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Zul-aer M Zeitung
w°che«dni-ge: „Illustrierte Sonntagszeitung" mondsMieg«: „Fuldaer Seschichtsblätter".
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Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei m Fulda (Harmonie).
Fernsprecher Nr. 9.
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Mda, Samstag, den 3. September 1904.
31. Jahrgang.
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Braud in Antwerpen.
Mennstoffes enthielten. Hütte, wieder zuschütten Eine gro
MvoNemnz eine unge- Arbeitern kamen um» Leben. Der D
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großer Gefahr schwebte. Die aufgebotenen Genie« truppen mußten einen aufgeworfenen Graben, der infolge der Explosion zweier »eiteret Tanks sich mit 7000 Tonnen brennender Flüssigkeit gefüllt
6. Knthol. Presse »nd Angnstiuusverein.
D e 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands begrüßt mit Freuden den Aufschwung, welchen die katholische Preffe in den letzten Jahren genommen hat.
Bei diesem Aufschwung muß d?e katholische Preffe auch in Zukunft bestrebt sein, auf der- jenigen Höhr gesunder technischer Leistungs- fähigkeit zu stehen, welche sie der gegnerischen Preffe gewachsen und zu einet vollgiltigen Vermittlerin einer katholischen öffentlichen Meinung macht, damit sie so auch fürderhin die Einigkeit, Geschlossenheit und Starke des katholischen deutschen Volks zu stützen in der Lage ist.
Indem die Generalversammlung wiederholt vor allen der Religion feindlich gesinnten Zeitungen, wie nicht minder vor der sogenannten Partei- und farblose» Preffe warnt, fordert sie nachdrücklichst zur Unterstützung und Förderung der im katholischen Lager erscheinenden Tagesliteratur auf.
Allen katholischen Männern, welche durch Stand und soziale Stellung zur Mitwirkung im öffentlichen Leben berufen sind, empfiehlt die Generalversammlung den Beitritt zum Augustinus. Verein, in welchem die Mitglieder, Förderet und Freunde der katholischen Preffe organisiert sind und welcher sich deren Pflege zum besonderen Zweck gesetzt hat.
gung von katholischen Kunstfludierenden besteht, mit dem erfolgreichen Bestreben, christliche Kunst unter den Studierenden der Akademie zu pflegen. Sie ermuntert den Verein zum Ausharren in seinen edlen Bestrebungen und empfiehlt ihn allseitiger Unterstützung, besonders church Zufüh- rung von Mitgliedern.
Die 51. General-Versammlung anerkennt mit Dank, daß eine Reihe katholischer Organe warm für die Förderung wahrer christlicher Kunst eingetreten ist, und spricht den Wunsch aus, daß auch fernerhin das Jntereffe an der selbständig schaffenden christlichen Kunst geweckt und gepflegt werde, einerseits von den Tageszeitungen, indem sie fortlaufend Mitteilungen bringen über die Neuschöpfungen auf diesem Gebiete, und anderseits von den illustrierten Zeitschriften, indem sie originale künstlerische Reproduktionen bieten, welche geeignet find, einen Einblick in die schöpferische Tätigkeit der christlichen Kunst unserer Zeit zu gewähren.
5. ikithol. Universität.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands spricht den Bestrebungen, in Salz- bürg eine katholische Universität zu gründen, die «ärmsten Sympathie» aus und empfiehlt dieses »ichttge Unternehmen den Katholiken Deutsch, lands.
Bei Antwerpen spielte sich vor einigen Tagen ein geradezu elementares Unglück ab. Im Hafen von Antwerpen find eine Anzahl von Petroleum- ankS in Brand geraten, die ungeheure Quantilten deS gefährlichen
Natürlich hat sich der 1_________o _______o_
meine Aufregung bemächtigt, da die Stadt °in
........ums Leben. Der Materialschaden ist selbstverständlich bedeutend.
Wochen-Rnndschau.
Fulda, 3. S-pt. 1904.
(Nachdruck verboten.)
Die Schweiz hat einen feuerspeienden Berg, unb jroar im Oderkoggenburg, von wo das ,St. Gallrr Tgbl. berichtet: „Den Namen eines feuer« ps'enden Berges verdient schon bald eine Woche der Gwggeien. Gr erhebt sich an der linken Talseite bei Stein, kst 1647 Me'-r hoch und ziemlich schwierig zu besteigen. Der oberste Teil besteht aus mehreren jäh ansteigenden F-lsrnköpf-n, die mit Moos, Alpenrosen- tauden, Legföhren usw. bewachsen sind. Seit dem letzten Gewitter brennt es nun auf dem vorderen Felrkopf beständig. Man glaubt, daß der Blitz der Urheber des Brandes ist. Bon anderer Seite wird indes behauptet, schon am Mittwoch sei Rauch ausgestregen, wahrscheinlich habe ein Tourist ein Feuer lein on8emo$t unb nicht mehr vollständig gelöscht Eine Inzahl Männer von Stein arbeiten nun oben und
Feuerherd zu isolieren, damit nicht der nahe Wald unten Feuer fange, was für daS L ö.fchen Stern bei dem herrschenden Luftzug äußerst g-fährlich bare. Am Tage sieht man vom Tale aus mächtige Rauchwolken aufsteigen, bei Nacht sieht eS aus, als rb der ganze Gipfel brenne, eine unheimliche Laterne ut das Dörfchen Stein! Nur ein anhaltender Regen kann oben die Löschrrbeit wirksam verrichten."
* Uebertrnwpft. Frau .Wir haben auf die leise den Lehrer unserer Kinder mitgenommen." — r?,:.?Unb roir «neu Sekretär zu AnfichtSpost- rartenschrttden."
* Zm Eifer. „Sie haben mich einen dummen Kerl geschimpft. — „Bitte sehr, ich habe Sie nicht damit gemeint." - „Machen Sie damit nur keine Ausflüchte, damit kann niemand anders gemeint sein, wie ich."
* Schwere Probe. „Der Seiltänzer Trambolini letzt wohl arg unter'm Pantoffel?" — „Na und wie! Wenn er nachts vom WirrLhavs heimkommt, muß er einer Frau auf dem Drahtseil vortanzen, damit fie sieht, ob er einen Schwips hat!"
A AfdemostasiatischenKriegsschauplatzehat K » Aufmerksamkeit in den letzten Tagen wieder mehr den Vorgängen in der Mandschurei zugewandt. In h^6U1Ätnfl von Liaujang ist vom 24. August ab PfoL01«01 ti’Mben' da die Japaner auf der ganzen Lm»e zum Angriff vorgingen. Besonders schwer müffen finh^v1"»6 am 26 gewesen sein. Im allgemeinen MW die Japaner, wre auch au» allen beschönigenden «richt-n der Ruffen hervorgeht, im Vorteil gewesen, M haben sie auch schwere Verluste gehabt. Die »wffen babm fich auf ihre Hauptstelluvgen in un» »nttribmr Nähe von Liaujang zurückziehen müffen. 5” ««ptember ist Liaujang nach siebentägigem «nmpfe von den Japanern eingenommen worden.
Die Regensburger Kathslikenversamm- l ung hat von Anfang bis zu Ende den prächtigen Verlauf genommen, den wir von unseren Katholiken- versawmlunzen gewöhnt sind; zahlreicher Besuch auS Men Ständen und auS allen Teilen deS drmschen BaterlandcS, außergewöhnlich starke Teilnayme von begeisterte Stimmung, beuche erhebende Reden, wertvolle Beschlüffe, kein nnziger Mißtoa. Dies haben auch die meisten unumwunden zugegeben, wenn auch die nach- "agllche Krittk der Versammlung in dn meist-n Blattern nicht sehr wohlwollend ausgefallen ist. Nur einzelne, wie di- ,Nordd. Allg. Zig/ und .Deuffche LageSztg., waren wirklich objekiv. Auch die.Kreuz- zeitung bemühte sich -s zu sein, nur wollte es ihr der Versammlung das ganz der Aufhebung deS ganzen Jrsuiten- tvurde. Die Generaloersammlung wnn sich das Zeugnis auSstellen, ix keiner Weise den konfeffionellen Frieden gestört zu haben, und hat ganz bc8r ^iseruchen TelegrammeS gehandelt. Zum ersten male hat der Kaiser auf ein Huldigungs- flntmnaTm btr Katholikenversammlung persönlich ge- und zwar in sehr warmen und freundlichen 'h« die deutschen Katho- » h.^Huer9,ffe,n' tocnn auch den Leuten, die tn Ultramontanen" immer noch Reichsfeinde uuuusenehm sein mag. In der vierten hP» erschien auch ein Mitglied
Königshäuser, die Prinz,ssm Ludwig bat besonders liberale bayerische die fich einbilden, Monarchen, Prwzen und Prinzeffinnen, Minister usw. dürften nur mit den Liberalen halten. Das b-yerisch- KönigShauS ist katholisch, und seine Mitglieder werden tvohl oaS Recht haben, an Katholikcnoersamm- Äe„n ^^n/bmen. ohne erst vorher die liberale Preffe um Erlaubnis zu bitten.
/et. Katholikentages wird wohl e»n al8 d» de» internationalen ^»-f^fieni 0nÄreffe8 in Amsterdam. In Saut ei und seine Anhänger eS iUtS l^rc ^tik nach einem Kongreß- ^schlusse einzurichten, der nur mit Hilf- von Japan und Bulgarien zustande gekommen ist. An eine Umkehr unserer Revisionisten glaubt auch kein Mensch Sn iS i'-t den Rückzug ange-
treten und erklärt haben soll, er sei kein Agrarzöller.
o rankre ich haben fich von den 86General- n h«»3 ?Dm=t? und seine Kirchenpolitik erllä.t; on» Haden sich ausdrücklich für die Trennung ^"w?E°at uuSgesprochen. Dagegen ver- ^ngten 5 die Beibehaltung des Konkordates und die N^rhttstelluog der Botschaft beim hl. Stuhle. Der nnnph ®®" ^Uval ist Herrn CombeS nun auch hTÄanL A-worden, er ist nach Rom gereist und £ d» Verwaltung seiner Diözese in die Hände des U ts ®n8(ehflL — Zu der jetzt viel erörterten «Ä. s. ^°"^orats der Katholiken im Orient be- k<e* '0^®- Romano' vor einigen Tagen, für lck?n bimr$e PSftP Frankreichs zu den Katho- M bestehe keinerlei Gefahr, soweit es Willen des hl. Stuhles ankomme. Die ein- JT ,n£ btm Verhallen der fcanzöfisch-n egierurrg, das auf dir Dauer unwiderruflich zum Sw »etowoMt» w« J»Lj die Kongregationen vernichtete, habe fi- die herge- Wmhten Werkzeuge deS Protektorats zerbrochen. *rrn °u, uui dem Protektorate verbundenen Rechte nicht beobachtet wurden, haben fie bisher dem Boffchaster davon Mitteilung gemacht. Wie soll- fie aber fortan ihre Beschwerden & ^iuhl könne selbstverständlich das Protettorat nicht gegen die französisch- Regie- rung aufrecht erhalten. - In Marseille streiken a J bie Hafenarbeiter. Die Lage scheint t^edenklich zu sein.
. ,, S« der Türkei haben in letzter Zeit wieder. L? fischen armenischen Banden und
d-r türkischen bewaffneten Macht in und bei Bitlis L„^c'u™,en' bie dann wieder zu Ausschreitungen der Muhamedaner gegen die Armenier führten. Die Ver- trder der fremden Mächte sollen der Bewegung sehr «hl gegenubersteheu, da fie revolutionärer Natur
- Der frühere Sultan Murad V., der im Jahre 6 "ach dreimonatlicher Regierung wegen GristeS- störmig abgesetzt worden war, ist am 29. August ge-
veschlüffe der 5(. Generalversammlung -er Katholiken veutschlands in Regensburg 1904.
(Schluß.) 4 Christliche «»«st.
S- ^'\e} W? Menschenvergifter. Ungestempelt«^ ^Wf^ werbe nicht nur aus Reinickendorf, wie kürzlich polizeilich festgestellt wurde, sondern auch auS Rixdo«f und noch einem andern Bororte Berlins emgeführl- Solange ledoch die Behörden es noch gestatteten, dab Keller von den Schlächtern als Werkstätten benutzt würden solange würde die Verfälschung, die Unsauberkeit nicht auchören. Es gelangte eine Resolution zur annarme, tn der die Aufhebung der Kellerei- wertstStten verlangt wn-de. Die Meister werden dieser Anklage das Wort ergreifen müffen.
m * Ein i"f"mmengestohlenrb Wanderlager im ®erte von 7000 Mk. hat nach der ,Tägl. Rundschau' bie^Pol^ei tn der Stettiner Straße zu Eberswalde ent« 2n? drei große Zimmer mit Waren aller eröenUtaien Art angrfnllt; neben den einfachsten Te- drauchsgegenstanden sind Brunkwareu in allen Gchattie- rungen vorhanden. Ein Nebenraum in einer Scheune Eelt ein vollständiges Wein- und Delikateffenlager.
,rouil)en aus ter ganzen Umgege ib «in» brüdje gemeldet, ohne daß man der Diebe habhaft werden konnte. Bei einem Diebstahle in Seelow ist nun t>a3 Haupt der Bande, ein Arbeiter Koeppen aus Eber!walde, dingfest gemacht worden, drei weitere Verhaftungen find bereits vorgenommen.
* Ein Tropen-iutomobil. Die Rückständigkeit unserer Kolonien hinsichtlich deS Transports und «er- kehrS und die günstigen «uk sichten des volkstümlichen Baumwollunternehmens in Ost- und Westafrika haben Roßtal>ffitrtf*aftlid}e Komitee veranlaßt, die goldene Medaille für Kolonial-Maschinenbau für ein deutsches Tropeuautomobil auSzusetzen. Das deutsche Tropenautomobil soll den folgenden Anforderungen entsprechen: Eigengewicht deS Automobils bis zu 2000 Kilogramm Tragfähigkeit, deS Wagens 2000 Kilogramm, Geschw.udigkeit fünf Kilometer bzw. acht Kilometer
Kilometer in der Stunde, je nach den Wege- verhältmsse». Ueberwindung von Steigungen von 1: 8. Zuverlässiges Fahren auf Wegen, die in Deutsch- ^^«^kwöhnliche Landwege bezeichnet werden. Solideste Konstruktion. Gegen daS heiße Tropenklima wenigst empfindlicher Motor. Einfachster Betrieb und Bedienung.
51. Generalversammlung hält dringend notwendig, daß bte Wahrheiten ___
christlichen Glaubens, die Tatsachen der christlichen Geschichte und die Grundsätze des christlichen Lebens nicht nur für die kirchlichen, sondern auch für häusliche und öffentliche Zwecke, insbesondere für die christliche Schule, viel mehr als bisher in selbständig künstlerischer und religiöser Empfindung zur Darstellung gebracht werden. Sie empfiehlt aufs wärmste die unmittelbare Zuwendung von Aufträgen an tüchtige, in christ- ltchsm Geists schaffende Künstler.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands empfiehlt die auf Grund der Resolutton der 39. Generalversammlung gebildete „Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst,« welche sich bestrebt, einerseits künstlerisches Schaffen in den Dienst der christlichen Grundsätze zu stellen uno andererseits letztere auf dem Gebiete der künstlerischen Tätigkeit zur Anwendung und Gel- tung zu bringen, und bittet demgemäß, besonders durch Beitritt die Bestrebungen derselben zu unterstützen und zu fördern, damit wahre christ- liche Kunst immer mehr zu hoher und reicher Blüte und Entwicklung gelange.
Die 51. General-Versammlung begrüßt es mit Freude, daß seit 17 Jahren an der Aka- demie der bildenden Künste zu München unter dem Namen „Albrecht Dürer-Verein« eine Vereini-
। Ku»patkin hat eiligst den Rückzug auf der Straße urch Mukden angetreten. Auf btt Verfolgung dürften die J-paner den Ruffen noch mache- zu schaffen machen. Die russische Flotte hat einen neuen Verlust erlitten. Zwei Tmpedodootszerstörcr stießen beim Eingang zum Hsfen von Port Arthur auf M.neu; der größere von ihnen sank. Recht sonderbar klingt die Erklärung, die Premierminister Balfour einer Abordnung der Londoner Handelrkammer gab Der Kreuzer „Smolensk" von der Freiwilligen-Flotte setz' trotz aller Zuficherungen der rusfifchen Regierung die Jagd auf KriegSkonter- bande neutraler Schiffe fort, und zwar in den Ge- wässern von Südafrika, was in England u.ib Australien glotze Aufregung hervorgemfen hat. Wie nun Balfour erklärte, hat die ru fische Regierung auf daS Ersuchen um Auskunft hierüber geantwortet, fie habe den Sch ff en der Freiwilligen-Flofte, die die letzren Zwischenfälle her'e.führlen, entsprechende Instruktionen noch nicht zukommeu lasten können; auf ihr Ersuchen hat dann England zwei Kreuzern den Befehl gegeben, sogleich die „Smolensk« aulznsuchen und ihr die Jn- struttion müzuteilen. Das russische baltische Geschwader ist dieser Tag- nun auch prob-jveis- ausgelaufen. Ob es wohl je nach Ostafien kommen wird?
I" Südw estaf rika ist, wie immer deutlicher wird, die Widerstandskraft der Hereros durch die Kämpfe am Waterberg durchaus nicht gebrochen worden. Ihre Hauptmacht ist entkommen, und wenn fie auch für dm Augenblick zum Teil auseinander ge- sprengt wurden, so ft einen fie fich doch bald wieder zu starkenZüg'U zusammengefunden zu haben. Sie haben ben Weg nach Südosten genommen, von woher sie gekommen waren, als fie fich am Wat-rb-rg vereinigten. Er wird wohl noch viel Müh-, Seid und Blut kosten, bis man ihrer Herr geworden ist. Der Chef des südwestafrikanifchen Gmeralstabks Oberstleutnant Beaulien kehrt wegen eine» Herzleidens nach Deutschland zurück. DaS Stima scheint merkwürdig oft „Herzleiden« zu erzeugen.
* lieber die diesjährige« Obstpreise schreibt ein Hamburger Obstgrob Händler Ernst Schröder im praktischen Ratgeber: Bei normalem Witteru»g?ver- laufe bis zur Ernte werden die Obftvächter und größeren Züchter bei bedeutenderen Abschlüssen meines Erachtens ungefähr folgen6e Preise erhalten: Für gute reguläre Herbst- und Winter. Tafel- und Wirtschaftsäpsel pro 50 kg 5 bis 7 Mk., für gute reguläre Herbstbirnen 6 bis 8 Mk , Winterbirnen 8 bis 12 Mk., für besonders markt beliebte Sorten entsprechend mehr. Goldparmänen, Prinzenäpfel, Gravensteiner :c. 1 bis 2 Mk. pro 50 kg mehr; BoSc'S Flaschenbirne, Kaiserkrone, Köstliche von Charneu, Amoretten-Liegels Winter-Butterbirne 2 bis S Mk. pro 50 kg mehr, Ein nennenswerter Export wird nicht statrfinden, weil auch die Nachbarlönder gute Ernten haben, dagegen werden wir zum Nachteile der Züchter mit billigem, fremdem Obste nicht verschont bleiben. Früh- und Zwergobst bringt natürlich höhere Preise, ebenso zahlt Privat- und feine Detailbändler- kundschaft mehr; meine Mutmaßungen betreffen den Großhandel! — Die betreffende Rümmer wird vom GeschästSamt deS praktischen Ratgebers im Obst- und Gartenbau in Frankfurt a. Oder auf Berlangen kostenlos zugesandt.
• Heber die Geheimnisse des WurstkeffelS in Berlin wurden nach den Berliner Blättern in einer Versammlung der Fleischergesellen erbauliche Dinge zum Besten gegeben Davon, daß Pferdefleisch als Rind- und Schweinefleisch verarbeitet und feilgehallen weide, wie es in vielen Geschäften gang und gäbe sei, wollte man nicht viel reden, das sei nicht so schlimm, es sei ja „mir“ Betrug; wenn jedoch das „Fah- fleisch" — dieses sei fast immer ohne Stempel — verarbeitet werden sollte zu Wurst usw., dann erfaffe die Gesellen immer ein Grauen. Das Faßfleisch fei entweder verdorbenes Fleisch oder Fleisch von kranken Tieren, tuberkulöses, finniges oder trichinöses Fleisch. Die Verkäufer solchen Fleisches seien tie schlimmsten I
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Drittes Blatt