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M 325.

Kllda, Samstag, bett 1. Oktober 1904.

31. Jahrgang

Deutsches Reich.

Berlin, den 30. September 1904.

(*) Der .Reichsanzeiger" nimmt jetzt endlich Akt vom Tode des Grafregente« Ernst zur Lippe. Er schreibt: „Der am 26. Sep­tember verstorbene Regent des Fürstentums Lippe Traf Ernst zur Lippe-Biesterfeld hat sich in der Regierung des Fürstentums, die er auf Grund eines unter dem Vorsitz des ver­ewigten Königs Albert von Sachsen abgegebenen Schiedsspruchs auSübte, innerhalb des Lippeschen Landes und darüber hinaus persönliche Sym­pathien erworben, die seinem Namen ein gutes Andenken sichern."

*** Major Osterhalts, der Kommandeur der 1. Feloartillerie-Abteilung, ist im Lazarett zu

Major Osterhaus f

Kommandeur der 1. Feldartillerie • Abteilung in Südwestafrila. A

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Waterburg an Herzschwäche gestorben. Das ist, nach vielen jüngeren Offizieren, der erste Stabs- Offizier unserer Schutztruppe, der in dem Feld­züge gegen die Herero sein Leben lasten mußte, nicht in dem Kampf mit dem Gegner, sondern als Opfer der tückischen Seuche, welche die Reihen unserer braven Soldaten durchzieht. Major Osterhaus gehörte früher dem Feldartillerie. Regiment Prinz-Reqent Luitpold von Bayern <Magdeburgischen Nr. 4) an und war seinerzeit Hauptmann im ostasiatischen FeldartillerieRegi­ment unter Major Hoffmann. Er ist am 14. Oktober 1880 Leutnant, am 20. September 1890 Oberleutnant, am 23. August 1893 Hauptmann und am 11. September 1903 Major geworden.

§ Der Gouverneure von Kameruu, I. v. Puttkamer wird, schreibt die .Deutsche Tagesztg/, noch bis zum Frühjahr seinen Urlaub in Destschland ausdehnen. Seit mehr als 16 Jahren ist er im tropischen Weftaftika tätig, er bedarf daher einer Bluternenerung, die längere Zeit in Anspruch nimmt. Za seiner Vertretung gehr in diesen Tagen der Geh. Leg.-Rat Dr. Gleim nach Kamerun, da der Regierungsrat Ebermaier, der bisher sein Vertreter war, auch das Schutzgebiet mit Urlaub verläßt. Die An- gaben, daß Herr v. Puttkamer einen Gesandt­schaftsposten übernehmen solle, ist eine haltlose Phantasie."

* In einem Artikel des ,Berl. Tagebl."vom 27. d. Mts. über den Typhus unter «usere« Truppen in Südwestafrika wird die Re- glerung beschuldigt, die elementarsten hygienischen Vorsichtsmaßregeln mißachtet zu haben, da sonst die Seuche nicht so furchtbare Opfer hätte for­dern können. Zur Widerlegung dieser Behaup­tung dringt die »Nordd. Allg. Ztg. eine längere Auslastung, in der sie die von der Re­gierung getroffenen Maßnahmen darlegt, und an beten Schluß sie sich in d/n Worten resümiert: ^Bon feiten der Behörden sind sonach alle Vor­kehrungen getroffen worden, welche möglich waren, um der Typhusgefahr zu begegnen; wenn es bis utzl nicht gelungen ist, derselben vollständig Herr zu werden, f0 liegt das in der Ungunst unab- anderlrcher Verhältniffe."

a ,*** Umfang des südwestafrikauischeu «etrpvstverkehrs. Vom Marin-.-Postbureau

der .Deutschen Verkehrszig." zufolge, bisher, ans D«m Jänner bis 16. September, nach «adwrftafrika zur Absendung gelangt 153

-chlüste tm Gewicht von 5123 Kilogramm wö mk einem Inhalt von 228 785 Briefen und Po harten sowre 14 924 Drucksachen und oeuungen. Aus Südweftvf.ika eingegangen find

genannter Dienststelle dis fttzk 156 Karten­

schlüffe im Gewicht von 2527 Kilogramm und mit einem Inhalt von 482 720 Briefen und Post­karten sowie 35 Drucksachen.

CA. lieber die katholischen Beerdi- gange« in Berlin bringt die .Wartburg' (2. Sept.) nach dem .Vorwärts" eine Statistik, die dartun soll, daß die religiöse Gleich­giltigkeit der Berliner Katholiken, der Gleich­giltigkeit der protestantischen Bevölkerung wenig nachsteht. So feien in der katholischen Sebastian - Gemeinde 1902 von 376 Ver­storbenen nur 101 kirchlich beerdigt worden, in der Herz-Jesu-Pfarre von 455 sogar nur 153. Es muß hierzu folgendes bemerkt werden: 1. Die meisten Verstorbenen sind Kinder. So kamen 1902 in der Herz-Jesu-Pfarre auf 455 allein 246 Kinderleichen. Nach einem altherge­brachten Gebrauch, der nicht leicht zu beseitigen ist, werden Kinderleichen in Berlin nicht kirchlich beerdigt. 2. Viele Leichen verstorbener Berliner Katholiken werden „ausgekauft", d. h. auf einem andern als dem zuständigen Gemeinde- friedhof beerdigt. Die Leute lasten eben ihre Toten dort begraben, wo sie am bequemsten die Gräber besuchen können. Dies ist namentllch in der Sebastian Pfarre der Fall, wo der frembe Kirchhof drei Minuten von der Pfarrkirche, der Ge­meindekirchhof übereine Stunde weit entfernt liegt. Diese „auSgetauften" Leichen, die übrigens zum Teil kirchlich beerdigt werden, sind seither bet den katholischen Pfarrämtern Berlins statistisch nicht geführt worden. Es waren deren in der Sebastian Pfarre allein während des Monats August 1904 zehn; sie wurden sämmtlich kirchlich beerdigt. 3. In manchen Fällen, wie z. B. bei Geschiedenen, die eine zweite Ehe eingegangen find, und in anderen derartigen Fällen, wo die Kirche die Begleitung verweigern muß, kann natürlich keine stattstnden. Solcher Fälle sind 1902 allein in der Herz-Jesu-Pfarre 31 vorge­kommen, wo dann meist die Assistenz des prote­stantischen Geistlichen stattfand. 4. Für manche Leute wird die Angst vor den Kosten eines kirch­lichen Begräbniffes für eine Zivilbeerdigung be­stimmend sein. Jedoch bildet der Kostenpunkt tatsächlich kein Hindernis, da die Assistenz des Geistlichen stets unentgeltlich ftatlftnbii, wenn es gewünscht wird. — Wer diese Umstände erwägt und dabei berücksichtigt, daß in der Großstadt, besonders im Norden Berlins, viele katholische Arbeiterfamilien von sozialdemokratischen Ideen durchsetzt sind, der wird die Zahl der katholischen Begräbniffe in Berlin nicht gar so gering finden. In der Herz-Jesu-Gemeinde z. B., also im Norden der Stadt, waren während des Kalender­jahres 1902 von 455 Verstorbenen 246 Kinder, 31 Verstorbene konnten aus oben erwähnten Gründen nicht kirchlich begraben werden. Zieht man nun die Zahlen 246 und 31 von der Ge­samtzahl der Verstorbenen ab — dir ansge- iaufien Leichen nicht einmal alle mitgerechnet — so bleiben 178, von denen 153 mit Begleitung eines katholischen Geistlichen beerdigt wurden. (Laut Berichten von 3 Berl. Pfarrämtern).

•* Die Frage nach der Verstaatlichung der Bergwerke hat die,Kr?uzztg." in einer Artikelserie beschäftigt, deren Schlußartikel heute erschienen ist. In demselben kommt der Ver­fasser zu dem Ergebnis: „Wohin man auch blickt, fieht man, daß eine Verstaatlichung der Bergwerke für die gesamte Volkswirtschaft, so­wohl die Industrie als auch die Landwirtschaft die größten Vorteil bieten, einen großen wirt- schaftiichen Aufschwung ermöglichen würde, sobald nur habet die eine Bedingung innegehalten würde, daß der Staat nicht gleich Ueberprofit im Sinne des Kohlensyndikats heran! schlägt, sondern sich mit den tatsächlichen Auslagen plus V;rzinsung der aufgenommenen Kapitalien begnügt. Zn- direkt würde der Staat sowieso durch die Hebung der Steuerkraft der Bevötk-rung gewaltsam ge­winnen. Und was die „sozialistische Gefahr" anlangt, so ist es geradezu die Vorbedingung sür das auch von den Kohlenir dustriellen so gerne gepriesene System der freien Konkurrenz, baß die Herrschaft privater Monopole gebrochen wird. Erst bann gibt eö in der Industrie tat- sachlich „freie Konkurrenz". — Es hat den An­schein, als ob Graf Kanitz der Verfasser sei.

** Die Fabrikanten im Mnfikinstr« meureugewerbe haben beschlossen, die Forde­rungen der Klavierarbeiter abzntehnen. Beteiligt find rund 6000 Arbeiter. Die Fabrikanten im Berliner Metallwarengewerbe Haden chren Be­schluß, 70 v. H. der bei ihnen beschäftigten Arbeiter zu entlassen, zum größten Teil schon durchgeführt. Ja der Berliner Holzndustrie haben sich bis jetzt 80 v. H. der befragten Arbeit­geber für eine Aussperrung sämtlicher Arbeiter ausgesprochen. Danach scheint auch in der Möbelindustrie, in der Bautischlerei, in der Ladeneinrichtungsbranche usw. ein großer Aus­stand unausbleiblich zu fein.

V Berlin, 30. Sept. 1904. Die gemeinsame Abreise deS Kaiserpaares und der Prinzesfin Viktoria Luise von Jagdschloß Romtnten ist nach den bisherige» DiSpofitione» aus Mittwoch den 5. Oktober festgesetzt. Während der Kaiser auf der Fahrt noch Besuche in Königsberg, Danzig, Langsater und Ma­rienburg macht, reist die Kaiserin mit der Prinzesfin- Tochter von Rominten direkt nach Jagdschloß Huber- tuSstock in der Scharsheide, wo auch bald der Kaiser zu mehrtägigem Aufenthalt eintreffen wird. Bor ihrer Abreise von Rominten gedenken die Majestäten einen AuSflug nach der Ortschaft Duberningken zu unter­nehmen. um die dortige, am 18. September eingeweihte evangelische Kirche zu besichtige». — Durch die Blätter gehen schon wieder Nachrichten über eine Abficht des Kaisers, im Spätherbst nach England zu gehen. Die Berliner ,N. Nachr.' teilen demgegenüber mit, daß an unterrichteter Stelle von irgend einer Abstcht des Kaisers, in diesem Jahre überhaupt eine Reise i»S Ausland zu unternehmen, nichts bekannt ist. — Der Kaiser hat durch Kabinettsordre ein neues Exerzier- reglementsürMaschineugewehrabteilungen und einet» neuen Entwurf der Schießvorschrist für Mafchinengewehrabteilungen genehmigt. — Der Gouverneur von Deutsch-Afrika, Graf Goetz en, hat nach Bewilligung eines Urlaubs nach Berlin gemeldet, daß er Ende Oktober dorlferbst ein­treffen werde. — Der wegen Mordverdachts in Berlin verhaftete Hausdiener Umblat gestand nach längerem Leugnen, den Förster Strempel auS Blumberg er- schaffen zu haben. — Der Kaufmann Ernst Eich­horn ist laut .Reichsauz' zum Konsul in Savaaah ernannt worden. — Dem Konsul in Bern, Dr. Heinrich Klose, ist die erbetene Entlassung aus dem Reichs­dienste erteilt worden. — Der Konsul F. Keller in Soukharapton ist gestorben. — Der Vortragende Rat im Eifenbahnministerium, Geh. Oberregierungsrat Ru­dolf Witte, ist bei feinem Uebetbitt in den Ruhe­stand der Charakter als Wirtlicher Geh. OberregierungS- rat mit dem Range eines Rares erster Klaffe verliehen worden. — Dem Direktor des Instituts für Jnfektious. krankheiten, ordentlicher Honorarprofessor in der me­dizinischen Fakultät der Univerfität zu Berlin, Geh. Medizinalrat Dr. Robert Koch, ist die nachgesuchte Entlassung aus dem Amte als Direktor des vor- genannten Instituts ertellt worden.

* Dresden, 30. Sept 1904. Der Hvfbericht meldet: Die Besserung im Befinden des Königs hielt am gestrigen Tage an und ge­stattete eine halbstündige Ausfahrt im Garten. Die vergangene Nacht war durch Hustenreiz mehrfach gestört. Die Brustbeklemmungen traten nicht wieder auf, der Apetit ist befriedigend.

' Der russisch-japanische Krieg.

Zuverlässige Nachrichten vom Kriegsschau­plätze liegen auch heute nicht vor, wenigstens nicht solche, bte von besonderer Bedeutung wären. Es heißt wieder, daß die Russen bei Mukden nicht standhalten, sondern erst dei Tieling eine Schlacht annehmen werden. Vo» größtem Inte­resse sind die rusfischerseits getroffenen Ver- änderungen in der Armeeorganisation; vor allcm wird nach Alexejews Abberufung der »»glück- selige Zwiespalt in der Oberleitung fortfallen.

Wahrend die amtliche russische Berichter­stattung schweigt oder höchstens kleine Vorposten­gefechte meldet, bei denen hie und da ein japa­nischer Kavallerist getötet worden ist oder ein paar Pferde erbeutet wurden, wird privatim nach Petersburg gemeldet, daß auf beiden Flüaeln der Japaner Umgehungsbewegungen gegen Muk­den im Gange find. Für die Winlerkampagne bereitet sich Japan ebenfalls eifrigst vor. Warme Kleidmg, Stiefel und Decken ind in Amerika bestellt. Zugleich wird durch das ,Bureau Reuter" aus Tokio gemeldet, in Regierungskreisen werde erklärt, daß die neuen Aushebungsbestimmungen es ermöglichen, die Anzahl her in der Front stehenden Truppen um ungefähr 200000 Mann zu erhöhen. — Der Londoner Daily Telegraph meldet aus Schanghai, in Japan würden die Rekruten in diesem Jahr mehrere Monate früher eingezogen als sonst; Japan treffe angeblich Vorbereitungen, um noch im Oktober Sachalin zu besetzen. Anunterbrochen gingen Ver­stärkungen nach der Mandschurei ab. Die Japaner litten sehr unter den Beriberi krank- heft, die erheblich mehr Opfer fordere, als alle Kämpfe. Man glaube, die Epidemie dem Ge­nuß von Reis zuschreiben zu müssen, der vor langer Zeit gekocht wurde. 'Am meisten leide die Belagerungs-Armee. Die 11. Division sei durch Krankheit und sonstige Verluste fast auf- gerieben. Viele Eisenbahnzüge brächten B r ü ck en- material nach Norden zur Ueberbrückung des Hunflusses. Der japanische Vormarsch auf Mulden werde Anfang Oktober erwartet.

Dem Pariser ,Matin" wird aus Petersburg gemeldet, der Statthalter Alexejew sei aus der Mandschurei aboerufen worden und werde in vier bis fünf Tagen nach Peter-bürg abreifen. Der Vorwand für die Abberufung fei der, daß Kaiser Nikolaus aus dem Munoe Alexejews vollständige Aufklärung Über den Stand der Dinge in der Mandschurei erhalten wolle. In Wahrheit aber werde Generaladjutant Alexejew nicht mehr nach der Mandschurei zu- rückkrhrev.

Weiter liegen folgende Einzelmeldungen vor:

W. Paris, 30. Sept. 1904. Der .Malin erfährt aus Tschifu: Die von General Sine» witsch befehlig!e Armee von Wladiwostok fei im Begriff, nach Korea vorzmücken, um sich dort den ganzen Winter hindurch in einer, für die Japaner gefährlichen Stellung zu behaupten. Die Japaner hätten beschlossen, gegen General Linewftsch 20000 Mann zu senden.

W. London, 30. Sept. 1904. Dem.Stan­dard" wird aus dem Hauptquartier General Kuroki's gemeldet, daß täglich kleine Gefechte zwischen der Kavallerie der rnffischen Arriergarde und der Armee Kuroki's stattfinden. Das Gros der Russen soll sich in die Gegend nördlich von Mukden zurückgezogen haben und sich auf dem Marsche auf Tieling befinden, Tieling ist befestigt und augenblicklich von Kosaken besetzt. Starke ruffische Jnfanterie- abteilungen stehen südwestlich von Mukden auf Beobachtungsposten. — Die Japaner hgben chinesische Räuber, die ihnen in die Hände fielen. gekö p f t.

W. London, 30. Sept. 1964. Dem »Daily Telegraph" wird aus Schanghai gemeldet: Die Zahl der vor Port Arthur getöteten und ver- mundeten Japaner übersteigt 30,000 beträchtlich. Die japanischen Zeitungen sagen jetzt, es fei nutzlos, weitere Menschenleben durch Angriffe auf die Festung zu vergeuden. Die baldige Einnahme sei nicht nötig; eine reguläre Be­lagerung fei besser. Die Japaner schickten kürz­lich einige Batterien zwölszölliger Haubitzen nach Port Arthur. DieArsenale arbeiten ununterbrochen, um Haubitzen ähnlichen Kalibers anzufertigen.

W Petersburg, 30. Sept. 1904. Die Russische Telegraphen - Agentur meldet aus Chardin von heute: In den letzten Tagen sind keine besonderen Veränderungen bei der Armee vorgekommen. Fast täglich finden Geplänkel statt. Dieser Tage zerstreute russische Kavallerie zwei feindliche Patrouillen und nahm den Japaner sehr viel Vieh weg.

W. Petersburg, 30. Sept. 1904. Der Korrespondent der „Birshewija Wjedomostr" in Tschifu telegraphiert vom 29. Sept.: Die in der chinesischen Zone des Golfes von Petschili kreuzende japanische Flotte geht immer un­genierter vor. Japanische Torpedoboote liefen in den beiden letzten Nächten mit abgeblendeten Lichtern in den Hafen von Tschifu, Diktierten die Dschunken und überwachten die in den Hafen eingelaufenen Schiffe. Rach Angabe der Japaner soll die Sage der russischen Flotte im Hasen von Port Arthur unhaltbar geworden fein, seit­dem es der japanischen Artillerie gelungen fei, Stellungen zu finden, von wo aus sie dis vor Anker liegenden russischen Schiffe bombardieren können. Die russische Flotte werde aus diesem Grunde den Hasen verlassen müssen. Eine Seeschlacht stehe unmittelbar bevor. Nach durchaus zuverlässigen Informationen, die ich erhalten habe, find alle diese Angaben er­funden. In Wahrheit erlitten die Japan« bei den letzten Angriffen ungeheure Verlust« und find überall zurückgetrieben worden Die Verluste durch Minen waren so furchtbar daß die Japaner ihre Angriffe feit dem 26. Sept nicht erneuerten. Vom 25. Sept, datierte Briefe aus Port Arthur, die hier eingegangen find, lauten sehr zuversichtlich, und gebender lieber» zeugung Ausdruck, daß die Festung nicht genommen werde. (Derselbe Korre­spondent hat aber erst vor ein paar Tagen ge» meldet, die Zernierung der Festung wäre so eng, daß verläßliche Nachrichten von dort nicht mehr zu erhalten wären. D. Red.)

* Die Kulturkämpfer ia Frankreich suchen auch die Arbeiter durch Versprechungen für ihre kirchenfeindliche Pläne zu gewinnen. Am Donnerstag hat der Senator des Departements Var, Clkmenceau, in Brignollss bei Toulon eine