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Sulöa, Freitag, den 22. Juli 1904.

JK 1«5

Sm Garge des Präfideute» Krüger

toar’8 nicht so?

Das Haus im Gebirge.

Erzählung aus der Gegenwart vonKlaraLötschert

». Eisenhart Rothe, ist nach Berlin in das Kaiser!. Zivil-Kabiner berufen worden. Er Hal bereits vor einigen Tagen seine neue Stel­lung angetreten und zunächst eine Hilfsarbeiter- stelle im Zivil-Kabinet übernommen. Der »Post' zufolge wird er zum 1. April 1905 in die neu zu schaffende Stelle eines vortragendenRates ein» < rücken. Die »Staatsbürger - Ztg/ will erfahren

haben, daß Herr v. Lucanus zum 1. April 1905 aus seiner Stellung, die er fett 15 Jahren bekleidet, ausscheiden und Herr v. Valen-j lini in dieselbe rinrücken werde.

[?]®er Präsident deS russischen Miursterkomitees Witte ist heute vormittag in Berlin eingetroffen. Nachdem die atiuib» legenden Verhandlungen über den deutsch-russischen Handelsvertrag irr Norderny beendet sind, werden die beiderseitigen Kommissare die weiteren Be­ratungen in Berlin vornehmen und wahrscheinlich auch hier zu Ende führen. Es ist, wie der ,Berl. Lok. Anz.' berichtet, eine Grundlage für die Weitervrrhandlvngen gesunden, und es kann beiderseitig die Absicht und Aussicht festgestellt werden, bald zu einem Ergebnis zu gelangen. Die Aussichten, zu einem für beide Seiten an­nehmbaren Ergebnis in absehbarer Zeit zu ge­lange«, find durch die Norderneyer Aussprachen besser geworden. Nach der „Post" hofft man

Russen nicht angriffen, ergriffen die Japaner auf dem äußersten rechten Flügel die Initiative und stießen bei Zankan auf den Gegner. Die Russen gingen zurück, erhielten aber Verstärkungen und der Kampf entbrannte aufs neue. Bei Abgang der Meldung wurde

ianvlschast in Berlin als Marine-Attache zuge- teilt und von diesem Posten erst kurz vor Aus- bruch des Kriege- abberufen werden. Kaiser Wilhelm hat nun Gelegenheit genommen, als er den Tod Hcyashis erfahren, dem japanischen Militärattache Di sein Beileid zu dem Ver­lust eines so wackeren Kameraden auszusprechen.

EinZarenwort. Siner Petersburger ,Matin'-Dpesche entnimmt die Wiener ,Zett' folgendes: Im Verlaufe seiner jüngsten Reise empfing der Zar im Bahnhof von Samara einen Großkausmann, der für Flotten- und Arweespitalszwkcke eine Million Rubel gespendet hotte. Der Zar richtete einige gnädige Worte an ihn und sagte zum Schluß: „Rußland kann von den Japanern nicht geschlagen werden."

(Marga Brechteu)

------ (Nachdruck verboten)

der Bundesrat der Familie Krüger sein Beileid durch ein Telegramm ausgesprochen. — Die .Revue' druckt den Totenschein Krügers ab. Da findet sich als „Beruf" angegeben: „Früher Präsident der südafrikanis^en R-publik."

* Bo« der englische« Tibetexpeditio« wird dem .Reukerschen Bureau' gemeldet, daß die englischen Truppen den Kharolapaß überschritten hätten. Sie fanden nur schwachen Widerstand. Die Truppen lagern jetzt 92 Meilen von Lhass a entfernt. Die Verluste der Eng»

dann leise. c,

„Hm — dar weiß ick, und so muß eS auch lein

* . - _ - . . - rw . . _________ LX.am WUotltl

noch gekämpft.

Der von russischen Kreuzern weggenommene englische Handelsdampfer „Malacca" ist, jedenfalls infolge der Protestnote Englands, 1fr—. ireiaeaeben worden. Er verließ ohne An-

labe M Bestimmungsortes Port Said. * Sm Sarge des Präfideute« Kruger

Ueber ein Beileidstelegramm deS hat nun auch, wie aus Montreux geschrieben Kaisers Wilhelm für einen japanischen wird, der schweizerische Bundesrat einen Marine-Offizier wird dem ,Lokal-Anzeiger' prächtigen Kcanz niederlegen lassen. Ferner hat berichtet- Der Kapitän des Kanonenboots > - — - — —— «- „Cookai", Hayashi, der mit seinem Schiff m der Kintschoubucht den Angriff auf Kmtschou unterstützt hatte, war bei dieser Aktion gefallen.

wachsen, mit den schwarzen Flechten um den Kopf ge- tounten, den prächtigen dunklen Augen und dem klugen, aber tinolich guten Ausdruck im Gesichte.

„Wo ist di; Mutter, Magda?"

„In der Küche, Vater. Sie bringt wgletch die Milch: die Kartoffeln müssen noch eine Wette kochen.

„ES ist g"t. Komm' einmal daher, Mädchen. Sag', magst Du den Leonhard Werner leiden? Möchtest Da ibn zum Manne haben, mein' ich ?"

Sie wird dunkelrot. „Nur, wenn er Dir und der Mutter auch als Soyn recht wäre," erklärt fit

Mvada nickte. „

Siehst Du, ich wußte das," fährt Kksin:« fort, „u°d darum sprach ich deute nachmittag fteuadlick-r mit ihm, als es sonst der Fatt gewesen wäre. Ich weiß nicht, woher er kommt, aber wenn er so groß und stark vor wir steht, ist mir ordentlich bange vor ihm. Er soll auch sehr heftig sein "

D Vater, wenn Ihr'» Leide nicht gern hab?, so denkl nickt mehr an >bn! Siehst Du, alS Kind ist mir das Folgen marckmcl recht saur geworden, ober nun halt'» mir nimmer schwn:. Und eh' ich etwas gegen Deinen und der Mutter Willen täte, lieber blieb ich mein L-ben lang bei Euch in der „schwarzen Elster", »bei — ich glarne — eine gute Frau o-r- möcht' gar viel über ihn!" und Magda drückt ben schönen Kopf an deS Vaters Schulttr. —

Der Abrndwind w-hr herein und spiett mrt i.rem Haar; drauße» in ht Wivurlinde aber hat sch,et« Bögleia zum Schladn rirdergesitzt.

••.rfi svlg. )

__31. Jahrgang.

mit äußerster Kraft nach Südosten fort, als wenn fie nach Saigon fahren wolle. Möglicherweise war dies nur eine List, um die japanischen Schiffe aufzuspüren.

„Von denen mag ich kette?," evtgegneleLeonhard Werner schnell, „lleberhauvt, was braucht'- da noch ein Umsehen? Man sucht nicht mehr, was man schon gefunden hat."

„Wie — Ihr hättet schon — ?"

„Et freilich, und damit ich's nur gerade herank- sage — ich habe ein Auge auf Eure Tochter Magda geworfen."

3 tzt ist Jakob Kirstner doch zu ehrlich, um er­staunt scheinen zu wollen. Er steht auf und geht an das Fenster. Dort bleibt er eine Wette wie in Be­trachtana der üppig grünenden G.-ranieustöcke verloren stehen, jener Blumen, welche seine Tochter Mogda so sorglich pflegt.

Als er an den Tisch zurückkehrt, ist düs ständige Lächeln von seinem Gesichte verschwunden.

»Ich hab's anbei» mit der Magdu vor," sprickt er. uns dann ist sie auch nock so jung Wa» Such ay9e^> Herr L onhard W-rner, so acht' ich Euch ei"!" strebsam, n Mann, de- weiß, was er i1’ ^?merhin ober habt Jqr noch wenig vor Tuch March' Zwr wird nock auf da» Haus zu zay'« sein Wie nun, wenn ich darum ein für alle- * Slim" sa .e?>

D -r Aufseher schiebt den Rest seines Bieres zurück. W besitzt ttn beit'ges, jähzoin ger Gemüt, mb man sieht, daß er sich Gewalt antun miß, um ruh g zu bleiben. Endlich enigeguet er langsam:

„In dem Falle — verzeiht wir die Rede, ich bin zu aufrichtig, nm hinter d-m Beroe lallen zu wellen — aber, in dem Falle wind' ich versuchen, ob ich

in den beteiligten Kreisen, im Laufe der nächsten Woche zu einem Abschluß zu gelangen Nach dem ,Berl. BS-sen-Kourier" wnd Herr Witte! ungefähr acht Tage in Berlin verweilen. Dieser Aufenthalt hat aber nur rein persönliche Gründe. Hen Witte trifft hier mit seiner Gemahlin zusammen. Beide werden die Zeit ihres Aufenthalts dazu verwenden, um die Wohnung für ihre ^.:chker, Frau v. Narisckkin, einzurichten, deren Gatte zur hiesigen russischen Botschaft versetzt worden ist.

** Lm 23. d. M. geht eine Kommission nach Südwestafrika ab, bestehend aus Je einem Vertreter deS Ministeriums der öffentlichen Arbeiten, des großen SeneralstabeS und des Reichsmarineamtes. Diese Kommission soll an Ort und Sielle Maßnahmen zur Beseitigung der im Hafen von Swakopmund eiiüretenben Vrr- sandung ausfindig machen. Wenn diese Der­

stehen?"

Werner gibt die ? ausbedingungen an.

SFeÄ I A-S ■•5-r'efiÄ

dLZKÄL-L PWMZM? Gap zum Ausbruch mahnt. @r 8'bt demselben sogar seinem Pfad und zwar da« deckst- Bündel yeu, voraus, aber wie er auf der Schwelle steht und den' tn?

Lindenbaum ansieht, mit dessen Blüten btt Magda als SHnb so gern gespielt, da kehrt da» alte, sorglose Lächeln auf sein Gesicht zurück. Ur-b al« der Auf­seher noch einmal auf ihn zutritt und ihn mit leiser Stimme etwas zu fragen scheint, da nickt er rhm treuudlick zu. Leonharv Werner nxrft seinen Hut hoch in die Lust, eilt dann den Kiesweg hinab und sängt ihn wieder auf. Und in der Art, tote er dies tu,, in dem Abschietsgruß', den er der »schwarzen Elster« zuruft, vor ollem aber in dem Hellen Peitschen­knall, welaer das Forttollen sein es Wagens begleitet, liegt tut ganzer Leben voll freudiger Hoffnung!

Im Westen erglänzt der Himmel in einem lief» goldenen, purpurnen Farbenmeer

Tie letzten Strahlen der uutergehenden sonne huschen zum Fenster herein uud fallen gerade aufJa» grobe, ab-r schneeweiße Tuch, welche» Mazda Kr stner über Den Ti'ch brütet. Sur Vater lehnt tn der Nähe Mit dem Rrck.-u gegen das SimS. Er be'röchlet seine Tochier, wie fie dort steht: groß und sch'ark re-

länber find unbedeutend.

* Ja Belgrad ist, wie dem.Lok.-Anz.' be- richtet wird, die Schlafzimmereinrichtung des ermordeten serbischen Königspaares verbrannt worden. Bekanntlich wurden König Alexander und Königin Draga in ihrem Schlaf­zimmer von den Verschwörern erschossen. Die Einrichtung dieses ZimmetS hatte bei den schreck­lichen Szenen, die stch hierb.i abspielten, sehr gelitten. Unter den Sachen befanden sich auch einige Kleidungsstücke der Königin. Während die Königin Natalie gleich zu Anfang für dte Vernichtung dieser Sachen war, legten dte Schwestern Dragas durch ihren Rechtsanwalt Protest ein und verlangten, man solle ihnen dte Kleidungsstücke, die die Königin am Tage des Mordes trug, übergeben. Die Regierung weigerte sich, das zu tun, da sie fürchtete, daß die Schwestern Dragas diese Kleider ausstellen und auf diese Weise Stimmung gegen das Regiment vom 29. Mai machen könnten. Die Sachen wurden also trotz des Protestes der Schwestern Lunjewitsch im Garten der Burg verbrannt. Die Vernichtung fand unter der Aussicht des Intendanten des Königs, des Stadtpräfetten und der Rechtsanwälte der Königin Natalie und der Schwestern Dragas statt.

• Dem Vizekönige von Indien, Lord Curzon, ist am Mittwoch das Ehrenbürger,- recht der Stadt London verliehen worden. Die Guildhall war von einer großen Zuschauer­menge und hervorragenden Persönlichkeiten an­gefüllt. Als Lord Curzon nach der Verleihung des Ehrenbürgerrechtes eine Ansprache hielt, wurd? er mit lebhaftem Beifall begrüßt. In seiner Rede bemerkte der Vizekönig, Indien werde in der Weltpolitik eine Rolle von zunehmender Bedeutung spielen. Ja Asten werde wahrschein­lich über die Zukunft des Reiches erttschteden werden. Er empfinde keine Bedenken darüber.

Berlin, den 21. Juli 1904.

* Jmftizminifter Schönstedt hat einem ««liner Blatte zufolge schon vor mehreren gopAen den definitiven Entschluß geäußert, im

dieses Jahres seine Entlassung zu nchmen. Herr Schönstedt war ein Justizminister, bem nie etwas glückte. Im Parlamente hat er »ck zuletzt mit dem Kontraktbruchsgesetze bloß- gestellt. Neuerdings find zu allem andern noch die Schlappen hinzugekommen, die ihm der Königsberger Prozeß bereitet hat. Er läßt diese Haupt- und Staatsaklion, die nicht« als eine Gefälligkeit gegen Rußland darstellt, inS Werk sitzen. Monatelang wird der Prozeß vorbereitet, Md als man schon eine Woche lang verhandelt! hat, stellt sich heraus, daß es aller Wahlschein- Uchkeit nach an jeder rechtlichen Unterlage für den Prozeß fehlt. Die Justizverwaltung htt es nicht für nötig gehalten, sich über diesen Punkt rechtzeitig genau zu unterrichten. Man begnügte sich mit einer von russischer Seite gelieferten Auskunft über das russische Strafgesetzbuch, die stch als falsch herausfiellte. DaS gleiche Ver­trauen zu de« russischen Behörden hatte der Justizminister schon vor einigen Monaten be­kundet, als er im Abgeordnetenbause Ueber- setzungen aus den beschlagnahmten Schriften ver­las, die auch falsch waren. Kein Wunder, wenn Herr Sckönstedt allmälig amtsmüde wird und jetzt verkündigen läßt, er habe sich schon vor mehreren Wochen für amtsmüde erklärt.

*, Der Landrat des Landkreises Bromberg,

zeitig vorgebeugt werden.

8 Das «Deutsche Kolonialblatt gibt eine Uebersicht über die bis mm 7. Juni nach Südwestafrika gesandten Transporte und die bis zum 9. Juni bekannt gewordenen Ver­luste. Danach waren entsandt nMchrr 211 Offiziere, 51 Sanitätsoffiziere, 64 MWarv amte, 5865 Unteroffiziere und Mannscha «, A^ld- geschützen, 12 Munitionswagen. 6 Maschme t re- wehre, 3320 Pferde aus Ostpreußen, Pos« « d Schlesien. Ferner wurden eingesührr «S d:r Kapkolonie 1310 Pferde und 420 Mault ere, aus Argentinien 547 Pferde und 25 Maultiere. Von der Schutztruppe für Kamerun wurden nach Süd- westofrika abgegeben 4 Unteroffiziere, 1 Sanitäts- Unteroffizier, 2 Feldgeschütze, 1 Maschinengewehr. Ferner wurden nach Sübwestofrika enttarnt sechs Feldgeschütze, 1 Maschinenkanone, 6 Maschinen­gewehre. Der Gesamtoerlust bis zum 19. Juli betrug 428 Mann, darunter 32 Offi fiere. Ge­fallen find 129 Mann, darunter 14 Offi fiere/ verwandet 121, darunter 14 Oifiziere an Wun­den gestorben 9 Mann, darunter 3 Offiziere, an Krankheiten 48, darunter 1 Offizier. Vermißt und ermordet 121.

* Die Kommission, in deren Hänorn bie Verteilung der zu Hilfeleist»«ge« aus A«. laß des Hereroaufftaudes vom Reichs ag bewilligten 2 Millionen Mark gelegt worden ist, hat sich nunmehr in Windhuk konstituiert. Sie besteht außer dem Kaiserlichen Obrrricher Richter als Vorsitzenden aus folgenden Personen: l.An- siedelungskommiffar Dr. Rohrbach, 2. Kaufmann Nilsche-Windhuk, 3. Farmer Mittelstadt Elisen- heim, 4. Farmer Erich Raß Ondekaremba. Sie hat ihre Arbeiten unverzüglich in Angriff ge­nommen.

* Der mMch'jspsWA Krieg.

Am Motienpaß entbrannte am Dienstag der I Kampf von neuem. Die .Daily Chronicle' meldet aus Kurokis Hauptquartier am Motten- paß, daß am 19. Juli die Japaner einen neuen Angriff auf den Paß erwarteten. Da die nicht dennoch die Liebe und den Treuspruch Eurer Tochter erringen könnte. Jbr hottet Recht, als Ihr meintet, ich kennte mein Ziel."

„Gut," antwortete der Wirt ttodenen Tore-, „so will ich Euch nun sogen, was dann geschehen würde. Ihr kämet nicht weit mit Euren Bemühungen. Meine Magda wird nie einem Manne angehören wollen, dem ihre Eitern nicht zuvor da» Recht gegeben hätten, um fie zu freien, eie hat das vierte Gebot allezeit heilig geholten und wird ibm nicht untreu werden, um eines fremden Ma nes willen," fügte er ernst hinzu.

„Seid Ihr btffen gmz sicher?"

„So ficher, als ich m ineS eigene« redlichen SmmS bin." „ t _

„Wenn da» ist, so näte fie durch, daß rch um fie diente, wie einst Jakob um Rachel gedient bat, renn eine musterhafte Tvch'er wird auch eine musterhafte Gattin werden. Jetzt erst glaube ich das Mädchen richtig zu kennen, und darum bitt' ich Euch herzlich: gelt mir bie Magda zur Frau! Meine ganze Kraft, mein Leden und Stuben sollen ihr geköien!" unh aufspringend tritt Leonhard Werner dicht vor ben Wirt hin und streckt ihm die Hand entgegen.

Allein Jakob Kirstner schlägt wcht ,n.

„Sachte. Mann", spricht er lengsam, „Ihr «echt Anspruch auf die Tochter aus der „schwarzen Elster" — oer.eßt va8 nicht. Wofür halttt Ihr mich eigentlich?" t .

„Für den klügsten Mann in der Umgegend, daS wißt Ihr, ohne zu fragen "

„Und doch erwartet Ihr, daß ich Euch da» B ste, was ich habe, so ohne w-itere» zuspreche? Wer bürgt wir über Haupt dafür, daß Ihr die Magda n cht um deS Geldes to llen begehrt?"

„Halt, Herr Jakob Kirstner, sprecht nickt werter in dem Tore — ich tarn wcht allzu vitt vertragen!"

„Ja, und alle Vorsicht könnte am Ende nicht viel helfen*, meint dieser gedankenvoll wie für sich „Da» Heirat-n bleibt hoch iirmet e n Gluckt'p -l, — Gwt । g t*. daß mein Kind kette Niete z'eh! Das er eabet

W. Petersburg, 21. Juli 1904. Ein Telegramm des Generals Ruropatlin an den Kaiser vom 20. Juli besagt: Im Bereich der Armee sind keine besonderen Veränderungen ein­getreten. In der Nacht auf ben 19. Juli machten eine Freiwtlligenabte lung und Kosaken einen Ueberfall auf dne japanische Feldwache, die sich in einem Hause bet dem Dorfe Hud'.ans«, 16 Werst südöstlich von Thawuan, befand. 21 Japaner wurden durch Bajonett-! stiche niedergemacht. Ein kleiner Tell beti Feldwache enttarn durch die Fenster und floh inS Gebirge, wurde aber vom Feuer einer japanischen Kompagnie empfangen, die zur Hilfe herbeigeeilt war. Nach den erbeuteten Mützen und anderen Gegenständen bestand die Feld­wache aus Mannschaften des 4. Garderegimentk. Aus unserer Seite ein Schütze getötet, vier ver­wundet.

W. Tokio, 21. Juli 1904. (Reuter.) Der Dampfer „Takaschima Maru" ist gestern ! mittag in Moronan eingetroffen, nachdem er vorher durch das russische Wladiwostok-Ge­schwader durchsucht worden war. Der Dampfer berichtet, die russische Flotte setzte ihre Fahrt willHüch doch im voraus sagen: Der Mai n, der die Magda einmal bekommt, braucht fick keine Hoff­nung auf eine bare Mitgift zu machen. Sie erbt ein­mal Haus und Hof, aber außer einer so.lden Aus­steuer, wie fie auch, ihre Mutter ge.abt hat, kriegt fie vorderhand nichts mit. Junge Leute sollen Ihre Arme braucken lernen; ich hab's auch gemußt. So lang' ich lebe, halt' ich mein Ge d zusammen, denn nur so kann ich'- rm besten vermehren. Beiläufig — wie viele Ziele habt Ihr noch a-ff Euerem HauS

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