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Jß. 164.

Sulda. Donnerstag, den 21. Juli 1904.

31. Jahrgang.

prächtige Lage am mächtigen Donaustrome, seine durch Naturfchönheiten und berühmte Baudenk-

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tnehr oder weniger geschickte Häufung einzelner, von unserm Standpunkt aus verwerflicher Hand­lungen, durch Herausreißen einzelner Sätze auS dem Zusammenhang, mitunter sogar durch direkte Fälschungen die Gegner als ab ori»

' - von der Wurzel aus) verkommene Ge­sellen hinzustellen, welche von jeher Feinde höherer Gesittung, Feinde der Freiheit, Feinde des Volkes gewesen feiew. '

Seranttoorüich« ’ ZchriftlettenZof^amn i. Illustrierte Sonntagzzeitung'

Durch provokatorische Hetzschriften wird die große katholische Arbeiterschaft direkt verhindert, sich dem Sozialismus zu nähern, sich ihm anzuschließen, und viele Genoffen in der Partei werden durch die Methode adgestoßen und angewidert.

Wer also eine Frage, wie daS Uebergewicht der Kirche im Mittelalter und wieder in der späteren Renaiffancezeit behandeln will, muß verstehen, gerecht, objektiv und losgetreunt von den Empfindungen der heutigen Zeit die Tat- fachen zu beurteilen; er muß ferner befähigt sein, an den Quellen selbst zu schöpfen, historisch­kritisch die Quellen beurteilen zu können. Kurz, er muß umfaffendes Wiffen mit überlegenem Denken in fich vereinen.

Emil Rosenow war wohl der letzte, der die Qualitäten besaß. DaS soll gegen den Toten kein Vorwurf sein. Rosenow war Kauf­mann und seine ganze Bildung daher eine der­artige, daß von vornherein ausgeschlossen war, daß Roscnow imstande sei, selbst zu forschen oder auch nur das vorhandene Material richtig zu werten. Es liegt eine — man ver­zeihe daS Wort — Anmaßung darin, zu glauben, durch Lesen und Durchblättern von etlichen Büchern in den Stand gesetzt zu sein, ohne sonstige Vorbarbeiten auf dem Gebiete der Wiffenschaft etwas zu leisten.

Viele Jahre unablässtgen, eifrigen Studiums gehören dazu, sich zunächst die allgemeine wiffen- schaftliche Befähigung zum historischen Arbeiten zu erwerben. Ist diese erworben, so beginnt das langsame und schwierige Spezialstudium. Um die Geschichte des EinfluffeS der mittelalterlichen Kirche auf die gesamte Kuliurentwickelung darzu­stellen, dazu genügt kaum ein Menschenleben und seine Arbeit. Rosenow aber meinte, so nebenbei zwischen Agitationsreisen, RetchStagssitzungen, journalistischen Arbeiten, die Aufgabe spielend zu bewältigen. Er hatte keine Idee von der Verantwortung, die er auf fich nahm, keine Ahnung von der aufopferungsvollen, mühsamen Tätigkeit der Gelehrten. Denn verantwortungs­voll im höchsten Grade ist der Mann, der die deuffche Arbeiterschaft über den historischen Werdegang aufklären will; er säet in Hundert­tausende von Geistern seine Gedanken, ist die Aussaat schlecht, so werden die Früchte noch schlechter sein!

Rosenow ist nun von vornherein, wie schon der Titel besagt, mit einer bestimmten Tendenz an sein Werk gegangen. Mit der ganzen Naivität deS historisch Un- gebildeten behandelte er daS Thema, keine Spur von der Bedeutung der Kirche im Mittel- alter.

male ausgezeichnete Umgebung, seine auch für den Fernverkehr sehr günstigen Bahnverbindungen und nicht zuletzt durch die allzeit bewährte Gast­lichkeit seiner Bewohner. Von jeher erwies sich I gine (— gerade Regensburg als ein lebendiger Anziehungs-1 seilen hin punkt auch für unsere Glaubens- und Stammes- genoffen der Nachbarländer.

Noch ein anderes ist eS, was das Buch recht ungenießbar macht: die Tendenz, die am bezeichnendsten in den ’ Illustrationen sich geltend macht. Diese ewigen geilen Mönche, diese gleichmäßigen Schmutzszenen wirken direkt anwidernd und empörend, bei dem nicht geschulten Leser gegen die Kirche, bet dem ge­schulten gegen den Verfaffer. Die häßlichsten liberalen Pamphlete werden von Rosenow er­reicht, wenn nicht übertroffen.

Es ist nur zu beklagen, ja zu bedauern, daß der Vorwärts-Verlag ein derartiges Werk her- auSgibt. ES erschwert unS, die wir in katho­lischen Ländern zu kämpfen haben, nur unsere Arbeit. Durch solche Schriften treiben wir die katholischen Arbeiter von uns fort, statt sie zu gewinnen. Denn jeder katholische Arbeiter weiß mehr von den Kulthand­lungen, von dem Geist seiner Kirche, als Rosenow, der sie beurteilen will.

Die schlimmsten liberalen Fehler ahmen wir nach; können wir denn durch Beispiele nicht lernen, ist denn die Geschichte eine Lehrerin, die niemals einen Schüler findet?"

Es hieße die Wucht dieser Kritik abschwächen, wollten wir dazu etwas hinzufügen.

Huldaer W Zeitung

w-chenb-iiag-i„Illustrierte Sonntagrzeitung" Monairb-Uage- „zuldaer SeschichkblAtck".

♦ Wie man „echte Wurmstiche" herstellt. Eine merkwürdige Anwendung der Wiffenschaft für die Industrie teilt ein englisches Fachblatt mit. BekanMltch gibt man Möbeln das Ansehen von antiken Stücken, indem man sie künstlich wurmstichig macht. Früher bohrte man zu diesem Zweck mit einem Bohrer Löcher hinein; jetzt aber hat man ein feinere- Verfahren. Die Tierchen, die Löcher in- Holz bohren, werden auf Kartoffeln kultiviert und dann in die modernen Imitationen hineingerieben. Sie fressen fich in das Holz ei». Wen» das Holz aber zu wurmstichig wird, vermodert er und zerfällt zu Staub. Sobald also dieser Vorgang weit genug vorgeschritten ist, so daß dar eben hergcstellte „antike" Möbel in seiner Wurm­stichigkeit genügend ehrwürdig au-sieht, aber doch noch haltbar ist, muffen die Tierchen, die so gute Dienste geleistet, getötet werden. DaS geschieht jetzt durch Anwendung der X»Strahlen.

* Wetterregel» für den Hausgebrauch. 1. Am Morgen: a) Schönes Wetter wird, wen» der Himmel weißlich auSfieht und wolkenko- ist, oder wenn die Morgendünste fich zwffchen 9 und 10 Uhr zerteilen, "der wenn Wolkenstreifen im Osten stehen; b) schlechtes Wetter gibt es, .venn die Wolken bei bedecktem Himmel niedrig ziehen, oder wenn die Morgeuröte intensiv gefärbt ist. 2. Am Abend: a) Schönes Wetter wird, wenn fich nach Sonnenuntergang die Wolken lebhaft rot färben, oder wenn es bei wolkenlosem Himmel lebhaft wetterleuchtet; b) schlechtes Wetter ist im Anzuge, wenn die Strahlen der untergehenden Sonne durch Wolkenlücken dringen, wenn der Himmel im Westen bis hoch hinauf gelb erscheint, oder w«m die Sonne blendend weiß untergeht. — Im Allgemeinen zeigt Donner am Morgen Wind und Regen an. Das­selbe künden Höfe um Sonne oder Mond. Beständiger Ostwind und Nordwestwind Regen. Schwefe und zerrissene Wolkemänder deuten aus Regen. Wenn feiner Rege» auf starken folgt, gibt es dauernd schlechtes Wetter. Bilden fich aber bei schlechtem Wetter Schäskbe» am Himmel, so wird es schön

* Noble Rache. „Sestern hab' ich oem Schlegel« müller gesagt, ihr Bereu bestehe nur auS Dumm­köpfe» und heut' haben ste mich einstimmig »um Ehrenmitglied gewShltl'

* Ein angenehmer Patient. „Aber Bäuerin, waS muß ich seh'n, Ihr Mann raucht tm Kranken, bett!" — ,O mei, Herr Doktor, deS hab'» S' nicht schlau «'macht; er hat ja sein Lebtag nicht geraucht, aber weil S' gestern g'sagt hab'n: „rauchen darf er nicht!" — d'rum raucht er jetzt g'rad rxtta!"

Katholiken Deutschlands! Wir gehen ernsten Zeiten entgegen. Von Tag zu Tag mehren fich die Erscheinungen, welche als Vorläufer eines allgemeinen, wohlorganisierten Kampfes gegen unseren hl. Glauben, gegen die Freihett unserer hl. Kirche, gegen die gesicherte religiöse Erziehung unserer Kinder, gegen unsere Rechtsstellung in Staat und Gesellschaft erkennbar sind. Dieser betrübenden Tatsache gegenüber dürfen wir nicht in Untätigkeit und Gleichgiltigkeit verharren. Die Generalversammlungen der Katholiken Deutsch­lands bieten die beste Gelegenheit, unsere Lage zu prüfen, uns im Glauben, in der Liebe und Einigkeit zu stärken und die geeigneten Mittel zur Verteidigung unserer höchsten Güter zu finden. Wie bei allen früheren Generalversammlungen der Katholiken Deutschlands, so wird eS auch bei der 51. Generalversammlung in Regensburg fern von uns sein, unsere im Glauben getrennten Brüder in ihren Anschauungen zu verletzen oder ihre natürlichen und wohlerworbenen Rechte an­zutasten. Unsere Ziele find Gerechtigkeit, Freiheit, Friede!

So laden wir Euch denn, Katholiken Deutsch­lands, herzlichst ein, zur 51. Generalversammlung in Regensburg recht zahlreich herbeizueilen und in treuer Gemeinschaft mit uns die eben ge­zeichneten Aufgaben ihrer Lösung näher zu bringen. Euch allen rufen wir zu: „Ihr werdet hier zwar kein Köln, kein Mannheim finden, aber in einem Stücke wollen wir weder Köln noch Mannheim nachstehen: In wahrhaft katholischer Liebe und Freundschaft zu Euch!"

Möge die hl. Jungftau Maria, die Patronin Bayerns, zu deren Verehrung das goldene Jubiläum der Verkündigung deS Glaubenssatzes von der unbefleckten Empfängnis besondere Ver­anlassung bietet, unserer Generalversammlung ihren mächtigen Schutz angedeihen lassen.

Regensburg im Juli 1904.

DasMtlkomike Mr Vorbereitung dir 51. General- versanlMülngbrr Katholiken Deutschlands in Negers- bürg 1904.

vieMdeutsche Sozialdemokratie gegen löte norddeutsche aus Gründen der —

Reinlichkeit.

Gegenwärtig verbreitet die Berliner Partei­leitung der Sozialdemokratie durch ganz Deutsch­land ein Sudelwerk schmutzigster Art unter dem Aushängeschild der Geschichtswissenschaft. Nach­dem die katholische Presse in diese Kloake hinein­geleuchtet hat und zugleich betont hat, daß die sozialdemokratische Parteileitung für daS aller- beste Agitationsmaterial gesorgt habe zur richtigen Beleuchtung deS Grundsatzes „Religion ist Privat­sache", fühlt fich die süddeutsche Sozialdemokatie, welche ja eben in katholischen Volkskreisen vor­ankommen will, bewogen, das Machwerk der norddeutschen Genossen abzuschütteln. Wenn es auch eine recht durchsichtige Takttk ist, welcher dieses Vorgehen entspringt, so ist es doch mehr als bezeichnend, daß Gründe der Reinlich­keit gellend gemacht werden. Da das sicherlich nicht geschehen würde, wen» es sich Halbwegs anders machen ließe, so bedeutet schon diese Ent- schuldigung eine Kritik der Berliner Sudelei, wie sie vernichtender nicht sein kann.

Das Urteil der»Münchener Post' (Nr. 149 vom 6. Juli 1904), das anscheinend der Haupt­sache nach aus der Feder des „Pilatus"-Mannes (N.) stammt, besagt u. a. folgendes:

„Es ist kein neuer Gedanke, der in dem Buch zum Ausdruck kommt. Schon im 18., im „philo­sophischen" Jahrhundert, sind zahlreiche Schriften mit der gleichen Tendenz erschienen, im 19. griff der Liberalismus, dem alle Nationalisten huldigten, natürlich begierig die Idee auf. Heinrich Escher, Ellendorf beginnen die Attacke, die Otto Corvin fortsetzt, die die Henne am Rhyn, die Graßmann und ähnliche „Größen" bis in unsere Tage ver­längern. Der politische Gegensatz gegen die katholische Partei wurde auf das wissenschaftliche Gebiet herübergespielt.

Statt objekttver Wahrheitsforschung griff haßerfülltes, einseitiger, tendenziöses Arbeiten immer mehr um fich. Nicht mehr galt er, den historischen Zusammenhang der Dinge, die notwendige Entwickelung der Kulturtatsachen nachzuweffen, eS kam vielmehr daraus an, durch I

Ilatholikn Deutschlands!

Die goldene Jubel-Generalversammlung der Katholiken Deutschlands zu Köln a. Rh. hat die alte Herzogs-, die deutsche Königs- und die kath. Bischofsstadt Regensburg zur Heimstätte für die 51. Generalversammlung auserkoren.

Zum zweiten Male im Laufe der Geschichte der allgemeinen deutschen Katho'ikentage werden Deutschlands Katholiken vom 21—25. August in Regensburg zu ernster Arbeit für unsere katho­lische Sache, die hl. Kirche und das gemeinsame deutsche Vaterland zusammentreten. Als nach den Stürmen des Jahres 1848 gottbegnadete Männer die Katholiken Deutschlands im „katholischen Vereine" um fich scharten und den ersten Grund einer umfaffenden Organisation zur gemeinsamen Beratung und Förderung katholischer Angelegen­heiten, Interessen und Rechte legten, schloffen sich RegenSburgS Katholiken dieser Bewegung mit opferfreudiger Begeisterung sofort an. Durch eine planvolle und rührige Wirksamkeit wußten I sie sich bei ihren deutschen Glaubensgenoffen in kürzester Frist in so hohes Ansehen zu setzen, daß schon die dritte Generalversammlung dieses katholischen Vereines Deutschlands im Oktober 1849 nach Regensburg zusammenberufen wurde. Katholische Männer, geisilichen und weltlichen Standes, deren Namen noch in unseren Tagen im katholischen Deutschland mit Stolz und Ehr­furcht genannt werden, eilten damals auS allen Sauen des weiten Vaterlandes nach der türme­

reichen Donaustadt und ste alle wurden Zeugen einer erhebenden und machtvollen Kundgebung treukatholischen Lebens, werktätiger Liebe und zielbewußter Tatkraft. Gründliche, von sachlichem Ernste getragene Beratungen hochwichtiger An­gelegenheiten und wohlerwogene Beschlüsse gaben dieser dritten Generalversammlung einen reichen und bedeutungsvollen Inhalt. Ihre größte $ot aber, deren segensreiche Wirkungen sich noch heute in ungeminderter Kraft geltend machen, war die Gründung deS St. Bonifaziusvereins für die kirchliche Versorgung der in Deutschland zerstreut lebenden Katholiken. Mft dem Ausdruck höchster Befriedigung schieden die auswärtigen Besucher jener Versammlung von Regensburg.

Wir leben der ftohen Hoffnung, daß auch die 51. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands eine große Zahl katholischer Männer j auS allen Himmelsrichtungen in Regensburg ver­einigen und allen eine gleich große Befriedigung bereiten wird, wie die dritte unseren Vorfahren.

Wenige Städte im deutschen Vaterlande dürften den Katholiken einen geeigneteren Boden für eine Generalversammlung bieten als Regens­burg. Unsere Heimatstadt sieht auf eine glorreiche katholische Vergangenheit zurück; auf Schritt und Tritt begegnen wir hier den Denkmalen, welche katholischer Glaubenseifer, religiöser Opferstnn und fromme Nächstenliebe errichtet haben. Unter dem kräftigen Schutze der Bayernherzoge ver­breiteten von hier aus nach den Umwälzungen der Völkerwanderung eifrige Glaubensboten das Licht und den Frieden der christkatholischen Lehre durch das Bayerland bis hinab nach Oesterreich. Hier wirkten mit sieghafter Macht ein hl. Rupert, Erhard und Emmeram, hier wandelte ein hl. Bonifatius, hier entfaltete der große Bischof St. Wolfgang eine gesegnete Tätigkeit zur Er- Neuerung katholischen Lebens und zur Ausbreitung christlichen Glaubens, hier erblühte die berühmte Klosterschule von St. Emmeram, eine Pflanzstätte katholischen Priestertums, eine Stätte wahrer Wiffenschaft und eine reichsprudelnde Quelle christlicher Kultur; hier verkündete mit brennendem Feuereifer und unbeschreiblichem Erfolge Bruder Bertold, ein zwetter Chrysostomus, Gottes Wort, hm sammelte ein Albertus Magnus-einen reichen Kranz wißbegieriger Schüler um fich und be- Serie sie für Glauben und Wiffenschaft, hier der edle und fromme Weihbischof v. Simmern tklne weitausschauende charitative und soziale Fürsorge für Arme und Notleidende, hier beschloß gelehrte Pädagog und großherzige Bischof Michael Sailer sein taten-und segenreiches Leben, hier leuchtete der heiligmäßige Bischof Wittmann ^en Katholiken als ein erhabenes Vorbild in Frömmigkeit und Tugend voran, von hier empfing vle mosica aacra ihre Neubelebung und durch den Domchor und die Kirchenmufikschule bis in unsere Tage Verbreitung und Förderung, hier trieb die christliche Kunst ihre herrlichsten Blüten.

Regensburg empfiehlt fich als Heim der Generalversammlung der Katholiken Deutschlands aver auch noch in besonderer Weise durch seine I

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Hernsprecher «r. 9.

_ (~) Mit dem Ball»» in einer Gewitterwolke. Der Rev I. M Bacon, der durch feine kühne» Fahrten ?°kan»t geworden ist, erzählt in einem den er in Longmans Magazine »er« I "flentlicht, wie er einmal mit einem Ballon durch einen schweren Gewtttersturm gefahren ist. Der Ballon stand in einer Höhe von 3000 Fuß und ward von einem Ekstrom getrieben. „Wir wandten einer finsteren Wolke, die «nS zu Häupten stand, nicht genügend Auf- merkfamkeit zu, so daß ste tiefer und tiefer sank, sich fest zusammenballte und unS alle Aussicht benahm. Bald waren wir von diesem grauen »orhang fest mn- schloffen und zeglicher Fernblick war verhängt. Bon Newbury aber, dem Ort, von dem wir aufgestiegeu, beobachtete unS eine große Menschenmenge, alS eine D^nge drohender Blitze herniederfuhr, und wunderte nch- warum wir nicht herabkameu. DaS erste richtige Warnungszeichen, das wir in unserer schwierigen Lage hatten, war ein Blitzstrahl, der ganz dicht neben unS aufzuckte, und dem ein anderer Strahl sogleich ant- wartete. Allmählich merkten wir den», daß wir unS direkt in der EntstehungSsphSre eines furchtbaren Sturmes befanden, und ein gewaltige» Toben und Tosen hob alsbald um unS an. Unser bisheriger Wind trieb unS weiter nach Westen; die Sturmwolke wirbelle unS in einer Richtung nach Osten wie rasend fort und daneben fuhren Schauer eiskalter Luft und peitschenden Hagels «nS ins Gesicht. Zweifellos befanden wir unS mitten in einer Gewitterwolke, die Blitze weithin über das Land entsandte; von der nächsten Nähe deS BallonS auS schossen die Blitze fortwährend herab, sehr viele sprang«, auch von einer Wolke zur anderen über. Einer, der den Boden erreichte, muß von unserer Po- sttion auS wenigstens eine englische Meile lang gewesen sein.

ssObsteruteauSsichte». Der prakttsche Ratgeber im Obfi- und Gartenbau veröffentlicht auf ®tunb von 581 Einzelberichten eine Uebersscht über die zu erwartende Obsternte. Dieselbe ist in sämtlichen Obstalten beffer als die vorjährige, die diesjährige Apfelernte wttd voraussichtlich eine gute sein, während fie im vorige» Jahre unter mittel wär. Sie Beeren­obsternte ist gut bis sehr gut. Pflaumen und Zwet- schen bringen eine Mittelernte, hingegen Birnen, Süßkirschen, Sauerkirschen, Pfirsiche und Aprikosen eine gute Mittelernte. Die betreffende Nummer ist kostenlos durch das G-schästSamt deS prakttfchen Rat­gebers im Obst- und Gartenbau in Frankfurt a. Oder zu beziehen.

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Es war ja auch ungemein bequem, so zu arbeiten, viel Mühe und Nachdenken erforderte eS nicht, nur einen kräfttgen Stil und eine hane­büchene Grobheit. Waren solche vorhanden, so konnte die „Leuchte der Wiffenschaft" gewiß sein, alS eine gar vornehme Gelehrtennatur ge­feiert zu werden, und auch der materielle Erfolg blieb niemals aus!