoffe, daß Sott es mir anrechnet. Längst war muc llar geworden, was mir anfangs au L«euz rin so großes Rätsel war: seine Geduld und «rge-! bung, seine unwandelbare Hetterkett, sein Mut, sein Vertrau« Ohne Klagen trug « sein lange- Leid«, mit Dankbarkett nahm « die Bemühung« der A«zte

d« Pflegeschweste« an; alle bewundert« und liebt« ihm Worin lag die geheimnisvolle Kraft, I die ihn beftelte? Bald hatte ich e» ergründet, jü mein« tiefst« ^chämung und fast geg« mein« Willen eS mir selbst bekenn« müssen: Lorenz Maur« war ein tief gläubig« Katholik, ein wlchrer Christ - daher sein Gottvertrauen, sein Mut im Leiden.

seinem Lager lernte ich da- Leben in and«em Lichte betracht« Ich hielt Einkehr in mich selbst «nb wurde rin besserer Mensch. Ich erkannte daS Ziel mid Ende uns«er irdischen Laufbahn und die himmlische Sonne, »ach der ich mich einst in trüber Stunde gesehnt, ergoß ihre Gnadenstrahlen üb« mein Leben und verwandelte und verllärte eS.

Gleich zu Anfang meiner Smneränderung öffnete ich einem würdigen Priester mein schuldbeladene» Herz. D« erleuchtete GotteSmavn tröstete mich. Ja ich hatte durch meinen Haß und Neid, dmch meine Verwünschung eine große Sünde begangen. Aber zu glaube», daß I

Nach der Predigt celebrittte das Hochamt Se. Emin«z. Der angeordnete und im Fest­programm aufgeführte Umgang im Dom, mußte weg« d« alle Räume der Kirche fassenden Dollsmenge während der ganz« Ottav unt«. bleiben.

Während des Hochamtes sang das Volk aus dem Gesangbuche; dies« Gesang aus dem Munde so vieler Tausenden hervorquellend, wie man ihn im Dom noch nie gehört hatte, war Mark und Bein durchdring«d; abwechselnd sang« zu «g«d einem Teile d« hl. Messe die Knaben-

Schon 1903 muß die russische Politik einen Krieg mtt Japan als möglich vorauSgesehen haben, denn der Zar beauftragte d« Krieg-- I Minister Kuropatkin damals mit der Inspizierung der tranSbailkaltfch« und ostafiatischen Bahn in d« Mandschurei und in dem Gebiete von Port Arthur. Hiermit war ein offiM« Besuch in Totto beim Mikado vnbundm. Der Kriegs- minist« fand somit Gelegenheit, d« voraussicht­lich« Kriegsschauplatz, die hi« befindlichen rusfischen Trupp« und schließlich sogar daS Land und die maßgebend« Persönlichkeit« von Japan I kennen zu lernen. Die Eindrücke dieser Reise scheinen für die rusfische Verwaltung im fernen Osten nicht befriedigmd, die über Japan dagegen müffen überraschend und nachteilig gewesen fein. In erst« Hinsicht traf man verschied«« An­ordnung« im Bahnbetriebe, in der Verteilung der Truppen und an d« Befestigung von Port Arthur. Vielleicht glaubte man hi« daS Er- ford«liche getan zu hab«, um fich eines glück- lich« Kriegserfolges versichert zu halten.

i So kam es zum Kriege, ohne daß ein Ein­spruch des rusfischen KriegSministerS erfolgte, ohne daß G««al Kuropatkin die Verantwortung ablehnte, für ein Unternehmen einzutreten, welchem Rußland militärisch nicht gewachsen war; ent- weder unter sch ätzte General Kuropatkin die Vorteile der insularen Sage deS Heerwesens und deS hoch entwickelten Nationalsgefühls des Gegners I od« « überschätzte zugleich den Wert, die Leistungsfähigkeit d« rusfischen Trupp« und die Machtfülle deS rusfischen Staates. Ju dies« trügerischen Ueberzeugung mag er den Beschlüffm der Politik, welche zum Kriege trieb, zugestimmt haben, od« w fand in sich nicht die Stärke, dem allgemeinen Wunsche zu wtd«sprechen und dies« Widerspruch mit der Minderwertigkeit und Un­zulänglichkeit des rusfischen He«wes«S zu be­gründ«. Ei kannte General Kuropatkin damals Rußlands Unfähigkeit zur Führung eines ernst« Krieges um die Vormachtstellung in Ostafien, so mußte er fich weigern, dem Treiben zum Kriege zuzusttmmen, und sein Portefeuille zur Anfügung stell«.

i.?0R Ostasten bis zu uns, um den halben Erdball, schlag« die Wellen d« Nachricht von der Zertrümmerung der russischen iHeeresmacht durch die geniale Veranlagung und Leitung dieses riesenhaft« Kampfes, durch die zweckmäßige Truppenführung und durch die heldenhafte Hingabe der Truppen Ja­pans. Der AuSgang d-r Schlacht bei Mukd« beweist unwiderleglich die Ueberleg«hett drS ja­panisch« Heerwes«S üb« das rusfische. Der j ruhmvolle Sieg d« Japan« ist zugleich d« Zu- I sammmbruch d« rusfischen Heeresverwaltung in Ostafien unter dem Angriff eines kraftvoll auf­strebend«, geistig einheitlichen Volkes. Ex pre­digt ab« auch, wie d« militärische Mitarbeit« d« ,D«tschen Warte' heroorhebt, eindringlich die furchtbare Vergeltung, welche den schuldigen Staatsbeamten trifft, dem entweder die klare Einficht über die Leistungsfähigkeit deS eign« H«rwes«S mangett od« der aus Schwäche des Charakters die Unzulänglichkeit d« eigenen Einrichtungen nicht als d« Grund auzugebm I «agt, um eine zum Kriege führende Politik zu verhindem.

Am «st« Tage der Ottav hielt d« Hoch«. Herr Bischof von Eichstätt um 7 Uhr feierliches Pontifikalamt in der Gruft des hl. Bonifatius. Um 8 Uhr begab fich die ganze Geistlichkeit wird« auf den Michaelsb«g, das Domkapitel in den Saal der Bischöfl. Kurie, um Se. Eminenz und die übrig« Hochw.H«r« Prälat« zu begrüßen, worauf dieselben in feierlichem, von der ganz« anwes«den Geistlichkeit gebildet« Zuge, dem j diesmal die PP. Franzis kau« mtt ihr« Fahne I ooranfchritten, in die Domttrche geleitet wurd«. Man konnte wirklich nichts Schöneres, nichts Imposanteres seh«, als diese Prozesfion auS Geistlichen gebildet; d« niedere Klerus angetan mtt blendend weißen Chorröcken, daS Domkapitel, die Prälat« aus den vttschieden« Diözes« mit ihren verschiedenen Kostümen und Auszeichnungen, die langsam uacheinand« in pontifiealiboe in Würde emherschreitenden Bnchöfe, Se. Eminenz, gleichsam d« Vertret« des hl.Vat«s, dabei dock hehrste Glock«gelSute, ein Spalt«, gebildet auS ein« zahllosen Menschenmenge, die mit d« größt« Gehrung diesen «haben« Zug betrachtete, an- dachttg die Knie beugte, um den Segen zu em­pfangen, d« Se. Eminenz erteilte.

DaS war ein Schauspiel, das Fulda nie er- lebt hatte, ein Schauspiel, das kaum die leb«, digste Erinnerung, geschweige d«n die Fed« wiederzugeb« vnmag. Man sah aber auch bei dem herzueilenden Volke nur Rührung und An­dacht, nicht die gemeine schaulustige Neugierde; man sah vielfach in den Augen der Gläubig« Trän«, welche eine nie gefühlte innere Regung entlockt hatte. Obwohl die ehrwürdige Kathe­drale bis zum Erdrücken angesüllt war, schritt d« Zug dennoch leicht und ungehindert durch den milllettn Gang in das Presbyterium. Wenige Hellebarditte genügt«, um unt« dies« ftomm« Menge eine Passage herzustellen. Se. Eminenz traten als Celebrans unt« d« Baldachin, die übrig« Prälaten nahm« and« ihn« von einem Domkapitular bezeichneten Stelle Platz. Um */i9 Uhr folgte die Predigt, welch« die große M«ge, wie dies während der ganzen Festoktav der Fall war, mit lautlos« Sttlle an- wohnte.

Auch i* Rücksicht auf ben Pattenten begrüßte ich rie «mbetang mit Freuden. Ich wollte Lorenz in eteem btt ersten Krankenhäuser der Residenz, daS sich Sesmrde Lage ausgezeichnet, unterbring«, »nd nicht» unversucht taffen, sein« Zustano zu heben. °b« wenigsten- z» lindern. Die Hauptstadt bot ^rz» reichlich Mtttel. Schonmd brachte ich ihm die Nachricht meiner Versetzung bei, zugleich mit dem «ach dem M.-Hospital in der Hauptstadt Kart» ia^en;, doll ftendiger Aufregung er- ^e stch Maurer einverstaudm. Auch er hoffte - unb welcher Kranke hofft die» nicht? - von ben JWotWflenben «erzten, die ich ihm nannte, Heilung °der wmigstmr Befferung. Seine Ueberführung, die Sorge machte, al« dem Leidenden selbst, $ttb 9B&e A 91;0^ Ermüdung für ihn bewerkstelligt, «er »ec6fel hatte in b« Tat zuerst die günstigen Fe^2e”e;'^.ßoteii$- ®eitt Allgemeinbefinden hob fich; S« ?urde hvffnungSfroher, freudiger.

ich da» Unglück über Lorenz g«adezu herabgerufm, geradezu verschuldet habe, stehe keinem Menschen zu. Wunderbar gettöstet und erleichtert hörte ich die Worte der Vergebung. Wenn möglich, so schloß ich mich noch inniger an Lorenz an, ben ich nun erst ganz versteh« »nd noch mehr lieb« lernte.

.Und meine Mutter? All meine freie Zeit gehörte Lorenz; ich war von ihm nicht mehr zu trennen. Da tat ben» meine Mutter, was ihrer wahrhaftig würdig war: sie öffnete ihr Mutterherz und »ahm ihn, dm ich tote ein« Bruder liebte, als ihren zwrit« Sohn darin auf. Rührend war e», zu seh«, wie sie sich dem Dulder widmete, und wie « fich ihr zmvandte. Sie wetteiferte mtt mit an Liebe und Sorgfalt und «sann in ihrem reichem Frauengernüte h mdert Dinge, i bte ben Kranken erfreue« und zerstreuen könnt«. . „Monate vergingen und wurd« zu Jahren." Der kraftvolle Organismus wibetstanb b« Feffeln nicht, in die ihn da» Versag« einer Nervenstränge» schlug. Lormz fing an, dahtnzufiechen. Sichtlich nahm er ab und keine Kunst ber Aerzte konnte die schtoin-1 b«be Leb«»krast zurückhalten. Mit Freud« be- grüßte ber Dulder feine nahe Auflösung. Immer mehr «twuch» fein Geist dieser Erde; wie verttärt leuchtete ost sein imm« noch schöner Angesicht. Sein letzte» Wort war ein Wort be» Dankes geg« mich I und meine Mutter. In meines Armen hauchte er den letzt« Seufzer aus, al» die Seele ben Flug nach der himmlischen Heimat nahm.

Nie hat et erfahren, was mich zu ihm führte. Mir selbst erschien die Zeit, da ich ihn gehaßt und beneidet hatte, wie ein böser Traum.

Wie soll ich die Leere schildern, die sein Tod in «einem Leben zurücklieb? Fünf lange Jahre halt« all meine Zeit, all' meine Gedanken und Bemühungen, dte mein Beruf nicht in Aa pruch nahm, nut ihm ge- gölten. Diese Jahre hatt« mich ganz nrngewandelt, innerlich nnd äußerlich. Qfn der Sorge um dm an- •

! seminarist« ein« lateinischen od« deutschen

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würdigsten Herren Bischöflals Celebrans d« Als KrteaSmtnist« wa?S«eral Kuroootkin tkräfte. Sr mußte nun am

Zeremonie brachte allgemein ein« höchst «. greifenden Eindruck hervor.

Nach dem Hochamts geleitete dte SeMichkeit Se. Eminenz vis an das Portal, von wo aus Hochdiefelb« mit 6t. Bischöfl. Gnad« in daS Bischöfl. PalaiS zurückfuhr«. i

Das Volk ließ fich nun vor dem B«ediktuS- und SturmiuS-Attar die Reliquien des heiligen Bonifatius ehrttbietig aufleg«, welch« Att die «Ottav hindurch von einig« dazu besonders mten Priestern in d« Zett auß« dem feterltch« Gottesdienste besorgt wmde, während die übrigen Priester im Beichtstuhl ihre Be- schästigung sanden.

ZuIdaerW Zeitung

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