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unb gtiertage. Viertel« j8brl.Be$ug$pret« ohne Brtngerlobu nnb Beltelgelb in Julba unb auswürt« 1 Mk. 50 psg-
verantwortlicher rqriftleiter:A.Vebler für bie Inserate 3. parjeüer in Zulba.
Huldaer W Zeitung
roodjenbeuage: „3lluftrierte Sonntag$3ettnng" Momüsbeilage: „Sulbaer Geschichtsblätter".
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Druck unb Verlag ber gulbaer Aetlenbruckerei i« Zulba (Harmonie). Zernsptecher Nr. 9.
JS 211.
$ulöa, Donnerstag, den 15. September 1904.
31. Jahrgang.
3
Deutscbes-Bcich.
L. Beinhorn.
------(Nachdruck verboten.)
wunderbare Fügungen.
«ine Erzählung, übersetzt auS dem Italienischen von
Berlin, den 14. September 1904.
* Als Grund der Er»ord»vg der devt- sche« Missionare in der Neuguinearnission hat ein durch seine Katholikenfeindlichkeit be« rüchtigteS englisches Blatt angegeben, daß der Vorsteher der Mission Pater Rascher einen Eingeborenen habe durchpeitschen lassen. Der Eingeborene, dem die Scheidung von seiner Frau — um eine andere zu nehmen — wie es selbstverständlich war, verweigert worden, habe diese getötet und sei dann mit einer andern in der Miffionsstation erschienen und hier nun habe Pater Rascher ihn zur Strafe auögepeitscht. Mit wahrem Wohlbehagen fallen nun religtons- feindliche Blätter über diese Meldung her und schlachten sie in einem Sinne, der jedes anständige Blatt mit Ekel erfüllt. Allen voran sind wieder, wie bei allen solchen Ereignissen die reformjüdischen Organe des Rudolf Moffe: das .Berliner Tageblatt' und die .Volkszeitung', die ja in ihrem Christenhaffe keine Grenzen kennen. Jedes anständige Blatt würde doch solche Nachrichten mit Vorsicht aufnehmen, so lange nicht verbürgte Nachrichten über die Ursache dieser Metzelei vorliegen. Wir möchten diesen Blättern nur eines zn bedenken geben: Pater! Rascher ist ein sehr genauer Kenner der Sitten und Gebräuche der Eingeborenen — hätten sie da nicht sich sagen müffen, daß ein solcher Mann auch wiffen werde, wie Eingeborene, auch Verbrecher, zu behandeln leien? Aber der blinde Haß gestattet kein Nachdenken. Uebrigens liegt auch noch eine andere Lesart über die Entstehung des Blutbades vor. Danach bestand zwischen den Küstenbewohnern und den ' Baining eine Art Hörigkeitsverhältnis, so daß dieBaintng ohne Gegenleistung Schweine und Früchte liefern und Arbeiten verrichten müffen. Dafür entgingen die Hörigen dann dem Los, gefreffen zu werden. An der Küste wurden mehrere Baining befreit und 11 von ihnen der Mission übergeben. Diese Sklavenbefreiung soll dann den Grimm der Eingeborenen entfesselt haben.
* Einer Entscheidung näher gerückt erscheint die Frage der Einführung der staatlichen Pen- fions- und Hinterbliebeueu-Versicheruua für Privatbeamte, für die sich in den Kreisen der Privatangestellten eine lebhafte Bewegung geltend gemacht hat. Ehe aber auch diese Frage eine gesetzgeberische Lösung findet, wird es sich darum handeln, die nötigen statistischen Unterlagen zu gewinnen, für welchen Zweck man die Ergebniffe der nächsten Berufszählung wird abwarten müssen, da die bisherige Berufs- und Gewerbezählung den Stand der Prioatbeamten als solchen nicht für stch erfaßt und sonach erst hinsichtlich des Kreises der in die Versicherung einzubeziehenden Personen Klarheit geschaffen werden muß. Der Bewegung dürfte aber ein Erfolg nicht versagt bleiben, zumal sie von den
sprechen dürfe». Verhalten Sie sich also nicht ruhig, so werde ich fortgehe» massen, wenn ich nicht Bor-
I würfe erhalten soll."
Albert machte eine flehende Bewegung.
„Nun dann werde ich schweigen, Fräulein", sagte er hastig, „ich will ganz ruhig liegen und Sie nur ansehen. — Dieses wird mir doch nicht verboten sein, nicht wahr?"
Bei diesen Worte» überflog eine leichte Röte Helenens Wange»; ohne zu antworte», fitzte sie fich neben das Bett, in welchem der Kranke ruhte, und ergriff eine Handarbeit.
Albert blieb in der Betrachtung des anmutige» Mädchens versunken, während Helene bei ihrer Arbeit ängstlich ihre Blicke auf ihn richtete, um in jedem Augenblick bem Leidenden ihre Sorgfalt und Pflege gewähre» zu können.
Nach einem Weilchen trat Tom in das Zimmer. Albert erkannte ihn sofort an feiner Pelzmütze, an seinem rauhen Barke und an seinen blitzenden Augen, welche wie Kohlen funkelten.
Tom warf beim Eintreten einen Bl- ck auf Helene; al» er sich etwas entfernt von dem Bette und so tätig bei der Arbeit fand, schien er zufrieden zu sein.
„Schon gut!" sagte er; „ich sehe, daß meine Anweisungen erfüllt werden, und ich daÄe Ihnen dafür. Vergesse» Sie nicht, Fräulein Helene, was die alten scandinavischen Dichter sagen: den Gast muß man wohl pflegen, nicht befragen, nicht belästigen."
„Demnach find Sie zufrieden und ich kann fort- g hen?" fragte Heleae mit schelmischem Lächeln.
„Ihr Vater erwartet Sie."
Helene machte Albert ei» Zeichen, welches sogen wollte: „Auf baldige» Wiederseoen."
Während dessen hatte Tom sich dem Verwundeten genähert.
„Und Sie, mein jung-r Offizier?" fragte er sanft, „geht er Ihnen heute mcht besser?"
Albert erhob stch eia wenig in seinem Bette.
„Wenn man mir erlauben wollte," antwortete er,
schickltchkeit nachsogt. Zumal, wenn nicht behauptet wird, daß er bewußt und absichtlich märchenhaft ungeschickt gewesen sei.
> Sympathien der breitesten Oeffentlichkeit getragen wird.
* Ei« Handwerks- «nd Gewerbekammertag ist in diesen Tagen in Lübeck abgehalten worden. Ec sprach sich aus für die Einführung des obligatorischen Befähigungsnach- weifi s für das Baugewerbe, eine größere Ausdehnung der durch den Meistertitel zu erwerbenden Rechte und verlangte die Zulaffung nur solcher Bewerber bei beschränkten Submissionen, welche zur Führung des Meistertitels berechtigt sind. Ferner beschloß der Handwerks- und Gewerbekammertag die Bildung einer Kommission, welche den Befähigungsnachweis für das ganze Handwerk ventilieren soll. Einstimmig arge- nommen wurde eine vom Zentrumsabgeordneten Metzner empfohlene Resolution zum Schutz des Gesellentitels. Wer die Gesellenprüfung nicht ablegt oder sie nicht besteht, oder „wegen fittltcher Unreife" auf eine gewisse Zeit von ihr ausgeschlossen wird, soll bis zur Dauer eines Jahres nachlernen. Beschlossen wurde, den Reichs- und Staatsbehörden eine Reihe von Forderungen über die Beteiligung von Beamten an Konsumvereinen zu unterbreiten. Insbesondere soll den Retchsbeamten die Beteiligung an der Verwaltung und Gründung von Erwerbs- und Wirlschaftsgenoffenschaften verboten werden, „mit denen nachweisbar eine Schädigung der Interessen anderer erwerbstätigen Beoölkerungs- kreise verbunden ist." Gleichzeitig wurde auch noch eine Resolution auf Förderung des Genossenschaftswesens angenommen.
0 Eine Delegiertenkonferenz der Mittelstandsvereine, der Organisation zur Wahrung der Jniereffen der Handwerker und Kleingewerbetreibenden der einzelnen Berufe, wird am 16. Oktober in Berlin stattfinden. Abg. Hammer (kons.) wird über Die „Erhöhung der WarenhauSstener", Prof. Dr. Sucholand über die „Bekämpfung der Konsumvereinsgefahr" sprechen. Schließlich soll noch die Schaffung einer dauernden Organisation zum Zusammenschluß der Vereine zu gemeinsamem Vorgehen versucht werden.
* Fürst Bismarck erhielt wegen heftiger Schmerzen mehrfach Morphium-Einspritzungen; er schlief am gestrigen Tage viel. Wie es heißt, wirdProfeffor v. Norden nicht nach Friedrichs- ruh zurückkehren können, da er eine Reise nach Frankreich antreten müsse. Dr. Reichert wellt beständig bei dem Kranken. Profeffor Schwen- n i n g e r ist am Mittwoch nicht wieder ein geltoffen.
**• „Märchenhafte Ungeschicklichkeit." We^en des Ausdrucks „märchenhafte Ungeschick- lichkeit" (in Sachen des Prozeffes des Zaren) war gegen den Redakteur der «Königsberger Volkszeitung', Marchionini, Strafantrag wegen angeblicher Beleidigung des Ersten Staats- arwalts gestellt worden. DaS Verfahren ist jetzt eingestellt worden. Solange nicht der amtliche Nachweis gelingt, daß zu den amtlichen Verpflichtungen eines Staatsanwalts eine „märchenhafte Geschicklichkeit" gehört, solange wird eine Klage auf Beleidigung wenig Aussicht auf Erfolg haben, wenn man ihm märchenhafte finge«
• Der russisch-japanische Krieg.
In der Mandschurei herrschte bis zum Dienstag noch immer Waffenruhe. Kuropalkin soll am Sonntag über seine vollständig erschöpften und schäbig ausgerüsteten Truppen eine Revue abgehaltku und sogar Photographien einzelner besonders mitgenommener Truppenteile haben anfertigen kaffen, die als traurige Beweisstücke von dem Zustand der „erfolgreich zurück- gegangenen" Armee dem Zaren übermittelt werden sollen. Aber auch den siegreichen Japanern tut eine Auffrischung not. Ihre Reihen find sehr gelichtet und der Hunger war so stark, daß beim Einrücken der Sieger in Liaujang zeitweilig die Disziplin versagte und Plünderungen rorkamen.
Dem .Daily Telegraph' berichtet fein Korrespondent, der bisher im japanischen Hauptquartier weilte, die Japaner hätten bei Liau- jang eher 30 000 als 17000 Mann verloren. Der Korrespondent fügt hinzu, für die Behauptung der Verwendung von Dum-Dum- Geschossen seitens der Ruffen sei keinerlei Beweis erbracht. Nach demselben Berichte soll Marschall Oyama in Liaujang erklärt haben, General Kuropatkin müffe trotz seiner Hartnäckigkeit in schwieriger Lage sein und einsehen, daß er das Spiel verloren habe.
Vo» «e«e« russische« Rüstungen wird in einem Wolff'schen Telegrc mm aus Petersburg wie folgt berichtet: Der Kaiser hat die Reservemannschaften von 22 Kreisen der zum Militärbezirk Odeffa gehörenden Gouvernements Cherson, Bessarabien, Jekaterinoslaw und Taurien, sowie im ganzen Reiche eine Kategorie Reserveoffiziere zu den Waffen einbervfen. — Wie der ,Schief. Ztg.' von der russischen Grenze berichtet wird, sind nicht nur die Rekruten, sowie die Reservisten und Landwehrleute der einzelnen, die schlestsch- posen'sche Grenze berührenden russische polnischen Distrikte, zur Fahne einberufen worden. Besonders hart von dieser Maßregel werden die Sachsengänger betroffen, welche in der verflossenen Woche im Auftrage der vom Ministerium instruierten Kreischess durch die zuständigen Goniny Wojts (Gemeinevorsteher) eine in russischer und deutscher Sprache abgefaßte schriftliche Aufforderung erhielten, sich am 15. September d. I. (2. September nach russischem Datum) am Wohnsitze des Naczelnik (Landrats) zu gestellen. Es find darunter Leute, die das 40. Lebensjahr schon überschritten haben.
liebet die Schlacht von Liaujang ist rem Reulerschen Bureau von seinem Korrespondenten, der den letzten Kämpfen auf russischer Seite beiwohnte, am Dienstag aus Tientsin folgender Bericht zugegangen: Als die Japaner rie Ruffen von den Schansanpo Bergen vertrieben, wurden die große Entbehrungen leidenden russischen Soldaten in Liaujang, die einsahen, daß die Stadt fallen mußte.
„Wer ist Tom?" fragte Albert.
„Derjenige, welchen Gott zu Ihrer Hilfe geschickt «nd der S:e hierher geführt bat."
„Ihr Vater ohne Zweifel?"
„Nein, mein Herr."
„Ihr Diener?"
„Eben so wenig."
„Was ist er denn?"
Tom ist wie ein Vater für mich, er ist mir ein aufrichtiger Freund.
.Aber Sie selbst. Sie?"
«Fragen Sie mich jetzt nicht. . . später werde tch Ihnen darauf anworteu. Genüge ei Ihnen, zu wissen, daß Sie fich in dem Hause eines Manne» befinde», der die Pflichtrn der Gastfteundsckast kennt m»d für Ihre Gesundheit die nötige Sorgfalt und Rückficht nehmen wird."
„Darf ich nicht nach Ihrem Namen fragen ?
„Ich heiße Helene."
„Sind Sie au» diesem Lande?"
„Nein, mein Herr."
„Sind Sie in Frankreich geboren?
„Ich weiß e» Mcht. Ich bin sehr jung hierher j gekommen. Alle-, was fich in meiner früheste» Jugend ingetragen hat, liegt vor mir verhüllt, es wmde mir nicht gestattet, danach zu forschen."
„Das ist seltsam "
Helenen- Gesicht verzog fich zu einem schwerwütigen Lächeln.
„Es klingt vielleicht hart", antwortete sie, „aber 7®®'ter sg gHt wie ein Arzt ist, hat Ihren Zustand «-prüft und erklärt, daß Sie so wenig wie möglich |
„so würde ich aufstehen und mich meinem Wirte vorstellen."
„Genug, genug, darqn dürfen Sie jetzt noch nicht denken. Sie haben uvS viele Sorge und Kummer bereitet, ei gab Augenblicke, wo ich glaubte, daß wir Sie nach Thingvaller schaffen müßten."
„Thirgvaller?" antwortete Albert, was für ein Ort ist das?"
„Dort begraben wir unsere Toten. Seit acht Tagen find wir Ihretwegen in fortwährender Besorgnis gewesen."
Albert blickte seinen Wohltäter verwundert an, indem er mehrere Male die Stirn mit der Hand berührte.
„Wie, waS," rief er au», „so lange bin ich schon hier?" ,
„Es werden vierzehn Tage fein. . . . Sechs Tage agen Sie in fortwährendem Delirium, seit acht Tage» halte fich eine gänzliche Erschlaffung der Nerve» eingestellt ... erst gestern ist eine merkliche Besserung eingetreten."
Bei diesen Worten war Albert von tiefem Schreck erfüllt.
„Aber die Artemisia?" stammelte er,.....
„meine Kameraden, meine Freunde, was haben sie von mir denken müssens"
Tom zuckte mit den Achseln.
„DaS Unglück, welcher Sie berrrffen hat, genügt vollkommen, um Sie zu rechtfertigen, und wenn Sie >rm Wundarzt an Bord Ihre Wunden zeigen werden, o wird er fich wundern, daß Sie der Gefih- entronnen find."
„Und waS soll ich jetzt tun?"
„Jetzt müssen Sie Ihre Kräfte sammeln; Sie müssen fich nach wie vor verpflegen lassen: vielleicht wird eS uns alsdann gelingen, Sie binnen acht Tage» nach dem Hospitale in Rettzavik sch- ff en zu können."
„Ach, wie viel Dank bin ich Ihnen und der jungen
1 Dame schuldig," erwiderte Albert nach einer längeren Pause; nie werde ich Ihren Namen vergessen. Soll
zügellos und fingen an, die chinesische" und europäischen Läden zu plündern' Was sie nicht gebrauchen oder mitnehmen konnten, vernichteten sie; sie öffneten mit dem Bajonett Ballen, Säcke und Kisten und streuten den Inhalt auf der Straße umher. Die Russen erbeuteten dabei viel Branntwein, betranken sich und begingen dann noch weitere Ausschreitungen. Ais die Russen sich zurückziehen mußten, setzten Trupps von chinesischen Soldaten die von den Russen ange- sangene Plünderung sott. Als die Japaner nach fünftägigem Gefecht, während dessen sie nichts zu essen gehabt hatten wie trockenen Reis, eintrafen, vollendeten sie die Plünderung, und da die Läden schon ausgeraubt waren, krachen sie in Prioathäuser ein. Jetzt sind die Soldaten aus der umwallten Stadt herausgezogen; die Stadt ist verboten worden und sie dürfen sie nicht ohne besonderen Erlaubnisschein betreten.
W. Petersburg, 15. Sept. 1904. Die Abfahrt der Ostseefkotte ist im letzten Augenblick um mehrere Tcge verschoben worden, namentlich infolge des Ausbleibens gewisser Nachrichten aus Ostasien. Wie verlautet, wird die Flotte nunmehr vor der Abfahrt einen längeren Aufenthalt in Reval nehmen.
W. Petersburg, 15. Sept. 1904. General Stössel meldet an den Kaiser unter dem 28. August neuen Stils: In der Nacht zum 27. August machten die Japaner um 3 Uhr früh während eines sehr heftigen Gewitterregens von neuem einen Versuch, unsere Stellungen aus dem linken Flügel, sowie ein Fort und die Udjantschanberge anzugreifen. Der Angriff wurde auf allen Punkten zurückgeschlagen. Unsere Verluste sind unbedeutend; 3 Mann wurden getötet, 2 Offiziere und 98 Mann verwundet. Die Verwundeten find alle geborgen und genießen eine sorgfältige Pflege. Die Leichen der Japaner wurden von uns fortgeschafft. Der Gegner hinderte uns aber daran und feuerte auf die unter der Flagge des Roten Kreuzes ausgesandten Sanitätssoldaten.
W. Petersburg, 15. Sept. 1904. Wie General Stössel an den Kaiser unter dem 2. Sept, ferner meldet, griff der Feind in der Nacht zum 2. September den Hohen und den Langen Berg, sowie die benachbarten Befestigungen an. Gleichzeitig beschoß die seindliche Artillerie sowohl diese Berge wie die genannten Befestigungen. Die vordersten feindlichen Schützenketten wurden durch Späher rechtzeitig bemerkt und auf die Schützenketten wie auf die Batterien des Gegners Feuer eröffnet. Die den Schützenketten folgende feindliche Kolonne geriet auf selbsttätige Flatterminen; viele flogen in die Luft.
e» mit den» nicht bergönnt fein, meinen Dank auch dem Vater abzufiatten?"
„Dem Vater?"
„Ja, bin ich denn nicht in feinem Hanse?"
„Gewiß; aber persönlich werden Sie ihm bat Dank niemals abstatte» können."
„WaS wollen Sie damit sagen?"
„Hat Ihnen Fräulein Helene den Namen gesagt ?" „Ätättlein Helene hat mir nichts gesagt."
„Sie wiffen also nicht, daß sie in dem Hause be» Nial-Saga, der Aussätzigen find?"
Albert konnte eine innere Bewegung de» Schrecken» nicht unterdrücke».
„Ein Aussätzig«! tief et auS. „Ich habe falsch verstanden, eS ist nicht möglich."
Tom ichüttelte de» Kopf.
„Ich habe Ihnen die Wahrheit gesagt," antwortete er, „jetzt werden Sie bei ft hen, warum Nial-Saga ich von den Fremd m entfernt hält, welchen er Gast- reundschaft gewährt?"
Albert empfand ein Gefühl, über welcher er sich m dem ersten Augenblick nicht Rechenschaft zu geben wußte, aber als bald darauf Helenens lieblich-S Bild vor feinen Geist trat, da erfüllte ein Gefühl ber Wehmut fein warmes Herz.
„O, Unglückliche," rief er verwirrt unb schaudernd aus.
„Welch trauriges Dasein! Verkünde t Sie, mein lieber Tom, dem armen Mann meinen Schmerz, daß ich fei» Haus verlassen soll, ohne ihm persönlich meinen Dank für die mir erwiesene Gastfreundschaft abstatten zu können."
Tom reichte ihm freundlich die Hand und versprach ihm, seinen Auftrag so bald wie möglich vermitteln zu wollen.
Albert hatte bei dem Sturze eine bedeutende Vet- etzung erhalten; allein lei seiner Jugend toar bie» elbe bald geheilt. Nach Verlauf von noch einer Woche war er gänzlich wieder hergestellt.
(Fortsetzung folgt)