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31. Jahrgang.

Küta. Samstag, dm 10. Dezember 1904.

M 283

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Lor Eintritt in die Tagesordnung teilte ber IP. Ärofe ftiHnm mir baß biß Lan- Grsttlalosia

Der ruWch'japanische Krieg.

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)(Gtimmuttgsbi!d ««K dem Reichstage. Nach zwei recht eintönigen und uninteressanten Sitzungen ging es heute im Reichstage wieder etwas lebhafter zu. Auch „braunen" schien man etwas erwartet zu haben, den» der Andrang zu den Tribünen war starker. Zum Teil waren die Neugierigen allerdings nur Genossen, die den Obrrgrroffen v. Vollmar hör-.n wollten. Cs war auch' gut, daß sie sich eingefunden hatten, sie konnten nun auch gleich zusshev, mit welcher Eleganz Herr v. Dollwar „abgesührt" wurde.

«t mit der Verlesung der bekannten Schimpferei der .Leipziger Volksztg/ auf die Reichstagsmehr­heit parierte. Indem der Reichskanzler nochmals die Hetzereien der Sozialdemokraten gegen Ruß. land verurteilte, wiederholte er zum so und so- oieUen Male, daß man sich aus dem Gebiete der auswärtigen Politik nicht von Gefühlen und Parteiintereffen, sondern nur von dem deutschen Jntereffe letten kaffen dürfe. Tin schwaches Deutschland, damit kam der Kanzler auf die Militärvorlage, würde nicht nur für uns, son- dein auch für den europäischen und den «eit» frieden eine Gefahr sein. Die Sozialdemokraten sthllen sich sichtlich unter den eleganten Peitschen­hieben, die ihnen der Kanzler mit Humor und Witz verabfolgte, äußerst unbehaglich. Sie ver­mochten sich nicht einmal zu dem Lärm oder dem krampfhaften Gelächter aufzuroffen, womit sie sonst fich über fatale Situationen hinwegzuhelfm Sehen. Die Mehrheit dagegen sah der Exekution mir lebhaftem Vergnügen zu und spendete lauten Beifall. Der Lßg. Dr. Spahn kam in die nicht gerade erfreuliche Lage, unmittelbar

werden müßten. .

• Ans Deutsch-Tudwestafrrka. (Amtlich) Senetfll Trotha meldet auS Windhuk vom 8. d. M.: Nach einer Meldung aus Kapstadt, deren Richtiakeit noch nicht frstgestellt ist, erfolgte in der Nacht vom 2 zum 3. Dezember ein An- griff auf KamanSdrift, der von der dortigen 12 Mann starken Postierung ohne diesseitige Verluste abgeschlagen wurde. Major Lengerke hat die Abteilung Pirchmr, die im Vormarsch auf Gtbeon war, auf die Nachricht vom Gefecht bei Warmbad nach KeetmcmShoop zurückbeordert. Die 3. Grsatzkowpagnie mit zwei GebirgSgeschützen hat fich von Bersaba über Gibeon in Marsch gesetzt. Oberst Deimling erwartete am 7. Dez. das Eintreffen der 5. Komp. deS Regiments 2 in Dohib (an dem gleichnamigen SeUenrevirr deS F'fchfluff-S gelegen), woselbst er mit der Kompapnie Stüter, der4.Komp, des Regiments 2, sowie mit der 2. und 5. Batterie bereit? anoelangt

Nachmittag in Tokio eingegangene Bericht d^ Befehlshabers der gelandeten Schiffsgeschütze

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die ihnen fich bietenden Aussichten beret» m einem Maße auSgenutzt, daß die russische Flotte zum Teil bereits vernichtet ist und der Rest demselben Schick al entgegensteht. Der über das

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Einbringung der bereits fertigen Verträge die Verhandlungen stören würde, lliter lebhusi rn Beifall der Rechten und des Zentrums fügte der Kanzler hinzu, daß die Regierung seldstver- ftändUch nur einem Vertrage zustimmen werde, der auLreichend Garantie für den Schutz unseres Viehstandes gegen Seuchengefahr biete. Zum Etat nahm zunächst Reichsschatzsekcetär Frhr. v. Stengel daS Wort, namentlich um die ver­schiedenen Fragen nach den Steuerplänen der Reaierunq nicht zu beantworten. Nachdem hierauf der kons. Abg. Graf zu Stol­berg stch für die Milüärvorlagen ausgesprochen, kam der »Staatsmann- der Sozialdemokraten Abg. v. Boi Im ar. Allgemeine Spannung. Se .wurde indrß nicht so überaus großartig. Zu- nächst eine breite, ermüdende Rdiit unserer Finanzwlrtschaf!, rhne bemerkenswerte neue <§?• danken: dann eine lange Entgegnung auf die Rebe deS Reichskanzlers vom Montag und eine Kritik seiner Politik, namentlich gegenüber Ruß­land. Dabei wurde die Versicherung abgegeben, kein Sozialdemokrat wünsche einen Krieg, keiner wünsche, daß Deutschland in einem Kriege den Kürzeren ziehe. Zugestanden wurde, daß die Sozialdemokraten den Umsturz in Rußland wünschten. Der Reichskanzler Graf v. Bülow war heute so gut aufgelegt, daß Herr v. Vell­mar noch geschickter abueftmgt wurde als neulich .Herr Bebel. Stürmische Heiterkeit erregte es, als er die Beschwerde Vollmars über seine Ton-

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druck und Verlag 6*8 Kuldaer Actiendrncker^ in Zulda (Harmonie zernsprecher Ur. 9.

Reichskanzler Graf Bülow mir, daß bte Han- detsverträze erst nach Weihnachten vorgslegt werden würden, weil nach den von Oesterreich' Ungarn der Reglern»-; gemachten Mitteilungen jetzt Aussicht auf Verständigung auch mit diesem unterem diachbarreiche norhKiden sei und eie

Das Schicksal der russischen Port Arth«flotte scheint endgilrig tesiegeit zu situ. Die Japaner haben auf dem 203 dKeierhügel ^en^b^fett7g7estEen^delrvertrSge die Han-1 schweres Belagerungsgeschütz aufgestrllt urrd find

—* Heute Dormittaa empfing der Kaiser die Mitglieder der für Abeflynie» bestimmten außerord entlichen Gesund t sch ast. Geheimen Legattonsrai Dr. Rosen, OberstabS- arzt Dr Voübrecht, Legaiionssekretar Grafens Viktor Eulenburg,Vizekonsul Schüler,Kommerzien- i rat Bosch, Prof. Dr. Felix Rosen und Seh erpedirender Sekretär Becker. Der Kaiser ließ s fich die für den Nagus Menelik, die Königin Taitu und mehrere abessynische Würdenträger bestimmte Geschenke vorfüdrrn.

* Genosse Göhre sollte einer Zeitungsnach- i richt zufolge als sozialdemokratischer Reichstags- Kandidat in Hof ausgestellt werden. Diese Nach­richt wird jetzt als unrichtig bezeichnet. Von an­derer Seite wird gemeldet, daß Göhre die ihm anaebotekie Kandidatur abgelehnt habe. Mag dem sein, wie ihm wolle: Es scheint, als ob der atme Hirr Göhre ncch nicht genug gebüßt habe.

war. — Sin zweites Telegramm vom 8. De». I meldet: Deimling stieß am 4. Dezember tm Vormarsch auf Rietmont bet Natts aus 200 WitboiS, die die Klippen an der Wasserstelle besitzt batten, und warf sie nach dreistündigem s Gefechte auf Rietmont zurück. Am 5. Bez. früh nahm er Rietmont »ach leichtem Avant- gardengefecht. Der Feind entwich in voller Flucht, noch im Abzug beschaffen, mit Hinter- lisiang von 8060 Stück Klein- und Großvieh und zahlreicher Wagen mit der Hauptmacht aus Kalksoutein, mit kleineren Teilen auf Gochar. Deimling wollte noch am 5. Dez. auf Kalksontatn verfolgen. Hauptmann Krüger beabsichtigte in der Nackt vom 5. zum 6. Dez. die 7. Komp., einen Zug der 5 Komp, und die Halbbatterie Stuhlmann bet Lidfontein, südlich von Uoachona zu vereinigen. Schuerfpenz (etwa 20 Kilom. südöstlich von Lidfontein) ist vom Feinde stark besetzt. Em Offi­zier brr Patrouille Roßbach ist am 4. Dezember nicht bei Anichacibib, sondern südwestlich von Witolei auf den Feind gestoßen, der 70 Gewehre

delSvertLaasverhsndmxgkNmu junc» wuw, ] nun w uti "" v ö wi.

während andererseits nach der Geschäftslage tn diesem unjet wirksames Feuer zu nehmen. Sie h baken Lause die voll- Durchberatung der neuen I “ .. «..»«At.n horritS in

Handelsverträge nicht ganz sicher erschien, werden die verbündeten Regierungen Ihnen die neuen Handels­verträge alSbald nach den Weihnachtrferien vorlegen. Wir werden bestrebt sein, daraus hinzu wirken, dast daS I Inkrafttreten der neuen Handelsverträge und deS neuen Zolltarifs keine Berzögerun, erleidet. Unter diese« Umständen darf ich wohl an dieses hohe HauS bie. Bitte richten, nicht in eine Besprechung der Handels, politische« Situation ein,»treten. Hieraus tritt daS fSaü8 in die Tagesordnung ein. (Beifall.) $ AlS erster Redner zum (Hat wandte der Reichs- fchatzsekrttär Freiherr v. Stengel fich mit großer (Hitschiedeuhert gegen die? Anregung, eine Sanierung der Reich? finanzen durch stärkere ^elanziebung der Matttkularbeiträge herbeizuführen. Sine (grhöhuna der Mattttularbeiträge würde unmUtewar eine Erhöhung der dtrette» Steuern zur Folge habm, und damit den Gimelstaaten die Erfüllung, ihrer Kulturaufgaben er- Mweren. Jedenfalls würde dieser Weg nicht im Interesse der wirtschaftlich Schwache« liege«.

Abg. v. Bollmar (S.) polemisierte zunächst arge« daS Rentrum, dem er vorwarf, daß eS andemFinanz- elend schuld fest Schließlich wandte sich Redner gegen den Reichskanzler, dem er unter anderem vorwars, er | habe in verärgertem To« gegen die Sozialdemokratie

Rtt^ianzler Graf Bülow erwiderte, die Sozial- demokratie sei um so weniger ber^tigl, ihm verärgertm Ton vorzuwerfev, alS ein sozialdemokrMtscheSBlatt I «st kürzt' ch von parlauüntattscheu Strolchen, Jesuiten, einer parlamentarischen Eauherdr «sw. gesprochen habe. Auf den russisch japanischen Krieg übergehend, sprach der Reichskanzler sein Bedauern auS, daß die Wihpreste tm Gegensatz zur ernsten politischen Press - in so scharfer Weise gegen Rußland Partei nehme. «eS-nuber emer Meldung deS .BorwärtS-, daß ei« preußisch.russischer Geherwvertrsg testete, betonte er, baß ein solcher Ber- traa selbstverständlich nicht existiere. 6um Schluß dr-.•

• ronte er nochmals tie Rotwendigkeit starker Rüstungen. I Uebrrmacht erlogen.

nach dem Kanzler sprechen zu müssen. Da i bürste er nicht viel Aufmerksamkeit erwarten, i Gr sprach aber äußerst geschickt unb so gelang ; es ihm halb, baS Haus zu fessel«; namentlich ber Schluß seiner Ausführungen würbe mit großem Jntereffe angehört. Da Herr v. Bollmar elbstverstSnblich auch baS Zentrum angegriffen -atte wegen feiner Zollpolitik u. f. td , fertigte et erst diesen ab. Dann roanbte er sich z« dem ReichSschatzsekretSr unb erklärte, wenn unter ben hohen Matrikularamlagen die Kulturaufgaben eiben müßten, dann müßten bte Ausgaben des Reiches eingeschränkt werden : man könnte z. B. mit cer Durchführung ber Mtlttaroorlage matten. Schulben bürsten jedenfalls auch nicht mehr ge­macht werden. Schließlich kam er aus d e Diätenftage zurück und betonte mit aller^Ent> schiebenheit, daß der Reichstag aus seiner rfotbe- iung bestehen müffe. Den Reichskanzler, der von dem Bebel unb Genoffen Sebankenftethett für bie Revisionisten gefordert hatte, wres er darauf hin, daß er selbst ihnen die Gedan'.en. sreideit aewäbren könne, indem er sie unavhanmg wache von der Parteikaffe; solange die Revifio- nisten auf die Parteibiäten angewiesen seien, hinaen sie von ber Gnabe der Radikalen ab. Aus der' anderen Sette hätten bie Mtnister aller namhaften Einzelstaaten mit Ausnahme Preußens I sich für Diäten erklärt. Hieraus sprechen noch, bie Abgeordneten Stöcker und v. Gerlach. i Msroen soll die Debatte zu Ende kommen.

ea. »t«ge der Errichtung emes । Bureaus für kirchliche Statistik veröffent-, lichsn bte Histor. poltt.-Blätter H-

einen Artikel, ber wegen dcr Bedeutung des Geaenstandes allgemeine Austnerksamkeit verdrent. Dir vor 3 Jahren aus ber Katholikenversamm-

Iisna zu Osnabrück auf daS wärmste empfohlene

Z f»- ««-

, Statistik ist bekannlUch bisher nicht zur Aus- sü'qrunq oelanat. Der Verfasser bks Artrkeis,

de? auf dem Gebiete der Statistik sehr verbtente r 8. st., glaubt den Haiptgrunb der

Erfolglosigkeit aller bisberig-.n Bemühungen darin m finden, daß man es versäumt Hobe, sich mit dem hochwürdigsten Episkopat in Verbindung zu setzen, durck den allein die Durchführung des Planes zu enröglichen ist. Andere Gründe,- die bcs Tchastnug er-sr Z.n..a^rlle j für kirchliche Statistik tm Wege stchen, liegen in der Verkennung des Nutzens einer solchen Einrichtung unb in übertriebenen Vor- stellunaen von der Schwierigkeit der Dmchfüh- runa. Der Nutzen besteht hauptsächlich darin, daß dem katholischen Volke alljährlich ein klares, zuverlässiges Bild be8 jeweiligen Standes un- erer Konfession und der Entw ckkung des ktrch-1 lichen Ledens geboten wird. Man wird dadurch auf Mißstände aufmerksam, wo solche vorhanden find und daS Jntereffe von Klerus und Laien Ür bte Küche, daS kirchliche Leben unb bie ktrch- ichen Bebürfniffe wird dabmch stets wach-1 aebalten. — Auch das Ansehen der Kirche in >er öffentlichen Meinung würbe daburch bedeutend gewinnen! Von beson- derer Wichtigkeit wäre in dieser Be- ziebuug bte Statistik der liebertrittfibe» wegung, da man jetzt nach den einseitigen^ vrotestantischen Zusammenstellungen zu der An- sicht, verleitet wird, als sei habet die katholische Kirche bedeutend tm Nachteil. Der Einwand: die Pfarrämter würden durch bte einzultefernden Berichte belastet, ist nicht berechtigt. Der Ber- foffer stellt das Schema eines Fragebogens auf, >aS über die jetzt bereits in mehreren Diözesen von den Pfarrämtern alljährlich zu erstattenden Berichte nicht erheblich hmausgeht. Der Unter- schied würbe nur darin bestehen, baß in Zukunft bie Berichte in allen Diözesen gleichmäßig nach einem von ben Bischöfen vereinbarten Schema angeferttgt unb von den Ordinariaten an bte Zentralstelle eingesandt werben, wo sie bann nach Diözesen zusammengestellt und veröffentlicht

«in schwaches DeMschland roftroe sofort kriegerische Begehrlichkitk« wochrufen und somft würde eS auch ehre »efahr für ben Weltfrieden fei«.

Ada. Dr. Spahn nahm hierauf «och namens des st°ntrums zu ben im Laufe bet StatSberatung m ben Vordergrund getretenen Fragen Stellung, «r er- wiberte dem ReichSschatzsetretär auf fitne »rklärnn« aeaen bi- SrKöhung der Matrilularbrtträge, baß bann bie M'litärvorlage einfach zurückgesiellt werben müffe. Neue Schulden bürfte« ketnesfall« mehr gemacht werbe«.. ®ie sozialdemokratischeu »«griffe auf daS Zentrum «ieS «bg. Dr Spahn gebührenb zurück. Wefter nah« er »u ber Denkschrifc über bie Herero frage Stellung, skeptisch stellte er sich zur Frag- der Schaffung eines eigenen KolonialavteS; im übrigen verh.ell er sich freundlich zu dem Reforwvrogramm deS Reichstanzters für Südwestafrika. D-n Schluß derRebebttdete em Appell an bie ReichSregiermrg, endlich Diäten zu be- roiat»^. Stöcker milkt) trat danach bergisch str die Förderung der chttstlich - nationalen «rb- tter» be”e»f>g6 v?Gerlach (ft. Bgg.) trat fär eine RerchS- ! vermözenssteuer ein und wandte sich gegen dre „Liebe­dienerei" Rußland gegenüber.

I All dann wm dr bie Weiterberatung auf SamStag

1 vertagt.

Schluß nach 6 Uhr.

E”$reufte*8?u”bir®tatS Ed f-tt,esetzt.

«or Eintritt in die Tagesordnung ergreift daS | Wort Reichskanzler Graf Bülow: Die vnbündete« ! Regierungen hatten die Absicht, diesem hohen Hause die mit Rußland, Rumänien, Belgien, Italien, ber Schweiz, Serbien vereinbarten Handelsverträge nach dem Schluß der ersten Beratung beS Etats oorzuleye«. Die AndilSvertragSverhardlunzen mit Oesterreich- Ungarn waren, wie den Herren bekannt ist, auf einen toten Punit r-elangt unb müffen wegen erheblichen MeinungSverschiebenheite« abgebrochen werben. Jn- folge der un» jetzt von Oisterreich-Nngarn gemachte« Mitteilungen ist Aussicht vorhanden, auch mit diesem unferm Nachbarstaat- zu neuem ^vernehmen, ,u neuem Einverständnis zu kommen. Selbstverständlich hafte« wir daran fest, doß wir entsprechend de« von mir in diesem hohen Hause abgegebenen Erklärungen nur einem Handelsverträge zustimmen, und Ihre Se- nehmigun, für einen solchen «achsuchen werbe«, der bie ausreichende Garantie gewährt, bab ^er b'utsche i Viehbestand gegen Seuchengefahr geschützt d.eibt (Leb- | Hafter Beifall rechts und 'M Zentrum). Da da« Ei«' i fprfiflCEftcnten ßanb€l8v€ttTäfle bic Han-

6 ^Bon der .Pobjeda" ist der mittlere Schönstem schwer beschädig; dos Schiff liegt mit dem Heck ttef« imd ist bi-zum Hauptdkck unt« Waffer Von d« „Pereswjet" steht da- Oberdeck unter Waff«. .Retwisan" neigt nach Steunbord üb», dis Oberdeck ist nahezu ganz unter d« WaffnflS^. D» .Pallada", die zwischen der .N-twisan und vem Minen,chiff .Amur" liegt, ist nicht deutlich zu seh», doch ist ein lekchreS Sinke« deS Sle^2Lura T i nehmen; der genaue Umfang der BrMdigung st nicht festzustelle«. Vom „ Bai an breMit l'tzrdas Bordtideck. Die^Sewastopol" liegt °nsche.vend im Ostteil de- Hafens längs M Bto&en Rran«. ES ist nur der Mast und der Oberbau fichlbar. Mr Rumps wird ganz vcn e.mm Hügel verdeckt. Ws I Feuer der ArweegeiLütz; richtete fichheutetavpffachliÄ mis die Sch ffe „Pallada", „Bay au und „Sewastopol".

Die Einnahme des 203 Meter bügel S, welche den Japanern so HÜnstige Ekfolgaussichte« er­öffnet hat. ist erst nach überaus erbütert.m lang- wierillrn Kampfe erfolgt. Angesicht« der Wicht.gktt der Stellung kämpften die Russen mtt dem Löwen­mut der Verzweiflung, bis sie der japanische

Abgeordnetenhaus.

114. Sitzung vom 9. Dezember 1904.

Eröffnung 11'/« Uhr.

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la0giIlad) längerer Debatte beschließt d°s HauS bie Vorlage an die Kommission zu »«reifen.

ES folgt die erste und zweite Lesu«, deS besitz - eulwurfs betr. die Errichtung einesAm t s g e $ -> tu üangenbeoer un Land.rerse Bochum.

<Ktp”sRotIaae wirb angenommen. Dkdanetos genehmigt wirb in erster und zweiter ^ng de Gesetzentwurf bett, die Errichtung erm s ® „

i richtS in Bietz. Desgleichen wwd das Gesetz übet Verlegung der Lanoesgrenz? gegen Lübeck am Tlhe-Trave-Kanal, fow.. das Gesetz bett. Vermehrung der Wahlkreise für bis branbenburgrsche

ES folgt tie erste Beratung der Kirchensteuer i gesetze, und zwar zunächst des Gesetzes für d ! evangelischen Gemeinden.

> äalti’?minifter Dtubt führt auS, daß "der das Gesetz für die katholische» Kirchengemeinbe« eine völlige Uebereinstimmvng mit den Vischö ।'Qn tine Abb Jrwer (kauf.) beantragt Verweisung an etne

M- »•*?„«« ”«* einem Antrag Hackenberg an eine «ommrsfion.von 21 »«»ÄM

katholische« Gemeinden, daS nach kurzer Debatte an dieselbe Kommission verwiesen wie das evange lische «irchensteuergesetz. »v l

SamStag: Jnterpellatto» GyssUng (ft- betr Königsberger Geheimbund-Prozeß.

Schluß 4 Uhr.

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Deutsches Reich.

Berlin, den 9. Dezember 1904,

* Die Feier des J«bilä»mS der Ber- ttutdigung des Dogm«s von der «nbe- flecktru E«Pfäng«is Mariä hat auch auf liberale Gemüter einen großen Eindruck ge­macht. So meldet der römische Korrespondent des ,Berl. Lokalanz.' feintm Blatte die II!u- mination der Stadt Rom in folgendem Telegramm:

Der Anblick, ben Rom heute (Dormerttag) abenb bot, war überraschend schön. Seit dem J-Hre 1870 hat man nicht eine so prächtige Illumination der Stadt, wie die heutige anläßlich bes övjähttgen Jubr- läurnS bes DogmaS von der unbefleckten SrnpfärirmS aesehe«. Sie beweist, wie eng verknüpft bie Bevölke­rung Roms mit kirchlichem Leben geblieben '.st. Ans «Ben Kirchen brannten Rolfener und loderten Flammen Sedwfannen unb bunten Delgläfern, Die Häuser m bm engen Gaffe« wie in ben breiten Prachtftraßen prangten im Schmuck Taufender und aber Tausender so« Lichtern. Das Fest der Verkündigung der Dog­mas wurde für Rom zum Feste deZ Lichts, an dem sich die ganz; Bevölkerung enrhusiastisch beteiligte und io zahlreich bie Straßen durchzog, daß an mehreren Punkten der Fährverkehr aufgehoben werden mußte.

ZuIdaerW Zeitung

108. Sitzung vom 9. Dezember 1904, lösiuüna Pit