Einzelbild herunterladen
 

Huldaer W Zeitung

N»mtÄ>M«r<> „MöÄA EeschichtatÄki'

31. Jahrgang

JS. 288.

Ei« Unterseeboot der russischen Ostseeflotte

Die modernen

Zweites Blatt i

hochfeinen öttdcwurüch* und «--R p-sR «RfititReaR FfeUjdffskarten KSR «R KSR sind in grosser Bttswahl efcgetroffen. «*b mr Bis eine hervorragende Heaheit »ssr gehen (He geprägten rast «R r^R «r

in den verfchredenhen Farben und die «R Darmstädter Känftfer- vss< cssr cssr KSR KLR Secessronskarten. ksr r-sR «n Vfsttfcarten in Buchdruck und Lithographie. IHufterbädter liegen auf in der «r «r

Fuldaer Hcfiendrutkerel. k^rmr

— ®le russische Armida, die [nun^.schon längst Aden passiert hat, dampft jetzt!im indischen Ozean, rastlos ihrem Ziele zustrebend. Der russischen Flotte sind auch einige Unterseeboote beigegeben, und vielleicht wird sich jetzt Gelegen­heit bieten, daß dieses modernste aller Seefahr- zeuge zeigt, ob es im Ernstfälle den An« sorderungen entspricht, welche die Enthusiasten an das Boot stellen, oder ob die Zweifler recht

WfeEripir*!« gegen Butter!

behalten. Aus unserem Bilde sehen wir das merkwürdige Boot; es gehört offenbar sehr viel Kourage dazu, sich unter dem Wasserspiegel dem Fahrzeug anzuvertrauen. Die Meinungen ».ber das Unterseeboot waren unter den Sachver» ständigen bisher sehr geteilt — in Deutschland scheint man der Frage überhaupt nicht naher treten zu wollen.

unübertroffen zum kochen, braten e. backen

Schöner

Weihnacht- ch>D>

Eine schöne Wohnung mit 3 Zimmern und Zubehör, nebst Scheune und Stall billig zu vermieten. Näheres i* der «xpid. d. Zig. [4792

Luzttgenr Ns haltig« Petitzeik« «4® deren Herats 16 M- Heklame« diepetMEr 25 vstz i bei lütt6^. Klunge« wird eetUr

Habe# gewährt

Vruä und verlas M MdaerAetiendrnStÄ fti Zalda (yanuoM

Fernsprecher M.».

' ’ ® i« Goldene Medaille.

Bunte Herrenweste nach Matz.

Telephonruf 108 8. Stiebei, Markstraße 3

—== Feine Herren-Garderobe nach Matz. -----------

8 AM- MMMfc

-

vri-MEWb

wochmbena^' -^llllstrien« SoMeg^eitiing'

9. Dezember 1904._______________

die Liberalen gegen die Zentrums-Kandidaten unterstützten, wenn auch die letzteren erheblich viel „agrarischer" gesinnt waren.

Die Mittelstands-Vereinigung ist als die leibliche Schwester deS Bundes der Landwirte anzusehen, sie will dieselbe Arbeit in der Stadt besorgen, welche der Bund auf dem Lande tut. Sie ist nur nicht so mächtig und einflußreich. Dem Bunde gehören gewandte Poli­tiker, einflußreiche Landmagnaten an, aber den Mittelstandsleuten fehlt fast alles, was dem Bunde noch Beachtung sichert. Schon heute kann man mit Bestimmtheit den Darlegungen des bayeri­schen Handwerkers darin zustimmen, daß bte Mittelstands-Vereinigung auf keinen grünen Zweig kommen wird. In manchen Großstädten sind die in Betracht kommenden Gesellschaftsklaffen sogar der Mehrzahl nach freisinnig und mit frei­sinniger Politik kann die Mittelstands - Vereini­gung nichts anfangen.

Den Bestrebungen der Vereinigung stehen wir zum großen Telle sehr wohlwollend gegenüber, aber die „MittelstandSvcreinigung" selbst lehnen wir rundweg ab. Den Persön­lichkeiten, welche sich berufen fühlen, eine neue politische „Bewegung" inS Leben zu rufen, sagen wir, daß das Gute an ihren Bestrebungen nicht neu und das Neue nicht gut ist. Manches, was die Herren vorbringen, ist sehr richtig, aber das hat die Zentrumspartei schon seit ihrer Geburt vertreten. Der neuen Ver« einigung zuzujubeln, kann man alten erfahrenen Politikern nicht zumuten.

M-S, Freitag, den

Abgeordnete der Eosialdemokratie, der Todfeindin deS selbständigen Mittelstandes, gewählt Eden. Zum mindesten werden die handwerkerfrenndlicheu Parteien, dir für ihr bisheriges Eintreten für den gewerblichen Mittelstand auf diese Weise nur Und an! erntev, ver­ärgert werden, und so vielleicht weniger als bisher geneigt sei«, geschloffen für Handwerkersorderungen zu sttmE. anders verhält sich die Sache, wenn von der Gründung einer besonderen Parier und der Aufstellung eigener Kandidaten abgesehen wrrd und die Bewegung fich auf Einwirkung auf die be­stehenden.handwerkerfreundlichen Barteten und auf die Regierungen beschränkt. An sich ist dttsrs Bestreben gewiß zu begrüßen, denn eS kann den Par- teien und Regierungen gar nicht oft ««"US gesagt werde» und durch mächtige Organisationen d<S ge­werblichen Mittelstandes gezeigt werben, daß Hand­werk und Gewerbe immer noch einen Faktor bilden, mit dem die Gesetz,ebung rechne» muß; ganz ab. gesehen davon, daß die Erhaltung und Kräftigung beS gewerblichen Mittelstandes tm Jnterefle des Staates sowohl, alS deS ganze» Volkes liegt. «S fragt sich nur, ist -S nützlich, »u diesem Zwecke neue Organisationen,n schaffen, oder empfiehlt eS fich rocht vielmehr, diese Aufgabe den hierzu geeigneten gew°A licheu Korporationen zu überlassen? Als Handwerker und BundeSmitglied muß ich mich ganz entschieden litt letzteres ausspreche» . . .

AuS den angeführten Gründen vermag ich im all­gemeinen beim beste» Wille» in der neuen Mittel- standSbrwrgnng, mag sie sich nun Partei oder Verein nenne», keine Maßnahmen erblicken, die geeignet erscheinen, die Interessen und Rechte deS Handwerks zu fördern."

Nach solchen Aussührungen aus den Kreisen der Handwerker selbst, die allerdings für Bayern gemacht wurden, aber fast allgemein für ganz Deutschland zutreffen, wird man der weiteren Entwickelung der neuen Miltelstandoereinigung ohne viel Kopfzerbrechen entgegensehen dürfen.

Die in dem Artikel des bayerischen Hand- wrrkerblattes erwähnte „Einwirkung" auf die bestehenden handwerkerfreundlichen Blätter sieht zwar recht harmlos aus, dürste aber, wenn sie in die Tat umgesetzt wird, gar bald eine eigenartige Gestalt annehmen. Diese Einwirkung ist doch wohl gedacht als Gewährung oder Ent­ziehung der Unterstützung bei den Wahlen. Die Mittelstands-Vereinigung wird also den Kandi­daten ein Programm vorlegen, und wenn sie das unterschreiben, wird die betreffende Partei von den Miitelstandsleuten unterstützt.

Wie wird die Dache denn tatsächlich verlaufen? Die Mittelstands - Vereinigung wird je nachdem konservattvr, antisemitische oder nationalltberale Wahlkandidaten unterstützen, nur Zentrums- Kandidaten werden die Mittelstandsleute — wenigstens die protestantischen — nicht wäh­len, selbst wenn diese ihnen auch alles versprachen. Wir haken ja dieselbe Erfahrung mit dem Bunde der Landwirte gemacht, der ganz in ähnlicher Weise wie die Mittelstands-Vereinigung die alten Parteien nur „beeinfluffen", ihnen aber keine neue Partei entgegenstellen will.

Die Erfahrung hat gelehrt, wie klug das Zentrum handelte, daß es den Bundesaposteln von vornherein die Tür verschloß. Sie hätten nur Streit und Verwirrung in das Zentrum ge­bracht, ohne demselben in irgend einer Weise zu nützen. Das hat sich bei Stichwahlen gezeigt, wo die protestantischen Bauern doch immer das kon­fessionelle Moment über das agrarische setzten und

DeS ungeachtet wünschen wir der Mittel- standsvereinigung olleS Gute und den mög­lichsten Erfolg, nur unter der Bedingung, daß sie unS vom Leibe bleibt. Das Zentrum will seine Parteiorganisation weder durch Land- bündler, noch durch Mlltelstandsleute zertrüm­mern laffen. Das Zentrum wird fich kräftig dagegen wehren, daß man versucht, seine Wähler an den Karren fremder, wenn auch angeblich „parteiloser", politischen Organisationen zu spannen, zumal wir auf irgend welche Gegen­dienste in allen Fällen vergeblich rechnen würden. Wie froh können wir heute sein, daß wir vor einigen Jahren uns weigerten, mit dem Bund der Landwirte Brüderschaft zu trinken, demr sonst wären wir auch in seinen Fall mit herab­gezogen. Im vorigen Reichstage taten die Bündler so, als ob sie alle deutschen Landwrrte an der Strippe hätten, aber bet den Wahlm wurden sämtliche Bundesführer von ihrem Postament gestürzt. Keiner ist wiedergekehrt! Roeficke, Hahn, Dr. Oertel, v. Wangenheim und Lucke (Patershausen) habm von ihren Vifitenkartm daS „M. d. R.« streichen müffen. Ob die „Mittelstandsvereinigung" eS überhaupt zu einem einzigen Reichstagsmandat bringt, ist zweifelhafr; jedenfalls wird sie nennens­werten politischen Einfluß nicht gewinnen.

Retlewew- m»> «uzeigenieft.

Rochus-Los« ä 2 Mk„

[] ver neuen rmitelstandsvereinlgung, deren Gründung bekanntlich im Oktober auf dem Magdeburger JnnungS- und Handwerkertage be» schloffen worden war, und die fich vor kurzem auf ihrer ersten Generalversammlung zu Berlin der größeren O-ffentlichkeit oorgestellt hat, scheinen feine besonders großen politischen ZukunflsauS- Ehten zu winken. Abgesehen vielleicht von dem unde der Landwirte, mit dem sie trotz ewiger antiagrarischer Stimmen, die aus der Berliner General-Versammlung laut wurden, in gewisser verwandtschaftlicher Beziehung steht, dürfte die MUtelstandSvereinigung bei den großen politischen Parteien wohl wenig Gegenliebe finden.

Bei aller Anerkennung ihrer berechtigten Be­strebungen zugunsten des Mittelstandes, die aber in vollem Maße schon von den großen Parteien, vornehmlich von dem Zen tr um, wahrgenommen werden, find der Ton, der auf der Berliner Generalversammlung zum Ausdrucke kam, sowie die erneut fich geltend machenden scharfmacherischen Allüren wenig geeignet gewesen, besonderes Ver­trauen in die politische Befähigung der neuen Vereinigung zu wecken. Unter diesen Umständen kann die neue Vereinigung politisch nur V e r- wirrung stiften, und die Parteien, die sich be­wußt find, zugunsten deS Mittelstandes in vollem Maße ihre Pfl cht getan zu habm und noch mehr dies für die Zukunft tuen wollen, lehnen daher ihre „Mitarbeit" ein für allemal dankend ab.

Daß man fich auch in Handwerkerkreisen, als deren alleinige Retterin fich die neue Mittel­standsvereinigung besonders anpreist, von dieser nicht viel erhofft, beweist ein bemerkenswerter Artikel in dem Oraan deS bayerischen Hand­werkerbundes, der Münchener.Allgemeinen Hand- werkerztg/, mit deffeu J-.ihttl fich auch der Vor- fitzende deS Bundes, Kommerzienrat Nagler, einverstanden erklärt hat. Der Verfasser des Artikels erörtert vom Standpunkte des praktischen Handwerkers die Frage: „Kann die Mittel- standsoereinigung in den Parlamenten unter den gegenwärtigen Umständen überhaupt Einfluß ge­winnen ? in folgender recht treffender Weise:

„Ich habe schon nachgewiesen, daß die Partei, von Ausnahme» abgesehen, nur auf Handwerker und Ge­werbetreibende zahlen darf, und von diesen werden auch die in Provinzorten und auf dem Lande an- säßtgen nach wie vor zu den SSautrn halten, von deren wirtschaftlicher Lage auch ihre Lage zum guten Teil ab­hängt. Der Kry3 der in betracht tommenben würde also — selbst wenn das schier unerreichbar erscheinende Ziel, alle HandAerker und Gewerbetreibenden von ihren Parteien loSzuretße» und unter einen Hut zu bringen, gelingen sollte — sehr beschränkt fein. So beschränkt, daß cs unter dem jetzige» Wahlgesetze ganz ausgeschlossen erscheint, aus eigener Kraft Kandidaten der Mittelstandspartei in den Reichs- und Landtag zu bringen.

Die Mittelstandspartei wird daher, wenn sie selb­ständig vorgeht, voraussichtlich nur daS erreichen, daß die handwerkerfreundlichen Parteien ge­schwächt, und daß an ihre Stelle unter Umständen

Ausverkauf!

Puppe«! Puppen! Puppen!

Wegen gänzlicher Aufgabe des ArttkelS unter dem Selbst- kostenpreis. ' ___ _ _

Clara Fleischmann,

Friedrich-markt 14.

Ein tüchtiges Mädchen, das selbständig den Haushalt führen kann, wird gegen hohen Lohn gesucht. [4950

______Kaualßtraße 45

Reinliche

Frau oder Mädchen zum Kannenwaschen sofort gesucht. [4999

Molkerei Fulda.

Gesucht sofort einen tüchtigen

Pferdeknecht;

auf kommendes Frühjahr einen tüchtigen ‘[1745

Maurerpolier™“™, Maurer.

Ludwig Vey,

Baugeschäft und Dampfziegelei, Gersfeld.

3rod Münchener (Amberger) Zithern, je mit pol. Kasten und Schule, für 20 bezw. 15 Mk. zu verkaufen. Zu erfr. in der Sxped. [4947 Eier: Eier ! empfiehlt Gerhard Wiegand.

Citronen

empfiehlt Hern. Brandeutela.

Zu vermieten: Große herrschaftliche Wohnung, 8 Simmer, Badezimmer re. per April evtl, sofort.

Laden mit Aon or und La-erranm.

4909] H. Hemmens,

Vene Bahnhofstraße 7.

HmsWliche Wohnung

I. Etage alsbald oder per 1. April zu vermieten. [4752

tiuetav Henninger, am Franzosenwäldchen.

Schöne

3 Imnttt-WohmW nebst Zubehör und Gartenan- teil vermietet billig [4957

PALMIN

feinste Pflanzenbutter

ui £r V.

o vIBk Sc