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M 217.
$uföa, Donnerstag, den 22. September 1904.
31. Jahrgang,
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D Die Sozialdemokratie und der Militarismus.
Die Sozialdemokratie legt bekanntlich großen Wert darauf, das Militär mit sozialdemokratischen Ideen zu durchsetzen. Bis jetzt hat aber die Militärverwaltung ihr immer einen Stiegel vorgeschoben. Man hat es nvn unter den Genossen mit einer Agitation unter der militärpflichtigen Jugend versuchen wollen, Der auf dem Bremer Parteitag gestellte Antrag lautete: „Sie Partei möge unter den Proletariern, die zur Armee eingerufen werden, vor dem Eintritt in dieselbe in geeigneter Weise Propaganda für die Ideen des Sozialismus machen. Insbesondere find die künftigen Soldaten durch Broschüren über ihre Pflicht gegenüber dem so- genannten „inneren Feinde" aufzukläreo. In diesen Broschüren ist den Soldaten auch Rat zu erteile», wie fie sich angesichts der zahlreichen Soldatenmißhandlungen zu verhalten haben."
Wie der Verlauf des Bremer Parteitags gezeigt hat, ist dieser Andrang den Parteiführern höchst unbequem gekommen. Schon die Eindiingung eines Antrags, nach welchem dieser Agit allons autrag dem Patteivorstande zur Erwägung überwiesen werden sollte, hat die Führer vom Bebel bis zu v. Vollmar in große Erregung gebracht. Bebel rief aus: „Ihr wißt ja nicht, was ihr tut" und v. Vollmar sprach vom Spielen mit den ^Schießgewehren auf Kosten anderer Leute. Sie hatten guten Grund zu ihrer Aufregung, denn der Antrag enthält nichts geringeres als die Aufforderung zur Kündigung des Gehorsams an das Militär.
Es wäre der Taktik der Führer vielleicht gelungen, über den Antrag glatt wegzukommen, ohne daß das Gros der Genossen sich seiner Tragweite bewußt geworden wäre, wenn nicht des alten Liebknecht unvorsichtiger Sohn zu dem Anträge eine Rede gehalten hätte, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Er warnte zwar davor, direkt zum Ungehorsam aufzufordern, gleichwohl aber hielt er es für geboten, „in der Richtung Aufklärung zu verschaffen", daß die herrschenden Klaffen nicht
wunderbare Fügungen.
Eine Erzählung, übersetzt auS dem Italienischen von L. Beinhorn.
9 ------ (Nachdruck verboten.)
„Sehr wohl", sagte Boursault, „nur weiter."
„Nun, morgen werden die Schema so verändert sein, daß die Endpunkte in einander laufen."
„Ah, ich verstehe."
„Es ist fast eine uamerlßtSe Veränderung, indessen wird fie genügen, daß kein Beamter ter Bank sich irren^kann "
„Ich danke Ihnen, und so auch ich nicht", sagte Bomsault.
Hi-rauf steckte rr die Scheine wieder in seine Brieftasche und reichte Herrn Billeneuve die Hand.
„Du bist also noch entschlossen, abznreisen?" fragte dieser.
-Ich muß "
„Willst Du nicht mit uns frühstücken?"
„ES ist unmöglich."
„Werde ich Dich Wiedersehen?"
„Jetzt nicht, noch h-ute abead werde ich abreifen; aber ich rechne auf das Versprechen, da» Du wir gegeben hast, ich hoffe Dich mit Deinem zukünftigen Schwiegersöhne und Deiner Tochter, der ich ehe ueberrajchung vorbereitet habe bald bei mir zu sehen."
„Welche Ueberrafchung?"
„Das ist ein Grd iwniS."
„Welches Du wich nicht wissen lassen willst?"
„Erst späier. Vergiß nicht, w e reich ine Jagd ™ meiner Heimat ist, besonders an rotlbetr Schweinen."
Billeneuve drücke herzlich die ihm dargereichte Md und nach eisigen FreuntschaftSbezeuZungen ichritt Bomsaukr, Indern ersthvor Karl de Reum Ville «erneigte, mit ruschen Schritten der Tür zu.
mehr wie heute überzeugt seien, es werde einfach geschossen, wenn an die Soldaten der Befehl ergehe, aus Vater und Mutter zu schießen. Als Liebknecht sah, daß der Antrag keine Aussicht hatte, sollte derselbe für erledigt erklärt werden „in Anerkennung der Notwendigkeit, unter der proletarischen Jugend einer systematischen Agitation für die sozialdemokratischen Lehren sich zu enthalten, in weiterer Anerkennung der Notwendigkeit, bei dieser Jugend-Agitation den Kamps gegen den Militarismus in den Vordergrund zu stellen."
Auch dieser Antrag fand Reinen Anklang, Herr v. Vollmar bezeichnete ihn noch schlimmer als den ersten. Man gebe dem Kriegsminister das schönste Material zu Anklagen gegen die Sozialdemokratie. „Ich wundere mich nur darüber, wie ein Jurist einen solchen Antrag stellen kann. Er bedeutet ganz dasselbe wie der erste Antrag, nur noch mit einer besonderen Unterstreichung." Andere Genossen gingen mit Liebknecht noch schärfer um, halten ihm „verblüffende Dreistigkeit" und „rücksichtsloseste juristische Ra- bulistik" vor und fanden die ganze Sache geradezu unqualifizierbar. Dabei hatten aber — und das ist bezeichnend — die Genossen den Ausführungen Liebknechts zum ersten Antrag lebhaften Beifall gespendet, waS fie natürlich nachher nicht hinderte, den Rednern gegen den Antrag den gleichen Beifall zu spenden. Sie waren eben inzwischen über die taktische Zweckmäßigkeit aufgeklärt worden.
Wir haben hier ein Beispiel, wieweniq es berechtigt war, wenn Bebel in Dresden erklärte, die Führer hätten demVolke zu folgen. DaS Volk habe die Marschroute vorzuschreiben. Hätten die Führer in Dresden sich nicht mit Händen und Füßen gegen den Andrang gewehrt, so säßen die Führer und die ganzePartei jetzt in der Klemme. Wir haben übrigens in der Debatte vermißt, was die Parteiführer moralisch von der Gehorsamsverweigerung halten? In Dresden hat man nur taktische Gründe walten lassen. Wie sagte doch Auer? eS gibt Sachen, die man tut, — von denen man aber nicht spricht.
Berlin, den 21. September 1904.
** Die Gerüchte über eine Miuister-Krifis beginnen von neuem. Trotz aller offiziösen Dementis soll der ,Nordd. Reichs - Korresp/ zufolge ein Wechsel im Ministerium des Innern nahe beoorstehen. Zum Nachfolger des Herrn v. Hammerstein sei Freiherr v. Wilmowski, der derzeitige Oberpräsident von Schleswig-Holstein, bestimmt. Der Kaiser habe ihm von seiner bevorstehenden Berufung persönlich Kenntnis gegeben. Der Minister v. Hammerstein ist jetzt von seinem Gute Steinhorst wieder in Berlin eingetroffen. (Wir ersüllen nur unsere journalistische Pflicht, wenn wir diese Meldung wiedergeben.)
* Die Ueberführung der Leiche des Fürste« Herbert BiSmarck und ihre Beisetzung tn der Familiengruft tn FriedrichSruh fand unter zahlreicher Begleitung statt. Der kleine Fürst Otte, ein schmächtiger blonder Knabe, schritt an der Hand des Grasen Rantzau. Der Sarg war nur mit Kränzen der Famllienmitglieder geschmückt. Kränze des Kaisers, des Staats- Ministeriums und andere wurden nachgetragen. Im Gefolge, das aus etwa 150 Personen bestand, bemerkte man den Generalobersten von Hahnke als Vertreter des Kaisers, den Reichs- kanzler Grafen Bülow, den Kriegsminister von Einem, den Hamburger Bürgermeister Burchard, eine Deputation des Offizier korps der ersten Garde-Dragoner, verschiedene Reichstagsabgeordnete, darunter Dr. Bachems als Vertreter der Zentrumsfraktion.
** Eine EriunerungSfeier für de« Grafe« Walderfee wird am 17. Oktober in Berlin alle Offiziere, welche int Chinafeldzuge unter feinem Oberkommando .tätig waren, vereinigen. Den Vorsitz beim Feste wird der Admiral Bendemann, Chef der Marinestation der Nordsee, führen. Herr Bendemann war bekanntlich während der Chinawirren Ches des Kreuzergeschwaders. Die Feier sollte ursprünglich am 12. Oktober abgehalten werden.
*— Die Frage der anderweitigen Ordnung des Militärpenfi»«Swese«S wird, wie die ,Nstl. Korr/ bestimmt erfährt, zu den ersten gehören, welche den Reichstag nach feinem Wiederzusammentritt beschäftigen sollen. — Es wäre sehr erfreulich, wenn sich diese Nachricht bestätigen würde.
§ Mit der Polenfrage soll sich die Mini» sterialkonferenz vom Dienstag befaßt haben. Es heißt, daß fie die Ausführungsbestimmungen zum Anfiedelungsgesetz betrafen und den Zweck habe», den gewerbsmäßigen Parzellenten die Durchführung der Güterzerstückelung zu erschweren. Wie sehr die Polenpolitik ihre Zwecke verfehlt hat, gibt neuerdings sogar die.Kreuzztg/ in einer längeren Auslaffuna zu. Denn auch beim An- fiedrlungsgesrtz erklärte das Blatt, es glaube zwar nicht, daß dasselbe etwas nützen werde; wenn aber die Regierung es fordere, müsse man es gleichwohl bewilligen. So dürste beim nächsten Etat der Refrain wieder lauten. Daß das Organ der Konservativen nun auch die Folgerungen aus ihren eigenen Artikel zieht, können wir nicht glauben.
* Neulich ging die Meldung durch die Blätter, daß der ehemalige Präsident des Oranje- Freistaats nach Südafrika zurückreisen und sich dort als Rechtsanwalt niederlaffen werde. Heute geht einem Berliner Blatte die Nachricht zu, daß die Formalitäten geregelt sind nnb Expräfide«t Steyn in den nächsten Tagen auf der britischen Gesandtschaft im Haag dem König Eduard den Untertaneneid leisten wirb. „Ohm" Krüger hätte bas nie getan.
)( Der Verein deutscher Großhändler in Dünge- und Kraftfutter Mitteln hat an ben Reichskanzler eine Eingabe gerichtet, in der er bittet, 1) daß das österreichisch - ungarische
Futtermittelausfuhrverbot schleunigst wieder aufgehoben, event. auf Heu und Stroh wie 1898 beschränkt wird und 2) daß bei Festsetzung der neuen Handelsverträge der bisherige Attikel 1 eine Fassung erhält, welche die willkürliche Aushebung momentan unbequemer Vertragsparagraphen ausschließt.
* Die erste zehnjährige Schutzfrist für die int Jahre 1894 angemelbeten Warenzeichen läuft in diesem Jahre ab. Wenn bas Zeichen nicht gelöscht werden soll, ist eine Erneuerungsanmeldung erforderlich. Die erste Schutzfrist endet 10 Jahre feit dem Tage der Anmeldung und nicht seit dem Tage der Eintragung. Die Interessenten, welche den bisherigen Bekanntmachungen des Kaiserlichen Patentamts vom 5. Mai 1904 vielfach nicht die erforderliche Beachtung zu schenken scheinen, haben das dringendste Interesse an der rechtzeitigen Erneuerung, zumal eine Erneuerung nach Ablauf der ersten Frist nur unter Zahlung einer besonderen Nachholungsgebühr von 10 W. (neben der Erneuerungsgebühr von 10 M.) zulässig ist.
V Berlin, 21. Sept. 1964. Der Kronprinz wird dem vernehmen nach in nächster Zeit mit seiner Brant, der Herzogin Cäcilie zn Mecklenburg, in Baden-Baden eintrrffen, um dem Großvater der Brant, dem zurzeit dort weilenden Großfürsten Michael Nikolajewitsch von Rußland, einen kurzen Besuch abzustalten. — Im Streike bei Siemens und Halske find Berständignugs- verhandlungen im Gange. Zwar ist ein Gintgungs- vorschlag der Firma von den Ausständigen abgelehnt worden, doch find die Differenzen nicht mehr derart, daß ein allgemeiner Streik zu erwarten ist.
* Der russisch-japanische Krieg.
DaS ganze Interesse richtet sich gegenwärtig auf die Vorgänge bei Mulden, wo die Japaner mit aller Kraft den Angriff vorbereiten. Die Gruppierung der japanischen Streitkräfte ist die gleiche geblieben, wie in ben Schlachttagen von Liaujang. Kuroki aoanziert auf ber Rechten, Nobzu im Zentrum und Oku auf ber Linken. Ein viertes Kontingent, aus j ugst zu Niut- schwang gelandeten Truppen bestehend, ist auf ber äußersten Linken über OkuS Position hinaus. Kuroki hat zwei Divisionen Zuwachs erhalten. Das japanische Heer vor Mukven beträgt angeblich 300000 Mann mit 850 Geschützen.
Die Londoner Abendblätter veröffentlichen ein Telegramm aus Mulden, wonach die erroarteie große Schlacht bei Mulden am Freitag bereits begannen habe. Kuroki habe mit 100000 Mann nach einem weiten Umgehungsmarsche ben Hm- fluß überschritten unb ben russischen rechten Flügel angegriffen.
Diese Lonboner Meldung scheint doch etwas verfrüht zu sein, denn ein Reuter-Telegramm aus Mnkden (stehe unten. Die Red.) meldet nur, daß die Schlacht unmittelbar bevorstehe. Zugleich haben auch die Angriffe gegen Port Arthur wieder mit Energie begonnen, wobei die Japaner große Fortschritte gemacht haben sollen.
Vom Kriegsschauplätze in ber Norbmanb- schurei wird der Russischen Telegraphen-Agentur
Allein in dem Augenblicke, als er die Schwelle überschr-iien wollte, öffnete sich die Tür und Albert trat in dar Immer.
„Vortrefflich!" rief Billeneuve aus, indem er Boursault zurück hielt, „nun sollst Du der Vorstellung nicht entgeh rn. Hier ist Albert, ich hoffe, daß Du aus den Sohu ein wenig die Freundschaft übertragen wirst, welche Du für den Vater hegst."
Bei diesen Worte» war Boursault zurückgetreten, unb während der junge Offizier einen freundlichen Gruß mit Karl von Renneville aurtauschte, beobachtete er denselben mit der größten Aufmerksamkeit.
Albert dagegen hatte fich e ft nach mehreren Minuten nach ihm hingewandt; aber kaum hatte er ihn q'.sehrn, als er von dem größten Erstaunen betroffen war.
„Nun?" sagte Billeneuve, der ihn forschend an- sah, „war geht mir Dir vor, WaS hast Du?"
Alvert hatte fich wieder beherrscht und freundlich lächelnd sagte er verlegen:
„Ich bitte Sie um Verzeihung, mein Herr, auf ditse Begegnung war iw wenig vorbereitet."
„Was soll das sagen?"
seouriaultS Blick hatte sich ve> finstert und fich dim jungen O fizier nähernd, sagte er:
„Sollte ich die Ehre haben, von Ihnen gekannt zu fein?".;
Albert schüttelte den Kops, unb vor Verlegenheit errötend, sagte er:
„Ich glaube nicht, daß ich mich irre, es schein mir —"
„WaS?" unterbrach ihn Boursault.
„Verzeihen Sie meine Dreistigkeit, «ein Herr, waren @te vorgestern nicht in der großen Oper?"
„Jawohl."
„Sie saßen ta der Loge der Prosceniums."
„Ganz recht."
.Und mben Ihnen saß eine junge D nr.e?" Boursault verneigte fich.
„To ist'-, aber ich muß mich wsndern, so genau
beobachtet worden zu sein", fügte er mit einer seltsamen Miene hinzu, „wenn es Sie interesfieren sollte, zu wissen, wer diese zunge Dame ist . . ."
„Ja, ich bitte Sie darum, sagen Eie eS mir."
„Nun, sie ist meine Frau."
Bei diesen Worten grüßte er nochmals die Anwesenden und ging tert.
Albert war wie vom Blitz gerührt. ♦ ♦ *
An demselben Tage gegen drei Uhr hielt ein Wagen auf dem Posthofe Rur Montmartre. Alsbald öffnete fich die Wagentür, und ein Passagier trat heraus, indem er die Arie auS einer beliebten italienischen Oper trillerte.
Daraus nach der Uhr sehend, zog er auS feinet Tasche ein Fünsfrankstück, und eS dem Kutscher reichend, sagte er:
„Da, nehmen Sie daS F-hrgeld) die fünfzig Centimes, welche arüber find, behalten Sie als Trinkgeld."
Der Kutscher, stchttich erfreut, wünschte dem jungen Manne glückliche Reise, unb fahr eiligst wieder von dannen.
Dieser zündete fich bann gemütlich eine Zigarre an und trat dann in daS Postbureau, wo schon eine Anzahl Reisender mit ihrem Gepäck auf die nahe be- vorfiebende Wahrt wartete.
„ES ist erst in fünf Minuten drei Uhr", sagte er zu fich, indem er nochmals nach ber Uhr sah; „ich habe also noch zehn Minuten Zeit."
Der Fremde war ein Mann von mittlerer Größe, ein wenig beleibt, aber von ungewöhnlicher lebendig- leit. Er schien jeden Passagier mit großer Aufmerksamkeit zu betrachten; in seiner Unstätigkeit hin- unb herschreitenb, blieb er plötzlich vor einem Kiffer stehen, der mit dem Namen des Eigentümers verfeben war.
„Albert Billerenve!" murmelte er, „o, den habe ich am cllerwenixfien hier erwartet; aber Geduld, mein Freund, wir wollen die Sache nicht überstürzen '
Und a.s nenn er befürchtet hätte, erkar nl zu wer
den, schob er daS Halstuch in die Höhr und hüllte sich dicht in seine Reisedecke.
„Ich möchte doch wohl wiff-n", fügte er für fich binzu, „zu welchem Zwecke der junge Seemann die Reise machen will."
ES sollte nicht lange dauern, als Albert Billeneuve in den Posthof trat unb hinter zwei Passagieren stehen blieb, von denen der eine Boursault war und die andere das anmutig« Mädchen, welches er in der großen Oper gesehen hatte.
Beide trugen in der Hand Gegenstände, mit welchen man fich gewöhnlich versieht, wenn man eine Nacht unterwegs zudringen will; sie waren sehr spar gekommen, und der alte Herr hätte kaum Zeit, nach dem Schalter zu eilen, um sich Billete zu nehmen und die Koffer expedieren zu lafftn.
Die junge Dame blieb daher einige Augenblicke allein, diese waren aber genügend, um den Plan, ben Albert entworfen hatte, zur Ausführung zu bringen. In einem Augenblicke nähert: er fich ihr, um ihr einige halblaute Worte znzuflüstern. Darauf entfernte er sich rasch, und als Boursault zurückkehtte, war er schon verschwunden.
„Wohlan", sagte d-r Fremde, auS seinem SB sM hervortt eiend, „ich will darauf wetten, diese Beil e stehen in naher Beziehung zu einander; aber wenu ich fie auch noch nicht enträtseln kann, so genügt etz mir doch, daß ich den jungen Offizier wieder erkannt habe, er wird hrffentlich ein angenehmer Reisekamersd sein, indessen will ich auch in daS Souper steigen, in welchem fich die junge Dame befinden wird, und ihr womöglich jede Gefälligkeit erweisen."
In jener Zeit, in welche : unsere Erzäblung spielt, waren die französischen Postwagen in drei Abteilungen geteilt: da- Koupee, Interieur und die Ro nvde, gleichsam wie auf der E senbatzn, wo drei W< %n>-- klossen best-hen od-r tote die geistigen Anschauungen fich ia b ei Regionen bilden: daS ParadirS, ba6 eeg- seuer unb die Hölle.
litte Rotunde tret die Hölle. WaS das Im-