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Die pädttsche Spflt

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Zeitung

Ächttftlettee-.Zos.vmm,

wockiiager„IllustrierteSonntagszeitung

Mouatsbeuager „8uldaer GeschichtrbMer"

M 147.

§ulda, Freitag, den 1. Juli 1904

31. Jahrgang.

Druck und Verlag S KuldaerActtendruckei in Zulda (Bcrmonii

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Neue Satzungen vom 1. Januar 1904:

Unverfallbarkeit vom Beginn der Versicherung an, Un­anfechtbarkeit und Weltpolice nach zwei Jahren.

Verwendung der Dividende wahlweise zur Prämien- erruäftignug oder — ohne neue ärzt iche Untersuchung — zur Erhöhung der Versicherungssumme (jährlicher xnb selbst dividendenberechtigter Summenzuwachs). [26

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| Dem göttl. Herzen zu Ehren bitte um

ss Eine jtfark! ss

Lieber Leser, liebe Leserin, hast Du noch eine Mark! ja vielleicht 3, 5, 20 und noch mehr übrig? Bitte, bitte, spend' sie zur Rettung und Erhaltung der armen Kinder. [967

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Berlin, N. 58, pappel-AUee HO, IN Heimat für heimatlose Kinder

M. Maria Theresia v. hl. I.

Amtliche ««zeigen

Sefnnben: Eire Brosche, «m Regenschirm, drei Portemonnaie, ein Sürtel, ein Hamm«.

V-nigllche pslizei-vireklion.

„ÜT&31 ‘BÄ ßipfrfinfrafnhr»r L^holfen werden.

Deutsches Reich.

Berlin, den 30. Juni 1904.

Belohnung auS. — London. Ein Telephonist« tnnenstretk brach in der Londoner Fernsprech- Zentrale aus, weil die Arbeitszeit verlängert ist. Alle Damen stellten ihre Tätigkeit ein. Sie sollen übrigens den Sieg bereits sicher haben. — New-Jork. In New Jork, wo die Schneider streiken, erschoß ein durch den Ausstard in Not geratener Schneidergeselle den Stretkführer.

* Eine entsetzliche Hiurichtnug. Ein in ihrem Verlaufe entsetzliche Hinrichlung vermittelst Elektrizität fand in Columbus in Ob io statt. Es handelte sich um den Frauenmörder Michael Schiller. Der elek­trische Strom mußte dreimal angestellt werden, bis es endlich gelang, dem Delinquenten, der in dem Hin­richtungsstuhl eingeschnallt war, das Leben zu nehmen. Zweimal wurde er auS dem Stuhl herauSgenommen und wieder hineingebracht, nachdem man sich überzmgt hatte, daß er noch nicht tot war, obwohl ihn die Aerzte schon für tot erklärt hatten. Der Todeskampf dauerte eine volle Stunde. AIS Schiller zum ersten» male auS dem Stuhle entfernt wurde und die Aerzte gerade mit der Untersuchung seines Körpers beschäftigt waren, begann der unglückliche Mann mit einem Mal laut zu stöhnen. Dann wurde er in den Stuhl zurück- irbracht, und nach weiteren fünf Minuten erklärten hn die Aerzte zum zweitenmale tot. Er wurde wieder HerauSgenommen, aber das Herz schlug immer noch, und der Delinquent krümmte sich am Boden. Beim drittenmale wurde der Strom so stark angestellt, daß der Körper zum großen Teil verbrannte. Dann erst konnte der Tod endgiltig festgestellt werde».

gefügt sein, der denselben bei der General Ver­sammlung begründen wird. Anträge, welche diese Namen nicht enthalten, werden zur Beratung nicht zugelasien.

Die "Anmeldungen zur Mitgliedschaft oder zur Teilnahme bei der Generalversammlung sind an den Vorsitzenden der Anmeldekommisfion, Verlagsbuchhändler H. Pawelek, zu richten. Die Karten werden gegen Nachnahme mit Zu­schlag des Portos den Bestellern zugeschickt. Wer den Betrag vorher einsendet, wird gebeten, demselben 20 Pfg. für das Porto der Zu­sendung seiner Karte beizusügen. Die Mit­gliedskarte, welche zur Teilnahme an allen offiziellen Veranstaltungen berechttgt, kostet 7.50 Mark; die Teilnehmerkarte, welche nur zum Besuch der 4 öffentlichen Versammlungen be­rechtigt, kostet 5 Mark.

Wer auf eine Wohnung reflektiert, möge dieselbe beim Vorsitzenden der Wohnungskom­mission, Fabrikbesitzer Fr. X Miller, unter Angabe seiner Spezialwünsche bestellen. Da ein sehr großer Fremdenandrang zu erwarten steht, liegt es im eigenen Jntereffe derer, die den Katholikentag zu besuchen gedenken, sich baldigst ihre Wohnung zu sichern!

Dem Lokalkomitee und den einzelnen Kom­missionen würde ihre Arbeit bedeutend erleichtert, wenn die Anmeldungen, Anträge usw. recht früh- zeilig einliefen. Regensburg wird alles auf­bieten, um den auswärtigen Gästen der General­versammlung ein gemütliches Heim zu bereiten. Jeder deutsche Katholik, dem Zeit und Mittel es erlauben, sollte es sür seine Ehrenpflicht halten, an der 51. Generalversammlung in Regensburg teilzunehmen. Also auf nach Regensburg!

E Anzeigen

Iteb ht brr ,fnl6atr sicherer MirkstnaLE.

vermischtes.

(*) Kleine Nachrichten. Borb eck (Rheinland). Der irdischen Gerechtigkeitentgängenist

* Aus dem gemütlichen Sachsen. Eine rheinische Verlagsbuchhandlung wendete sich vor einigen Tagen in einem höflichen geschäftlichen Schreiben an eine sächsische Papterfabrik mit dem Ersuchen, Papiermuster mit Preisangabe zu schicken. Darauf erfolgt die folgende, muster­haft liebenswürdige Antwort: „Br. m. zurück mit dem Bemerken, daß es uns unverständlich ist, wie Sie bei den Ketzern, gegen welche Sie zu Felde ziehen und gegen welche Sie in Ihren Schriften in gehässiger Weise vorgehen, Papier kaufen wollen. Wir werden Sie jedenfalls in Ihren Angriffen „gegen den Unglauben» nicht unterstützen. Achtungsvoll« (Folgt Fabrik­stempel und Unterschrift.) Das prachtvolle Akten­stück liegt der,Köln. Volksztg.', der wir diese chönr Geschichte entnehmen, urschriftlich vor. Die Erklärung liegt in dem Umstande, daß auf dem Umschlag des Geschäftskouverts, dessen sich die Verlagsbuchhandlung bediente, die Titel einiger apologetischer Schriften aufgedruckt waren, da­runter auch die Schrift: Schutz-und Trutzwaffen m Kampfe gegen den modernen Unglauben. Wie >ie Papierfabrik dazu kam, sich durch diese Bücher- t«tel in ihrer Eigenschaft als „Ketzer" gekränkt u fühlen, ist ihre Sache. Nun, wenn sie absolut ein Geld von der rheinischen Verlagsverhand-

Zur 51. GcnkkalmMng drr Kcholidk« tzMschlm Ktgtnsiirg.

L.-C. Regerrg, 27. Juni.

Die sehr kurze Spannt von 2 Monaten trennt uns noch von de Generalversamm­lung der Katholiken Deands in Regens­burg. Da immer noch tzen bezüglich des Termins derselben einlautellen wir wieder­holt fest, daß die Gversammlung am Montag, den 22. Ak, beginnt und bis zum Donnerstoen 25. August, dauert. Am Sonntag, II. August, werden die katholischen Arbp, Handwerker­und Gesellenvereinen großen Festzug und Versammlungen abö Sonntag abends findet in der Festhal t Begrüßungsfeier statt. Der Bau der Fe hat bereits be­gonnen; er wird biS.Mugust fix und fertig fein. Die Halle wird isim Parterre allein über 6000 Sitzplätze faß

Die Vorstandschaft pkal - Komitees hat ein vorläufiges PrOm der offiziellen Veranstaltungen und lpbenversammlungen entworfen. Katholischere und Verbände, die in Regensburg n>W der öl. General- Versammlung zu tagenMigen und im Pro Stamm Erwähnung firwcklen, werden drin-

£ ersucht, sich in üster Frist bei dem ^sitzenden des LokaMtces, Herrn Kom- »erzienrat Pustet, cstelden und ihre beson- o»rsn Wünsche schriftlißneichen. Wir machen tz.uch neuerdings wiedfrirf aufmerksam, daß Anträge, welcheaufCemal-Versammlung behandelt werden wossoickd als möglich an den Vorsitzenden desgl-Lmitees eingesendet werden. Dem Antragfß niht nur der Name des Antragstellers, skn ach des Herrn bei­

rarauf geschloffen, daß auch der Geschäftsführer des HandelsoertragSvereins offen anerkannt habe, „äo facto seien Handelsverträge nur denkbar auf der Grundlage einer schutzzöllnerischen Handelspolitik der beteiligten Staaten". Hieran

Fortwaend

aehme« allePoftanftaliandbrie» boten, Zettuusstrager und re Expedition sHarmouie)

JtätüMgtH auf das Aorta! 1904 Ser .Fuldaer Zeituufm Preise von 1 Mark 50 Pfg. («Bestellgeld und Bringerloh») entgege

.. , Die Wirkung des sozialdemo­kratische« Schweigebefehles zeigt sich auch an dem „Genoffen" Schtppel. Er hatte in »er Nummer vom 14. d. M. der »Chemnitzer Volksstimme' seine Darlegungen über das -chema: „Ohne Zölle keine Handelsverträge (Tarifverträge) — wer Handelsverträge will, muß auch Zölle wollen", i

knüpfte Schippet die folgenden sarkastischen Be- | der in Untersuchungshaft sitzende Direktor Hollman« Weitungen: „Aber wir haben diesmal ja unseren v ‘ Genossen Parous ganz aus dem Auge verloren! Ah, da ist er! Natürlich, wie immer, gleich wieder mit einer programmatischen Kundgebung. Was er verlangt, ist: „Abschluß von Verträgen auf Grundlage des Freihandels!" Warum nicht? Der noch viel mehr beachtete Revolutionär der vierziger Jahre verlangte ja auch: auf der Grund­lage srr Republik seinen Großherzog. Und damit ade! Denn im folgenden werden wir uns nur noch mit dem Genossen Kautsky ein wenig zu beschäftigen haben. Nicht allzuviel." Das „folgende" ist bis jetzt ausgebliebrn. Die fällige Schippel-Nummer des Chemnitzer Blattes hat kein Wort gebracht. Ebenso hat der .Vorwärts', der schon vor etwa sechs Wochen angekündigt hat, daß er sich mit Schippe! auseinandersetzen werde, seither noch kein Sterbenswörtchen über diesen so eigenartigen Schippelschen Widerruf gebracht.

von der Borbecker Spar- und Kreditbank. Er starb üifo-fic BlutsturzeS. Die Unterschlagungen betrage« 900000 Mark. — Prenzlau. Die Kaiserin hat die auf sie gefalle ne Würde einer Schützenkönigin der Prenzlauer Schützenzilde angenommen. Sie wird eine Erinnerungs-Medaille stiften. — Berlin. Durch einen äußerst seltenen Schwindel ist in Ber­lin die Staatskasse seit fünfzehn Jahren geprellt. Der Lohn einer Beamten-Witwe, die Witwen-Penston bezog, legte 15 Jahre nach dem Tode seiner Mutter noch Jahr für Jahr die bezügliche Quittung an der Kasse vor, nachdem er die Unterschrift seiner Mutter gefälscht und sie der Borschrift gemäß amtlich hatte beglaubigen lassen. Er hatte die Beamten, welche die Unterschrift beglaubigten, so geschickt zu täuschen gewußt, daß sie kein Mißtrauen schöpften. Erst kürzlich kam der Schwindel an den Tag. — Köln. Nach siebenjährigem Prozeß entschloß sich das italienische Unterrichts­ministerium den Erben Otto Bausch in Köln, der im Jahre 1897 vom Palatin abstürzte und sofort tot war, hunderttausend Franken Entschüoigung zu zahle». Der Absturz war durch einen Bruch des Geländers er­folgt. — Hamburg. Im Schnellzug Bremen-Hamburg wurde dem Theaterdirektor Gastiueau aus New-Jork eine Brieftasche mit Wertpapieren und Banknoten im Gesamtwert von 127 000 Mark gestohlen. — Chemnitz. Die Staatsanwaltschaft setzte aus die Ergreifung deS flüchtigen Polizeiwachtmeisters Schramm in Crottendorf im Erzgebirge, der den dortigen Ge- meindekassterer ermordete und beraubte, 800 Mark

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