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(Nachdruck verboten.)

Friedenspräsenzstärke sei geringer als die im letzten HeereSgesetze geforderte. Nun, das wollen wir hoffen. Das Zentrum hat bereitsimletzten Frühjahr im Reichstage erklärt, daß eine irgend­wie ins Gewicht fallende Erhöhung der Heeres- stärke bei ihm schwerlich «jf Zustimmung rechnen könne. Schon damals verlautete dann auch zu- verläsfig, daß eine solche nicht beabsichtigt sei, es sich vielmehr bei der neuen Vorlage vor allem um Organisationssragen handeln werde.

0 Die .Preuß. Korresp.' bat gemeldet, daß „man" in Kolonialkreisen der Meinung sei, daß in naher Zukunft im Kolonialamte bedeutende Aenderungen zu erwarten seien. Es werde dem Besuche des Generalkonsuls Dr. Jrmer auS Genua in Berlin die Deutung gegeben, daß er berufen sei, den Direktor Dr. St übel zu ersetzen. Demgegenüber hört der »Reichsbote' von gut unterrichteter Stelle — und zwar nicht im Kolonialamt —, daß die dem Direktor der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes vor-

Antworten vollzählig eingetroffen sind, kann eine weitere Bearbeitung des Materials erfolgen. Bis jetzt haben nur einige kleinere Staaten geant­wortet, während die meisten Regierungen noch mit der Prüfung der Denkschrift beschäftigt sind. Ihre Antworten stehen daher noch aus; und es dürfte noch geraume Zeit vergehen, ehe diese ein- I getroffen find. Aus dieser Sachlage ersieht man, daß die Herstellung eines Gesetzentwurfes, der erst nach sorgfältiger Prüfung aller Wünsche zu- nächst in den Grundriffen greifbare Gestalt an­nehmen kann, noch in weitem Felde steht. Die Frage der Kostendeckung der Versicherung durch das Reich kann ja auch erst nach Ablauf des Jahres 1906 etwa übersehen werden.

* Der Bundesrat hat heute auch die wei­teren Eingaben, betreffend den lippische» Thro»streit, an die Ausschüffe verwiesen. Referent ist der sächsische Gesandte Graf Hohen- thal. Jetzt wird auch das Telegramm des Grafregenten Leopold an den Kaifer be­kannt, das deffen Romintener Antworttele­

große Hamburger Dampfer für den Transport nach Südwestafrika gechartert worden.

§ Von bestunterrichteter Seite wird der.Deut­schen Arbeitgeber - Ztg.' über die Ausgestaltung der Arbeiter-, Witwen- und Waiseuver- fichernug mitgeteilt, daß man jetzt im Reichs­amte des Innern zunächst die Rückäußerungen der Bundesstaaten auf eine ihnen zugegangene, sehr umfangreiche Denkschrift, die diesen Gegen- stand eingehend behandelt, abwartet. Sobald die

ist, daß es gar nicht darauf ankommt, wie lange der jetzige Regent ein Jahr nach dem Tode des Fürsten sein Amt noch weiter führen darf. Die „authentische Interpretation" des Kaisertele- gram ms durch den Reichskanzler hat die lippische Regierung, wie ein offiziöser Artikel der lippische» .Landeszeitung' b« weist, gar nicht befriedigt. Der Brief, sagt sie, bedeutet keines­wegs einen sachlichen Rückzug des Kaisers, sondern sei vielmehr eine Bestätigung des Tele­gramms. Das lippische Volk könne sich mit offiziösen Beschwichtigungen nicht zufrieden geben, sondern müsse seinen Protest gegen das Tele­gramm des Kaisers aufrecht erhalten, es müsse darauf bestehen bleiben, vom Bundesrat eine

herrschen kann, ich befinde mich indessen schon seit langer Zeit in einer so großen Aufregung, daß ich fast walmfi.nig werden könnte."

„Sei ruhig," antwortete Albert besänftigend, „der- > scheuche di-se quälenden garstigen Gedanken, wisse daß kein Hindernis, keine Macht mich von Dir je trennen soll."

D-r Abend verging ohne weitere Störung. Bour- kault schien allerdings die Gelegenheit zu sucht v, mit Herrn Billeneuve allein zu sein, um, wie er sagte noch ernstere Sachen zu besprechen; aber de- letztere hatte die» in liebenswürdiger Weise abgelehnt, indem er sagte, daß der erste Abend dem Frohsinn und der I Freude, sich unter seinem Dache wiedergesunden zu haben, gewidmet ft in müsse.

Nach zehn Uhr zog sich Herr Billeneuve in sein Schlafzimmer zurück, wohin iym alsbald setn Sohn mit klopfendem Herzen folgte.

Ec fand seinen Vater vor einem Tische fitzend ein umfangreiche» Aktenstück durchblätternd. Als die Tür sich öffnete, wandte Herr Billeneuve fich rasch um, und seinen Sohn erbl'cke"d, rief er aus:

„Nun gut, daß Du «omrnft; ich muß mit Dir sprechen, denn hie g-hen Dmge vor, bei welchen man nur wünschen kann, oac sie fich sobald wie mög­lich auftlärea."

„Was ich Dir zu sagen vermag, will ich Dir gern anvertrauen, handelt es fich um ui ch?"

„Um D-ch allein."

„Ich habe Dich eest vor einigen Tagen verlassen, I und da hast Du mich richt- merken lasten."

„Da wußte ich noch nichts von den Tatsachen, die mir erst jetzt enthüllt find."

Der strenge he>be Ton, mit welchem die Worte geäußert tourten, befremdete Albert dermaßen, daß 'e:n Innere« fich empört« u,d ihm do» Btut zu Kopi stieg. Er glaubte, daß seinem Bater Mitteilungen über seine Li be zu Helene gemacht worden waren : und daß er dieser Verhältnis nicht zu b lligen schien, 1 ncmentlrch aber, daß er mit ihm selbst roch nicht da- 1 rüder gesprochen hatte. |,

gramm zur Folge hatte, und nach dessen Wort­laut man im lippischen Landtage wiederholt vergebens gefragt hatte. Es lautet: „Seiner Majestät dem Kaiser und König, Berlin. Euer Majestät wollen meine ehrfurchtsvollste Anzeige von dem soeben erfolgten Ableben meines Vaters, des Grafregenten Ernst, allergnädigst entgegen­nehmen. Gleichzeitig erlaube ich mir in tiefster Ehrerbietung wttteilen zn dürfen, daß ich die Regentschaft übernommen habe. Leopold, Graf zur Lippe." Es enthält also lediglich zwei sach­liche Mitteilungen. Aus seiner Fassung, wie man wrhl erwartet hatte, ist die Antwort nicht zu erklären. Der lippische Landtag hat! heute die neue Regentschaftsvorlage, auf deren Annahme die Regierung so entschieden bestanden hatte, doch abgelehnt und zwar mit 10 gegen 7 Stimmen. Nach dieser Vorlage sollte bekannt­lich die Regentschaft des Grafen Leopold fort» dauern bis zur Entscheidung des Thronfolge- steits. Der Ausschuß, der zuerst vorgeschlagrn

I batte, die Regentschaft nur ein Jahr nach dem Tode des Fürsten fortdauern zu lassen, hatte jetzt zwei Jahre vorgeschlagen. Sein Antrag kam jedoch im Plenum nicht mehr zur Erledi­gung, da die Regierung nach Ablehnung ihrer Vorlage den Landtag vertagte. Minister Geve- kob hatte am Montag bekanntlich mit der Auf­lösung gedroht. Vielleicht folgt diese aber noch nach. Warum man sich wegen dieser Frage so I hartnäckig und rerbittert streitet, ist uns nicht recht verständlich, da die endgiltige Entscheidung der Thronfolgefrage doch so rasch zu erwarten

e Der russisch-japanische Krieg.

Kuropatkin hat den Hauptoorstoß gegen das japanische Zentrum bei Jetai gerichtet. Die Schlacht bei Jentai hat am Dienstag, wie aus Tokio gemeldet wird, Sten ganzen Tag bis tief in die Nacht hinein gedauert und wurde am Mittwoch fortgesetzt. Ein amtlicher russischer Bericht liegt uunmehr endlich auch vor, er bezieht sich aber nur auf die Tage bis zum 10. Oktober, lieber die Kämpfe am Diens­tag und Mittwoch ist anscheinend noch nichts in Petersburg eingetroffen.

: erledigt. Mkrkrnürdirer Weise liefen gerade zu dieser - Zeit von der Bark Meldungen ein, daß falsche Bank- । noten in Umlauf gesetzt seien, leider konnte ich diesen Gerüchten nicht die pfhörge Aufmerksamkeit widmen, 1 ba andere düipliche Beipflichtungen nicktinAnjprnch nahmen.

Die Fälschung ist äußerst täuschend, d-r Verbrecher muß äußerste Vorfichttmaßregeln ergriffen haben, denn bis jetzt hat die Behörde trotz aller Bemühungen noch feine Spur von ihm entdeckt. Wie Du leicht ver­stehen wirst, hat man Ntvert nicht absichtslos nach Angoulcme, wo die Bank eine Filiale besitzt, geschickt. Als ich heute Morgen in Attgoulewe ankam, erwar­tete mich > er selbe ickvn ruf der Station, um mich auf der Fahrt nach hier zu begleiten."

„Hat er Dir Mitteilungen gemacht?"

„Ja, ,u meinem prvßen Erstaunen wußte ich er­fahren, daß an demse'ten Tage, wo Da ihm den Auftrag gegeben hattest, den bewußten Mann auf Schritt und Tritt zu verfolgen, in mehreren Läden, wo derselbe eirgetreten war, falsche Banknoten aus- gegeben waren."

„Ist es möglich?"

„ES find bewiesene Tatsachen. Was wich bei dieser Sache am meisten anfregt, das ist dieser soge­nannte Christian Fersen. Vielleicht ist Dir da- Ber- bättnis mcht urbeka» rt geblieben, in welchem der Mann, der ihn in der Wchr unp in der Straße An- ferne, aufgesucht lat, >u tim steht, de» Du Mvert besonder» empfohlen, darüber zu schweigen, und na­mentlich mir nicht» davon zu sagen."

„Vater, ich bitte Tich um Verzeihung, eS war "

„Höre weiter. Neven hat merkwürdige Gerüchte über diesen Frisen rnnrwwen, die allerdit gS noch rer Bestätigung entbehren iHd de her noch gehörig g-prüfr werden müssen. Man will ibn seit fünf Jah-eu dann unb wann m Anptulewe gelegen do' en, wo er buraj |ein gehet mut svt lleS Leden und Treiben den Arg­wohn b:r torfigen Bewohner e.wecke haben soll."

(Forlsetzurg srlgt.)

wunderbare Fügungen.

•ine Erzählung, übersetzt aus dem Italienischen von

8. Beinhorn.

t „Ich bitte Dich um Verzeihung, Bater," erwiderte i er erregt, „wenn ich Dir gegenüber eine gewisse Zu­rückhaltung bewahrt habe; wen» aber diese der Grund Deiner Borwürfe ist, so werden Dir Johanna sowohl wie Karl den Grund meiner Verschwiegenheit und Vorsicht am besten fugen können."

Billeneuve schüttelte den Kopf.

„Du inst Dich, Albert," unterbrach er: „ich habe mit Dir etwas andere- zu besprechen. Was Deine Herzensangelegenheit betrifft, so wird dieselbe, wie Du wohl überzeugt sein wirst, niemals von Deinem Bater bestritten werden."

„Dann kann ich den Sinn Deiner Worte nicht verstehen."

Billeneuve sah seinen Sohn scharf an und ent-! gegneie:

„Seit mehreren Wochen flehst Du, wie mir gesagt ift, mit einem Detektiv, einem gewissen Nivert, in Verbindung, und Deine Stellung al» Sohn eines Untersuchungsrichter» benutzend, läßt Du in Pari» einen Mann aufsuchen, der ein sehr rätselhaftes Leben führt."

„Dai ist allerdings wahr," antwortete Albert zögernd.

„Dieser Ntvert. der ein scharfblickender Mann ift, hat Deinen Angaben gemäß eine» Tages ein Indi­viduum, welche«, wie Du im Voraus behauptest, fich nach dem Hause deS Unbekannten begeben würde, auf I Schritt und Tritt verfolgen müssen. E» mußte Dir also daran liegen, feine Wohnung zu erfahren ?

«Ganz recht," sagte Albert, „wenn Du mir ge­stattest, so werde ich Dir weiter berichten."

„Antworte tut erst, menu ich D-r alle»mitgeteilt habe, was ich darüber weiß E- gelang Nioerr. Tür schon in vierm dzwanzig Stunden die begehrte Adresse zu überbringen. Der Unbekannte nannte sich Christian Fersen und wohnte auf d»r Straße Antenne Nr. 17. In allem diesem liegt noch nichts TadelhasteS, Wern s Du viaz: ei"er. B^mtt n in Anspruch genommen hättest, I der seine Zeit ur.b Kräfte nur der Regierter g zu wir men har. Die Sache ist hü rmü aber noch nicht'

nahmen die Japaner eine» von den Russe» besetzte» Hügel. Ans der rechte» Flanke nnd im Zentrum wichen die | Russen drei Meilen zurück. Die japa- I uische Infanterie rückte mittags 1500 Bards gegen die rnfsische Linie vor und I schlug eiue» heftige» Gegenangriff ab, wobei sie die Angreifer, die fich dreimal gegen fie warfen, fast vernichtete». Die russische Artillerie konnte trotz heftiger Beschießung während des ganze« Tages nicht zum Schweige« gebracht werde«. General Oku erbeutete im ganze« etwa dreißig Geschütze. Die letzte« Berichte melde« vo« fortgesetzte« japanische« Erfolge».

W. Petersburg, 14. Okt.1904. .Birfhewija Wjedomosti' meldet aus Mulden vom 12.Ott. abends 5 Uhr, daß den ganzen Tag überder Kampffortgedauert habe und die beiden Armeen sich namentlich auf der Ostfront mit großer Erbitterung schlagen. — Die mandschu- rfiche Bevölkerung und die hohen chinesischen Beamten legten mehr als bisher eine den Russen I freundliche Haltung an den Tag, da sie nach ihrer Kenntnis der Vorgänge auf dem Schau­platz der Kämpfe baldige Erfolge der Russe» voraussähen.

W. Tokio, 14. Ott. 1904. Nichtamtliche bisher unbestätigte Berichte geben an, die Russ e n seien längs der ganzen Front auf bem Rückzüge begriffen; ferner sei eine russische Ab­teilung, die mit dem japanischen rechten Flügel bei Pentsihu tämpfte, allem Anscheine nach e i n- ge sch lassen und habe acht Geschütze verloren.

W. Petersburg, 14. Ott 1904. Ein Telegramm des Generals Sacharow meldet vom 11. Ottober: Berichten von gestern und vorgestern zufolge befestigten am 10. Ottober die Truppen der Mandschurei-Armee ihre Stellungen, die sie am Tage vorher 8 Werst südlich vom

Deutscher Reich.

Berlin, den 13. Oktober 1904.

* Man hält, wie der .Deutsch. Tagesztg.' mitgeteilt wird, in den leitenden Kreisen an der Absicht fest, die Heeresvorlage zugleich mit dem Etat dem Reichstage zu unterbreiten. Das erscheint deswegen geboten, weil der neue Etat schon auf der Grundlage der Heeresvorlage auf­gebaut ist. Die Entscheidung über diese Vorlage müßte also vor der zwette« Etatsberatung er­folgen. Der Entwurf hält fich, wie das Blatt weiter zu berichten weiß, in durchaus mäßigen Grenzen. Die vorgeschlagene Erhöhung der

Kaurn waren diese wenigen Worte ausgetauscht, als Boursault den Arm semes Freundes ergriff, um demselben bte Schönheiten de, Parkes zu zeigen

Albert war durch diese kurze, abtr ernste Unter­redung mit seinem Vater nicht toerfg bewegt - er suchte fich indessen so viel wie möglich zu beherrschen um mit sorgloser Mi-ne vor die junge Gesellschaft zu

„Albert", sagte Helene zitternd, al« fie fich allein befanden, „Du haft eben mit Deinem Vater gesprochen • was bat er Dir gesagt?' '

»Nichts von Bedeutung", antwrrttte zögernd der lunge Manu

»0, täusche mich nicht, ich habe wohl bemerkt, hbtt mit strengen Blick n ansah und zurück, z Wt’wir aus dem Hause traten."

„Wahrhaftig!-, antwortete Albert.

«ick fast 5S"tf*Ufl.en r°fl en s° finsterer Ernst, der

H^ene, mein Vater ist . . ." «nb'auf ahä9gKr6t.2H,i' td) bin an S‘iben «-wöhnt heit^b»atem"^" toitI mit m:r eini8c «»gelegen-

»W lche Angelegenheiten?"

Ul Q :$iet,eiW »Schein, aber sie war

„Verzeih, Geliebter, wenn ich mich so wenig be- ।

gesetzten Stellen seine Arbeitskraft, seine Kennt- Nisse und seine große Gewissenhaftigkeit wohl zu schätzen wissen unb daß gar kein Anlaß vorliege zu Aenderungen in der Kolonialabteilung.

)( Eine bedeutende Verstärkung des südwestafrikanische» Expeditionskorps ist von der obersten Heeresverwaltung in Aussicht genommen. Entgegen dem ursprünglichen Pro- lekt und der Hoffnung, mit einer Verhältnis- mäßig kleinen Truppenmacht den Aufstand in Südwestafrika einzudämmen, wird die Entsendung von etwa 3000 Mann nach Afrika geplant. Die Bezirkskommandos fordern jetzt wiederum die Mannschaften des Beurlaubtenftandes erneut zu Meldungen für den Kriegsdienst in Südwest- j afrika auf und bemerken dabei, daß Artilleristen, Trains und Handwerker den Vorzug erhalten und daß möglichst zahlreiche Meldungen er­wünscht find. Im Zusammenhang damit dürften die großen Pferdeankäufe stehen, welche gegen- wärtig namentlich in der Provinz Schlesien zur Bersttenmachunz von Jnfanteriemannschaften vor­genommen werden. Es sind bereits wieder vier

Genuptuung zu verlangen. — Warum man jetzt noch die Leidenschaften so aufzuregen für gut befindet, ist dem Fernstehenden nicht begreiflich.

(*) Mainz, 13. Oft. 1904 Die letzte all­gemeine Sitzung der Görresg esellschaft wurde gestern vormittag 11 Uhr eröffnet. Zu­nächst fanden die ErgänzungS wählen zum Vor­stande statt. Es wurden durch Akklamation zn- gewählt: Domkapitular Dr. Bendix (Mainz), 't rof. Dr. Bkyerle (Breslau), Professor Dr. Esser (Bonn), Prof. Pfarrer Dr. Franz Falk, Prof. Dr. Kämpers (BreSlau), Prof. Dr. Maus- dach (Münster), Domkapitular Prof. Dr. Selbst (Mainz), Geh.-Sekretär Dr. Weiß (München). Pros. Kämpers hält dann einen mit großem Interesse aufgenommenen Vortrag über die Roiferibee Karls des Großen; Prof. Esser be­handelte in geistreicher Weise daS Thema Natur-1 Wissenschaft und Weltanschauung. Nach einem Dankwort des Präsidenten an die Redner ergriff Bischof Kirstein das Wort. Herzlich dankte er allen, die dazu beitrugen, den schönen Verlauf der Tagung zu ermöglichen. Schließlich spendete er der Versammlung den bischöflichen Segen, worauf Prästdent Frhr. o. Hertling die General» I

I Versammlung schloß.

* Dresden, 13. Oft. 1904. Während das Befinden des Königs in den ersten Tagen der Woche im allgemeinen bifriedigend war, traten in der Nacht vom Dienstag zum Mitt- woch wieder heftige Anfälle von Atemnot und Beklemmungen ein, fie wiederholten sich auch im Laufe des gestrigen Tages, sowie in der letztver­gangenen Nacht und dauern noch immer mit kurzen Unterbrechungen fort. Der Krästezustand und die Nahrungsaufnahme lassen viel zu wünschen übrig.

Vor Port Arthur. Die Japaner machen große Anstrengungen, um den Fall von Port Arthur zu beschleunigen. Aus Tokio wird neuerdings gemeldet: Nach einem drei Tage lang unaufhörlich andauernden Bombardement von der Landseite steht jetzt der größere Teil von Port Arthur in Flammen. Zahl­reiche Russen zeigten bereits die weiße Flagge und ergaben fich. Die Japaner sollen zwei weitere Verteidigungswerke erobert haben.

W. Loudon, 14. Okl. 1904. Der Korrespondent des Rentersche» B«rea«s bei der Kolonne des Generals Ok« meldet ohne Datum über Fnsan vom 11. d. Mts.: Während der Rächt

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§ulda, Freitag, deu 14. Oktober 1904,

31. Jahrgang.

druck und Verlag dr 8uidaerActiendruck«t in Zulda tharmonifi Lernsprecher Nr. 9.

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