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Jahrgang
Fulda, Montag, den 9. Januar 1905.
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(Nachdruck Verbots».)
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Mi- schwerem K^pft imb als schleppe -r ime Last hinter sich her, ginr Robert seinen dienstliche« Pflichten nach. Den RegiwevtSkawerade« fiel sein znftteute« W-sen. seine Niedergeschlagenheit ouf, und da sie ihn »« solide kannten, olr daß die Schulden cb-t em galante« «bent uer fich al« Furie aa seine Fersen hesteten, so kamen fi- zu der Ansicht, daß sem Herz aus am reelle Hrt in Mitlridenschast gezogen s« und irgendwo in den Vorgärten bei bräutlichen Paradiese« etwa« vorging
Rrb-rt mied ein ZasaLnneatrefirn mrt innen. El war ihm peinvoll, in eiree Menschxu An lttz zn sehe». Er ging auch nicht »um Klub, sondern ichlvß t<ä in -seine Stube ein und ließ d-n Simm in fich auStcben.
Gegen diese „Vernichtung aller uusstänoischen GtSmme" wendet fich die .Deutfch-Südwrstai-. Zetz^ng'. Das Land bedürfe der Herero; fie üldsÄn einen Besitz de« Schutzgebietes von haherrr wirtschaftlichem Wert. Nickt ihre Ver- nicktunÄ, sondern ihre wirkliche Anter- werfunZ müsse das Ziel des Krieges sein. Auch deutsche, sehr kolsnialfreundliche Blätter prechen fich gegen die Vernichtung aus und so- ;ar diejenigen, die immer rinen Ton ä 1» Dr. Peters angeschlagen haben, möchten denn doch von der Hinmetzelung aller Hrreros nichts wissen, einmal, weil man diese als Arbeiter unbedingt nötig hat, und dann, weil fie doch noch sehr lästig werden kSnnien, wenn man fie alle zur
Verzweiflung trieb.
8s wird dann auch angenommen, daß Trotha nur die völlige Bezwingung jedes mili- r arischen Widerstandes, die Beseitigung der Gtammes- und Häuptlings-Organisation und die UMrwersung des Volkes unter die deutsche j Verwaltung im Auge gehabt habe. — Neuerdings soll auch angemdvet worden sein, daß die ihre Ergebung anbielenden HereroS anzu- nehmoN seien. Der Hererokapitän Friedrichs von Omhom hat, wie oben gemeldet, sein Ge-1 w-hc abgegeben und 50 Männer un^> 150 j Fcauen find in Ommurn zuaelauftn. Aus dem i Umstande, daß man Friedrich und die übrigen Märner nicht gleich erschoßen und die Frauen richt erbarmunOlos wieder in die Waffe getrieben hat, wie es ftüher der Fall war, darf man wohl schließen, daß in der Tat eine ander «Praxis eingetret en und die Aeußerung v. Trothas nicht wörtlich zu nehmen ist. Kapitän Friedrich Hot augenscheinlich eingesehen, daß ein weiterer Widerstand nutzlos oder unmöglich ist, weil es den Ausfländischen an Mu- nüron und Lebensmitteln ftblt.
Der Schritt, den Kapitän Friedrich getan hat, wird unter den übrigen Hererobanden sehr bald bekannt werden. Won der Aufnahme, die den auf Gnade und Ungnade fich Ergebenden bereitet wird, wird es abhängen, ob andere Kapitäne seinem Beispiele folgen werden. Gras Bülow hat ja auch erklärt, man denke nicht an die Vernichtung der Herero. Möge man dem- rilispteche'nd SttK u*u# hir-idrkn!
Gewißheit werden Er «ahm fich zusammen und legte sich lvrglor in den Smhl zurück.
Der Lemnarä begrüßte ihn en st
„Dumme Geschichte bc« e |
ga sxhr dumm, aber wa« well n Sie? Man j
* ' schlich nicht immer am GLnzrldavb führ,. --
Er riß die Spor > ätsche, bi« an der Wand unter zwei gekreuzten Drgr ding, herab und ließ fie wn^ttg
• ” - - ■' y i-dersauseo, der fich ur.br den
Hieben krümmte vor Schmerz. (3 I)
„Er wollte mich nicht sehen," zischte ste und stampfte mit dem Faße, daß da« Schneewaffer auf« spritzte. „Diese vornehmen Naserümpser glanden über unferein« btnwegsehen zu können, aber wir hoben'! Selb; »an warte nur, jetzt reise ich direkt nach Hause. Ich kann noch Wal entere« beanspruche», al« einen verschuldeten Schwiemeler, auf den ich zudem noch zehn Jahre warten soll, danke dafür."
So kehrte sie eilend« zmück zam Hause ihrer Dante und schwelgte lckon im Borgermß der kom- mjfr'ben Tage, wo ihr Vater den Sovutaglrock a?zog und tu Geheimrat« ging.
Während die Engetliese da« Nötigste zusammen- p.ckte, um mit dem MittagSzuge r isen zu könne», saß Rolf in bet Restauration de« Klubhause« und erwartete Leutnant Söller zum Frühschuppr». Er sah mit etwa; unsicheren Blicken umher, denn allgemach war ihm die Erinnerung an bat Borge allen« in der vergangenen Nacht gekommen und beunruhigt- ihn.
Bei Laim Kopte mußte er fich rinH-steh-n, daß k« keine angenehme Aulfichr war, fi-v möglicher Wffe vor die Pistole oder den Säbel gefordert zu sehen.
So etwa lauteten die Andeutungen Söller«, al« rr ihn nach Hanse brachte.
Da kam di-ser auch schon, m b r un wußte ihm
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rchriftleiterrZof.vaum
3. woch-nd-iiag-: „Illustrierte Sonntagszeitung
,KreuWg/: „Aehntich wie Duhrs Jesuiten fabeln zerstört das Buck zahlreiche traditionelle BejchmdiMNgen gegen den Orden. Aber Duh? ift Jesuit, Pilatus ein persönlicher Gegner des Ordens. Trotzdrm ist sein Buch eine VerteidignngSschrtft, also einseitig und nicht geeignet ein Bild zi geben, dgs den alten Haß gegen den Orden verständlich macht Sein Material ist reich, wie schon das ergiebige Sach- und Personenregister beweist. Nicht ost genug kann man es heute (leiderh aussprrchen, laß ks bei so vieler un> Huger, kenntmSlsser unb fanatischer Polemik ans unsere? Geile dringend erwünscht ist, wenn wir das Audiatar et altera pars beachten. D'zrr kann das Buch gut« Dienste leisten.» Wie die Krruzztg. rsn einer Verteidigungsschrift verlangen kann, fie „tolle den alten Haß gegen de» Orden verständlich machen", ist uns unbegreiflich. Was kann ein solches Werk denn mehr tun, als nachweisen, daß alle die Vorwürfe, dis der Haß gegen ihn erhebt und die den Haß nähren, undegründel finde GS ist Sache der Feinde des Ordens, demgegenüber »u beweisen, daß ihr Haß begründet ist, wenn sie es können. Anvernfallt müffen fle gestehen, doß der Haß aber der B ök- willigkett entspringt. Der Orsen hat dem Protestantismus viel Abbruch getan; daher erklärt sich der Haß sehr einfach. Wenn die Pro- testantea ihn daiür verleumd««, so mögen siezusehrn, wie ste las mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Wenn der Orden auch auf katholischer Seite auf Haß stieß, so braucht man fich nur den Lebens wandel dieser seiner Gegner, besonders in Frankreich, anzusehen, um sich manches zu erklären.
Herr v. Gerlach und die Goziul- de«okratie. Der Abg. v. Gerlach, zuletzt Cdef-
I redakteur der ,Brrl. Zig.', hat bekarntlich der Sozialdemolratie ge «nüber bisher eine wohlwollende Stellung eingenommen. Das hält jedoch die .Leipz. Volksztg/ nicht ab, dem Herrn 0. Gerlach folgende Gtilbsüte zu widmen:
LumpaziuS Gerlach entrüstetfichdarüber,daß Gesöffe Jarck -, den er schon längst in eine Kaltwasserheilanstalt abgeschobr» Vatte, immer noch m der Re- bnitton der .Leipziger Bolkszertung'tätig ist. Wir wollet dem Hrun verraten, daß Genosse Jaeckh in der Re dattior der ,3eip$‘y- daMzfrtmla- fttt-st da »alt roaffeiiabinett eingerichtet hat, an? dem er solch . . . . Bursche«, wie der von politischer Sptsung, lebende Deklassierte v. Gerlach es ift, do* Zeil zn Zeil einen Kaltwafserstrahl verabfolgt NÜHt'S nichts, so sckadets nicht«.
Soweit bringt man es, wenn man sich der Sozia-drmokratie an den Hals wirft.
§ Der Anarchist Day« hat bei der Oberstaatsanwaltschaft gegen denPolizet- prästsenten v. Borries Anzeige wegen Freiheitsberaubung (betrifft den Fall der bekannten Janina BLrsov) erstattet. Der Ober» staaisanwalt Jsenbiel Kat dem anarchistischen Genossen Daya (Karfunkelstein?) die Antwort zukommen lassen, daß er zu strafrechtlichem Ein- schreiten kein Anlaß habe, da das Polizetprä- stLium sich in den Grenzen seiner gesetzliche« Be- fuguiffe gehalten habe. Es habe sich nur um die Ausweisung der Bärfon als lästige Aus' lönderin gehandelt und dabei sei gegen das Ge- setz nicht verstoßen worden. Wenn sie sich be-
Z,rnbbtz-nbe.i. , _ . ,A
„eitnber,* bonr. - t ibn dieser an, -Du spiel» mit dm« Manre« shrel NchllMÜrbiger Bube Töten itetf ich Di » nicht, aber züchtige« w,ll ich
lassen," meiste Rolf, eine Cigarre anzünbenb. „Wal hoben Sie mir zu sagen, Herr Leutnant?-
Seine Stimme hatte doch nicht ganz den festen fiIa"$ar, ich beste, wir schweigen über die Ange- leoenveit."
Wa»?* rief Rolf eileichternd emporfahrenb, t« f wmt nicht zum Du'll?" uvd bann fügte er, sich ben Ton der Verachtung gebenb, hinzu: „Er will nicht? Kon-te mir'» denken."
„Bedenke« Sie, wie schwer e« für einen Mfater ist, (eine Ehre antasten laflen zu müssen, ohne Re- vancke zu fordern." _ .... . _
töt«," lachte Rolf, ben bie Gewißheit, baß Robert schon Jdalie zu Silbe nicht on« Duell dachte, freier machte, „Rebenlarteu! Str haben un« al« Jungen« redlich geklopft, warum feilten wir e« letzt nicht dürfen? Der Mensch hat tHne «oaroge/
Ich bitte Ste, schweigen Sie, unterbrach ihn Söller, „Sie bedenken gar nicht, wa« Sie da fsgen. Für un« ist diese Angelegenheit nun erlebigt.
„gär mich nicht," sagte S'rif kick und sprach bann über da« bevorstehende Rennen.
„Fatale Geschichfr. D-r Mensch har geschwätzt — aMgeplaudert ober wie man « nennen will
Robert hielt an. „Senn Sie von meinem Vetter t<bjUnt Teufel ja, von ihm. Wir nehmen Sie da«, Kamerad? 8r sprach im Osfisierlkreise von der — hm - Fatalität. Sie verstehet!, wir wollte« Schweiger bewahren "
Ja Robert« Gesicht Heg eine dunkle Röte bl« zur Stirne, bei die Aornelaber schwoll. .
„LeMrant Söller," rief er, „die vA- Wahrheit.
„Verdammt schmll gesagt. Ihr Beiter hat vo, Offizieren unsere« Regiment« erzählt, daß er Sie züchtigen darf. Nun bleibt »ar ein Aulwrg mehr, Sie müfl'N ihn fordern, ehe der Ehrmuat mit. der Ausklärnnglfrage an Sie berantritt. Es gilt Ihre Oifiversehre, Ihre ßütunft " k „
Die Utzten Sorte sprach der L-utvant in ben Wind, denn Robert war, von maßlosem Zorn edant, davonaieilt. Er stürmte bie Straße hinauf, so daß di« i Borübergrhesben stehen blieben und ihm uackschauten.
Bor einem Hause sta'b die Hauswirtin Rolf«, die dem Ankomme« den resp-ktvoll Platz machte.
Der junge H:re ist soeben aufgesinnden und nimmt siin Frühstück," tief fie dem Offiziere nach, der Mmbtbenb die Treppe hinausrannie und ite Zimm-rtüte Roifr aufstteß. Dieser lag auf dem l Sopha und la« die Zeitung. Btt dem stürmt,chen Wittrtrt Roiettl fuhr er empor und starrte aus den
Das gemeinsame Vorgehen gegen Gochas be- lrefferrd, sei daran erinnert, daß Major Lengerke, der von Südosten her, von Kors über Persib vonückt, die Beldschoendrager am 12. Dezember bei Koks geschlagen und bis zum 18. südwärts gegen die Karras berge verfolgt hat. Die KrirgS- karr« verzeichnet einen Koes mir Gochas verbindenden Weg, der durch wenig befiedeltes Gebiet führt. Von Südwesten her, von Gibeon, marschiert über Gromus die Kompagnie Ritter vor, deren Anwesenheit in der Gegend von Gibeon durch die Meldung über ben Kampf am Hudup am 21. Dezember bekannt ist.
Nach einer Meldung des Generals v. Trotha aus Windhuk vom 5. Januar beabsichtigte Oberst Deimling am 4 Ion Gochas oon verschiederten Seiten Zugleich anzugreifen. mit Abteilung Meister (4. 5. 7. Komp., Batt. Stahl, Avob abwärts, mit Kompagnie Ritter und Halbbatterie Stuhl- mann von Gibeon über Goawus, mit Abteilung Lmgerke (8. Komp. 8. Batt ) von Koes über sgerfw. — Di« neueste Meldung des Generals von Trotha 20m 7. Januar besagt nun, daß Mczor 1 Meister am 2., 3. und 4. Januar hmlnöcktgs ! Äefkch«e beim Vorgehen von Slamvrieifontein ors i Groß Nabas hatte. Mit dieser Ortsbezeichnung P anscheinend Gei-Nabakarus gemeint. ! Sroß-Nabas wurde nach fünfzigfiündigem j Kampf genommen. Der Feind war 1000 Mann stark, darunter nach Aussage Gksartgerer Friedrich Maharero mit 250 Hereros. Genaue Nachrichten über die deutschen Verluste konnten noch nicht übermitielr werden, da die Heliographen- linie durch dringend notwendige Telegramme über Truppenbewegungen und Nachschub von Verpflegung und Munition vollständig in Anspruch genommen ist. — Weiter wird noch gemeldet, baß der Hererokapitän F r t« d r i ch von O m b u r 0 I 4. Januar in Omaruru seine Gewehre ab« gegeben hat. Seine Werf! will seinem Beispiel ! folgen. Bis jcht sind 50 Männer und 150
Frauen in Omaruru zugelauf n.
All diese Berichts zeigen, daß unser? -schütz- i truppen zwar aus der ganzen Linie mit Erfolg vorgeden, doß aber noch sehr vieles zu tun bldbt, bis der Ausstand, den man anfangs so lercht ! bsileam zu köimen glaubte, ganz bernd'gr ifr.
Eine wichtige und schon viel erörterte Frag« ist run: Was will man tun, wenn die aufständische Bewegung unterdrückt ist? Was hat man mit den Herero vor? Der Windhuker Beirat hatte den General v. Trotha um bestimmte Maßnahmen gebeten, durch die die Sicherheit des Orte« gewährleistet werden sollte. ! Darauf erließ General v. Trotha folgendes I Antwortschreiben: „Daß ich das wirtschaftliche Interesse der Kolonie fördern werde, soweit es | die Kriegslage irgend erlaubt, ersieht der Beirat aus den Maßnahmen, die ich zum Schutze der i Farmer und ihres WirtschastsbeiriebeS bereits getroffen habe. Vorläufig ist jrdoch die Ver- nichtung aller aufständischen Stämme !das Ziel aller militärischen Maßnahmen. Hinter diesem Ziele trstt die R ck- : ficht auf Förderung des Wohlstandes der An- steiler naturgemäß zurück, soweit sich diese Rück- sicht nicht ohne Schädigu'g wichtiger militärischer Jntereffen durchführen läßt.«
Deuttches- Reich.
Berlin, den 7. Januar 1905.
* Konferenz der'Oberpräfideuteu. Vor- gestern hat unter dem Vorsitze des Ministers Freiherr« v. Hammerstein rm Ministerium des Innern eine Konferenz der Oberprästdenten der preußischen Provinzen getagt, di« schwebende Verwaltungs-Angelegenheiten erörterte. Die hier anwesenden Oberpräsidenten nahmen daraus an dem Abendeffen bei Freiherrn v. Hammerstem teil, zu dem auch der Kaiser erschienen war. Auch der Reichskanzler Graf v. Bülow und der Finanzminister Freiherr Rhernbaben gehörten nach der,Vosf. Ztg/ zu den Gästen des | 8M«°- Naumann) „Der J-s«itism«s" schreibt die j
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Da« sollte, da» durst- niemand sehen. Er mußte schlveizen, weil ein Bube ihn beleidigt hatte.
Nu« seinem Grübeln riß ihn am andere« Morgen ein Brief von Jdalie. El waren nur einige flüchtig hingewoisene Stilen, die in zitternder Eile geschrieben ‘"““'Born Engelwirt erfahren wir soeben die schreckliche Nachricht.' Ich weiß, Du mußt den Unseligen fordern, aber aus den Knieen flrhe ich Dich an, tue e8 ni^ R.chte nicht diese Scheidewand zwischen uh« auf, um unserer Liede willen. Robert, Geliebter, nur da« nicht' Ich bin in Verzweiflung und «le zu Detner Mutter."
Da sprang er empor. v - ...
Zu meiner atmen Mutter, da« darf sie nicht.
Er eilt- MM Telegrsphenburean und depeschierte: „ES wirb nicht geschehen. Kein« Unruh«. Komm«
Wechvachte«.* . ..
Di-se bestimmte Erllänmg mbßte fie beruhigen und sie beruhigte auck ihn.
Al« er 6u« dem Teles-aphenamt trat, sah er eine Strecke vor sich Leutnant Söller eilen. Er wünschte nicht mit ihm zusammruNitreffen und ging langsamer. Da bi-ser in die Straße embog, toojetne, Robert», Wohnarg lag, wurde Letzterer austuerkf« und spähte sack dem EiliSEU «08. Dieser wandte sich wirklich der Wohnung Robert« zu, und nun be* schlnr»gt« der Langsame seinen Schrttt und fing den Sentsaet an der Treppe ab. v _
Man sah Söller an, daß er äberrumptit tto-btn War und noch nicht bte rechten Worte fand, sein über- rafebeebe« Erscheinen zu so stsiher Stunde zu begründen.
^Rcken Me° j-tzt f«i“er6ul. Ick ""in Soldat und I Dick wie tiaen'beUe:: -h Hund
verflickle» G-Pläntel um den Kem - er Sache, also bitte. V-- .. . -
teüJnrt 9,eg einige Treppenstufen hinaus auf den u.b-rrmche
und warb-- fich wieder nach Rodert zmück. "
Der tzereroavsstand tu Südwrstafrika. i
Die erste Woche des neuen Jahrcs hat aus s' Deutsch-Südwestasr'ka eine ganze Reih« von be-- . deutsamen Nachrichten aebracht Gleich »mV NeujahrStag« stieß Mrjsr Meistsr abends! j gegen 6 Uhr bei Stawprirtsontein auf 500 bis! j 600 Hottentotten. Diese hielten trotz wieder- ft :Holter Bajonettangriffe bis 9 Uhr 30 Mm. abends ; Kand und zogen fick erst unter Sem Schutz der,: Nacht auf beiden Usern des Nuob in Richtung auf Gochas zurück. Major Meister folgte am nächsten Morgen. Die Verluste des Feindes, welche bedeutens gswesm sein müffen, sind noch | nicht festzustellen gewesen. — Bei den Zttt j angaben ist zu brdevken, daß man in jenen j Gegenden, wie auf der ganzen südlichrn Erdhälfte, z jetzt Sommer hat und fich gerade in den | längsten Tagen befindet.
Nach den früheren Meldungen mußte man >, annehmen, daß dl« Zahl der kampffähigen Hotten- - totten in der Gegend von Stamprietfonlein er- i heblich geringer sei. Ja dem Telegramm, toj-b, chrs die erste Nachricht über das erfolgreiche Ge-; fecht gegen die Witboi bei Naris am 4. Drz. i und di«^ Einnahme oon Rietmom am foigesden | Taae meldete, war gesagt, daß die Hauptmacht ■ der Feinde nordostwärts gegen Kalkfontein, j kleinere Teil« südöstlich gegen Gochas geflüchtet seien. Ein späteres Telegramm weidet« dann, | daß Cberft Deimling, Ler am 8. Dezember bis Katkfontein vormmschiert war, dir Verfolgung noch in der Nacht zum 9. sortsetzt«, da G»fanrene aussagten, daß Hendrik Witboi bei Witkrans | (Uriqawas) sich aufhalte, das südöstlich von Kalk- \ fontein am Auod (Gr. Mtterfluß) liegt. Vor < unseren anrückenden Truppen war der Feind । aber südwärts in die Richtung von Gochas e a- flohen. Diese Mkldunsien. sowie die fügende vom 21. Dezember, daß Major Meister eine von einer Oifiaerpatrouille festgestellte Schar von 80 Witboi bei dem östlich von Kalkfontern am Äuob | gelegenen Stamprutfontein üasrraschrnd anqe-1 griffen und vertrieben Habs, führten zu der An> nähme, daß die Hauptmacht der Witboi sich in bsr JSesenb so» GochoS brfinde, urd nur noch Aeinrre Mitkoi-Schareri in der weiter nördlich davon gelegenen Gegend sich aufhielteu. Die obige Meldung von dem Gesecht, daß Major I Meister bei Stamprietfonlein am 1. dr. Mts. zu bestehen hatte, schätzt aber die Zahl bet | «Hottentotten", die ihre dortige Stellung eist nach zäbem Widerstand aufgaben, auf 500 bis 600. Die beträchtliche Anzahl von Kämpfern, sowie di« Lage von Siawprietfontein läßt es als nicht unmöglich «rscheinen, daß sich unter der Schar dieser Affständischen auch Krieger der Roten Nazion besuaden haben, deren Zahl auf etwa 600 Mann geschätzt wird. Ihr Kapitän Manaffe Noreseb hat sich bekanntlich dem Aufstand gleich anfangs angeschlosfen. Sein Sitz Hoachanas (nördlich von Kaikfontrin gilegenl wurde schon Sndr Oktober als durch unsere Truppen gesichert bezeichnet. Anfangs November befand sich dort die 7. Kompagnie des 2. Regiments unter Oberleutnant Grüner, die jetzt zur Abteilung des Majors Meister gehört.
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Woöevts KHre.
Erzählung au« der G-grnwart von Alca Ruth.