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31. Jahrgang.

zulda, Mittwoch, den 22. Juni 1904.

M 140

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2. 1903.

K«> Nuzeigeateir,

-ZweitesBlatt i

Germaniae Historie» — Diplomat» Regum

Mitteilung«« an die Mitglieder des Ver­eins für hessische Geschichte und Landeskunde. Raffel. 80. — Jahrg. 1902, 1903.

Msnographie« zurWeItgeschichte. . . Herausg. von Ed Heyck. Bielefeld und Leipzig. 8°. — 19: Schäfer: Die deutsche Hanse, 1903. — 20: Hötsch: Die Vereinigten

Tatsache ist, daß die Aus! Jahr zu Jahr bedenklich abi.!

- Ij gering ö Ostafrika» jetzt von die Ugandabahn und die ungeheuren Aufwen- stehender Karte deutlich verzeichnet, infaimt. Die Kolonialver- düngen verwiesen, die England für diese gemacht • —'

Brant-Seide

— Zollfrei! — Muster an Jedermann! —

Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich.

Staaten, 1903.

Monumenta

. . . Berolini. 4°.

Verzeichnis der Neuanschaffungen der Ständischen Landesbibliothek zuZuldaim Llatrjahr M3 (April 190L—Marz 1904).

(Fortsetzung.)

Jahrbücher der deutschen Geschichte . . . Herausg. durch die historische Komunssion . . . Leipzig. 8°. — Meyer von Knonau: Heinrich IV. und Heinrich V. Bd. 3 u. X, 1900-03. — Winkelmann: Philipp von Schwaben und Otto IV. Bd. 2, 1878. — Winkelmann: Kaiser Friedrich II. Bd. 2, 1889

Jahresberichte der Geschichtswissen­schaft im Auftrage der histonschen Gesellschaft in Berlin herausgegeben von E. Berner. Ber­lin. 8. - Jahrg. 24 (1901), 1903.

Koster, Friedrich: Alte Straßen in Hessen. 1—2. Trier 1893 und 1902. 8°.

Koner, SB.: Repertorium über die v. I. 1800 bis z. I. 1850 . . . auf dem Gebiete der Geschichte erschienenen Aufsätze. Bd. 1—2.

I B. 1852—16. 8°.

Lamprecht, Karl: Deutsche Geschichte. Berlin. 8°. — Erg.-Bd. II, 1—2: Zur jüng­sten deutschen Vergangenheit. Bd. 2, 1903—4.

LandeSgeschichte«, Deutsche. Herausg. von A. Tille. Gotha. 8°. — Werk 5: Wehr­mann: Geschichte von Pommern. Bd. 1, 1904.

v. La«dman«, Karl: Napoleon I. München 1903. 8°. = Weltgesch. in Charakter­bildern. [7],

LaudtagS-Akten, Hessische. Herausg. von H. G lag au. Marburg. 8°. — Bd. 1: 1508 bis 21, 1901. .

Lehmann, Mox: Freiherr vom Stern. Leipzig. 8". — Th. 2: Die Reform. 1807-08. 1903.

Lindenschmit, L.: Die Altertümer un­serer heidnischen Vorzeit.... Mainz. 4°. — Bd. IV, 9—12; V, 1; Erg. - Heft zu I—IV. 1895—1902.

Lonke, Alwin: Königin Luise von Preu­ßen. Leipzig 1904. 8°.

v. Meyfe«b«g, Malwida: Der Lebens­abend einer Idealistin. 4. Aust. Berlin und Leipzig 1903. 8°.

Michael, Emil: Geschichte des deut- sch en Volkes vom 13. Jahrh. bis zum Aus­gange des Mittelalters. Freiburg i. B. 8°. -■ Bd. 3, 1903.

et Iirperatornm III, 2. 1903.

Monumenta Germaniae Historica

. . . Hannoverae etLipsiae. 4°. — Scripto- res XXXI, 2. 1903.

Müllenhost, Karl: Deutsche Altertums­kunde. Bd. 1. u. 2. B. 1870 u. 1887. 8».

Napoleon I. Herausg. von I. v. Pflugk- Harttung. [1.1 Revolution und Kaiserreich. [2.] Das Erwachen der Völker. Berlin. (1900 bis 1901.) 8°.

Nuntiatur - Berichte aus Deutschland . . . Herausg. durch das König!. Preuß. Institut in Rom und die König!. Preuß. Archio-Verwal- tung Berlin. 8°. — Abt. 3 (1572—1585). Bd. 4, 1903.

v. Pfeil, Richard, Graf: Tas Ende Karser AlexandersII. 1. bis 3. Tausend. B. 1903. 8°.

Quilling, F.: Die Nauheimer Funde der Hallstatt und Lalöne. — Perioden in den Museen zu Frankfurt a. M. und Darmstadt. Frankfurt a. M. 1903. 4°.

Redlich, Oswald: Rudolf von Habs­burg, das deutsche Reich nach dem Untergange des alten Kaisertums. Innsbruck 1903. 8°.

Rethfeldt, A.: Ueber den Ursprung des 2., 3. und 4. Teiles der sogen. Fuldischen Annalen. Diff. Halle a. d- S. 1886. 8".

- Roberts of Kandahar, Lord: 41 Jahre in Indien. Bd. 1—2. Berlin 1904. 8°.

Roseberry. Lord: Napoleon I. am Schluffe seines Lebens. L. 1901. 8°.

Schiel, Adolf: 23 Jahre Sturm und Sonnenschein in Südafrika. Leipzig 1902. 8°.

Stein, Friedrich: Geschichte Fran- kens. Bd. 1 u. 2. Schweinfurt 1885—86. 8°.

Strauß, David Friedrich: Ullrich von Hutten. 2. Aust. Leipzig 1871. 8°.

Tavera, E. S. Ritter von: Geschichte der Regierung Kaiser Maximilian I. ... in Mexiko. Bd. 1—2. Wien u.Leipzig 1903. 8°.

Traditiones et Antiquitates Fnlden- ses. Herausg. von Dronke. Fulda 1844. 4°.

T«rq«a«, Joseph: Die Schwestern Napoleons Elisa und Pauline Borghese. . . L. (1896).— Die Königin Hortense. Bd. 1 bis

Und doch ist bereits von protestantischer Sette das schwerwiegendste Zugeständnis abgelegt worden, „daß die Schriften der Reformatoren kaum als sekundäre Quellen für die kirchlichen Zustände zu Ende des Mittelalters zu benutzen seien" (Th. Kslde, die deutsche Augustinerkon­gregation, Gotha 1879, S. VI).

Diese ganz sozialdemokratische Behandlung der Kirche und ihrer Geschichte erinnert an die bittere Satyrs, mit welcher einst de Lagarde die verlogene, aber mit Mitteilung von Tatsachen renommierende Tendenzschriststellerei verspottet hat, indem er ein Lebensbild Moltkes zeichnete, wie es diese Darstellungsweise liefet« würde:

„£>. von Moltke, 1880 zu Parchim geboren, gab, so lange er in der Wiege lag, nicht selten Beranlaffung, über seine Unsauberkeit zu klagen, trat als Jüngling in dänische, danach in preußische Kriegsdienste, wurde nach der Türkei beurlaubt, lebte eine Zeit lang als Adjutant des Prinzen Heinrich von Preußen in Rom und wurde schließlich an die Spitze des preu­ßischen Trneralstabs berufen. Während zweier großen Kriege gelang es ihm nur selten, inS Feuer zu kommen: in der Schützenlinie ist er in diesen Kriegen nur einmal gewesen. Er besitzt jetzt das Rittergut Creifau, woselbst er einen Teil des Jahres sich anfhält." P. de Lagarde, Deutsche Schriften, 4. Aust., Göttingen 1903, 6. 404.) -

Lagarde nennt diesen Bericht, der nur wahre Aussagen enthalte, „himmelschreiend lügenhaft". Ein anderes Prädikat verdient die von der so­zialdemokratischen Reklame „als auf Tatsachen beruhend" geschilderte Sudelei Rosenows eben­falls nicht, da ihr Inhalt von der geschichtlichen Wahrheit noch weiter entfernt ist, als obige Lebensskizze Moltkes.

Werden auch angesichts dieses parteioffiziellen Pamphletes, dieser Ausgeburt des wüstesten Kirchen- und Pfaffenhaffes, die sozialdemo­kratischen Wanderapostel und Redner den Mut haben, den Satz „Religion ist Privatsache" als den der Wahrheit entsprechenden Grundsatz der Sozialdemokratie auszugeben?

Daß das Scengrbiet, deffen Erschließung der Zentralbahn dienen soll, da- wirtschafllich wertvollste Gebiet unsere» Schutzgebiete» ist, muß rach den Schllderungen hervorragender Kenner de» Laude» angenommen werden. Heute kostet die Fracht aus dem Seengebiet zur Küste 80 bi» 100 Mark für den Zentner bei einer Beförderungszett von zwei bi» drei Monaten. Nrr Edelmetalle und Elfenbein, höchsten» auch Gummi, können eine derartige Fracht tragen; die Ausfuhr von Landespro­dukten aber, wie sie in Menge im Innern Ostafrika» gezogen werden könne«, muß unter» bleiben, ebenso wie eS unmöglich ist, etwaige Erzeugnisse der Montanindustrie mit Ausnahme von Gold und Edelsteine« nach der Küste zu befördern. Die aufgesundenen Kohlenlager, welche für die Kolonie von ungeahMer Be­deutung werde» könnten, müssen ungenutzt liegen bleibe», und selbst bet Plantagenbau, der an vielen Stellen im Innern die günstigsten Vorbedingungen findet und auch im Uluguru- gebirge bereit» eine« erfreulichen Anfang ge­nommen hat, vermag bei derartig primittven

2. L. 1897. — Karoline Murat. L. 1897. — Die Kaiserin Josephine. L. (1896). — 8®.

Vorzeit: HerauSgegeben von K. W. Justi. Marburg 1838. 8°.

v. Weech, Friedrich: Badische Geschichte. Karlsruhe 1890. 8°.

Weltgeschichte. . . Herausg. von Hel­molt. Leipzig u. Wien. 8°. — Bd. VIII, 2. 1903.

Zeitschrift des Vereins für hessische Ge- chichte und Landeskunde. Kaffe!. 8. — N. F. Bd. 27, 1903.

Zeitschrift, Historische, (Begr. vonH von Cybel),. . . herausg. von Friedrich Mei­ne cke. München und Leipzig. 8°. — Bd. 55 u. 56, 1903—4.

(Fortsetzung folgt.)

©ET W J . . . .. Anzeigen: vtt et» AHTIIItA UM C/VIWIIU JEE?

• Fuldaer Acttendrudeet

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mouatsbeilagc: „Huldaer Eejchlchtrblalm . »■

Das LisenbahnprojrN var-es-salam

Da dieses von früher her bekannte Eisen- bahrprvjekt unser er ostafrikanischen Kolonie nun wieder zur Beratung kommt, dürste eine kleine Ueberficht mit dem gesamten Bahn­projekt von Interesse sein.

Selbstverständlich ist e» nicht zweifelhaft, daß die Strecke Dar-es-salam —Mrogoro nur als Beginn der weiteren Strecke bis Tabora, um dort zunächst Anschluß an die geplante Kap Kairo-Bahn zu gewinne», an­gesehen sein muß, und das über Tabora hinan» die Zevtralbahn den Tavgaryikasee erreichen soll. Der Gesamtkostenaufwand für die erste Bahnstrecke soll 22 Millionen betragen. Legt man diese Summe bei Berechnung der Kosten für die 800 Kilometer lange Strecke von Mrogoro über Kiloffa, Mpapwa, Kilimatinde, Moale nach Tabora zu Grunde, würde sich später eine Summe von rund 83 Millionen Mark ergeben.

[] So}talt«motratif$e Mißhandlung der Mrcheiigeschichte.

„Wissenschaft ist Kourage" hat einmal einer gesagt und mit diesem Grundsatz sich daran ge­macht, allerhand Märlein über den Urzustand des Menschen zusammen zu fabulieren.

Dieser Sah: „Wissenschaft ist Kourage" hat es der Sozialvemokratie angetan und sie ist jetzt eben daran, nach diesem Grundsatz auf dem Ge­biet der Geschichte zu arbeiten. Wir sagen „die Sozialdemokratie". Denn es handelt sich in dem Pamphlet, das wir tm Auge haben, nicht um daS Werk eines einzelnen Schriftstellers, der für seine Sudeleien zu haften hätte, sondern um ein im offiziellen Parteivcrlag und von der Partei herausgegebenes Pamphlet des verstorbenen Ge­nossen Rosenow.

Wie schon der Titel des Machwerks: „Wider die Pfaffenherrschaft" verrät, darf man diejenige Eigenschaft, welche man sonst zu allererst an ein Geschichtswerk zu stellen pflegt, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit der Vergangenheit gegenüber, nicht erwarten. Es handelt sich um eine Tendenz­schrift, welche auf die niedrigsten Instinkte be­rechnet ist und in welcher fanatischer Kirchen- und Pfaffenhaß wahre Orgien und die gräßlichste Unwiffenschaftlichkeit wahre Triumphe feiert.

Wie die Hyäne es liebt, in den Gräbern zu wühlen und an den ausgegrabenen Leichen sich zu ergötzen, so liebt es diese „Geschichtsschreibung", die chronique ecandaleuse der Weltgeschichte auszugraben und im Schmutze zu wühlen.

Die Sozialdemokratie mag Mühe und Kosten sich sparen; denn der unterrichtete Katholik weiß, daß Entartungen des Klerus in der Vergangen­heit mit dem Wesen der Kirche und des Christen» tums nichts zu tun haben; ja vielmehr dem Er­weis dienen, daß eine höhere Hand die Kirche auf ihren Weg durch die Jahrhunderte geleitet und beschützt, daß sie selbst durch solche Rata» strophen nicht vernichtet wurde.

Wie durchaus unwiffenschaftlich der oder die Verfertiger zu Werke geht«, erhellt am besten daraus, daß die im Zeitalter der sog. Refor­mation von protestantischen Prädikanten und ab­gefallenen Mönchen und Priestern geschriebenen Pamphlete mit ihren gemeinen Verleumdungen der Kirche als „Geschichtsquellen" fungieren.

vermischter.

* lieber ehren gelungenen Dtndenteustreich wird au» Lauterbach (Rügen) berichtet. Für die Benutzung der dortigen Brücke ist eine Gebühr von 10 Pfg. au entrichten. Die Bescheinigung besagt: „10 Pfg. find für die einmalige Benutzung der Fürst­lichen Tamm- und Brückenanlage durch eine Person einschließlich dessen, was sie trägt, bezahlt." Der Be­amte war nicht wenig überrascht, alS eine Anzahl Greifswalder Studenten, einer den andern tragend, unter lautem Jubel auf die Brücke zog. Jeder wollte einfchl. feiner Last 10 Pfg. zahlen. Einem Emwande des Beamten, daß die Karte nur zur Benutzung durch eine Person berechtige, hielt man entgegen, daß die getragene Person die Brücke ja gar nicht benutze. Der Beamte sah das Nutzlose weiterer Entgegnungen ein und ließ den Scherz wohl oder Übel gelten.

• Kurz und bündig. Als Blücher 1814 m Paris eingezogen war, hatte er 200,000 Frank Kontrrbutions- geldrr erhoben und diese für seine Truppen ausgegeben. Nach hergestelltem Frieden 1816 fand das Kriegs - Ministerium zu Berlin diesen Posten verzeichnet, aber keinen Nachweis von Blücher dabei, wie er obige Gelder verwendet habe, und forderte deshalb nachträglich die „diesbezüglichere» Belege ein. Blücher sandle dem Ministerium daraufhin folgende Abrechnung ein:

„In Frankreich eingenommen ‘200,000 Frank Daselbst aus gegeben . . . 200,000 Frank

Bleibt ... 0 Frank.

Wer's nicht glaubt, ist ein Esel!

Blücher.

«ls König Friedrich Wilhelm III. Kenntnis davon erhielt, befahl er, daß die Angelegenheit sofort nieder­geschlagen und obiges Dokument ad acta gelegt wer­den solle.

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