Einzelbild herunterladen
 

Md«, Freitag, den 26. August 1904.

31. Jahrgang

betrieben wird und verweist auf die Antwort deS

er.

Ne Tochter des Verbannten

2.

Bei liefen Lorten »ergoß die zärtlich«

en* wir und chst

>nd> rgt, 0,4 ge- «s-

;rg. !lu- Ittto ren-

Präfident Dr. Porsch er bittet und erhält die Ermächtigung, dem Präfidenten des Reichs. tagS, Grafen Ballestrem, zu seinem 70. Ge. burtStaz die Glückwünsche des Katholikentags darzubringen. Er, Redner, rotfff, dcß das den Grafen sehr freuen würde, da er besonders in düsem Jahre für den Katholikentag so große Sympathien, gehabt habe. (Stürmischer Beifall.)

Sodann spricht Generaldirektor Dr. Pieper (M.<Gladbach) über „Grundsätze derchrist. lichen Sozialpolitik." Dre deutschenKatho- liken, so führt er etwa aus, sind einig und ge­schloffen in ihrem Bekenntnis zu der Notwendig­keit der sozialen Reformarbeit zu gunsten aller Stände. Ueber der Pflicht der Charitas haben wir der sozialen Gerechtigkeit nicht vergessen, im Gegenteil: Armut verhüten gilt uns höher als Armut bloß für den Augenblick lindern. (Lebh. Beifall). Dieser religiös stttliche Beweggrund erzog uns zu einer volkstümlich-sozialen Tätig-! kett, und so entstand eine echt neuzeitliche. mo-I derne Sozialpolitik, in der wir die Führung übernommen haben. (Lebh. Beifall). Auf dieser Grundlage wettete fich die soziale Tätigkeit der deutschen Katholiken zu einer umfassenden, echten Kulturarbeit aus im Geiste der Kultur misston des Christentums. (Beifall). Um so schwerer aber ist, nachdem wir die Führung übernommen, die Verantwortung und die Verpflichtung, die auf

halte er ihm nur aufsetragev, ihnen eine bequeme Wohvuna, einen kleinen Garten, Nahrung und Kl«,düng zu «sorgen, aber jeden Verkehr derselbe« nach außen zu verhindern, und besonders alle B-tefe zu unter­schlagen, die fie vielleicht an den russischen Hof ab- s nden würden.

konnte Blumen kulti-ierte; und wenn die Zeit ihrer Brüt« kam, drückte er fie an seine Lippen, zeigte fie seiner Gattin und zierte damit die Stirne seiner Tochter, indem er zu ihr sprach: „Schmücke dich mit den Blumen deine- Vaterlandes, fie gleichen dir; wie du verschönern fie fich in der Verbannung. Ach! möchtest tu nicht in derselben sterben, wie fiel"

Außer diesen augenblicklichen Rührungen war er immer still und ernst; man sah ihn stundenlang einer ließ« T,äuwerei fich hingeben, fitzend auf derselben

rühmt die schöne, akustisch gebaute, transportable Festhalle. Weiter hebt er die starke Beteiligung des Auslandes hervor und betont die Beachtung der deutschen Katholikentage in der ganzen Weit. Die Universalität der katholischen Kirche, die uns aber nicht, wie eine anders­gläubige Zeitschrift fürchtete, zur Ueberhebung führt, läßt uns das Bewußtsein unserer Minder­heit leichter ertragen, aber nicht verlieren. (Sehr richtig!) Redmr empfiehlt besonders den Boni- fatiuSverein und wiederholt unter stürmischem Beifall das im Verlaufe der Generalversamm­lung mehrfach gestellte Verlangen nach voller Freiheit der Kirche und ihres Oberhauptes. Dann weist er den Vor wmf engherziger Kon-1 fesfionalifierung zurück, indem er betont, daß riues Festhalten an der Konsesfion keineswegs >ie Achtung cor fremder Ueberzeugung hindere. Der Präsident wendet sich hierauf gegen die

Hierauf hielt NuntluS Cap u t o aus München nn« lateinische Ansprache, worin er seiner Freude Ausdruck geb über die Einheit, den Glauben ! und die Liebe dcr Katholiken Deutschlands. Dann entbietet er die besten Wünsche und Grüße des Papstes, in dessen Auftrag er den Aposto­lischen Segen erteilte.

Prästdent Porsch dankt dem Nuntius und erklärt, daß die deutschen Katholiken die treuesten Söhne deS Heil. Vaters sein wollten. (Stürmi. scher Verfall.) Er schließt mit einem Hoch auf den Papst.

Kommerzienrat Pustet dankt nunmehr dem Präsidenten, auf den er ein Hoch ausbringt. (Erneuter Beifall.) Die Versammlung trennt sich nach dem Gesang: „Großer Gott, wir loben Dich," in tiefer Bewegung.

I einem Teile der akademischen Jugend ausgehende Attentat auf die akademische Freiheit und hofft, daß die Senate sich auf den Stand­punkt des badischen Ministers Dusch stellen: Eine liberale Regierung kann auch katholische Korporationen nicht rerbieten. (Lebhafter Bei­fall ) Wir betrachten diele Vorgänge mit sehr ernsten Augen (Sehr gut!) als Angelegen­heit des ganzen katholischen Volkes und find gewillt, die l onsequenzen daraus zu ziehen. (Stürmischer Beifall.) Nach einem be­geistert aufgenommenen mahnenden und ermun­ternden Appell an die katholischen Studenten, die zahlreich anwesend find, wendet der Prästdent den Bick sodann auf den nächsten Katho- lilentag in Straßburg im Elsaß, nach beffen Katholiken die deutschen Katholiken schon lange die Hard ausgestrcckt hätten. (Lebhaft« Beifall.) Anknüpfend an das heutige Fest des

| hl. Ludwig feiert Redner König Ludwig I. von Bayern, den Vater Prinzregenten und Groß­vater deS Prinzen Ludwig; in feierlichen Worten widmet er ein frommes Gedenken auch Ludwig Windthorst, sowie dem Frhrn. v. Franken­stein, dem wahren Edelmann, der ein Vorbild für die deutschen Katholiken, besonders seine Standefgevofsen allezeit sein möge! (Stürmi­scher Beifall.) Unter erneutem brausenden Bei­fall spricht der Prästdent seine Freude über die zahlreiche Beteiligung des Adels und der Bischöfe aus und schließt mit den Worten des Präfidenten des ersten Regensburger Katho- ltkenrageS: Einheit und Liebe! (Begeisterter Betfall.)

* Aus dem Jahresberichte des Volks­vereins für das katholische Deutsch, land über das Vereinsjahr 1. Juli 1903 bis 1904, ter auf der Generaloer summ lung deS Vereins am Dienstag in Regensburg vom Ge­neraldirektor Dr. Pieper verlesen wurde, ent- nehmen wir folgende Angaben:

Nachmittags '/,2 Uhr fand das Festmahl statt, an dem gegen 300 Personen teilnahmen. (Wir werden darüber in der nächsten Nummer berichten. Die Redaktion.)

Und das, so ruft der Redner aus, nachdem die älteste katholische Studentenkorporation, die Ver- binLuvg „Bavaria" (Bonn) schon ihr 60jährigeS Jubiläum, viele andere Korporationen aller drei

U"? “ lagen allent- au*^

£'tfllLeut A .^stlüh von dieser große« l nicht lullten und der Anblick seiner Tochter nur noch Ebe..r war non bett ffifiriften eine ffefn. t». I bitterer mach e. Ost nahm er sie in seine Ann^ drücke fie an sein Herz und dann übergab er fie Mötzlich chrer Mutter und rief: „Nimm, o nimm lese- Kind, Ido, sei« und Dein Elend bringt mir de« Tod, ach! warum hast Du wir folgen wollen? Wenn Du wich hier allein geloffre hättest, wenn Du nicht di« Hälfte weinet Unglück» trügest, wenu ich Dich ruhig und gethrt in Deinem Baterlarrde wüßte,

CPC. Regensburg, 25. August 1904.

Die letzte geschloffene Generalver­sammlung

erledigte Anträge des AusschrisseS für Charitas. Zar Annahme gelangten Anträge, welche die Unterstützung empfehlen des Charitasver- bandeS, der Vincenzoereine, ländlichen Armenpflege, des MädchenschutzeS, der Auswandererfürforge, des St. Josephs- vereinS, der Fürsorge für italienische Arbeiter in seelsorgerischer Beziehung, Bekämpfung des Alkoholismus durch Trikkcrheilanstalten, Er- fatzgetränke.

Damit sind die Anträge erledigt. (Mr werden sämtliche Anträge, die auf der Katho- likenverfammlung zur Annahme gelangt find, i m Wortlaut mitteilen. D. Red.)

An Stelle des auS dem Zentralkomitee aus-1 scheidenden Dr. Stephan-Beuchen wird Graf OpperSdorff-Glogau gewählt; an Stelle des ausscheidenden Chefredakteurs Dr. Cardauns tritt statutenmäßig Kommerzienrat Pustet. Damit ist die geschloffene Versammlung erledigt.

Die letzte öffentliche Berfammlung

wurde um 10 Uhr unter sehr großer Beteiligung er­öffnet. Der Versammlung wohnt im Auftrag des hl. Vaters der Nuntius Caputo bei, der von der Versammlung mit einem stürmischen Hoch begrüßt wird.

I land verpflichten die angeborenen I Pflichten gegen Gott. (Stürmischer Beifall) Die jungen Herrn sollten fich in christlicher Liebe ein Beispiel am Kaiser nehmen! (Begeisterter Beifall.) Redner weist sodann den unwahren Vorwurf zurück, daß die katholischen Korpo- raiionen an den Hochschulen Zentrums- Politik trieben. Demgegenüber hebt er die starke Teilnahme von Studenten an der Grün­dung des Nationalliberalen Jugendoereins in Hannover hervor, wobei Prof. v. Hanstein be­sonder« die studentische Jugend mit zum politi­schen Kampf gegen den „Ultramontamsmus" auf« tief. (Hört, hört!) Redner bedauert das von

türliche Wahrheitspriesterin mit hoher Autorität uns entgegentrete. Da die Kirche die kostbaren Wahrheiten hüten muß, so will der Jndcx dem übernaiütlichen Jntirkffe dienen. (Lebhafter Beifall)

Dann hielt der Präsiden Dr. Porsch die Schlußrede. Das Zentralkomitee dachte, es sei gut, auf die Massenversammlungen eine stillere in einer kleineren Stadt folgtn zu lassen. So gingen wir von Köln nach der stillen Bischofs­stadt Regensburg. (Heiterkeit) Aber wir haben ues schwer getäuscht. Auch hier herrschte ein gewaltiger Mossenandrarg, so daß die Polizei am Montag die Halle schließen und Tausende ab weis, n mußte (Lebhaftes Bravo.) Der Prä- I fident dankt sodann dem Lokalkomitee, dem Fürsten von Thurn und Toxts, der Bevölkerung, den Stadtbehörden und fe.1 Rednern. Er

51- General-Versammlung -er Uatho- ltten Deutschlands zu Regensburg. (Nachdruck verboten.)

Eine wahre Beschichte.

------- (Nachdruck verboten.)

1.

Peter Springer hatte fich feine Wohnung selbst gebaut. Sie bestand aus Tannenholz und war mit Stroh ««deckt. Hobe Felsen schützt«, fie vor dem kalte« Nordwind und vor Ueberschweumi' uz deS See'-. Gegen Süden lagen ungeheure Steppen, bedeckt mitnHmD nm XS’ÄÄri.. SälSs1

Ebene war von den Christen eine kleine hölz-rne Ka­pelle «richtet worden.

Während des langen und raube« Winter» begab plötzl Springer jeden Morgen auf die Jagd und dies«, tötete (Rentiere, die fich von be« ersten zarten Blätter« ' der Pappeln ernährte«, öfter auch Hermelinen, ver­puste ben P kz derselbe« und verschaffte fich von dem Wr"seiae^T»'ckter ° I »«»ju *,,v H6'*#“ >» »einem «aieriano« wupr«,

KJA“ 3* 5"laugen Abenden unter- dann metne ich in dieser Einöde oh« Klag« leb«,

richtete er bi« [luge Feodora. Zwischen ihren vltnn I zu können!' Bei diesen Worten »er«»6 die zärtlich«

sttzend, la» fie ihnen laut Abschnitte aus der Geschichte vor. Ihr Baier zeigte ihr die gante Schift heit de» Ruhme» und Heldenmutes, Ihre Mutter Ida die ganze Anmut rrligöser Gefühle und bescheidener Güte. Der Vater erklärte ihr die Größe und Erhabenheit L b” *** “”b

«Itenge andererseits erregten de« Argwohn, daß der Sobald der Schnee anfing zu schmelzen und da» einfache Name Peter Spring«, den man dem Ber- erste Grün fich zeigte, beschäftigte fich die Familie im I Ä v“®”’ Finger bestellte die Rabatte, Ida ordrete

$<l6nt&e" °b« die Sämereien und Feodora fäele sie in die Erde eine große Ungercchtigk-rt verbarg. Der kleiie Raum war einaeheat mit einer Decke an»

M abtt E Bemühungen, diese» Geheimnis zu Erlen, einer in Sibirien^ sehr beliebten Art von

?n 1h? nnofM1®1®«6 «sbr Sträuchern, weil ihre Blum« ot« einzige ist. di« einigen

I°°b- l

Dann fragten sie nicht weiter, entfernten fich mit mit­leidigem Herzen und sprachen : „Möge Gott fie eine» Tage» wieder in ihr Vaterland zurückführen."

Tobolk», Hauptstadt von Sibirien, ist im Norden von Wälder« umgeben, die fich bis zum Eismeere er­strecke«. Die Berge find mit ewigem Schnee bedeckt I mehr ma« nach Norden vordringt, werden die gr feen Bäume immer seltener; verkrüppelte Sträucher ftm der einzige Schmuck dieser Gegend. Endlose Eompfe, mit Moos bedeckt, zeigen sich al« die letzte Anstrengung einer ersterbende« Natur. Im Süden von Tobolsk erstreckt fich die ungeheure Ebene Si­biriens, wo die unglückliche« Berbannten wohne«, einige derselbe« werden von der Regierung mit Lebens- j Mittel« versehen, andere leben von ber Jagd. Fast olle find ber Gegenstand be» öffentlichen Mitleids, «nb man nennt fie nur die „Unglücklichen".

Inmitten eine» sumpfigen Walde», am Ufer eine» ker»förmige« tiefen, mit Schwarz- unb Weißpappeln «ngebe«« See'», wohnte eine verbannte Familie, eie bestaub au» btei Verso««: ein Man« von 45 Zahl«, seine Gattin und seine in b r Blüte dr» Zugenb stehenbe Tochter. In biefer Wildnis einge- lchlosi«, lebte diese Familie mit niemanden in Ber­ühr- Der Vater ging allein auf die Jagd; niemal» wm er nach Sauuka, dem zunächst gelegm« Städtchen, «temals hatte man dort feine Gattin und seine Tochter Mehre; außer einer arme« tartarischen Bäuerin, die chu» biente, betrat niemanb ihre Hütte. Man kannte »eder ihr Batcrlanb noch bi« Ursache ihrer Bestrafung. ««» Gouverneur von Tobolsk wußte allein um bat «heimni» und hatte e» nicht einmal bem voröeher 2®** GerichtSbezirk-S in Saimka anverkant. Al» ” o»se Verbannten unter deff-n Aussicht gestellt,!

: Fda reichliche Tränen; ihre Blicke, ihre Worte, ihr« 1 Handlungen, alles in ihr bekundete die innige Siebe, bte sie cn ihren Gatten st sielte. Sie hätte nicht eine« Tag fern von ihm leben lönnen ober fich unglücklich fühlen, wenn fi« immer vereint waren. «ck> I hätte fie nicht über den Kummer ihre» Gatten sich betrüben müsse«, vielleicht hätte sie ihre Ber- bamiung leicht« Herzens ertrag«.

. Id« war, obschon fie über 30 Jahre zählt«, «och immer schön, ihrem Griten, ihrer Tochter unb ihrem Gott gleicherweise fich bingebenb. Diese dreifache Siebe batte ihrer Stirne einen Zauber aufgedrückt, den die Zeit nicht verw schen konnte. Sie bereitete selbst die Speisen, die ihrem Gatte« besonder» zu­sagten und war besorgt, die geringsten seiner Wünsch« zu befriedig«. Ordnung unb Reinlichkeit herrschten in ihrer kleinen Wohnung. Die Wände waren mit einigen Stickereien unb verschiedenen Zeichnungen von der Hand Ida'» und chrer Tochter geschmückt.

So verging die Woche mit der Verrichtung ber häusliche« Arbeit«; kam dann ber Sonntag, so war ti für Ida ein tiefer Summer, daß fie nicht dem Gotterdienste beiwohn« konnte, unb fie brachte ein« Teil bieje» Tage» im Gedeie zu. Hingeworfen vor dem Kruzifixe mb einem Muttergottesbild«, flehte fie rccht innig für Gatte und Kind, und fie fühlte dann, daß e» ihr immer leichter wurde, die rechten Trost- I Worte für ihren Gatten zu find«.

3.

Seit chrem vierten Jahr« in biefer traurigen Ein- öbe erzogen, kannte bi: junge Feodora kein andere» Vaterland, s e erfreute fich an den wenigen Natur- tS, unschuldig« Herzen eigen ist. Sie umechielt fich damit, die Felken zu erklimm«, welch den See umgab«, um dort nach ben Eiern be ^p«b«r unb »eifere Geier zu such«, die hier trä nnb be» Sommers ihre N ster bauten, ober Taub ä» fangen. Während ihrer glücklich Kindheit kam «» ihr nie in dre Sim-, daß e» e »(fftre» L»S geben könne nlr da» ihrige. Ihre G

I uns lastet. Denn erst der kleinste Teil der so- zialen Aufgaben ist gelöst, noch lange nicht die Mehrzahl des katholischen Volks ist in die or- ganisterte soziale Arbeit eingetreten, der soziale EntscherdungLk.mpf ist noch nicht geschlagen. Darum lassen Sie mich nur drei besonders dring- liche Mahnungen ou!sprechen. Zunächst müssen wir unsere roch vielfach vereinzelte sporadische soziale Arbett roe.ter, und zwar möglichst allge­mein ausbreiten. (Beifall) Die Zahl unserer katholischen Arbeiter-, Gesellen-, Arbeiterinnen-, Jugendvereine, kaufmännischen Vereine und ihrer Mitglieder reicht noch lange nicht heran an die organisationsfähigen Bkrufsgenoffen. Sodann müssen wir unsere soziale Tätigkeit noch mehr Dtrtiefen. Die katholischen Standesvereire dürfe« niemals bloße Bewahrungsvereine bleiben; sie müssen Eroberungsvereine, Arbeitszentren, führende Truppen werden. (Beifall.) Vor allem, müsse« wir noch mehr die Gebildeten und be­sitzenden Katholiken dem sozialen Denken und der sozialen Arbeit gewinnen. Mögen speziell ihnen unsere General-Versammlungen wie in so vieler anderer Richtung so auch dazu kräftige Anregung und Ansporn geben. (Beifall.) Dann wird die soziale Tätigkeit der deutschen Katholiken noch größere Erfolge erringen zur Erfüllung der Kulturmission des Christentums. (Lebhafter lang- anhaltender Beifall.)

Zweiter Redner war Prof. Meyenburg- Luzern. Sein Thema lautete: „Sicherheit und Weitherzigkeit katholischer Gottes- und Weltanschauung". Redner hebt, wie er einleitend bemerkt, einige Momente hervor, in welchen dieselbe in überraschend« Weise zu­tage tritt. Unter Gottesgedanken versteht der Redner den Gedanken an einen persönlichen — ................ |lu, „ietuu. uie

bas Wort gesprochen habe: gib Hetze, die zurzeit auf den Hochschulen gegen die Rechenschaft von deiner Verwaltung! Die erste katholische« Studentenkorporationen weitherzige Forderung unserer Kirche heißt: Ec- betrieben wird und verweist auf die Antwort deS obere dir den Gottesgedanken, wage es, den Senats der Hochschule in Hannover er werde ^ü^gedanken theoretisch und praktisch durchzu- die Angelegenheit allen Hochschulen unterbreiten, denken! Die Kirche sördert die Eroberung des | Und das, so ruft der Redner aus, nachdem die Gottesgedankens. Sie schließt sich nicht einseitig " von d-r Welt ab. Mo fie die Natur fr eudigkeit des modernen Volkes und des gebildeten Volkes, -------------- Aül„ulullullw uuer ottl

beobachtet, da freut sie sich über diese Ver- großen Verbände schon goldene und filberne I tiefung bsö .^ottesgedankens. Aber die Kirche Jubiläen feiern konnten! (Lebhaft« Beifall.) freut sich mcht blos über den Gottesgedanken, Die „voraussetzungslosen" Studenten in Han- fordert ihn auch: sie verterdigt roeiter ben neuer betrachten doch die Treue zum Vaterland natürlichen Gottesgedanken. Sie führt mitten als selbstverständlich aber mindestens ebenso wie m das durfte Getnebe und das scheinbare Wirr- die angeborenen Pflichten gegen das Bat«- , warr der Geschichte Zwar gibt es auch heute' " "" -• -

noch ein ganzes Heer von Leugn«« der Gott­heit Christi, ab« in historischer Hinsicht, in der geschichtlichen Auffaffunz der Person Jesu Cyiisti ist merkwürdig eine rückläufige Bewegung ein­getreten. Man nähert fich wieder auf geschicht­lichem Gebiete dem Standpunkte, den vor mehr als einem halben Jahrhundert der kttholische Theologe Hug so glänzend vertreten hat — ein BewriS für die katholische Superiorität. (Lebh. Beifall) Im weiteren legt Redner dar, daß in den Dogmen der katholischen Kirche die Wahr- j heiten Gottes enthalten seien und daß auch da, wo fie nicht feierlich entscheidet, sie als eine naJ

d J r«rei»e«: Vie r4*

J H fpaltige Petttzeile «W

/äW lr ■ ■ ff jTW der«« Baum 15 yi*

A H H ■ ■ I B 1 ■ Bcflamtn bi« petitzeili

Äf || II II 1 I 25 Pfg.; bei wieder-

■k . ■ ■ W W ■ H Ä ■ Holungen wirb entfpr.

«W HL H KL Rabatt gewährt.

Druck unb Verlag b 8nlbaerRctienbrecke!

monatsbeüagt: „Sulbaet Geschichttblätter". Lernsprecher Nr. 9

WMaer

^Mtetter:I»f.vannc,

8- hTgidb«. wochendeilage; „Illustrierte §onntag5zeitung"