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über die Brustwehr hinüberragt, um ein direkte» Richten zv ermöglich«, während sich nach dem Schuß durch einen besonderen Mechanismu» die Lafette mit dem Rohr senkt, so daß da» Geschütz in aller Ruhe und unbehindert durch da» Feuer be» Gegner» von neuem geladen werden kann.
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itoMtstoiage: „Kil-aer SeschlchtrbMer".
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Fulda, Domerstag, dm 9. März 1905.
vrail und Verla, Nt LnldaerLetlrndrmIeeek in ffnlba (tzarmenich »ernfprech« X*. 9.
Anzeigen: Vie ei»' spaltl-e petitzette *t deren lene 16 Pf, ItffWfll die puiiyjh 25 ps,.; dei Hiebe holmißen wird entfyr Sabati -«Währt.
) wochenbellage: „Zllustriette Zonntagrzeitung"
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OtzMt täglich. Mit -H- 7HM« »er rann. , t /tr,erta-r viertel» ; ;rl
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Emil Seelig A.-6., Heilbronn n.W.
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die da» Geschütz da» Feuer werden kann.
Vie Technik «sinnt dauernd neue Geschütz» konstruktionen, um einerseits dem Feinde mög, lichst viel Schaden znzvfüaen, andererseits die eigene BedierungSmannschast nach MöglichkeÜ gegen da» feindliche Feuer zu sichern. Untere Bilder zeigen ein amerikanische» Geschütz mit versenkbarer Lafette, da» in der Feuerstellung
»Will Sie mir nun folgen!- rief die Frau am Arme.
Vie Wirtin von Kschbach.
»Tausend Dank für die au-gezeichneten Fische!" DteseS Lob hat eine Wirtin m Fischbach, dem reizenden Dorfe am Fuße des bapertschen Hoch, gevirges, die zur Zett des Königs Maximilian Joseph (f 1864) lebte, oft von Gästen ver. Kommen. Ihr Stuf war durch das ganze Land Itotungen, denn sie war als vorzüglichste Fisch. Min bekannt; keine zweite verstand es wie sie, die Hechte und Karpfen de» JnnfluffeS so schmack- lüft und würzig zuzubereiten; aber niemand konnte auch — dies war ihre zweite Eigenschaft — so schreckhaft grob sein, wie sie, Ob arm oder
alt oder jung: da» war dem Mundwerk btt F.sche bereitenden Wirtin völlig gleich. So konnte eS denn nicht anSbleiben, daß der Ruf chrer doppelten Kunst bis an den königlichen Hof »rang.
König Max, der gern sein Späßchen liebte, ^schloß nun eine» schönen TageS, die Wirtin in mschbach zu besuchen. E» war ein schöner I
»Na, der Wirt nicht.“
»Seine Majestät verlangt, ®»e zu sehen".
»Ich aber nicht, ihn zu sehen, bevor meine Fische fertig find."
»Der König ist Ihr Herr," mahnte der Adjutant, »er hat zu befehlen und wir zu ge« horchen.“
»Das mag für ihn paffen, Herr Lakai."
»Ich bin der Flügeladjutant de» Königs. ."
»Ach was, Flügel oder nicht; ich laß mir in meinem Haufe nicht» befehlen."
»Auch nicht vom König?"
»Wenn er etwas Unvernünftiges befiehlt, nein. Aber so dumm wird er nicht sein, daß er Fische verlangt, und dann will, ich soll davon weglaufen, wen« fie eben aufs Feuer kommen und das Schmalz schon heiß ist. Sagen Sie Ihrem Herrn, das tu' ich nicht, denn dann wäre eS mit meinem Rufe als beste Köchin auS."
Der Adjutant, er mochte oder nicht, mußte mit dieser Meldung zu seinem Herrn zurück« kehren.
Aber der kühn gedachte Angriff mißlang; I ein schallendes Gelächter war die einzige Antwort, die er erhielt.
»War lacht Sie?" rief der General wütend, »Sie soll hereinkommen. Seine Majestät will mit Ihr sprechen."
»Na, wenn'- der König nicht erwarten kann", war di« gelaffene Antwort, »soll er zu mir in die Küche kommen."
»WaS, Seine Majestät zu Ihr in die Küche!"
»Ns, ja, warum denn nicht?" fragte die Wirtin' erstaunt. »Er hat'» von der Stube zur Küche gerade so weit, wie ich von der Küche zur Stube."
»WaS! Ist da» einerlei, ob Sie »nm König, oder der König gu Ihr kommt?"
tzefchictte Konferenz stallgesunven uns ist ein. stimmig zu Otm Ergesnls gekommen, daß vie Umfahrung be» Befähigungsnachweise» nichl nur aussichtslos, fonoein ^geradezu für va» Hauvwerk fchädttch ist (hört, hörtl), uno alle südoeulschen Kammern haben fiq vliser Kundgebung ohne weiteres angeschlossen. (Hütt, Höri I) Danach ist die Mehrzahl ver 71 veut.chen Kammern Gegner des Befähigung». Nachweises, uno man tann annehmen, auch die Mehrzahl der Handwerker. Also bitte, betrachten Sie die Frage alS eme akademische. Ich kann Sie versichern, die verbündeten Regierungen sind 1 ausnahmslos der Ansicht, daß von der Ein» führung veS allgemeinen BefähtgungS-NachweiseS nicht nie Rede sein kann, und da der BunoeS- rat ganz dtesetven gesetzlichen Rechte hat rote der Reichstag, ist der allgemeine BefOhigungK-Nach- roet» absolut ausgeschlossen. Man sollte also diese Krage zu den Arten legen. Sme andere Krage »st der BefähigungS-NachweiS für vaS Baugewerbe. Da find allerdings unleugbar i sehr beoenlttche Mißstände heroorgeueten, und wenn die Gewerbe • Novelle oorliegt, so glaube ich, wird fie Bestimmungen enthalten, die den üedelständen im Baugewerbe, soweit eS mit den : wirtschaftlichen Verhältnissen, überhaupt mtt den Gesamt > Interessen vereinbar ist, entgegentrelen. In welcher Form daS geschehen wirb, kann ich letzt nicht sagen."
Nach dnftnmu aller Bestimmtheit vorgetragenen Sätzen ist der Befähigungsnachweis für die Oeffenttichkett bis auf weiteres begraben. Man mag dieses Resultat vom Standpunkte des HanoroertS bedauern oder nicht, für den praktischen Politiker, ver mit gegebenen Größen rechnet, ist er damit erledigt. Drmgegenüoer wiro man aus dem in Köln in diesem Fahre staufindenoen Handwerks« und Gewerbekarnmer- tage seitens der gesamten Handwerkskammern gut tuen, sich einmütig für die sog. gelindeste Sorrn des BefähigungSnachweises auszusprechen, baß nämlich nur derjenige Lehrlinge soll hauen and anituen dürfen, der die Meisterprüfung abgelegt hat. Daourch werden eme Reihe von Bor- letten, die man von der obligatorischen Meisterprüfung erwartete, erreicht. Diese Forderung der Hanowetker besitzt auch den Beifall und die Unterstützung fast aller Parteien im Reichstage und von ihr ist eher zu erwarten, daß die verbündeten Regierungen zustimmen werden.
(•) dum öesählgungsllaqwetr im hanowert.
Wir haben kürzlich den Entwurf und die Begründung oer von »er Siebenertommiffton der beutschen Handwerkskammern ui HttberheiM angenommenen Ge,etzesoortage mugetetlt und uns r.ne nähere Würdigung Vorbehalten. Der Entwurf sah bekanntlich die obligatorische Meisterprüfung oor; niemand sollte em Hanowert de- ttewen dürfen, der nicht die Meisterprüfung bestanden har. Weiche» Handwerk er bann aus üben wollte, blteb ihm sreigeftllt. Unter« des hak der StaatSsetretür des Reich,amis SeS Innern im Reichstage am Dienstag den 28. Februar folgende Erklärung abgegeben:
»WaS den Befähigungsnachweis anbslangt, so ist fein Zweifel, daß em großer Teil, ich kann lagen die große Mehrzahl der Handwerker, gegen sie Einführung oes BefähigungSnachweife» ist. Nach einem Benchi der ^römischen Zeitung* hat am 13. Februar m Erfurt eine von 27 Handwerkskammern au» allen Teller, de» Lande»
»Ab r ich kann doch nicht umsonst ihre Fische effen und Ihr vier trinken", meinte der Ittnig.
»WMum nicht? Jet ja der Herr König da» ganze Jahr von unferm Fleisch Hände A» beit —"
Wtltaw wm» tsieifloueU. „Hennebetg-Seide“ tu ittt - für alle T«fletteM-Zwack»I — zellfrei!
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Liferarifdies.
See weihe Benntsg. Brlthrnngen und Webete ftt •rfitemmsnttaxten. Bon Pfarrer F Z. »echt.
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Kinder nnb Eltern firoen sich jetzt schon ans den schSnften Lag der erste» tzl.Komwnnio«, ans den weißen Benetag. Qm die hehre Botbereitung ftr beide p» fördern, möchten mir Cltern und Erzieher ans da» odengenanule oertreffltche Buch ansmerksaw wachen, da» scheu tn 6600 0 Exemplaren eerdrellet ist. 99 stiftet sicher viel Retzen tn den Kamillen, ros ein Kind dem wellen Sonntag entgegen harrt. In allen Buch. Handlungen ist da» empfehlenswerte Bilchlein zu Haden.
Doch König Max lachte, uub um diesen Scherz auf die Spitze zu treiben, schickte er den General Haller ab, mit dem gemessenen Befehl, ihm die Frau d?s Hause» zur Stelle zu bringen. Der General beschloß, recht soldatisch vorzugehen, und al» er die Küche betrat, donnerte er der Wirtin entgegen: »Seine Majestät der König taffe« Ihr befehlen, sich sofort in die Grube zu begeben."
«Um ÄotteSwillen, zufahren 1" rief der König lachend, »sonst bekommen wir noch schöne Dinge zu hören! Wenn Sie durchaus nicht» nimmt, so mag es da» Hochzeitsgeschenk Ihrer Tochter fein, und wenn sie in die Stadt kommen will . . ."
«Da» fehlte noch, daß ich mein Kind in Euer Sodoma und Gemorcha schickte, wo die Herumlungerer am Hofe hinter jeder Schürze . . ."
»Fort, fort!" rief nochmal» der König und rasch rollten die Wagen von Dannen.
Ob König Max die Wirtin von Fischbach noch einmal besucht hat, um dort Fische und Grobheiten zu genießen, davon erzählt die Geschichte nichts
s Sommertag und unsere Wirtin — sie butterte. Da trat ihr Gatte mit verstörtem Gesichte in die Küche; eS war ober auch etwa» ganz Ent- fehlicheS für den atmen Sepp passiert. Soeben war nämlich ein Kurier mtt der Meldung ein. getroffen, daß Seine Majestät in einet Stunde dntreffen werde und im Wirtshause ein Gericht Fische einzunehmen gerühmt wolle.
»Wie viele Mitesser bringt er mit?“ war die kurze Antwort ftinrr Ehchälfte, ohne daß fie ihr Geschäft unterbrochen hätte.
»Mttesser? Wa» soll da» fdn ?" fragte der inzwischen eingettetene Kurier.
»Na, die Hofschranzen und die Bretterhupfer, die, wie die Flöh, hinten auf die Wagen hupfen und dabei, wer weiß wie, groß tun. Nun gaff' er mich nicht an, wie die Kuh da» neue Tor", schrie fie dem erstaunten Kurier zu, »hab' die Nase mitten im Gefichr und die Arme und Beine, wo fie hingehören."
Eiligst verschwand der Bote, Vater und Tochter aber — denn auch letztere war auf dar Gerücht I von der bevorstehenden Ankunft des König» her« beigeeilt — sahen bestürzt darein. Wenn die Mutter auch heute bei ihrer Sewohnhett blieb; wa» sollte daran» werden? Vor Midel'» — so I hieß die Tochter —Augen tauchten bereit» schreckhafte Bilder auf, wie Majestätsbeleidigung, Galgen, Rad ober wenigstem» Festung, und eben woltte sie die Mutter bitten, doch heute wenigsten» etwa» höflich zu fein — da schmetterte draußen bereit» da» Helle Posthorn, die Ankunft der hohen Herrschaften verkündend.
Rasch elfte der Wirt und Midel hinaus; die Wirtin aber begab sich in aller Gemütsruhe an die Zubereitung der Fische.
Leutselig erwiderte der König den Gruß der ihn Empfangenden; aber vergeblich suchte sein I Auge unter diesen die Frau de» Hauses. Doch Minute um Minute verstrich, ohne daß die viel- gerühmte Wirtin sich sehen ließ.
»Da hoben Ew. Majestät den erste« Beweis, von ihrer Grobheit", erlaubte sich General Haller, der im Gefolge des König» war, zu bemerken. I Dem Könige selbst schien diese Vernachlässigung seiner Person zu weit zu gehen und g« | auf seine Frage, wo die Frau doch weile, der verlegene Wirt herauSstammefte, daß dieselbe mit der Zubereitung von höchstderen Fische beschäs- tigt sei, befahl der König seinem FlügeladjMan- tanten, ihr zu melden, daß der König sie samt den Fischen zu sehen wünsche.
Der Adjutant, selbst neugierig, die Frau kennen zu lernen, eilte in die Küche. »Sind Sie die Wirtin?“ fragte er die eifrig am Herde Be« schäftiqte.
»Na, natürlich, der König ist ver König und ich bin die Wirtin von Fischbach. Ich zahle meine Steuern und Abgaben, tue nremwnd Unrecht, halte die Gesetze, bete zum lieben Gott und scheer' mich nm den T.....und die ganze
Welt. Verstanden, Herr Korporal?“
»General!“ rief ihr Mann zum Tode erschreckt.
»Ach, General oder Korporal, ist alles eins. Mancher Korporal hat mehr Pulver gerochen, all so ein General, der die Brust und Kreuzet baumeln hat.“
Da» war dem Genera! denn
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Mutter plötzlich Darauf aufmerksam, daß bet König eine kleine Rolle Dukaten neben den Teller gelegt hätte. Rasch entschlossen flog dieselbe in die Slnbe zurück und drückte alSdald dem Könige da» Geld in die Hand.
»Die WirtSleute von Fischbach", sagte fie, »kaffen sich nicht bezahlen für Die Ghre, ihren König bewirtet zu haben. Davon werden wir noch nicht arm.“
Aber mtt einem raschen Rucke war fie los, schwang drohend den Kochlöffel und rief mtt funkelnden Augen: »Hinaus, alter Krötenst:cher, sonst sollen Sie meinen Säbel fühlen; hier in der Küche bin ich Herr."
Und Damit machte sie mit Dem Kochlöffel so bedrohliche Schwenkungen, daß der General — vielleicht zum erstenmale in seinem Leben — sich schleunigst rückwärts konzentrierte «nd voller Wut über seine mißlungene Mission Dem Könige Bericht erstattete.
Derselbe wußte nicht recht, !waS et dazu sogen sollte, fast ging ihm die Geft hichte zu wett. Doch während er noch darüber nachgrübelte, wa» in diesem Felle zu tun wäre, tat sich die iör auf und die Heldin unserer G eschichte trat ein, gefolgt von einem Knaben, her *ine mächtige Schüssel goldgelb gebraten« Hechte und Karpfen trug. Ueberrascht sah fie der Körrig an; statt einer alten grau, Die er nach den» Vorhergegangenen erwartet, trat ihm ein frische», foäftige» Weib entgegen. Dem die kleidsame Tracht der Gegend ganz oorttrefflich st cmd. Keck hp der spitze Hut auf Dem dunkelt t üppigen Haar, und al» fie nun treuherzig ihn mit ihren schönen braunen Augen anblickte und t»it herz ihm zurief: »Grüß' Go tt, Herr Majestät!" da mußte er unwillkürlich in Die Dar» gebotene Rechte einschlagen.
»Sie bringen mir Ihren Gruß ziem! ich spät, gute Frau," konnte er aber doch nich 1 unter- laffen zu bemerken.
»Besser spät, al? gar nicht, Herr ff Majestät. Wäre ich h-rein gekommen, ehe meine Ftt »he fer- tig waren, so hätte mich der Herr König pi allen H-iligen gewünscht. Denn hexen kann de r Herr Röntg auch nicht und wenn ich unierdeffetz ihm hier etwas hätte vorplauschen wollen, so 1 ätte er nimmer solche delikate Fische bekommen.. T och nun sollen Sie auch —"
Mit diesen Worten drückte fie Den König . in ben mm ihrer Tochter rasch herbeiaeschobena i 6ur.t6Iumlgen Großoaterstuhl. Die Wirtin zeigt» jetzt ihren hohen Gästen gegenüber, daß fie auch liebenswürdig sein konnte uno so verlief denn daS Mahl zu allseitiger Zufriedenheit.
. ®,8 der König sich wieder entfernen wollte, . Hntj die WirtSleute ihm bis vor die Tür da» I Geleite gaben, machte Die schöne Midel ihre x