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Maer M Zeitung

Monatsbellage: „Wdaer Geschichtchlätter"

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Druck und Verlag de» FuldaerActiendrucker^ in Fulda (harmoniej

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J2 268.

Dr. k. wcihnachtsbücherschau (90^. n.

ES ist nicht möglich, im Rrhmen d'eser Ueberkcht alle Nenerscheinurgen und Neuoufl,gen de« Herder« scheu R cser v-rla^er auch nur zu Preise«. Wir begnügen miß mit einem Hinweis auf die 74 Setten starre, Nr. 17 und Nr 18 der ,Mitteilung«" de» Berlage», welch« den Zeitraum von Ottober 1903 bi« Geptemver 1904 umfass n. H er kann nur der We ke gedacht werden, weiche sich zu Festgeschenken eignen

Brugiers „Geschichte der deutschen Nation allitteratur" (nebst kuezsekoß'er Poetik) lt«gt 852 Seite« Park in elfter ue vrfferter *> flige ynr (g b. M 9 —) Der Berfaff r, der 1898 d e 10. A flage noch seldst eivfübre» kvi n e, ist i» vorigen Jahre g«storbe». Aber d>e Nachfrage nach seiner kür den Schul« und P iva gebrauch gl-ich werwollen Li- teratoraeich'chte ist eine so stark«, daß schon j tz- et»e Neuarfli-e nöig wurde Bon besonderem I tereffe ist der oöll g ungern be tete Schl»tzteil, der e>ne knappe, gut »rteu't'rende Ltaraklerstek der nvmdasteften Dichter und Belletristen der Jetztzeit zum Test mit P »be« darbietet.

Al» sozusagen kondenfierte Litteral Urgeschichte zum ständische« Handgebrauch smpfi hlt fich E. M. Ha­mann» „Abriß der deutsche» Litteratur", der in vielter, vielfach ergSozier, ve-v»llko«m»eter Auflage vorliegt (Leiuenband M 3,20). Ein be­deutender Leist von scharfer Urteilskraft und seltene« Waffen bittet hier eine Namentlich ia de» modernen Literaturgebieten völlig selbstinditche Darstellung, die in der denkbar kürzesten Form eine sch er »»glaubliche Fülle von Stoff zusammenträgt. Ein Buch, da» wir namentlich für die gebildete Juzrnd aus» wärmste empfehlen l

Wie Herder» Verlag durch Hage»>Walte»do»ff» fünsbändige Shakespeare.U«»gube dem katho lilchen Volke einen Familien- Shakespeare (geb. je 2,60 M.) verschcfft hat, so st»d auch Ealderdn» größte Drame» religiöse« Inhalt» durch dieU-bersetzungen und Erläuterungen Dr. Loriuser» weitere» »reisen zngäml-ch geworden (7 vätoche» m fammmes M. 12,50, in 3 L ive»bändchen 8t. 15,80). Diese Ketinserschen Uebetsetzmg n tagen dazu bei, Meisterwerke de» große» fpant'chen Dichter» auch in Deutschland ollmäh ich bühoevsähig zu mache». Rach dem Tode Lorinser» Übernahm Prost ff )r Engelbert vßnther die Bearbeitung ei»er zwritten Aus­lage, die jetzt bi» zum 6. Bändchen gediehen ist. Da» 1. und 6. Bändchen liegen neu vor.

Älle Verehrer Luise Hensel» w«rde» die zweite, durchgesehene Auflage ihre» Leb en» bilde» begrüßen. Dr. Bieder, der au» dem Nachlaß und au» anderen Quellen da» inhali»oolle Leben der großen westfälischen Dichterin dem deutschen Volke vermittelte, hat zur zweiten Auslage mar che» neu« Material »erwer.et. Der stattliche Band (geb. 6,40 Mari) wird gewiß viele Freunde finden.

In dritter und vierter Auflage erschienen die „Gedichte" de» Jesuitenpater» Diel (geb. 4.20M.) mit einer biog«apdstch«n Einleitung und nut Er«

Allda, Mittwoch, drn 23. November 1904.

31. Jahrgang.

läuterunge» von P. Lietmanu. P. Kre.teo, bet tn "er 2. Auflage dem toten Dichter emen voetischen Scheidegruß weihte, ist ihm schon bald in» Jevseitt gefolgt. Lietmann« Begleirwort üerlieft da» Ber» stänvni» für da» reiche Seelenleben de» hochbegabten Dich'er», der in der Form Romantiker, aber zugleich eine starke, auf fich selbst gestellte Natur war.

Zwei wirkliche Treffer find die von Dr. Deimel herau»gegebenen Büchlein .Zeugnisse deutscher Klassiker für da» Lhristenturn" (Leinenband 2 Mtt »nd „Zttaten-Lpologie oder christliche Wahrheiten im Achte bet menschlichen Jttllgerz" (Leine-band 2.80 M). Etwa» Ze-tgemLtzere» konnte ntidt leicht »orgelegt werden. Die Wertschätzung ber deutschen Klassiker steht aoch in glauben-aimen Kreise« hock, ihre Autorität wiegt also schwer, wenn ste für ch- stlicke Wahrdeite^ Z ugni» g-ben 9« ber Zitateu'Apoiogie ist der Rrn» dieser L-iste»he-oen, welche du» L ristentum bewußt ober »»bewußt ver­teidigen, e> wettert u»b auf alle Jahrhunrene au» gedehnt. Nawertlich für die studierende Irgend, aber auch für die herarwachier.de geeilbete Frauen­welt »erden diese Büchlein eine köstliche Fund­grube sei«.

Ja fünfter vetb'ff-ner Auflage erschienen de» verstorbenen Arier Konferenzvorträge über „Da» Studium und die Privatlektüre", heran» gegeben von Dr. Jos. Schofer. Schon die Pa ke Nachfrage darf al» Beweis für den Wert de» hübsch ansgestatteteu Bändchen« gelten (gebunden 2 80 Mk). Da» gleiche ist zu der 6. verbesserten Avfl ge von Arier« .Höflichkeit* zu bemerken (g«b. 160 M.). Diese Borträge find schon früher in mehrere fremde Sprachen übersetzt worden. Die neue Auflage wurde •o» einem verwandten dr» Berstotbenen, Pfarrer Nik. Arier, besorgt.

Hier sei gleich da» gebildete« Jungfrauen aewidmete, prächtig gebundene Buch „Die weise Jungfrau* von P Heinrich Scheid erwähnt, bearbeitet nach den .Gedanken und Ratschlägen für gebildete Jünglinge* von P v. Doß. Die vierte Auflage blieb »nverändert, nachdem die dritte an ber Hand bet Arktik eine zeitgemäße Umarbeitung er­fahren (geb. 3 60 M).

Die gebankeuttefe „Lhrißliche Leben»- pbil»f»phie" von P. Xtünax» Pesch (ge'wben 4 70 M) erlebte bie 8., die „Lebensweisheit in ber kasche" von Fr. Albert Maria Weiß die 10 Auflage (geb. 4 M). In I. Aufl-ge erschienen "ie „Eriuuerungen eine» alten Lutheraners" von P. Ludwig von Hammerstein (geb. 4 Ml).

Ein Werk, da« nie veraltet, ist Goffiue» christ- katbolische Handpaftille, die za den verbreitetsten Büchern d-r Wel> gehören dürste. Die Herbersche Sudgabe ist schon vor einigen Jahren einer sorg­fältigen S chtuug unterzogen worden tob beit nun in 20 Auflrge vor. Außer der mit reichem Bilder- schmucke verseh nen Prachtausgabe (geb. M. 12.-) ist auch ehe billige Volksausgabe (Vt 3 60) zu haben.

In der 12. Auflig- erschien Alban Stolz' .Heilige Elisabeth" (geb. M. 2,80), in siebenter Alfl.ge Meschler» „Leden be» hl. Aloysius" (geb tt 3,60).

Die dritte Auflage ber herrlichen Sonette des P.Alex. Baumgartner über die „Lanretanische Litanei" dürste al« finniae Festgabe zum Jublläum des 8. Dezember anzusprechen sein. Darauf beutet au* bas zarte, feingetö-te Medaillonbila der seligsten Jungfrau auf der elfenbetttjangen Einbanddecke bin. (® b M. 2 20).

gebenen Augndlick ihre Jn?er,ffen wirlsam vertrete" zu können. Leicht erreichbar ist die» für jeden Zivil- onwä-ter durch den Anschluß an den Verband der Zivilanwärter be» Deutschen Reiche- iS tz: Hannover), welcher seit 1901 b-stebt Er zählt z. Z 50 Vereine mit annähernd 4000 Mitgliedern und 150 Einzelmitglieder aus allen B-amtenkloffen im Reich», Staats- und Kommunaldienst. Nähere» über Zweck und Ziele diese» Verbandes ergeben fein« Satzuigen, Denkschriften und Petitionen, sowie feine Werbeschriften und seine zweimal monatlich erschei­nende Berbanbrzeitschnft. Alle diese Schriften wer­den auf Wunsch jedem Zivilanwärter kostenfrei zuge- sandt durch den 2. Berbandrschriftfüdrer, Regi-ru»gs« fikretär Schade in HildeSyeim, Roonstraße 20, II.

Marktberichte.

• Frankfurt, 21. November 1904. Km heutigen Wochenmartt stand dem reichlichen Aneebot von Land» weizen nur schwache Kauflust ber Mühlen gegenüber und mußten bei mäßigen Umsätzen die Preise weiter etwa» nach,eben. Landroggen wenig belebt aber gut behauptet. Ausländische Brotfrüchte bei schwacher Be« darfSsrage im Preise unneränbert Ge-stefest unv höher bezahlt. Hafer bei normalem Geschäft im Preise be­hauptet MaiS kleines Geschäft zu gebefferten P, eisen. — Zu notieren je nach Qualität und Herkunft: Weizen, hiestger und Wetterauer 17.90 18.00 Mark, kurhesfischer 00.00—00 00 Mark, norddeutscher 00.00 bis 00.00 Mk., rusfischer 18.00-19.25 Mk., Red­winter 00.00—00.00 Mark, Kansas 06.00—Oo.00 Mark, La Plata 18.00—19.25 Mark, Donauweizen 18.00—19 25 Mark Roggen, hiesiger, 14.00—14.25 Ma-k, bayer. 00.00-0 00, rusfischer 14.75—15 00 Mk, Gerste hiesige 17 25-17.50, Pfälzer 17.75-18.00, Ried,erste 17.75-1825 M., Hafer, hiestger, 14.65-15.25 Mark, do. neue • 0.00- 00.00, bayer. 14.65—15 26 Mk., rufst- scher 14.25-15.75 Mark, rumänischer 14 50-15.75 Mark, Mais Mixed 12.30—12.50 Mark, Donau­mais, 00.00—00 00 Mark, La Plata 12.10—12.35 Mk., Ruffischer 00.00-00.00 Mark. AlleS per 100 Kilo netto effektiv loco hier. — Mehl unverändert. GS notiert nach Qualität: Weizenmehl, hiestgeS r Nr. 0 27.00-28.iO M., feinere Marken 29.25—29.75 M., Nr. 1 25.00—25.50 M., feinere Marken 26.25—26.75 M., Nr. 2 24.00—24.50 M., feinere Marken 25.00—25.50 M., Nr. 8 28.00—23.50 M., feinere Marken 23.50—24.00 M., Nr. 4 18.75—20.75 M., feinere Marken 20.75—21.25 M., Roggenmehl, hiefigeS, Nr. 0 22.00—23.00 M., Nr. 1 19 50- 26.50 M., Nr. 2 15.75—16 25 M. AlleS per 100 Kilo incL Sack. — Futterartikel gefragt. Weizen­schalen 4.80—4.90 Mk., Weizenkleie 4.80—4.95 M., Roggenkleie 5.50—5 65 M., Futtermeh' 6.- 0—7.50 M., Maltteime 00.00— 00.tO Maik, Biertteber, getrocknet, 5.90-6 00 Mk. je nach Qualität. AlleS per 60 Kilo netto effektiv loce hier.

•ieflewee- N»zeiEe«SeU

Da» Kunstpracktwerk au» ber Beuroner Schule: „Die XIV Stationen be» heiligen Kreuzwege»" mit Ecklärunzen voa Bischof Dr v. Keppler wurde bereit» zum vierten Male aufge­legt. Auch wer fich mit der Formenspcoche richt ganz bcfteuuden kann, wird von dem andachtSnoll-n Sei, e, der au» diesen tadello» r-pcoduzierten Kunst blättern sp'icht, mächtig gepackt. Die staMiche Mappe kostet M. 12,—

P Spillmann» historische Romane, deren eigentlicher Kunstwert oestritteu worden iS, finden n!chi»drstowenigrr einen beständig steigenden Ltterkim», weil fie in gebie. ener Form spannende Umerhalmvg bteten J-de» Jahr bringt reue Arflrgen. Der zwei- bävbige Roman „Luciu» Flavtu»* (aus d-n itz'enTigen Je-vfal ms) erforderte schon bie 4. Auf­lage. (Bebb Mk 7 60)

Al»Bolkserzähler hat SonrabKümmel einen anerkannten Ruf. B n seiner Sammlung „In Gotte» Hand erschien da» 2 Bändchen „Weihnacht»- und Neujahr »-Bilder iu 4. Afl;gr (gebt). Mk. 2 20), der Band Humorstischer Erzählungen „Aus der Sonnenseite" in 2. Auflage

Zwei neue vortreffliche Jugendbücher liegen aus dem Herber 'scheu Ber age vor. SpillwanaS Sammlung illustrierter Erzählungen „Au» frewben Lauben" tst bis zum 20 Bändchen gediehen, we che» eine spennende E zäMung ans dem Sudan von P Ka>l Kälin„Jn den Zeiten de»Mahdi(gebd. Mk 1) enthält. Der Rengionelehrer Joseph Liensber- ger in Bregenz widmete der Zug» nd reich illustrierte, anziehende und lehrreich, Pilgerbriese „Jmhetligen Lande" zgebd. 140 Mk ).

Wer ber Jugend eine große Freude bereiten will, greife zu den großenBilderwerkenP Spillmann „Rand um Aftcka", „Durch Asien", „lieber die Süd­see", „In der Neuen Welt". Bon letzterem Werke ist jetzt ber eiste Seil, ber „LüestIndien und Südamerika" umfaßt, in zweiter, vermehrter Auflage m t einer großen, farbigen Karte erschienen (geb. Mk. 9,40). Wir nannten diese prächtigen Börde „Bilderwerke". In der Tat find bie reichen und mannigfachen Bilder ber Anziehungspunkt für bie Jugend. Die Silber wecken da» Interesse für den Text, der auf diese Weise leicht verdaut wird. D e 2 Auflage hat die neuesten polftffchen Ereigniffe be­rücksichtigt tob stützt fick in seinen statistischen An­gaben auf authentische Qullen. Auch der Erwachsene wirb fich mit Besriebigung in diese Blätter und Bilder vertiefen.

* Für 3;bilankuärter und Zivilaowärterbeamte' In dieser ernsten Zeit, wo durch bevorstehende Ber- ände»ungea in der Z Vilversorgung, in den Pensions- Verhältnissen und in ber Hinterbliebenenversorgung ber Beamten wichtige Ereignisse Im Leben ber Be­amtenschaft vorbereitet, unb wo die aus dem Z vil- stande hervorgehenden und hervorgegangenen Beamten immer mehr in ihrem Ansehen, ja in ihrer Existenz durch die versorgungsberechtigten Unleroifisi-re be­droht werden, ist es mehr denn je notwendig, daß alle Zivilaowä"ter, dem Beispiele der Militäranwär­ter folgend, fich zusammen schließ en, um im g--

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