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®e«otsMi«gei „Mdarr GeschichtrhM«".

8ul»o, Dienstag, den 13. Dezember 1904,

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> Zweites Blatt i

zweifeln der herrschenden Partetmeinung nicht erlaubt sein soll, sei „inS Blaue hinein» «-macht „Zum Beweise, wie leichtfertig dieser Vorwurf ist, und zur Auffrischung des GedachlniffeS des Aba. Bebel" erinnert die ,Nordd. All«. Ztg. an eine Szene aus dem Dresdener Parteitag und jtbt nach dem offiziellen Protokoll Eine Stelle aus einer Rede v. Boümars gegen Kautsky wieder. Im Anschluß daran bemerkt sie: „Von einer Behauptung ins Blaue hinein .arm kerne Rede sein. Wenn der Abg. Bebel sich über em angeblich irriges Zitat entrüsten wollte, so hätte er sich an seinen Parteigenosien, den Ab«. von Vollmar, halten sollen, auf besten Wiedergabe und sachkundige Interpretation der KautSkyschen Worte der Reichskanzler sich wohl verlaffen Öfltf*e gm Monat Oktober ds. Js. find auf deutschen Eisenbahnen — ausschließlich der bayerischen und der Bahn mit weniger als 50 Kilometer Betriebslänge — 14 Entgleisungen auf freitr Bahn (davon 6 bei Personenzügen), 26 Entgleisungen in Stationen (davon 7 bei Personenzügen), 5 Zusammenstöße auf fielet Bahn (davon 2 bei Personenzügen), 28 Zu« samm »flöße in Stationen (davon 8 bei Per« sonenzügen) vorgekowmen. Dabei wurden 2 Bahn­bedienstete getötet, 13 Reisende, 31 Bahnbedienstete und 2 Postbeamte verletzt.

* WaS die Berliner im letzten Jahre an Stenern gezahlt haben, teilt btt offizielle Wagt» stratSbericht mit: ES find fast 981/» Millionen Mark direkter Abgaben in dem einen Jahr, nämlich: uv« 28 Millionen Mark Gemeinde - Einkommensteuer, 21V* Millionen Mark Kommunale Grund« und Ge« bäudesteuer, 8 Millionen kommunale Gewerbesteuer, 36 Millionen StaatSsteu«». Der Rest von üb« 5 Millionen bilden kleinere direkte Gemeinde-Abgaben. Im Ganzen belaufen sich die städtischen d,retten Steu«n aus 62 Millionen Mark, die vom nächsten Jahre ab nach de« neuen MagistralSbeschlüffen nun noch eine wesentliche Erhöhung erfahren werde«.

♦ Was Krupp verdient. Seitdem die Krupp ­schen Werke in eine Aktiengesellschaft umgewandelt warben sind, erfährt man auch etwa» üb« das finan-

Stnzktge«? A» spaltrs« -rtttzetl, deren Inn 16 M. «rklamen die petttze u 25 psr-i bei Btefctö Holungen wir» «M-

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Druck und Verla, 6, Fuldaer Artieudrnseal in geile (harmettck grrnfvrech« Ur 9.

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und teilt mit, daß er die Angelegenheit dem Por^- vorstande unterbreiten werde. Dabei wird nicht viel herauskommen 1 Gegen Mehring wagt ja der Parteivorstand gar nicht vorzugehen. Jüngst hat die von ihm geleitete ,Leipziger Volttztg., wie auch Gras Bülow am Freitag> im Reichsmge hervorhob, die Konservatwm als Wegelagerer, die Zentrums-Abgeordneten als Gauner, die Ra- tionalliberalen als Jesuiten, Eugen Richter als den obersten Philister, den Zentrums-Abgeordneten Spahn als den Hauptmann der Bande und den Reichstag als eine Sauheerde bezeichnet. Dle- selbe .Leipziger Bolksztg/ aber klagt letzt Stein und Bein, daß ein sozialdemokratisches Partei­organ, die Mainzer Volksztg.', ihr vorwerft- An­pöbelung verdienter Parteigenosien, gehässige Polemik, an Verfolgungswahn grenzende Revl- sionistenriecherei, Gemeinheit, persönliche Anpöbe- lUn* Der Trotz-Trust ist fertig. Es wnd darüber folgendes bekannt gegeben: »Heute wuroe in Berlin die „Herne G- m. b. H. mit einem Stammkapital von 36,000.000 Mk durch die Firma Rheinisch - Westfälische- Kohlensyndikat Att.-Ges., D. Bleichröver, Berliner HnndelSge. sellschaft, Bank für Handel und Industrie, Deutsche Bank, Direktion der Diskonto-Gesell- schaft begründet. Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb und die gemeinsame Verwaltung von Attien der Bergwerksgesellschaft Hibernia in Heine in Westfalen. Die Gesellschaft ist berech­tigt, Schuldverschreibungen auszugeben. Die Beteiligung von 5 Großbanken, außer dem Kohlensyndikat, bilvet einen Maßstab für die große Macht- und Widerstandskraft dieser eigenartigen Gründung. Der Gesamtbetrag der Hibernia. Aktien, die dieser «. m. b. H. übertragen werden sollen, läßt sich auf etw nom. 32 Millionen be­ziffern, die etwa «inen Seldstkostenwert von 72 Millionen Mark repräsentieren. Wennnun das Kapital der Geschäftsanteile ans 36 Millionen Mark festgesetzt ist, so werden voraussichtlich weitere 36 Mark in Obligationen ausgegeben werden, deren Bonität von der Höhe des Br- träges und der Qualität der Besitzer der «e- schäftsanteile und von dem Werte der Hwernia- Aktien d^bel hat in der Reichs-

tagsfitzung vom Samstag dem Reichskanzler । vorgeworfen, seine Behauptung, dap rmch ; Kautsky in der Sozialdemokratie das An-

Veutscher Reich.

Berlin, den 12. Dezember 1904.

? Dr. Friedrich Hainmacher, der Bor- -fitzende der Zentrallettung der nationalliberalen Partei, ist im Alter von über achtzig Jahren am Sonntag in Berlin gestorben. Er gehörte zu den Mitbegründern der nationalliberalen Parte« und war seither einer ihrer hervorragendsten Führer. Er war auch Begründer und Vorsitzender des Verein« für die bergbaulichen Jntereffen tm Oberbergamtsbezirk Dortmund. Test 1863 war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Esien usw., dem Reichstage hat er fett 1868 fast ununterbrochen angehört, und beide Mandate behielt er bis über sein 70. Jahr hinaus bei. Hammacher war einer ber Führer der Sude der siebziger Jahre einsetzen, den «chutzzollbewegungen in Deutschland. Er war der Verfaffer der Erklärung der 204 Reichs­tagsabgeordneten, durch die Fürst Bismark .8, zu einer Aenderung der Handelspolitik im Sinne eines Schutzes der nationalen Produtte aufge« fordert wurde. Im Jahre 1879 befürwortete er die TinfShrung des Staatsbahnsystems sm das rkönigreich Preußen. .

(*) Einige Intern« von der Sozial­demokratie sind wieder zu verzeichnen. Der Vorwärts' schreibt, ohne viel Aufsehen von der Sache zu machen, folgendes: „Gegen den Ge­nossen Peus hatte die .Leipziger Volks« zeitung' einen Artikel geschrieben, worin ehren­rührige und wahrheitswidrige Vorwürfe gegen Peus enthalten waren und der tm übrigen in denkbar gehässigster Weise geschrieben ist. Es wird darin gesagt, daß Peus den theoretischen Teil des Erfurter Programms gestrichen sehen möchte und daß er nicht mehr auf dem Boden bet Partei stehe. Peus wird als ein angeblicher Gozialdemokrat bezeichnet, der in Wirklichkei kein Patteimann sei. „Connewitz" wird als „Dessauer Provenienz" bezeichnet. Peus antwortet darauf jetzt im .Volks« blatt' fite Anhalt in einem längeren Artikel

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31. Jahrganll

zfftllr Ergebnis. Im ersten Geschäftsjahre wurde ein HetriebSüberschuß von 17',* Mill. Mk. "i'klt, d« sich durch Zinsen und sonstige Einnahmen noch um2 /* Mill, erhöhte. AnStev«n gehen davon ab 3.23M ll. Mk., für die Arbeilerverficherung 2,12 und für Wohliahrt»- Einrichtungen 3,23 Mill. Mk. Bo« dem Reinaewlnn werden 5 V. H. der geletzltchenRückiage 600,000 der SondnrLcklage, 500,000 Mk. der Arbeiter. Pen- fiov-kaffe überwttsen und 6 v. H. Dividende auf ein Mal von 160 Mill. Mk. auSg-schüttet. Die Attien befinden sich allein in den Händen d« Famllrr.

• Millionäre ans Gallerieplätze« im Theater. AuS N e w«N o r k wird berichtet: Da» Metropolttan- OpernhauS in New-York sah die Vertreter de» rnck- ften AmnikaS bei vrr Aufführung der „«ibn am 21. November versammelt. Man war rufawm-ng strömt, um die Damen Same» und Edyib Witter, owie die H«ren Plancon und Caruso zu hören.^ Der Zudrang war ei« so großer, daß spekulanten. die dl KiNe auiaekaüst hatten, die Theaterleilona zwangen, Uiwei Ä, di-man den Rutschen Osfizi-r-n zur B'rsügung stellen wollte, die zur Wm*« Statue Friedrich» deS Großen nach Amerika g-kom men waren, 15 Pfund Sterling zu zahlen- Eme etunbt vor O ffaung drr Türen wurden bereüS Sche ouf der obersten Galerie zu 2 Wund Sterling ver kauft und Logenfitze kosteten 16 Pfund Sterling halbe» Dutzend Logen war wü Leuten b-fitzb d-reu Gesam vermögen mehr al» 200 Mll,°aen Pfund Sterling betrug. Da waren tue Rocketeller», Astor, Gould», BanderblldtS, Goelet» und Belmont». Auch Miß Mce Rooseselt war zugegen und l'-ferte dadurch de« beste« Beweis, daß d« Motorunfall vom vor« v«gangenen Samstag kein ernster war.

lisch- Aristokratie war durch dte Herzögevon Ma- Lester und Newcastle verttetrn und da» diplowatische K- eberffallS zahlreich- B-ttreter S-stA Der Vertret« de» .Daily Expreß' ^n

Häuptern der anwesenden Damen mcht wenig« a 21 Diamantentiara». Dir Schaustellung an Juwelrn ivll dir arößte gewesen sein, deren man fich in A««'>a entsinnt. Ganz gewöhnliche Dollarwillronäre wußten s* m t aerina-ren Plätzen begnügen und manche von der Galerie au» zu folg-«. — Klrngt alle» echt ame rikanisch^E Professor: -Aw Hypnoti.

Btten habe ich dir schönste« Erfolge aufzuwrtfen,, drr schwierigsten Experimente sind mir gelungen! 2stwge »bemann: „So . . könnten Sie dann vielleicht meiner Frau suggerieren, daß sie ^n-EeroUett^raucht^ Professor: „Hm . . . rin so schwieriges »xprrrmrn will ich doch nicht wagen!" ~ _

* Ei« Eelbftloser. „Mcht AAr, Duhast «ich voch nicht wegen meine» Geldes geheiratet^

: „Uber, ich bitte Dich, da» haben doch fast alle» meine : Gläubiger gekriegt." ______________

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