•'S,
WA
31. Jahrgang.
Jß 1»7
Gras BaLestrem.
Jahren
1853
Die Tochter des VnbMtkll
Eine wahre Geschichte.
------ (Nachdruck verboten.)
Berlin, den 28. August 1904.
* ReichstagspräsideutGraf vallestrem feiert am 5. September seinen 70. Geburtstag, ein Freudentag für ihn, seine Familie und das gesamte deutsche katholische Volk. FranzGras
veichWe -er 5(. Grneralverjamm- Inng der Uotholtten Vevtschlan-r in
Regensburg 1904.
(Fortsetzung.)
6. Handwerkerstand.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Leutschlaudr tritt energisch für die Weiterführung het Sozialreform zu gunsten des Haadwerker- staudes ein unter tunlichster Berücksichtigung der Beschlüfie der organisierten Handwerker.
Sie betont von neuem, daß eS Pflicht der Handwerker ist, sich die Vorteile des Harrd- «erkergefetzeS mehr wie bisher zu Nutzen zu machen.
Die 51. Generalversammlung fordert aber auch die Handwerker selbst auf, sich in Gmofsen- schasten die Vorteile der moderne» Entwickelung ru sichern, sich überall zu organisieren und auf. juEIären; sie wünscht anderseits, daß die brffer Situierten die Handwerker namentlich am Orte durch ihre Bestellungen und Einkäufe nach Kräften unterstützen.
7. Privatbeamte.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands begrüßt mit Genugtuung den Zu fammenschluß der Privatbeamten zu dem Zweck, auch ihrem Stande die Vorteile der sozialen Versicherungen zu verschaffen, den Erfolg der »am Hauptausschuffe für die staatliche Penfions. und Hinterbliebenen.Verficherung im Oktober »origen Jahres über die Lage der Privat- beamten veranstalteten Umfrage, und erblickt in der von der Reichs leitung gemachten Zusage, die Ergebnisse der Umfrage amtlich bearbeiten zu wollen, eine Gewähr dafür, daß ruhiges, sachliches und einmütiges Streben die Prioat- beamten zum erwünschten Ziele führen wird.
8. Katholische Arbeitervereine.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands begrüßt dse erfreuliche Ausbreitung der katholischen Arbeitervereine und ihren regen Eifer in der Förderung der religiösen und wirtschaftlichen Interessen der Arbeiter. Sie ermuntert dieselben, in ihrer agitatorischen Arbeit weiter zu schreiten; ersucht eile, denen es möglich ist, diese Ausbreitung der katholischen Arbeitervereine nach Kräften zu fördern und ermahnt die katholische Arbeiterschaft dringend, sich den katholischen Arbeiter- Vereinen anzuschließen.
Mit der agitatorischen Ausbreitung muß aber der innere Ausbau der Vereine wie der Verbände gleichzeitig voranschreiten. Tin besonderes Augenmerk ist auf die geistige Ausbildung und Schulung der Arbeiter durch Vorträge, Verbreitung der Verbandsorgane, Errichtung von Bibliotheken und Unterrichtskursen zu richten, damit dieselben mehr und mehr befähigt werden, durch eigene Mitarbeit und Selbstbetätigung in in die christliche Arbeiterbewegung einzu- -reifen.
10.
Am selben Tage war Smoloff von Tobolsk zurück- gekehrt. Bei seiner Ankunst tn Saimka war seine erste Sorge, die Verbannten in ihrer Hürte aufzu- fucheu. Er überbrachte Ira die erwünschte Erlaub- m», sie und ihre Tochter dürfte» alle Sonntage dem Gottesdienste in Saimka beiwohnen, aber weil ent» feiet, diese Begünstigung auch Springer zu gestatten, waren dir Befehle deS HoseS inb-zuz aus iyn strenger als jemals, und indem er Smoloff noch einmal erlaubte, ihn zu besuchen, hatte der Gouverneur von Tobolsk mehr sein Herz als seine Pflicht um Rat gefräst. Kurz, der junge Mann halte seinem Vater »'-schworen, daß Vieser Besuch der letzte sein sollte. Er ewpsanb eine solche Strenge äußerst schmerzlich; !k näher er aber ter Wohnung Feodor a'S kam, bet« »onbelte sich feine Traurigkeit unvermerkt in Freude. Er fühlte nicht so sehr de» Kummer, sie verloffen zu müffe», al« das Entzücken, daS er bei ihrem Wieder- seh u rwpsi iben werde
8 im Betreten der Hütte sah sich Smoloff bet» geben« nach Feodora um; sie wat nicht zu Hause. Bei dem Gedanken, er muffe bi lleicht wieder abreisen, ehe fir zurück wäre, konnte der ersfte junge Mann feinen Kummer nicht zurückhalten. Vergebens üder- wufte Ida, indem sie die Hand segnete, die ihr daS Gotteshaus wieder geöffnet und ihren Gatten gerettet hatte, ihn mit den zärilichflen Ausdrücken bet Erkermt- 'tchkeit; vergebens nannte Springer ihn die Stütze,
Vorsehung der Unglücklichen, er hörte kaum auf w« Borte, er anttontiete kaum, er nannte nur immer ben Namen Feobora's. Seme Betwiitung enthüllte
Erscheint täslich. «it W
VUl
,a«nt»«rtticher WM W
§chMu«:».»e»ler
,M*. wochrildrilag-: „Illustnette Sonntagrzeitung"
Ballestrem besuchte in den bis 1855 die Universität Lüttich und wurde 1855 Offizier. Nachdem er den Krieg von 1866 als Oberleutnant mitgemacht, wurde er 1867 Rittmeister und Eskadronchef und im Kriege gegen Frankreich 1870 erster Adjutant der 2. Kavallerie- Division (Graf S.olberg). Infolge eines Sturzes invalide geworden, wurde er 1872 mitten im Kulturkampf in den Reichstag gewählt und schloß
sich der Zentrumspartei an. 1890 wurde er zum Ersten Vizepräsidenten des Reichstages, zum Vorsitzenden der Zentrumspartei, und 1891 auch zum Mitglieds des preußischen Abgeordneten- Hauses gewählt. Seit dem 7. Dezember 1898 ist er Präsident des deutschen Reichstages. Schon seit 1873 päpstlicher Geheimer Kämmerer di spada e cappa ward ihm am 18. Juli 1900 wegen
AltnreS. Vo« einem unbeschreiblichen Erstaunen ergriffen, steht er wie gebannt, zeigt sie Springer und beide fallen auf die Knie vor dem unter dem Schutze beS Himmels schlafenden Engel.
Der Vater neigt sich Über bei Gesicht feines KinbeS, bet junge Maan schlag' bescheiben bie Augen nieder, zieht sich zurück, al- wenn er es nicht wagte, die Unschuld in bet Nähe zu betrachten.
F obora erwacht, erkennt ihren Vater, wirft sich in seine Arme tinb ruft aus: „O, ich wußte wohl, baß Du über mich wachtest." — Springet brückte sie sist an fich unb sprach: „Unglückliches Kinb, welche Aengsten hast Du uni verursacht, Deiner armen Mu ter unb mitl" — „Sieber Baier, verzeihe mit", erwiderte sie, „unb lasset uni gehen ihre Tränen trocknen.
Sie erhebt fich unb sieht Smolrff ,D’, sprach sie erstaunt, „alle meine Beschützet wachten also über mich: Gott, mein Vater und Sie." Der junge Mann wat tief bewegt.
„Unkluge", versetzte Springer, „Du sprichst davon, zu Deiner Mutter zurückzugehen, tpeißt Du auch, ob die Heimkehr möglich ist, unb ob Deine Schwäche bet Heiligkeit bei Sturmes widerstehen wird, da Herr Smoloff unb ich nur wie durch ein Wunder demselben entronnen find?"
„Versuchen wir ei", antwortete sie, .ich bin stärker als Du glaubst; ich freue mich, baß Du meine Kraft erproben kannst, unb daß Du selbst stehst, wai ich vermag, um meine Mutter zu trösten"
Während sie sprach, strahlte aui ihren Augen ein solcher Mut, daß Springer deutlich erkor nie, sie babr ihr Vorhaben noch nicht aufgegeben. Sie stützte fich aus ben Arm ihres Vaters unb Smoloff's und beide hielten ihren beiten Mantel vor sie zum Schutze chrei Hauptes. Smoloff freute fich fast über diesen Sturm, über ben heftigen Wind, ber Feodora zum Wanken brachte u»b ihn zwang, sie fest an fich zu brücken. Er fürchtete richt für fein eigenes Leben, das er gerne für sie hingegeben hätte; er fürchtete
Zn diesem Zweck find sowohl die Mittel der Selbfihllfe auzuwenden, aber auch umfaffende verwaltungsrechtliche, gesetzgeberische und finanzielle Maßnahmen von Staat und Gememde zu erstreben. ..
Die 51. Generalversammlung ermuntert die Katholiken, an diesen so überaus wichttgen Bestrebungen mich weiterhin wirksamen Anteil zu nehmen, und macht auf den im Okcober dieses Jahres in Frankfurt a. M. stattfindenden allgemeinen deutschen Wohnungskongreß empfehlend aufmerksam.
(Fortsetzung folgt.)
9. Katholische Arbeitersekretariate.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands empfiehlt die Errichtung und tat» kräftige Förderung von Arbettersekretariaten, welche die Unterstützung der Arbeiter durch unentgeltliche AuSkunftserteilung, sowie durch Ueber- nahme notwendiger Vertretungen bezwecken, ganz besonders durch agitatorische Tätigkeit sür die Ausbreitung und Stärkung der christl:chen Arbeiterbewegung wirken.
1». Christliche Nationale Arbeiter- bewegrmg.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands begrüßt die auf den im Oktober 1903 in Frankfurt abgehaltenen deutschen Ar- beiterkongreß eingeleitete christlich-nationale Arbeiterbewegung.
Die Generaloersamm ung empfiehlt den katholischen Arbeiter- und G sellenoereinen und den christlichen Berussvereine.i der Arbeiter die christlich-nationale Arbeiterbewegung zu unterstützen und eifrigst in derselben mitzuarbeiten.
11. Katholische Arbeiteriuuenvereiue.
Die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands weist wiederum auf die dringende Notwendigkeit hin, daß den katholischen industriellen Arbeiterinnen eine ähnliche, die religiös- sittlichen, geistigen und wirtschaftlichen Interessen fördernde Fürsorge zuteil wird, wir solch« bisher schon in erfreulichem Maße den männlichen, jugendlichen und erwachsenen Arbeitern zuteil geworden ist.
Zu diesem Zwecke find insbesondere nach dem Vorbrlde der Gesellen- und Arbeitervereine ka- tholische Arbeiterinnenvereine zu gründen und dir bestehenden Jungsrauenkongregationen durch eine entsprechende soziale Fürsorgrtätigkeit auszubauen. Als wichtigste Aufgabe erscheint zur Zeit die apologetische und soziale Aufklärung der katholischen Arbeiterinnen, damit dieselben befähige werden, die unter den Arbeiterinnen, vornehmlich durch die sozialdemokratischen Gewerkschaften systematisch betriebene Agitation erfolgreich abzuwehren und ihre religiösen und wirtschaftlichen Jntereffen nach den Grundsätzen der katholischen Sozialpolitik zu vertreten. Desgleichen ist die Gründung von Arbeiterinnen' Hospizen und Haushaltungsschulen eifrigst fort zusetzen.
12. Wohnungsfrage.
Bei der hohen Bedeutung des Wohnungswesens für das sittliche, gesundheitliche und wirtschaftliche Wohl des Volkes legt es die Katho- liksn-Versammlung allen Beteiligten, den Einzelnen, den größeren Fabrikanten, besonders aber auch den Volksvertretungen, den Gemeinden und Staatsverwaltungen dringend nahe, dahin zu wirken, daß die unteren und mittleren Klaffen des Volkes in städtischen und industriellen Ansiedelungen in wachsendem Maße Wohnungen erhalten, die nicht nur den Ansprüchen der Ge- sundüeft und Sittlichkei genügen, sondern diesen Klaffen auch wirtschaftlich erschwingbar sind.
ben Verbannten einen Teil seines Gehrtmn'ffes, vielleicht tombe er dadurch Ida noch lieber. Diese Liebe, deren Gegenstand ihre Tochter war, schmeichelte lebhaft ihrem Stolze. Springer, weniger empfänglich für diese zarte Schwäche unb nur in Furcht, feine Tochter möchte Zeuge einer Empfindung toerbtn, bie ihre Ruhe stören könnte, mahnte Smolrff an ben Gehorsam gegen seinen Vater, uub suchte sobald als möglich eisern Besuche ein Ende zu macken, ben ber junge Mann un er tausend Vorwänden tn bie Länge zu z ehen sich bemühte.
Uitterdeß brach vos Ge-vitt-r los unb bie Verbannten erzitterten für ihre Tochter. „Feodora, waS wird aus mewer Feodora werden!" schrie die geängstigte Mutter- Springer nahm keirnlich seinen Stcck und öffnete die Türe, um seine Tochter auszusuchen. Smoloff folgte ihm eiligen Schrittes dem Walde zu. Springer versuch e ihn zurückzuhaltev, aber vergebens. Der junge Mann sah wohl bie Gefahr, aber er fühlte fich gtückttch, ihr für Feodora zu trotzen.
Bald waren beide im Walde. „Welche Richtung sollen wir einschlagen?" frug «smoloff.
„Nach der großen Steppe", ertoiberte Springer, „dahin geht sie täglich. Ich hoffe, daß sie Schutz in ber Kapelle gesunden hat."
Sie neben n cht mehr, gleiche Unruhe ersaßt sie; fie eilen weiter mit derselben Unerschrockenheit. Sie gehen gebückt, um fich zu schützen vor ber Menoe ber geknickien Baumzweige unb vor dem Schnee, ben ber Wiab ihnen in bie Lugen jagt. Als fie die Suppe erreichten, waren fie zwar geschützt von ben Säumen be» Waldes, aber ber Sturmwind tobte so heftig, daß fie fich kaum auf den Füßen halten konnten.
Endlich erreichten fie nach vieler Anstrengung bie Keine hölierne Kapelle, wo fie Feodora zu fiaben hofften. Smoloff war bem Vater um einige Schritte voraus. Er triit zuerst hinein, er sieht — ist es em Traum? — er sieht Feodora, nicht erschrocken, bleich ur-b z tternd, sondern fanst eirgrschlafen am Fuße bei
.............. " ii " 1 I«11.
zul-a, Dienstag, den 30. August 1904.
einer Verdienste um das Zustandebringen der Flottenvorlage der Charakter als preußischer Wirklicher Geheimer Rat zuteil. In der BolkS- verttetung hat er die höchste Stelle inne, die das deutsche Volk zu vergeben hat, und selbst seine politischen Gegner gestehen neidlos zu. daß er ein Amt mit „vieler Sach- und Geschäftskennt- niS, sowie mit Liebenswürdigkeit und Unpattti« ichkeit" ausfülll. Dem katholischen Volke ist er noch mehr. Mitten im Kulrurkampfe wurde er n den Reichstag gewählt und trat sofort der Zentrumspartei bei. Besonders in seiner Hei- matprovinz Schlesien, wo er fich unerschrocken und mit großen Opfern an die Spitze der bot- tigen ZentrumSbewegung stellte, hat er unendlich viel für das katholische Volk getan. Dort ist ein Name in aller Munde. Was er für das Wohl der Zentrumsfraktion in seiner Eigenschaft als Vorsitzender geleistet hat, dies alles aufzu- ählen, soll heute unsere Aufgabe nicht sein. Er- nnetn wollen wir nur noch, daß er Vorsitzender »er großen Arbeiterschutzkommission im Jahre 1890—91 gewesen und so sein Name aufs engste mit der Sozialpolitik des deutschen Reiches für alle Zeiten verknüpft ist. Das katholische Deutschland aber freut fich mit Stolz, daß Graf Balle- flrem einer der seinigen ist, einer der edelsten und besten Söhne des katholischen Deutschlands. Es ehrt und schätzt ihn hoch und kommt zu seinem Geburtstage mit den besten Glück- und Segenswünschen. Am bevorstehenden 70. Geburtstage wird das katholische Volk seine Wünsche und feinen innigen Dank dadurch zum Ausdruck bringen, daß es in heißen Gebeten für daS zeitliche und ewige Wohl des hochgeschätzten Jubilars flehen wird. Gott erhalte uns Graf Ballestrem noch viele Jahre in ungettübter Gesundheit!
(*) Witwen- «nd Waiseuversichcruug. Den .Hamburger Nachrichten' zufolge sollen bereits Aeußerungen der Einzelregierungeu zu der vom Reichsamt des Innern ausgearbeiteten Denkschrift über die Witwen« und Waisenver- ficherung der Arbeiter an der Zentralstelle ein- gegangen fein. Die Vorverhandlungen werden jedoch noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, ehe an die Aufstellung eines Gesetzentwurfes herangetreten werden kann.
** Zu den deutsch - schweizerische« Handelsvertragsverhandlunge» in Luzern wird berichtet, daß die Verhandlungen einen günstigen Fortgang nehmen. Man rechne aff ihren Abschluß spätestens Mitte September.
V Zwölf erstklassige Linienschiffe werden nach den neuesten Herostkommandierungen von nun an unsere Sch'.achtflotte bilden. Die vier Küflenpanzer „Hildebrand", „Beouwulf", „Fritjof" und „Odin", die auch nach ihrer Verlängerung immer nur ein Notbehelf waren, scheiden aus. An ihrer Stelle treten in die akrive Schlachtflotte ein: Sie hochmodernsten Panzer „Elsaß" und „Braunschweig", und ferner die modernisierten Panzer „Wörth" und „Weißenburg". Das Geschwader, das als Chef den Admiral v. Koester weiter behalten wird, setzt fich also zusammen aus den Linienschiffen „Kaiser Wilhelm II", „Wittelsbach", „Zähringen", nicht für ba8 Leben Feodora'-, ec war sicher eS zu retten.
11.
Der Himmel biobie indes nicht mehr, bie Wolken klärten sich auf unb ber Winb ließ nach. Feobora macht sich los aus ben Aem:n Smoloff's, fie will allein gehen unb angesichts ihres Vaters ben letzten Ansteengungen des StmmeS Trotz bieten; fie ist ftolz baraui, ihre Kräfte dem Vater zu zeigen. Sie hofft um so eher seine Zustimmung zu abalte«, um seine Begnabiguig sich zu bemühen, unb sollte fie bis an'S Ende ber Wett gehen müssen.
Bei ihrer Ankunft zu Hause schloß Ida alle drei in ihre Arme, fr bim fie Gott bankle, baß er sie wohlbehalten zurückgeführt. Ihre etile Sorge war, die Schube von Eichhornfell ihrer Tochter zu trocknen; fie nahm ihr bie Mütz« ab unb ordnete ihre langen Haare Diese mütterliche Sorgfalt, so einfach »nb zärtlich, rührte lebhaft den jungen Smoloff. Er sah, doß er unmöglich Feodora lieben könne, ohne auch ihre Mutter zu lieben, und daß eS t n ebenso großes Glück wäre, ber Gatte dieses jungen Mädchens als ber Sohn Jda's zu fein.
DaS Gewitter hatte fich gänzlich verzogen, der Himmel Hätte sich auf unb der Abend brach herein. Springer ergnff dir Hano de» jungen Mannes, drückte fie mit einem fchmerziichen urb innigen Gefühle unb erinnerte ihn baran, daß er fich verabschieden müffe. Als Feodora hörte, daß er zum letztenmale gekommen fei, errötete sie unb sprach betrübt: „W.e! ich werde Si- nicht mehr Wiedersehen?" — „O", antwortete er lebhaft, „solange ich frei fein werbe unb solange Sie diese Einöde befrouien, bsrfaffe ick Sittnka richt mehr. Ich werbe Sie sehen im Wa be, in bet Steppe, am Ufer bei Flusses, überall werbe ich Sie sehen. Er hittt plötzlich inne, selbst erschreckt über feine Neußer uv g, doch Feodora verstand ihn nicht, sie fand in seinen eben gesprochenen Worten nur die Gewitz- heft, ihm bald ihre Absicht anvertrauen zu köanen.
AIS ber Sonntag kam, machte fich Feobora m
Anzeigen: Di- ein- m spattige pctitjcile ober
deren Raum 15 P'g W W W M M «eklamen die peittzette
j| ii I I 25 psg.; bei Wi.e.-r
W W ■ M H Holungen wird en ..
SLJ^L H HL Rabatt gewahri.
Druck und Verlag dtt zuldaerAetiendrnck" i A (. _ „ „ . , , . .. in 8utda (ksarmoni--.
moiatsbdiage: „Zuldaer Grfchlchtrblatter. '
da.
I ann. 8«st
ühü- !ehr- errn -ost) reise wer
den.
fg-p-