z,l-a. Samstag ben 24. Dezember 1904.
dar Strickzeug hinweg und richt«« fich erwartungsvoll auf. Aber wa» war da- ? Ging er nicht zum Ständer und nahm den Urderzirher? Wahrhaftig, er kehrte so nahe au der Wohnstube um, und ging ohne ein ve-- — c — nm i - <1« ■ - - - 4 a TT M inttt
„Unb warum sollte ich nicht? Ich g'he zum Ergrlwirt, daß Du'» weißt."
End heftig flog die H-uStüre hinter ihm tat 6.
Er stürmte davon au» Trotz, und Jdalie stand da und überhäufte fich mit Borwürfen und schwur sich zu, «and» wieder >n dieser Weis« zu handel-. S» war pjcht recht, fie durste nicht hart gegen ihn sei-, «ein, fie durste e» niD, dem, nun ging er, und in
bi-, «m so etwa» wie eine« «genen Wlllen zu haben.
„Den haft Du immer gehabt, Rolf.
„Laß «ich in Frieden/ und er dar,-gelte die Tür bmt» fich- _ ________ n>rf hi.
ite den Kopf in die islf ging nach seiner
rng so wett, innbtn, die
Treppenstufen niedr und «<uid. WaS sollte fie tu«, alten Gewohnheit in jene ovscure
zur See Klado in der ,Nowvl« $8«miV an der Tä ügftit oder vielmehr Untätigkeit de» Marinem rüste rinms geübt hat. Der Chef d.r Marine, G-°Mrst «l-xei Al-xandrowitsa; bestrafte ihn da,ür in einem öffentlichen Tagekbesehl „wegen frecher ^relbwer « und unwahrer «nktagen« mit 1ki Tagen Arrest. Aber die tffentlichr Meinung trat tn demonstrattv.r W.ttr auf du S ite »tätig»; sogar du Gemahlin des Ad mirals RoschdjestweMY. spendete m «toew »ffej« Briefe 25 Rubel zu iemer Ehrung. ScselbstUitz fich auf nicht» einschüchtern, tonbern o«^angt£ n ^t„ Brirfe an den ,Rutz/, vor da» Marinegericht grst.llt w werden. Schließlich wurde ihm die Strafe erlasse», anMich aus Veranlassung des Znren. I
Auf dem ostasiarischen Krieg», chauplatze hat sich bü Mulden immer noch nicht» von Betang beaeden. Bor Port Atthur haben die Japaner einen I wetteren Erfolg errungen mit der Eroberung de» Rordfort» Kikwanschau. Die ganze russische F.vtte ist nunmehr unbrauchbar gemacht worden, 's» fle* I lingt aber immer noch, Sch'ffe mit Proviant usi^ nach der Festung zu bringen. Neuerding» find,-uch wieder die Stoffen mit amtlichen Berichten de» General» Stöffel» au» Port Arthur «ach Tschfiu entkowmem Nach dem, «a» au» diesen Berichten über die Kampfe vom 25. November bi» 10. Dezember vertffentlicht worden ist, haben die Ruffen mit bewunderungSwür. dig«r Tapferkeit gekämpft und die Japaner bei ihren Stürmen ungeheure Verluste (bei dem Stmm am ] 2. Dezember 20000 Mann) erlitten. Aber die Ja-|
I pinet Haden doch nun einmal den 203 Met«Hügel -.ratz alle, Tapferkeit der Rossen erobert und behaup:« und fe-tsem nicht nur die russische Flotte zerstört, sondern auch in der Stadt mit chreu Grschoffen schwere Verwüstungen angnichtet. Allerding» sollen sie auch im Kampf mit der „Sewastopol manchs Torpedoboot verloren haben, aber der Ankunft ve» baltifchen Geschwader», welche» die Belagerten schon in wenigen Tagen «warten sollen, können fie mit ziemllcher Gemütsruhe entgegensehen.
f'rll» zu einer großen und einheitlichen po.r ischen A.- tionÄr!ffeu tu Lallen
gavisotivn nach dem Muster de» Bots»sereinS f« oao luchottsche Deuifchland ui.b di- Mdung AuerPartei wie da» «Mich- Ze.ttium wirs all.» Errste- und mit Be stä.dni» »örtert. Die Echwirrlgtetten, oie d-m schönen Plan e»tg<ger.strhen, werden aber noch qrößir ieia al» in Frankreich. U'bnttr.ebenen E.w taugen darf man fich vorlavstg mcht dm^ebm-
Svan ieu ist durch die Wetgan-g i jugendlichen Könitz», dem ihm vom Kiiegrmimster vrr- geschlagenen General Dono zum Genera-stab»ch z I ernennen, eine Ministrrkrisir ^beigefvhrt »ordeu. W-rm da» Ministerium Maura ,ewe EnUaffung et- I »icht, so war tnbe» die Weigerung de» ^nig» nur Borwand, da die Lage de» Mmtsttttomr überhavpi immer schwieriger wurde. Die Liberalen W*”* ve würden run wieder an» Rader kommen^ Ewst । »ueiiea 'cbHat da» mde» nicht der Frll zu se>n, wi - Ä ste sich durch Annahme deS Abtomm.ns mtt d m bi. Smh'.e fibet die K oster besten» empfohlen ha .en. | । Die Korte» wurden von dem neuen. Minister,um au; U!lt Jn^Rub^a'n d wird das verlangen nach P?tt^ scheu Reformen und Brsetttguag de» AbsoldiSmuS und der Beamtenwilllür immer stülmischer erhöbe., öffentlich und mit eisern Framute, den man Putzer | mcht gchatirt hatte Dibe, arten dann die Kund. I aebungen nur zu leicht in Tmvutt au», t^e -4 | sonder» in Petersburg und Moskau unter starker B« teiügnng der Studenten der Fall war. Biel Aus t.h.n fwt hie frhotfe Kritik erregt, die bet Kapttän
menlaec sagte er darüber, welche S eu«P äae die Kung bar. Rach den bestimmt^
ftMttnim» firbt et aber mit allen Mauarvorlagen schlimm au», wenn die Deckung»frage ncht befriedigend gel^Die"«eußernr-gen de» Staatssekretärs Grafen v Roiadowslu über die Assoziation de» Kapitals hatten in der freihändlerischra Presse Aver- Lung gefunden, in den Kreisen de» MMelstandeS aber unangenehm berührt. Doch waren d.e Worte
M>q«MllM--MufMekte§s«M«eiwW'
WoSerts Hhre.
Arzählvng au» der Gegenwart von «lca Ruth 7 ------(Nachdruck verboten.)
3. Kapttel.
Alte» Leid und neue Sorge».
,Da» ist abgeschmackt von Euch, und nun ess« ich erst recht nicht."
Drmtt stürmte Rolf an seiner Schwester vorüber m, Trevve hinauf. Sie eilte ihm nach.
«baeschmackt von -n»? Befinne Dich doch Rolf.
„wutuN“**** __ , ..... _ert,.-K.
eine Tatsache, die bereit» stärker geworden war, al» sein Mlle. 6ettte ftBjS(« ftug Jdalie besorgt, al« er nach dem Essen noch seine Pfeif« rauchen wollt«, „Zerstreuung tut Dir so gut, und Deine Freunde er-
Eia Gefühl kam über fie, da» ihr sagt«, fi« müsse Rolf zürnen, und in dieser Erkenntni» brachte fie e» über sich, nicht nach oben zu geben und nach ihm zu sehe«. Mochte et dies«» eine Mal einsehen lernen, daß er seiner Familie Rückstchten schuldete.
Sie hatte ja ! laglo» alle Sorgen um ihn bi»h«r ertragen, aber daß «r gegen den alternden Bater so Urblo» vorging, da» konnte fie ihm mcht so leicht ver- gifsen. Sie wollte auch einmal gegen ihn hart feto, mochte er am ei,lesen Leibe fühlen, wie wehe e» io».
Ja eigenem Entschlüsse griff sie zu ihrem Strickzeug und regte die fleißigen Finger.
Lene strckle den Kopf heran und frag, ob der „arme Wmm" da oben denn nicht» vom Äffen bekomme.
„Nein," entgegnete I aalte entschieden, obschon chr diese» harte Nein herbe in» Herz schnitt-
So verging eine weitere Welle. Plötzlich horchte Jdali« auf. Ging nicht da oben die Zimmertüre? Wirklich, e» kam jemand die Treppe herab. Lene war I in dir Küche und stieß in unangenehmer Laune di« | Töpfe in ei« ander, fie konnte e» also nicht sein. Tin _ T . , M n__1 - «KAMM «t* 1t tl*
1 So? «{• Ihr glaubt, «»et Wickelkind ließe u * im bestimmten Smnde von «uch füttern? Solche T wKtouMßt Ihr Euch abgewöhnen, sonst verleben *" ÄÄÄT.Ww °°-
wschen-Rundschan.
(Nachdruck Verbotes.)
□ Fulda, 24. Dez. 1904.
Der Deutsche Reichstag ist am Donnerstag voriaer Woche in dir WechnachiSferien g-gangea, nach- bent er vir MilttärpenfionSgesitze an die Budget-! kommiffton verwiesen hall«. Die Regierung war siark enttäuscht, well die Vorlagen tone so günstige SuftwhT« fanden, wie sie 'm Hinblick auf da» ftuhere Drängen de» Retchrtags erwartet Hal. Der Entwurf für die Mannschaftes sand güvstrge Abnahme, der für die Offiz'«« bedeutend weniger. Da» Zentrum erklärte, daß t» mit der Erhöhung der Peustsnen über dem Hauptmann erster Klaffe nicht hinauSgehen werde. Auch widerstrebt e» emschuden bet neuen Bestimmung, wonach bie Beradschttdung eines Offiziers «folgen soll, wenn dec Borgesetzt- «llätt, et lei für den Dienst n cht mehr tauglich. Man hat
des GtaarSiekeetSl» vch-r nicht so schlimm im Gegenteil weiß man au» Erfahrung, d^ß auch er gegen die Auswüchse de» Grodkapita.»: Kartelle, Ringe u. s. w. vrrgehen w>ll. ...... .
Di« B-rleugvunq de» "E Reichrkauzl« im ReichStaq valesenen Schimpfuttkel»der .Leipziger Bolk-zeitung' durch cte svzraldemotratvch« Fraktion hat zu einer längeren AuSeins^afttzung 'zwischen dem olatt rmd bet Frok»wn geführt, b« bet schließlich Bebel selbst da« Wort noW Mehetog, der Letter d«S Blattes, Wtll die Fraktion nicht a_8 . seinen Richter anerkennen, bl« dftal Ion erklatt, fi. i wolle bc8 auch nicht, aber fie bürfe fich -uch das Recht nicht nehmen Icfff, °n«drücktich »«»a
zuiveise-', wenn ein Bla-.r ihre Stelluag den Gegnera | KiÄi. .■#!?
Reit auch der Streit im Lager der Freisinnigcn i Bereinigung Durch di« Fufion. W'lche b National-S-ziateu im üort9e= Jahr« «» d-r F ei finnigen Btteimguuz et-.a«g-mge-, find, ,st die «on fufiou in bie Partei g'tragen w°rden. Dr. «. '^ Naumann und v. Gerlach wollen ein Bündn.» »tt een Sozialdemokraten, während die M-hrhert b« Freisinnigen «eretoigung davon nichts H ” “- E» ist letzt schon bie Frage der Trennung zw.schen den Fusionierten erörtert worden und burft« dre Trennung wohl bald erfolgen. ,
In Oesterreich wird, Bad)j)«K oet padasitn tarilche Karren wieder einmal sestgetahren ist, mtt Etter von guten Leuten au-emaaoergesetzt, da^ die Nationalttären fich verstäudizen wüsten und d«e Ar-
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W W 9i Rabatt gewährt.
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MiaiEOi „Wöa« GefchichtO«'.
dem traulichen Familienleben war ein Riß, so groß, daß et nicht mehr auSzubessern war.
S,e atofl In» Zmm« zurück setzte M auf to» großgeblümte Svpha und »einte. E» waren .hre ersten Tränen um den Bruder, ihre letzten sollten e»
wollte warten, bi» bilde zmückkawen, B-U« und Brud«. «» würde lange banetn tri bttbro, bti wußte fi«. llibermüdlt legte fie fich In die Svpha-« zurück, der Schlaf überwältigte fie.
S N®ate Nacht, Fräulein Jdaliechen/ streckte Lene den Kops h«riv, »hätt'S nimmer geglaubt, daß l«^» er besser hätte al» ich, da» ist wiedermu ich - «°uva- zeihe e» mtt Fräulrinchrn, aber ich hab S besser wer Sie.
„Gute Nacht Lene", sagte Jdalie emporschreckend, und die Tür kloppte wird« zu.
Um den Schlaf war» geschehen, und so goff da» Mädchen wieder nach dem Stlickzeug. Hatte da nrcht jemand den Türfchlüfsel in» Schtoß -ttste«? ^r» möglich, daß Rolf Reu« enchfand und zurückke^r? E» mußte ja so kommen. Er konnte wttkltch richt s» ungerecht und rückficht»lv» Jein. Diesmal »Me fie gewiß aber auch da» Ihrige tun und nicht wieder durch ihc »rollen d-n Trotz hnau»fordern «nd d«n Riß Im Hause größer machen. S.ligst trat Re in den Gang hinan». Gleichzriilg wird von °uß«i tae Haustür geöffnet und eine In einen Pelzmanielge- hüllte Gestalt schob fich hereto. Da, war
„Noch auf, Kind?" tat der Geheimrat dir tt- staunte Frage, auf die er heute zum ersten Male fett seinem langjährigen AuSgehen verfiri, allem man merkte ihm an, e» war eine BerlegenhritSfrage.
„Schon zurück, kann ich dagegen erwidern , versetzte J-alie auf» höchste verwundert, „eS M awc noch so früh, BSterchen, fehtt Dir was?" Und fie half ihm au» dem Pelz. ,. „ .
„Mtt? Nein ft ab, tobtfien, wie geht e» dem Jungen? Ist er noch nicht herunter?
, Nun war da» Berlegevsein auf de» Exh«, , Seite. Sie könnt« dem guten Batet da» SeÜ> nicht 11 machen und die Wahrheit enthüllen. (F. f )
Unpolitische Zeitlänse.
(Nachdruck verboten )
K Berlin, 22. Dezember 1904.
Für die .uffischen Soldaten in der Mandschurei sollten auch Wechnachtibäume besorgt LL? stand kürzlich in den 3-Uungem «ch, die armen Leute! Kann fein, daß nfienbwe Geld angewiesen ist, um den Kriezrrn> Weihnachttfceude zu bereiten; a^er wenn Rußland eine Mark gemacht wird, kommt höchstens ein Groschen unten an. Uns was ist schließlich so eine Weihnachtr.Kletmg.est in dielem Meer von Jammer, Z.end und Not - Die Leute frieren in dem fchlrchter.ZytZ, tzungern bei den eienden Nahrungsmitteln, die thnen ve.
da« Mädchen, welch«» btt ilchtlge Weg sei, btt Wahr« beit fchvnuaarlo» zu bekennen, oder da» versteckr« Spiel Mtt« zu treiben. Dann aber siegte wieder die Rück- stchtuahme auf den „armen Batet*, und ziemlich geläufig kam ihr die Lüge übet die Lippen:
„Rolf ist unwohl, und so habe ich ihn zu Bett geschickt. Wir wollen doch künftig nicht mehr auf ibn matten.*
Der Geheimrat erwiderte darauf nicht», sondern rückte seinen Stffel an den Tisch. An die Krankheit
daß bei den Penfiomerunge« retn ovierriv »Ji mb tut der Offizier verabschiedet werde, der nicht mehr zu gebrauchen sei, und dessen weiiere Bklafsang im Dienst da» militärische Jmereffe gefährde. @» gtoubt's kein Mensch, am wenigsten bei unseren v,BiatIi Quttänben. I« Zrnttum wünscht man Gr- »U gegen W-llkür und Laune dadurch ß^offen iu scheu, daß bie Peufionierung nur «mzulktten ist. «tt' meber wegen Jnvalchität auf Grund eine» ärztlichen Zeugnisses oder aus Grund eines GutachreuS einer Mehrdiit von Vorgesetzten. Bon tlberaftr und kons«-1 vattvn Seite wmde verlangt, daß den Geletzt» oOgr , mein rückwitkenbe Kraft gegeben werden solle. Do« würde jährlich 20 Millionen mehr kosten. Schon hie DeckungSfrog- Sorgen g^ug.
Da» Zentrum ist nicht geneigt, denGfi.tz.ntwürftn zuzusiimwen, bevor diese 8eage gelost ist- Deshalb wurden die Vorlagen auch an tue Budgritomnuffion überwiesen, während Rechte und Natlonallideralen fie einet besonderen Kommission zuweisen wollten, damit die Erledigung rascher gehe und durch die Deckung»- kraoe nicht ausgeholtm werde. Der Relchtschrtz Zür Xnte'bie Berpflichtung d« R^toung °n, se bst Vorschläge zur „Sanierung der Rrichtfinanzen machen E» ging auch au» seinen Aeußerungeu h!rvo?daß man nicht warten will, bl« di- Ergeb- niste der Handelsverträge und dl» neuen ZMarif» Greifbar vorliegen; ob aber noch in dieser lagurig
„Mtt dem Jungen tst'L doch »«ht» ^^uteude» ?* „Du kannst ganz ruhig jein, e» ist nicht» Schlimme», sagte fie bestimmter al» «r gehofft.
Ha wahrhaftig, e» wäre ihm eine Erleichterung gewesen zu hören, daß Rolf wirklich krank fei. E» war so unangenehm, wo, man stolz sein wollte, die Augen Niederschlagen zu muffen, wo man liebte zurück- 9t^84baUe”fitf1 *e» auf, daß et -och immer mit dem AuSge§n Jgerte. Sie sah ihm besorgt in dii-Augen Da töchelte er, tätschette ihre Wangen urd ließ fich h« den AuSgehrock hlueto helfen
So laß fl« denn alSdald alle« im Zimmer, bk Hände im Schoß a«> st rrie i« die Lamp:.
trük-risch- Lieferanten liefern, liegen in dumpfen und schmutzigen- Lächern, fiechm und verderben in Mafien, während r» Hause die Eltern, Frauen und die Kinder (es find nämlich zahllose FaMilirnoäter zur Schlachtbank geschicki worden) vergeben» weinen und sür's „Vaterland", d. h. für emrn Landsrtze am Enke der Welt, der China gehört und von dem „Friedenszaren" begehrt wird.
Brr, da» ist kein hübsche» Weihnachtsb'.id! Freilia nicht; aber eine getreue Photograpyie aus dem irdische" Jammertal. Wir drauchen i auch gar nicht mal mit dem HeringSbeschießer Roschdjestwensky bis noch dem Hinterafien zu fahren; Krankheit und Armut, ^rkommenhett und Verzweiflung können wir °uch in Europa, in Deutschland, in unserer Nachbarschaft genu^ sam finden. Daraus folgt, daß du dankbar sein mußt alS bevorzugter Günstling desHvmnnis, wenn du mit den Deinigen eine Wechn-uht^ feier, und fei fie auch nur ganz bescheiden, m Frieden und mit aufnchtem Kopse begehen kannst. Sei zufrieden, fti zufrieden, ^ geht vielen Tausenden, ja Millionen schlimmer, als dir!
Sollte das Mitleid dir einen EMteopsen in den Festbecher fallen lasten wollen so lavnst du dir leicht helfen: Tu »ach Kiasten Gute» an den Notleidenden, die du um dich HB» darn hast du da» deinige zur Verbesterung dtt Welt geleistet und brauchst das übrige «lenv nicht zu veranlworten. Aber versuche nicht, deine harten, faulen, geizigen Hände m Unschuld »u waschen, wenn fie gar nichts auf dem Altar der Nächstenliebe geopfert Haden.
Unsere Kinder beschenken wir gern und gut. Nun, wie ist e8 denn mit dem Chriflkindche«. ' Soll da- bloß geben und nichts erhalten r • Wollen wir nicht auch dem Christkind ch^n etwa
sri Am w'r7da» WM nichtt Aller Wahrschei-- ' lichkelt na6 wird b e Regierung bemnaLsi wieder mit dkm § 14 dar Parlament ersetzen. Ja Ungarn | vermag Mtoiflerpräfident v. Tisza der Oppofitton nicht Herr zu werben. Dir gewaltsam ßtänberte®«* schäftrorbnung hat fie nur roch rabiter gemach.. G-ft hat sie im SitzunkSsaale alle» zerschlagen und a 8 dennoch S tzungen abgehfttm wurden, hat sie so wüsten Sprttatel gemacht, daß an ein g-orbmte» «t» betten absolut nlcdt zu benken war. Nun 'fi »« Reichstag 61» zum 28. Dezember vertagt worden. Anfang» Januar soll ee aufgelöst werden. Da im! Lande der Magyaren b;t Wahlen mtt brutaler Ge- watt von btt Regierung an'’ ihren Getreuen gemacht werden, wird auch da» Ergebnis der Neuwahlen keinen I I sichere« Schluß auf bie Gesinnung de» Lande» zu-
Agn Frankreich hat vom 15. bi» 18. b». Mt».! in Pari» der Kongreß dec „action liberale popu- laire“ stattgesunden, die bekanntlich eine große Organisation zur Abwehr de» Kulturkampf» und zur Förderung der Sozlalreform schaffen will. Mehr al» die bisherigen ftatholikenversammlungen in Frankreich sah dieser danach au», al» ob man e»-rawal zu
I Versammlungen mch dem Muster der Generalver-1 I Sammlungen der Katholiken Deutschlands bringen werde. Die Berich'e, bie au» verschiedenen Tellen bt» Lande» über den Stand der Dinge erstattet wür- den, ließen ertomen, daß di« Oraanlsa'ion ganz er-
I freollch« Fortschritt« macht. Hoffen Wi- °l ° o°s Best«. Hoffen wir Insbesondere auch, daß di« Par- lamentariec und sonstigen politischen Führer der j Katholiken durch Schaden endlich klug werdet und nicht jede» Augenblick gemeinsame Sacke wachen mit jedem, der gegen die Regierung oxr die R-pablik tn Oppofition tritt.
I In Italien scheinen, nachdem bet den letz!en Wahl» da» non expedit tatsächlich nicht mehr in
I alter Geltung gewesen ist, bie Katholischen fich ebec-
keiner Gewaltmittel bedurftes um sie °vflodern zu lassen. Aber mochte e» sein wie e» wollte, fie richtete ihren Zorn, ihren Groll gegen l«neS Mädchen, da» den Un,rieben in ihre Familie bracht«. Da» war ihr« S°98att*tam erhob fich Jdalie und noch langsom«
31. JahrgMH-
Nach Adessynien ist am 14. D-zembrr außttor^entich- deutsche G-'andtschaft abgegangev, nm mit König Menelik d=en Handelsvertrag abj«’ schließ». Weil ihr einige r-oldaten zum Schutze mtt gegeb-n fi»'', reden auslärd''che, van«u lick englisch Blätter gleich von einer milttärtschrn Expedition u. d wittern alle» mögliche dshttter. —