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tagrzeitung

JEX

32. Jahrgang

Fulda, Montag, den 2. Januar 1905.

Äs. 1

Charakter hatte er durch Las

K763), also tnoa 42 v. H. der Gesamtzahl; n folgen die Industrie der Nahrung?- und

14

iwen

Sie Hl ihre» Schleier Linaus, sm ihm hr yöruvg zu jeifcen und so ntenren wir da« P>

und

war

Ltrrche», sei einmal eine« Wfesyng lang ver-

HBIIOTHECA rVLDWKT )

Zu den aögelaufms Lippische bedenklichen Rominrenrr

------^Nachdruck verboten.)

5. Kapitel.

Sie Schatten.

Vergeßlichkeit."

„Meinetwegen auch", 6t«ernte der Ofijier

ta Kreisen, in denen man mehr sozialpolUilchts Verständnis suchen sollte. Von den Regierun^es muß gerühmt werden, daß fie lretz aller Gegen- arbeit des Scharfmacher-ums den ernsten Willen zeige«, die soziale Reformtätiükett fortzusetzen und dabei auch den Handwerkerstand nicht zu vernachlässigsn.

Nus dem Gebiete der Zoll- und 4)an« delspolitik hat der schon seit Jahren lebende Streit auch dieses Jahr hi durch angedauert. Glücklicherweise nähert er sich aber nunmehr feinem Ende. Sire Reihe vcn HandelsverttSzen ist zu Stands gebracht worden und auch d-.r mit Oestsrrelch Ungarn scheint dem Abschluß nahe zu sein. Der mit so großer Erbitterung geführte Streit um die Kanalsorlage schien gegen Jahrrsschluß ebenfalls begraben werden zu sollen. Neuerdings aber steht eS aus, als solle er zu Zwistigkeiten unter den bist er einigen Kenser-

S«mßMit:el mtt 127863 (126 905), die In­dustrie der Bekleidung und Reinigung mit 110021 (99789) und die Industrie der Steine und Erden mit 58020 (55 966). Rechnet man die jugendlichen Fabrikarbeiterinnen den er­wachsenen hinzu, so waren im Jahre 1903 in in den Fabriken Deutschlands 1009041 Ar­beiterinnen tätig gegen 961816 im Jahr-1902.

Künftig* sprach er auf Re etn, „Du tcnrR von einem Smdent-n nicht verlangen, daß er bei Raffe ist, wenn dcS gnädige Ding b-fichtt. Warte biS worq-n, ich wrll heute noch einmal mein Stück -m Spiel ver­suchen. Der erste Gewinn ist tüe Dch Ick bäte nun einmal die Dummheit begangen, mich in Dich zu vinlieben, wahrhaftig, Ltstel, ich hstrate Dich. Ich hatte Berlanzeu nach D-r und daß Tn g>kommen bist, zeigt mir doch, daß Du mich dem Pückrihärivg mit den RrSmertzLodk« vrnziehst, hahada."

„Jawobl, lacke nur über den," schwrllte sie noch immer, er hat Dir etwa« voran« — da« Geld War babe ich davon, daß ich auf Dich warten soll, bi« Du grau bist und ich Hm ölte Jungfer? Meine Tante hat vielleicht nicht Unrecht, wen-- sie wir immer Mieter sagt, Du führest mick an der Na e beruw und schämtest Dich, mit mir tff-ntlich zmammenzutreffen wegen Deiner lumpigen Siuker.ten, d-.e alle bei hen W rke« in der Kreide stehen, habe ich mir sag°n lcssm."

Ec zuckte ungeduldig mit der Schuller und schlug deu Mantelkragen auf, denn in einiger Entfernung ging Leutnant ©cÖt an ihnen vortei» von dem er nicht erkannt sein woll e.

„<fcu »erlangst doch wohl nicht," begann Rolf ärgerlich, „daß ich am Sonntag Nachmittag mit der g'ou Tante urd den teuren «ngedörigen in patri­archalischer Aamiliengeme vschaft zu einer K rm.ßbude pilgere und znm Kaffee Semmeln mit Sp ck einge­legt tfie."

„Oho, da geht» vielleicht anständiger zu, wie bet den H-rren Stubentea "

Da« mag sein, «ie eS will Ich habe Staate#- pßiwten, die ich richt cuß'r Acht lassen darf. « besteht nun einmal etn gesellschaftlicher Unterschied zwischen urS und — na sei nur beruhigt, morgen hast Du den schürfte Haa.schmuck, darauf verlaß D ch. Da find Wir am Hanfe Deiner laute. Sw mtt Dein kleine« Händchen, Schatz, so und nun sei wieder heiter. D-» Kurten steht St so schlecht, und Du

Mnmg zn zeigen uns ,o eitenreo wir da« Puppen- gesicht de« Esgtllirrchen», da» die Scheu vor rem Herrn S-cetalrm«sobre längst adgrstreill hatte und sich rrlau t, chm gründlich ihre iVtlfeR mmnag zu zeigen.

ließ ihn strh'N.

De Räum- füllten sich ollmähltg an Es eine bunte Gesellschaft Studenten und O stetere — zvmeist in Sivil — Finanznäuret uuo RrchiSgelrhrt«»

* *£■?; FrLrresarls'rlL iu drr: FLbrikrS hat im Jahre 1903 nrch der amtlichen Sratisti? wieder tise wesentliche Zunahme erfahren. 8s wurden in Deutschland 899 338 erwachsene Fsbrikarbeitesstlnsn oeMlt grgen 860087 im Jahre 1902 md 847987 im Jahre 1901, so daß di- Zahl im Jahre 1903 um 89251 oder 4 6 v. H aestiegrn ist. Darm ter befasbeti sich 328535 (1902 314624) Arbettertanm im Alter von 16 biS 21 Jahren und 570803 (545463) über 21 Jahre alt. Die Steigerung betrug bei ersteren 4,4, bei letzteren 4,6 o. H , war also ziemlich gieichmäßia. Die meisten Fabrikar- beite rinnen beschäftigt von den einzelnen In­dustrien die Textilindustrie mit 374824 (1902

Rots lachte auf.

■»meinen Sie denn, daß ich schon vor '— Bankerott siche! Bnfichere Sie, ist nicht» »eiter at»

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Fortwährend

»ehmen noch <fle Postanftsltev, Lansbrief- höre« Zeiti?nßSträgsr ««d ««sere «rpe- Mttoe (Harmonie)

DrßriltrrM imf des 1. GüMsl 1965 der,F«waer Zeitnns« z«m Preise von 1 Mark 50 Pfg. (ohne Bestellgeld n«d Brinserloh«) eutgegeu.

vativert führen.

Werfen wir «och einen kurzen Blick auf Süddeutsch! and und Sachsen, so sehen wir auch Per erblosen Hader. In Bayern haben d'e Liberalen d'e Wahlrechtsreform za Falle gebracht, weil Aerechtigkeit nicht in ihrem Parle-intereffe lag. Um Sen unvermeidlichen ungünstig« n Eindruck ihres eigensüchtigen Tuns zu verwischen, haben fie fortgesetzt in der ge- bSsstgsien und vrtwerfl chften Weise gegen die Zmtrumßpartei gehetzt, die es freilich an kräf- tizer Gegenwehr nicht hat fehlen lieg. In Baden Haden die Liberelen die Vrrfafsuvgs- und Wahlrech Zresorm zwar nicht verhindert, aber weil fie nachteilige Folgen für ihre Partei davon fürchten, Hetzen fie ebenfalls in geradezu unanständigerWeist 8eze«„MttLM0ktavs",Prikflsr und Orden und gehen sogar ein Bündnis mit dln Sozialdemokraten ein, JnWürtlsmberg hatten wir Len schon erwähnten Streit um dir Schnloorlagr nebst Fortsetzurg des Streites wey-n d:r Versüffunzsrefsrm, nicht zu vergessen eins :üLtig- Äatholrkt«<yvtzt. In Tüchscu''feuxte die protestantische Duldsamkeit ihre bekannten Orgien. Nachdem König G-org zu Tode ge ärgert wer, konnte man seine Kraft an seinem Nachfolger erproben, bin man durch die liebens­würdige Ehebrecherin Gräfin Morttgroso gern protestantisch gemocht hätte.

verhängniZoLÜsten Blreiisällen, die Jahr gebracht hat, gehört der Th ronstreit. Einen besonders

Telegramm des Kaisers etfeaPe«. Gs find zwar nicht alle Wirkungen des S:rnteZ und dieses Trlegrammes an dir Oeffentttchkeit gelangt, aber das kann keinem Zweifel unter, lirgev, daß der Friede unter den Bundes eegie rungen schwer gefährdet und da« Vertrauen tief erschüttert war. Glücklicherweise gelang es dem geschickt« Eingreifen drS Reichskanzlers, den un- seligen Streit einer friedlichen Lösung entgeseo- zuführen. Möge im neuen Jahre aller Errett und Hader friedlich enden. Das ist unser Wunsch, d-r sich aber wohl nicht erfüllen robb.

fie wirklich betraten. Bin ich mcht koopret v-nückt? Ich habe fie eui eirm:l gern; keine Fkirtaliou « ie bei der Anita, nein, ich könnte fie mit als meta un* bedeutendk« Frauchen in der Wirt schab «schürze betten, bie mit so nett kocht und mich im klebrigen meiner E^Der L-utvam schlug fich lachend auf« ff nie.

.Gottvolle Idee! Und mm will er fich j-tzt schon eine Rette a-« Sein binden und ernsthaft in» Uvg'bck springe». Mensch wollen Sie denn r-ttu»g«loS ver­loren fein? Mit solchen Mädchen anüfien man fich 'ne Weile, aber heiraten — heiraten l Pyramidale Dnnmcheit, auf Parole, man müßte Jhr.en eine« Bvrwiwd setzen."

Andere Herren traten auf fie za und wufj’est einige pikante Theaternackrichten.

Rolf wurde von einem Offizier in Zoll beisette genoDmen.

„Herr Matiol, e« ist mit fatal, aber die Sache ist die, daß ich selb» auf bim Trockene-, fitze. Sie wissen jo, unserein« hw, hat am allerwenigsten Savi- tditn aukzuliihen Tat mir wirklich leid, Sie find mir »m Uebrigen sehr ehrenwert.'

Rolf wmoe rot vor Zorn und Beschämung.

,AH, die Bagatelle, die @te mir beim Spiel tot» gedreckt." machte er verächtlich, „ist mir faktisch an­der Erinnerung gekommen. Sollen Sie haben, sofort ober mvtgei», Serie ff en Sie fich darauf"

»Wenn Sie bii Jäbnisck anfragen wollten," verfitz'e der Ostzter, der nicht zn täuschen war, „er ist Finanzier."

die Behörde« so spät eingeschritten feie«, und e$ könne nützlich se n, wenn der Reichskanzler sich öffentlich darüber ausließe. Wenn die Frei­sinnigen tu ihrem Diensteifer gegen „unsere jü­dischen Mitbürger« sich gedrängt süylen, «t»» solche Interpellation etazudrmgrn, so k-nnen wir rS natürlich nicht hindern. Aber das müffen wir doch faaest: wohl noch nie ift eine Inter­pellation ähnlicher Natur etacebracht »erbe», trab unseres ErschtenS machen fich die J-irer« pellanten mit ihrer WichÜgtuerei einfach lächerlich. Wer ist denn Gras Pückler? Ein notorischer Narr, dessen tolle Schimpskteirn über bie Inden und urkräftige' Aufforderungen, fie zu ^verhauen«, kein Mensch ernst r.immt. auch bie Let te nicht, bie ihm in VrrsaWMlungkn zujubeta, d. h. ihren adgeschNackten Ulk mit ihm treiben. Man mag seine Reden und Flugblätter alS den Unfug eines Narren vetbieten, ab-r nie­mand fühlt fich sadurch zu rIewalttätiglriren gegen bie Juten und zur Etörung des Lffrnt- lichen Friedens auzereizt. Wegen so et saS ei»e Jnteryellwion im Reichskaze einzubrinzrn, ist abgeschmackt.

* B»u der Reich?poft n«d Tele- grapheuverwultoug. Emen wie gewal- ttgen Aufschwung die Poft in den fitzten zehn Jahren genommen hat, ist auL folgenden Zahlen d»S Mats der Reich^poft- und^ Zelt» Zrophenvrrweltung für die Jahrs 18S5 und 1905 zu ersehen. Der Postetot für 1895 war in Einnahme atf 294 2 M llisren Mark, in Ausgabe auf 268,6 Millionen Mark rcrgefehev; der Ueberschutz 6$trag 25.6 Milliouen Marr. Im Mat 1905 ist die Etas ahme c-us 507,1 Millionen Mark und die Ausgabe auf 447,8 Millionen Mar! seranschlogt, mithin ist nn Ueberschvß von 59,3 vorgesehen. Der Bebet« schuß ist demnach innerhalb 10 Jahren um 131 Prozent gestiegen. Im ganzen -"-rdeu 5430 neue Stellen für B-amte und Unterbeawts errichttt.

Der trübe Schein bc« G-Slichte» flccketfe über W Drottvi-, wo die abendlichen FnßgS-ger ar ein« «drr vorbeckrängfin und fich vor dem Autglettes ta dem vchneesoss-r kaum zu schützen ter»-achten.

Sn einem Fe> strr mit glänzender SnSfi llang von Mchvachttg-schenkeu, fanden sich einige Neugierige Mfammen, die ihre Wünsche bei all dem Tanze ta« «AMwliche steilen ffflwew.

-Den l liukrvden Haarteifen könnicst Du mir doch Mvhl kokfiu", flüsterte ärgerlich ein Mädchen dem langen Kanne, der neben ihr stand, zu, „er ist jeben- kfl« kein echter Seeio, sonst kostete er nicht bie LunpinfimAe von 12 Mark."

®t zrg fie heftig divweg und zwang die Mbrr- Ht^ende mit ihm »eiter zu gehen.

-Ich rann Dir doch vor den Leuten nicht sagen, d-ß t» angerblicklich nicht einmal über zehn Ikart tafi«.“

„SchSv« Gent-iwan oa«*, murrte fie, in Malm» *et tragt tw die Kopie jo hoch, daß Ihr bald am » Himmel ansiopet, und da hat der berühmte Sohn uichl einmal so v:el, ftae« Schatz eine Freude zu

Deutsches Reich.

Berlin, den 31. Dezember 1904.

*<: Die Kündigens deS HZudel-ver« 1r«gS mit Oesterreich-Ungarn ist zum 31, Dezember nicht ersoigt. Die »Deutsche TageSzta.' hört, fie unterbleib-, ro<U man ta dsa Kreisen der deutschen Regierung überzeugt sei, dch der reu; Handelsvcrtrah mit Orsterreich- Ungarn in den aLrrnächften Tagen zu Stand- komwen werde.

** Ein vor einiger Zeit im .Tag' unter dem Pseudorym „R. Kent" erschienener Artikel. der fich über dis tza«delSpolirische Dätigkrit des Grafe« v. PssadowSky in Wien un« fr-undüch äußerte, wurde nach feiner Veröffent­lichung von einer Leipztg-r Zeitung einem nicht rrLhrr bezeichneten ^Betzeimen Legotionsrat" -u- g-fchrirben. Sin Berliner Blatt ist auf diesen Artikel mit der Bemerkung zurückgeksmmen, in jomnaüstischen Kreisen erblicke man dahinter „em Mitglied beS Preßbüreaus des Auswärtigen A»4-s". Jetzt erklärt die ,Nordd. Nllg. Ztg.': „Uns ist nicht bekannt, wer sich unter dem Pseu- dmyN „R. Kent" verbirgt. Wir stellen abzt fest, daß der Verfasser nicht im Auswärtigen Lwie zu suchen ist."

A Protestatttische Kundgebung zum Bovifatinsjubiläum, Der «eugegründetr „Verband der thüringifcheu Hauptoereine des Evongelifcheu Bundes" hat beschlossen, ßi8 An- lüß "Les bevorstehenden Bonifaz« Jubiläums eine eemtinfame prÄtestsntische Kundgebung „an einer'historischen Stätte im Gothaer Lande" ad« zuhalten. Die bedeutendsten Redner des Bundes find zu der Feier aroefaot. — Dine Protest tuu's nun einmal gewisse Herrrn nicht! Die „historische Stätte im Koburger Land« ist wahr­scheinlich das „Tandelaber Denkmal" (ein pro- teftantischeS Denkmal für den hl. Bonifatius) b»! de« Gstharschen Dörfer» Tatterseld, Fivster- i briuen und Altenbergs». Dmt fand auch im ! Ich-: 1855 • bM MotWfftzes „B-nifr^ Jubiläum" eine pritrfikmüsche Feier fettens des Kustaa Ado'f-Vereins statt. Das .Gothaische Tageblatt' Hot damals einen smeressanten Bericht über diese Feier gebrecht, de« wir viel« leicht gelegentlich einmal unseren Lesern mitteilen werden.

* Die Freisiuttige» «ud Tüddeutfcheu Bottssik» teilen haben bekanntlich im Reichs« tane eine Interpellation angekündigt, neiche Maßnahmen der Reichskanzler zu ergreifen ge­denke gegen die den össrntlichen Frieden gefähr« lenden und zu Gewalttätigkeiten anreivsbea Reden und F'ugbläiter des Grafen Pückler« Kl. Tschirne. Die ,Fc. Deutsche Prsffe' gibt fich nunmehr die Mühe, die Judenhrtze deS Grafe« zu schilde v, e nige saftige Proben seiner Knüppel Rhetorik in Erinnerung zu bringen und mit gebührender Entrüstung den NackweiS zu führen, daß der „Dreschzraf" fich strafbar ge> macht habe. Nach Ankündigung der Jnterpel« lalion habe» die Behörden das Auftreten des Grafen verboten. Die ,Fr. Deutsche Pr.' etktärt ober, damit sei bie Jnterprllation roch nicht er- ledigt, es bleibe immer noch aufzullSren, warum «smWWWW»^»muaW»^^toMmnM^Wmam^m»maW omßt hübsch bleiben, sonst wirb« mit der ganzen Hkirafirck nicht« "

„Nan beim, bi» morgen, Ross und denk an den Raf-i-." Er eilte davon.

„ßum Henker! Ich bin wie ein anSgernpfter Hahn, mit dessen Federt, fich jede schmück n möchte. Wirb er kam- häßlich, dann jagt man ihn fort. H-h, ja­wohl -richt dumm sein! SJcer ihren Reifen Siegt fie, und barm mag fie mich für lange ßdt in Ruhe laff-n, denn so berunttrgebrernt war ich noch nicht. Jvolre wird muh knauserig; nnb bann diese lästigen Episteln dlm-bkn! „

Ja, ja, feit der Funke platonischer Liebe ta fie gefthr n ist, brennt da« alte Hau« lichterloh. Auch am, jedoch mwerg'sseu blecht« dem Snurrpeier, dem Q -Sk-r, boß er sich b-i bttn Lfikchen vl« Held auf- spielen wollte. Wrr kriegen ihn Wollte der Kerl och zu indn.m «tretet machen! No, er wußte sogleich, wo« er von mir zu haben bette

„Per! welche verrecke,te Nässe!"

Ec fiowpfte fich den mit dem Straßenschmutz zu einer gech-t Waffe gewordene« Schnee von den Schüben rb unb trat in das hellerleuchttte Enttee eine« fffnbbonft« ckn. ___

«m Mante stick birg Leutnant Söller feinen Säbel auf, 4« Rolf dort erschien

Söller kn-ff da« eine Auge zu und bl,nzette spöttisch den Stubenten an.

N' Abend, fferi'. ffohlen»anre« Fräulein nach Hrvse zesch ckr? N-tter Käfer! aut Parole! Butter- blmnengkficht, ein wenig äanolo: fett, ab, meine die rote Schiesse nnienn — war sicher Mandarm- seibe — len tee wie 're verAche Stntentennafe durch'« Bunt.-. Wohl »och so 'ne Jage ndflamme. heh!"

Sie trat 'n in die brh--glich durchwärmten Räume be« Stab«. Ber,ck> eder e Wttgl eher waren schon an« wesend, la en bie Ze tuncea osrr rcnetten.

„Dnrn ne Gesa ichte mtt dem Wäde-," führte Rolf da« G-s? ach weiter, „denken Sie fich, Söller, ich will

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-a a Jm_ Ai j» fpaltige Pttitjeile ober

M M •«« «autl 15 Pfg.

Sa W W ■ ■ B ■ ■ ■ H «eklarnen die petttzeile

K N N A Sill 25 Pfg.; bei wieder-

W M W W MW 9 I ■ n Holungen wird entspr.

M N M. M-M. W Ä,«kM «adatt gewährt.

Druck und vertag dar

-nldaer Acttendntcker«

monatrdeLage: „Zuldaer Geschlchtsdlätter", Fnnsprrchtt Nr.».

[:] Das Jahr

IIL

Als ein Glück muß es bezeichnet werde«, dcß das Haber-Jahr euch bie Sozisldemokraten nicht verschont het. Lrit DrrLSS« ist di Part-ss tu8 den innere« Streiiiokcttm nicht mehr hrraus- grkommrn trotz alle? Bemühunzd« des Partei- wottanbe?, dir Zänker zu? Ruhs zu bringen. Wilder als je tobt am Jahreischtuß der Haber befolge der journalistischen Leifiun^m des „p ych"- logischen Rätsels", das jetzt sogar *sir Lord Prstekkvr Bebel den gebührenden Dank abstattet, inben. iS ihm an die Kehls springt. Wie sehr die endlose Zänkerei und cegerseittgr Verketze !U»g der Partei grtchadtt hat, habe« bie Nach­wahlen bewiesen; überall war ein Rückgang dcr sozialdemokratische« Stimmen zu verzeichnen und von de« 81 Reichsta'Sma»-taten wurden berei s Z »iedkr Verlöre« Es würde noch viel übter in der Sozialdemokratie aussthen, wenn ih'e Gegner ihr nicht immer wkd-r zu Hiife käu-eo. Was für ein Giückssall für dir S-iMdemv?rLten »sr z. B. der KönigSbergtr Prozeß mit all der amtlichen Lübedirnrrci gegen Rnßland, die da?«» bk^yi, u. t üürcuuJ uttZrWöÜesDrr teidttzung dieser Liebedienereien uns des Pro- zesies durch die Regierungkoerlreter im Reichs­tage und im preußischen Udgeordnekenhaus?. Auch aus dem „Fall Mirbach", der die Preffe ein halbe- Jahr in Atem schalten hat, ver- stand die Sozialdemokratie reichlich Nahrung zu ^ehe«.

Die Sozialreform hat im verstoffenen Jahre wenig Fortschritte gemacht.

An Gesetzen wäre das Gesetz über bie K arrß- maNNSAtrichte Zu nennen. Auch l»emGesetz« über die Sntschädiguug für unschuldig essittene ■ Dttrrfuchuntzshast kommt eine nicht zu unter- schätzends soziale Bedeutung zu. Wieviel noch z« hin bleibt, das ficht man an der Wolke von sozialpolttischen Nnregungttl, die im Reichstage itt der Etatsberatung gegeben wurden, sowie aus dem Haufen meist unerledigt tzebliebeven Nntriige. Man kann es fmtet aus den Ver­handlungen der zahlreichen sozialpolittschen Ken- greffe aller Art ersehen. Besonders herror- Zchoden !zu werden verdient der Effemr Kon« greß der christlichenGewerkschaften, die bereits über 200000 Mitglied, r zärlen, leider ' mmiiMMaiii—■

Woberts GHre.

SqsthlMig am» der Gegenwart von Alca Ruth.