BWoENparete gegen Butter!
PALMIN feinste Pflanzenbutter
8ntoa, Freitag, den 16. Dezember 1904.
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Römischer wochenbries
[**] Rom, 11. Dezbr. 1904.
Der päpstlichen Liturgie vom letzten Son» herSiaa zu Ehren des Jubiläums der Ver- tfinbiauna der Unbefleckten Empfängnis Wate heute die feierliche Heiligsprechung bti Seligen Snuli und Maiella aus dem Orden der Barnabiten bezw. der Redemptoristen. Wie am Donnerstage, so pontifizierte auch heute der hl. Vater selbst, trotz der leichten Erkältung, von Melcher er wählend der letzten Tage litt. Die AMjka über dem Äpostelgrabe hatte einen ganz außergewöhnlichen Schmuck an elektrischen Glüh- lichtern angelegt, dagegen hatte sie auf die bisher iblidi gewesene Ausschmückung mit buntfarbigen Stoffen verzichtet. Es hatte den aanzen gestrigen See.' sowie fast die ganze Nacht hindurch heftig geregnet und auch der heutige Morgen brach recht regnerisch an. Trotzdem bot der Vetersplatz schon vor Tagesanbruch ein lebhaftes Bild: Etwa 1500 Mann aller Waffengattungen «anden unter den Kolonnaden der Basilika bereit, um später beim Hauptandrange, den Eintritt der Menschenmenge in die Kirche, regeln zu helfe«. Schon um 6 Uhr warteten viele Hunderte bei den Einlaßtoren, gegen 7 Uhr schwoll die Menge auf Tausende an. Die ersten Wagen mit den Würdenträgern des Vatikans und der Kirche rollten bereits um 61/« Uhr über den PeterSplatz. Von 7 Uhr ab war die Wazen- reihe eine ununterbrochene. Gegen 8 Uhr war der Eintritt der Menge in die Bositrka fast beendet. Dieselbe bot einen imposanten Anblick dar: die Schiffe des riesigen Baues waren bis aus den letzten Platz gefüllt. Das Fehlen der großen, die Aussicht störenden Tribünen wurde von allen sehr angenehm empfunden. Auf den klrinen besonderen Plätzen für die Mitglieder souveräner Häuser faßen die Erzherzogin Elisabeth von Oesterreich mit ihrem Gemahl, dem Prinzen Liechtenstein, die Gräfinnen von Fr am und Bgrdi, Graf und Gräfin d'Eu, letztere bte Tochter des letzten Kaisers von Brasilien, sowie die vier jungen Töchter des Grafen von Caserta- beider Sizilien. Die fremden Diplomaten, sowie die römische Aristokratie war vollzählig versammelt; auch die Geschwister des Papstes fehlten nicht. Die Kardinäle, darunter der Fürstbischof Kopp von Breslau, Puzina von Krakau und der Erzbischof Fischer von Köln halten sich im Konfistorialsaale mit ihren rituellen Gewändern bekleidet; dasselbe taten die Bischöfe-im La- Pidürmuseum. Alle begeben sich alsdann in bte Sixtinische Kapelle, um den Papst zu erwarten. Bald nach seinem Erscheinen ging man in die
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Deutscher Camera Almanach 1906. <^in Jahrbuch für Smateurphotographen. Unter Mitwirkung bewährter Praktiker herausgegeben von Fritz Loescher. Preis 3 Mk. 50 Pf., geb. 4Mk. «er. tag Gustav Schmidt in Berlin W. 10.
Das Buch gibt in seinem illustrativen Teil einen Ueberblick über das photographische Schaffen der Geg-nwart. Eine große Anzahl deutscher und österreichischer Amateure find mit Arbeiten jeden Genres und verlchiedenster Positivausführungen vertreten. Dte Franzosen, Belgier und Engländer treten in dem Buch mit ewigen hervorragenden Leiftnngen auf, die, neben die deutschen Bilder gestellt, dartun, wie sehr sich der NaVona!S>aratter in der Arbeit au?prägt, wie sehr es also auch in der Photographie möglich ist, einem bestimmten Fühlen Ausdruck zu verleihen. Der Text bringt eine ganze Anzahl Originalaussätze über bte neuesten Fortschritte der photographischen Kunst und Technik. Den Ocißinalausfätzen schließt sich ein Artikel, der zusammenfafsend die in dem Almanach gebotenen Bilder in ästhetischer und technischer Hinsicht erläutert, und ein ausführlicher Bericht über alle wertvollen, photographischen Neuheiten an. Ein Verzeichnis der deutschen Amateur-Vereine und der neueren photographischen Literatur bildet den Schluß. Der Preis ist in Anbetracht der vortrefflichen Ausstattung und reichen Illustration billig.
* Leipzig, 14. Dr,. 1904. Vor dem vereinigten zweiten und dritten Strafsenat des Reichsgerichtes be- iann heute vormittag der LandeSverratSprozrß gegen den 47jährigen früheren Friseur Heuse aus Luxemburg, zuletzt in Nancy wohnhaft. Senfe hat durch Vermittelung deS französischen Grenz- ! ommifsarS Benner den früheren Zeugfrldwebr! Schütze mit dem Spionagechef in Nancy, Hauptmann Maugm, in Verbindung gebracht. Letzterer verlangte von Schütze Auskunft über Geschütze und versprach für ein Buch 500 Mark. Der Angeklagte interessierte sich sehr für die Angelegenheit. Schütze, der alS Zeuge vei nommen wurde, bekundete, daß er Maugin nichts geliefert habe, endrrn nur zum Schein aus dessen Anerbieten ein- «egangen sei. Das Urteil lautete auf 2 Jahre Zuchthaus, 5 Jabre Ehrverlust, Stellung unter Polizeiaufsicht und Zahlung der Kosten des Verfahrens. Als strafmildernd galt erstens, daß der Angeklagte noch unbestraft ist, und zweitens, daß seine Handlung nur eine Versuch war, als strafverschärfend bte große Energie, mit der die Ausführung des Verbrechens in AuSfickt genommen war, und der Umstand, daß Hense dem Zeugen Schütze genaue Instruktionen gegeben hatte. , „ _
* Praktische BerjähruugSuuterbrechnngS For- mulare. Mit Rücksicht auf die am 81. Dez.ruber I. I. eintretende Verjährung der Forderungen der Kaufleute, Gewerbetreibenden mit kaufm. Betrieben, der Haud- werker,Fabrikanten, Kunstoewerbetreibenden,Spediteure, Aerzte, Landwirte mit Nedenbetrieben, Gastwirte und anderer in §• 196 B. G B. genannter Personen sei darauf hingewiesen, daß einfache oder wikderhotte Mahnung deS Schuldners bte Verjährung nicht auf- hält oder unterbricht. In vielen Fällen wird man auch durch eine vom Säumigen begehrte Teil- oder Zinszahlung oder Anerkennung des Schuldbetrages — bte gebräuchlichen Berjähr.-UnterbrechungSmittel — ntcht zum Ziele gelangen, weil biese Handlungen vom Willen des Schuldners al-hängen und außergerichtlich, nament- lich bei gewohnheitsmäßigen Nichtzahlern, sa-ntcht oder doch schwer zu enei&en find. AlS pragisch und zum Zie'e führend erweist sich hier die briefliche Aufre cht erhaltu»g der Forderung mit Unterbrechung oder Hemmung der Verjährung gegenüber dem Schuldner, wie fit mittels des vom Schriftsteller für gewerbltü.»» Rechtsschutz Dr. jur. Karl Schaefer tn München (Maximiltanstr. 29) herausgegebenen, auf §151.202/208 B. E. B. basierenden gedruckten Etundungs- undBrr- jährungSunterbrt chungs Formulars durch eine einteilige Handlung des Gläubigers möglich ist. Durch einfache briefliche Zusendung des ausgefüllten Formulars als eingeschriebenen Brief durch die Post wird, sofern Schuldner gegen den ihm widerruflich gewährten Zahlungsaufschub nicht sofo-.t widerspricht, die Bewahr, des Außenstände? ausgehalten und dieser in das neue Jahr übertragen. Das Formular Dr. Schürfers macht gerichtliche Schritte zur Hintanhaltung der Beriätzruntl überflüssig, was für die von Wichtigkeit ist, die eS mit ihren Schuldnern nicht verderben wollen, und es ist da! einfachste und zugleich billigste Mittel, sich selbst gegen den Nachteil bet Verjährung zu schützen. Das Borwular ist vom Herausgeber zu 3 Mark pro 100 tück »egen Nachnahme beziehbar.
• Die Berwenduug der Nobelpreise. London, 13. Dez. 1904. Lord Raleigh beabstchttgt, den ihm zuer'.anuten Nobelpreis (175000 Mark) der Universität Cambridge zu übergeben. — PariS, 13 Dez. 1904. Der proven,alische Dichter Frsderec Ntflral hat die Absicht ausgesprochen, den ihm zuerkannten halben Nobelpreis für Literatur für die Erwerbung eines alten
Paulinische Kapelle und nun wurde nach einer kurzen Andacht vor dem ausgesetzten Aller- heiliasten die Prozesston formiert. Aus ihrem Wege zur PeterSkirche wurde„ Ire maris etelia“ gesungen. Als der Zug die Basilika betrat, empfangt n vom Kardinal Rampolla und den Domherren, ertönten die silbernen Posaunen. Der päpstliche Zug war etwa eine Stunde lang, in ihm gingen u. a. 230 Bischöfe, im ganzen mehr als 607 Personen. Nachdem der hl. Vater auf dem im Hintergründe der Kirche aufgeschlagen-n Throne Platz genommen hatte, begann sofort die Huldigung der anwesenden Kirchenfürsten: die Kardinale küßt-n die Hand des Papstes, die Bischöfe das Kme und die Aebte den Fuß. Dann begann die Zeremonie der Heiligsprechung; dreimal bat der betreffende Konsistorial-Advokat um die Vornahmen derselben, zweimal antwortete der Sekretär der Breven an die Fürsten im Namen des Papstes, daß bte Zett noch nicht gekommen sei, worauf verschiedene Gebete gesprochen wurden. Bei der dritten Bitte willfahrte De. Heiligkeit. Pius X. sprach, auf dem Throne sitzend (alle Anwesenden batten sich erhoben) die betreffende Formel, worauf das Do Deum angestimmt wurde. In diesem Augenblicke — es war Punkt 11 Uhr — läuteten sämtliche Glocken Roms. Auf wenige Minuten brach die Sonne durch das Gewölk, um jedoch bald wieder einem mächtigen Platzregen den Vorzug zu lassen. Damit war die Heiligsprechung vorüber; ihr folgte sofort das feierliche Pontifikalamt, welches von Pips X. trotz seiner Erkältung persönlich gehalten wurde. Es verlief genau in derselben Weise wie dasjenige am letzten Donnerstag. Nur färb bie so sehr charakteristische Zeremonie bet Darbringung ber Geschenke an den Papst statt, unb zwar während des Offertoriums. Diese Gaben bestanden aus dicken und schweren bemalten Wachskerzen, kleinen versilberten und vergoldeten Tonnen mit Wein unb Wasser, vergoldeten und versilberten Broten, sowie je zwei Käfigen mit Turteltauben, gewöhnlichen Tauben und kleinen Singvögeln. Am Schlüsse des Pontifikalamtes spendete der Papst den Anwesenden seinen Segen. Um 12 Uhr war die Feier vorbei und der heil. Vater kehrte, mit -seinem Gefolge in den Vatikan zurück, während bie wahrhaft riesige Menschenmenge nach nnb nach bte Basilika verließ. Leider war das Wetter sehr ungünstig, denn feiner ntaub-
1 regen wechselte mit wahren Wolkenbrüchen ab. Viele wurden auf solche Weise bis auf bie Hau
: durchnäßt, was vermutlich für die Pilger sehr , unangenehm war. Irgend welche unliebsame Zwischenfälle kamen nicht vor, obgleich bte 4 tn ! der Kirche eingerichteten Rettungs-Stationen mit ; ihren stärkenden Getränken sehr in Anspruch ge- , nommen wurden. Die Zahl der Ohnmächtigen t soll kaum 20 überschritten haben. Die auf heute : abend angesetzte Illuminierung der Petersktrche > und der Kolonnaden wird wohl leider, wenn bet
Regen anhalten sollte, zu Wasser werden.
Eine Taschenuhr geschenkt
Schachteln der beliebten Gioth'S gemahlenen Kernseife an den Fabrikanten I. Gioth in Hanau einsendet.
Zeitung
Msuatsbeilager „Küdser GeschlchLMWer".
31. Jahrgang.
PalastrS in Arte? zu verwenden, in dem daS von ihm gegründete prooenzalifche Museum untergebracht werden soll.
* Der „Kaiser" der Sahara verlobt Der Kaiser bet Sahara, Mo-fieur L.bauty, hat sich vor ewigen Tagen mit Miß Maud Berkley in London verlobt. Die Erkorene ist 24 Jahre alt, die einzige Tochter eines sehr reichen Echffrmaklerr, sowie bie Richte des früheren englischen ttolvinatminiyers Chamberlain. Lebaudy hat die Dame während seiner diesjährigen Lerbftsufenthalier bi Köln kennen erlernt. Die Hoch- teil soll bestimmt im Februar 19)5 ftottjinben. Durch diese „Einheirat" in die englische Kolon,al- polittk ist der Kaiser der Sahara der Verwirklichung feitet Staatsgründung ficket näher gerückt.
* Mißverständnis. Schau'-pielet (renommierend): ......und in Berlin - ich jage Ihnen - dort haben sie mir di- Pferde auSgefprnnt!" ,Ja, ja! Dort siebt’« beese Menschrn! Mir Hamen je auch mal, wie ich dort w° , die Reiseoasche, 8 Bordmonäh und die Uhr auSgeichvand!*
* Lebensweisheit. „Mso Sie verwögen mich nicht zu lieben, Fräulein Alma?" — „Jawohl, aber Sie müssen das Vermögen hoben, mich zu betraten.
* In Gedanken. Führer (auf der spitzender BeraeS zudem in Gedanken versunkenen Bankier): „Hier, der Großglockner - Bankier: „Hier Meier u. Co.
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Ich mache ganz besorders darauf aufmerksam, baß meine Waren tabellos gestanzt sinb. Pd»« Qualitäten. Es liegt im eigenen Jntenffe eines jeben, diese außerorbentlich günstige Gelegenheit nicht zu versäumen, «ein «aufzwang. — Ferner Groeeer Inventur-Aueverkairf aller anbeten Artikel zu Original-Fabrikpreisen. Die Preisliste bet Fabrik liegt im Verkaufslokal zur Einsicht offen. Der Verkauf finbet in der Judengaeee 4/6, neben der Synagoge, unwett
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