Maer
Zeitung
Monatrbeilage: „$UlbGCt SeschichtöNätter
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Fulda, Samstag, den 11. Febmar 1905.
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praktischer sozialer Arbeit im Sinne des Volks. Vereins besteht, wie in den übrigen Landesteilen, die ebensolche und noch zahlreichere Standesoer- eine ausweisen, dürfte wohl kein Kundiger be. haupten wollen. Möge man in den leitende« kreisen überall aus der obige» Statistik die bezügliche Lehre ziehen, und unter den einzelnen Ladestellen, hinsichtlich der BeteiltgungSziffer ein edler Wetteifer entstehen zu Nutz und Frommen des gesamten katholischen Volkktetls Deutsch- ands.
richtS entgegen.
* Im Monat Dezember v. I. find auf beut» schen Eisenbahner, — ausschließlich der bauert,chen und der Bahnen mit weniger als 50 km BetriebSlänge — 12 Entgleisungen auf freier Bahn (davon 6 bet Personenzügen), 18 Tnt-1 gleisungen in Stationen (davon 6 bei Personen- rihen) 4 Zusammenstöße auf freier Bahn (davon 2 bet Personenzügen), 18 Zusammenstöße in Stationen (davon 6 bet Personenzügen) vor- gekommen. Dabei wurden 5 Bahnbedienstete g e- lötet, 10 Reisende, 22 Bahnbedienstete und 1 Postbeamter verletzt.
§ Die Niederschrift über die Verhandlung der Untersuchungskommission auf der »e&t Herkule- wird im.Reichs an zeiger' vrr- Zfsentlicht. Als »«sicht der Kommission über das Beweisergebnis wird folgendes ange- geben: -Wenn auch das Verhältnis zwischen den geförderten und genullten Wagen im Durchschnitt nicht als ungewöhnlich hoch bezeichnet werden kann, so hat die Kommisfion auS den Verhandlungen doch den Eindruck gewönne«, daß in ein- «Inen Fäden mit dem Nullen der Wagensowohl wegen der Unreinheit, als auch wegen Minder- maßes scharf verfahren worden ist. Ferner ist die Kommisfion auch zu der Anficht gelangt, daß das gleichzeitige Verhängen — "*,k-
gesürchtete Dauerredner zu Worte komm« würden? J-densallS ließen fich heute sehr riete von denen, die gestern da waren, in de« erst« Stunden nicht mehr sehen und viele kamen Sb«- Haupt nicht wieder. SS hat den »nschein^riS ob der Reichstag aus einem gewissen PstA* *- einer Refignation gegenüber den HandelSv«.
MWnahme Ser •«** Wtz Zeier1a-e° viertel-
M.« vringerloh« »«•
Deutidies Reich.
Berlin, den 10. Februar 1905.
* Zur Teilnahme an der Einweihung des neuen Domes in Berlin entsendet König Eduard von England den Prinzen von Connaught, Sohn des Herzogs von Eonnaught, und den Bischos Ripon. Auch die amerikanischen evangelischen Kirchen werden ebenso wie die der Schweiz Vertreter entsenden.
* Zu dem Kapitel „akademische Frei- kett" schreibt vergnügt die .Kreuzztg.' in ihrem lokalen, nicht im politischen Teile: »Der Auf- orderung deS Marburger StudentenavSschuffes olgend, haben auch die Studierenden der Uni- verfiiäten und technischen Hochschulen in DreS- den, Göttingen, Heidelberg, Bonn, Münster und Darmstadt eS sür angemeffen gehalten, zum Schutze der von niemand bedrohten akademischen Freiheit Protesterklärungen zu erlaffen. Wenn )ie Herren diesen Kampf gegen Windmühlen noch weiter betreiben wollen, so können wir nur sagen: Habeaot «bi! In der guten alten Zeit war daS anders, wenigstens in korpsstudrntischm Kreisen: Ojerum jerom jeruro, o quae mutatio rernm!“
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(*) „Der Zweck heiligt die Mittel".! Hoensbroechs Z viltlage gegen DaSbach wegen Forderung von 3400 Mk. als Preis sür den Nachweis, daß ein Jesuit lehre, ein guter Zweck heilige ein schlechtes Mittel, wurde bekanntlich am 31. Mai 1904 vom Landgericht Trier ab- gewiesen, weil die Auslobung Dasbachs eine Wette sei, somit einen klagbaren Anspruch nicht begründe. Der Kläger hat Berufung eingelegt, über welche vor dem Oberland sgericht In Köln am 16. März d. I. verhandelt wird. — Die Akten des ProzeffeS find dem Publikum unterbreitet worden: Der Kläger Graf v. Hoensbroech hat sein angebliches BewriSmaterial unter dem Titel: «Der Zweck heiligt die Milte!" «in 3., gänzlich umgearbelleter und stark vermehrter Auflage" (Berlin bei Schwetschke & Sohn) erscheinen kaffen; als Antwort darauf hat der Beklagte DaSbach seiner WiderlegungS Schrift „Dasbach gegen Hoensbroech" einen zweiten ! Teil folgen laffen, der im Verlage der Paulinus- Druckerei in Trier zum Preise von 40 Pfg. er- schienen ist. Derselbe umfaßt nur 34 Seiten und teilt auch die Paragraphen deS Bürgerlichen Gesetzbuches über Auslobungen und das Uctell des Landgericht« von Trier mit. Dieser zweite Teil beginnt mit einer sehr interc ff unten Feststellung. H. hat in den ersten Auflagen seines Beweismaterials erklärt: «Was bisher, von Pascal bis heute, als Beweis für daS Vor- kommen des berüchtigten Grundsatzes in jesui- tischen Schriften angebracht ist, hält der Kritik nicht Stand"; in der 3. Auflage aber zittert er alle diese Schriftsteller als seine GewährS- männer und erklärt, fie könnten sich nicht geirrt oder bewußt die Unwahrheit geschrieben hab?n. Das Verzeichnis dieser Schriftsteller entnimmt er — einem Jesuiten, ohne ihn zu nennen. — Dasbach widerlegt kurz einige ungerechtfertigte Angriffe Hoensbroechs wegen angeblicher falscher Uebersetzunge« und geht dann auf die Hauptsache deS SreiteS ein und weist nach, daß alle Moralisten ohne Aus- nähme grundsätzlich lehren, zur Mich« Güte einer Handlung genüge der gute Zweck nicht, sondern eS sei außerdem erfordert, daß alle Um- stände der Handlung und insbesondere der Gegenstand derselben sittlich gut oder wenigstens nicht sittlich schlecht oder indifferent sei. Alle Darlegungen Hoensbroechs find in diesem Schriftchen gründlich widerlegt. Mit Spannung steht man dem Urteil deS Kölner OberlandeSge-
Äse Petition trägt 33 Unterschriften, u. «. auch die des Bischofs P. Broyer für die katholische Miifion.
* Gffen, 10. Febr. 1905. In den gestrig« Versammlungen wurde in Frintrop, 6atetnoet(j, Htistnaen, Schalke, Osterfeld, Bottrop, Selsen- kirchen, Castrop, Bochum, Herten, Dortmund, Herne und Bruchhausen, (Gewerkschaft Deutscher Krise) die Resolution der Delegiertenversamm- lung angenommen. Die Versammlung« begannen sehr stürmisch. Die klaren Ausführung« der Redner veranlaßten aber den günstigen Erfolg. In Sffeu im Portschen Saale kam es zu ehr stürmisch« Auseinandersetzung«. In dieser Versammlung trat auch die bekannte sozia- listische Agitatorin Frau Blum auf und et- klärte, solange müsse westergestreikt werden, b« die Krupp'sche Fabrik stillgelegt werde. (!) Heute morgen stehen hier vor dem Versammlungslokal der «Bouruffia" in Effen Tausende von Berg- leuten, weiche erklären, nicht einfahren zu wollen. Es handelt fich aber ausschließlich um die uu- entwegt sozialistischen Elemente. Bon d« Organifierten werden vielleicht 90 P r o z e n t h e utr dieArbeit wiederaufnehmen. In einer heute hier abgehaltenen Bergarbeiterversammlung gab
* Auf eine von der amerikanischen Handelskammer in Berlin an den Präsidenten Roosevelt gerichteten Eingabe, betreffend die Anbahnung eines deutsch ««erikanifchen Handel,ver trüge-, ist jetzt vom Staatssekretär Hay ehe Antwort eingett offen, in der es heißt: «Indem dieses Reffort den Empfang Ihres SchreibmS bestätigt, erlaube ich mir. Ihnen die Verfiche- rung zu geben, daß es zu jeder Zett den Wunsch hegt, die Handelsbeziehungen »wisch« den beiden Ländern durch alle in seiner Kraft und seinem Bereich liegenden Mittel zu fördern, einschließlich Verhandlungen über einen Reziprozitäts-Vertrag, sobald die Berhältniffe solches ermöglichen."
8 Di- ,Poste «ud die ,Berl. Neuestem Rachr/ sollen, wie die,Tägl. Rundschau' erfahrt, vom 1. April an derart verschmolzen werd««, daß zwar beide als selbständige Blätter weiter bestehen, aber mit Ausnahme des politisch« Teiles gemeinsamen Inhalt erhalten sollen. Eine der- artige Verschmelzung würde, auch wenn fie sich auf den politischen Teil erstreckte, kaum eine be- sondere Lücke hinterlaffen, meint die »Deutsche Tageszeitung'.
* Der Personenkult»»- ist den Sozialdemokraten bekanntlich auf's höchste zuwider. Man kann daS wieder aus einem Berichte des Vorwärts' über die am Donnerstag abend in Brrtin abgehaltenen 21 Volksversammlung« er- sehen, in denen über die Vorgänge in Rußland gesprochen und resolviert wurde. Man liest da: „Zur Mittagsstunde waren in den Arbeiter- geaend« diese Plakate oft so dicht belagert, daß man glauben konnte, die Polizei frfitte wieder einmal 1000 Mark für daS »uffind« eines durch die Lapp« gegangenen Raubmörders auS- gesetzt. „Wo wohl Aujust (Bebel) sprechens wird? Wat meenste: Im Eiskeller?" Es lag Stimmung in diese« Gruppen. Und auS ihren Gesprächen tönte mehr als eine müißge Neugier heraus. ... In den Straß«zügen, die zum I Hofjäger.Palast" fthren, wieder dasselbe Bild wie im Nord«: Eine Meine Völkerwanderung. Mus Schutzmanns posten, hintereinander im Ein- »deS Etablissement gruppiert, sperren den tt Schon seit einer Stunde ist der Ver sammlungSraum wegen Ueberfüllung geschlossen. Mit betrübt« S< sichte« flehen fie draußen:
Bebel spricht!" Mit neidischen Auge« Setfolgen sie mich, dem die Legitimation den geschlossenen Raum öffnet. Eine tausend- köpfige, atemlos lauschende Mmge. Stuhl an Stuhl, Mann an Mann. Aus allen Winkeln, auS allen Nischen tauchen die Köpfe mit den be- geisterten, blank« Augen. Bebel spricht! Seine Armbewegung unterstreicht hier ein Wort, dort betont ein leicdteS Biesen des Oberkörpers eine besonders kraftvolle Stelle. Nur seine Stimme in diesem Raum. Sonst kein Laut. Tausende von Augen häng« an diesem Kops mit den weißlich grau« Haaren und Tausende von Ohren lauich« den zündend«, mit lugmd- lichem Feuer herausgeschlendenen Worten. . .
32. Jahrgang.
schmerzlich erwartete Aukza-lung der Beiträge endlich erfolgen soll. »8 handelt fich hier nicht nur nm den Ersatz non zerstörtem, gestohlenem und vernichtetem Eigentum, sondern auch um die Entschädigung vo» Reichsangehörigen, die vonsetlen der fremden SchisfS- kommandanten Monate hindurch der Freiheit beraubt waren. Der größte Leit der Ansiedler verlor durch den ungerechten Rtieg die Früchte seines jahrelangen Fleißes. Roch heute wohnen Familie« M Häusern, deren Einrichtung jeder Beschreibung fpottet, da mehrere unter unS nicht in der Lage find, fich neues Moblliar an,«schaffen. Verschieben e hat btt Tod himveggerafft, ein anderer Teil mußte seine zweite Heimat verlaffen, um in andern Ländern eine neue Existenz z« suchen. Anstebler, welche sonst tu den au- genehmsten »erhältniffen lebten, stad durch die Zerstörung von Pflanzungen, Wohnungen und Modili« zur größten Armut reduziert worden, ja viele find nicht imstande, daS Schulgeld für ihre Kinder zu bezähm. Durch schnrllmögltchfle Auszahlung der Ersatzansprüche würde eS wohl Manchem gelingen, fich auS dem Elend, welches der ungerechte Krieg beraufbeschworen, emporzuraffen und einer beffereu Zukunft entgegrnzuseden. Mancher von «nS befindet fich in n»cht geringerer Notlage, als bk Anstebler in Deuttch Südwest-Afrika, beten Ansprüche bereits in biefer ReichStagS-Seifion zur Erledigung kommen sollen. Den Hohen RerchStag erlaub« wir «nS zu bitten, unsere Ansprüche ^ Anschluß an diejenigen der Anstebler von Deutsch-Sübwest-Afrika zum Segeustanb bet -Verhandlungen zu machen, nud die von den deutsch« Anfiedlern SamoaS beansprucht« verhältnismäßig bebeutenb geringeren Schab«i beträv vorläufig unb so lange auSReichSmttteln zu becken, bis eine Ei-igung in dteserAngelegenhett zwischen brei am Berliner «ertrag beteUrgle« Macht« erzielt ist. Wir hängen zur Zeit völlig von der «nabe der beiden anderen beteiligten Mächte ab. Richt n«w» daß diese bestrebt find, unsere Ansprüche ohne »ich- haltigen Grand auf einen kleinen Bruchteil herabzudrücken, sondern eS bekundet auch der überaus schleppende Gang der«erhanblunge« zwischen b« brei Mächten offevfichUtch bi- Unlust btt anbet« Mächte, diese für nne «i» vitales Jnt-reffe habende Angelegenheit in absehbarer Zett zur Erledigung
• Eine lehrreiche Statistik
Der Volksverein für daS katholische Deutsch- land hat bekanntlich in den letzten zwei Jahr« ein« großen Mitgliederzuwachs erfahr«; auch die Vereinsarbeit ist vertteft worden. Will aber der Verein sein endgültiges Ziel, nämlich eine all' umfaffende katholische soziale Volksbewegung zu werben, erreichen, so muß er möglichst alle katholischenMänner in fich zusammen- schließen. Wie weit er aber in manchen Landesteilen noch von diesem Ziele entfernt ist, zeigt folgende lehrreiche Statistik über die Gesamt- entwickekung deS VeremS in dem Zeitraum 1891/1904:
Im Oktober 1890 wurde der Volksverein in Köln gegründet und begann zu Anfang 1891 seine Werbearbeit. Am Ende 1891 zählte er 109 889 Mitglieder, und zwar in Preußen 77263 (Rheinland 37038, Westfalen 28826, Hefstn-Naffau 3099, Schesien 3015, Hannover 1607, Westpreuße« 1266, in den übrig« Lander- teilen unter 1000), Württembera 13007, Bayern 6641, Baden 6000, Hessen-Darmstadt 3676, Oldenburg 1427, Elfaß-Lathingen 1500, Königreich Sachsen 68 Mitglieder. Dagegen belief fich Ende 1904 seine Gesamtmitgliederzahl auf 435120; davon entfielen auf Preußen 319364 gkheinland 147401, Westfalen 96310, Hessen- aff au 21679, Schlesien 21413, Hannover 21767, Weflpreußen 295), Württemberg 28401, Wye« 19955, Baden 17 854, Heffen-Darm- stadt 4634, Oldenburg 4074, Elsaß-Lothring« 31574, Königreich Sachsen 4901.
Besonders lehrreich ist die Statistik hinsichtlich der Frage, in welchem Verhältnis steht die Zahl der VolksvereinSmitglieder zu der Zahl der erwachs«en Männer überhaupt in den einzelnen Landesteilen. Nimmt man nach dem Vorgänge früherer amtlicher stattsttscher Berechnungen die Anzahl der Männer über 21 Jahre auf etwa lU der Sefamtbevölkerung an, fo ergibt fich für daS deutsche Reich eine Gesamtzahl von 5080110 katholischen Männe« über 21 Jahre. Setzt man dieser Gesamtzahl die Zahl der VolkSoer- einSmitglieber in Höhe von 435120 gegenüber, fo ergibt fich, daß zu Anfang 1905 im Durchschnitt deS Reiches auf 100 katholische Männer 8,6 Mitglieder deS Volksvereins entfielen. Sieht man von den Provinzen Ost- und Weflpreußen, Pommern, Posen, sowie vom Regierungsbezirk Oppeln ab, wo besondere Ver- hältniffe der Ausbreitung deS Vereins entgegen» wtrl«, so stellt fich der Durchschnitt für An- aug 1905 auf 10,5 Prozent. Der Reichsdurchschnitt von 8,6 Prozent wurde nicht erreicht in den preußischen Provinzen Sachsen, Brandenburg, Pomme«, Ostpreußen, Westpreuß«, Posen, Schtefi« nnb Hohenzolle« und in den Bundesstaaten Bayern, Baden, Heffen, Braunschweig und Anhalt. Für die einzelnen Landesteile gelten folgende Verhältniszahlen (b. h. von (je 100 katholischen Männe« über 21 Jahr« waren Mitglieder des Volksoereins): Rheir provinz 14,7 (Reg.-Bez. Aachen 9,8, Düsseldorf 20,5, Köln 12, Koblenz 12,5, Trier 10,6). Provinz Westfalen 23,8 (Reg.-Bez. Arnsberg 25, Minden 23, Münster 23). Provinz Hessen- Nassau 16,4 (Reg.-Bez. Kassel 20.9 Wiesbaden 14,7). Provinz Schlesien 3,3 Provinz Hannover 25,7 (Reg.-Bez. Hannover 12 3, Hildesheim 28, Lüneburg 9 3, Stade 3,2, Aurich 9,1, Osnabrück 29). Provinz Schleswig-Holstein 14,6. Provinz Sachs« 6,6 (Reg -Bez. Magdeburg 7,4, Meise- f arg 4 8, Erfurt 6,7). Königreich Württemberg ]7,5 (NeckarkreiS 22,4, Schwarzwaldkreis 13,9, < agstkreiS 14,1, DonaukreiS 19.1). Bayern 1,8 (Rheinpfalz 9,9, Provinz Ober-Bayern 0,8, R eder-Boyern 0,25. Oberpfalz 1.8, Oberkanten 6,2, MÜtelftanken 0,3, Unterfranken 2, Schwaben 1) Großherzogtum Heff« 5.4 (Provinz Starken- bürg 5,4, Oberheff« 17,8, Rheinheffen 3,7). Großherzogtum Bad« 6,3 (Konstanz 6,6, Freiburg 7, Karlsruhe 4,8, Mannheim 6,9). Groß- Herzogtum Oldenburg 18,8, Elsaß-Lothring« 9,6, (Bezirk Oberelsaß 5.2, Unterelsaß 14,5, Loch- ringen 9,2). _
Aus der vorsteh«den Statistik geht vor allem h«vor, daß der Volksverein in einzeln« Landes- teilen, vor allem Bayern, Bade», Hessen und Schtefi« noch nicht die Beachtung und Verbrei- trag gefunden hat, die ihm seiner Bedeutung nach -«kommt. Vornehmlich trifft dies für B ay er» zu, daS mit feiner auffallend gering« veteilignngsziffer (1,8 Proz.) am Schluffe aller Provinz« und Landesstaat« marfchiert. Daß Per wegen des Bestehens der Bauern- und Arbeitervereine vielleicht weniger daS Bedürfnis nach
die Parole aus: @8 wird weitergestreikt, da verschiedene Zech« Bergleute, die sich zur Arbeit gemeldet, zurückwiesen. Die Siebenerkom- miifion werde sofort zusammenberufen. — Bei d« Zeche „ProSper" in Bottrop kam es heute nachmittag zu einem Zusammenstoß »wisch« Streikenden und der Gendarmerie. Em Gendarm wurde verletzt und ein Bergmann schwer voc- mundet. - Der Friede ist auch in den Dort- munder Revieren nicht ganz gefichert. atwt schwer entschließen fich die Streikenden zur Au- fahrt. Am SamStag werd« die Belegschaft« geschloffen zu den Zechen zieh«, um anzufrag«, wann die Arbeitsaufnahme erfolgen kann, »te Leute treten für den einzeln« ein, und rede aeianai oob Weigerung der Zech«, einem Agitator gwerilb«, itige Verhängen -von Geld- "^de einen neuen ^^r ^schroffe« Benehm« strafen und NuNen der Wagen, obwohl durch geklagt; trotzdem ist dte
die Arbeitsorbnung zugelaffen, von den Berg- ^^rbandSleitung überzeugt, daß bis Montag die leuten alS eine große Härte empfunden mtrd. aufgenommen sein wird.
Die Löhne können nicht alS besonders niedrigIxroeu _
anaefeben werden, weil dieselben höher find als m
ber Durchschnitt der vom Königlichen Oberberg. Parlamentarische Nachrichten, amt ermittelten Löhne der betreffenden Arbeiter. * Stimmungsbild ans de« N-tchr- kategorte. Wo im einzeln« Falle die Löhne t War eS die Ahnung, daß hmteim niedrig erscheinen, ist dies turch die persönlichen ^^chstage bei ber Fortsetzung der Debaw Verhältniffe deS betreffenden Arbeiters ausreichend die Handelsverträge zunächst ein pa« aufgeklärt ward«." Ä ' ----- ~ '-------- -----
* Die deutschen Ansiedler, Samoas haben an dm D-mschen Reichstag eine PetMon (datiert: Apia, 28. Dez. 1904) gerichtet, in der es heißt:
Ä. ........ ..
Kg«M wmb« find. Dte Frage, welche Macht sondern fi- wie rin unüberwindliches bie Schabe «er satz. Ansprüche zu beck« hat, ist aber fich ergehen lassen wolle. Emzelne «ebn« derettö m» 14. Oktober 1902 m Uugnnst« Gaglandö i machen ja immer wieder den Versuch, ettm» Sülut’*.* I Sw*- r°"