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MaerM Zeitung

, iniittritrte SonÄEituna" wowMeg« ,.M« SeichichtrbM«".

31. Jahrgang

Salto, Freitag, den 2. Dezember 1904.

JÄ 876.

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(Nachdruck verboten.)

88

haben.

(Fortsetzurg felgt.)

Deutsches Reich,.

Rus dem tznätsg i

^rantto«rtlich« z^N!riter:Zst.V«sv ^SSÄ.. wochmbellMu-Illustrierte SonÄsgszeitung"

Mei» Herz hatte ich ihm noch nicht geschenkt; ich fühlte nicht- für ihn al» Hochfchätzung und Dank' b<K^ den Augen de» Schauspieler» blitzt« e» auf.

„Hochschätzung l Der Schurke hätte nur Berach- tun«°M.^ nun aQe8 togit hinter mit; lab un» niifit mehr davon reden, mein Freund. Wa» auch oeschehen ist, ich kann Dir versichern, daß mir vom ItoÄalt in der «uvergae weder Reue noch Bedauern bleibt. Sieh doch auch/ fuhr fie mit sanft^ Lächeln fort, .wie die Vorsehung alle» za.[ten^",,toe'L“ntb | wie aus anscheinend Schlimmen oft Gute» entsteh.., ohne drese Reis« wäre ich viillricht memal» meinem Batet begegnet!" „ . ,

„«» ist wahr," antwortete Rollon gedankenvoll, „toer wie sollen wir e» j-tzi machen, um dem Wunsche tzemer Mutter gerecht zu werden? Sollen wir hier euf Herrn Mattel warten? E» ist ja möglich, daß er Äch abhvtt."

Wmee machte ein verneinende» Zeichen.

„Ick zweifle daran! er würde sonst schon gekommen jein. Schwester Therese meint, daß ich beffer nach L^lle führe und meinem Batet mündlich die -Lerfiche« tung kindlicher Liebe und die Nachricht von der reue« bollen Gesinnung der armen Mama brächte."

Jo, da» wird wohl da» Beste sein. Wein Htrr Kartei Dich fleht, kann er Dick nicht von sich weisen, er mutz Dich lieben, und Tu findest dann eine deiner würdigen Familie, ein Heim, wo Du zettleben» gegen aie Stürme de» Dasein» gesichert biß."

finden können.

• * Berlin, 1. Dez. 1901. Der Kaiser ist, wie «an» Breslau gemeldet wird, heute mittag dort ein- Aroff«, und nach mehrstündigem Aufenthalt in der Kaserne und dem OffizierSkafi»o deS Leibküraffrerregi-

Wert* Itintffoii srittrefota »xt

Ausgestoßen.

Äon Maurice de Beaumont. Deutsch von Helene Kremb».

27 Stimmen angenommen. . .»«rfeb

Morgen 1 Uhr: OberlandeSgerrcht Düsfei- dort und Heinere Borlagen.

Schluß S-/. Uhr.

ü«irrß«-v- SÄ Sw spalttgr petitzeike e&w deren Raum 15 Wj Reklamen die petttzÄi r 25 pfg r bei wiebr Holungen wird entsp, Rabatt gewährt.

Druck und Verlag M KuldaerAettendruckech in 5«lda (harmonick' 8«rnfprecher M.»

"* Der rusiilch-japanische Krieg.

Die letzten Scharmützel in der Iovrd- mandschurei scheinen nun doch die Einleitung zu einem wenn auch nur scheinen Vorgehen der Ruflen gewesen. Vor Port Arthur Haden die Japaner insofern einen großen Erfolg zu verzeichnen, als es ihnen am Mittwoch abend gelungen ifi, de» 203 Meter Hügel unter schweren Opfern zu erstürmen und vorerst besetzt zu halten. Wie auS dem weiter unten veröffentlichten Tele­gramm hervorgeht, muß der Kampf um dlese Pofilion sehr erbittert gewesen sein. Erne Petersburger Depesche bestreitet allerdings die Erfolge der Japser beim Sturm auf den 203 Meter Hügel. Einem Berliner BIM wird I nämlich aus Petersburg telegraphiert: „Der fünftägige Sturm auf Port Arthur ist wiederum resultatlos verlaufen. Es wird behauptet, datz die Japaner keineswegs bis an die Forts heran gekommen, und daß sie nicht einmal in den Besitz der vor den Forts liegenden B-ftstigungslin^ aelanat find." — Gegenüber de» bestimmten Meldungen aus dem japanischen Hauptguartter darf man doch wenigstens von einem Teilerfolg der japanischen Truppen glauben.

Die japanischen Streitkraft- find den russischen an Zahlnichtgewachsen Rach einer Zusammenstellung umfaßt die I. Armee

»Wann reisen wir denu ab, Roll?"

^Sobald al» möglich. Gleich, wenn Du die nötigen Vorkehrungen getroffen hast " ,

Da» wird nicht lang« Dauern. Noch ein Besuch auf dem Friedhof, das ist oll 8."

«in Schatten von Traurigkeit verdunkette da» liebe Gefichtchen. Sie faltete die Hände über den Knieen und verh örte schweigsam, den Kopf auf oie ^RMonEsühlt« innige Teilnahme an diesem stummen Schmerz«; er sand kei 1 Wort fce» Trostes.

Dow brach er noch einer Welle die Siille.

Wir werden un» in Toulouse aus hüten müssen, sagte er, „ich habe mit dem Theaterdtrektvr notwen­dige» zu besprechen."

.<6ine Bestellung vom „gallischen Theater i

'Nein, da» nicht; ich würde auch schwer! ch ein« Bestellung übernommen haben."

.Wieso? Warum nickt?

Der Künstler zwirbelte seinen feine« Schnurrbart ^„Wellet au» ist mit dem Chef und mir. Wit haben un» getrennt nach einem richtigen oandgemevge. Sin reizende» Intermezzo, hahaha l Al» ich ihn vämlich regelrecht um Urlaub bat, verweigerte «r denselben. | Da habe ick ihn nolens volens fitzen lcsien. Gewalt geht über Recht.....Allerdings habe ich ihm die

kontraktlich« Entschädigung gezahlt."

.Der Teno- Lrcra», — Du ernmerst Dich wohl de» großen Blonden - hat mir al» guter Kamerad eine Summe vorgelegt, weinen Rersebentel gefüllt und mir «in Schreiben an bei befreundeten Theaierdirektor mttgegeben. Daraufhin hoffe ich in dieser Stadt Ar­beit zu finden, wenn ich Dich glücklich unter dem Dache Deine» Bat«» weiß."

$u bist klug und versorg!ich," entgegnete Armee und "versuchte zu lächeln. „Aber wie viel llnaumhm- liLkesteu host Du dir meinetwegen gemach. Da» ,!? ">«>? "ch 1° ----- z»hr, am „g«M*e, rh-al" ।

Hrrreuhaus.

28. Sitzung vom 1. Dezember.

Die Beratung Über den Sesetzeutwurf berteffend die Erhebuvg von Kirchensteuern in den Kirch­gemeinden und Parochialverbäuden der evasgelischen Landeskirche der älteren Provinzen wr.d fortgesetzt.

Bei Art. 4 schlägt die Kommission vor, die «e- rufung gegen die El euer Veranlagung solle nicht nur, wie die Voilage will, beiden Ro«ftftorien, fonbetn auch bei dem Ministerium gilti, eingele»t werden bfit^$et KommisstonSbeschluß wird unter Ablehnun» eine» AbändernngSantrageS deS Srafm A"k unver. ändert angenommen, ebenso auch der Rest des ®*feiuSr Annahme gelangt eine Resolution deS Grafen M i t v a ch "wonach die Regierung -rsucht wird dahm wirkem daß Realsteuern nur ausnahmsweise

^TlbeT ihr Gesicht den K-eppschleter und nun machten bk Zwei ihre traurige Wallfahrt zum Gott^acker.^em |ün^nnbert 8rc”,'®eb^

Aimee vom Doktor Bniffon zurückerhatte«, hatte -fie «In« Grabstelle in einem lauschigen Wmkel gefov r, und dort schlief im Schatten eine» bescherdene«H°^ kreuze» die stolze Primadonna, unbeachtet, verloren inmilten di.ser stillen Toimstadt wo man nich » wüßte von dem ihr e nst gespendeten BeisallSlubel. Arme Regina! Fortan wird keine befreundete Hand Dir Sträuße und Kränze bringen. Wenn diese Ast rv, die letzte Blumevgabe Deiner Tochter, verwelkt sind, dann ist fie selbst well, wett iort, am «»dern Ende I Frankreich», wohin ein ungewisse» Geschlck fi- leitkt

Die beiden Freunde knieten nieder auf den feuchte Ras-n und vereinigten ihre Gebete für die -8t ^Dann hob Roll die Hand gegen da» Meuz, welche« die Denkmäler überragte und sprach mit vewegrer Stiwm^. jn g£jej)eil( Regina. Ich I^^r« Dir, datz ich wie ein Bruder über Dem Kind wachen to‘rbtci(fi bank Dir, Roll", antwortete Aimee leis« nnd"tttckaete ibte vom Weinen (»btetrn Augen.

Und langsam kehrten fie durch die Zypieffen-Allre ^D'e Sonne stand jetzt strahlend «« Himmel, trotz, dem war we Luft kalt Da» junge Mädchen zitterte unter dem dünnen Tuche. Rollon bemerkte e».

.Du wirst Dich beffer einhüsten müssen für die Rette," sagte er. .Wir gehen nach dem Norden u: d kommen durch» Gebirge." „

.Ich friere nicht", behauptete Aimee, doch ihre blutroten Wangen straften düse Worte LügemRoll schwieg, da er tk Bedeutung dieser Antwort verstand; e» tat ihm leid, die Bemerkung gewacht za

Berlin, den 1. Dezemder 1904.

* Der Abg. v. Eyner« hat mit seiner gestrigen ingrimmigen Steve gegen den Handels- Minister Möller offenbar nicht nur seinen Partei­freunden Mißbehagen bereitet, sondern auch dem .Aussichtsrate der Hibernia einen schlechten Dienst geleistet. Es trat doch allzu grob das materielle Artereffe der Herren Aufftchtsräte zu Tage. Die । Nat.-Ztg.' ist denn auch wenig zufrieden mit Herrn v. Eynern. Besonders ungeschickt war es von ihm, daß er 'erst die Zumutung, die Hibernia »u verkaufen, als schwere Kränkung der Aufsicht», räte und Aktionäre, ja „jedes denkenden Mannes" im Ruhrgebiet zurückwies, sich über „Bestechungs- aelder" und „Teilung des Raubes" entrüstete und hinterher erklärte, wenn der Minister 2521, < | Prozent geboten hätte, so wäre „ein solcher Klang .des Geldes möglicherweise doch nicht abgewiesen worden. Die ganze Empörung des beleidigten Sn v. Eynern beruht also daraus, daß der < ister nicht etwas mehr geboten hat

* r ®ie Stimmung im Fürstentum Lippe scheint nicht so biesterseldisch zu sein, wie mQn qsw3btiltcb flnnimnit. I

wähl am Mittwoch find nicht nur die Gegner Äer Regierung wiedergewählt worden, sondern die Bückeburger Partei hat sogar em Mandat gewonnen. Nach diesem Ergebnis kann die lippische Regierung noch zufrieden fein, daß sie, weil ohnedies bald Neuwahlen bevorstanden, nicht sofort den Landtag auflöste, als dieser die auf die Regentschaft bezüglichen Regierungsoorlagen nicht glatt annahm. Jedenfalls oaben jetzt bte Wahlen erwiesen, daß die Stimmung tm Fürsten­tum doch etwas anders sein muß, als sie uns | gewöhnlich geschildert wurde. .

% Im Abgeordnetenhause wird die Weihuachtspause etwa um den 15. Dezember j eintreten. Man rechnet damit, daß die Hiber­nia. Vorlage, das Ausführungs-Gesetz zum Reichs-Seuchengesetze und die Vorlage über die ^eihaltung der Ueberschwemmungs-Gebrete noch vorher erledigt werden, ^vielleicht auch noch der Gesetzentwurf betr. die Verwaltung gememschaft- licher Jagdbezirke, und die Anträge betr. Sttll- fogung von Kohlenzechen im Ruhrevtere. In ^iden Fällen sind die Kommisstons-Berichte aber noch nicht erstattet, und es wird von dem Zett- vunkte, an dem dies geschieht, abhängen, ob auch Diese Vorlagen noch vor der WethnachtSpause zur Erledigung gelangen. Während der Pause soll bekanntlich auch der Bericht der Kanal-Kom- mission zur Verteilung gelangen, sovaß die Plensr- -eratnng über diese Vorlage unmittelbar nach Dem Wiederzusammentritte im Januar wird statt-

Sachverhalts, sondern auch der Rechtslage. Schon srrt j dem preußischen Echulreglemenk von 1763 laut« Ge< . lächtn links, Rufe^rechtS: Ruhe! habe brS z« Gegen­wart Die Austastung bestanden, daß dte SchMe eine StaatSavstalt fei. «S iet vielfach tchwerer Mißbrauch in den Schulräumen getrieben worden. Die Aufstchts- behörde mflffe die Möglichkeit haben, seg.n bestehende Mßttände einzufchreiten. «ine «eemträchtigung der Selbstverwaltung habe ihm ferngelegen. und er habe ausdrücklich angeordnet, daß m daS Berfugungsrecht der Gemeinden nicht weiter emgegristen werde ats das StaatSinterefle es fordere. Zum »chluß führt der Minister aus, daß die «mwirkung, welche auf bte Suaenti durch die Sozialdemokratie, durch die Bolen Sb die freireligiöse Gemeinde bei den in Rede stchen- den Versammlungen versucht werde, dem StaatSintereste | zuwiderliefen. Die Sozialdemokratte fpeztell suche unter , dem Deckmantel de» SesangSunterrrchts' die Kinder tn die sottaldemokratischen Ideen einzuführen. Der MWh ster illustriert die? durch die Berlesung des LtedeS Stille Nacht, heilige Nacht" nach der sozialdemokra­tischen Ausgestaitung. «ei den freireltgiöft» Gemein­den handelt es sich tm wesentltchen auch um eine sorialdemokratische Beranstaltung. Er hofft, daß daS Saus mit ihm der Ansicht sei, daß em Eingreifen der | Stadt Berlin gegenüber notwendig gewesen ser

«bg. Hobrecht (natl i ergeht sich in schweren An­griffen auf die Regierung, ohne aber m der Sache etwas Neue? anzuführen. Seine Ausführungen werden von demonstrativem Beifall der Linken und l.bhaftem Widerspruch rechts begl ttet. ,,

Kultusminister Stndt legt nochmals die Auf- saffuug der Regierung dar. , .. ,

Abg.Pallaöke Jonf.)meint, eS seren ^r dteJnter- pelanten noch andere Gesichtspunkte als ?°chli»- maß­gebend gewesen, nämlich poltiische. Nach dem Verlauf, . den die Diskussion genommen habe, habe .die Ange­legenheit auch für seine Freunde einen politischen An­strich bekommen. ES ist — so führt Redner aus ^re unerträgliche Anmaßung, wenn Beremrgungen, bte de« Umsturz der bestehenden Staatsordnung unb die | Vernichtung des christlichen Glaubens auf thre Fahnen geschrieben haben, den Anspruch erheben, Anstalten für sich zu besitzen, worin die Heranwachsende Jugend her. angezogen werden soll zu Gottesfurcht und vater- ^Lndttcher «rpehung. bemerkt, die Rechtssprechung deS ObervrrwaltuugSgericht, lauf welchesich Re Re- aieruna berufe, sei ketneswegs so zwetfelsfrtt, wte der Minister es tz.nstelle. Wenn christliche Lieder travestiert worden seien, so würde er daS stuf bedauern können.

RegierungSkowmiffar Mmtstertaldtrettor Schwarz kopff legt nochmals dar, daß die UnterrichtSverwattung von jeher das beanspruchte Mitbestimmungsrecht ge­habt habe. Die Frag? deS Unterrichts der Dtsfidentm-

I linder habe nicht, w'.e man angenommen habe, für dte Regierung bei der Frage rtn- Rolle gesp'ett.

Hierauf wird die Weiterberatung der Inter- pellation auf Freitag 2 Uhr vertagt.

| Schluß 5 Uhr.

u«b in geringem Umfange zum Maßstab kirchlicher Steuern gewählt werden.

Sodcmn wird ein Antrag der Kommrsfion ange­nommen, wonach die Regierung um gesetzltche Maß­nahmen ersucht wird, welche dte Heranziehung der juristischen Personen zur rkirchensteuer ermog- "^»S folgt die Beratung deS Gesetzentwurfs betr. dieSthebung von Kirchensteuen n Molachen Kirchengemeinden und Srsamwerbanden.

»ie Kommission hat an der Vorlage die Aende rung vorgenommen, daß der Gmlpruch gegen d. «Kteiiwnerffiitlaautta nicht nur, wie die Borlage wiU, kei d7r^^brtchöflich-n BehöLde, sondern auch bei den zustänoigen Staatsbehörden giltiz eingeleg ""^Nachdem Geheimrat t>. Ehappius erklärt, daß, wenn die Vorbereitungen dazu vollendet se«n, das Gesetz auf die ganze Monarchie angewendet werben würde wird die Vorlage mit einer der vorher bera teneü KommfffionSresoiution entsprechenden Resolutton en bloc angenommen. ~ „i, baS

«S folgt die Beratung über bte 8rage, wie °as ßerrenbauS »u Petitionen von «uslänbern 8!lluvg nehmen soll. Die Kommission beantragt, zu ; beschließen, daß bas tzauS zwar derechttgt, aber »i^t verpflichtet sei, Stellung zu solchen Petitionen zu ntl)m$)er Kvmmissionrbeschluß wird angenommen.

Die Vorlage betr. die Hochwaffer- und Vorflut- virbältnisse an der oberen und mittleren Over wird einer Kommission von 15 Mitgliedern überwiesen. „..Ä rrs wt jcsxä I «Ä

bett, die Kosten der Prüfung überwachungSbe- | 1 ®Vr8 Gesitzeotwurf' wurde mit einer klei«-« Ab-

ünberune in namentlicher Abstimmung mtt 38 gegen

ments gegen abend nach dem Reuen Palais bei Pots­dam abgereist. — In dem Befinden deS P r t n z e n Friedrich von Hohenzoller», der an Dtabetes erkrankt ist, ist eine wesentliche V e r s ch l i m m rrung eingetreten, die das Aeußerste befürchten läßt. — In Paris erhält sich, wie französische Blätter melden, daS Gerücht, wonach der deutsche Kronprinz in «an- neS zum Besuche feiner Braut, der Herzogin ®dcihe von Mecklenburg erwartet wird. Das «rscheinen des zukünftigen deutschen Kaisers auf ftanzosiichem Boden soll bereits eine Reihe von Vorsichtsmaßregeln veranlaßt haben. — Bei dem H e t» o g Gruft von Sachsen-Altenburg ist die Heilung des ebener, ten AugeS so günstig verlaufen, daß er bereits seit Sonntag wieder Ausfahrten unternehmen konnte. - Die skoßherzogin Luise v onB ad en vollendet am SamStag ihr 66. Lebensfahr. Sie ist am 3. Dez. 1838 in Berlin geboren. — Der BundeSrat v«r- sammelle sich heute zu einer Plenarsitzung, vorher hielten der Ausschuß für Handel und Verkehr und die vereinigten Ausschüsse für Handel und Verkehr und für Justizwesen Sitzungen. - An Stelle des »nm Prä-

I sidenten deS Konsistoriums der Provinz Brandenburg ernannten Geh. Oberregierungsrat S t e i n hause n ist

I der Konsistorialrat Nentwig zu Posen in daS Kultus- I Ministerium berufen worden.

* Köln, 1. Dez. 1904. Unter dem Vorsitze ! deS Herrn «bg. Justszrat Trimborn hielt der ! Provinzial aus schuß der rheinischen Zentrumspartei dieser Tage im Vortrags-

i saale der Bürgerqesellschast seine Herbstfitzung ab. Nachdem eine Reihe innerer organisatori­scher Angelegenheiten erörtert waren, beschäftigte man sich mit der Frage, ob die rheinische Zen­trumspartei als solche je nach Bedürfnis von Fall zu Fall eigene politische Flugblätter herausgeben solle. Nach lebhaster Besprechung der Sache fand sie einmütige Zustimmung. Von besonderer Bedeutung dürfte der Beschluß sein, für dir Rheinprovinz Parteitage einzurichlen, und zwar soll jährlich mtt stets wechselndem Orte in jedem der fünf rheinischen Regierungsbezirke je einer für den betreffenden Bezirk abgehalten werden. Diese Neueinrichtung, die sicherlich zur Belebung des ganzen politischen Lebens, in allen Bezirken des Rheinlandes wesentlich beitragen

I dürfte, wird mit dem Jahre 1905 ihren Anfang I nehmen.

«bgeordnetenhirnS.

109. Sitzung vom 1. Dezember 1904.

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erllärl sich bereit. Me In.

'“’Ä’Ä.VÄSi M. 3»«^ indem er von den Erlaffen deS Kultusmruisteriwms und b«S Prooinzialschulkollegtmns ausgedt. Der Minister vertrete die irrige Auffaffung, daß er ein BersügvngSrecht über die Schulräume habe, wShrenb sick baS Aufsichtsrecht beS Staates böchstenS auf bte Beschaffenheit bet Gebäude, aus die Größe der Räum- lichkeiten und ähnliche Dinge erstrecke.

Kultusminister Gtndt: Die außergewöhnliche Schärse der Angriffe gegen di- Schufomvaltung (l<m- tes Obo1 Rmuf: viel zu wilde!) läßt sich nur et« klären durch eine teilweise Unkenntnis nicht allem deS

' Er antwortete nicht», aber immer wiederholte « I; ein übet da» ander mal: „Für Dich und um Dich glücklich zu machen, ginge ich bi» an» Ende der Welt, ich gäbe alles dchin, selbst m?in Leben.

Gidte» doch tn der Tiefe redet menschlichen Seele, die der Egoi«mu» nicht verhärtet hat, ein unstillbare» Verlangen nach Hingebunp und Opf« .

Und für wen ander» hätte Roll, der vom MM id arob gezogene elternlose Koabe, den kein Band an em ?rauliche» H-im f.ss-lte, sich ergeben^ zeigen^sollen, att für diese» sanfte lrebliche Kind, welche» sich gewöhnt ! batte in ihm einen Bruder zu sehen?

Ohne diese unschuldige Zuneigung wate er viel­leicht aus lasterhafte Wege und tu Fallstricke geraten, au» denen kein Entkommen meht müglich ist.

Nach ihrer Unterredung begaben dte beiden langen Lmte sich zu Schwester Th rese, um derselben thre Plä6dS<Äm™'9.6 I,..» m«»°IIch- Mahvung und empfing dag-s« die Bkrfichnuug aus-! richtiger Verehrung und Dankbarkeit.

Mit Vertrauen nannte Atrnee die gute Oberin I SWutter" denn diese hatte fie in den Dogen der Not wahrhaft liebreich an ihr Herz und in thre Arme ge­schloffen Nicht ohne Bedauern würde fi« drese» Hau» SE wo fie den herbsten Sckmerz >hr'» lunsen erfahren und in deffen nächster Nähe ihr« tteue ^Mama da» letzte Ruyeplätzchen gefunden zu ,Xra ©diiuwmtr. Auch stand fi« nun vor der bangen Lf W" S°-WN°M «° w°-«- "" sie in Delb au'Nkhmen? Dte unbeantworteten Brief« ""W udchfieu T-j Mg.s,dd

„Roll", fragte Atme«, dann willst Tu nicht mtt HsÄÄ’ln d-, weile.86«., Wuwuud^ Hare Mte «-sie- de- S--- £«■ -I-°° •«

i Pzppsln rauschen hörte, war der Friedhof.

. Rollon nickte zustimmend.

Fräulein Marikl schlug ihr schwarze» Tuch um,