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Mda, Freitag, den 9. September 1904,

31. Jahrgang

Ne Tochter des Verbannten

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®te betrat die große ®L»fct Moskau; ei war tm

erstes Liste

Deutscher «eich.

Berlin, den 8. September 1904,

** 3“t »tage der geistlichen Schul- aufstcht veröffentlicht die .Kreuzzig.' ein Ein- gqaubt aus der Feder eines Orts- und Kreis-

^tpkklvrs, welches ffch gegen die in rhsinffchen . yuururjigee iinv, eoen-

P m" taut gewordene Auffassung wendet, falls von den Boteilen Gebrauch machen die daß das Verhältnis zwischen Pastor und Lehrer ihnen jene mit Staatsmitteln arbeitenden' Be- etn defferes fein werde, wenn ersterer nicht mehr ' ' - '

Vorgesetzter des Lehrers wäre. Nach der Er­fahrung des Einsenders soll gerade das Umge­kehrte der Fall fein. Der betreffende Artikel schließt: „Sollen die Volksschulen Pflanzstätten der Kirche bleiben, so kann die Arbeit an der Schule für das geistliche Amt, so große Auf­gaben fie auch stellen mag, keineswegs hinderlich sondern sie wird vielmehr in jeder Hinsicht gerade förderlich sein."

Die Beute zuck.en die Achs l« und antworteten mit einem mitleidigen Blicke: „Wie, arme» Mädchen weißt Du nicht, daß Al xrnder nach Moskau zu seiner Ktönuug kommt?"

sind. Bevor bei uns eine gesetzliche Regelung der Materie zustande gekommen ist, hat der Staat dem Mangel an billigen und gesunden Wohnungen zu einem Teile dadurch abhelfen wollen, daß er zunächst für seine eigenen kleinen und mittleren Beamten gesorgt hat. Das ,Ber liner Tageblatt' weist nun auf eine neue mit dieser staatlichen Fürsorge verbundenen Schwierig­keit hin. Es fag;, es kämen Fälle vor, daß Beamte, die gleichzeitig Hausbesitzer find, eben­

genommen werden. Auf der anderen Seite darf man aber aus dem Titel „Hausbesitzer" nickt ohne weiteres in allen Fällen den Rückschluß ziehen, daß mit ihm reiche Mietserträtze ver­knüpft find. Eine Erhebung würde sich also auch auf diese Snte hin zu erstrecken haben. Würde eine solche Enquete ergeben, daß in weitem Um­fange Beamte, welche aus ihren Häusern einen erheblichen Mietszins ziehen, zur Steigerung dieses Mietszinses die staatliche Fürsorge in An­spruch nehmen und damit andere bedürftigere Beamte von der Wohltat dieser Wohnungen aus- schlöffen, so würde allerdings ein Mißbrauch vorliegen. Diejenigen Beamten, welche wegen ihrer pekuniären Lage auf Wohnungen, die mit dem Gelds des Staates gebaut sind, nicht ange­wiesen find, denen aber das Wohnen im eigenen Hause M teuer kommen würde, müßten sich sonst» i wo billigere Wohnungen mieten. Wir verhehlen

\ uns aber nickt, daß, da bei dieser Frage die I persönlichen Verhältnisse der Beamten die ent- scheivende Rolle spielen, ihre Behandlung mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist.

** In der Frage des Ausscheide«- des । Freiherr« von Hammerstein ans dem Ministerium des Inner« wird dem,Berl. Lokalanzeiger' „von unterrichteter Seite" nochmals bestätigt, daß der Oberpräsident von Hannover Dr. Wentzel als Nachfolger des Ministers v. Hammerstein, der feine Entlassung bereits ein. gereicht haben soll, in Aussicht genommen fei. Die Ernennung Dr. Wenzels werde schon in den nächsten Tagen amtlich bekannt gemacht werden. Die Bestimmtheit dieser Nachricht wird aber wieder in demselben Atemzuge eingeschränkt durch j die weitere Bemerkung, man dürfe jedoch nicht außer acht lassen, daß derartige Personalfragen häufig noch in letzter Stunde eine andere Lösung fänden, wie selbst in unterrichteten Kreisen an­genommen werde.

nach ihrer Pfeife tanzen müßte? Wer die rat- sachlichen Verhältnisse ruhig ü-,erblickt, wird dies- Frage schwerlich bejahen wollen. Dann dürfte e« aber auch Zeit feilt, den anspruchsvollen Elementen, welche stch die allzuweit getriebene Nachsicht der .Alten" in so bedenklichem Maße ba^en zu Nutze machen können, ruhig, aber energisch den Standpunkt klarzumachen.

teilen aufgedeckt, welche mit der Beschaffung von billigen uns den modernen hygienischen An­schauungen entsprechenden Wohnungen verbunden

' ver russisch-japanische Krieg.

. Erfolg der Japaner bei Liaujang kein vollständiger war, geht jetzt auch aus einem amtlichen Bericht des Marschalls Oyama hervor, I der am Dienstag in Tokio eingegangen ist und I bestätigt, daß es Kuropatkin mit einem großen geschlagenen Armee gelungen ist, nach Norden zu entkommen. Immerhin ist die japanische Siegesfreude mit Recht groß, auch ist eS noch gar nicht au« geschlossen, daß bei dem eiligen Rückzug der Russen und dem stetigen Nachdrängen der Japaner doch noch erhebliche Teile der russischen Armee von den Siegern zur Kapiiulation gezwungen werden können.

Der «e«e Kommandant des Port- Arthnr - Geschwaders. Die schweren Kata- strophm, die die russtscke Flotte in Ostasten betroffen haben, haben natütlich zu durchgreifenden Aenderungenin den testenden Kreisen geführt. Ganz besonders hatte sich Fürst Uchtomskt die Ungnade des Zaren zugLzogen, weil er einen gegebenen Befehl nicht nur nicht ausgeführt, sondern ihm direkt ent­gegen gehandelt haste. Fürst UchtomSki sollte bekanntlich auf jeden Fall die Bereinigung mit dem Wladiwostok-Geschwader erziel n — der Befehl sagte: um jeden Preis — statt dessen kehrte er nach Port Arthur zurück. Infolgedessen ist er bereits abgesetzt und wird in nächster Zeit

Da« iunqe Mädchen fühlte feine Müdigkeit nicht «ehr, die Hoff-mng haue lär Kraft verliehen Sie beZüd sich leichten SSrit er auf den Weg nach Pok- jjt fand bald die Wolga wieder, die bei diesem Dorfe eine Biegung macht und die Mauern rines armen Klosters bespült.

„Der Kaiser hält ohne Zweifel seinen Einzag in Moskau," antwortete man ihr.

»Wie", sagte fie erstaunt, „ist der Kaiser nicht in Ptersburg?"

das wir besitzen, teilen wir mit dir; du drst armer a:S wir."

Eine wahre Geschichte.

------ (Nachdruck verboten.)

Feodora faltete außer sich dir Hände. Der Himmel kam ihr zu H lse, er schickte ihr den Monarchen en;« a gen, der in seinen Händen das Schicksal ihrer Eltern hielt. Er fügte e#, daß fie gerade zu einer Zeit der nationalen F-enden rnlom, wo doS Herz der Könige die Strenge und selbst die Gerechtigkeit zum Schweigen bringe, un; rut Miide walten zu lassen.

. • < „ »O. meine heben El ern," sprach fr, indem fie

aber fie sprachen, sich »ach der Gegend der Berbannung binwandte, *—;*r “• 1 könntet ihr hören, w:e o-ückl ch eure Tochttr ist!"

März des Jahres 180 t, und Feodora glaubte nun, dah alle ihre Mühen ein Ende gefunden, und konnte stch nicht denken, daß fie noch weitere Beschwerden zu bestehen hab.-.

Beim Eintritte in die Stadt sah fie stolze, mit fürstlicher Pracht eingerichtete Paläste, und in der Nähe derselben schmutzige Hutten, die jedem Winde Einlaß gewährten. Auch sah fie $o volksreiche Straß n, daß fie kaum durch die Menge stch hindurch zwängen konme. In geringer Entfernung traf fie Bäume und H'fi de, so daß fie sich auf freiem Felde zu befinden | glaubte Sie ruhte sich einen Augenblick auf der großen Promenade, einer Allee von Birkenbäumen au#. Zahlloffe Menschen spazierten dort und unterhielten sich übet die bevorstehende Frier der Krönung.

Die großen Glocken d-ö Domes erschallten ohne Unterlaß und von allen Enden bet Stadt stimmten andere Glocken mit ein und die in Zvvchenpausen einfaHenben Kanonenschüsse waren kaum vernehmbar inmitten des gewaltigen Lärme#, wovon biefe große Stadt widerhallte. Je mehr man sich dem Platze de# Kreml näherte, wurde dec Tumult und das Menschengedränge immer stärker.

Große Feuer brannten dort und Feodora ging darauf zu und setzte stch furchtsam in deren Nähe hin, vor Kälte unb Ermüdung erschöpft Sie war bea stanzen Tag auf den Beinen und ihre Freude vom Morgen fing an sich in Trauer zu verwandeln. Sie hatte zwar, indem fie die zahllosen S'.raßen MoSkau's dmch-.vanderte. prächtige Häuser geseden, aber b-sher noch keine Z fluchtsstdire gefunden. Einer unzählig-« Menge M-vtchen war str begegnet aus allen Ständen und Nationen, hatte aber leinen Beschützer gefunden, der sich ihrer angenommen.

Die Nacht brach an und die Kälte wurde immer empfindlicher Die arme Feodora Hane de» ganzen Tag nicht» geg-sscn, und wußte nicht, was fie anfangen wllie. Sie > cjte auf allen G:°ck-t-»- n lesen, ob fir Niemond.'n fände, bi „ itiets tut. ih. . a?tn

Indessen ertönten von allen Seiten die Glocken Überall hörte Feodora den Namen des Kmsei» er­schallen. Kanonenscküsse von Moskau her erschreckten

amtsnwohnungsvereine dar bieten, und fügt hinzu: -Das heißt doch wirklich den Sinn jener staat­lichen Fürsorge in sein Gegenteil verkehren und die Wohltat geradezu in eine Art von Plage umzuwandeln, ein Plage nämlich für die Steuer­zahler, aus deren Taschen die Mittel fließen, die jenen Bauvereinen gewährt werden." An diese Möglichkeit habe man aber nicht gedacht. Es müsse ein Mittel gefunden werden, um einem derartigen Mißbrauch ein- für allemal einen Riegel vorzuschieben. Diese Frage hat sowohl für die Beamtenkreise, wie auch für die Oeffmt- lichkeit ein besonderes Interesse. Der Staat kann unmöglich für alle feine unteren und mittleren Beamten Wohnungen beschaffen. Des-

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Endlich ist Feodora auf dem Wege nach Moskau Sie wunderte fich über die ankergewöhnkiche Be­wegung, die fie dort bemerkte, über die Menge der Wag-n, Schlitten, Männer, Frauen, Leute jcgiichen Standes. Je weiter fie kam, um so zahlreicher wurde die Menge. Ja dem Dorfe, wo fix anhielt, fand fie alle Häuser voll Menschen, die einen sehr kleinen Platz um so hohen Preis bezahlten, daß dar unglückliche Mädchen, das nichts z» geben halt«-, nur sehr schwer eine erhalten konnte, um fich vor Schnee und Sturm zu schützen.

I eine Auswahl getroffen werden. Neben der Führung des betreffenben Beamten kann nur die Erfüllung der Voraussetzung in betracht kommen, daß er bei feinen Bezügen auf eine billigere Wohnung angewiesen ist, als daß er sie gemeinhin haben kann. Wenn nun Beamte, die selbst Hausbesitzer find und einer solchen staatlichen Fürsorge nicht bedürfen, | sich um derartige Wohnungen bewerben und sie erhalten, so ist es ganz klar, daß andere dürftigere Beamte zugunsten jener Bscmterr der staatlichen Fürsorge verlustig gehen. Hierauf muß aller­dings das Augenmerk des Staates und des Par­laments hingelenkt werden. Aber die Frage ist hier die, in welchem Umfange hausbefitzende Be­amte nun mit Hilfe des Staates gebaute Wohnungen erhalten. Das ,Berl. Tagebl.' ver­weist gegenüber biefer Frage auf eine Notiz im Briefkasten der „Baugenossenschaft", der Zeit­schrift des Beamtenwohnungsoereins in Berlin. I" derselben heißt es: „Herr expedierender Sek­retär W-! Selbstverständlich kann Ihr Herr Amtsgenosse Mitglied bei uns werden, obwohl er Hausbesitzer ist. Wir haben unter unseren Genossen eine große Zahl von hausbesitzenden Beamten, ja selbst unter unseren Mietern m- hrere, dir es vorzieiren, in unseren VeremsbSuse-n schön und billig zu wohnen und ihre Wohnung im eigenen Hause zu vermieten " AuS der Notiz geht hervor, doß derartige Fälle nicht vereinzelt sind, und es wäre angezstgt, wenn der Staat eine Erhebung darüber veranstaltete, in wie weitem Umfange die Beamtenwchnungsvereine durch hausdesihende Beamte als Mieter in Anspruch

rrscheint täglich, mit T /

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Verantwortlicher W ▼ v

5christleiter:L.wetzler für die Znserate

3. panei« t« llulda. Wochenbeilage: „Illustrierte Zonntagszeitung"

* Bo« de« Juugliberalev. Während die «Köln. Ztg.' an die Alten in der national- liberalen Partei und namentlich an die Fraktion | die Mahnung richtet, bei der bevorstehenden Beratung über die Gchuldoiations Vorlage den „Richtlinien" der Jungen entgegenzukommen, be­merkten die,BerI. Reuest. Nachr.' die ebenfalls der nationalliberalen Partei angehören, die Be­deutung der Jungliberalen ganz anders. In Uebrreinstimmung mit der Auffassung, welche wir neulich bezüglich der Leipziger Resolution zum Ausdruck gebracht haben, meint das Blatt, daß die Erwartung, eS werde die Fraktion fich auf den Boden der Resolution stellen, oder, falls die Regierung eine dem Schulkompromiß ent­sprechende Vorlage einbrächte, diesem Kompromiß untreu werden, identisch fei mit einer Beleidi- gung der Fraktion. „Die nationalliberale Partei ist und bleibt durch bas Drängen der I Jungen" vor die Frage gestellt, ob fie die! Traditionen praktischen Handelns aus der letzten Zeit ihrer großen Vergangenheit abschwören und fich vom Grund auS umwandeln lassen will. Ist denn die Organisation der sog. natio» nalliberalen Jugend wirklich von so durch­schlagendem Gewicht, daß die Gesamtpartei I

Zum Kapitel der deutsche« Arbeits- lammet« bringt die,Nordd. Allgem. Zeitung' einen offenbar inspirterten 2 Spalten langen Ar. tikel, worin sie sich unter Anknüpfung an die be- tiu der I nmutreii zycumzen Woynungen oesTüften. Bes- d^e Absichten der nThfintä'T* 1904 halb muß hinsichtlich derjenigen Beamten, welche L,-mLL?mi.°EwiKch^^ I -?.baL®“6 mS,

kationen beschäftigt, die in letzter Zeit erschienen find. Die eine rührt her von Franz Dochs in Sckmollers Jahrbuch für Gesetzgebung, die anbee von Dr. Bernhard Harms, Privatdozent für Naturalökonomie und Statistik an der Universi­tät Tübingen. Von Interesse erscheint uns in btejem Artikel folgender Passus: „Gegen die Ar- beitskamwern wird nun allerdings der Einwand erhoben, daß sie zur Stärkung der Macht der sozialdemokratischen Gewerkschaften beitragen wür­den. Hiergegen wendet der Verfasser (Harms) ein daß ei n ausgesprochener Zug zur Sleutrali- lat sich in der Gewerkschaftspresse überall geltend mache. Und diesen gelte es zu unterstützen. Die Arbettskammern würden viernach die Möglichkeit der Umgestaltung dieser Organisationen in dem Sinne bedeuten, daß fie fich ausschließlich beruf­lichen Interessen zuwendsn. Mr möckten hierzu doch ein großes Fragezeichen setzen. Kann fein, daß eine derartige Entwickelung eintritt, sicher ist es eher nicht. Rückfälle einzelner Gewerk­schaften in für überwunden gehaltenen Bestre­bungen haben wir erst neulich erlebt. Bei der Personalunion zwischen soziatdeMokradscher Partei j und Gewerkschaften sind Ueberiafchungen unan­genehmer Art doch keineswegs ausgefchloffen." I

** Die Wohnungsfrage gehört bekannt­lich zu einem der schwierigsten Probleme unserer Sozialpolitik. Za gleicher Zeit, wo man sich | der Ansicht von der Notwendigkeit einer geord- \ rieten Fü, sorge für das Wohnungswesen' nicht verschließend, sich mit der Lösung dieser Frage beschäftigt hat, haben sich auch die Schwierig-

Eilig klopfte sie an diese gastliche Pforte, erzählte ihre traut gen Ereignisse und bat um eine Zuflucht.

SRan gewährte ihr sofort und fie wurde wie eine, i6a[Icn sanonentoi

anaebtiben Hrfien ’ntiuht? r. !^rt^chsie Sorgfalt Mit furchrsamcr Stimme erkundigte fie fich nach der

beschndene Bericht, den Feodora über ihr Schickiat wachse, war ein GegenfiLnd der Ecbauurg für die Smize Ltosterg weinde.

«v 9u,cn Schwestern konnten nicht genug den "tm dieses jung-n Mädchens be-r-undern, die so viele <-e!chwerben ertragen, so viele Piüfur-g-n b-standen, °h»e ein einziges Mal geklagt zu haben Sie ® ocuerun sehr, ihr die Kosten der Reife nicht be- "'»en zu lärmen, denn sie waren setbst sehr arm, «-laßen kein teinfommen und Lebien selbst nur von Mildtätigkeit anderer. Sie konnten fich jedoch ch entschließen, die Waise ihre Reise sortsetzen zu tn einem zerfetzten Kleide und ze.-rss-nen Jede gab einen Teil ihr:r eignen Kleider

e« to0^te ihre Geschenke zurLckoeisen, da fie i hil cno w-udig bedurften Sbet fie sprachen, ® t 9ui bte dauern ihres Kosters hinw-esrN.

Haden einen Schutz, du aber nicht; dar züedge I

Kapitän Wire«.

vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Er ist durch einen der tüchtigsten russischen Schiffs- kommandanten, nämlich den des „Bajan", | Kapitän 1. Ranges Robert Wiren ersetzt wo den. Kavitäa Wiren wird den Befehl er­halten, den Rest der russischen Flotte nochmals würde; aber diese Menschen, die fie a>rfmerksam be­trachtete, sahen fie nicht einmal an. Sie eilte fort, um an d-r Türe der abgelegensten Orte anzuklopsen, wurde jedoch überall abaewiesrn. Die Hoffnung, während des F ste! der Kaiserkröaung einen beträcht­lichen Gewinn zu machen, hatte daS Herz der geringsten Gastwirte der Nächstenliede v rschloffm.

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DaS junge Mädchen kehrte zurück, um fich nebei ba8 Feuer auf dem Platze des Kreml zu setzen Sie weinte still für siw und es blieb ihr kaum fi viel Kraft, ein G-Ück Brot zu tssen, das ihr ein alte Frau aus Mitleid gegeben hatte. Das äußerst Elend hatte sie so weit aebracht, ihre Hand nach bet Vorübergehenden um ein kleines Almosen anSznstrecken i Die Kälte war so heftig, daß fie ihr Leden aufk Spiel setzte, wenn fie dir Nacht im Freien zubrachte; uri) ihr Leben gehörte ihr nicht. Dieser Gedanke gewann die Ove>hand und mit der einen Hand ih.-e Augen bedeckend, streckte fie die andere nach dem ersten Borbeigehenden gu8 nrb sagte: „Im Namen Ihres Bater», der Sie liebt und Ihrer Mutter, die 3’ir.ea das Seben gegeben, g-bet mit Etwas, um ein Unter­kommen für diese Nackt zu bezahlen!"

Der Man", an w.lchen bide Bitte gerichtet war, betrachtete fie neugierig beim Scheine des Feuers

„Junge- Mädchen," antwortete er, „Da treibst ein häßliche- Handwerk, kannst Du nicht arbeit'«? Bei Deinem Aller müßte man seinen Lebensunterhalt zu gewinnen ra ffen. (Sott helfe Dir, ich kann die «eitler nich- le-d-n."

Mit di-ser. Morien ging er seines Wears.

D.e Unglückliche erhob ihre Augen zum Himmel, a's wenn fie dort einen Freund suchen wollte. Ge­stärkt durch die tröstende Stimme, die fie in ihr<m Herzen vernahm, hatte fte den Mut, bei meh erm Penonen >hce Brite zu wiederholen. Die Ei en gingen vorüber, ohne auf fie ja hören. Andere gaben ihr ein io geringes Almosen, oc-ß eS ihrer, Not nicht adhelf» konnte. (F. f.)

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