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Möa, Montag, der 11. Juli 1904
31. Jahrgang
b: Red: Aus ,Die Zeit' (Wim). Nach Verbesserung ewiger Ungenauigkeiren.
Der japanische Offizier?)
Entnommen der Monatszeitschrift „Dftaften" (Chef- reLakteur Sisak Tamai aus Japan.)
Wenn wir das japanische Durchschnfttsoffi- zierskorps mit dem eines andern Großstaates vergseichen. so werden wir dem letzteren viell icht eme höhere allgemeine Bildung einräumen müffen (was übrigens bei den Russen nicht der Fall ist), bezug auf militärische Kenntnisse £*vj e ?cs japanische Korps ganz gewiß vortell-
-s ?""den, und diese Standesbildung S,,, ' 6te bei Beurteilung des Wertes einer atEen Dingen in Betracht kommt, ^sch möchte sogar die Behauptung ausstellen, daß £ * lopanrschen Offiziere durchschnittlich mehr von dreui Berufe verstehen als ihre europäischen Kameraden, weil sie sich mehr in ihren Beruf ersenken, nur ihm leben und keine andern Jn- reffen kernen. In der Leutnantscharge gibt es wlM? auch alte Offiziere bis zu 42 Jahren, die
Deutscher Reich.
Berlin, den 9. Juli 1804.
* Der Goldpokal deS Königs von England, den Herr Huldschirrsky mit seiner Jacht „Susanna" beim Handicap Eckernförde- Kiel gewann, wurde von diesem an die Kaiserinjacht „Iduna" abgetreten, da, wie sich heraus- gestellt hatte, eia Segel nicht vermessen war. Die Kaiserin hat darauf den Goldpokal zur Verfügung des Jachtklubs gestellt.
Trotz der Kieler Feste und Toaste wird die Entsendung des deutsche« Geschwaders nach England dort nicht durchweg mit freund, lichen Augen angesehen. Zum Dolmetsch solcher unfreundlichen Gefühle macht sich der Londoner .Daily Expreß'. Ein englischer Marineoffizier protestiert in dem Blatte gegen die „allzu häufigen Besuche der deutschen Flotte" in englischen Kriegs Häfen. Namentlich scheint ihn die am Sonntag -rfolgende Ankunft der „größten Flotte, die Deutschland jemals nach England entsandt" hat, zu beunruhigen. „Die Deutschen kommen nicht der Gasifteurrdschuft wegen", schreibt dieser Offizier, „sondern nm zu sehen, was und wie wir es tun. Ts sei daher nicht zu verwundern, daß das deutsche Marineinformationsbüreau besser unterrichtet sei als selbst die englische Admiralität." Ein nicht übler Willkomm! Daß dieser Offizier mit seiner Ansicht nicht allein steht, bedarf keiner Betonung.
* Aus Deutsch - Eüdwefiasrika. Wie aus Windhuk gemeldet wird, ist Oberleutnant Techow, der dort in den ersten Tagen des Herero-Aufftar des das Kommando führte, infolge eines Unfalls plötzlich gestorben. Der junge Offizier, Sohn emes Senatspräfidenten beim Oberverwaltungsgericht, leitete die Verteidigung von Windhuk, solange Gouverneur Seuteeh im Süden des Schutzgebiets weilte, und entsandte auch eine Entsatzkslonne nach dem damals schwer gefährdeten Okahandja. Später nahm er an dem Feldzug gegen die Herero aktiven Anteil. Der Schutztruppe gehörte er seit 1902 an. Während des Chinafeldzuges trat er in das Ostasiatische Expeditionskorps ein.
* Eine russische Anleihe in Dentsch- laud? Der Präsident des russischen Minister- komitees v. Witte, der sich mit den ihn begleitenden Räten, ohne in Berlin Aufenthalt zu nehmen, direkt nach Norderney zum Reichs, kanzler begibt, sollte nach Zeitungsmeldungen nicht bloß des Handelsvertrags, sondern auch einer Anleihe wegen kommen. Das wird von verschiedenen Seiten auf Grund offiziöser Informationen in Abrede gestellt. Er komme lediglich, um über den Handelsvertrag zu ver« handeln. „Mit einer Anleihe haben diese amtlichen Verhandlungen nicht das mindeste zu schaffen", erklärt der /öetl. Lok.-Anz.'. Die „amtlichen Verhandlungen" allerdings nicht, denn das Reich oder Preußen können den Russen kein Geld leihen. Aber ob Herr v. Witte nicht doch in der Absicht und Hoffnung kommt, durch den Abschluß des Handelsvertrages das Anleihe- geschäst zu erleichtern? Die Zeit wird es ja bald lehren. Daß die Geld» und sonstige Verlegenheit Rußlands nicht ganz wese, tlich dazu beigetragrn haben sollte, sein Bedürfnis nach Abschluß eines Handelsvertrages mit Deutschland und damit seine Nachgiebigkeit zu verstärken, ist jedenfalls schwer zu glauben.
zwar brave Frontsoldaten, aber keineswegs begabte Leute sind, aber sie verschwinden vom Hauptmann aufwäriS ganz, weil sie eben wegen ihrer mangelnden Kenntntffe nicht besördert werden, während in europäischen Armeen der Dumme und der Kluge befördert werden, als käme es auf das Alter, nicht aber auf das Wissen an.
Die militärischen Erziehungsanstalten, aus denen der japanische Offizier hervorgeht, sind natürlich, wie alles modern-japanische, europäischen Vorbildern nachgebildkt. In Tokio, Sendai, Kumamoto, Nagoya, Osaka und Hiroshima befinden sich Militärvorbereitungsanstalten (Riku- gun< Chiho-Uonen-Gakko). Knaben von höchstens 15 Jahren, die Lust haben, den Militärderuf zu erwählen, finden in diesen Schulen Aufnahme, die in Wirklichkeit nichts weiter find als die Vorkorps der Zenttalkadettenanstalt (Ckuo-Nonen- Gükko) in Tokio. Jede der DistriktSanstall en hat Raum für 150 Schüler. Der Kursus dauert drei Jahre, und je 50 Schüler gehören einem Jahrgang an und scheiden jährlich aus der Voranstalt aus, sodaß in jedem Jahre 300 neue Kadetten aus den Voranstalten (Rikugun-Chilo- Nonen-Gakko) angenommen werden können. Söhne von Gefallenen oder im Dienste invalid gewordenen Offizieren haben den Vorzug, daß sie alles frei haben, falls der verstorbene Vater kein genügendes Vermögen hinterlassen hat. Nach drei Jahren findet ein scharfes Examen statt, das über die Aufnahme in das Hauptkorps entscheidet. Bei diesem Examen Hilst dem Geprüften nicht etwa sein Alter, sein Name oder die hohe Stellurg seines Vaters. „Kaiserliche Gnade" für Dummköpfe kennt der Japaner nicht als Ersatz für mangelhafte Kenntnisse. Er sieht auch garnicht ein, daß die Dummheit des Adeligen mehr wert sein soll als die des Bürgerlichen, und begreift nicht, daß ein alter Name allein dazu berechtigen soll, verständige Menschen zu befehligen und im Ernstfälle gar deren Leben zu gefährden. Der Kursus der Zentralkodettenanstolt dauert 21 Monate. Wer sich während dieser Zeit gegen die Disziplin vergeht oder sich unpaffend benimmt, wild entfernt, wer krank ist, entlassen.
Die fertigen Kadetten werden nun nicht sofort zum Offizier befördert und dadurch, wie in manchen europäischen Heeren, zunächst die Ziel- scheibe des mehr oder weniger verhüllten mitleidigen Spottes der Unteroffiziere und Mannschaften, sondern der junge Mann hat nach Abschluß seines Examens einen praktischen Kursus von sechs oder zwölf Monaten als gemeiner Soldat durchzumachen. Weil die Zahl von 300 Kadetten für die 13 Divistionen der japanischen Armee eine zu geringe ist, werden auch noch einige hundert tüchtige junge Leute nach Ablegung eines strengen Examens, auch solche aus dem Stande der gemeinen Soldaten und der Unteroffiziere, aufgenommen. Diejenigen ungen Leute, welche noch gar keinen Militärdienst verrichtet haben, müffen, um sich mit den militärischen Hebungen vertraut zu machen, vor der Aufnahme einen um ein halbes Jahr längeren rraktischen Kursus durchmachen. Erst nach Ab- auf dieses Kursus wird der junge Mann auf die Offiziersschule (Shikan-Gakko) nach Tokio berufen, um in einem weiteren zwölfmonatlichen Kursus den letzten Schliff zu bekommen. Diese Einrichtung des sechsmonatlichrn oder einjährigen iraktrschen Kursus hat eine so tiefe Bedeutung, laß sie auch in anderen Armeen Eingang findm ollte. Die jungen Seine werden nämlich in Japan nicht mit Rücksicht auf ihren Geldbeutel zur Infanterie, Kavallerie, Artillerie oder zum Train gesteckt, sondern sie wählen sich die Waffengattung, die ihnen am meisten zusagt. Ein leberheben einer Waffengattung über eine andere kennt man gar nicht. Man würde derartiges gar nicht verstehen. Der praktische Kursus läßt nun deutlich erkennen, ob der junge Mann sich wirklich die Waffengattung wählte, in der er rem Staate am besten Dienste zu leisten geeignet ist, oder ob er in seiner Wahl einen Fehler machte. Dieser Fehler wird dann natürlich nach dem Abschluffe der Offiziersschule zu feinem urb des Landes Besten korrigiert. Alsdann werden die jungen Leute wieder ihren alten Re- timen tetn, in denen fie vor einem Jahre ihren praktischen halb- oder ganzjährigen Kursus be- endet haben, wieder zugrteilt und nach einem nochmaligen 6 Monate dauernden praktischen i kursus als Unteroffizier werden sie erst zum Leutnant ernannt. So kann Japan sich rühmen, Offizierskorps zu besitzen, die tatsächlich den An- orderungen ihrer Waffengattung entsprechen.
Der Unterricht auf den Kriegsschulen ist ganz dem Unterricht auf deutschen Kriegsschulen nach- gebildet, nur mit dem Unterschied, daß jeder Schüler außer militärischen Fächern auch noch eine Sprache soweit zu erlernen hat, daß er sich darin verständlich machen und fie verstehen kann. Bei der außerordentlichen Beanlagung der mon
golischen Raffen für Sprachen gelingt es ihnen tatsächlich, in kurzer Zeit bedeutende Sprach- kenntnisse zu erzielen. Die japanischen Offiziere sollen bis vor dem englisch-japanischen Vertrag mit Vorliebe Deutsch und Französisch, seitdem aber Englisch gelernt haben. Russisch war weniger beliebt, obgleich es unzweifelhaft das geeignetste Studium gewesen wäre. Statt einer europäischen Sprache — nur die oben erwähnten kommen in Betracht — kann der Offiziers- aspirant auch Chinesisch lernen. Leute, die sich dieser Sprache widmen, sind es natürlich, denen man in China in irgend einer Gestaltimmer wieder begegnet.
Daß die japanische Armee außer den er- wähnten drei Schulen auch eine Kriegsakademie (Rikugun Daigaku) und 6 Spezialanstalten (die Militär Musikschule ist nicht mitgezählt) für jede Waffengattung besitzt, bedarf bei einet so gründlich mit Lehrmitteln und Lehrkräften versorgten Nation kaum einer weiteren Erwähnung. Der Zudrang zu diesen Anstalten ist sehr groß, denn oom Hauptmann aufwärts ist ohne besondere Examenlelstung keine Beförderung mehr möglich, und bei der Beförderung vom Leutnant zum Hauptmann wird bereits ein Drittel der zu Befördernden der Kenntnisse wegen bevorzugt. Eines lernt der japanische Osstzier mit wenigen Ausnahmen freilich nicht — das ist das Reiten. Alle Offiziere werden mit Reitunterricht gequält, und sie tragen die Reithosen genau so stolz wie die europäischen Offiziere, aber — wenn der verfluchte Gaul nicht wäre! Das Gesäß des Japaners ist zu eng, die Hüfte zu rund, die Beine zu kurz, der Halbpony ist zu tückisch, um das Reiten zur Freude zu machen, und so werden die japanischen Kavalleristen im Kriege einen üblen Stand haben, zumal vor den russischen Kosaken. Kluge Leute haben sich darüber gewundert, daß die Japaner sich nicht befferes Pferdematerial anschaffen. Das ist leicht gesagt, aber schwer getan. Die Japaner arbeiten mit wenig Mitteln und müffen trotzdem Großes erreichen. Die Kavallerie ist vorläufig für sie eine Nebenwaffe, denn sie wiffen. daß sie in gebirgigem Terrain Krieg zu führen haben, in dem der importierte Gaul ihnen nur hinderlich fein würde. Außerdem würde sich das ameri- kanische ober australische Pferd sehr über die Verpflegung wundern, mit der der asiatische Halboetter zufrieden ist, und der japanische Kavallerist würda im Kriegsfälle nicht wiffen, woher das Futter für fein Pferd nehmen, wenn dieses mit fremdländischem Appetit behaftet wäre. Die Japaner fühlen wohl, daß fie eine bessere Kavallerie gebrauchen könnten, aber eS kam ihnen zunächst darauf an, die Infanterie als die ausschlaggebende Waffe, an einen in der ganzen Welt nicht übertroffenen Höhepunkt zu bringen. Auch die Artillerie leidet natürlich etwas unter dem Pferdematerial, aber nicht so eh?, wie man denken könnte. Stellungsver- inberungen, wie sie in europäischen Manövern so häufig vorkommen, verbieten sich durch das nrchtbar zerriffene Terrain des Kriegsschau- »latzes, in dem oft b;e Menschenkraft (Kulis) *) )ie Pferdekraft ersetzen muß, ganz von selbst. Allerdings ist es nicht zu leugnen, daß bet japanische Artillerieoffizier zu sehr an seiner Batterie klebt und das Aussuchen der GeschÜtz- pofition deshalb nickt so gründlich betreibt, wie nun es wünschen könnte. Dagegen kann man icher sein, daß er niemals eine ganz und gar unsinnige Position aussuchen wird. Seine Schwer», älligeit in der Bewegung hindert ihn vielleicht daran, die beste Position zu finden, aber feine Intelligenz schließt es aus, daß er jemals eine chlechte wählen sollte.
Der Diensteifer der Offiziere und ihr Ehrgeiz ist ein gewaltiger. Der japanische Osfi- ier erhält ein lächerlich kleines Gehalt. Er lebt m Ftlde wie die Soldaten und ißt, sei er nun General ober Leutnant, ganz dasselbe, was die Soldaten tffen. Der Offizier genießr das un- ledingteste Vertrauen seiner Leute, die sich Über eine schroffe Behandlung von feiten ihrer Vorgesetzten zu beschweren haben. Man darf allerdings nicht vergessen, baß in Japan auch der gemeine Japaner mit Stolz und Leibenschast Soldat ist und gern lernt.
*) Anw. der Red.: In Europa ist eS noch wenig bekannt, daß für je 1C00O Mann des japanischen HrereS wenigstens die gleiche Zahl Kulis erforderlich ist.
* Treffende Entgegnung. Der berühmte Geiger Pagarini hatte eines Abends im Theater zu Florenz aufzutreten und zwar das Gebet aus der Oper „Moses" auf nur einer Saite, der 6 Saite zu spielen.
Eiteroriscbcs i
Er vertpälere sich ettvcs im Hotel mb nahm daher einen Flacker. Die Strecke dir zum Theater war gar nickt so grop, dennoch forderte der Kutscher das unverschämte Fahrgeld von zebn Lire. ..Sind Sie verrück?" fragte' ih« der Künstler empört. — »Durchaus njch!; Sie beanspruchen ja für einen Platz zu Ihrem Konzerte drS gleiche." — Pagsnini lachte, reichte ihm aber doch ein sehr reichlich bemessenes Fahrgeld und sag'e: „DaS ist doch noch ein Unterschied: ich werde Ihnen jedock die verlangten zehn Lire zahlen, sobald Sie mich auf einem Rade fahren!"
* Ein steckbrieflich verfolgter „MarqaiS". Von Ravensburg aus wird der „46 Jahre alte Fürstlich reußifchr Kammerherr Otto Benze, Gutsbesitzer in Benzen Hosen, Gemeinde Berg, Oberamt Ravensburg" steckbrieflich unter dem Verdacht der Urkundenfälschung und wegen Beleidigung verfolgt. Benze war noch bei Lebzeiten des alten Fürsten von Reust ä. L. Heinrich XXII. als „H rr von Benzenhosm, MarqaiS von Montplat", in Greiz erschienen und vom Firsten, der ihn in einem Seebade kennen gelernt hatte, zum Kammerber rn ernannt worden. Plötzlich verschwand er wieder, da daS Gerücht immer lauter umging, daß mit der Adelsmatrikel der Herrn MarqaiS nicht alles in Ordnung fei, und tauchte dann in Paris auf, nachdem er in Erfurt vorübergehend sistiert worden war. Die .Hallesche Ztg.' bemerkt zu der sonderbaren Geschichte: Wie wir triff n, stammt Herr Benze cmS Giebichenstein (Vorort von Halle). Wir haben nnS schon vor einer Reise vsn Jahren mit ihm beschäftigt und seinen Pseudoadcl sowie seine sonstigen seltsamen Manipulationen gekennzeichnet. ES ist merkwürdig, daß er so lange im Besitz seiner Titel bleiben konnte."
* Heber die Menschenfresserei im Kongogebiet bringt die ,Köln. Z'g' nach einem französischen Bericht aui dem Kongostaot ganz schauderhafte Mitteilungen, auS welchen man wohl entnehmen kann, daß es mit dem Kannibalismus dort noch lange richt vorbei sein wird. So gab der Sultan von Langaffu ein großes Festmahl, wobei er seinen Gästen 300 Leiber von Erwachsenen aufhasen liefe. Ein Missionar hat den Tisch photographisch ausgenommen Der größre Schmaus der Schwarzen voir Ubanghi ist dar Menscher fleisch und man mordet daher zur Befriedigung deS Gaumens. Di.' Baftko find auf Menschenfleisch so versessen, dafe sie ihre Beestorbenen in Stücke schneiden, daS Fleisch in Töpfe eir machen, das Fett schmelzen und biete Konserven daun verzehren 1 Die Battela töten und essen ihre alten Verwandten, sobald sich bei ihnen Kräfteve, fall einstellt. Die Bavgala verspeisen nicht allein alle im Kampfe gefallenen Krieger, sondern auch ihre Gefangenen und Sklaven.
* Prosaische Fortsetzung, a) Ein Vater von fünf ledigen Töchtern ist auf dem HauSballe in ein.m N benjimmn eingeschlafen und träumt, vier Töchter hätten sich während des Balles verlobt, für die jüngste fände sich ebenfalls ein Freier, ober er, der Vater, sträube sich, das Jawort zu geben. Alle bemühen sich, ihm dasselbe abzuringen. Schließlich sagt seine Frau: „So raffe dich doch auf!" b) „So rosse dich doch auf!" ruft seine Frau, ihn ärgerlich schüttelnd, „olle Mädchen haben Tänzer, nur unsere Töchter nicht. Du mußt ihnen sofort Tänzer besorgen."
Der „Akazukt" vor Port-Arthur. AuS dem Kriegstagebuch deS javanischen Kapitänleutnants Nirutaka. Heilbronn, Verlag von Engen Salzer. Preis 1 Mark.
Nirutaka, ein Torpedobootskommandant der japanischen Flotte, will in diesem Buche feine Erlebnisse von Beginn drS Krieges an biS zum Untergang deS .PetropawlowSk" erzählen. Er war — so lesen wir in dem Buche — bet dem ersten Angriff vor der Kriegserklärung auf die russische Flotte vor Port-Arthur beteiligt, begleitete mit dem „Akazuki" die ersten Sperr- dampfer und wird hernach während der Reparatur seines Bootes auf daS Schlachtschiff „Fuji" versetzt. Auf diesem macht er eine Beschießung von Port-Arthur mit, wobei der „Fuji" von einer 30 Zev timeter- Granate schwer getroffen wird und er selbst mit knapper Not >em Tode entrinnt. Nirutaka macht verschiedene blutige Gefechte mit und wird zuletzt zu dem gefahrvollen Amt eines Sperr dampferführerS auSersehen. — Wer den modernen Seekrieg mit all seinen Schrecken kennen lernen und sich über den Krieg genau orientieren will, mag daS Buch lesen, daS von einem Ungenannten, wie er selbst sagt, frei ins Deutsche übersetzt ist. Ob wirklich eia japanischer Text zu Grunde liegt, wiffen wir nicht.
NMame«. xe> Nuzeiz-rrtei!
Die elfte Hülfe bei Brechdurchfall bittet die Darreichung von Kufeke'S Kindermehl mit AuS» chlun jeder Nilch, welche drn Krankheitskeimen einen günstigen N hibo en dar bietet und von dem erkrankten Darrn nicht verdsut wird. Durch die Darreichung von Kufeke'S Kirdern-ehl ohne Milch, welches durch daS in Form von Dextrin und Zucker vorhandene pflanzliche Eiweiß den Krankheitskeimen einen schlechten Nährboden abgibt und dadurch die GährungSvorgänoe im Darm vermindert, gelingt es sehr oft, im Anfang der Krankheit daS Erbrechen zum Stillstand zu bringen, die Nahrungsaufnahme wieder möglich zu machen und bis Widerstandsfähigkeit des Körper? gegen die Sravk- 6eit zu hkben. Auch auf den Durchfall hat das Kuseke Kindern? ehl ein« günstige Wirkung.