Einzelbild herunterladen
 

Mftbetxi tu», .tot gflinabtnt bet Nnu

Stiertage, viertel- iSrL»e$iespteis vringerloh« und

Li^gelöin Salbe und ^artrlM^sopf-.

dtrantroorUicher z»nstleiter:Zos.vL«R. ”tiit die Inserate

parjtlet fr Zalda.

J& Sä

W-aerW Zeitung

woch-MUagc: „Zllustrierte 5onntagr;eitu"g" monatrbillage: „Sulbaer GeschlchirblAttt".

. . ._. __ ----- ■. iiiiy—rT mwi | 11 IFliriMII !■! ■»■■■■■—««> K

Anzeigen: Vie et* spaktige Petitzelle «bet bereu Haarn 15 Pf* Heflamen diepetitzeil« 25 Pfg.; bei wieder- belangen wirb entspt. Bebaut gewährt.

Druck und Verlag bei Zuldaer Nenendruckere in $albe (Sarmoeie) Kernsprechtr Ht. t.

ZMa, Mittwoch, bei! 27. April 1904.

31. Jahrgang.

() Vie parlamentarische tage.

Das preußische Abgeordnetenhaus kann stolz fein. Es hot die Etatsberatung beend et und damit den Reichstag überflügelt. Dieser steckt noch immer in der zweiten Beratung und hat u. a. noch dm wichtigen Etat der Zölle und Verbrauchssteuern zu erledigen. Da die Budgetkommisflon einstweilen noch mit der Finanz­reform beschäftigt ist und danach erst an die Zölle und Verbrauchssteuern kommen s" wird noch einige Zeit vergehen, bis der Reichs- tag die Etatsberotung abschließsn kann. In­zwischen kommt Pfingsten immer näher heran uno es entstebt die Frage, was man mrt der Zeit nach Pfingsten machen, ob man noch weiter tagen oder bereis vor dem 8est< schoßen soll. Im ersten Falle ist auf kein beschluß- und arbeitsfähiges Haus zu rechnen, tm anderen n ützten eine Reihe nicht unwichtiger Vorlagen liegen bleiben.

Es tritt infolgedessen mehr und mehr dre Ansicht in den Vordergrund, daß man sich vor Pffrqsten — etwa Mitte Mai — bis zum Herbst vertagen solle. An dies Verfahren zur Rettung halbfertiaer Gesetzentwürfe ur d der darauf verwendeten Arbeit ist man ja nun schon seit Jahren gewöhnt. Die vorige Session z. B. dauerte vom Spätherbst 1800 bis zum Frühjahr 1903. Wohl hat man bisher eine Vertagung nur wegen umfangreicher und schwieriger Vor­lagen von vesmderer Bedeutung eintrrtm lasten, ab-r es ist nicht abzusehen, warum man das nicht auch wegen mehrerer llein'r Vorlagen tun könnte, wenn es wünschenswert erscheint, die darauf verwendete Arbeit nicht verloren gehen zu lasten. In den nächsten Tagen wird der Semorenkorweut zuftmmentreten und die Frage der Vertagung entscheiden, soweit er überhaupt etwas zu entscheiden hat.

Im Abgeordnetenhause spricht man von einer Vertagung um Mitt Juni oder vielmehr Anfang Juli. Mitte Juni soll eine Pause eintreten; um die Monats wende soll man nochmals auf ein paar Tage zusammen- kommen, um sich dann endgiltig bti zum Herbst zu vertagen. Indes ist es noch etwas zu früh, als daß man da. über heute schon feste Pläne entwerfen könnte. Zunächst hat die erste Lesung der wasserwirtschaftlichen Vorlagen staiftesunderi. Dann muß man sehen, wieweit man vor Pfingsten und in den ersten Wochen : ach den Pfingftftrien mit dem übrigen A-beitsstoff kommt. Mittlerweile läßt sich vielleicht auch schon ab­sehen, wie der Hase tn der Kommission für die «asterwirtschüf^l chen Vor a m läuft. Es wäre ja nicht ausgeschlossen. daß die Hochwüsservor- lagen noch im Somme, Ende Juni vier An­fangs Juli, verabschiedet werden könnten. Daß auch die Kanaloorlag - so schnell zu erledigen wäre, gilt als uus.-eschloss-n und dämm rechnet man auf alle Fälle bereits mit der Vertagung.

Die Hinschl ppung der er »en Gratsderatung sowohl im heuen Reichstag« wie tm neuen Land­tage eröffnet unerfreuliche Aussichten für die Zukunft. Soll das fortan immer

Wcrricl Angela.

von Komtesse de Beaurepaire-Louvagny Genehmigte Uebersetzung auS dem Französischen.

>4 ------ (Nachdruck Verbote».)

Pepa, deren schlimmste Ahnungen in Betreff des Verwalters fich zu bestätigen fchi-ncn, nahm sich vor, diesen wohlmeinenden Rat zu befolgen unö erkundigte fich nach den röiigrn Schrillen

„Sobald Sie in San Louis angekommen find," sagte er, „geben Sie zu meinem Anwalt. Jcy werde Ihnen eilte Emp ehlvng mtrgeoen, und darauf wird er fich ganz zu Zh.er Verfügung stellen."

„ Danke fehr."

„Ich werde außerdem Ihretwegen an de» Gou­verneur schreiben, mit dem ich befreundet bin. Sir wissen ja, daß er auf seinem Poften geblieben ist; der neue, von der 8entt Ölleitung ernannte, hat nicht «tkowmen können."

„Das war ein Glück!"

„I-, dennoch ... dar Glück ist manchmal lau- ntsch, die Welt und die Menschen veränderlich . .

„Wie man er jeden Tag steht!"

„So daß, was heute ist, vielleicht morgen nicht «ehr fern ka n! Darum beeilen Sie sich I*

„Ja, wenn ich nur könnte!"

„Ich will ihnen behilflich sei«. Zurrst werden Sie Geld gebrauchen. . . ."

Selten kam ein Vorschlag genehmer.

Sie find wirklich meine Vorsehung; ich habe fast «ich» mehr!"

Herr FarabeluS sah P'pa mit Brwundernng an. »er wäre auch ungerührt geblieb n angesichts so viel Tapferkeit und hing bender Liebe? Diesis schmale, bleiche Antlitz erzählte eine lange Geschichte von Sm- behrunqe«, Mühsal- u und Seelcnpe n.

„Sodann find Ihre Pferde vollständig abgehetzt. See« Ihr Fuhrmann damit einverstanden ist, so

so gehen oder gar noch schlimmer werden? Vielleicht war das Redebedürfnis diesmal nur so' groß, weil die Wühlen vorausgegangm ob so viele redegewandte Neulinge in die Parla­mente gelangt waren. AuS einer Notiz, die dieser Tage "im .Vorwärts' stand, dürft« wir wenigstens eine kreme Hoffnung schöpfen. D.e Sozialdemokraten scheinen doch allmählich zu merken, daß sie mit ihrer Azitaüonsrederei sich selbst im Wege stehen. Sie hindern damit das Zustandekommen sozialpolitischer Reformvorlagm. Die Zellen aber, wo sie sich aus die Negation beschränken konnten, find vor­bei. Auch sie wollen und müssen Positivs Leistungen aufzuweisen haben und getrauen fich nicht recht, am Ende einer Session vor ihr Volk hinzutreten, wenn Liefe Seffion durch ihre Schuld gänzlich unfruchtbar geweftn ist.

Die Genossen im Lande wollen richt mit zahl- und endlose» Reden abgesp ist w-r- den, sondernverlangen Taten zur Verbesse­rung der Lage der Arbeiter. So erklären wir es uns, wenn nach der Angabe des ,Vor- wärts' der Abg. Bebel am dritten Tage der Debatten zum Etat des Reichskanzlers an den Abg. Prinzen Areal?erg heran trat mit der Frage, warum man denn d r Rederei nicht durch Schluß der Debatte ein En 'e mach?, und mit- der Ver­sicherung, daß die Sozialdemokraten nicht daran dächten/ auf einen Schsußantrug mit der An­zweiflung der Be chlußsähigkett des Hunfts zu antworten, wenn man sich nur vorher mit ihnen verständige und ihre FraktionLre ner reden lasse. Auch aus der Klage des .Vorwärts' über die „öde und leere Redest" uw seiner Lerteidigucg der Sozraldemokrat-n gegen den Vorw -rf der Vielschwätzerei darf man vielleicht das Bedürfnis h 'raushören, von aU dem Reden doch emmalz i praktischer Arbeit zu komme.. Also em w ,"ig Hoffnung auf Besserung ist am Ende doch erlaubt.

Sollten die Di>' ge sich nicht bessern, sollte die Redeiust gar uocy zmehme-', so wird sich ein wirksamMittel dagegen nicht leicht finden lassen. Man Hst fich schon vi l den Kopf darüber zerbrochen, catr etn ..v*titel, für as „garantiert“ werden könnte, tat man noch nicht gefunden. Eins all rdings gibt es, das würde unfthlbar helfen. <$ü wäre auch leicht und kostenlos an» zuwenden. Leider wirs es nicht angewandt wer­den. Die Zeitungen müßten nämlichronden parlamentarischen Reden kein Wort mehr dringen. Dann würde sofort alles überflüssige Reden, alles Reden zum Fenster hinaus aufhören und d« Arb-str würce mir einer tu her unerhörte» Mu terkeu forifl etzen.

Berlin, den 26. April

*. Die Beratung der wafferwirtschaftlichen

Vorlagen, die am Donnerstag im Abgewd-

kö men b:e T ere hier v rurgt werden, b-s tr sie wieder abholt Stmk dessen stelle ich Ihnen vier flmke Renucr, denen ein flehet Lpaziergang gut tut. Wenn er er aber vorziehen sollte, htm ich zu den (einigen zwei starte T-re gesellen, die den Wagen rasch von der Stelle bringen."

„Ich wciß nicht, wie rch Ihnen danken soll!"

Am nächsten äflorgen eriugr man, daß der General die Nacht hindurch unbehelligt geb ieben, daß er dann in der Frühe mt den Truppen ausgebrochen und dem Feinde entg-gengezl-gen sei.

„Dar st ein gutes Zeiche !" ftgte FarabeluS zu Pepa. „Fetzt beeilen Sie sich auch!"

Gareillas batte den ersten Vorschlag de» fteund- lichen Gmsherrn angenommen und seine Iure, die in Wirklichkeit unbrauchbar wäre ' zurückgelaffen.

„Sie sehen, Madame," triumphierte er, „rote sehr ich recht hatte, Wir haben vielleicht die Provinz vor der verhaßten Tyrannei bewahrt, und schon werden wir dafür belohnt."

Prpas Hoffaung belebte sich.

Jetzt brauchte sie nicht mehr ängstlich ihre Absteige­quartiere zu wählen; überall nahm man sie herz­lich auf. Ueberall hörte sie aber auch Schlechtes von ihrem 23 :t tolltet Es wurde ihr allmählich klar: Cordova wartete nur auf den Sieg der Rebellen, um sich an die Stelle seimS Herrn zu setzen. DaS war jedenfalls der »hm zuerkanrue Preis für se«: Spionen- dienste! t ,

Untere Reiferden mußten jetzt wiederum manchmal einen Umweg machen, da sie in v-rschiedenen D steckten Anz'ichen von Gärung wahrnahmen. Und je näher sie San t^uie kamen, um fo mehr zeigte fich, daß der geschickt zerstreute Samen btt Zwietracht Wurzel geschlagen hatte.

Pepis Un uhe gipfelte in der «sorge, ob sie noch früh genug käme, ihre Rechte gellend zu machen und Cordova z« ent lassen.

Drese stete Aufregung im Verein mtt den Sirapa- zeu bet langen Reife in einem schlecht gebauten *nb

netenhause beginnt, wird nicht durch den Grafen Bülow eingeleit t werden. Dieser begibt sich vielmehr am Donnerstag zum Vortrage beim Kaiser nach Karlsruhe.

\ Gouverneur Leutwein hatte be­antragt. zur Beschleunizuta und Geheimhaltung des Nachrichtendienstes während des Herero- Ausstandes fuukcutelegraphische Apparate nach Deutsch-Südwestaftika zu fer-den. Die Vor­bereitung und Fertigstellung dieser Apparate ist jetzt «bgeschloffen und am nächsten Freitag werden drei Kommandos oder „Stationen" für Funkentelegraphie mtt dem Dampfer „Herzog" sich nach Swakopm -nd eiufchiffen. Müglieder dieser militärisch - mrssrnschasilichkn Gxpeditiun fiud: Overleutnant Ewald v. Kleist (bisher bei der L fftschiff-r-Abteilung), Oberleutnant Haering, Oderleutnüm Btuhlmann und Leutnant Horn. Es werden dr i ' .aticmen auf dem Kriegsfchau- platz angtlegt, jede Station n it einem Offizier, einem Unteroffizier und Manmchaften besetz:.

*„ Das alteAbgeordneteuhans am Dön- hoffsvlatze ist auf 10 Jahre verpachtet worden. Der Pächter gedenkt vorläufig nur Konzerte ä la Bilfe zu veranstalten. Später fall die Absicht bestehen, hier ein neues Variöts oder Theater zu errichten.

* Die Budgetkommifsio« des Reichs­tags hat am Dienstag den § 2 der Reichs- finanzreformVorlage mit zwei vom Abg. Müller-Fulda be.ntraoten Abänderungen an­genommen. Der § 2 der ReichSfinanzresormvor- iage lautet: Artikel 70 der Versaffunz erhält folgende Faffung: „Zur Bestreitung aller gemein- schüftsschen (ordentlichen) Ausgaben dienen zunächst d e aus den Zöllen und eemeinsamen Steue-n, aus dem Eisenbahn-, Post- und Tele- graphenwesen sowie aus den übrigen Verwal- tu.-gszweigen fltek»er--en gemein'chüftlichen Ein- nahmen. Insoweit die Angaben durch diese Ein­nahmen r icht gedeckt werden, sind sie (s o lange die erforderlichen Deckungsmirtel nicht auf andere Weise, insbesondere durch Einführung weiterer Reichssteuern, beschafft werden), durch Beiträge der ein­zelnen Bund'ssrcal.u nach Maßgabe ihrer Be­völkerung ouftübringeN, welche tn Höhe des bud­getmäßigen Betrags d»rch den Reichskanzler aus­geschrieben werden. Insoweit diese Beiträge in den Usbei Weisungen keine Deckung finden, find sie den Buude-fi aten am Jahres schliß in dem Maße zu erstatt n, als die übrigen, ordewlichen Einnahmen des Reichs deffen Bedarf übersteigen. Etwaige Ueberschüffe aus den Vo fahren dienen, insoweit durch das Gesetz über den Reichshaus- Halts-Etat nicht ein anderes bestimmt pird, zur Deckung gemeinschaftlicher außerordentlicher A s gaben." Auf Antrag Müller-Fulda wurden in dieser Fassung des R-gierm-gsertwurss die durch den Druck .ervorgehobe ni-n und in Klammern gefitzten Worte und Satze von der Kommission gestrichen. Ferner beantragte Abg. Müller-Fulda, diesen § 2 der Regie- rungkv^rlace als 8 3 zu bszerchnm und als § 2 einen mu-n Paragraphen einzufügen, wonach em Drittel des Ertrages der Tabaksteuer und

schlecht geschloffenen Gefährt bei dem immerwährenden Regen ur.rerg.ub langsam ihre Gesundheit. Niemand hätte in diesem blaffen, hohlwangigen Weibe mit den eingesunkenen, fieber glänzenden Au^en die schöne, junge Frau wiedererkannt, die Pepa noch bei ihrer Abreise von Paris gewesen. Es gab Stunden, wo sie selbst glaubte, nicht mehr ans Ziel zu gelangen — so schwach und elend fühlte fie fich. Lussetle, selbst grenzenlos müde, umgab fie mit Li°be und Sorge; fie suchte auch nach Möglichkeit zu trösten und zu er mutiger. Das Einzige, was Peva aufrecht erhielt und selbst der Krankheit Trotz bot, war ihre große Willenskeaft

Endlich hielt der Wagen in San Louis. Noch ehe fie sich Ze.t genommen, die feuchten Kleider zu wechseln, beg rb fich P-Pa zum Gouoerneur. Tiefer war em Freund Herrn Maskats; er ließ sich unter auftichtiger Anteilnahme ihre abenteuerlichen Erlebnsffe erzählen und verfehlte nicht, seine Bewunoerung für ihr heror-cheS Unternehmen uns die seltene Ausdauer, mit der sie alle Fährnrffe überstanden, aukzudrücken. ®ldi«itig aber warnte er fie vor Cordova.

„Dieser Mensch," sagte er, „ist ein elender Ver­räter. Er machr aus Ihrer Besitzung ein Stelldichein für Spione und Ausrührer. Ich würde Ihnen eher rate«, zu Ihrem Vater zu gehen."

Mein Bat-r ist roch recht zurück," antwortete Pchm. „Außerdem find die beide.-, Güter so groß, und die Behausungin so totit von einarder entfernt, daß mein Austrag"nur erschwert würde."

„O nein, Herr ManvelloS hätte in Ihrem Namen handel« körnen, ober ba er abwesend ist, müssen Sie natürlich für fich selber eintreten. Uebrigens ist Ihr Gut polizeilich überwacht. In Ihrem Dsrse, daS uns t-eu geblieben, find meine Leute untergebracht, unter deren besonderen Schutz ich Sie stellen werde. Tre inen Sie fich nicht von dem Anwalt des Herrn FarabeluS, bleiben Sie nicht alle n in Ihrem Zimmer, kurzum, vergessen Sie nicht, daß Cordova ein Verbrecher ist, und wir in auarchißikchen Zuständen leben."

Zölle, soweit über diese durch tz 1b des ZoL« tarifgesetzes (zu gunften einer Witwen- uib Waisenvi 'tqung) verfügt ist, den einzelne» Bundesfl - eit nach Maßgabe der Beoölkrruug, mit welcher fie zu den Matrik-.'lardeiträgrn herau- gezogen werden, zu überweisen ist. lieber diesen Antrag Müller-Fulda wurde die Beratung am Dienstag in der Kommission noch nicht zu Ende geführt.

)( Es wird bestätigt, daß der als Befehls­haber oes Marineexpeditionskorps nach SüdweH- aftika entsandte Oberst Türr wegen Krankheit die Rückreise rach Deutsckland angetreten hat.

* Einen Vergleich zwischen katholische» und protestantischen Geistlichen, bei dem man nicht weiß, ob er ausNaioetLt -der Nnver- schärnlheit beruht, leistet sich das Dr^an der protestantenvereinlichen Theologen, da? Pro- tefianttnblait (Nr. 17):

<Ba-3 alte Wort: Wer am Wege baut, hat viele Meiste', vaßt auf keinen Stand so sehr als aus de, des protestantischen Gastlichen. Dte Stellung der katho- lischm Priester ist wert sorgenfreier und viel fester bezrün.drt, als die nuferer protestantischen Predrger. Berns und Mensch find bet hem katholischen Priest« streng geschieden, der berufliche Ciarak'er wird durch kein Bergehen deS letzteren in seinem Ansehen ge­schmälert, der amtirrende Priester ist losgelöst von ot* Menschen und vermittelt als Priester die göttliche G-ade, seine menschlichen Fehler schaden dem Amte nicht. Bon unfern protestamschenGeistlichen dagegen verlangen wir einen tadellosen Lebenswandel.

Mit Recht fragt da die ,K3ln. Volksztg/: Sieht das nicht aus, als ob ka-holische Ge­meinden auch die größten Schufte als Geistliche willkommen hießen?

* Die Leipziger Sozialdemokratie hat baA boribü Tirols eines der größten und schönsten Versamm.ung»- und Wir.schastsloksle in Leipüg, zum Preise von 560 000 Mark als GeroerkschafMaus anoekauft.

** Bei Beginn bet Wahlperiode forderte bie sozialderrokratische Prcfls zur Errichtung vo» Frauenwahlvereine« mit der Beg^indung auf, daß das in § 8 des preußischen Verein?-- gefetzes ausgesprochene Verbot der Teilnahme von F- auen an politischer Versammlunaeuund V-.remen nach § 21 desselben S-setzes für Wchlvereine nicht gelte. Dieser Avff-chung ist jetzt ein Er­kenntnis des Oberverw.sstungsgerichts entgeajn* geirrten. In der Begründung des Erkenntw.ffes wird u. a. ausgrsührt, daß die B-oorrrchtigung der Wahlvereine zur zweckentsprechenden Ans- übunz des Wahlrechts dienen solle und deshalb auf Vereine der Wahlberechtigten beschränkt bleiben müsse.

76. Sitzung vom 26. Avril 1904.

Eröffnung 1'4 Uhr. — Das A b k o m m e n mit Oesterreich, Belgien und Spanien über das inter­nationale Privatrecht wird in 3. Beratung an­

genommen. ~ .

ES folgt die 2. Beratung des Gesetzentwurfs be- tr-ffend die Krankenfürsorge für Seeleute.

„Warum haben Sic b.n Menschen denn noch nicht verhaften Taffen?" ,

„Er ist sehr vorsichtig unb treibt ferne Schurkereien im Geheimen; zudem hat er eS verstanden, bte gute Meinu g einiger unserer bedeut-nben Männer zu gewinnen. W-r find leider gezwungen, allerlei Rto- fichten zu nehmen. ... Sie können jedoch verficht sein, batz ich bei: r chtigen Augenblick abpaffe, um ch» zu entlarven. Vielleicht sind Sie noch bazu behllfl.ch-

„Mit tausenb Freien! Der Elende ist fchm» an all' unserem Jammer!"

Bon ihrem Brsuch beim Gouverneur begab sich Pepa zum Anwalt. Der Brtef bei Herrn FarabeluS gab diesem genaue Wellungen. Stt verabredete» baS Näh-re unb fitzten bie Abreise auf ben zweite« Tag fest Eher war er nicht möglich, ba der Not« noch dringende Geschäfte zu erdledigen und noch Änore* nungen iür bie Zeit seiner Abwesenheit zu treffe« hatte. Diese Wartezeit r erbrachte Pepa meist r« Gebete.

Noch achtunbvierziq Stunden Fahrt bis zu ihre» Heim! Meile aus Meile ichwanb . . . bald würbe sie ihr geliebte- HanS, bie Stätte so wonnigen Glücke» Wiedersehen! <.

Endlich ... ba war der Weg, ben fie oft Mt Arme ihres Güten gewanbelt, ba» WS dchen, Z uge so manch' fröhlichen Spazierritts — — in bet Ferne zeichnete sich bie Turmspitze der Dorflirche gegen bett wolkigen Himmel ab.

Wie sonnig und hell war e8 damals, tote atmete alles Freude und Lust, als fie in diese» Hem« GotteShause ihre Hand zum einigen Bunde, in Erwählten ihres Herzens legte . . - ! Unb mt».

Der Be gleich war z» tbtttoältigeub; Pep» schluchzte laut auf. „ , . . „

DaS Gefährt bog um die Ecke beS Hauses und Herrin fetzte ben F»ß auf ipr Eizentn», nachdem pe fett mehr als vier Monatkn Pari» n«d bte Ihrigen verlasse«. , ,

< Fortsetzung felgt)