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zulda, Samstag, dm 11. Juni 1904.

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I flecht nur in versiegelten A| grünen facketen a 30u.50Pfg\

lotet sicher alle Insecten sammt Brüh

Millionenfach bewährt gegen Fliegen, Schn tÜML Schwaben. Bussen, Wanzen u. s. w. WH von Militärbehörden schon seit Jahren bezogen, allei­niger Fabrikant: Apotheker E. Lahr in Würzburg, In Fulda zu haben bei Carl Pauly, Drogerie ran Krokodil, Carlstrasse 31 and Central-Drogerie Butter­markt 3, bei L. & II. Schramm, sowie Anton Popp, in Eeimbach bei Eiterfeld bei Georg Kircher, Kaufmann, in Somborn in der Apotheke.

roch die letzten Spuren französischer Sympothieen im Elsaß zu vernichten. Es gab in den französischen Kongregationen mehrere Tausende von Elfäffern. Viele tiefer Ordensleute haben, aus Frankreich verjagt, in ihren Familien im Elsaß ein Asyl gesucht. Das Schauspiel, das diese Verbannten darbieten, erweckt eine lebhafte Entrüstung gegen das Land, wo solche Infamien möglich sind." •

Eingehend wird auch die Wahltaktik der übrigen Parteien gegenüber dem Zentrum besprochen und namentlich die Rolle geschildert, welche die Wahlparole: „Lieber rot als schwarz!" in den Kreisen der Protestanten gespielt hat. „Auf seine eigenen Kräfte beschränkt, hat das Zentrum alle Angriffe zurückgeschlagen, und die katholischen Deputierten sind ebenso zahlreich rm neuen Reichstag wie im alten. Die Regierung, die klug genug war, in der Hitze des Kampfes Schweigen zu beobachten, kann sich zu dem Resultate nur beglückwünschen. Der Kanzler kann nach dieser Befragung des Volkes kühn die neuen Handelsverträge abschließen. Er kann zech auch in Zukunft auf das Zentrum stützen, das mehr als jemals die solide Basis jeder Regie­rungsmehrheit sein wird." (S. 79).

Es folgt eine glänzende Schilderung der Kölner Katholikenversammlung, die zwar nicht als eine Veranstaltung der Zentrums­partei bezeichnet werden kann, deren Beschreibung aber doch sehr wohl in den Rahmen des vor- liegenden Buches hineinpaßt. „In der Tat, das ist ein großartiges Schauspiel, diese Revue der katholischen Armee. Lasten wir im einzelnen diese zahlreichen großen Verbände an unserm Auge vorüberziehen, berechnen wir danach dre Kräfte des Zentrums, hören wir einige von den Ansprachen, welche die in der Schule Windt- Horsts gebildeten Generäle hier an ihre Soldaten gerichtet haben. Wir werden es dann bester verstehen, wie die Katholiken, die im Reiche eine Minorität bilden, den ersten Platz im Parla­mente sich haben erringen können". Die auf dem Kongreß vertretenen »Oeuvres catholiquea“ werden dann einzeln besprochen. Warme, ver­ständnisvolle Worte widmet der Verfasser der großen Schöpfung Windthorsts, dem Bolks- v erein für das katholische Deutschland, und den von ihm geschaffenen Einrichtungen, dem wan­dernden praktisch sozialen Kursus und den volks­wirtschaftlichen Kursen für Arbeiter in München- Gladbach ; ferner den Windihorstbünden und den katholischen Organisationen innerhalb der ver­schiedenen Stände: der Arbeiter und Arbeiterinnen, der Meister, Gesellen, Lehrlinge, der Kaufleute und Bauern: „Deutschland, ruft er aus (S. 84), ist das klassische Land der Affoziationen. Nir­gends hat man es bester verstanden als hier, daß Einigkeit stark macht und daß Disziplin erste Vorbedingung des Sieges ist. Das zeigen nicht nur die deutschen Sozialisten, sondern auch die deutschen Katholiken."

Auch was zur Charakteristik der hervor­ragenderen Redner des Kölner Katholikentages, sowie das, was über die bedkutenderen Persö n- lichkeiten des preußischen Landtags­zentrums bemerkt wird, verdient unser beson­deres Interests. Der Verf. verfügt über eine gute Kenntnis der betreffenden Persönlichkeiten und weiß dieselben geistreich zu charakterisieren. Wer für das Ausland schreibt, hat mehr als der Parteigenoffe im Inland das Recht, gleich­sam den Maßstab der historischen Objektivität auch schon an gefeierte Zeitgenoffen anzulegen chid die Schranken zu bezeichnen, die selbstver- Mvdlich auch ihrem Können und Wirken gezogen M Mch dem ZMtrum als Ganzem gegen­über w<W sich der M». bei aller Bewunderung, die er kür diese PMZ hegt, doch die Selb­ständigkeit seines littet, jo z. B. in Bezog auf die Stellung des Zentrums zu den Polen (S. 227—231). Es scheint übrigens, daß die Sym­pathie für dieses unterdrückte Volk ihn die Un­besonnenheiten gewiffer radikalpolnischer Führer allzu mild beurteilen läßt.

Der zweite Hauptteil des Werkes (S. 267—368) handelt speziell von den Gegnern der deutschen Katholiken. Man glaubt vielfach in Frankreich, daß das stete Fortschreiten des deutschen Katholizismus der Gunst der Umstände zuzuschreiben sei, daß durch die äußeren Ver­hältnisse dem Zentrum der Sieg leicht gemacht werde. Der Verf. zeigt, daß das Gegenteil der Fall ist. Zahlreiche, perfide, mächtige Feinde waren es, die fich dem Zentrum von Anfang an entgkgenstellten und es roch fortwährend auf das entschiedenste bekämpfen. Die Hetzereien des Evangelischen Bundes und die Katholikenfemd- lichkeit weitaus der meisten deutschen Universitäts- Professoren werden in diesem Zusammenhang ein­gehend geschildert, letztere in Anlehnung an den Fall Spahn und den sog. Mommsenrvmmel. Allmählich muß, wie der Verf. meint, auch die

vermischtes.

* Die Erblichkeit der Geistesgröße wird den Gegenstand einer Untersuchung bilden, die der berühmte Anthropologe Franc s Galton angebahnt hat. Dies.r Gel-Hrte, der sich bereits große Verdienste um das Studium der Vererbung erworben- hat, hat in den letzten Jahren umfassende Versuche gemacht, durch iatisitsche Erhebungen die Erblichkeit körperlicher und geistiger Anlagen festzustillen und ihre Gesetze auszu- inden. Jetzt hat er ein e'genartigeS Unternehmen iegonnen. Er hat nämlich an die Mitglieder der Londoner Royal Society, der vornehmsten G-lehrten- vereirigung Englands, ein Rundschreiben nebst einem Fragebogen ergehen lasten mit der Bitte um möglichst genaue Angaben über die Persönlichkeiten der nahe» Verwandtschaft jedes einzelnen. Er geht dab« von der Annahme aus, daß ein gewisses Maß hervor- ragender geistiger Bildung dazu gehört, um Mitglied der Royal Society zu werden, and daß er demgemäß von besonderem Wert fein muß, einen Schluß darauf ziehen zu können, in wie weit diese Anlagen schon bei den Vorfahren oder bei den übrigen Verwandten solcher Gelehrter zu finden wären. Galton ist, trotzdem er es nach seiner Meinung mit lauter Größen der Wissenschaft zu tun hat, in seinen Ansprüchen vorsichtig, indem er nicht verlangt, daß ihm auf dem Fragebog^ auch solche Eigenschaften mitgeteilt werde», die fire die Familien des Betreffenden nicht ehrenvoll erscheinen. Ta» Ganze soll eben nur ein Versuch sein, von verhältSniSmäßig unvoreingenommenen und zuver- lästiaen Personen ein Mateeial zu erhalten, das auf anderem Wege nicht leicht zu beschaffen sein würde. Man darf auf die Ergebnisse einigermaßen gespannt sein. Wenn sie nach dem Urteil GaltonS wertvoll genug ausfallen, so sollen ähnliche Nachfragen auch in anderen engeren Kreisen abgehalten werden, um so allmählich bessere HülsSmittel zur Aufklärung der schwierigen BererbungSfrage beizubringen.

wocheMSagsr „AHMik^onNtagSZeltUNg*

___________31. Jahrgang.

Lage der Katholiken an den Universitäten eine bessere werden. Aber alles, was die Katholiken erreichen, erreichen sie nur durch das Zentrum. Daher der große Haß aller kaihottk nferndlichen Elemente gegen diese Partei. Das katholische Volk aber schließt sich immer inniger an seine Verteidiger an und ermöglicht denselben dadurch mmer neue Siege.

„Dieses Schauspiel, das die deutschen Katho­liken m't ihren Kämpfen der Welt da^ieten, hre organisatorische Tätigkeit und ihr Erfolg, st zugleich tröstend und anregend für andere. Ein so hellleuchtendes Vorbild der Energiedarf nicht vergeblich sein. Alle katholischen Völker, die von Sektierern bedrückt inv, müssen bei dem deutschen Zentrum in dre Schule gehen, das es so gut verstanden hat, sich iU organisieren, zu siegen und die Vorteile des Sieges avszunutzen." (Vorwort S. XV.) Möge !)as b edeutsame Buch unter denKatho- liken Frankreichs in diesem Sinne seine Wirkung ausüben! Die deutschen Katho­liken aber dürfen dem Verfasser dankbar dafür ein, daß er den Bestrebungen- und Leistungen ihrer politischen Vertreter ein solches Ehren- denkmal vor dem Auslande errichtet hat.

K Lin sranzöfijches werk über bas brutsche Zentrum.

Unter dem Titel „D’titapea en Etapea. Le Centre catholique en Allemagne* ist kürzlich bei P. Lethielleux in Parts ein Buch (376 S., 3 Fr. 50) erschienen, das zwar zunächst für französische Leser berechnet unv offenbar dazu bestimmt ist, den Katho­liken Frankreichs indirekt gewisse Winke zur Besserung ihrer gegenwär- t gen Lage zu geben, das aber anderseits in Hohem Maße auch die Beachtung der deut­schen Katholiken verdient. Wenigstens wirs die deutsche Zentrumspresse dieses Buch nicht ignorieren dürfen. Der Verfasser, Msgr. A. Kannengieser, der mehrere Jahre in Rom und dann lange Zeit in Paris gelebt Hatz ver­öffentlichte schon Dt zwölf Jahren zwei Schuften verwandten Inhalts: „Catholiquea »Hernande und .Le Reveil d’ua peuple.“ Beide Schriften fanden die besondere Zuerkennung Leo s XIII. In einem Schreiben dieses Papstes an den Ver­fasser vom 21. Oktober 1*02, das dem n-uen Werke vorgedruckt ist, heißt es u. -iL: „Wir hatten diese beiden Arbeiten für überaus zeit­gemäß und nützlich. Sie behandeln ihren Gegen­stand mit großem Eifer für unsere hl. Religion, wie auch mit tiefer Kenntnis der Zeit und der Menschen. Die großen Verdienste einer Ration (der deutschen Katholiken) sind hier in einer Weise dnrgelegt, daß dieselben weithin leuchten können als ein edles Beispiel echt katholischer Tüchtigkeit. Wir haben so oft den Katho­liken empfohlen, ihre Ansichten und Kräfte zu vereinigen zu energischer Vertretung der großen Interessen der Relision: ebenso oft lobten wir das großartige Beispiel von Entschiedenheit und Einigkeit, das seit langer Zeit die deutschen Katholiken gegeben haben unter der Leitung hoch- bedeutender Männer". Der Autor habe fich dunh die zuverläsfige und genaue Schilderung dieser Leistungen und dieser Persönlichkeiten ein großes Verdienst erworben; er habe mit Recht gerühmt „die Seelengröße und die unerschütter­liche Festigkeit dieser Soldaten Christi".

So damals Leo XIII. Der Verfasser erinnert im Vorwort des neuen Werkes daran, daß zu jener Zeit noch Viele in Frankreich an die „unerschütterliche Festigkeit" des deutschen Zen­trums nicht hätten glauben wollen. Rach dem Tsde des genialen Taktikers Ludwig Windthorst glaubte man, daß nun die katholischen Truppen aus Mangel an entsprechender Führung fich bald auflösen und zerstreuen würden. Oder man glaubte, daß das Aushören des Kulturkampfes den An­fang vom Ende des Zentrums bedeuten würde, daß diese Partei, die als Oppositionspartei ge­boten sei, den Eintritt in die Regierungsmajo- rttät, die Strahlen der ministeriellen Gunst nicht würde vertragen können. Eine katholische Partei mit ausgesprochen klerikalem Charakter (der Vers, bestreitet übrigens mit Recht, daß das Zentrum so genannt werden könne) werde nie­mals von langer Dauer sein. Dasselbe sranzösische Volk, das nach den unglücklichen Ereignissen von 1870 eine klerikale Mehrheit in die National­versammlung gewählt habe, sende jetzt eine Mehr­heit von Abtrünnigen in die Kammer, dje alles verbrenne, was ehemals die Nationalversammlung verehrt habe. In 10 Jahren werde es auch mit der klerikalen Partei in Deutschland vorbei sein.

Allein, diese Propheten hatten unrecht. Die deutschen Katholiken find doch in der Vertretung ibur Interessen standhafter geblieben, als die frm -östschen. Und vor allem — fle waren klüger. „Zu der Zeit, als das Zentrum ge­gründet wurde, da ging ein frischer Zug durch den Katholizismus in Europa. Ein neuer Saft schien zu zirkulieren in der Jahrtausendetche der Kirchs. Der alte Stamm trieb überall grünende, schmucke Reste und Zweige. Es mehrten sich die kirchlichen Anstalten für Askese, Charitas und Unterricht. Die Klöster bevölkerten sich mit Seelen, die voll Verlangen waren, das Reich Christi auf Erden auszubreiten. Millionen flössen zusammen. Ueberall guter Wille." Die deutschen Katholiken — so meint der $et» faffer — hielten damals in der religiös» Be­wegung dieser Art nicht gleichen Schritt mit anderen Völkern. Sie richteten ihr Hauptaugen- merk auf etwas anderes, auch, nachdem der Kulturkampf seine Schärfe verloren hatte. Hätte man ihnen gesagt: „Wandelt auf unseren Spuren", fle hätten ohne Zweifel zur Antwort gegeben: „Wir bewundern aufrichtig euren Auf­schwung, doch erlaubt uns, mit etwas Drin­

genderem zu beginnen. Was kann schließlich all dieser Glan» unS nützen, wenn wir unsere G-gner ruhig die politische Macht an fich reißen lassen Diese wunderbar dekorierten Kopellen — man wird sie schließen, diese stattlichen Konvente, diese grandiosen Kollegienhäuser — man wird sie konfiszieren. Diese herrlichen Klostergebäude, wo fromme Ordensleutr dem Gebet und der Betrauung fich hingeben — man n>hb sie pro­fanieren. Ans euren zahlreichen Waisenanstalten wird man die guten Schwestern vertreiben. Eure Noviziate, eure Kranken-, Pension?-, Zu- flachts-, Exerzitienhäufer — man wird sie öffent­lich versteiaern. Die ungezählten Millionen, die eure unerschöpfl che Mildiätigkeit diesen manig- fachen Werken gewidmet hat — sie werden auf Nimmerwiedersehen verschwinden und man wird zum Raub noch den Hohn hinzufügen. Die Politiker, die ihr so bk quem sich festfetzen lasset, werden am gedeckten Tische sich mcquieren über eure unkluge Einfalt, während sie das Eigentum Gottes und der Armen verzehren. Wir wollen nicht gleichzeitig uns ausplündern und verhöhnen lassen. Darum verteidigen wir uns zuerst."

Und diese Verteidigung hat man (in Deutsch, land) mit einer vollendeten Kunst vorbereitet. Das Zentrum hat überall politische Journale gegründet, die das Volk gegenüber dem Einflüsse sozialistischer und liberaler Agitatoren fest machen. Man hat über das ganze Land ein Netz von Verbänden ausgebreitet, man hat die «tiauetn, Industriearbeiter, Handwerker, Kaufleute, Stu­denten, Meister, Gesellen und Lehrlinge in Ver­eine zusammengeschlossen — alle sozialen Schichten wurden in die Organisation hineingezogen, be­lehrt und geleitet. Man hat ins besondere eine Wahlorganisation, die vor, während und nach der Wahl funktioniert, die nichts dem Zu- fall überläßt und die wunderbarsten Erfolge erzielt. . _ . „

Im ersten Hauptteil des Werkes, der auf 265 Seiten die Organisation und die Wahlerfolgs des Zentrums schildert, wird der nähere Nachweis für diese Behauptungen er­bracht. Den Ausgangs- und Kernpunkt der diesbezüglichen Ausführungen bilden drei große Ereignisse des vergangenen Jahres, die in der Tat in vorzüglicher Weise geeignet sind, die gegenwärtige Stellung des Katholizismus in Deutschland zu illustrieren: die Reichstagswahlen im Juni, die Kölner Katholikenversammlung im August und die Wahlen für den preußischen Landtag im November. Auch wer diese Er- eigniffe aufmerksam miterlebt und sorgfältig in der Presse verfolgt hat, wird doch mit großem Interesse diese zusammenfaffende Darstellung und Veurteiluug in einem französische» Buche Nach­lesen. Manches erscheint hier doch auch in etwas anderem Lichte, als wir eS zu betrachten ge­wohnt find. Man bemerkt überall das Streben, die französischen Kathdliken auf die Mängel ihrer bisherigen Organisation und Politik hinzu- weisen, auch wo dies nicht ausdrücklich ausge­sprochen ist. Zur Erklärung der Wahlerfolge des Zentrums genügt dem Verfaffer nicht die Betrachtung der eigentlichen Wahlorganisatton der Partei, die übrigens seinen ungeteilten Beifall findet, den größten Anteil daran haben nach ihm zwei andere Mächte: der Klerus und die katholische Presse, insbesondere die Lokal­presse. Der katholische Klerus läßt sich in Deutschland nicht seiner politischen Rechte be­rauben, er sucht dieselben namentlich zur Zeit der Wahl im vollsten Umfange auszuüben. Die Bischöfe selber lassen, wie an mehreren Bei­spielen gezeigt wird, über ihre günstige Stellung zum Zentrum keinen Zweisel. Was die katho­lische Presse in DeMchland angeht, so imponiert dem Verfaffer bestztzders die «bewunderungs­würdige Einheit der politischen Direktion", die Ich bei aller sonstiger Unabhängigkeit und Selbständigkeit der einzelnen Blätter speziell bei den Wahlen kundgebe: gegenüber dem Feinde unterstützen alle mit Entschiedenheit den Kan­didaten, der einmal im Namen des Zentrums aufgestellt ist, „auch diejenigen, die ihn nicht lieben". „

In den Ausführungen über die Starke- Verhältnisse des Zentrums in den einzelnen Landssteilen ist von besonderem Jntereffe, was sür die franzöfischen Leser in Bezug auf Elsaß-Lothringen bemerkt wird, deffen Abgeordnete, fron fich dem Zentrum an­zuschließen, in ihrer Mehrheit sich als „Landes­partei" konstituierten. „Man hat daraus in Frankreich geschloffen, daß die Elsaß-Lothringer noch Protestler seien. Das ist eine Jlluston, auf die man gut tun wird zu verzichten. Es gibt keine Protestler Partei mehr im Elsaß. Die Elsäffer richten ihren Blick nicht mehr jenseits der Vogesen. Und übrigens wäre die Politik des Abtrünnigen Combes ganz geeignet, auch

Recht- und links der Eisenbahn nennt sich eine soeben bei Justus Perthes in Gotha erschienene Samm­lung von Führern aus den Hauptbahnen des deutschen Reiches, die gerade jetzt zur beginnenden Reisezeit allen denen willkommen fein wird, die fich die so häufig al- langweilig empfundene Eisenbahnfahrt in angenehmer und doch belehrender Weise verkürzen möchten. An der Hand einer prächtigen genauen Karte des Schienen­wegs und seines Seitengeländes wird in unterhaltender Form, aber auf ernster wissenschaftlicher Grundlage vor dem geistigen Auge deS Reisenden ein anschauliches Bild der durchfahrenen Gegend entrollt. So gewinnt die Landschaft rechts und links der Eisenbahn frisches Leben und spricht zumBeschaner in hunderletAeußerungen von heute und vergangenen Zeiten. Auch die unser« Gegend durchschneidenreu Hauptbahnen find in der Sammlung vertreten. Die „Rechts und links"-Führer find in allen Bahnhofs- und Stadtbuchhandlungen käuflich «das einzelne Heft mit zwei «arten kostet nur 50 Pfg.). _________

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> Drittes Blatt

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