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§ul-a, Mittwoch, den 18. Mai 1904

. 31. Jahrgang

Druck und Verlag de 8uldaerActiendrucker« in Zulda (Harmonie) Lernsprecher Rr. 9.

erscheint «glich, mit Kmrahme der 5onn- Wd Zeiertage. viertel- Mrl. vezugrpreir One vringerlohn und Mstelgeld in Zulda und

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Das ist ein Standpunkt, der absolut unan­fechtbar ist. freilich gibt es Leute, die gegen jede noch so solide Beweisführung, gegen jeden noch so gerechten Anspruch von unserer Seite verhärteten Herzens .ihr caeterum censeo an­stimmen : Tod und Verderben dem Ultramonta- nismus! Die werden aber wohl selbst nicht er­warten, daß wir von ihnen die Segel streichen und ihnen zu liebe freiwillig in der Versenkung verschwinden oder auf japanische Art uns selbst hinrlchten.

Daraus geht hervor, daß, falls jemand nach 10—20-jähriger pünktlicher Beitragsleistung, oder wenn er nicht regelmäßig klebt, nach Zahlung von 500 bis 1000 Wochenbeiträgen invalide wird, er schon durch den Bezug einer Jnvaliden-

I wichtigsten Vorzüge der gesetzlichen Selbstoer- ficherung. Die Wahl der Beitragshöhe ist jedem freigestellt, sodaß er sich nach seinen Ein- kommensoerhältnifsen richten kann, ebenso die Art und Weise der Beitragszahlung. Im Not­fälle genügt sogar pro Jahr eine Ausgabe von 20X14 = 2,80 Mk. Es steht frei, regelmäßig jede Woche eine Marke zu kleben oder mehrere auf einmal in Zwischenräumen. Der Versicherte kann sich also so einrichten bei der Zahlung der Beiträge, daß ihm die Ausgabe gar nicht lästig und beschwerlich wird. Der Selbstversicherte hat es ganz in der Hand, zu entscheiden, ob er eine möglichst hohe Rente beziehen, oder sich mit einer geringeren begnügen will.

Auch schon die niedrigste Rente ist für ärmere Verhältniffe eine recht bedeutende Einnahme, zumal sie sicher und dauernd ist. Wenn z. B. Eltern oder andere Familienangehörige, die sonst nichts besitzen oder nichts mehr für ihren Lebensunterhalt erwerben können, eine Invaliden­rente von auch nur 125 Mk., oder eine Alters­rente von 110 Mk. jährlich bezögen, so wäre das gewiß für sie und für die Familie, in der sie leben oder von der sie unterhalten werden müßten, eine nicht zu unterschätzende sichere Ein­nahme und Beisteuer.

Vor allem springt der Vorteil der „Selbst- verstcherung" gegenüber anderen ähnlichen Ver­sicherungen in die Augen, wenn man die Höbe der Beiträge mit der Höhe der Rente in Vergleich zieht. Wer z B. sofort nach dem Ablauf der Wartezeit, nachdem er also 500 Wochenmarken geklebt, invalide wird, was jedem passieren kann, hat je nach der Höhe seiner Wochenbeiträge 70 bis 180 Mk. gezahlt. Dafür erhält er aber, so lange die Invalidität dauert, jährlich 125 bis 210 Mk.

Wenn er pünktlich weiter bezahlt, hat er etwa

Man stößt sich an dem Ausdruck „katholische Wissenschaft" und reißt blöde Witze über die Idee eines „katholischen" Konversationslexikons. Das läßt uns kalt angesichts des Schwindels, der mit „voraussetzungsloser" Wiffenschaft ge­trieben wird. Ernster scheint der Vorwurf, daß wir Zwiespältigkeit in's geistige Leben der Nation hineintragen, daß wir den katholischen Volksteil künstlich absperren. Zunächst konnten wir mit vollem Rechte fragen: Sperrt man sich denn auf der Gegenseite etwa nicht gegen uns ab, sucht man uns nicht auszuschließrn?

Dann aber: Der Zwiespalt, der Riß in der Nation ist leider da, sehr gegen unfern Wunsch und Willen. So bedauerlich und unheilvoll das ist, so unabwendbar und unabänderlich ist es, seit es in Deutschland eine Glaubensspaltung, seitdem es ein gläubiges und ein ungläubiges Lager gibt. Oder will man uns zumuten, daß wir den unheilvollen Riß aus der Welt schaffen, indem wir uns selbst aufgeben? So unglaub­lich es scheint, das verlangen und erwarten ge- wiffe Leute von uns.

Nein, mögen wir es gern oder ungern tun, mag es unfern Gegnern genehm sein oder nicht, wir müssen in Wiffenschaft und Literatur unfern Standpunkt geltend machen, und zu dem Ende bleibt uns nichts übrig, als Wiffenschaft und Literatur selbständig zu pflegen. Es ist eine Pflicht der Selbsterhaltung. Alle unsere Führer und Vorkämpfer haben diese Ueberzeugung gehegt; in diesem Sinne ist bereits über ein halbes Jahrhundert lang intensiv gearbeitet worden; das Herdersche Konversationslexikon ist ein Glied in dieser Reite.

Freilich, an eine totale Absperrung des katholischen Volksteils auf dem Gebiete des geistigen Lebens denken zu wollen, wäre eine Torheit, diese Absperrung durchzuführen, wäre auch ein Ding der Unmöglichkeit. Im Gegenteil: die Gemeinsamkeit ist hochzu­halten, wo immer sie sich herstellen läßt. In diesem Sinne ist die Frage der „katholischen Wiffenschaft" in den letzten Jahren auf unserer Seite diskutiert und entschieden worden (nament­lich durch Freiherrn v. Hertling), in diesem Sinne wird praktisch gearbeitet.

Ist die „Zelbftverficherung" im allgemeinen vorteilhaft?

Wie die Weiterversicherung solchen Personen, welche aus dem oersicherungspflichtigen Verhältnis ausscheiden, mit Recht immer wieder empfohlen wird, so kann auch die „Selbstversicherung" allen denjenigen, welche dazu gesetzlich berech- tigt sind, nicht dringend genug ans Herz gelegt werden. Es gibt keine ähnliche Ver­sicherung, welche so günstig ist und verhältnis­mäßig so große Vorteile dem Versicherten bietet, als die Invalidenversicherung, keine, welche in so billiger Weise, mit so geringen Aufwendungen eine auch nur annähernd so reichliche, sichere und dauernde Fürsorge für die Zeit der Erwerbs­unfähigkeit und des Alters gewährt, als es die gesetzliche Invaliden- und Altersrente ist.

Die Selbstoerstcherung umfaßt einen viel weiteren Kreis von Personen nach Stand- und Vermögensoerhältniffen, als die Zwangsversiche- rung. Denn zu denen, welche nach § 14 des Jnvalidengesetzes berechtigt find, sich freiwillig selbst zu versichern, gehören zahlreiche selb­ständige und abhängige Personen, die ein geringeres Einkommen haben als gewöhnliche oersicherungspflichlige Lohnarbeiter; es gehören dazu sämtliche Gewerbetreibende, die regelmäßig nicht mehr als zwei vetsicherungspflichtige Lohn­arbeiter beschäfilgen, unter denen sich natürlich auch besser situierte Handwerker und Betriebs­unternehmer befinden, dann alle möglichen An- gestellten und Beamten, die bis zu 3000 Mark Gehalt beziehen. Die Versicherungsderechtigung reicht also bis weit in die Kreise des Mittel­standes hinein.

Das Gesetz trägt denn auch diesem Umstande vollauf Rechnung, indem es den berechtigten Personen mit Rücksicht auf ihre verschiedenen und sich ändernden Verhältnisse den weitesten Spielraum und die größte Freiheit gewährt. Gerade darin liegt wohl einer der |

* „KonfefffoneDe Absckließung."

Wie verbittert und unversöhnlich eine gewiffe Partei uns Katholiken gegenübersteht, wie klein­lich, wie unfein der Kampf geführt wird, das hat wieder einmal der kleine Krieg gezeigt, der jüngst an verschiedenen Punkten wie auf eine Parole hin gegen das Herdersche Konversations­lexikon geführt wurde.

Nun kann sich wie schon heroorgehoben wurde, jeder selbst überzeugen, und eine Reihe katho­lischer Ograne hat es ausdrücklich anerkannt, wie hoch das im Erscheinen begriffene Werk inbezug auf Objektivität, auf milden versöhnlichen Ton sieht, wie sorgfältig jede Bitterkeit und Schroff heit vermieden ist. Möchtensich doch nur diejenigen, die unter der Fahne des Evange­lischen Bundes gegen uns kämpfen, ein Beispiel daran nehmen!

Doch wir geben uns da keinen Illusionen hin: Diese Versammlungsfanatiker und jour­nalistischen Wüteriche find durch Edelmut und Sanftmut nicht zu gewinnen; wie immer man ihnen gegenübertritt, sie bleiben beharrlich dabei, in fanatischem Unisono zu schreien: Tod und Verderben dem Ultramontanismus! Uns bleibt da nichts übrig, als ruhig und entschlossen unseren Weg weiterzugehen.

Der kleine Krieg gegen Herders Konver- sationslexikon hat also weiter nichts auf fich, es wird seinen Weg doch machen, trotz gegenteiliger Wünsche. Aber lehrreich ist dieses Vorgehen gegen uns: es zeigt uns, wie man es mit uns meint, was man uns zumutet.

Das gesamte Wissen von unfern Standpunkt aus darzustellen, ist unser gutes Recht, und dieses Recht will man uns verkümmern. Wenn anders

rente von nur einem Jahre mehr oder wenigstens gerade soviel zurückerhält, als er zusammen eingezahlt. Wie viele Jahre aber kann jemand im Genuß der Inva­lidenrente unter Umständen bleiben! Auch wenn ein Versicherter noch so lange, noch so regelmäßig und soviele Beiträge als nur möglich gezahlt hätte und erst im späten Alter Invalide würde, so würde er innerhalb zwei Jahren den ganzen eingezahlten Betrag durch die Rente zurücker­hallen. Im Durchschnitt wird jedem Renten­empfänger mehr, ja ganz bedeutend mehr, zurückgezahlt, als er geleistet hat. Bei diesen Beispielen ist nicht zu vergessen, daß nicht regelmäßig für alle Wochen des Jahres geklebt zu werden braucht, sondern 40 Marken innerhalb der zwei Jahre des Kartenwechsels genügen, be­sonders nachdem die Wartezeit überstanden ist. Freilich verringert sich dann auch die Rentenhöhe bezüglich des Steigerungsbetrags, während der Reichszuschuß und der Grundbetrag immer der­selbe bleibt bei jeder Rente.

Gerade der Reichszuschuß von 50 Mark für jede Rente, sei sie Invaliden- oder Altersrente, welcher ohne jede Gegenleistung gewährt wird, macht diese Versicherung so günstig.

Bezüglich der Altersrente ist das Verhält­nis der Leistungen zu den Bezügen zwar nicht so vorteilhaft, da die Bezugsberechtigung erst eintritt, nachdem 1200 Wochenbeiträge, also je nach der Beitragshöhe im Ganzen 168 bis 432 Mark gezahlt sind. Dafür erhält der Versicherte HO bis 230 Mark pro Jahr. Er empfängt also nach zwei Jahren durch die Altersrente, selbst wenn er nie eine Invalidenrente bezogen hätte, jedenfalls mehr zurück, als er eingezahlt hat. Wenn man nun noch bedenkt, daß derjenige, der das 70. Jahr erreicht hat, wegen seiner gesunden Konstitution, erfahrungsgemäß auch noch länger leben und so eine Reihe von Jahren in dem Genuß dieser Rente bleiben kann, so leuchtet auch in dieser Beziehung der Nutzen der Selbstoersicherung von selbst ein.

Der Nutzen der Versicherung tritt"aber noch deutlicher hervor, wenn man diese Renten kapi­talisiert sich denkt. Falls jemand selbst sparen wollte, um später von den in einer Sparkasse angelegten Ersparnissen eine gleich hohe Zinsen­summe zu beziehen, so müßte er, um die Summe der niedrigsten Invalidenrente erhalten zu können, — 33It Prozent, die gewöhnlichen Sparkassen­zinsen vorausgesetzt — 3333 bis 5600 Mk. und, um die Altersrente herauszubekommen, 3000 bis

das katholische Christentum eine ganze und voll­berechtigte Weltanschauung ist, so dürfen und können wir sie nicht innerhalb der Kirqenge- meinbe und des Katechismus eingeschlosfen halten, wir dürfen und müssen sie wie im Leben, so auch in Wiffenschaft und Literatur geltend machen.

Im praktischen Interesse unserer Religion ist das ein unabweisbares Bedürfnis, eine strenge Pflickt. Wenn wir den katholsschen Volksteil seine geistige Nahrung aus gegnerischen Büchern ziehen, über zahllose Kontroverspunkie aus dem Munde des Gegner fich unterrichten lassen, heißt das nicht unserm eigenen Ruin ruhig zusehen?

Unsere ganze Stellung ruht einzig auf der katholischen Ueberzeugung. Nicht die blinde Anhänglichkeit der Massen ist es* was unsere Kraft ausmacht, wie die Gegner wähnen, sondern unbedingte Treue, felsenfeste Ueberzeugung, die aus klarer Ansicht ruhen. Es ist daher für uns eine Forderung absoluter Notwendigkeit, ein Gebot der Selbsterhaltunz, den katholischen Ge­danken in Literatur und Wiffenschaft zur Geltung zu bringen. Daß das bisher noch nicht hin­reichend geschehen ist, zum guten Teil wegen äußerer Hindernisse und ungerechter Behinderung nicht hat geschehen können, hat uns schon uner- meßlich geschadet.

Wenn wir daher unser eigenes Konversations­lexikon haben wollen, so bedarf das nur bei jenen einer Rechtfertigung, die uns unsere Existenz nicht gönnen ober uns das Existenzrecht abstretten. Eine Darstellung des gesamten Wissens zu Nach- schlagzwecken, also ein Konversationslexikon, ent- hält neben manchen indifferenten Materien eine unabsehbare Reihe von Fragen und Punkten, wo wir den katholischen Standpunkt nicht missen können und wollen, weil ein solches Buch ge­wiß ermaßen ein Lehrbuch ist für die weitesten Kreise und daher einen sehr bedeutenden Einfluß auf die Geister ausübt.

Nein, das Konversationslexikon ist heute keine indifferente Sache. Das strittige Gebiet im Rechte des Wissens, das Kampffeld, wo es gilt, die Interessen des Glaubens und der Küche wahrzunehmen, ist fast unabsehbar erweitert wor­den, seit der Unglaube in allen möglichen Formen tonangebend Macht geworden ist. Stän­den uns blos gläubige Protestanten gegenüber, so wäre nur eine relativ beschränkte Zahl ge- schichtlicher und dogmatischer Kontroverspunkte zu berücksichtigen. Allein so liegen die Dinge heute nicht mehr.

Daß die Vertreter gegnerischer Weltanschau- ungen die unsere mitvertreten sollen, ist eine un­mögliche, eine lächerliche Zumutung. Wir wären zufrieden, wenn diese nur etwas Billigkeit walten lassen, etwas Toleranz üben wollten. Wie es damit bestellt ist, lehrt ein Blick auf unsere Hoch­schulen; mühselig haben wir zu ringen, um nicht ganz ausgeschaltet zu werden.

nach 20 I. höchst. 140 - 360 M. ansgel. u. bet. 140 - 270 M. „ 30 „ „ 210-540 „ „ ,, „ 155-330 „

6130 Mk gespart haben. Wie wenige aber von den zur Selbstversicherung berechtigten Personen sind in der Sage und werden es freiwillig dahin bringen, soviel zu sparen!

* Ein neutt deutscher Rieseudampfer. Die Hamburg-Amerika-Lmie beauftragte den Stettiner Bultan nut dem Bau eines Doppelschrauben-Passaaier- dampferS, welcher alle bisher für di? deutschen Reede- reien gebauten Schiffe an Größe übertreffen wird. Das Schiff erhält eine Länge von etwa 218 Metern bei einer Breite von 23 Metern und einer Tiefe von 17 Metern. Das Deplacement deS Schiffes wird 34,920 Tons betragen und 1200 Passagieren in den Kajüten sowie ^388 Zwischendecksreifenden Unterkunft gewähren. Außer dieser großen Passagierzahl ist das Schiff in der Lage, eine Ladung von 14,000 Tons zu befördern. Außer den auf den deutschen großen Paflagierschiffen üblichen Salons erhält der Dampfer ein besonderes Restaurant, welches unter Leitung der Direktion deS Hotel Ritz in Paris gestellt wird, so daß es im Be­lieben der Kajütpassagiere bleibt, ob sie ihre Fahr­karten inklusfive Verpflegung Iö en wollen, oder es vorzi-hen, im Restaurant Ritz ihre Verpflegung selbst zu bestreiten. Das Schiff soll im Frühjahr 1906 ge­liefert werden.

* Eine Ehrenrettung des Hechtes. Der Hecht 'ft bei den Fischzüchtern im allgemeinen schlecht an» geschrieben, und auch der Bolksmund bat diesem nach­teiligen Urteil in der allbekannten Redensart vom „Hecht im Karpfenteich" Ausdruck verliehen. I tzt et» greift in der .Allgemeinen Fischerei-Zeitung- ein Sach­verständiger auch einmal zu gunsten des Schwerver­klagten das Wort, indem er darauf hinweist, daß der Hecht für den Fischer manche Vorzüge hat. Er ist vermutlich der treueste und zuverlässigste Bewohner mancher Gewässer. Böse Zungen werden das freilich damit erklären wollen, daß er eben die anderen Fische vertilgt, aber er ist sicher auch an sich der zäheste und widerstandsfähigste Fisch. Es kommt ja leider oft vor, daß durch Einlauf von Fabrikabwässern Bäche und Flusse derart verunreinigt werden, daß den Fischen das Leben in dem vergifteten Waffer unmöglich ge­macht wird. Dadurch ist schon manche vom Fischfang lebende Familie brotlos geworden. Wenn aber Fo­rellen, Barden und andere Fische bereits zu Grunde gegangen sind, vermag der Hecht noch immer gegen bfe schädl'chm Verhältnisse anzukämpfen und den Fische:» ein gewisses Auskommen zu erhalten. Es wird auch behauptet, daß der Hecht weit seltener Forellen und andere wertvolle Fische vertilgt, als ziemlich unnützes Gesindel und hin und wieder eines von seinesgleichen. Anderseits ist zu berücksichtigen, daß dre Forellen selbst keine Engel unter den Fischen ind und sich nicht selten von Raub nähren. Wenn außerdem noch in Anschlag gebracht wird, daß der )echt recht hohe Preise erzielt, so wäre es wohl gerecht- ertrgt, wenn ihm die Fischer etwas mehr Liebe zu- wendeten.

* Ein kleines Mißverständnis. Haup.'mann Müller schickt während eines Konzertes einen Soldaten zum Kapellmeister mit der Frage, wie das !ied heiße, das soeben gespielt wurde. Der Mann !ommt zurück und meldet: „Herr Hauptmann, meld' g'horsomst, Siebt beißt Pospischill" — „Pospischil? lnfinn." — „Jawohl, Herr Hauptmann, hab' ich Kap'llmeister fragt, wie heißte Siedl, was spielt ^am-, da sag mi Kapellmeister: „So wie Du", na, und ich heiß Pospischil — Herr Hauptmann!"

Kulturfortschritt. Hiasl: „I sag Dir nur dö» aare, laaf Dir die heutige Nummer vom „Gebirgs-Boten"!" Sepp: „lieber unsere Rauferei vom letzten Sonntag!"

Marktberichte.

* Frankfurt, 16. Mai 19C4. Am heutigen Wochen­markt war Landwelzen ausr-ichend angeboten und bei mäßiger Nachfrage seitens der Mühlen mußten die Preise weiter etwas nachaeben. Landroggen reichlich offeriert und ebenfalls rückgängig. Ausländische Brot- rüchte bei anhaltender Zurückhaltung deS Konsums und demgemäß kleinem Geschäft ohne nennenswerte Preis­veränderung. Gerste geschäftslos. Hafer und Mais ohne Belebung und im Preise unverändert. — ES notierte nach Qualität: Weizen.hiefiger undWetterauer 17.15-17.25 Mk, kurhessischer 00 00- 00.60 Mark, nord­deutscher 00.00-00.00 Mk., russischer 17.00—18.25 Mk., Redwmter 00.00-00.00 M., Kansas 00.00—00.00 Mk., La Plata 17.25-18 00591., Roggen, hies., 13.40—13.50 Mk., Pfälzer —, russischer 13.90—14.20 Mark, Gerste ohne Geschäft. Hafer, hiesiger, 12.75-14.00 Mark, württemb. —, bayerischer 12.75—14.00 Mark, rusfi- cher 13.00-14.25 Mk., Mais Mixed 11.50—12.00 Mk Donaumais, 00.00-60 Mk., La Plata 1150—12.00 Mark, Russischer 00.00 Mk. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. - Mehl unverändert. SS notiert nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 0 26.00—26.50 M., feinere Marken 28.50-29.00 M., Nr. 1 24.00-24.50 M., feinere Marken 25 25 -25.75 M . Nr. 2 22.00—23.50 M , feinere Marken 24.60—24.50 M., Nr. 3 22 00—22.50 M., feinere Marken 22.50—23.00 M., Nr. 4 19.' 0—19.50 M.. feinere Marken 20.00—20.50 M., Roggenmehl, hiesiges, Nr. 0 22.00—22.50 M., Nr. 1 19 51—20.00 M., Nr. 2 15.00—16.00 M. Alles per 100 Kilo incL Sack. — Futtermittel gut gef.-a«t. Es notieren: Weizenschalen 4.50—4.55 Mk., Weizenkleie 4.50—4.55 M., Roggenkleie 4.80—5.00 M„ Futtermehl 6.00—7.01 Mk., Biertreber, getrocknet, 5.40—5.50 Mt e nach Qualität. Alles per 50 Kilo netto effektiv locc hier.

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