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Jahrgang.
Fulda, Freitag, den 13. Januar 1905.
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«scheint täglich, «tt Ausnahme der §sm»- enb Zeiertage. viertel- «lhrl. Bezugspreis ohne Bringerlohn nnb Aestekgeib in Mda unb «urwärts 1 BW. 50 pfg.
verantwortlich« rchristleiter:Jos.San« v wochMMge: „Illustrierte Somtagrzeitung"
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Msmürdeiiage: „Zultzaer Geschichtsdlätter"
Druck «nb Verlag ber Zuldaer Actienbruckerck in Zulba (Harmonie^ Zernsprecker Ur. tu
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Deufiches Reich.
Berlin, den 12. Januar 1905.
zu bringt«, dem es feinet geographisch « Sage nach zugrhöri. Hiernach würde« die zukünftig« Regierungsbezirke nmfaff«:
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JohanniSburg d«ll Bezirk« Sumbinn« gebt! et werden. Daneben wird der jetzt zum Bezirke Königsberg gehörige Krri» Memel de« Regte- runaSbezirke Gumbinnen znzwoeff« sei«, nm de» Regierungsbezirk Könkgichera zu entlast« und
„ Nun ist der Friede« zwischen Deutschland «nd England für alle Zeiten gesichert. Zur Wiederherstellung der alten Freundschaft wer- den jetzt in London Anstrengungen gemacht, einen englisch-deutsche» Klub zu gründen, der sich „Angle-Sternum Union-Club“ nennen wird Es sind bereits zahlreiche Zustimmungs - Briefe eingegangen, darunter vöm Herzog v. Co^naught, dem Premierminister Balfour, dem Kriegsminister und dm Lords der Admiralität, ferner von Lord
„nnb so weiter l Stecke die Kerzen an, Dolch«*, tief Klaire dazwischen und raffelte am Fmer.
„Dein Herz ist knöchern geworden*, schalt Jdalie, .ich btotei'e nicht, wie Du noch keine Katzen labst."
„Ach Sott, ich bin ei« verwaadlungsfählgeS Gr» schöp', Datchea. Ich liebe jeder Tierchen, mrr nicht die, welche mir meine Nachtruhe rauben. Mau sagt fteWch, daß er noch schlimmer ist, wenn einem die Seeles ruhe genommen wird, aber mit solch gesährlichea Gemalte» hat die einsältige^Slaire keine« Umgang. Bin ich traun ein sttll-S B-üwch-u, Dust und Blüte ist mein Kleis", seng sie mit ihrer falschen Stimme «ob gewahrte holl Senugtuuxg de» Widerschein einer stillen Heiterkeit auf dem Gefichie der lei« tzeudea Frau.
Jdalie Sand schon auf dem Süchevstuhle, befestiste W die widerspertstiden Zweialein die roten und grüm« Kerze« und lang da» Lied, das alt Klaire- Äeibstick zur lokalgesch'chtllche« Berühmthest geworden Wer, jh «übe.
Als es dann stille im Zimmer wurde, hörte mau deutlich den lasggezvg.uen Pfiff der Lokowostve west hinter da» Wa de und da» Rüstem und Rolle» be» tzuge» ia den Berge». Ao» Frau Weding» Zügen wist die milde Freundlichkeit wie ein ft.tgewehter Ach la er.
3Mfe wollte weiter firgrn, aber e» ging ihr wie rin Riß durch die Stimme nab sie wußte sich der« Ahirdrae Male räuspern, ehe sie hervorbrachte:
„Ran fällr mit alle Zuversicht wieder zusammen Wie ck» Hra Blasoldat«, da» so mutig mit Kanone» and Flirte» dahkchtinnt «ab Mißlich durch eilt«
Die Bildung eine« verhältnismäßig kleine», iw wesentlich« auf das Gebiet der alten Landschaft Masuren beschränkten dritte« Regierung», veztrks, dem übrigens im Stadtkreise Allen stein in naheliegender Zukunft noch ei« zehnter Kreis zuwachsen wird, ist geboten, weil d-eser Bezirk, von Natur arm und kulturell zurückgeblieben, dauernd einer besonders wirksamen Fürsorge der Regierung und chrrs Präsidenten im höchst« Maße bedürfen wird.
Die Durchführung der Maßregel wird zum 1. Oktober 1905 durch eine Allerhöchste Ordre des Königs erfolg«, nachdem die erforderlich« Mittel dazu von den Häusern deS Landtags der Monarchie bewilligt sein werden. Daher stad in d« vorliegend« StatSentwurf eiuMellt: I. in daS Ordinarium 52 000 Mk. als Pmsch- quantum für persönliche und sächliche Kost«. Daraus soll« bestritt« werden: Gehälter, Stellenzulagen und W^hnungsgeldzuschüffe für die Beamten, die nicht von anderen Regierungen, besonder« denen in Königsberg und Sumbinuen, übernommen werden können (rund 22 000 Mk.), und ferner Miete, Heizung und Bvreaubedürs. niffe, soweit letztere sich Ächt auS Erfparniffm der R-gierungen in Königsberg und Gumbinn« decken lass« (rund 30 000 Mk.). Die erstmalige Regulierung be8 laufenden Bedarfs für ein volles Jahr unter Verteilung auf die verschiedenen Etatstitel kann erst bei der nächstjährigen Etats-' aufftellung gescheh«. IL in das Extraordinarivm 48 000 Mk. für Beschaffung von Emrichtungs- gegenständ«, soweit solche nicht von Königsberg und Gumbinnen Übertrag« werd« können, für bauliche Amderung« in den anzvmittend« Häufe« und eventuell Entschädigungen an Mieter dieser Läufer für AuSmietrn.
Rosebery und Lord Gp«cer, von Sir H-nry Campbell Bannerman und anderen englischen Staatsmännern. Gleich herzlich sympathisch ist, schwache« Luftzig umgrdlasra wird. Ich denke wieder, Tantchen, sie kommen mcht — dann aber bestimmt morgen mit dem 10 Uhr Zuge,' gab sie sich selber eine« Ruck, „toic kömrea bann zusammen noch zur 11 Uhr-Meffe gehen, denn da» gehört in Malmfior nun tirmol zu einer regelrcchte« Verlobung."
Klaire haste da» Feuer wieder zum wärmenden Schein gebracht und erhob sich von ihren Knieen. Sre bem-rkte die roten Fteck-n auf den bisse» Wangen der Rraalen und meinte frohlaunig:
„Wie wäre e», Hannchen, wenn wir heute wieder einmal unser Puloerchen nähmen?^
Bei Klaue dehnte sich die treue Gemeinschaft sogar auf die Bitternis der ärztliche» B-rordmmg au», „auf alle Fälle I" bestimmte Dr. Gntwein — „m>d Gott weiß, auf wa» wir heute noch fallen,' fügte sie im Hk-ausgchen leise hinzu.
Ueber Jdalie war eine uoerklärtlche Hast gekommen, zu reden und sröhl-ch za fehl. Da aber Freu Weding dabei st'ller und uachdevkticker würbe, griff sie zum Wach»ftvck und sagte entschloss«: „Tantchen, nun zünde ich Dir alle Lichter an."
Diele hob den Kopf und mit prophetischem Ausblick erwiderte sie, leise zisterud:
„Du könntest einmal seh«, wo Maire bleibt; ich hörte die HaaStüre."
E» war Jdalie bei diesem Flüste«, da» ihr wie Seherworte klang, al» stocke mit einem Wale alle» in ihr, der Atem,' da» Herz, alle LebenSfteudigkeitl Und da« schüttelte sie die heiße, bange Stimmung ab und snhr fort, die Lichter zu entzünd«. „Maire* rief sie bu6ei laut, „Klaire, wir halt« Werynacht «md Du lungerst in d»r dunklen Küche tmm 1"
Ein Lichtlein nach dem andern blitzte an dem Baume aus unb drängte da» trübe Lampenlicht zurück tote der Ta^rschcin den milden Glanz der Sterne. Die bleiche Frau in dem Krarckmstuhl hatte die Hände gefaltet und schaute, wie ollmäbltch sich bo6 Zimmer Mit Glanz und Schimmer aufüllte, » d jede» n«
wie telegraphisch gemeldet wird, die allg me ne Billigung des Planes, die in Zuschriften an« Deutschla d «thallen ist. — Der Klub wird ja »an ohne Zweifel da» große Frted«sa>erk, das durch die internationalen Segelregatt« angebahnt war, glücklich zu Ende führen. Wir können ob» rüst«.
• Bekanntlich hatte der Ausschuß der Studierend« der Technischen Hochschule zu Hannover eine Emgabe an Rektor und Senat gerichtet um Anfläimtg der bestehenden fee» feffiouette« Studentenverbindungen Dem Ausschuß ist nunmehr eröffnet worden, »aß jede weitere Agitation bezüglich bet Auflösung der konfessionell« Berbindangen, besonders die Auf- fordemug an die Stud«t«auSschSffe der übrig« Hochschulen, bei Strafe der Relegation zu unter» bleib« hob?. Die «mvettong ist dem Senat direkt vom Kultusministerium zugezang«. Diese» hat den Antrag der Studentenschaft alS ausschließlich gegen die kacholischm Verbindungen gerichtet angesehen, während tu dem Anträge selbst nur die Rede von konfessionellen Serbln» düng« war. Die Stud«renschaft will die An» gelegeuhett nun abermals in einer groß« Versammlung zur Sprache bringen.
§ Ueber be» BergMrbeiterausstanb in Nuhrgebiete schreibt der.Reichsanzeiger': „ 8m 5. d. Mts. ist die Belegschaft der Zeche Buch. »e bei Langmdreer in den Ausstand getreten, die Verwaltung dieser Zeche au 1. Februar eine Verlängerung der Seilfahrtszeit herbetführen wollte und weil sie die Forderung der Belegschaft, schrfftlich zu erklären, datz sämtliche berechtigte Belegschaftsmitglieder (Famllienväter und HauShaUungsvorstände) bis zum 10. d. M. mit Deputatkohlen zu versorg« fei«, nicht an» genommen hat. Der Ausstand hat sich in den nächst« Tagen auf einer Reche anderer Zechen im Ruhrgebiet auSgebrettet, und zwar meist ohne daß vorher von der betteffenben Belegschaft Gründe für ben Beginn beS Streiks angegeben wart'« st«d. Am 9. b. Mts. traten zunächst bie Belegschaften der Zechen Scharnhorst unb Kaiserstuhs. II in ben Ausstand. Ihnen folgten am 10. ganz oder teilweise die Arbeiter der Zech« von Schürbank und Chariottenburg, Freie Vogel und Unverhofft, Friedlicher Nachbar, Karl Frtedr-ch-Erbstollen. Prinz-Regent, Borussia, Margarethe, Freiberg, Neumühl, Fürst Hardenberg, Gneiserau, Schleswig-Holstein, Kaiserstuhl I, Preußen I, Minister Stein, Dorst- selb II und Sterkerabe. Am 11. b. Mts. schloffen sich ganz ober teilweise an die Beleg» schaffen von Homburg unb Franziska, Bommer» bänker Tiefbau, Bergmann, Königsborn, Moffener Tiefbau, Glückauf Tiefbau, Schacht Gierdert, Westende, Herkules, Graf Brühl. Wiefche, Gottessegen, ver. Wiendahlsbonk, Crone, Der. Felizitas, Dannenbaum II, Friederike, EngelS- burg, Haf«winkrl, Dohlhüuser Tiefbau, Hoff- nungsthal, Concordia, Deutscher Kaiser, Vollmond unb Glückauf Tiefbau. Die Gescmttahl der Ausständigen betrug bis zvm 11. d. MtS abmds etwa 32 600 bei einer Gesamtbelegschaft der Eteinkohlenzechen im Oberbergamttbezirk Dortmund von etwa 260 000 Mann. Am 12.
entflammte Lichtlein sprang ihr tote ein Funken In die Seele. . ,,
Jdalie stand ouf dem Stuhle nnb reckte bi» zur Spitze des Saume» hinaus. Da kam Klaire zur Türe herein und sagte ganz toter:
Ihr zündet den Baum an? Laßt e» doch nur.
,Matee,* drang bann der Kranken Stimme klar durch d« Raum, „sage ihm doch, daß er herein- kommt *
Jdalie ließ den Arm fink« unb beariff nicht. Sie stand in dem flutenden Lichte deS-Christbaum» und bild e, die Sagen von brat Schimmer geblendet, nach der offenen Türe, wo in dem Dunkel, da» au» dem Hamflur brach, eine hohe Gestalt auf der Schwelle stand. „ ,
Mit einem leisen Aufschrei sprang sie bei unter u»b ließ den WachSstock zu Boden fallen. „RobertI* stammelte sie nnb brachte kein Wort weiter hervor und regle sich nicht, denn der geiflerblelche, totere, schweig,iide Mann an der Türe war ihr ftewd, ein Sirh-mch ging von ihm an», wie von einem Toten.*
„Robert,* bat et»e weiche ©tarne im Kimcken- stnhl und er schonte ausdruckslos oahin.
Maire eilte auf ihn zu und nahm ihm bie mit Schneeflocken besäte Reisemütze an» ber Hand.
„Rede, Junge*' beschwor sie ihn, „sonst glaub« sie, daß Du tersttnig bist*
Da regte e» sich in ihm unb er zog bie Schultern zu tiefem Atme« empor.
„Ihr habt Recht, ich bin irtfhtao, drang e» mit tieftr hrikerer Stimme durch ben Raum, und bann wart Jdalie die Arme empor und schrie auf. Sie begriff nun die ganze furchtbare Wahrheit und war ^M^Mchtige« Blick streifte er bie Geliebte, die er nicht mehr feine «raut neun« konnte, unb stürzte an ihr vorüber zu »einer Mutter. Bor ihr sank er in bie finite unb baig ben Kops h> ihrem Schoß, und sie legte »hre weiße, welle Hand daraus, hob
ist bie Morgenschtcht auch aus d« f»(gruben Zech« zum Tril ober gar nicht «wjefabre«: Blankenburg, Dorstf«ld I Adolf von Hanse- manu, Alstaden, Roseudlmneubelle, Schacht »ott» Helf, Kaiser Friedrich, Loroline, Gras Moltke UI und Nurdstsrr. BemiMtelunDsanrrLge fl-d dis jetzt noch nicht wwdae an HS Ktniglfthe Ober- bergamt zu Dortuumd -klangt.*
«ne n«? eetin#itW* «ns ®ewri* ®t>Nr#« afrite bringt folgt»*t# Xeteg»a*m ««» Windvo-t: In ben Gefechten bet «roß.A -da» am S, ».und«. Jftmnar gefallen r Fähnrich der Land »ehr rrcht« « » Btto «f Rügen, Sergeant Bravo Baer, geb. in Rizdorf, früber tut gifenteriereetaient Str. 1»», Ürner »ist,'er Äeti VSschel, geb. zu Ztegelscheine, früher im Fridarttllerte» Regt«ent Rr 6, Gefreiter «eopotb Gprengel, geb. Ml Sinten, früher t« UIanen»#tgimeet Str. », Gefreiter
Ute Jnengel, geb. |M Le pZig. früher 1
Nr. 33, GesreUei Joseph , ------_ .
früher tm tgL Bayerischen 8. .anteaer.Reßtatnt, Gefreiter Duo 1 -drei, s$b. «-Mabnefeto, fr**« « Seldartillerie-Rtgtwent Jte. W •'frntrr Bernhard Müller, geb ,n Leutenberg, stckwM tm » Gtode-Rea-^ent z. F, Reiter Joseph Kwong, 8* « Frantenstetn, früher im Infanterie-Regiment Rr Itztz, Netter Gn-do Lau geb. zu Hartman-Sdorf, früher tm JnfaMerie-Regimen! 9h 179, «eiter Franz Ro to, geb zu Kappet, früh« tm Fetdarttllerie'Regiment Nr. 66, Retter Franz ffiawet geb. zu Hannover, früher im Infanterieregiment 9ö 171, Retter Gustav Dehler, geb. zu Waldsachsen, früh« tm königlich bayerischen 3 »hevcmleger Regiment «eiter »ex «oschak geb zu Lawitz, früher im Ularen Regiment Str. 1. Verwundet: »tzefeldwebel Friedrich Saul Thomm, geb. zu «eutben, früher tm Jntantertr- Regiment Nr. 144 (le.chl), Sergeant Kran, Böbrisch, geb. zu Neurode, früher tm Di agoner Regiment Nr X4 (leicht), Sergeant Hermann Ranch, geb. zu Schö«tngen, früher im königlich sächs. 1. Ulanenregtment 9h. 17 (leicht), Unteroistzter Hernanu Faotz. geb.znFreck!eben, früher tm Pionierbataillon Nr 4 (le cht), Unte o fizier Georg Ra ser, geb. zu Ochtrop, früher ta Infante, ie- regtment Nr. 65 (leicht), Untmosstzier R chard Gräfe, geb. zu Leipzig Sellehanien, früher im Jnfonterteregi» ment Nr, 184 (leicht), »-fretter KarlSchmtdtton «geb. zu Ärißevburg, früher tm kgl. boyer. 8. Thevauleger- regtment (leicht), Gefreiter Hermann Schmidt, geb. zu N«chlau, früher im Dragonerregiment Nr 4 (leicht), Gefreiter Otto «raustner, geb. zu »orriShatn, früher im kgl. sächfisckra FeldartiLerte Regiment Nr 48 schwer), «etter Georg «rast, geb. zu WsLberg tm kgl. boger.
1. Dhkvauleger Regiment (leicht), Reiter Paul Ja,«, geb. zu Laurahütte, früher tm Jnfonterie-Regiwent Nr 156 (leicht), Reiter Joseph Btederüetn, geb. zu DutS» bürg, früher tm Ulanen Regiment Nr 4 (leicht), Retter Franz Starztzn-ki, geb. zu Odo- ntl, teüher ta Feld artillerteregimeni Nr. 5 (schwer), Reiter Jose, h -towaf geb. zu Satbinoro, früher tm Feldarullerteregimeu Nr. 2 (schwer>, Reiter Wilhelm «ückmann, geb. zi München-Sladbach, früher tm Regiment Garde du Korps (leicht», Reiter Wilhelm »rr belang, aed. zu Zinna, frühet im Felda, tillerieregiment N'. 74 (leicht), Retter Rerntgiul Nägele, geboren zu Steißling. früher im Sevartillertv Regiment Nr. 15 (schwer), Reite' « uard Hrilig, ge baren zu Fridach, früher tm Felda tMerie Regimem Nr 63 letcht), Reiter Otto Schulz geb. zu Spandau, früher im 1 Sa de Feldartillerte- Regiment (leicht), Reiter Max Lauge, geb. zu Rakowen, früher im Feld- artillerie Regiment Nr. 78 (letcht), R.iter Luton Meckel, geb. zu Welschenennest, f üher tm Jnfanterteregiu.nt Nr. 87 (letcht), Retter Georg «bügel, geb. zu Lüttich (Belgien», f-üher im kö igl. bayer,scheu 15. Infanterie- regimert (schwer), Retter Theodor Stüker, ged. zu Barras'll, hübet im Husarenreg'mertt Nr. 1 (leicht), Reiter Franz VergeS, geb. |u Alt-Damm, früher im Füfilierregtaent Nr. 90 (leicht), Reiter Karl Henning 8aak, gib. zu Itzehoe, früher im Husaranregiweur t. 15 (leicht). Vermißt: Retter Ernst «lbal, ged. »n Sudwa neu, früher im 1. Leib»Husarraregiment Nr. 1, Reiter Karl Mägerdädt, geb »u Wi'»baden, früher tm Infanterieregiment Nr. 88 Im »ef-cht bri «lamvriet- fontein am 1. Januar gefallen: Unteroffizier ® otg
da» durchgeiUtgte «'ficht empor zu dem Stückchen W-ihnochtthimmel, da» durch da» Fenster flimmerte und bdete:
„su Herr, gib ihm Trost!"
Da» unglücklich Mädchen starrte Bild a« und sühlle sich verrinsaml. Da» war die Pteta, die leidende irdische MvUer mit chrem Sohne, dessen Zukunft tot war. _ „ ..
Leise schlick sie In bie Fensternische, drückte ih. Gefickt an die kalten Scheiben, sah über die schwe. bedeckten Dächer hin unb fühl-e ihr Herz voa Wft zerrieben bei dem Schluchzen be» dort im Schoße der Mutter weinte. Klatee w-r di, Einziae, die in ibrem Kummer noch rübrig blieb Bei ihr löste sich der Schmerz milde in stillem Flecht auf. S e löschte die abbreunenden Kerzen an», sodas nach der schillernden Lichtfülle allmählich Wied« dte einfache Z.mmerlatrpe ihr« trauliche« Schein in den travererfüllten Raum warf. Dann schaute fie etee Weile schweigend auf Mütter urb Sohn und die mit ihrem Schmerze einsam ringende Gestalt um Fenster und trat energ'sck vor.
Run ist'» de» Schweige«» und der Trauer genug, feier' find Mens» en, die zu ihrem Reckte kommen wollen. Robert, Du host nicht r «r eine Mutter,Jtto hast auch eine Braut. Bon so hartem Metall ist diese nicht, daß fie länger noch, von Euch vergessen, mit ihrem Leid in der Ecke stehe» »•»».“
R. bat sprang auf. Seine Stiru trennte, ab« er tat keine» Schritt zvm Fwster.
„Laß es tut fein, filmte,* sagte et fast k«h.
Hobe >» einem schönen Traume gelebt; nun vr» ta erwecht und habe mit d-r Wirktichkett zu rechnen. D, ihr wißt nicht, toi» die »teklichkett für ei» - viel- köpfige» U« gehen er ist nach 'vlck einem Träumet
„Sbelie,* rief »Iahe, „gehe Du zu ihm, er ist em komme, Jdalie,* sagte er berb^ „ein U»MA- lich er hat «nspknch ans Dein Mitleid *
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Siner dem Stal de» Fte-arqminifieriu^ bei- Sbene« Denkschrift, betreffend die Einrickfttmg
i drill« Sk-gienutgSbeztrkeS te der Pwvinz Ostpreußen mit dem Sitz der Skegierun, in Allenstetn, «ttechn«» wir folg«be»:
Die fortdauernd ungünstige wirtschaftliche Hage der Prvvt» Ostpr«ß«, die sich s. a. in der bedrohlich« Abnahme der Bevölkerung namentlich d«S platt« Landes zeigt, macht der GtaatSregieruag eine besondere Fürsorge unb Äm Organ» eine intensivere Tätigkeit zur Wllcht. St« «folgreiche Tätigkeit der Re- aiermng«, und uammtlich ihrer Präsident«, erfordert in dieser Provinz noch «ehr als In ander« LandrSteil« mgehenbe Rroidntt der örtlichen Verhältnisse und ständige Fühlung «Uder Bevölkerung ihrer Bezirke, die Entfaltung einer «ns ununtsrbroch«e lebendige Anschauung gestützt« Jnitiattve und fortwährende unmittelbare Mitarbeit. Diese eingehende und fürsorgende Tätigkeit wird in hohem Maße erschwert durch die großen Entfernung« vieler Kreise von dm RegierungSsttz«. Besonder» für den Regierungs- dqirk Königsberg ist au» diesem Grunde eine BerAeineruvg dringend «ottvendig. Er ist an Klächenumfavig (2110817 ha) der größte Bezirk der Monarchie, größer als die Provinz Schleswig-Holstein (mit 1900369 ha), Westfalen (mit 2021061 da) und Hefien-Nsfsau (mir 1569 928 da). Sein Flächeninhalt übersteigt die Dutchschnitts- größe all« RegfenmgSbezirke (1021917 ha — bei Nichteinrechnung von Sigmaringen und dem StMkceiS Berlin) um mehr als daS Doppelte. Auch der Regierungsbezirk Gumbinnen ist an Fläche (1588572 ha) größer, als die ganze Provinz Heffrn-Naffau und übersteigt die Durch- schnitt? größe der Regierungsbezirke um mehr als die Hälfte.
SS scheint hiernach notwendig, unter Verkleinerung der jetzigen beiden, räumlich zu weit ausgedehnten und auch geschäftlich überlastet« RegierungSdezitke in der Provinz eins dritte Urgierung eiuzurichr«, der« Bezirk in der Hauptsache die masurischen Kreise umfaßt, und zwischen diesen, jetzt von dm Regierunassitzen viel zu entfernt beleg«« Tellen der Provinz und ihrer Regiemngsbehörde biqerige nahe Berührung herzuftellen, welche für Sie dort zu lösenden Aufgaben Vorbedingung ist. Für die dritte Regierung wird ein Sitz zu wählen sein, der tu mitt« dieser einer besonderen Förderung dedürstigen masurischen Teile im Süden der Provinz belegen ist. Als solcher bietet sich nach Lage, Größe und VerkehrSverbindung« die Stadt Allensteir. dar, in der auch die Möglich- keil vorhanden ist, die neue Regierung alSbald und bis zur Beschaffung eigener Geschäftsräume Mietweise unterzubring«.
Der neue Bezirk soll unter Berücksichtigung des Gesichtspunkts, daß für alle feine Teile der Regie ungSsitz möglichst schnell und leicht zu er- reichen sein wuß, aus den Kreisen Osterode, Allenstein, Neidenburg, Röffel und OrtelSburg deS jetzigen Regierungsbezirks Königtberg und auS den Kreisen Sentburg, Lötz«, Lyck und
Woberts Khre.
«Erzählung au» der Stgemvari von Alea Ruth.