txf* *ehd täglich, mit Nttnahme btt $omt= »sd8«itttas<- Wertet trh,l.ve»»g»prei, e|se Frinq«lo|n und j^telgelbis$elbesnb ^a®4rtstmL50Pf8.
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MaerM Zeitung
wochendellage: „Illustrierte Sonntagsjdtung“ monaiLdcilage: „Zulbaer Scschichtrblätter".
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Radau gewährt.
Druck und Verlag bet Zulbaer Actienbruckere in jfklta < Harmonie) Zernlprecher Hr. 9.
31. Jahrgang.
Mda, Diensiag. den 26. April 1904
M 94.
3ur 51. KmttalvrrsaMiMs der Lsü^sÄru Vevtschlauds in Legeusburg.
Regensburg, 25. April 1904.
Raum 4 Monate trennen ui.g noch von den Tagen ter 51. Generalversammlung der Ratboliten Deutschlands in Rsgen-burg. Ter Vorstand des Lokalkow.iteeS hat in Uebereinstimmung mit dem H. H. Dlözesanbifchofe JgnatiuS und dem Zentral» tomitee die Zett vom 21. — 25. August Mr AddaUung der Generalversammlung festgesetzt. Vom Vorstände sowohl alS den einzelnen Kom» wisstonen ist bereits tüchtig Dorgeatbeutt worden: es darf daher bestimmt erwartet werdrn. oaß dis zum Monat Äugust alle Vorbedingungen einer gediegenen Durchführung der Dersamm'.ung aufs beste erfüllt kein werden. Die R ebner- l'ste ist fsttiagestellt und welst durchwea hoch- w-chliae aktuelle Themata und erstklasstge Redner auf. Zur Abhaltung bet öffentlichen General- Versammlungen und vorausstchtlich stark besuchter Nebeuoersammlungen wird eiaens eine Festhalle errichtet werden, welche auf einem frei und schön gelegenen Platz im Westen und in unmittelbarer Nähe der Stadt ihren Standort erhält. Die Halle wird eine Breite von 40 und eine Länge von 80 Meter erhalten und in ihrem Parterre allein 6000 Personen Sitzplätze bieten. Für Nebeuoersammlungen stehen andere Säle in ausreiche-idern Maße zur Verfügung. In der Festkommifsion hat man die nötigen Vorkehrungen getroffen, um den fremden Gästen in ihren freien Abendstunden angenehme Unterhaltung zu bieten. Angesicht- der bereits vorliegenden äußerst zahlreichen Anmeldungen katholischer Verbände und Vcr> eine kann heute schon ein sehr fiarterBesuch der Generalversammiuny vorausgesagt werden. Die altehrwürdige Bischofsstadt Regeneburg mit ihrem Reichtum an historisch und künstlerisch merkwürdigen Kirchen und Privatbaute», ihrer prächtigen und für den Verkehr so außerordentlich günstigen Lage am Dovauftrom und inmitten des Baysrnlandes, ihrer herrlichen und für den Natur- und Kunstfreund so inten flauten Umgebung — wir erinnern nur an die Walhalla, Befreiungshalle, den Donaudurchbruch dmch den Jura bei Kloster Wellenburg, das romantische Laber- und Naabtal, die anmutig gruppierten Vorberge des bayerischen Waldes, die steil in die Donauebene abfallen — übt ohnehin eine große Anziehungskraft auf den fremden Wanderer aus; wie viel mehr tut fie das, wenn die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands hier ihr Heim aufschiägt! Bis zur Stunde sind bereits mehr als 20 Verbände und Vereine zur Teilnahme am Katholikentage angemeldet, ganz zu schweigen »cn bet großen Zahl der Einzelpersonen, die sich privatim angesagt hoben. Die Wohnungskommission wird eine sehr schwierige Aufgabe zu bewältigen haben, um allen billigen Ansprüchen gerecht zu werden. Ihr würde diese Aufgabe bedeutend erlerchtert, wenn die Anmeldungen möglichst bald betätigt und wenn
Wcrrict Angela.
Von Komtesse de Beaurepaire-Louvagny Genehmigte Ueüersetzung au8 dem Französischen.
23 ------ (Nachdruck vervotm.)
Dam't trieb der Kätscher seine Tiere'an und jagte ist Galopp den Hügel hinunter.
In der Näh- des Lagers wurde der Wagen dmch die Posten angebalten.
Frau MareSkat zeigte ihren Paß und verlangte, zu» General ge-ührt zu werden. Es gab eine lange Unterredung, verschiedene Hin und Her, ehe ihrem Wunsche stattgegeben wurde. Einem gewiss«.» Mißtrau- a konnte man fteilich die Berechtigung nicht ab» sprechen, aber Gareillas bebte vor Ungeduld. Man verlor seiner Meivmg nach viel zu viel Zett, wo eS sich doch um die größte Elle handelte.
Eidlich kam der abgesandte Offizier zurück mit der Erlaubnis, Pepa zu demjenigen zu führen, den die Truppen als ihre» rechtmäßigen Befehlshaber anerkannten.
Als dsS Zelttuch fich wieder hinter Pepa schloß, bemerkte sie den General auf einem niederen Feldbett Send, wie er beim Schein der Lamp:, die auf einem gesägten BaUmßumpfe stand, tn Betrachtung von Senbfarten versunken war. Außerhalb des Lichtkreises der L^mpe herrschte im Zelte tiefe Dunkelheit, so daß der Präsident Frau MareSkat nicht erkennen konnte.
„Was wollen Sie?" herrschte er.-s
„Ich mochte Ihr en wichtige Dwze Mitteilen, Herr General."
Der Wohlklang dieser Stimme weckte Erinnerungen in ihm. Sicherlich hatte er diese sanften Töne schon früher gehört.
„Äer find Sie?" iraate er.
„Lennen Sie mich nicht wieder?"
„Ich sehe Sie kaum "
namentlich genau angegeben würde, für wie viele Tage auf Quarner reflektiert wird. Vereine und Verbände würden »et Währung--lommifion einen wesentlichen Dienst leisten, wenn sie be, ihrer Anmelduna die ungefähre Zahl der Teilnehmer an der Seneraloersamm img auS ihren Reihen angäben. Wegen der Bechaff^ng von Quarrieren wonde man fich recht bald an den 1. Vorsitzenden der Wohr.uugskowmission Herrn Fabrikbesitzer F X Mi ller, Regensburg; die Anmeldung zur Teilnahme an der General- oersammlung bezw. zur Mitglieder und Teil- nehmeriistr ift zu richten an Herr« Verlag-buch- handlet Heinrich Pawelek, Regensburg. Anträge, welche an die Generalversammlung gr- richttt werden wollen, sind euch so frühzeitig als möglich an den Boi sitzenden des Lokal'omi- tees Herrn Kommerzienrat Pustet einzureichen. Es führt zu Unzuträglichkeiten, wenn mit der Vorlegung der Anträge dtS in die letzten Wochen vor der Generaloelsammlung gewariet wird. Jeder Antragsteller ift gehalten, ieinen Antrag auf der Generalversammlung selbst zu vertreten oder durch eine andere geeignete Persönlichkeit vertreten zu laffen. Die Vertreter des Antrages wollen bei der Einreichung des Antrages genau nach Namen, Stand und Wohnort bekannt gegeben werd n.
Möge fich die 51. Generalversammlung ihren hochbedeurenden Vorgängerinnen würdig anreihen. In diesem Sinne rufen wir schon heute den Kacholrken zu: Auf nach Regensburg!
Berlin, den 25. April 1904.
§ Der als Befehlshaber des Marine- Expeditionskorp« nach Südwestafrika emsaodte Oberst Dürr ist auf der Rückreise nach Deutschland begriffen und wird in zehn bis vierzehn Tagen hier wieder eöttreffen. Was seine Rückberufung veranlaßt yat, ist noch nicht bekannt geworden. Sollte fie nicht durch schwere Erkrankung notwendig geworden sein, so könnte, meint ein Berlmer Blatt, nur auf tiefgehende Zwistigkeiten zwischen Oberst Dürr und dem Gouverneur Leutwein geschloffen werden. Die Temperamente dieser beiden Offiziere werden als sehr verschiedene geschildert. Während Oberst Leutwein eine ruhige, kühlere Statur ist, soll Oberst Dürr von einer mit starkem Eigenwillen gemischten Sebbaftiaieit sein.
)( Graf Pückler begab fich heute in Begleitung des Oberinspektors des Glogauer Ge» sängniffes, das seit einigen Tagen PücklerS Domizil war, aus das Gericht in Glogau, wo er sich vor der Straskammer wegen Beleidigung des Haitistellenvorstehers zu Klein-Tschirne zu veramworlen hatte. Die Beleidigung war in einem Schreiben Pücklers an die Posener Eisen- bahndirektion enthalten, in dem u. a. gesagt wurde, der Vorsteher mache einen verbummelten uns schlappen Eindruck und sei nicht geeignet,
„Ich bin Frau Mark skat, Prpa Manuellos, deren Vater Ihr Freund ist."
„O, verzeib-n Sie, gnädige Frau, daß ich Sie nicht sofort tihnnfe. Aber daran ist das Dunkel schuld, in dem Sir stehen. Ueberdies ist es so außer- gewöhrlich, Sie unter solchen Umfiänoen hier zu sehen. WaS um Gottes Willen tun Sie im Lager?"
„Ich komme, Ihnen einen Dienst zu leisten."
Mlr?"
*3a, Ihnen, Ihren Truppen, der gerechten Sache."
„Da'N sprechen Sir schnell."
„Zuerst muß ich erkläre», wie und warum ich mich zur Zeit hier bifinbe."
Und in wenigen Worten schilderte Pepa die Ursache ihrer Reise und die Art und Weise, wie dieselbe bis jetzt verlausen. Dann kam fie auf den P!an zu sprechen, den GareillaS erlauscht, und den er zu Schande« machen wollte.
„(St könnte aber viel besser selbst die Einzelheiten berichten."
„Kann man ihm vertrauen?" fragte der General.
„Wie mir selbst!" antwortete Pepa.
„Dann will ich ihn rufen lassen."
Und er brorderte seinen O fizier vom Dienst, den Kutscher h-rzubringen
Gareillas kam. Er ließ dem Präsidenten gar nicht einmal Zeit, Fragen zu stellen, sondern sprudelte in kin-m Atem alle» hervor, was er wußte.
„Und Du glaubst, wem Sohn, daß fie uns diese Nacht überfallen werden?" fragte der General, als der Kutscher geendet.
„Ich kann weder de» Tag noch dir Gunde angeben," antwortete GareillaS. „Ich weiß nur, daß fie de« ersten günstigen Augenblick benutzen »eiben. Das Lager ist zu jeder Minute der Gefahr ausgesetzt."
„Also hier soll die Ueberrnmpelnng stattfinden?"
„Jawohl, «ein Genera! "
„So habe» wir Spione im Leger?"
„Das könnte sein; dennoch glaube ich eS nicht."
seine Stellung zu versehen. Der Staatsanwalt beantragte 100 Mark Geldstrafe. Graf Pückler und sein Verteidiger beantragten Freisprechung. Graf Pückler sagte unter anderem: Er sei 17 Mal auf der Anklagebank gewesen, aber die Be- Handlung, die ihm hier in Glogau zuteil werde, wäre ganz unwürdig. In ganz Deutschland würde man darüber reden. Hunderttausend Reichrfeinde würden mehr entstehen. Er ziehe jetzt mit scharfem Schwarte gegen die Behörden und die Regierung los. Graf Pückler wurde za 50 Mark Geldstrafe verurteilt.
Auf Veranlassung von Abgeordneten des Mosel- und Saargebietes fand heute im Aögr- ordnetrnhause eine Besprechung über die Frage der Kanalisierung der Mosel «nd Saar statt, an der sich der Verband für Kanalisierung der Mosel und der Saar und die wirtschaftlichen Körperschaften des Moiel- und Saargediets be> teiligten Die Besprechung wurde von zahlreichen Abgeordneten der neijdjt benfle P arteien besucht. Es wurde der Vorschlag bchwdrlt, in der Kommission einen Antrag einzudn. q<n, wonach die Regierung dem Landtag einen Ge'etzen'wurf, betreffend die Kanalisierung der Mo e! urr der Saar dem Landtag sobald vorleoen »oll, daß die Vollendung des Mosel» und Saa,kana>S gl^ch» zeitig mit der Fertigstellung des Hanno oer- Rhem-Kanals gewährleistet ist.
* Nach einer von dem russischen Btt schuster im Auftrage seiner Regierunc gemachten Mitteilung hat der Befehlshaber des russischen Geschwaders im Stille« Ozean folgende Bekanntmachung erlassen: Jedes Kr-egs- oder Handelsschiff, das im militärischen Operationsgebiete bei Nacht ohne L'chter oder bei Tags ohne.Flagge fährt und auf einen Kanonenschuß die Flagge nicht zeigt, wird als feindliches Schiff betrachtet und vernichtet werden.
* Ei« Verband deutscher Jude« ist in bet am Sonntag adgehalteven Zusammenkunft von Vertretern jüdischer Organisationen Deutsch- lands zu Berlin gegründet worden. Der Verband bezweckt' die Vertretung aller dm Juden im Deutschen Reiche gemeinsamen Jntereffen; die Erörterung von Fragen der Religion und des Kultus sowie der inneren Verwaltung der Gerne nden ist nur insofern statthaft, als es sich um die Abwehr von Angriffen handelt. Die Leitung des Verbandes hat ein Ausschuß von 27 Mitgliedern; die alle zwei Jahre abzuhaltende Hauptversammlung wird von Delegierten aus den Gemeinden, verschiedenen Vereinen und anderen Personen gebildet.
75. Sitzung vom 25. April 1904.
Eröffnung 1"/« Uhr.
Erste Beratung dis Gesetzentwurfs bett, die Uebernadme einer Garantie deS Reichs in Bezug auf eine Eisenbahn von Dar-es-Salam nach Mrogoro.
„Wie wäre er sonst möglich . . .?"
„Die Provinz steht noch unter Ihrem Befehle; doch nicht alle Einwohner find Irene Anhänger."
„Das ist wahr; die Gegeupartei wendet alle Mittel an, um . . ., aber da fällt mir ein," unterbrach fich der General, indem er fich zu Pepi wandte — „daß der Verwalter Herrn MareSkats, — Cordova heißt er ja wohl — stark im Verdachte steht, auS Ihrer Besitzung ein Berschwörernest zu machen."
„So etwas würde er toagen ?" rief Pepa entrüstet aus
„Cordova wagt aller," versicherte der General. „Ich meine auch, daß sein Benehmen gegen Sie selbst ein Beweis von Schicker ei ist."
„Ja, ich bin leider davon überzeugt!''
„Ihre Abwesenheit sowie dir Reise Ihres Herrn Vaters, die sich in die Länge zieht, der Felddienst, welche Jiwe Brüder in San Louis zurückhält — alle diese Umstände haben ihm zuviel Freiheft gelassen, die et mißbraucht."
„So denke ich auch."
„Deshalb kann ich Ihnen diesem Menschen gegenüber nur die äußerste Vorsicht empfehlen . . . Aber jetzt lassen Sie mich nawderken." Er stützte einige Minuten den Kopf in die Hände. Dann sagte er:
„Heute Nacht kann ich das Lager nicht mehr aufheben ; ich muß damit bis zum Morgen warten. Aber ich will Vorsorge treffen «ach alles Richtungen: die Posten solle» verdoppel', die Dserde gefältelt stehen. Gibt es dann Alarm, so find wir gerüstet. TaS danken wir Dir, mein Sohn! Später, wenn der Sieg unser ist, werde ich aa Dich Lenken . . - Indessen kann Frau MareSkat nicht hier bleiben; im Falle eines Angriffs könnte ich sie nicht genügend schützen."
„Ich fürchte, daß da- nächste Dors noch »eit entfernt ist?'
„Ja, daS iß es. Hier in der Röhr wohnt aber einer meiner besten Freunde, Lier von «einen Lecken
KolonialdneUor Dr. Stüdel weist auf die Stet, wend» , leit dieser Bahn hin für die wirttchaftttchr vnr Wickelung der Kolonie, sowie für dre Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung. Slrch der Aussage des Gouverneurs würde durch den Bau dieser Bahn eine Schutzlruppenkomvagnie überflüssig werden, also 130000 Mark jährlich gespart werden. Die Bahn sei auch von großer Wichtigkeit für das MisfionSwesrn.
Fast sämtliche Redner waren mit dem Bau der Bahn einverstanden, so die *lbg. Graf Stolberg K), Graf Arnim (Rp.), Dr. Paasche (nU.). Schrader (fr. Bz ) und Übg. Schwarze-Lippstadt (Z.) Letzterer bezeichnete dies« östliche Kolonie im Gegensatz zu West- afitfa als eine Perle.
Abg. DaSbach (Z.) erklärte ftch indessen gegen den Bau der Lmie, werl er befürchtrie, daß später dw Fortsetzung diS zu de» Seeen verlangt werde.
Nach weiterer unerhebllcher Debatte wird die Borlage an die Budgrtkommrssion verwiesen.
Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurf- betr. die Aufnahme einer Anleihe für das Schutzgebiet Togo. Durch die Borlage wird der Reichskanzler ermächtigt, zu Losten dieser Schutzgebietes für dir Zwecke des Baues einet Eisenbahn von Lome nach Palime eine zu 3‘/s°,o verzinsliche Anleihe in Höhe vos 8 Millionen Mark aufzunehmen.
Nachdem Reichrschatzsekrelär Frhr. v. Stengel dre Borlaa« begründet und sich die Aog LeVedvur (Soz.) uuo Müller-Eagan (ft. Bp ) gegen die Borlage, Äbfr Dr. Paasche (ml.) für die Vorlage ausgesptoche«, wird dieselbe der Budget ko «miss ion ü verwiesen.
Hierauf vertagt sich das Haus.
Dienstag 1 Uhr: Krankenfürsorge für Seeleute und Börsengesetz.
Schluß nach 6 U ,r.
Abgeordnetenhaus.
60. Sitzung vom 25. April 1904.
Gröffnung ll1/« Uhr. — Die 3. Lesung de» Etats wird fortgesetzt beim Etat der Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung.
Abg. Dasbach iZ.j richtet an den Minister die Frage, ob er billige, daß Bergrat Hilger den Assessor Adam ausgesprocheneru'.atzen .zur Sühne' in eine Wahlversammlung geschickt habe, um für die Kandidatur des Herrn Prietze einmlreten, weil er vordem die Kandidatur dieses Herrn als ihm unsqmpat'sch bezeichnet habe. Weiter richtet Redner an den Minister Vie Frage, ob er eS für zulässig erachte, daß Geheimrat Hilger dem Zentrum den nationalen Eyarakler abgesprochen habe.
Minister Möller erllärt, daß, wenn die Angaben deS Borredners auf Wahrheit beruhten, er keinen Anstand nehme, beide «eußerungen deS Herrn Hllger als unzulässig zu erklären.
Beim Etat der Eisenbahnverwaltung versichert
Minister Budde auf eine Anregung deS Abg. Marx (Z.), eS sei sein Bestreben, die DiensteinteilnngS- pläne der Lisenbahndireltion zu prüfen, um sich davon zu überzeuge«, ob die Borschristen über die Dienstruhe, Sonntagsruhe u. s. w. überall so getroffen seien, wie es seinen Absich en entspreche.
Abg. Pietz (Z) wünscht, daß die Remuneratioueu auch wirtlich denjenigen Beamten gegeben würden, dte die Mehrarbeit leisteten, für welche die Remuneration ausgeworsen sei. Weiter bringt Redner zur Sprache, daß es he.ße, es würden Beamtinnen schon nach 2 bis 8 Jahren definitiv angestellt, während Beamte oft 6—6 Jahre *u warten hätten. Wenn daS zuträfe, so liege darin ein Grund zu berechtigter Anzusriedenheit unter den Beamten Schließlich bittet Redner den Minister, zu prüfen, ob eS zweckmäßig sei, daß in dem weiten Umfange wie bisher ausländische Arbeiter zu Bahnbauten h-ranzezogen würden.
sollen Ihren Wagen bis zu ferner Behausung geleite». Tort können Sie die Nacht zubringrn, ohne Siörnug zu befürchten."
Er gab Pepa, welche ihrer Erkennilichkeit wärmst« Ausdruck verlirh, einen Brief an seinen Freund, dann wandte er fich zu GareillaS und Nichte chm die Hand
„Nochmals Dank! Wenn wir in dieser Rächt nicht angegriffen werden, so weiß ich, waS ich zu tun bade, und wo ich mein Glück versuche. Nickt rückwärts — immer voran! So lange ich lebe, soll der Umrpator den Fuß nicht über lie Grenze dieser treuen Provinz setzen! — Sie, gnädige Frau, bitte ich noch einmal, auf der Hut zu ein vor Cordova; ich bedauere, daß ich Jhi-en keine Hilfe zur Seite stellen kann.
„Ich werde unsere treuen, allen Diener wieder finden!' „ „ ,
„Auch gilt mein Beseh! noch in San LouiS; «enden Sie fich im Notfälle an die Regierung."
„Ich werde nicht verfehlen. Herr Präsident. Mecke Gebete folgen Zhnm im Kampfe für Recht mrd Frei- heit."
„Ja, Gott allein kann cnS den Sieg geben! Na», leben Sie wohl! Eie müssen fich beeilen."
Pepa bestieg ihren Wagen und gelangte unter Führung der Reiter in kurzer Frist ans da- Gut, wo die Srnpf-Hlung bei Generals ihr die freundlichste Aufnahme verschaffte. Im übrigen war sie dort nidjt unbekannt, wenigstens dem Namen nach. DaS Unglück ihres Gatten, d,e Umsicht nnb Tatkraft, von welcher sie fo Miese Proben gab, g-wamen ihr die Eum- ptthie der liebeuswürdigm Lindrleu e.
Auch hier warnte man fie vor Cordova.
„Eie dürfen sich nur mit einem GerichtSbesuet« in Zhr Hans wagen, sonst lichten Eie nichts cm».' So sprach der Eigentümer dieser Befitzsug, He« tzckrsbelNs, ein schon bejahrt« und erfahrener Marrn.
«GortsetzUng folgt.)