31. JahrgMg.
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Bedeutsam ist auch ein Aufsatz über dir Entwalaung
prächtige Kunftbeilaaen sind dem Heft beigegeben.
Welhmt» *t$» A«zettze«tett.
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' pcuUcnes Reich,
Literarischer
das dre
zulda, Donnerstag, den 10. November 1904»
stärksten Damm gegen die Sozialdemokratie, und da ist es nicht so sinnlos, wenn sie alles andere unbeachtet kaffen, um zunächst diesen Damm «ieierzureißen. Ts ist weiter auch ganz richtig gerechnet, wenn sie für alles eintreten, was die Armee zerrütten kann.
Das Verhakten der französischen Genoffen ist sehr lehrreich auch sür uns. Unsere Sozialdemokraten spielen sich bekanntlich als Gegner jeglicher Kulturkämpferei aus. Sie wollen Frei- hert und Gleichberechtigung sür alle, auch für die „Pfaffen", find Gegner aller Ausnahme- gesetze und haben deshalb auch immer für die Aufhebung des Jesuitengesetzes gestimmt, sie wollen keinen Kampf gegen Idem und Meinungen mit dem Polizeiknüppel. Aber sonder- bar, man merkt in unserer sozialdemokratischen Prrffe nichts davon, daß sie dm Kulturkampf in Frankreich unb die hervorragende Beteiligung ihrer Genoffen daran verurteilen; für die fortgesetzte Rettung des Kulturkampfsministeriums durch Jaurä! hat düse Prrffe ebensowenig ein Wort des Tadels wie für das Drängen der französischen Genoffen nach weiteren kirchen- feindlichen Maßregeln. Es besteht eben im, —-------. - - - - -
Grunde in diesen Fragen volle Üebereinstimmung meint, durch den Antrag Am Zehnhoff seren nur unter den „Proletariern aller Länder". B-i einige Bedenken gegen dm Kanal eunzermaßeri uns aeberden sie sich nur freiheitlich, weil sie | abgeschwächt worden; dre endMrge Entscheidung
für Niederträchtigkeit.
* Durch die Annahme des Antrags A m Z e h n - hoff aufTinführung des staatlichen Schlepp« Monopols find nach Ansicht der.Kreuzztg.' die Aussichten aus ein Zustandekommen der Kanalvvrlage wesentlich gebessert worden. Es sei ja möglich, daß die Vorlage, wenn sie mit dem gestrigen Beschlüsse „bepackt" würde, bei einigen ihrer bisherigen Freunde nicht mehr auf Annahme rechnen dürfe. Die Zahl dieser Kanalfanatiker sei ebenso klein, daß ihr auf die enrgiltige Entscheidung kein Einfluß beigemessen werden könne. Die »Deutsche Tageszeitung« dagegen
vierteljährlich 4 Mk.
Da« Noormberhrft dieser vortrefflichen Monatsschrift bringt u. A. eine tt faründige, eingehende und schöne Studie über Hebbel und zwar über daS eigenste Wesen Hebbel«, überfeine Welt- und Kunstanschauung, die Dr. Max Sitlinger zum Verfasser hat. Außerdem enthält das Heft »ine Reihe hervorragender Beiträge künstlerischer und wissenschaftlicher Art so wird der vielversprechende Rowan ,Jesse und Maria" der Dichterin S. von Handel Mazzetti in seiner Snt- wickelung kraftvoll weitergrführt, nnd die Novelle .Stimmung' von Fr. Noerr findet ihren Abschluß. O -er
Hofrat Schönbach kündigt unter ausführlicher Begründung die Publikation einer wertvo 'en Entdeckung mittelalterlicher K tzerschristen an; an anderer Stelle verbrertet sich Dr. P A. Helmer auf Eruud iriver im
das Heft noch nicht in Händen haben. Wären sie Regierungspartei wie in Frankreich, wären sie gar die wichtigste Stütze der Regierung und müßte diese jeden Augenblick zusammen- brechen, sobald die Sozialdemokraten nicht mehr mittäten, dann würden sie gerade so gut wie Frankreich eine wilde „Pfaffenhetze" betreiben und natürlich nicht nur eine Hetze gegen die katholischen, 'sondern auch gegen die prote- stantischen „Pfaffen". Und wenn die Regierung zur Kulturkämpferei keine Lust hätte, so würden sie sie dazu drängen gerade so wie in Frankreich.
DerProgrammsah: „Religion ist Prioatsache", würde sie nicht daran hindern, im Gegenteil, sie würden sich für ihr Tun gerade auf ihn be- rufen. Daß viele deutsche Genossen von dem- selben Haß gegen Religion und Kirche erfüllt find wie die französischen, verrät sich ja bei jeder Gelegenheit, wenn die führenden Genoffrn es auch nicht für opportun halten, eine systematische „Pfaffenhetze" aufkommen zu lasten. Sobald die Genossen das Hrft in Händen hätten, würden die fanatischen Elemente nicht mehr zu bändigen sein, und die Führer zur Kalturkämpferei zwingen. Daß alsdann die Clemente, die heute gemäßigt und revisionistisch heißen, auch bie maßvollsten und mäßigenden sein würden, halten wir sür sehr fraglich. Glücklicherweise find wir von den Zeiten, wo die Sozialdemokraten Regierungspartei sind, noch wohl ziemlich weit entfernt
könne dadurch kaum beeinflußt werde«. Nun, auf die „Freunde", auf die das Bündler-Blatt sich beruft, wird es wohl ebenfalls nicht an- konmm.
§ Der Reichshaushaltseutwurf für 1905 wird, wie jetzt auch die ,Berl. Pol. N/ „bestätigen", eine Zuschußanleihe ausweisen. Wie hoch diese sein wird, sagt das manchmal offiziös bediente Organ nicht. Es bedurfte daher auch zu seiner ganzen Betrachtung über die Zuschußanleihe keiner amtliches „Information", denn sie enthält nichts neues. Zum Schluß wild — auch das ist nicht mehr neu — der Wunsch ausgesprochen, „daß die Reichsfinanzen recht bald eine Gestalt erhallen, die die Heranziehung einer solchen Auskunftsmittels über- flüssig machen und bewirken, daß eine lediglich als vo-übergehende Erscyeinung zubilligende Aushilfe nicht einen ständigen Charakter annimmt". Kürzer gesagt, es find neue Steuern notwendig. Solange aber nicht der neue Zolltarif in Kraft getreten ist und seine Wirkung gezeigt hat, ist alles Reden hie'über übe'flüssig. Sich der über- eilten Bewilligung neuer Steuern zu widersetzen, ist nicht, wie die ,Nat.-Ztg/ mit einem Seitenblick auf das Zentrum meint, „volkstümelnde", sondern die einzig gesunde Politik.
Berlin, den 9. November 1904,
(§) Die Tragweite der Verständigung zwischen Bückeberg «nd Detmold über die schiedsgerichtliche Entscheidung des lippischen Thronfolgestreites haben wir auf den ersten Blick vielleicht etwas überschätzt. Der Streit zwischen den Schaumburgern und Biesterfelbern wird allerdings durch den Spruch des Reichsgerichts endgiltig aus der Welt geschafft werden, aber damit ist noch nicht gesagt, daß auch der ganze LPpische Thronfolgestreit damit zu Ende sein werde. Das Reichsgericht soll nur über die Frage entscheiden, „ob und inwieweit die Mit glieder der Gräflich Lippe-Biesterfelder Linie zur Thronfolge im Fürstentum Lippe berufen find". Wenn es nun entscheidet, die Biesterfelder seien nicht zur Thronfolge berufen, so hat es noch nicht entschieden, daß nun die Schaumburger dazu berufen seien. Bekanntlich erhebt die Weißenfelder Linie den Anspruch, den Bückeburger vorzugehen, falls die Biesterfelder nicht als thronberechtigt anerkannt werden. Es kann also nach Erledigung des jetzigen Streites ein neuer Streit zwischen I Schaumburgern und Weißenfeldern entstehen.
*$ In der Strafsache gegen den Grafe« Pückler ist eine polizeiliche Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume des Buchdruckereibesitzers Mitschig nach Beweismitteln vorgenommen worden. Es wurden dabei die Reden des Grafen Pückler beschlagnahmt, die als Flugblätter gedruckt sind und die Ueberschrift tragen: „Vie Juden und die Stadt Berlin", „Die Juden in Spanien" und „Der Ruin des Handwerker-
(•) Kleine Nachrichte«. München. Im Bayerischen Wad l-egt der Schnee stellenweise bereits fußhoch — In Märchen stürzt« ei« Automobil um, als der Führer einem Hunde auSwetchen wollte Drei Pers»»en wurden schwer, eine leicht verletzt. — Spandau. In
spaltige petitjeUe «tz« deren Raum X6 PM Reklamen die petttzeWr 25 psg.r bei Wietzen Holungen wird «ntfpe Rabatt gewährt
Druck und Verlag 8e 8«ldaerSettendr»SE in 8ulda (harmonich
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beim Arm. doch der Meß ihn rasend zurück. Sin Wahn- finnSanfall hatte ihn übermannt, er glaubte fich mitten im Kamps und schrie: „ Seid Ihr alle da, meine JungenS! Sergeant Manin, hinter mir her. BorwärtS! VorwätS I Vorwärts!" Dann wieder fing er an, die Körper zu zähle«, redete fie an und trieb auf dem Leickenfelde einen grausen, unheimlichen Spuk. Nur mit Eewalt konnte man den Offizier, der dem Tode entgangen war, um in Wahnsinn ,u verfallen, forrbrivgen.
* Der letzte Freiheitskämpfer. Wie d»S ,« T.' berichtet, ist im Atter von 113 Jahren in Maria There« fiop-l (Szabadka) der dortige «ütbermrfter Joseph Jung gestorben. Der «erstorbene hat als 22jähriger Jüngling die Schlacht bei Leipzig im Heere der «er» kündeten mitgewacht Er war fünfmal verheiratet und hinterläßt auS der fünften Ehe ein »Kind", eine Tochter, die derzeit im 72. Lebensjahre steht.
• lieber den Mtlttäidi nst der B-lkSfchnllehrer macht die «Zentralkommrlston deS deurschen Lehrer« ereinS" folgende Mitteilungen: ES traten im vo>igen Jahre im ganze» Re che insgesamt 1757 Lehrer in die Armee ein; davon diente etwa der dritte Teil, nämlich 558, einjährig freiwillig. In Berlin, Ko»urg-Sotha dienten sämtliche, in Braunschweig, Bayern und Schwarzburg Rudolstadt nahezu alle, im Regierungsbezirk Wiesbaden, in Westfale« mehr alS dre Hälfte, in Hannover, Lübeck und Sachsen-Weimar nabezu di» Hälfte der Lehrer einjährig freiwillig. In den östlichen Landesteilen sowie in Württemberg und in Oldenburg machte die Mehrheit der Lehrer »on dem Recht des einjährig freiwilligen Dienstes keinen ««brauch, so in Westpreußen von 78 nur 4, in Mecklenburg von 82 nur 2, in Westpreußeu von 112 nur 18, in Posen 18 von 66 und in Schlesien 52 von 141. Indessen ist in den meisten LandeSteilen die Zahl der eivjäbrig-scri- willig dienenden L-hrer in der Zunahme begriffen
* Das Krihenfangeu mit Netzen ist vor einigen Jahren durch einen von der Ku ischen Nehrung stammenden Fischer auch auf der Frischen Nebruug -ingefuhrt worden; h'«te beschilft gen fich bereif» viele Fischer mit dem Krähe»sang, der, wie der Ges. schreibt, z-itveise recht lohnend ist, da ein Mann an einem Tage bi» 60, ja bi» 100 Krähen fängt, und da» Stuck mit 10 Pfg. bezahlt wird. Da» Fleisch de» Krähe soll recht schmackhaft fein und ähnlich schmeck-n wie da» de» Huhne». Die Krähen werden gerupft verkauft; die Federn benutzt man zum Stopfen d-r B-rten Da» Fangnetz liegt auf dem Boden. Neben d-m Netze befinden fich al» Lockspeise Fische, die an Pflöckchen befestigt find. Auch Lockkrähen kommen zur Verwendung Lassen fich Krähen an der Beute nieder, dann wird von einem Verstecke aus (Hütte) durch ein Seil da» N'tz so umgeschlagen, daß es die Krähen bedeckt. Der Krähe^änger tötet die K-ähen durch einen Biß in den Krps, wodurch da» G.-Hrn zerdr- ckt und die Krähe sofort gerötet wird. Diese Prozedur hat den Krähenfängern auch die Bezeichnung „Rrajebietei* eingetragen. Die Krähen, die nicht gleich verknust »der »erzehrt werden, pökelt man ein.
Nordchinai und ihre Folgen, den Univ.-Pros. Dr. H. Mayr »erlaßt hat Nickt zu vergessen ist ein Aufsatz d r Dr. Lady Blennerhassett über .ReligSse Probleme und mode ne Romane', dessen Anfang schon wertvolle »uSblicke eröffnet. Die Lyrik ist durch M. Herbert, Earrstian Wazner und Philipp Wttkop brstm» vertreten. .Kleine Bausteine', .ftriti.Echo' ud .Rundschau' bieten wie immer unschätzbare A»regung. Drei
standes".
* Die freimaurerischer» Spitzelet im fra«zösische» Heere und ihre Setteibigung durch den Genossen Jauräs ist bekanntlich vom ,Vorwärts' in Schutz genommen worden, wiewohl die Sozialdemokraten fich sonst als Gegner jeder Gesinnungsschnüffelei aufzuspielen lieben. Das ist dem Genossen KautSky denn doch zu stark gewesen. Er erhebt in einer längeren Zuschrift an den .Vorwärts Protest dagegen. Ec will von den Phrasen deS Blattes, das von dem Siege der Demokratie über den Militarismus, von feindlicher Kulturarbeit usw. phantasiert, nichts wissen und erklärt die GesinnungSriecherei und das Denunziantentum, zu dessen Anwalt Jaurös und der »Vorwärts' fich machen, einfach
Haben Sie Kinder?
Jede Mu'tee achte darauf, daß die Kinder tonen Bohnenkaffee trinken. Das Ka se-liche Gesundiei »^mt sagt in feiner Veröffentlichung, daß B hne k ff-e. der bh Anfänge der Vergiftuaos.Wirkungen d-S Rvff.in in fich ttä|t, fich nichc zum Ge-uffe für Kinder, nervöfe «nb her,tränke Personen eignet. Kathreiner» Malzkaffe ist der beste und bekömmlichste Ersatz
Sdtfame Staatsretter.
Es ist merkwürdig, mit welchem Eifer sich in Frankreich die Jaurös und Genossen der Regierung annehmen. Bebel hat in Amsterdam der fr»mö fischen Bourgeois. Republik ein langes Sündenregister vorgehalten und sie für schlimmer erklärt als die deutsche Monarchie. In der Tat steht Frankreich aus dem Gebiete Der Sozial- Dolitit, in der Fürsorge für die Arbeiter ja auch | »eit hinter Deutschland zurück. Keine Arbeiter- Versicherung, kein Arbeiterschutz größeren Stiles, keine von sozialem Geiste getragene Steuergesetz' aebang, dafür aber desto mehr amtliche Partei- nähme für die Unternehmer gegen die Arbeiter, rasche Bereitstellung von Soldaten und Gendarmen »um Schießen und Hauen auf streikende Arbeiter und der ganze Zuschnitt der Gesetzzebung und der Staatsverwaltung auf das Interesse der Bourgkosie. Jede der fortgesetzt wechselnden Regierungen verspricht bei ihrem Antritte große soziale Reformen, keine schafft aber solche, und wenn sie den Versuch dazu macht, so lassen die schwatzenden Parlamentarier nichts zu stände kommen.
Und doch diese Anhänglichkeit der Sozialisten an diese Regierung. Bei jeder drohenden Ge- ahr springen sie für die herrschenden Männer n die Bresche. Als am Freitag vor 8 Tagen >ie über die freimaurerische Angeberei und Ge- innunzsriecherei im Heere verblüffte und entrüstete Kammer int Begriffe war, dem Kriegsminister Andrs ein Mißtrauensvotum zu erteilen, rettete Jaurös ihn im letzlen Augenblicke noch mit knapper Not, indem er das von Combes in jeder Verlegenheit hergesagte Sprüchlein nachbetete: „Die Republik ist in Gefahr; retten wir sie vor den klerikalen'Jntriguen!" Nachdem der erste Schlag gegen Andrö glücklich abgewandt war, schrieb er dann unaufhörlich in seinem Blatte, daß nichts Ungehöriges geschehen sei, daß den klerikalen Offizieren nur ihr verdienter Lohn werde, daß man die Republik gegen Jesuiten und Klerikale schützen müffe. In Gemeinschaft mit den Freimaurern hat er es fertig gebracht, daß dre Regierung sich allmählich von ihrem Schrecken er-1 holte und Herr Ändrs im Vertrauen auf den Block wieder kecker auftreten konnte Er hatte es hauptsächlich Jaurös und seinen Anhängern zu verdanken, wenn er am vorigen Freitag statt 4 Glimmen schon wieder 107 Stimmen Mehrheit auf seiner Seite hatte.
Woher dieses Jntereffe der Sozialisten an der Erhaltung der am Ruder befindlichen Regierung und die zur Schau getragene Sorge für den Fortbestand der Staatseinrichtung, während fie doch sonst alles Umstürzen und soviel politische Verwirrung anrichten wollen, wie nur möglich ist? Offenbar hat die Kulturkämpferei deS Herrn Eombss es ihnen angetan. Die Sozial- reform und das Wohl der Arbeiter ist den Genoffen Hekuba,-sobald sie eine fröhliche „Pfaffenhetze" mitmachrn können. Alle ihre Beschwerden gegen das herrschende Regiment, alle ihre Wünsche für die Arbeiter werden vergeffen, wenn sie sich am Kulturkämpfe erfreuen dürfen. Garz charakterlos und inkonsequent, wie es scheinen könnte, ist das Verhalten sreilich nicht. Religion und Kirche bilden eben doch immer noch den
Hochland. Monatsschrift für alle Erbiete deS Wssen», der Literatur und Kunst. HerauSgeg-ben von Karl Muth. Berlag der Jos.Köfei'fchen Buchhandlung in Kempten und München. Preis:
Mk hauchm AW sich, P-KL-Ä
Srisenpuiver zu 6 Pfg. cintm Pater Groto's gemahlener Krrnfeise mit Salmiak und T rpenlin zu l-> Pfg o»r- z'eht. Drei Pakete der geringen Ware enthalten, ab e- leaen »on den der Wäsche schädlichen Stoffen, nicht soviel Waschtraft, als ein Palet Sioty'S gemahlener Ker»sei», mit Salmiak nnd Terpentin.
Spandau find 6 chinesische Büchsenmacher ein getroffen, die mit Genehmigung des KriegSunnisterS in der königlichen Eewebrfabrik Unterricht im Büchfenbau erhalten sollen. - Hamborn. DaS rößte preußische Dorf ist die im Regierung bezirk Düsseldorf gelegene Landgemeinde Hamborn. DirfezShlte56124Einmohner. Das nächstgrößle Dors, Lichtenberg bei Berltn, zählte nur 50666 Einwohner. — Kyllburg. Ein auf dem Transport nach der «irafanstalt Brauweiler befindlicher Strafgefangener sprang in dem Kyllburger Tunnel auS dem Zuge. Er erlitt einen Schädelbruch und war sofort tot. — Grevenbroich Am SamStag vollendete der frühere Schneidermeister Hr. Joh. Pohl sein 101. Lebensjahr. Odschon der GreiS schon sechs Jahre zu Bett liegt, »ersteht er rS noch, durch seinen Witz die Besucher zu erheitern. Eine besondere Freude für ihn, den Beteranen deS Kaiser F^anz Regiments, war rS, daß Kaiser Wilhelm II. ibn an seinem gestrigen Geburtstag,mit einem ansehnlichen Srldgeschenkebeehrte. — Wien. Nach einer Meldung auS Wien ist der Präsident deS allgemeinen österrrich scheu TouriftentlubS Spann aal von der Rox abgeftürtt und sofort tot geblieben. — Düsseldorf. Der Verwalter der Postagentur in Bracht hat seinem Leben durch Er-! tränken ein End, gemacht, weil er in der Kasse ein Defizit von 500 Mk. vorhanden glaubte. Die von der Postbrhörde sofort angestellte Revision ergab jedoch ein Plu» von über 100 Mk. Der Beamte hinterläßt eine zahlreiche Familie. — Leipzig. Bei den Stadt- »er ordnet en wählen dritter Klasse errangen die Sozialdemokraten einen großen Erfolg; Sie behaupteten ihre bisherigen Sitze nnd gewannen in zwei bisher bürgerlich vertretenen Bezirken drei von vier Mandaten. — DuiSburg. Am Dienstag stürzte die Giebelwand eine» NeuoaueS ein und fiel auf ein neben dem Neubau stehendes W»hnhauS.
* stark beschädigt wurde. Bei dem Einstürze wurden ___i Kinder verschüttet. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt unter den Trümmern hervorgezogen, da» dritte ist noch nicht geborgen.
(( Die «lektrizitätS Aktien esellschnst von W. Lahmeyer n. Ko. tu Frarlfart a M. gibt feit dem Jahre 1902 Mitteilungen aus ihrem Arbeitsgebiet heraus, die in regelmäßgen Zwischenräumen erscheinen , i„ .... -a _TAni
und in einzelnen, durch sehr anschauliche Abbildungen gleichen Zeittchrlft gegebnen präg
und Zeichnungen illustrierten Da'stellungeu die wich man chen Darstellung über, dre Lage in Frankreich, ligsten Erzeugnisse der Firma beschreiben. SS finden I fiq darin Beschreibungen von fiädtische» und Hebet landzentralen mit Dampf-Wasserkraft und GaSbetrieb, Anlagen in Bergwerks- und Hüttenbetrieben, ferner Darstellungen über Anwendung der Elektrizität in den verschiedensten industriellen Betrieben, sowie in der Landwirtschaft. Diese letzteren dürften bei Land wirten Jntereffe erregen. Interessenten stellt diese I Mitteilungen die «lettrizitätS Aktiengesellschaft, vorm. W. Lahmeyer u. Ko., Technische» Bureau, Frankfurt a. M. gern zur Verfügung.
• Der letzte von der Kompagnie, »tue entsetzliche Szene von dem Schlachtfelde bei Liauj ang wird jetzt in stbirttchen Zeitungen berichtet. Bei einem plötz-
I lichrn Uebersall, den in einem Hirsefelde versteckte Japaner unternahmen, wurden fast 2000 Mann eine» einzigen russischen Regiments getötet und verwundet. Bon sechs Kompagnien entkamen nur zwei oder drei Mann unverletzt. Die Kompagnie deS Kapitän» Sch. wurde völlig aufgerirb-n und er selbst war der einzige Mann seiner Abteilung, der, wenn auch leicht verwun- bet, doch lebend dem Vlutbade entkam. Seine Leute waren .n dichtm Reihen hingemäht worden. In der Nacht darauf verschwand Lch.; sein sonderbare» Wesen war schon vorher ausgefallen; nun ging ein Kamerad ihn zu suchen. Sr fand ihn auf der Wahlstatt, wo die unbegrabenen Leichen noch lagen, da weder Japaner noch Russen fich w nähern wagten. Sch. saß auf einem Steine. Vor ihm lag in einer Reihe von Keinen Haufen seine ganze Kompagnie, die et zusam meugeschleppt hatte, darunter auch seine beiden jungen LcutsanlS. «Wir?" schrie er den herzutrrtenden anderen Oifizier an, „roa3 sagen nun meine Leute zu Feiah-it? Ich liege ja nicht bei ihnen, ehrlich vor | dem Feinde gefallen." Der andere nahm Sch. ruhig
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JKäÄh. w°chM-ll-WiIllustrierte Soimtagzzeitmg" rn»imird«llag«, „zuldaer GeschlchtrbtLtter".