M 240.
Sutoo, Mittwoch, böt 19. Oktober 1904.
zeien und zweitens könnte feine Aeußerung der
nicht- anSttchle«, wir muffen handel».
L. Beinhorn.
------- (Nachdruck verboten.)
wunderbare Mgungen.
»ine Erzählung, übersetzt auS dem Italienischen von
* Gegen den Landrat des KreisesKehdingen, Dr. Schmidt, wurde, wie ein Telegramm au; Stade meldet, heute von einer offenbar den befferen Ständen angehörenden Dame ein Revoloeratlen tat verübt. Als der Landrat
zu den Pensionsgebührniffen derart, daß dre: der Arbeiten aus dem Staatswtffenschafrlichen jette in der Lust lägen. Es gibt aber doch auch Monate nach der Emlüffung eines Ojfiziers Slminar der Universität Marburg, die von dem Freunde der Mosel-Kanalifierung unter dm Ab- Pension und Pensionszuschub zusammen den ~ - ------ - - - 1 - ■ ■ - - - - ■ ■ ■
Betrag der bisherigen Gebührniffe an Gehalt, Wohnungsgeldzu schuß und Servis ergeben.
Gegenwärtig wird die Pension den Nachkommen des Pensionierten nur noch für den auf den Sterbemonat folgenden Monat gezahlt. Nach dem neuen Entwurf dagegen sollen die sämtlichen PenflonSgrbührniffe noch für das auf den Sterbemonat folgende Vierteljahr in einer Summe gezahlt werden. Aus dem bisherigen Penfions- gesetz ist in den neuen Entwurf die Bestimmung übernommen worden, daß gegen die mdgiltige Entscheidung des Kriegsministeriums, ob eine Gesundheitsstörung al« Dienstbeschädtgung, ob und ix wachem Grade die Unfähigkeit und ob I eine Dienstbeschädigung als durch den Krieg erlitten anzusehen sei, keine Berufung möglich sei.
i Nach dem bisherigen Gesetz mußte die Penstons- gewährung in dem Abschiedsgesuch enthalten fein. Der neue Entwurf gestattet auch nach dem Ausscheiden noch die Erhebung des Anspruchs auf Pension, wenn die Dienstunfähigkeit die Folge einer vor dem Ausscheiden allerdings fest- gestellten Dienstbeschädigung ist, bei Friedensdienstbeschädigung bis zum Ablauf von zwei Jahren, bet Kriegsverwundungen ohne jede Zrit- besckränkung und bei sonstiger Kriegsdienst. । brschädigung bis zum Ablauf von 10 Jabren | nach dem Friedensschluß. Auf die aktiven Ossi- j ziere und Sanitätsoffiziere deS Beurlaudten- staxdes sollen dabei Vorschriften über die Gewährung der Penfionsgebührniffe Anwendung finden, soweit sie infolge einer Diexstbeschädigung zu jedem Militärdienst unfähig werden. Eine allgemeine rückwirkende Kraft soll dem neuen Gesetz nicht gegeben werden.
der leitenden Stellung im Schutzgebiete eine Erhebung der Witbois nach fich ziehen würde. Dem gegenüber bemerkt dis ,Nordd. Allg. Zig.', daß Oberst Leutwein keineswegs von seinem Posten enthoben ist, sondern persönlich die Operationen im Süden leitet. Das »Berliner Tageblatt' führte dieser Tage cus, daß es nicht angebracht scheine, bei d-m Ernst der Lage im Süden Truppen wieder peu ä peu herauszuschicken. Es schlug vor, die zur Unterdrückung des Aufstandes । nötigen Kräfte auf einmal zu entsenden. Dazu bemerkt die »Nordd. Allg. Ztg.': „Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß an leitender Stelle der Absendung einer genügenden Truppenmacht die größte Aufmerksamkeit zugewandt wird. Die Stärke der Truppen, welche gleichzeitig in Swakopmund gelandet werden können, "findet aber bei den außerordintlich ungünstigen Lan- dungsverhältniffen in Swakopmund sehr bald eine* Grenze. Ein weiterer Grund, der beschränkend einwirkt, ist der, daß alle Verpflegungsgegenstände ohne Ausnahme per Schiff herangebracht werden und ebenfalls gelöscht werden müssen. Sollte es möglich sein, trotz der aus- gebrochenen Feindseligkeit, die Lüd-.ritzbucht als Ausschiffungsplatz mit zu benutzen, so würden sich die Berhältmffe verbessern. Aber auch hier wird die Zahl der gleichzeitig zu landenden Truppen infolge der Schwierigkeiten, welche die bei dem Marsche von Lüderitzbucht ins Innere zu überwindende Durststrecke mit fich bringt, er« heblich beschränkt.
* Eine Berliner Zeitung hatte geäußert, daß die in den letzten Wochen aus Südwestafrika eingetroffenen Nachrichten die Befürchtungen vollauf rechtfertigen, welche sein Spezialkorrespondent vor Monaten zum Ausdruck gebracht habe. Dieser hatte fich damals ^dahin ausgesprochen, daß Eingeweihte immer überzeugt gewesen seien, daß die Enthebung des Obersten Leutwein von
Grafen Ernst zur Lippe verfaßt. Ihr praktisches Ergebnis für die gegenwärtige Lage ist, daß daS Reckt des jetzigen Regenten Grafen Leopold nur soweit einer erneuten Prüfung unterzogen werden darf, als es sich nm die Ebenbürtigkeit der Ehe des Grafen Ernst zur Lippe mit der Gräfin Wärter sieben handelt. Daß aber diese Ehe ebenbürtig tst, kann ernsthaft einem Zweifel nicht unterliegen.
Professor Dr. Walter Schücking heraus gegeben werden, bestritten. Die Schrift :ührt von Dr. jur. Wilhelm Dreyer her und hat den Titel -Die Tragweite des Schiedsspruchs im lippschen Thranfoiges-reit'.". Sie war vor dem Tode deS
Boursault antwortete nicht gleich, fein verdächtiger Blick schweifte im Zimmer wnher, und ein sonderbare- Lächeln spiefte um seine Lippe«.
dem sie Boursault so nahe getreten war, daß ihre Lippe» fast sein Ohr berührten.
Allein Boursault blieb stumm; seiner Gefährtin die Hand reichend, entfeinte er fich, ohne ein Wort weiter hinzuzusüaen.
Wie wir gesehen, war Boursault anderen Morgens I MH ans seinem Posten, um die nötigen Anordnungen zu treffen und die in großer Zahl erscheinenden Gäste I zu bewillkoirmen uvd zu bewirten.
Dar bevorstehende Fest war von dem herrlichsten Wetter begünstigt und hatte die ganze Gesellschaft in die ftöhlichstr Stimmung versetzt.
Johanna von Remieville, ihr Gatte, Helene und Herr Wlleneuve hatten zusammen einen bequemen Jagdwag-n bestiegen, den Boursault besonder- zu ihrer Verfügung gestellt hatte.
। Albert sollte mit chnen fahren, aber in dem letzter, Augenblicke entschuldigte er fich, eS fei ihm ein herrliche- Pferd angeboten, mit welchem er der Jagd nach seinem Belieben beiwohnen könnte.
Wie man fich leicht denken kann, lag diese- durchaus nicht in feinem Sinn, aber kurz vor dem Ausbruche hatte er eine Nachricht erhalten, welche ihn sehr austegen trab feinen Entschluß ändern mußte. Sie kam von Tom, derselbe hatte ihn ausgefordert, ihm auf dem Wege nach dem Landhaufe de- Herrn Morille entgegen zu kommen.
„Wa- haben Sie mir zu tagen?" rief er ihm zu, al- er ihn in nicht allzu großer Entfernung erblickte.
Tom legte geheimnisvoll den Zeigefinger auf feine Lippen.
i geordneten, und sogar solch", die der Kanalror- lage ohne die Sicherung der Mosel-Kanalifierung nicht zustimmen wollen. Vielleicht gewinnt die
I Aeußerung des Kanzlers davon mehr für die jetzige Kanaloorlage, als fie auf der andern Seite Abgeordnete der Vorlage entfremdet.
| 0 (Segeii die deutschen Kontroll
stationen für rnsfische Auswanderer scheint die russische Regierung Maßregeln treffen zu wollen. In der Petersburger Gewerbe- und Jndustriezeitung, dem b, kannten Organ des russischen Finanzministerk, ist ein Artikel über die Behandlung der russischen Auswanderer seitens der deutschen Dawpfergesellschaften erschienen, in dem die Tatsachen erwähnt werden, die überall so unliebsamer Aufsehen erregt haben und in dem Schutz für die Maffe der russischen Auswanderer gegen Ausbeutung durch deutsche Rhedereien verlangt wird. Am Schluß des Artikels wird darauf hingewiesen, daß sich jetzt auch die Gelegenheit böte, Libau zum Ausgangspunkt für die russische Auswanderung zu machen und dadurch den russischen Dampfergesellschaften, speziell der Freiwilligenflotte, eine beträchtliche Einnahmequelle zu verschaffen, wenn sie sich mit den englischen und dänischen Gesellschaften zwecks Transports der russischen Auswanderer nach New-Jork verbänden. — Auch bisher stand nichts int Wege, daß He Auswanderer den Weg über Libau wählten, vorausgesetzt, daß sie einen Paß hatten. Die Schwierigkeit liegt aber gerade bar in, daß die Auswanderer vielfach ohne Paß die deutsch-rusfische Grenze überschreiten.
von einer Ausfahrt heimgekehrt war und den Garten passierte, fiel ein Schuß. Der Landrat rief den Kutscher herbei, auf den die Dame aus einer Laube heraus sofort feuerte. Als eine Kugel om Kopse des Kutschers hart vorbeipfiff, ergriff er die Flucht. Darauf fielen noch drei Schüffe. Als Leute herbeieilten, fand man die Dame schwer verletzt am Boden liegen. Der Landrat war durch einen Schuß in den Unterleib verwundet und mußte sofort operiert werden. Die Attentäterin verstarb auf dem Wege zum Krankenhause. Dr. Schmidt behauptet, daß die Attentäterin ihm völlig unbekannt sei; deren Identität ist noch nicht festgestellt.
** Professor Zorn in Bonn, einer der Gutachter, die tut Bundesrat die Ansprüche der Schaumburger unterstützt haben, veröffentlicht zwei Aufsätze über die lippische Frage, die Were Ausführungen über die Tragweite des vv„
d e öu kanzler. Erstens soll ein Politiker nicht prophe- standigkeit rc. mtt Selbstbewußtsem wiederholen, ; ’ " " - - • ~ - ■
Deutscher Reich.
Berlin, den 18. Oktober 1904.
—* Heute, am 91. Jahrestag der Schlacht bet Leipzig und am 73. Geburtstage des Kaisers Friedrich, wurden in Berlin das Reiterstandbild des Kaisers Friedrich und das Kaiser- Friedrich- Museum, das für die Aufnahme von Kunstwerken des christlichen Zeitalters bis zur Neuzeit bestimmt ist, mit großer Feierlichkeit in Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin der Oeffenttichkeil übergeben. Das Kaiserpaar war dabei umgeben von einem großen Kreise deutscher Fürstlichkeiten und Staatswürdenträger, von einer zahlreichen Schar deutscher und ausländischer Künstler, Forscher und Gelehrten. Der Kaiser hielt im Museum eine Ansprache, die er aber diesmal vom Blatte verlas. Er legte darin von neuem seine Anschauungen über die Kunst dar und wandte sich gegen die moderne Kunst, deren Irrwege vom wahren Schönheitsideal weit abführten. Doch gebrauchte et nicht so scharfe Ausdrucke, wohl mit Rücksicht auf den Anlaß der Rede und auf die Anwesenden, unter denen doch verschiedene hohe Gönner der modernen Kaust fein konnte». Weiter empfahl er den Künstlern das Studium der Meister der Vergangenheit. Vor einigen Tagen erzählte ein Blatt, der Kaiser habe gegenüber dem Dr. Mieths bei einer Unterhaltung über die Photographie in natürlichen Farben mit Bezug auf die Sezeffio- nisten geäußert: „Sollten die Kerls am Ende doch recht hüben?" Nach der heutigen Rede scheint der Kaiser jedoch nicht zu bezweifeln, daß er selbst noch immer auf dem rechten Wege sei. AuS Anlaß der heutigen Feier erfolgten zahlreiche Ordensverleihungen und sonstige Auszeichnungen. Der kürzlich sielgenannte Groß- kausmann James Simon erhielt den Wilhelms- Orden. Danach scheint seine Berufung in das Herrenhaus nicht erfolgt zu fein.
§ Das nette Militärpensionsgesetz ist im Entwurf einem „alten Offizier" zur Verfügung gestellt worden, der in bet Zeitschrift „Der Deutsche" den Inhalt veröffentlicht. Die Pension soll nach lOjähriaer oder kürzerer Dienst- zeit 20/60 anstatt 15/60 betragen und mit jedem weiteren Dienstjahr um 1/60 steigen, sodaß nach Ablauf von 35 statt 40 Jahren die Höchstpenfion von breiviertelu bes pensionsfähigen DienfleinkommenS erreicht wird. Die Verstümmelungszulage soll 900 statt bisher 600 Mark betragen für die schweren Gesundheitsstörungen, bie bis zum Betrage von 1000 Mk. jährlich bei schwerem Siechtum unb bei Geisteskrankheit erhöht worden ist. Die Kriegszulage, welche nach dem Gesetz vom 31. Mai 1901 1200 Mk. für Offiziere vomHaupmtaun abwärts beträgt, soll im Hinblick auf die Erhöhung der
(*) Das „psychologische Rätsel", Ge- noffe Mehring, verlangt jetzt vom sozialdemokratischen Parteivorstanbe. baß er den Genoffen Bernstein aus 6er Partei ausstoße. Bernstein hat im Streite mit Mehring über den „Fall Südrkum" einiges aus einem vertraulichen Briefe Mehrings an ihn aus bem Jahre 1901 mitgeteilt zum Beweise, daß ber „Radikale" Mehring heimlich Neigung für den Revisionismus fühle. Unter großem Geschimpf über diese „perfide Verdrehung" meldet jetzt Mehring, er habe den Parteivorstano ersucht, von Bernstein seinen Originalbrief „einzufordern und »ach Prüfung bes Wortlautes öffentlich festzustellen, ob sich ber öffentliche Gebrauch dieses vertraulichen Schreibens für den Zweck, Unfrieden in der Partei zu schüren und einzelne Parteigenoffen hintereinander zu Hetzen, mtt der Ehre und den Pflichten eines sozialdemokratischen Parteimitgliedes verträgt". Der Partsivo: stand wird von diesem ehrenvollen Ersuchen sehr erbaut sein.
„Nivert iß eta leidenschaftlicher Jäger", fügte er mit einer gewiss n Heiterkeit hnzu. „Die Umstände
PlNsiou auf 1020 Mark herabgemindert werden. I E n großer Teil dieser Ausführungen, ehe sie I Kanalvorlage schaben, da die Abgeordneten daraus Neu^ gewähr^ werben^ soll^ eir^ Pensionszuschuß j noch veröffentlicht waren, wirb soeben in Heft 1 j entnehmen müßten, daß noch mehr Kanal Pro-
„WsS will er hier beginnen? Glaubst Du, daß er hier mehr zu fürchten ist als in der Ferne?"
Laura schüttelte de« Kopf und lächette.
„Christian allein, gewiß nicht", aMwortete fie in kreischendem Tone, „aber dahinter steckt ein Mana, der ihn antreibt r nd ihm den Mut einflößt, der ihm gänzlich fehlt."
„Wer ist der Mann?"
„Nivert."
„Bist Du deffen gewiß?"
Lama schleuderte einen wütenden Blick auf ihn.
„O, dieser Nwert kennt unser Geheimnis sehr wohl!" fuhr fie fort; „fett vier Wochen wellt er schon in dieser Gegend; er hat überall nachgeforscht und I endlich, wie ich fest vermute, eine gewisse Ueberzeu- Stng gewonnen, darauf hat er Christian auS feinem ersteck geholt und ihn gerade hierher geführt, um fich | seiner schließlich als Werkzeug zu bedienen und Du weißt wohl, wa» Christian enthüllen kann."
„Er wird eS nicht wagen!"
„Wer kann dafür bürgen?"
„Sr weiß, daß Helene t« unseren Händen ist und daß bei dem geringsten Scheine des Verrats . . . ."
„Ohne Zweifel."
„Und dann", fubr Boursault weiter fort, indem er immer mehr die Stimme finken ließ, „wenn Nwert unser Geheimnis kennt, wenn er gesonnen ist, uns vermittelst Fersen drm Gericht zu Überführen, mm, dann gibt eS vielleicht noch ein Mittel, um ihn zum Schweigen zu bringen.'
„WaS willst Du to«?"
Die Treiber gingen mtt wichtiger Miern geschäftig h n und her; d e Hunde bellten in ihren Hütten, und de von den Stallknechten am Zaume gehaltenen Pferde scharrten und stampften ungeduldig auf der Erde. ES w"! ein B ld, welche- in gewisser Hinficht an die Sitten 6 krauche und Kostüme der Mittelalters erinnerte. '
Inmitten dieses Treiben- spieüe Boursault den Ue' -n-würdigsti« der Wirte, sein Geficht hatte einen Aufdruck angeuommen, welchen weder Herr Billeneuve swch Helene jemals bemerk batten; man ahnte nicht, daß er nm vorhergehenden Abend eine Unterredung ®n Lama gehabt hatte, welche wohl begründet war, mn m die größte Bestürzung zu versetzen.
»icht schleunige Maßregeln ergreifst," b ttV6m gesagt al« tt fich mit ihr allein be- j fanb-g5f” st»d wir verloren."
sto*0?* seagte Boursault zitternd.
Du Dich mit den Vorbereitungen ifaf so?« 1wachen Deine Feinde und schmieden v «“Wat gegen nur."
"?Me F-inde?" fragt* Boursault.
mk'uK ' J??* sich zugetragen hat," antwortete Lama Etttnme, „unb war ich selbst vor einigen Ätt WLS"* ** •*8
"Ke — ist er möglich?"
Utnmkau 11**' weißt Du, wo er fich ver- SoS*’ a Vari- verlassen hat?"
weiü^a^ SMorifieg Hause, wohin, wie man wohl
Dich nremalS begeben wirst." I
„Ich will Sie nicht lange zurückhatten," erwiderte er, „ich wollte Sie nur vor der Jagd sprechen unb benutz« dazu diese Augenblicke, wo im Schlöffe die größte Bewegung und Auftegung herrscht. Sie werden mtt der ganzen Gesellschaft aufbrechen müffen, , „ . , aber außer Helene wird fich vielleicht niemand darum
haben sich jetzt so verändert, daß wir dmch Grübeln kümmern, ob Sie yier oder dort find; Sie müffen Rn«*»««." also diesen freien Augenblick benutzen, um jemand
»War willst Du tun ?" fragte Laura wieder, in- > aufzusuchen, der Sie bringend zu sprechen wünscht.
** Der Reichskanzler soll zu dem Ab- gembneten Dopelins, der ihn kürzlich in Homburg v. b. H. besuchte, über die MoselKaua lifiernng gesagt haben: „Sie werden noch den ersten Spatenstich miitun." Die.Deutsche Tages- zlg/ findet das sehr unvorsichtig von dem Reichs-
V Berlin, 18. Ott. 1904. Der Kaiser hat befohlen, daß anläßlich des H-imgangS des Königs von Sachsen morgen, am Tage der Beisetzung, die Reichs- und Staatsdienstgebäude halbmast flaggen. — Wie die ,Nordd. Allg. Zlg/ hört, find in ver Besetzung der Posten der Legationssettetäre bei den Kaiserlichen und Königlichen Missionen einige Veränderungen ein-
I Jetzt vermag ich Ihnen nichts weiter zu sagen; ich darf hier keinen Argwohn erregen. Begleiten Sie diese Gesellschaft zu Pferde, damit Sie nach etwa einer Stunde dieselbe, ohne ä uff allen zu erregen, verlassen und fich daun nach dem Hause de- Herrn Morille begeben können. Sie müffen dieser Aufforderung jedenfalls Nachkommen, Helenen- Glück hängt davon ab "
„Ist sie in Gefahr?"
„Jawohl, wenn Sie nicht kommen . . ."
„Nun, so rechnen Sie auf mich! Sobald e- mir irgend möglich fein wird, werde ich mich vor bem Hache de- Herrn Morille einstellen."
Und so geschah eS, kaum waren bie Wagen in ben i Wald gedrungen, als fich bie Reiter genötigt sahen, bieselben wegen ber Enge des Waldes zu verlassen.
Unter bem Vorwande, fich eine Cigarre anzuzünden, stieg er vom Pferde, und als er fich allein sah, kehrte er der Jagd den Rücken, um in vollem Trabe nach bem bezeichneten Stelldichein za eilen. Der alte treue Diener erwartete ihn schon an dem Saume der Walde-; mit freudestrahlendem Gesichte näherte er fich chm und sagte:
„Wir hwben keine Zett zu verlieren, folgen Sie mir sofort."
„Albert stieg vom Pferde, unb, den Zügel in die Hand nehmend, schritt er neben Tom her.
DaS Wetter war herrlich, die Luft erfrischend und voller Waide-dcht; die Vögel zwitscherten nach Herzenslust, allein b:e Herrlichkeiten ber Natur vermochten den jungen Mann nicht von seinen Gedanken abzulenken, düstere Bilder belasteten sein Inneres.
„Ich werde also in bem Hause be- Herrn Morille erwanet?" sagte er endlich, um des Schweigen ja brechen.
„Jawohl!"
„Wer ist dort ? Lenne ich den Mann ? Wie heißt et ?" „Gewiß, fein Name ist Christian Fersen."
„Herr gerfen wellt hier? fragte er gedankenvoll.
„Ja, feit einigen Tagen." (F. f.)
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