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Labt gewährt.
vrnck und Verlag N Kuldaer Actienbrncken in $nlbe (harmoni« Lernsprecher Nr 9.
M 162.
Müa, Dienstag, den 19? Juli 1904.
31. Jahrgang.
G
orten zurück und verfolgten ihn bis Kunke-
stützt durch chinesische Truppen, vor. Dieser
aus ihrer Neutralität herauszudrängen.
Deutscbes-Rcki)
W. Tokio, 19. Juli 1904. (Amtliche Meldung) General Kuroki berichtet, daß am 17. Juli gegen 3 Uhr morgens der Kommandeur des russischen Armeekorps General v. Keller mit
a p a o tz u. Hebet die Verluste werden Erhebungen ungestillt.
W. Tokio, 19. Juli 1904. (Reuter.) Ein japanischer Torpedoboot;«rstörer beschlagnahmte eine Dschunke, welche die Post von Port Arthur nach Tschifu bringen sollte. Briefe, die sich auf Heeres- und Marineangelegenheiten von Port Arthur bezogen und wertvolle Nachrichten enthielten, wurden einbehalten; die Briefe, die sich nicht mit milüärischen Angelegenheiten beschäftigten, wurden nach Petersburg aufgegeben mit dem Ersuchen, sie den Adresiaten zu übermitteln.
gebracht. Also woll e eS der G-Hetmrat Klein, bet sich seiber der Ätanlen angenommen Halle. Sir sowohl als Bühl batten sich wodl dagegen gesträubt und gemeint, da» Loch in der Stirne könne auch zu Hause heilen; aber der alte H-rr bestand auf feinem Vorhaben, und als Bühl ein traurig mürrisches Gesicht machte, da nahm ihn leutselig der Geheimrat beiseite, sah den handfesten Freischärler hinter denAugengläsern forschend au und sagte bann mh seltsamem Zwinkern:
„SBiS würdet Ihr darum gebe«, wenn das Mäd- cheu den Verstand wieder erhielte?"
Vühl starrte ihn sprachlos an. Doch der errste Professor iah nicht au», als ob er scherzen wollte.
stillen Frauen, een denen die I gend der eben zu dem Alter der Anderen eine wohltuende Ergänzung bildete, zusehends jene Härte drS äußeren Menschen, , die ibm sein Umgang, roch mehr aber seine bewegten AüeSl Alles! Herr Geheimtat!" schrie Vühl. । Sch'chole angelegt hatten. Uebet Gertruds jngendlicheS
„Rach den Aussagen von Kundschaftern stehen am Dalinpaß gegen 3000 Japaner und bei Wandsiapudsa g-gen 4000 Manu Infanterie Der Feind fährt fort, die Pässe zwischen de"Fen- schuilin- uttb bem Modulin- (Motien-) Paß zu besestiaen. Den Sigvulwp ß halt eine Abteilung der japanischen Bor Hut besetzt. Außerdem meldet Esacharow, daß zwei japanische Kompagnien am 15. Juli den Pranlingpaß besetzt haben.
Die Pause auf dem Kriegsschauplatz ist auch nach einer anderen Meldung nicht von langer Dauer gewesen. Nach einem aus Tokio durch eine Reuter Meldung übermittelten Bericht deS Generals Kmoki machten Sonntag bei Tagesanbruch zwei russische Divisionen einen verzweifelten Angriff auf den Motien- Paß, wurden aber zurückgeworfen. Heber die Verluste ist nichts gemeldet.
Der von Japan den Chinesen für die Verwaltung der Mandschurei gemachte Vorschlag sieht eine japanische Leitung, unter-
* I« Triest wurden nach der «Neuen Freien treffe' am Samstag abend der Vorstand und 6 Mitglieder des italienischen Turnvereins verhaftet, nachdem bei einer HaussuchungimVereinsgebäudelzwei Bomben, Zündhütchen, Ptstons, Rupfe n und 1/< Kilogramm weißes Pulver gefunden worden waren. Die Polizei war von Görz aus von dem Vorhandensein der Bomben benachrichtigt worden. Aus Anlaß des Bombenfundes hat die Statt- halterei die Turnvereine „Socretaginnast-ca" und „Vita bei Giovanni" aufgelöst und ihnen bis zum Rechtskräfttgwerden der Entcheidung jede Tätigkeit verboten.
* Ein Opfer der Karthänseraugetrgeu- yeit in Frankreich. Der in letztere verflochtene seuherige Generalkommifsar der Weltausstellung in St. Louis, Lagraoe, ist dieser Stellung enthoben und der Staatsrat Picard, der Kommissar der Pariser Aus- stellung von 1900 war, zum Generalkommifsar ernannt worden. Lagraoe hatte vor der Unter» suchungSkommtsfion ungünstig für Combet.' Sohu ausgesagt, und dafür mußte er natürlich gestraft werden.
* Nus Petersburg wird gemeldet, daß am Sonntag Andrejew, der Vizegouverneur des Gouvernements Jelufswetpol auf offener, belebter Straße in Agdschakent ermordet wurde. Andrejew wurde durch sechs Schüsse in den Rücken getroffen undverschied
General Graf Keller.
über zwei Divisionen unter dem Schutze dichten Nebels einen heftigen Angriff auf den Motien-
I Vertretung des KuffenralS einen Teil der ihm obliegenden kaffemkchnijchen Geschäfte auszu- führen hat uno der gleichzeitig an der dem Regierunosprästdeuten zustehenden Aufsicht über die Kaffen der Kommunalverbände beteiligt werden soll. Mittel zur Anstellung eines praktischen Versuchs find in dem diesjährigen Staats- Haushaltsetat vorgesehen. Der Finanzminifter und cer Minister des Innern laffen diesen Versuch, welcher einen günstigen Bei lauf zu nehmen verspricht, jetzt bei den Regierungen in BreSlau ArnSberg und Kassel aussühren und haben an die Ressortchefs einen Abdruck der dieserhalb ergangenen Verfügung vom 26. April d. Js. zur I Kenntnisnahme mit dem Ersuchen um eine Mtt- tetlung übersandt, ob etwa noch weitergehende Anordnungen für erforderlick erachtet werden.
% Der.Vorwärts' veröffenilicht das Programm deS nächsten sozialdemokratischen Parteitag-, der zu Sonntag, den 18. September, nach Bremen ein berufen wird. Die I Tagesordnung kämet: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes. Berichterstatter: W Pfannkuch und A. Gerisch. 2. Bericht der Kontrollkommission.! Berichrerstatier: H. Meister. 3. Bericht über die parlamentarische Tätigkeit. Berichterstatter: S. Ledebour. 4. Maifeier. Berichterstatter: R. Fischer. 5. Kommunalpolitik. Berichter- flotter: H. Lindemann. 6. Der internationale
W. Tokio, 19. Juli 1904. Auf einer Brücke über einen Fluß bei Mitafirt waren Bohlen auf die Schienen gelegt, sodaß Donners, tag abend ein Zug um stürzte. Drei Beamte wurden getötet. Dies ist nicht das erste derartige Attentat in Japan.
Kongreß in Amsterdam. Berichterstatter: P.
Singer. 7. Organisation. — Der Zank zwi-1 a, - . - . , -r-
scheu „Revolutionären" und „Revisionisten«, der Vorschlag Japans berwickc led^lrckr, die Chinesen sicher wieder mehrere Tage dauern wird, ist in diesem Programm icht erwähnt. Man denkt
Gemüt harte sich feit ihrer wunderbaren Genesung ein Ernst gebreitet, der Bühl mitunter bedrückte Ihm schien, als fehle dem Mädchen e>waS. Vergebens zer- biach er sich den Kopf Der war an Denken nicht gewöhnt und kam auch zu keinem Ergebnis. W-nn er bann manchmal, scheu wie ein Kind, und doch wieder mit einer schier frauenhaften Innigkeit, für die da- schlichte Gemüt nicht di« beredte Zange, wohl ober daS alles verratende Auge besitzt Gertrud fragte, ob ihr nichts fehle, od r ob sie noch etwas wünsche, dann lachte sie ihr helles, silbernes Lachen von ehe- dcm und nannte ihn, indem sie feine Frage verneinte, ihren guten Vater. Aber Büdl war damit nicht zufrieden.
An einem milden Julwbend faß Büht mit Gertrud am Ferst-r. Sie batten kein Licht angeziindet. I» Halbdunkel läßt fich'S besser plaudern. Das alte Lenchen war in die Stadt gegangen, um einige Einkäufe zu besorgen. Sie sprach von diesem und jenem. Sin Wort brachte oaS andere. Da faßte G r rüde mit einem Male seine brtte Hand, rückte näher und bat ihn leise, er möge chr nochmal alles erzählen, alles — wa« damals geschehen sei in dem Maar bei Lmdenthal — mit ihrem seligen Vater, 'kühl wollte sich ibter Hand entziehen. Sie hielt ihn fest. Er ! sah ihr beunruhigt ins Antlitz. ES war bereits zu dunkel; ober ihre Stimme klang ruhig, unsagbar ruhig und wiederum bat sie fo flehentlich. Und da hat er chr denn rüe- erzählt, und sie hörte rhm zu mt verhülltem Haupt, und dann ist em Schweigen über beide gekommen, jenes Schweigen, in dem man vermeint, die Minute» zu hören, wie fie trvpfenwrtje hinabfiuken in den Ozean der Ewigkeit.
Dann hat Gertrud lei e von dem tu sprechen begonnen, wai sie schon lange auf dem Herzen habe. Also doch etwa-! dachte Bühl bei sich. Der Lene habe fte e» schon lange anvertraut, und fie fände eS mit und gottselig. Bei dem letzte« Worte zuckte Bühl zusammen
„JoS Kloster gehen?« fragte er for ch nd und suchte im Dunkeln ihre Augen. V.-rtr«d schüttelte lächeLd ben Kops.
Der AchtilMiklWr.
«ne rheinische Geschichte von Wilhelm Siuland.
14 ------ (Nachdruck verbeten.)
Segen Abend brach Rühl auf.
Da nahm ihn der Treueste seiner ©'freuen, der üippenheun. beiseite und sp och leise und traurig:
»HanneS, geh nicht nach der Erg-ltaleistraße.' »Warum?* Bühl sah ihn erstaunt an.
Und der biedere Appenheim schaute noch leidvoller drein intb vertrante ihm, daß sein Weib du-chgebtan t *n »it einem Kassierer der Bankiers JoaaS Cchn d«w Biertckeplatz Bühl sagte nichts U'd ging.
Lrngsam fcbg er der Windmühlengass- zu An emem woh bekannten HäüSLen tffn.te er, nachdem er ««tge Minut'N draußen gelauscht hatte, die Haustür. Bor der ersten Tür im H.wSgon» horchte er wiederum Drinnen war alles still. Er trat, ohne anzuklopfen, Sk'inschtos ein. N-emond war in dem Wohnzimmer. «' schaute li.ckS in das Nebenstübchen, das zwei r"r Hal te füllte, und fuhr zusammen Kommode zwischen den Bet-n toar mit einem | S.n » Etüden Stoßen Bild der Mutrergotte« von Blum-'.' hcet *m Rheinland Sllverehrren und einigen q- zu einer Srt HasSaltar umgewandelt Auf dem' «n?en dÄeS bräunten zwei Kerzen, ßaore ht. rC0“'11 kniete, einen Kommuntonkranz im E Sie drehte b-e Perlen eine« Rosen- lauter fjgi?« ®a*nn unb bttete m t
da unb wagte kaum zu I lauftbetCDfien $ a dr et tl wehr au« auf feinem H«i?7uf ihre Schuld W ””b Ieflle fdne
»Gertrud I*
?nt fä"fCte empor, starrte ihn an. stieß fc^®SÄLb<n schrei aus und Arzte, inS Ur te.i N^dergsschmetterteu be.seUe stieß, huum». |
Berlin, den 18 Juli 1904.
. Segen die Beschlagnahme von Post sLSke» deS deutschen PostdampferS .Prinz Heinrich- durch den russischen Hilfskreuzer „Smolensk" in Aden ist in St. Petersburg von der deutschen Regierung Protest öchsbeu und schleunige Remedur verlangt werden. Wie die ,Nal. Ztg' hört, liegt dem Protest die Tatsache zu Grunde, daß der russische Hilfs- kreuzer „Smoienrk" sich nicht auf eine für Kriegsschiffe auch nach deutschen Begriffen Völkerrecht, lich zulässige Dura.su 7 ung beschränkt, sondern die deutsche Post an Bord genommen hat. Dabei bleibt die Frage unerörtert, ob die Hilfskreuzer der freiwilligen russischen Flotte überhaupt mit Recht auf den Charakter von Kriegsschiffen Anspruch machen können, da fie die Dardanellen mtt der Han del-flagge passieren. Bekanntlich sind sogar von diesen Kreuzern englische Handels- schiffe nicht blos durchsucht, sondern sogar auf gebracht worben. Zu der Beschlagnahme hat I auch die Postbehörde Stellung genommen. Sie hat an die russische Regierung telegraphisch das Ersuchen gestellt, für die umgehende Herausgabe und Weiterbeförderung der Briefsäcke und Kisten Sorge zu tragen. Bisher hat sich jedoch die russische Regierung noch nicht geäußert. Ein ausführlicher Bericht über den Vorgang der Beschlagnahme selbst ist von dem Kapitän des Postdampfers ehgefarbeit worden. Hitler den beschlagnahmten Brtefsäcken befindet sich auch der Kartenschluß von London und Italien. Für den erwachsenden Schaden haftet auf jeden Fall die russische Regierung. Die Beschlagnahme ist im Übrigen unserer Postbehörde, wie der ,Berl. Lok.- Anz.' schreibt, nicht überraschend gekommen. Man war schon früher auf ein derartiges Vorgehen der Russen gefaßt, nachdem die Regierung dieser kriegführenden Macht die Erklärung abgegeben haue, daß sie Briefe und Postsendungen an den Feind als Kriegskonterbande betrachte.
* Die im Bereiche deS Etats-, Kasse«- *nb Rechnnngsweseus zu lösenden Aufgaben haben sich bei den Regierungen in einem Maße Vermehrt, daß zu ihrer Erfüllung die Tätigkeit der Regierungskaffenräte vielfach sich nicht mehr als zureichend erwiesen hat. Insbesondere find die auf dem Gebiete der Kaffenführung und Rechnungslegung nach der technisch - formalen Seite zu erledigenden Geschäfte bei der erhöhten Bedeutung, welche das staatliche Kassen- und Rechnungswesen mit seinen ausgedehnten Scheck- wib Adnchnun gS verkehr gewonnen hat, in außer-1 Ordentlichem Umfange gewachsen. Es ist daher in Aussicht genommen, dem Kaffenrate zu feiner Unterstützung aus dem Kreise her Kaffen- und Rechnungsbeamten einen im Kaffen- und Rechnungswesen besonders erfahrenen Beamten (Kaffeninfpektor) bettugeben, der in ständiger
eben: Das kommt schon von selbst.
§ Es ist schon öfter daraus hingewiesen worben, daß in Mexiko Engagementsverträge jeglicher An nur dann Giltigkeit haben, wenn sie von einem Notar abgeschlossen und durch eine t mexikanischen Konsul beglaubigt find. Neuerdings find wieder Fälle vorgekommen, in denen sich aus der Nichtbeachtung der betreffenden mexikanischen Vorschriften Unzuträglichtetten ergeben haben. Darum schemt es der .Nordd. Allg. Z'g.' nicht unnHtz, von neuem auf diese Vorschriften hinzuweiseN. Deutsche Arbeiter, die sich nach Mexcko begeben wollen, sollten ferner daraus achten, daß ihnen freie Rückreise nur dann gesichert ist, wenn die für ihn und ihrer Familien Rückreise erforderliche Summe von ihren Arbeitgebern vor dem Kontraktabschluß an sicherer Stelle, z. B. bei einem deutschen Notar ober bei der deutschen Gesandtschaft deponiert wird.
wie vor, meldet der russische Agent. Bis aus, paß und die benachbarten Positionen zu machen weiteres wird der japanisch n Heeresleitunq mehr begann, die von emem Teile der japanischen Glauben zu schenken fein als den Russen in .., r . v ,
Tientsin. Armee besetzt sind. Dre Japaner leisteten hart-
Die Japaner find aber trotz der »einge- j näckigen Widerstand, warfen den Feind allertretenen Pause" eifrigst bemüht, ihre Stellungen in den Pässen zu befestigen. Der mffische General Ssacharow meldete am SamStag dem Generalstabe:
unb dann, indem er unwillkürlich die Hände zusarn mmtegte: ,O Gott!"
Nun fügte er fiü willig in all-S und verbrachte die fotgenben Tag« t« fieigen ec Erregung.
„Der Büvl ist ein anderer Mensch geworden", sagten die biederen Zunftgenrssni vom Lugwöuerchen im Römer »all zuri» ander und ließen ihn geben. Er aber schlich tote ein Dieb im Hofgarten am Kranken- | hau- der Umverfi'ät vorbei, wo itm der Zutritt in ein bestimmter Kraukenzium.r vorläufig strengsten- untersagt war.
Und dann kam ein Taz, wo der leutselige G - h-imrat den Bützl umgeheuv in seine Sprechstunde bestellte, ui.d al« er dort er'ch-en, erregt an jebem Glied seines herkulüchen Kö per«, da winkte ihm der alle Herr freundlich zu und führte -hn zum Ende de« langen Gange- in ein kleines Krankenztrnmi. Dort bar auf dem Lager ein blcss'S Mädchen gesessen mit fcbmalen Wargen und einem weißen Tuch | um die Stirn. Ihre großen Blauaugen haben forschend noch der Tür geschaut, unb wie der starke Mann an der Serie e» g-elfen Arztes sich in der Türsch-vllle zeigte, da haben die Äugen in früherem Glanze ausg-flrn mt, und ein lei er Aufschrei ist durch daS Zimmer geklungen.
.Vater! Lieber, guter Baler!"
Da hat Bühl fiü auf das Mädchen gestürzt, hat eS umha'st und geküßi und d«Mrden Kopf in den Kissen vergrabe« und gemeint wWM Kind.
Ein blumiger Lenz ,st irs Land gezogen. Ein herrlicher Semmer folgt, ihm nach. In dem traulichen Heim in der WmdMhsenaafle fitzen wiederum vereint wie früher drei glückliche Menschen. Wenn man daS Bollglück in der Beschränkung eine Idylle nernt, bann war ihr gegenwärtige« Leben eine. Der rauhe R-voluttonsmami verlor in dem Kreis der beiden
* ver raUch.japMschs Krieg«
»Die in dem Feldzug eingetretene Pause dauert fort Es sind keine weiteren Bewegungen der Japaner gemeldet worben.“ So lautet ein Telegramm des Bureaus Reuter vom Samstag aus Niutschwang, das nach • iner Erklärung des russischen Agenten in Tientsin die Japaner noch nicht beseht haben sollen. D^e Russen beherrschen den Hafen nach
.Trudchen!“
Bühl lief ihr nach und suchte fie festzuhalten.
^Weiche von mir, Verführer!"
Sie riß sich mit übermenschlicher Kraft los, rmnie du-ch den kleinen Haurflur unb ft4, die dr-i Stein» stufen vor der Haus üre nicht beachtend, mit einem dumpfe» Schrei auf da» Straßer Pflaster.
„Ä-.mes Trudcheu!" murmelte Bühl und hob di; [ anscheinenv Leblose empor, bei deren Anblick er erschauderte. Ans einer klaffenden Stirnwände blutete da? arme Geschöpf; wirr tiing der zerknitterte Kranz in dem gelösten Haar. Wie ein Kind trug fte BuA hinein aufs B-it. Draußen wurden Nachbarfenster geöffnet. Jrmmernd kam ein to lles Jüngfetchen Heren gestürzt, dos Lenchcn, daS vor fünf Minuten zum Bäcker gegangen war.
»JesseS Maria! Nun wird fie uns sterben!" schrie I die Lene. Büdl, Ihr bringt unS rur Unglück i- S Hauö!"
Der saß da und blick e starr und stumm auf die Irrsinnige, wie wenn auch er den Verstand verloren hätte.
Im tonnderfckönen Monat Mai der Jahre» 1850 war's in btt ft Den Wohnung in der Windmühlen- gaffe einsam, toie nie zuvor. Die alte Lene brüste wieder allein in ihren zwei winzigen Slübchen. Jh-en armen Liebling, die Gertrud, harre man in die Klin k