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Fulda, Freitag, den 27. J-umar 1905.

WZ Cttlöö^r exswärts 1 mt. 50 pfg.

Verauttvorttichee

5chrMleit«:I»sVa»«

3. woch-Mll-ge: „Illustrierte Sonntagrzeitung

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Monatrbellage: „$UlbUCt GeschichtrblAte^ . ^entspreche,».*

Ke et* ftxdtigt priitzeS« •»* Ima Kann 15 |h Htflnrncn die peMzeVi 25 Pf- : »ei Holungen wir» «üW, Rabatt KewShrt.

ZUM Keöu-Lstcrge des Kaisers

Ratf« Wilhelm II. vollendet heute fein ^6 LebrnSfirhr. Soweit die deutsche Zunge Hingt, erschallt fröhlicher Jude!, allenthalben steigen in- nige Wünsche für deS Herrschers Wohlergehen zum Himmel empor und ftomme Herzen «chten ihre Gebete an den König aller Könige, daß er feine Gnade auch weiterhin walten lasten möge

Freundschaftsbande zu knüpfen nach außen, wie nach innen. Sein Bestreben, Gerechtig­keit und Duldung zu fördern zwischen den Konfessionen wie zwischen den einzelnen Ständen «ahnt uns alle zur Nachahmung; seine rasche Lat, wo es gilt, die Not zu lindern, 6e» tfeistert alle Herzen! @8 lebe der Kaiser, der sich des Kreuzes nicht schämt, das feine jfrone -tert, sondern es zum Feldzeichen erhebt in der tiefgehen-en Völkerschlacht unserer Tage. Ihm nach, denn —, „3n diesem Zeichen wirst du flegen!“ lautet auch hier die untrügliche Verheißung!

Unablässig ist unser Kaiser bestrebt, feinem Volke und allen Völkern Europas den Frieden zu erhalten. Nur dann tarn die geistige und

Lber unserem Könige und Herrn.

Neben den frohen Gedanken und Empfin düngen, die am heutigen Tage die Brust eines j.den echten, deutschen ManneS erfüllen, drängen auch ernste Gedanken sich in unser Herz. Als Muster und Vorbild strht Kaiser Wilhelm vor unS in seinem unermüdl'chrn Schaffens- drange, in feinem «tser, Frieden und

klingt, so braust tu ihm die erste und mächtigste Strophe zu unserm Herrgott, der durch viele bittere Schicksale hindurch unser Vaterland mrmer wieder errettet vnd heute vor allen Völkern groß und stark gemacht hat. LuS dem unser fiegbaren Quell eines lebenbtgen SotteSglaubens heraus htt das deutsche Volk immer wieder die jugendliche Kraft geschöpft, um sich errporzuar- beiten aus den schwierigen Situationen, in welche nicht zuletzt eine gottem fremdete Politik es gebracht harte , ~

Gott war mit uvs, und wir Deutsche mit ihm! Solange dieses Bündnis in den weiten Schichten dis Volke- Geltung hat, braucht es uns um des Reiches Wohlfahrt nicht zu dangen, auch wenn bittre Tage uns nicht erspart bleibe.; wögen.

Gott schirme Deutschland, dcS sei das ehrliche Gebet jeden w:ckeren McnmS am heutigen Tage, Gott segne die Fluren, und der schwielige» Hände Fleiß; Golt segne d'e Herzen, damit sie, von friedlichem Willen beseelt, des Lande- Wohl- fahrtsördern! Gott segne unfern Herrscher, damit Weisheit und Tatkraft seine Taten führe und meistere!

Gott schütz-, segne ««d --holt- «ns--« Kois-- «nd Oö«ig u«d da» ganze König ltche Ha««!

W-uöerzwist.

Schwäbische Dorfgeschichte von KaSpar Baum­gärtner.

S ------(Nachdruck verboten )

,Ev, kommst?“ sagt ste, während sie ihm unter der geöffneten HarSlüre gegenüberpeht, und kehrt Mieder stamm an die Wiege zurück.

Der Gruß, wie kurz er ist, bringt dem Heimlehren- t-n ins Gew ffen, der Unmut, welcher der geprüften F au beim Lamvenschein in den Zügen zu lefen ist, tp de« Schuldbewußten zwar ein stummer, aber ein livger Bvrwurf.

.Jft'S nicht recht, daß ich komme, so hätte ich ja so,'bleiben können,“ poltert er, »wo ich herkomme, ist nau steundlicher mit mir gewesen.“

.Muß fein,“ ertoiebert Anna, .sonst wärest doch feflbet heimgekommen zu Weio und Kind.“

.Mißgönnst mir gewiß die paar Schoppen,“ spricht er erregt und versucht die S iesel aukzuziehen.

„Bei deinen guten Schoppen hast nicht an dein krankes Kind gedacht!“

N-den von Unmut wechseln mit solchen voll Grob­heit und Roheit. Da» Wortg secht mag ein Viertel- stunde dauern. Pötzlch erfolgt eia Aufschrei und herr ach ein dumpfe» Poltern. Der Bauer verschwindet in der Nebevkammer.

In unbändigem Zorn hat er feine Frau kurzer Hanv mit einem Erreich seiner Bäreuftusi niederge­schlagen. Beinahe beftnunagSloS ist sie zu Boden gestürzt und weint. An der Wiege richtet ste sich auf. Den Kopf in da» Deckt ff-n de» Nudlern» »ergrabend, In et sie da und schluchzt, daß e» einen Stein erbarm-n möchte.

Da» ist die erste Demütigung dieser Art, die ste »en ihrem Manne zu erdolden hat: aber wenn ste ihn vergleicht mit jener Zeit, da ste ihm in auf­

materiell« Wohlfahrt eines Volke« gedeihen, wenn ihm btt Fried« bescheert ist. Ja, der Frildt! So lautet daS kurze Wort, so wenig geehrt und mißachtet, daß man in unseren Tagen fast glauben möchte, eS sei in deutschen Landen ein rechte- Stiefkind geworden. Daß roh große Schlachten mit einem die Wett ver­blüffenden Heldenmut zu schlagen rotff en, das haben wir Demsche oft berottfen. Die Seg­nungen des Frieden- aber zu genießen, hat unS die dem nie rasttnden Geiste iunewohnende Leidenschaft nicht immer vergönnt. Und gerade heute, wo der Sturmwind in den al.en E-chen mit lautem «lechzen lobt, roo die Burgen und Festen, die einst so front und frei als Wächter von Edelsinn und Bürzertugend in’« Land hioeinschauen, umlagert find von dem verführte-, von Leidenschaften dmchroogirn Volke, da- einst seine beste Stütze war, — da gtht mehr denn je ein S Harn, ja ein angstvoller Notschrei nach — Frieden.

Frieden, in religiöser Be­ziehung, damit die Kräfte, welche der christlichen Religion innewohnen, sich auf dem Boden eines von der leiden­schaftlichen Hetze unberührten Rechtes frei entfalten können. Hier, wo des Vaterlandes Wohlfahrt einem immer mächtiger werdenden Unglauben gegen­über in der äußersten Gefahr ist, tollten wir nicht eifersüchtig sein, son­dern nur den edlen Wettbewerb kennen, zu beweisen, wer am meisten für des Reiches und des Volkes Wohl zu leisten imstande ist. Achtung jedem ehrlichen Bekenntnis, aber auch freie Bahn für olle, welche dem christ- lich en Gedanken und damit dem Goundfundamente unseres Staates dienen wollen.

Fried«, in sozialer Bezieh­ung. Nicht Kloffenkampf, sondern Klaffenoersöhnung tut uns not I Nicht Unterdrückung einerseits, und nicht Verhetzung und Verelendung ander­seits, sondern Menschenrecht und christ- liehe Liebe, fie find die Werkmeister, welche allein die Brücke zur Wohlfahrt aller Stände und des Vaterlandes zimmern können. Bei allem Ernst der Lage seien wir nicht mutlos, fonbern hoffnungsfreudig, denn der Zug der großen christlichen Sozialreform ist rege im deutschen Lande, möge des Kaisers Geburtstag ein neuer Anlaß fein, daS Recht der Schwachen zu schirmen und die Liebe zum sozialen F-ieden auch dort auf« neue anzufachen, roo reiche Mittel vorhanden, welche ihr dienen könnten, und nicht minder auch dort, wo die Sorge auf verführe­rische Bahnen, di« dcch nur statt zu gcldrnen Bergen, zum grauen Elend führen, drängt.

„Sott mit unS für Kaiser und Reichl“ Wenn daS Lied von der deutschen Treue

richtiger Liebe al» sckwrcke Braut zum Altäre folgt-, so kannte sie ihren Joseph nicht mehr. Daß er sich einmal so verändern würde und zu später Nacht- zeit, wo sie sich in tausend Statt etfotgen um ihr kranke» Kind verrehrl, in tiefer Berauschung sich an ihr 6ergreifen könnte, für da» hat sie ihn in den Hochzeitstagen nie avgeschaut. Da brachte er ihr die größte Liebe entgegen, wir voll der zärtlichsten Sorge, und jetzt ist er ein Trunkrrbold und tut ihr die Schänd an und vergreist sich an ihr, an einem wehrlosen Weibe und doch waren die ersten Ehejahre, da der Schwiegervater poch lebte, io glücklich! 'S ist grab, al» ob der alte Mann da» Glück auf der Unteregg mit in» Trab genommen hätt'. Was hätte tr aber zu dem gesagt, da» sie jetzt erdulden muß? Er hätte ihr nicht» geschehen laffen, bei ihm hätte sie Sicht und Hilfe gefunden und er hätte seinen au« geartet en Sohn gewiß zur Ordnung gebracht, und jetzt — schläft er den Kirchhof»,ckla', und ihre eigenen Eltern auch. Sie hatten da» kühle Bett, da» den Schläfer so lange, lange in seinem Schoße bedält, schon vor der 83er» betratung der einzigen Tochter ausgesucht. So muß die unglückliche Frau ihr herbe» Leiv allein tragen, kann e» ni wanden klagen und erzählen, und e» drückt doch so sehr — so sehr I

Lange klingt ihr Wehmut? volle» Wein-n und Schluchzen durch die Stube. E» bringt in bie Kam­mer, wo der gefühllose Wann schläft und schnarcht; e» bringt hinaus in bie Nacht und »erhallt in ihrem schwarzen Dunkel.

Einer nur vernimmt e», der gerechte (Sott Er sendet eiren Engel nieder in die schmucklose Bauern­stube der Unteregg. Wenn schon die matte O-lliwpe glimmt und glastet, so steht die traurige Frau doch nicht, wie der H mmelSbvte jede» TrSnenkügeleiu in gvloener Schale sammelt und vor den ewigen Ber- gelter bringt.

Ein andere» Bild — drei Jahre sptter!

Dezember ist'», leichter Schnee breitet sich auf

Deutidies Reich.

Berlin, den 26 Januar 1905.

• lieber daS Befinde des P-iuze« Eilet Friedrich ist gestern abend der folgende ärztliche Bericht auSgegeben worden:

Seine königlich« Hoheit der Prinz Eitel-Friebrich ist an Lungeveutzüuduvg ertrankt. Bisher, ist der Unterlappen der linken Lunge befallen. Sempcratur 39 6 bi» 39,7. PnISfr, qu?n, 120 bi3 128. Nahrungs­aufnahme mangibast. Subjektives Nefiuden btfxtebtgenb, Wiedemann. Wiemuth.

Der heule not mitte g 10 Uhc au-gegebene Krankst, itt bericht lautet:

Seine Königliche Hoheit Hst eine ordentlich« «acht verbracht, wenig gehustet, zeitweise gef blasen. Der 9ut> Mdun,»prozeß nimmt jetzt den linken Unterlappen vollkommen ein. Die Atemnot ist nicht hochgradig, Pul» frequent geblieben, aber ziemlich kräftig. Tempe- ratur 39,8 »rab. Nahrungsaufnahme ein wenig bester. «Lagen über Seitenstechen, Bewußtsein Var usd frei.

Widemann. Wiemuth

»* Die Beisetzung des verstorbenen Propstes von St. Hedwig Prälat Karl Ne«b-r fand heute vormittag unter allgemein zahlreicher Beteiligung der Katholiken von Berlin und ter Delegatar statt. Das feierliche 51, gutem in der St. HedwigSkirche hielt Herr Kanonikus Scholz au4 Breslau. Nach dem Requiem hielt der hoch». Pater Bonaventura eine Gedächtnißrede auf den Verblichenen. Die Absolutio ad tum- bam nahm der Hochw. Armeebtschvf Bollmar vor. Nach dem SotteSdievste nahmen die Vrr- einsdeputalionen mit ihren Fahnen vor der Kirche in langem Zuge Aufstellung, um den Verstor­benen zu seiner letzten Ruhestätte zu geleite*. Am eiten Grabe hielt Herr Domkapitular Scholz eine kurze Ansprache. An der Feier nahmen teil der Erdeaüs7 Kalt weht der Oftwiud, glasige« Glatte!» Mit sich auf der Straße unter dem Schnee verborgen.

Der schon im Westen stehende Mond ist tief ver­schleiert. Bei seinem matten Licht schleppt sich ein Mann mit Mühe die Straße dadin Sin Ust schlägt'» auf dem Werbacher Turm — e» ist ein Betrunkener, ber auf dem Wege fo batjintaumelt, der Unteregger» bauer, vom W-rtthau» kommt er.

Er lallt und steht auf, um bald wieder zu fallen. Die Unterbett de» Sange» scheint sich zu steigern. Am Ra de der Striche stolpert er, wie so oft und fällt wieder. Der Hat kollert die ziemlich hohe Böschung hinunter, bet Bauer will nach ihm „largea“, SreSt den Arm au», bekommt 'S llebergewicht ur.b folgt dem verlorenen Hut. Er will noch aufsteheu und nacht einige vergebliche Versuche. In dem glatten Schnee gleitet er immer vcu neuem au» ur.b bleibt schließlfch ruhig am steilen Abhang liegen und schläft ein.

Der schneidende Ost fährt ihm um ba» entblößte Haupt, bie spitzigen ««nabeln, die er mit sich sühn, macken seine Stätte noch beißend r, empfindlicher.

Werner ist in größrer Gefahr, zu erfrieren.

D-r Betrunkene mag eite Stunde so baliegen, : auch etwa» langer, da bewegt sich ein Licht von der Unteregg den Abhang herab. Zwei Männer fiebt man > kommen, der alle Leopold md ein längerer Knecht. Sie suchen den Weg ab, euch die Straßengraben ; link» und recht».

! Endlich finden st-, wa» ste suchen. An ber Böschung link- der Straße bemerken fie in dem Halbdui k-l bt» : fahlen Mo ablichte» einen schwarzen, ftckähnlichen »»gern stand. Sie leucht« hin, er ist'-, der Bauer, »hr Dienst- ' Herr. Auch beim matten Scheine bet O llaterne läßt sich j erkennen, welche Bei änderung da» Laster ber Dmksucht , an dem ehemals so schönen Monte avgerichtet hat

Der Körper ist vom vielen Trinken unnaiiklich aufgttrkbea. Da» an gedunsene Geficht ist blau an- gelaufen und zeigt keine Spur mehr von den Zügen i der Jugend, nur Roheit nutz tierisch; Sinnlichkeit

der Oderdofmeister der Kaiserin, Frye. v. Miv> dach, Kulturminister Studt, Mmisterialdirekt« Dr. v. Chappois, Geheime Obnregternngrräte Frenkbrra und Dr. Osteirath, Gehrtmer Regfe. nmgsrat Dr. Montag, Dezernent des katholisch« BolkSsqulwesenS, Oberbürgermeister Krrschn«, zweiter Bürsermeister Dr. Rercke, StadtsyMkn» Hirsekorn, Geheimer Ober regier ungsrat Fried- Heim als Vertreter des Polizeipr äsidenten; anß« tem Obervräfidenten v. Beihwann- Hollmeg» Präfident Bödicker, Graf von Tollegrand-Teri» gor), zahlreiche Mitglieder der Zenttumsfrakllo» u. f. w.

♦ D-r Ha«d-lSvertra- zwische« de» Deutsche« «eich »»d Oesterretch Uugar« rst gestern abend hier unterzeichnet roorbee, deufschersefts durch den Gttatrftkretär deS Inne« und des Auswärtigen Srcfen von PosadoroskU und Freihrrrn von Richtlosen, Sftrrreichisch-uu» garischrrftiiS durch den Botschafter v. Tjögyevy- Marich. Im Anschluß cn de« Akt fand eine Abendgesellschaft statt, an der alle an den Ver­handlungen bttelltgt gew senen deutsche« und österreichtsch-unganschen Herren teilnahmen. Ma» blieb bis nach Mitternacht beisammen.

Hebet den Inhalt des «ertrage», bet doch einstweilen noch hätte geheim gehalten bleiben follm» hat da» .Wiener Fremdeoblattt alSbald eintge» mitge- tetlt. Der neue Handelsvertrag gilt bis 19iS, »ob« mit Rücksicht auf ba» österreich ungarische 8oUbftnbnw die Auflösung deS «ertrag» bis 1916 al» möglich «* genommen wird. Die deutschen ®etreibemtnbtfUi*e bleiben unverändert. Bei der Braugerste (4 M. Z»G einigte man sich auf Feststellung einer Gewichtsgrenze derart, daß »erste mit 1 Hektolitergewicht bi» zu W Rtlogr. noch al» Fu tergerste zu dem Zweimarkfotze eingelaffen werden kann, wobei übrigen» auch noch eine Reihe anderer .Sicherheitt Vorkehrungen" getr^f« werden find. Der neue Malzzoll beträgt 6,75 Mw« gegenüber de» neuen autonomen Tarif» und dem hrrrgen «rrtragSfotz von 3,6 ML, der Mehlzoll 10*9 MarL Der Zoll für Hopfen ist auf 20 Mk. ermäßet, der auf Rohhol, wie gegenüber Rußland auf 1<- w«, der für Schnttthol, auf 72 ML Dir Zollsätze «k Gistügel, Butter und Eier find ermäßigt gegen den suioronen Tarif, aber erhöht gegen den bisherigen istertrazSfatz. Bei den «iehzöllen wird der «k»pchw zoll mit 8 M. pro 100 Äilogr. gecenübet 18 ML P» 100 Rtlogr. des neuen autonomen Tarif» und 25,50 «. de» bttherigen Satze» pro Stück Ochsen festgesetzt. Für den Schweine« xpoit wurde et»e Herabsetzung de» Zell« satz-S von 18 M auf 8 M. pro 100 »logt. «P«. Der österreichische Roheifenzoll wurde hkrabgemtndeBk von 155 auf 150, in Teerfarbstoffen erzielt D utschl<m» eine ansehnliche Ermäßigung de» prozentuellen Wert- zolle» und de» maximalen ZollbetrageS. Für zolltarif» liche Elrertigkeiten wurde ein Schiedsgericht »wischen beiden «ertragkstaaten vorgesehen, ebenso für Etremg» leiten über die Handhabung der «etertnärkonveutiouen. ES ist eine SachverstSndigeukommisfion, die von beiden Staaten unter Bo, sitz neutraler Schiedsgerichte p» bilden ist. Die «eterinärkonvention en halt Besttm, mungen über die Tilgung gewiffer Seuchen sowie die Zusage loyaler Handhabung. Genauere Faffnng de- tarn bie Abmachung über den Eisenbahnverkehr.

• DaS Staats Ministerin« trat heute unter dem Vorsitz deS Grafen von Bülow in dkffen Amtswohnung zu einer S tzuug zu­sammen. «s soll über ge-etzgeberische Maß- nahmen zur Beilegung des Berg- arbeiterausstandeS beraten werden. Im Zusammenhang mit dem Streik ist bekanntlich von einem sehr bald zu erwartenden Rücktritt deS Handel?Ministers Möller in verschiedenen bringt e» zum Rui^iud. Der triefende, nach Scknap» und Bier stinkevde Mund ist ein Gegenstand de» EkelS ftir j de» ordeutlicheu Mrusckeu, der Reinlichkeit nutz Anstand liebt.

Muß nickt der «nbiick eine» solchen in» Last« b’tfunlenen Manne» bei einte Frcu eher daS Gefühl de» Abscheu» al» ba» d-r L ede «rot den I Und doch, sie soll und muß ibn liebt n, da braucht fie gewiß zur Erfüllung ihrer Pflicht überre.türliche Hilfe, dir Gnade de» Sakramente» der Ehe. Die tknechie bringen ihr« Bauern heim und legen ihn angt kleidet auf da» Kanapee in der Stube. Sie sind mitte in der »acht tzon bec Bäuerin gew.ckt und gebeten norde-, auf die Suche zu gt hen nach dem Bauern. '» ist auch nicht ba» erste mal gewesen. , ,

Anna ist fett der letzte» Zeit immer fe bra, fe in Sorge um ihren Man», wenn er nm MttternaM nicht zu Hause ist. Sie kennt feinen Zustan) anfbau Heimwege und wie leicht kau» einem huflo» Betrug fegen eitoa» zustoßen! U«b 1 ür ihr Besorgtsein, fto ba» Gebet in etner schlcflofen Rächt bekommt fie bann am anbei» Morgen grobe Reden und Borwürfe zum Darck.

An Allerheiligen ist Anna» Base dagewesen, eine Schwester zu ihrer verstorbenen Mutter. Sie ist Wckfrou unb zwei Stunden weit weg, in den Krimet» Höfen drüben verheiratet gewesen; schon vor mehrere« Jahren hat ste ihrem Aeltesten übrrgeben. Ihre (Sltetn liegen auf dem Tanvacher Friedhof begraben, fo kommt eben die „KrimelbcS“ jede» Jrhr an Allev- heiligerr, die teuren. Gräber zu dr suchen. Mit der Zrtt haben ste auch Anna» Mutier im Trnnacher Kirchhof zur Ruhe gebettet, und die Bä» hat an Grab wehr zum „Heimsuchen" bekommen. Da» Hrim- suchen an Allerheiligen gilt auß r den Tvt-n auch den Lebendigen. Wan erzähtt fich wieder von emem Jahr, wie e» gegangen und wa» alle» passiert U, Gluck und Un lück, vrm Fruchtschnitt trotz VSU ba Heuernte, von den Sorgen manchmal auch vou den kümmern fiew, bie einen drücken \3- >•)