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Sntoa, Dienstag, den 6. September 1904.
31. Jahrgang.
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Berlin, den 5. September 1904,
nen und auf der andern Seite die
—* Die Grkrsvkttvg des Oberhof
Der deutsche Kronprinz und seine Braut.
Me Tochter des Aerbamtkn
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Preßhetze gegen einen Mann, der der evangelischen K.rche große Wohltaten erwiesen habe, geradezu provoziert war, nicht beachtet worden sei. Wenn man die Urteile und Kundgebungen der höchsten Vertreter der evangelischen Kirche so röüig ignorire, so tttffe das die evangelische
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[] 3ur Verlobung des Kronprinzen.
Die Nachricht, welche der vsf z-öse Telegraph am Sonntag abend von der Verlobung des deutschen Kronprinzen mit der Herzogin Cäcilie von Mecklenburg-Schwerin oeibriitet hat, kam völlig überraschend, weil selbst aus ver nächsten Umgebung tu 8 Kror.prir zen d e Richtigkeit dieser Gerüchte bestritten worden war. In der Presse wird von Geheimniskrämerei der Offiziösen aus Anlaß dieser Geheimhaltung gesprochen, aber unseres Erachtens mit Unrecht. Denn bei solchen Gelegenheiten ist es ganz natürlich, daß die be- treffendm Kreise der offiziellen Anzeige nicht vorgrerfen können und dürfen. Die Kunde von Lresem Ereignis wrd nicht nur im deutsüen Volke, sondern in der gesamten politischen Welt
Er sti tzte sich geaen daS Brett, welches ibm als Rucklehne,n ।einem Bette diente, und sprach, seine letzten Kräfte zusaDMennehmend:
„Mein Kind! Sie werden, da Sie jetzt allein reisen müssen, vielen Beschwerden ausgesetzt sein bei Ihrem Aller, mitten in der schlimme« Zeit. Jedoch ist dies die geri sie Gefahr, am Hofe werden Sie viel größere finden. Ein gewöhnlicher Mut vermag gegen da» Unglück ar zukämpfen, reicht aber nicht hin gegen die Verführung. Lie aber besitze» met,r als einen gewöhnlichen Mut, meine Tochter, und der Aufenthalt am Hofe wird Ihre« nichs anhaöeu. Sollte» einige böse Mensch n, und Sie werden deren viele finden, Ihre Lage und Ihr Elend mißbrauchen wollen, um Nie der Tugend abwendig zu machen, dann glauben Sie ihren Besprechungen nicht und lassen Sie sich nicht durch ihre vergär glichen Reichtümer verblenden. Die Furcht Gottes uad die Liebe ?.u Ihren Eltern ■ gehen über Alles und das besitzen Sie. Opfern Sie diese Güter nie irgend einem Gute auf, das man Ihnen anbüten könnte, und denken St« stets daran, daß eia eirziger Fehler denen den Tab bringen wü'de, die Ihnen tas Leben gegeben haben."
„O mein Pater I" unterbrach sie ihn, „fürchte« Sie nicht ..." —
»Ich fürchte i icht'," fuhr er fort, Ihre Frömmigkeit und Ihre kindliche Hingabe haben ein grenzenloses Vertrauen verdient, und ich bin gewiß, daß Sie in der Prüfung, der Grit Sre in terwirft, nicht unterlieg-n werden. Jetzt, meine Tochter, nehmen Sie in meinem Gewände die Börse, die der edelmütige Gou- vernrur von Tobclrk mir gegeben hat, als er Sie meiner Obhut wempfahl. Bewahren Sie sein Geheimnis, es gilt sein Leben. Diese» Geld wird bis Petersburg ausreichen. Gehen Sie dort zum Patriarchen, reden Sie ihm von Pater Paul, vielleicht wird er ihn nicht v-rgeflen h.ben. Er wird Ihnen Aufnahme verschlissen in einem Kloster und ohne Zweifel wird er selbg Ihre Bittschrift dem Kaiser überreichen, mau wird Sie ««möglich zmückweisen. Im Augen- blicke de» Tode« kann ich es Ihnen sage«, meine1
** Dem ReichstagsPräsidenten Graf Ballestrem, der gestern sein 70. Lebensj> hr vollendet, sind äußerst zahlreiche Sympathiekundgebungen zugegangen. Reichskanzler Graf Bülow sandte ein Telegramm. Der. Gesamtvor stand des Reichs, tages sprach in einem Glückwunschtelegramm die Hoffnung aus, daß Ballestrem noch lange Jahre _________a ,
einem gesegneten Wirken in alter Geistes- und Meisters Frhr«. von Mirbach bestehl nach Kö- persrische erhalten bleibe für Reich und Land, dem .Lokalanzeiger' in einem Herzleiden. Der ür seine Familie und seinen Freundes- und Reichsbr.tr meint, es sei nicht zu verwundern, Verehrerkreis. Die ,Nordd. Allg. Ztg.', die die ‘ ‘ ' - ~
verschiedenen Kundgebungen der Preffe aus An- cß dieses TcgeS wiedergibt, betont die lebhafte Anerkennung, dis Graf Ballestrem durch feine larlamertarische Wirksamkeit und namentlich >mch seine Tätigkeit als Präsident des Reichstages in so hohem Maße verdient habe.
* Die Juugliberslen und die Schultage. Am Sarrstcg und Sonntag hat in Leipzig der Vir.retertog der Jungliberalen stattgefunden. Die pon phaste Ankündigung ließ erwarten, daß der Reichsverband sich als eine Macht gebietende Organisation dartun werde. Die Wirklichkeit ist hinter der Erwartung zurück-
Pastorendlatt in einer Polemik mit der,Köln. Ztg/, daß man die Kundgebung der Gencral- superintendenten, welche durch die widerwärtige
Lung, daß er klar gezeigt hat, daß das Bestreben der Jungliberalen darauf gerichtet ist, die Schulfrage zum Ausgangspunkte eines neue» Kulturkampfes zu machen, um einerseits das Christentum ausderSchule zu verban-
ckrtchewt täglich, Akt Aufnahme der §onn- und Feiertage. viertel- jahrl. vezugrprei» ohne vringertohn und xrftellgeld in Zulda und aurwSrtrlwk.sopfg.
paarrs. Was die politische Seite anlangt, so ist das Verlöbnis des Kronprinzen geeignet, durch Engerknüpfung der verwandtschaftlichen Beziehungen unseres Kaiserhauses zu anderen Dynastien auf Ereignisse der Geschichte versöhnend einzuwir'en. Man kann in der Wahl der Braut des Kronprinzen eine Fortsetzung der Bismarck- schen Politik erblicken, welche durch die Verbindung unseres jetzigen Kaiserpaares eine Ver- söhnuva mit der Augustenburger Linie des dänischen Königshauses, welche durch die Ereigniffe von 1864 der Herzogswürde in Schleswig-Hol- stein verlustig ging, anstrebte, denn durch die Verlobung ins Kronprinzen werden die Beziehungen mit der in Dänemark regierenden, ebenfalls 1864 zum Verzicht auf den Schleswig- Holsteinischen Thron gezwungenen Glücksburger
daß der Oberhcfmeister erkrankt sei, da dis Preffe nicht nur allein in einer nicht zu Sillwenden Weise vorgegangen sei, sondern jetzt auch noch darüber juble, daß er die Aemter nieder gelegt habe. Gleichzeitig bedauert das konservative
Stellung des Zentrums zu erschüttern. Die christlichen Eltern beider Konfessionen wissen jetzt, woran sie und „die Jugend" find!
einem lebhaften Jntereffe begegnen, nicht nur nach der menschlichen Seite hin, sondern auch in politischer Beziehung. Was die erstere anlangt, so muß das mit Freuden begrüßt werden, daß die Nachrichten über die Verlobung darin üöer- einstimmen, daß es sich um eine HerzenSneizun der jungen Brautleute handelt und nicht die Staatsraison eine Verbindung geschaffen hat, welche die Garantie für ein glückliches Fcmilien- leben unseres zukünftigen Kaiserpaares in Frage gestellt fein ließe. Das deutsche Volk darf somit erhoffen, daß das Familienleben feines Thronfolgers ein ebenso glückliches und vorbildliches sein werde, wie dasjenige unseres jetzigen Kaiser-
verantwortlicher Ml Ey
Schriftleiter:».wetzle» für Sie Inserate ,, .
3. Pontier in 8»,öa. wochenbellage: „Illustrierte Zsnntagzzeitung"
Eine wahre Geschichte.
( Nachdruck verboten.)
Don Cumbeiland in besonderer Weise geehrt hat. Außergu den genannten Dynastien tritt der Kronprinz durch seine Verlobung auch mit dem russischkn und dem holländischen Hose in enge verwandtschaftliche Beziehungen.
Das deutsche Volk beseelt angesichts der Ereigniffe in unserem Kaiserhause einmütig der Wunsch, daß die demnächstige Verbindung des deutschen Kronprinzen mit der Herzogin Cäcilie dem jungen Paare zum Glück und dem Vater- lande zum Segen geoichen möge, ein Wunsch, der umsomehr Aussicht auf Erfüllung hat, als, wie schon erwähnt, der Bund der beiden hohen Brautleute in erster Linie auf persönlicher Zuneigung beruht.
Aus Anlaß der Verlobung des Kronprinzen schreibt der ,Reichsanz/: „Wir begrüßen die freudige Kunde mit ehrerbietigsten Glückwünschen für die hohen Verlobten, für das Kaisers, und Königs. Haus, für die Großherzogi. Familie von Mecklenburg und die verwandten Höfe. Mit herzlicher Sympathie wird es in allen deutschen Gauen ausgenommen werden, daß der Erbe der Kaiserkrone zu seiner Lebensgefährtin eine Tochter aus einem der altangestammten Herrscher-Geschlechter Deutschlands erwählt hat, aus demselben Fürsten- i hause, das einst dem Thron der Hohenzollern j und dem preußischen Volke die unvergeßliche! Königin Lmse geschenkt hat. Mögen die Strahlen des Glückes, welche heute das junge Fürstenpaar umgeben, über ihrem Lebenswege leuchten immerdar zum Segen der Nation, zum Heile für Kaiser und Reich!"
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Tochter, Ihr- Tugend ist groß, die Welt sieht Ihres Gleichen nicht, sie wird tarüber gerührt. Ihre Tugend wird schon aus Erden ihre Belohnung finden . .
Er schwieg, sein Ai em stockte und kalter Schweiß trat auf seine Stirne. Feodora weinte still vor sich und lehnte ihr Haupt gegen die Wand.
Nach einer langen Pause nahm der Missionar ein kleines Kreuz von Ebenholz von seiner Brust, übergab eS Feodora und sagte mit schwacher Stimme: „N-hmen Sie die?, meine Tochter, es ist daS einzige, was ich zu geben habe, das ewzige, waS ich aus Erde» besessen habe; mit ihm hat eS mir nie an etwas gefehlt."
Sir drückte daS Kreuz schmerzlich an ihre L'ppen, I denn, daß ter Missionar ein solckeS Gut hergab, war ihr ei« Beweis, daß er nur noch wenige Augenblicke zu leben habe.
„ArmrS, verlassenes Schbflem, fügte er mitleidig hinzu, „fürchten Sie nicht?, denn das ist der gute Hirt, der über Sie wachen wird; nimmt er Ihnen Ihre Stütze, wird er Ihnen mehr geben, als er Ihnen nimm*, verbauen Sie auf seine Gute. Derjenige, der den Sperlingen ihre Nahrung gibt und die Sand- körulein des Meeres gezählt, wird Feodora nicht vergessen."
„Mein Bater, o mein Baier," tief sie, indem sie die Hand ergriff, die er ihr ertgegenstreckte, „ich kann mich nicht darin finden, S.e zu verlieren ..."
„Mein Kind," erwiderte er, „Gott will eS, fassen Sie sich, mäßigen Sie Ihren Schmerz, m wenige» AugenblLn werde ich dort oben sein, ich werde beten für Sie, Ihre Eltern ..."
Mehr konnte er nicht sagen; seine Lippen bewegten sich noch, aber man konnte keinen Laut mehr vernehmen. Er fiel aus sein Strohlager zmück, mit 'gen Himmel erhobenen Augen, und er schien noch zu beten für st», als der Tod ihn schon abberufen hatte. So groß war seine Nächstenliebe, daß er im letzten Augenblick noch an das Wohl Anderer dachte.
(Fortsetzung folgt)
23.
Seit mehreren Tagen jühlte der Missionar sich immer schwächer, nur mit Mühe schleppte er sich weiter, und obgleich aus seinen Steck und aus den Arm Feodora'S gestützt, mußte er sich fortwährend - uSruhen. Wenn er tn einem Reisewagen fuhr, er» schöpften die durch den holprigen Weg verursachten Erschütterungen seine letzten Kräfte. Als sie in Sarapul, r nem großen am rechten Ufer des Kama gelegenen Torfe anlangten, ühlte der Missionar eite so außec- w deutliche Svn , daß er unmöglich weiter gehen konnte. Er fand Ausnahme in einer schlechten Herberge. DaS einzige Zimmer, das man ihm geben konnte, war ein Dachstübchen ohne Fensterscheiben; weder Suhl noch Bank, sondern pur ein schlechter Tisch und ein leeres Bett befanden sich darin. Man warf "in wenig Stroh hinein und der Missionar legte sich darauf. Der Wind blies so kalt dmch die Fensteröffnung, daß er dem Kranken den Schlaf verscheuchte; selbst wenn seine Leiden ihm Ruhe vergönnt hätten.
Feodora geriet in große Unruhe. Sie frag nach einem Arzte, aber eS war k in er in Sarapul. Und all sie bet den Leuten im Hause nicht die geringste Teilnahme mit dem Zustande des armen Sterbenden sand, war fie nur auf ihre eigene Hülfe angewiesen. Zuerst befestigte fie an der Fensteröffnung ein Stück alter Tapete, das an der Wand heradhing, dann ging sie auf das Feld und sammelte heilsame Kräuter, «achte daraus, wie fie es von ihrer Mutter gesehen, nn Getränk und brachte eS dem armen Missionar.
Wie der Abend anbrach, verschlimmerte fich sein Zustand immer mehr und die unglückliche Feodora
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2inie enger geknüpft. Die Verlobung ist somit auch eme Fortsetzung der in den letzten Jahren durch Kaiser Wilhelm II. betätigten Politik, die auf eine herzliche Gestaltung der Beziehungen mit dem dänischen Hofe hmzuwirken bestrebt war. Da der künftige Schwager des Kronprinzen, Großberzog Friedrich Franz IV. von Mecklen- bürg Schwerin eine Tochter des Herzogs von Cumberland zur Frau hat, wird in der Preffe die Hoffnung ausgesprochen, daß sich das Verhältnis zwischen Berlin und Gmunden bessern werde, was uns allerdings sehr fraglich erscheint wenn auch der Kaiser bei der Herbfiparade die dem Großherzog vermählte Tochter des Herzogs vermochte ihre Tränen nicht mehr zmückzuhattem Zuweilen entfernte sie fich, um ihc Schluchzen m »«berge». Der gute Pater hörte es auf seinem Lager und auch es weinte über ihren Schmerz den er nicht st-llen konnte, denn er fühlte wohl, daß er sich von seinem Lager nicht mehr erheben würde und daß es mit ihm auf Erden zu Ende ging.
Ach! wem man 60 Jahre für Gott gearbeitet, dwu furch.et man den Tod nicht, aber man wünscht doch noch etwas zu leben, wenn noch viel Gutes zu tun ist.
,,£> mein Gott," sprach er mit leiser Stimme, „ich klage nicht gegen deinen Willen, aber hättest du mir gestattet, diese arme Waise bis an'S Ziel ihrer Reife zu geleiten, dann würde ich, glaube ich, ruh-aer gestorben fein."
Feodora hatte ein Licht angezündet und wachte die ganze Nacht, um ihm zu trinken zu geben. D-r Missionar, der voraus sah, daß er in kurzem nicht mehr zu reden im Stande sein würde, richtete fich auf sei..em Lager auf, nahm das Glas au» ihren Händen, hob es gen Himmel und spr.ch: ,O mein Gott, ich empfehle fie demjenigen, der uns versprochen hat, daß ein Trunk Wasser in feirem Namen gereicht, nicht unvergolten bleiben wird."
Diese Worte en-hüllten Feodora die volle Gewiß- Ijeit eines Unglückes, an dessen Möglichkeit fie bisher nicht hatte glouben wollen. Sie sah, daß der Mtsfionar den nahen Tod fühlte, daß sie aller verlieren sollte Ihr Herz wollte brechen, fie warf fich vor dem Bette auf die Kniee, kalter Schweiß bedeckte ihre Stirne.
,O Gott, erbarme dich ihrer; erbarme dich ihrer, o Gott," wiederholte der Missionar, und blickte fie an im tiefsten Mitleid. Endlich, als er sah, daß ihr Schmerz immer heftiger tou.be, sprach er: „Im Namen des Himmel» und Ihre» BaterS, fassen Sie fich, meine meine Tochter, und höre« Sie:"
Feodora zitterte, bezwang ihre« Schmerz, trrckaeie ehre Tränen ab, und ihre Augen auf den Missionar gerichtet, erwartete fie erfurchtsvell, was er ihr sagen würde.
geblieben, denn nach den auf dem Vertretertag gemachten Mitteilurgen umfaßt der Verband nur 48 Vereine mit nur 8700 ordentlichen Mitgliedern. Diese Zahlen muffen um so kleiner erscheinen, wenn man erwäat, daß auch „Jünglinge" bis zum Alter von 45 Jahren den Jugend vereinen angehören. Der Ver-reterlag hatte fich zur Ausgabe gestellt, „Richtlinien" für ein nationalliderales Schulprogramm zu normieren. Nach langen, teilweise heftiger Debatten wurde eine Resolution angenommen, deren wesentlichster Bestandteil die Forderung nach allgemeiner Einführung der Simultanschule ist. Nach dem bisherigen Verhalten der noticnall.beralen Jugend konnte man ein anderes Resultat nicht erwarten, nichtsdestoweniger hat man doch einen starken Guß Waffer in den srüher schäumenden Wein getan. Denn die Resolmion verlangt nicht, daß schor bei der kommendm Brattmg über die Schuldotationsoorlage die nationalliberale Fraktion auf diese ForüervNZ verpflichtet werde. Ja, es war sogar eine Resolution neben der zur Annahme gelangten Gestalt geworden, welche die allgemeine Einführung der Simultanschule für die nächste Zukunft preisgab und in das man sich dem konservatio-natwnalliberalen Schulkom- promrß näherte. Dies kennzeichnet zur Genüge die Verlegenheit, in der man fich befand. Eine Naivität ist es, wenn in Leipzig gefordert wurde, es sollten die Nationalliberalen darauf drängen, daß lediglich die Schulunterhaltungs- frage geregelt werde. Eine Neuregelung der Schulunterhaltungl pflicht findet keine Mehrheit im Abgeordnetenhaufe, wenn nicht zugleich die in dem Schul-Kompromis vorgesehenen Fragen der inneren Einrichtung der Schule, insbesondere ihrer Konfession all! ät, geregelt würden. Der Leipziger Vertretertag hat für uns dieBedeu-
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Druck und Verlag der $ul6aer Sctienöru tfer c i Monatsbeilage: „Mbaer Geschichtsblätter". $ernfpred?er Nr. >).
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