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31. Jahrgang.

Mda, Samstag, den 23. April 1904.

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RelUwen- xtt» «ttjeifeirt«ü

Hausfrauen gebrauchet

dir sich tapfer dem Feinde auf der d^ußrnreede gr stellt hatten, bald eine solch; Uebermacht evtgegentrat, daß sie sich zurückzogen — so hat die unnayme viel ür sich, daß beim Untergänge deK Mmenschisi- „Jeniffer", daS bekanntlich auf eise eigene Mine ge­riet, auch der P>an der Minenl-gung mit unter- gegangen sei und die Russen jetzt garnicht wissen, wo ihre Minen liegen. 5)as mehrstündige Bom« 'iardement, das dir japanische Flotte in Stacke von 14 Schlachtschiffen an dem für die Russen jo unMck- lichen Tage gegen die Festung und dre-Stadt Port Arthur lichtere, scheint keinen besonderen Schaden an­gerichtet zu haben. Am 16. April bombardierten dre Japaner wieder ohne nennenswerten Erfolg. Die Reffen wollen durch ihre Schüsse -men oder zwei japanffche Kreuzer beschädigt Haden.

bahnen kein Zug fahren. . ,,,, ,

Ja Frankreich will man tut Anarchlstenkom- plott entdeckt haben, daS die Ermordung des Präfi. denten Loubet während seiner Reise in Italien zum Zweck« hatte. In Marseille wurden drei Italiener verhaftet, die an diesem Kowplott beteiligt sei» solle». OS es wahr iS, bleibt abzuwarten. —

In Spanien hat der junge König, trotz der Petardenexplosion und deS Attentats auf den Mimfierprästdenten Maura, sich noch einige Tage in Bsrzewna aiffgehalten und von dort Ausflüge gewacht. Die Bevölkerung hat wiederholt Kundgebungen zum Zeichen der MMlligvng des Anschlages aus Maura veranstaltet. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Revublikanern und Revolutionären; mehrere

Nestle

überall käuflich.

Drittes Blatt <

MNtSkifche «undfchm.

Bon Hauptmann Dr. Reinhold Günther-Basel. ------ (Nachdruck verboten.) (Schluß.)

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Druck und Verlag der Zuldatr Actiendrnckerel in 8»lda (Harmonie) zernfprecher Nr. 9.

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t.AMwK»-. wochwb-ii°g-:„illustrierteSonntagszeUung

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vermischtes.

* Eine seltsame Wette bildete vor einige» Tage« das Haupttema der Unterhallung m Antwerpen. Em Engländer —Besitzer einer dortigen Wirtschaft — hat.« dem Besitzer des deutschen RatskellnS gkgenubn ge- äußert, die deutschen Kellner inen die ungeichlcktefien der Welt. Der Ratskrllerwirt bestritt das und so kam es zueiner Wette, bei der der Enalanderfichverpslich- tete, 500 Franken demjemgen deutsch« Kelln« A zahlen, d« in 24 Stunden LOOO Schnitte Br^ schneiden, mit Butter bchreichen und> mtt Rsstbe^ belegen würde. Ein Kellner des deutschen RatSkeL»« nahm die Wette an und begann am 8.Avril, nwrgewi um 6 Mr, vor einem zahlreichen Publikum die Arbett Um 2 Uhr nachts, also nach ^Stunden,.war lmS zweitausendste Butterbrot fertig: mit geschwollenem Handgelenk hatte der Kelln« die Wttw gewonnen Die 2000 Butterbrote erhietten die Armen.

• Die Philosophie auf de« Kaseruenhofe. Dee in Dresden «scheinende Wochenschrift Sachsenstml«^ erzählt folgende Anekdote: Unteroffizier (zud« Korporolschast, die Gewehrpräsentieren übt): „Ei»> jähriger Müller, wissen Sie, was eme Id« »st ? — Einjähriger Müller: .Jawohl, Herr Unteroffizi^ Das Wort Idee hat Plato in Umlauf gebracht. ®» nahm an, daß in ein« höheren intelltgibleu Wüt die höheren Begrifft wirklich vorhanden waren und daß ? der sensiblen Welt unvollkommen auSgedrückt, So« dn menschlichen Seele, bie im Stieben er­blich, wied««kannt würden. — ^vt^offiztei^ Na wenn Sie'S wissen, dann nehmen Sie aefaütgst das Gewehr eine Idee links!"

machte er mehr als fünfzig Gefechte in Indien« Afghanistan, Birma, Abyssinien und Südafrika mit Ungewöhnlich geehrt ward er für ferne Tätigkeit rn Afghanistan und in Südafrika, wo er am 27. Februar 1900 den halsstarrigen. Cronje zur Kavitulation von Paardeberg zwang. • Trotzdem wurde Lord Roberts vom Kriegs' minsstermm in schroffster Wnst ^abschtedet, König Eduard hingegen erließ am 18. sedruar einen Armeebefehl, in dem er fein keftte« w- dauern über den Rücktritt des FeldmarschaLs aussprach und ihm seinen Dan? für d.e ste.s be wiesenen treuen Dienste sagte.

Nachfolger von Lord Roberts ist als „Generalinspektor der englischen Armee" der Feldmarschall Herzog von Connaught, der ;cht im dreiundfünfzigsten Lebensfahre stehende dritte Sohn weiland der Kaiserin-Konigm ^tkiorm. Er hat die Kriegsschule in Woolwich besucht und trat 1869 als Pionierleutnant in den königlichen Dienst. Er kommandierte in Aldershot und Gibraltar, führte 1882 dke Garde-Brigade bei Tel^El-Kevir, wurde 1886 Ober!ommand>erendei in Bengalen und 1902 Feldmarschall. Der Herzog fühlt sich im Dienste nur alv Soldat mid besitzt die Liede aller feiner Un^rgebenen. Dennoch wollen verschiedene englische Preß° stimmen wissen, daß der ..Schwiegersohn des preußischen Roten Prinzen' (weiland Prmz Friedrich Karl) nicht die richtige Persönlichkeit für sein nunmehriges Amt sei, daS große Rück« fichtslofigkeit in der Durchführung der beabsichtigten Reformen verlangt.

Großes Aufsehen erregten auch außerhalb Oesterreich-Ungarns die Schießversuche mit Geschützen verschiedener Konstruktionen, welche am 17. Februar auf dem südlich von Wien ge­legenen „Steinselde" vor den Delegationen der Parlamente, unter der Leitung von FZM. von Kcopatschek durchgeführt wurden. Man prüfte alte und neue Feldgeschütze eingehend auf ihre Leistungsfähigkeit. Dabei ergab sich, daß etne Rohrrücklauf-Bronzekanone m 4 ^ Sekunden neun Schüsse abzugeben vermochte, wobei sie nicht die geringste Veränderung ihres ursprünglichen Stand­ortes vorn ahm. Die anwesenden Volksvertreter zeigten sich sehr interessiert und beglückwünschten den Kriegsminister FML. v. Pitrerch, der few-«‘ seits die Hoffnung aussprach, daß man auch di- Kosten für die neuen Geschütze bald bewilligen werde. Rach den Berichten der Tagespresse $u ' urteilen, ist nunmehr nicht mehr, daran zu : zweifeln, daß die k. u. t F-ldattiller.e schon m : naher Zukunst Rohrrücklaufgeschütze mU BrE. 1 rohren erhalten wird. Die Fragen zedoch, welche an die Einsühruna von Schutzschilden für die : Bedienungsmannschaften anknüpften, scheinen bb , jetzt auch in Oesterreich-Ungarn noch kerne voll , ständige Abklärung erfahren zu haben.

wochen-Rundscharr.

c Fulda, 23. April 1904.

Der deutsche Kaiser weckt nockl immer an der itÄlenrschen Küste, wo er in dies« Woche «hra> ttts. $ata:iia itnO Bori besuchte. In d« wachsten Woche wird er die Rückrrffr oach Deuck 4arid an­treten und sich zunächst nach KartSrvhs und von -a nach Mainz begeben, wo er am 1 Mar euckre .n

D;r Reichstag hat sich diese Woche nur mit b« (? •■■!$ Beratung beffbäitigt. Dir Beratung g.tz. in demselben langsamen Tempo voran, wie ne vor den Ditttierien begonnen hat. B-un Etat des Re.chs- k-nilc-. d-r vack, sechs langen Atzungen endlich zu geehrt wurde, ist wieder viel über den § 2 d<« Iksnitrnqes'tzeS geredet worden. Di- Abgevrd- netei, Dr. Hieb« und Dr. Stockmann ir-rbesondtte er-i'.'-e-n ich und redeten ganz im Sinar des Evrn- aeiti^en Bundes darüber Ihnen trat der Abge- oCfi. * e Dr. Bachem sehr nachdrücklich, aber ruhig und -naßvoll entgegen. Auch der Reichskanzler griff mehrmals in drr Debatte ein, um sich gegen den Lorwurf zu wahren, daß er sich dem Zentrum mit Ham und Haar verschrieben habe, und daß bei der Aufhebung des § 2 nicht verfassungsmäßig korrekt verfahren worden Sei und matt dir Bundesstaaten überrumpelt habe, lieber die Frage der BerfasiungS- mäßi-Mt wurde nock besonders eingehend bebattürt, da vs« freisinniger Sette ein Antrag vorlag, daß der Bundesrat zu den vom Reichstage angenommenen Geschentwnrfen innerhalb derselben, Legislaturperiode Srellnug nehmen soll. Der Staotsselretär Dr. Siieber« 4>tng wies unw derleglich die Verfassungsmäßigkeit des Vundesraisbrschlnffes nach, die ja auch ernstlich von keiner Sette bestritten wurde. Gegen die Stimmen des Zentrums, das kein Bedürfnis dafür anerkennen konnte und es dem Bur-desrate icht erleichtern wollte, sich über Rtichstagsbeschlüsse still,chwe^rnd hinweg- zusetzen, würde schließlich eine Resolution angeiiommen, wonach der Bundesrat zu ReichstagSbeschlüflen spätestens vor dem Zusammentritt des neuen Reiche tagt Stellung nehmen soll So viel über das Jesuitengesetz und die Nachgiebigkeit gegen das Zentrum geredet wurde, ausregend war die Sache nicht eben, da die Tonart des Eoangelischen Bundes iw Reichstage nicht den passenden Resonanzboden findet. Bon konservativer Seite wurde abermals eindringlich die baldige Kündigung der Handelsverträge unter mancherlei pttsönlichen Ausfällen aus den Grafen Bülow gefordert. — Der Etat Les Aus­wärtigen Ämter führte zu keinen Debatten größeren Stils. Auf eine Interpellation des Abgeordneten Grafen Oriola wegen des Mtlitärpenfionsgesetzes ant­wortete der Kriegsminister, er könne noch nicht sagen, wann die Erörterungen zwischen sen Bundesregie­rungen über die Vorlage abgeschlossen sein wurden. Sie wttd also in dieser Tagung nicht mehr kommen.

Das preußische Abgeordnetenhaus arbeitet .fleißig" am Etat weit«. Die zweite Beratung des Kultusetats wurde am Freitag voriger Woche glücklich zu Ende geführt, nachdem mar: noch eine Abendfltzung zu Hilfe genommen hatte. Beim Kapitel „Kunst und Wissenschaft" erneuerte sich die Kunstdebatte, die neu­

lich im Reichstage über die amtliche Zurücksetzung der „Sezession" auf der Weltausstellung in St. Loui» stattgefunden hatte. Es traten aber nicht alle Redner so entschieden für die Gleichberechtigung der Sezession ein, wie es im Reichstage geschehen war. — Beim Eta: der direkten Steuern äußerte der Finanzminister

sich eingehend über die zahlreichen bisher, hervorge­tretenen Vorschläge zur formalen und materiellen Ver­besserung des Einkommensteuergesetzes. Seine Liebe zur Reform ist aber vorläufig eine rein platonische: Die Reform kann augenblicklich mit Rücksicht auf Die Finanzlage noch nicht vorgenommen werden, zumal da da« Finanzverhältnis der Einzelstaaten zum Reiche noch das alte ist. Beliebt scheint daS Steuerzahlen immer noch nicht zu sein, denn im letzten Jahre wur­den in Folge der Beanstandungen der Steuernklä­rungen nicht weniger als 138 Millionen Mk, d. b. 30 Prozent der ganzen Steuersumme mehr beanstandet. Der Etat der Anfiedlungskommisfion ging natürlich nicht ohne eine Polendebatte vorüber. Von konser­vativer Seite suchte man unter schweren Vorwürfen gegen beo Erzbischof von Posen daS Zentrum für die Polrnpolttik zu gewinnen, indem man ibm verstellte, daß es sich hier lediglich um eine nationale Angelegen­heit handle, die Polen es ja ebenfalls angr-ffen und bie ÄnsiedlungSkommisfion gerade den Kmholcken das größte Entgegenkommen gezeigt habe. Die Abgg. Wallenborn und Dittrich entgegneten jedoch, daß daS Zentrum Gerechtigkeit auch gegenüber politischen Geg­nern hochhalte und die Germanifierung vielfach auf Protestautifierung hinauslaufe. Der vielumstrittene Gesetzentwurf über die Dienstaufficht bei den größeren Amtsgerichten wurde in zweit« Lesung erledigt. Es wurde aber nicht der Vorschlag der Regierung ange­nommen, daß bei den mit mehr als 15 Richtern be­setzte« Amtsgerichten da» Recht der Aussicht einem Amtsrichter der Titel AmtsgerichtSddektor zustehen solle, sondern ein Antrag deS Abg. Peltasohn, wonach bei bee Amtsgericht«, mit «ehr al» 30 Richtern AmtSgerichtSpräfidenten eingeführt »erben sollen, die dieselben «uffichtsbefugniffr haben sollen wie die Amt«, gerichtspräfidentrn in Berlin. Am Mittwoch ergab sich bei Abstimmung über den zurückgestellten Jufti--

XVSÄ «ußunsäbigkett des Hauses

Der Zentralverband deutsch« Industriell« .a. den lange erstrebten Zusammenschluß der Ar' b-itgeber nun zum erdeblchrn Teile krrelcht. Tie Gründung der .Hauotstelle deutscher Arb«tgebervtt. Vände" ist üU Stande gekommen. Wenn sich auch e>n T-ck d-r Industriellen und Jndustrieverbände noch nicht angeichlosien bat, so wird die „Hauptstelle durch einen großen und wachsenden Einfluß tm Kampfe der Untttnehm« gegen die Arbeiterorganffattonen auSnben. Angeblich strebt der Zentralverband nut ferner düng friedliche Verhältnisse zwischen Arbettgebern und Arbeitern und dm Schutz der Arbeitgeber gegen un­berechtigte Anforderungen der Arbett« an. ttchkeit ist es aus die Vernichtung der Aroeitttorgaur- sationm und die unbedingte Unterwerfung der Arbetter unter den Willen :ber Unternehmer abgesehen. Von friedlicher Verständigung mit den Arbeitern ist in den Statuten der ,Hauptstelle" mit leisem Worte die Rede. Wir haben eS hur mit einer Kampfsotganstackon zu tun, die das nmtschafttche Uebergewicht der Unternehmer rückj-chislos geltend zu machen gedenk:. Dem sozialen Frieden wird sie nichts weniger als förderlich fein.

Ter Deutsche Evangelische Kirchenaus- sckuß ist jetzt ebenfalls mtt einer Kundgebung gegen die Aufhebung des § 2 deS Jesmteng-.setze« h«vor- getreten" Er bewegt sich damit ganz tm Geiste des Evangelischen Bundes und des ,Reichsboten/. Allerdings richtet er sein Wort auch gegen die religiöse Gleich­giltigkeit und Zwietracht tm protestantischen Lager und betont, daß nicht in nutzlosen Klagen und An­klagen, sondern in der Stärkung des Glaubens, der Mehrung des kirchlichen Ehrgffühls und m der treuen Pflichterfüllung dir Widerstandskraft gegen „mächtige Gegner" zu suchen sei. Die Mahnung wird indetz von beit Eiferern schwerlich beobachtet werden.

Fn Sudwestasrika erringen die demschen Truppen über die Her-ros zwar stets neue Erfolge, aber man kann dieser nicht recht frag werden, da sie zu viele £pler fordern, ohne daß etwas Enische.deudis «reicht wird. Am 13. April hatte Gouverneur LeM- wein bei Oviombo ein zehnstündiges schweres Gefecht mit dem überlegenen Gkgner, der abgewlejen nmrde und zahlreiche Verluste hatte. Aus deutscher sute betrug b« Verlust: 2 Offiziere und 7 Retter tot, 1 Offizier und 6 Reiter schwer, 6 lncht verwundet. Da die Hereros „zurückgewiesen" wurden, waren sie also die Angreifer. Das Gefecht hat tn jwem für die deutschen Truppen sehr ungünstigen -rerram stattge. runden. Wenn sie schließlich auch dre Oberhand be­hielten, so haben sie tatsächlich doch den Rückzug angetretru. Denn dies und nicht- anderes befagt die Meldung LeutweinS, er sei nach Otjosasa gegangen, „da Heranziehung von Munition und Verpflegung nicht möglich, weiteres Vorgehen in diesem Gelände auch keinen Erfolg versprach." Die allem Anschem nach arg bedrängte Abteilung Glafenapps laßt imm« noch nichts von sich hören.

In Oesterreich trat am Dienstag die Abgeord­netenkammer wieder zusammen. Die ganze sechsstün' big* erste Sitzung wmde mit der Verlesung des Einlaufs ausgesüllt. Der Obstruktion dauert also fort. — In Uaaam sind an verschiedenen Orten Streck« unrube.n ausgebrochen. Besonders bemerkenswert rst der Streik der Eisenbahnangestellten, die damit gegen die Reg'erungSvorlage über die GehaliSregulierung protestieren wollen. Der Streik umfaßt das^ganze Land. Mehrere Tage lang tonnte auf den Staats-

Personen wurden verwundet.

Auf der Balta nhalbrnsel sollen die mazedonisch-bulgarffchen RevvlutionSkomiteeS toteber fleißig an der „Arbeit" fein und fast täglich Gewittt- taten, Mordtaten, Diebstähle usw. begehen. Ihre Uebergriffe sollen sich bi8 nach Saloniki erstrecken. Anderseits wird gemeldet, daß zwei Führer der vor­jährige» Bandenbewegung dmch die Zivttvramten ihre Untttwersung angeboten hätten. Die Pforte scheint oaS türkisch-bulgarische Abkommen mtt enter bet ihr ungewohnte» Loyalität und Raschhett auSzufübren.

Aus dem ostasiatischen Kriegsschau­plätze ist der Untergang des Panzerschiffs „Petro» pawlowsk", bei dem Admiral Makarow und zahl- reiche Offiziere und Mannschaften sowie der bekanttte Maler »«eschsschagin daS Leben verloren und Groß« fürst Kyrill Wladimirowissch verwundet wurde, am 13. d. M. im Zusammenhänge mtt einem neuen An­griff d« japanischen Flotte auf Port Arthur «folgt. Wahrend nach Angabe der Russen daS Schtff auf eme russische Mine geriet, wäre es nach japamscher Angabe auf eine in der Nacht vorher von japamschen Torpedobooten gelegte Mine gestoßen. Auch daS Linienschiff „Pobeda" wurde bei derselben Gelegot« bett am Mittelteile durch eine Mine schwer be* Eit. Wenn e« richtig ist, daß die russischen e „beim Manöverieren" auf russische Mitten ge= sind — eine Seeschlacht größeren Stiles hat

Die Vereinigten Staaten von Nord­amerika denken aus leicht verständlichen Gründen daran, die bisher aus 843 Offizieren, 14667 Streitbare« Md 836 Sa«M-»°»°1ch-tNM b-. stehend« „Phtttppinm.Dtmsion . die tn«gelM>t etwa 300 Punkte auf den Inseln besetzt halt, zu vermindern. Die Zunahme des Wehrbudgets in Prozenten berechnet, hat sich namltch dte Äusgabensumme für die Unton ’ett 1894 um volle 134 Prozent gesteigert. Bor zehn Zähren wurden für die Armee und Martne ntnd 320 Millionen Mark aufgewendet; 1904 abrr neien für diese Zwecke rund 716 Mtllwnen Mark tn Rechnung. Andererseits scheint Zegenwarttg in den Vereinigten Staaten etne große Voraebe sü^ den Waffendienst zu herrschen. Im Jahre 1903 meldeten fick nicht weniger als 83->6^ Mann zum Eintritt in die reguläre Armee; angenommen wurden als Rekruten jedoch nar l5334 Mann. Freilich steht sich der nordamertkantsche Krieger sehr aut, insbesondere auch als Pensiomerter. Wurden doch 1903 im ganzen «Millwnen Mark an Ruhegchältrrn usw. an i 29 356 ehe malige Soldaten und an 26. 189 Witwen und Waisen ausbezahlt. Es werden gegenwarttg noch fünf Pensionen gewährt auf Gruno des 1 < 83 beendeten Unabhängigkeitskrieges 1116 Pensionen rühren aus dem Kriege gegen England <1812- 1814) her, 4736 Pensionen betreffen die Kampfe, die 1843 44 gegen die Indianer geführt wurden. Und so geht es weiter in der goldenen Liste. Seit dem Sezessionskriege (1861—1865) hat die Union an Militärpensionen die ungeheure Summe von fast zehn Milliarden Mark (2 451816120 Dollars) ausgegeben und die Verwaltungskosten, d»e auch noch gegen 320 Millionen Mark (79, Dollars) betragen, sind hierbei nicht emmal m Berechnung gezogen worden. Der Penfwns- schwttidel bildet übrigens in der nordamen.am- schen Union ein sehr einträgliches Gewerbe.

' Auch in Großbritannien sind die Aus­gaben für Kriegszwecke hauptsächl'.ch natürlich infolge der zweiunddreißig Monate andauernden Kämpfe in Südafrika, seit 1894 um P^erst gestiegen. Das Heeresbudget für 1904/c>5 ward daaeqen auf 578 Millionen Mark angesetzt und mit wieder auf die ungefähre Hohe von 1893/^4 herabge- schraubt. Der gesamte Effektivbestand des stehenden Heeres soll 227 000 Mann betragen; er vermin­dert sich demnach um 8761 Mann. Die ständige Besatzung der südafrikanischen Plätze zahlt nunmehr 21500 Köpfe. Die Artillerie erhält bis Ende Män 1907 ihre neuen Geschütze und an andren werden einige europäische Bataillone mehr zuge­teilt. Hervorragend ist dagegen der P.an für die Verstärkung der britischen Marine. Der Voranschlag für die Ausgaben rm kmnmmden Rechnungsjahre beziffert sich auf 737,78 Milli- onen Mark , er wurde grgen l903M um 4V.64 Millionen Mark gesteigert. Beabsichtigt wird tm nächsten Jahre: 2 Schlachtschiffe, 4 Panzerkreuzer, 14 Torpedobootzerstörer und 10 Unterseeboote zu erbauen, die beiden jüngst angekausten chile­nischen Kriegsschiffe völlig zu bezahlen und starke Munitionsvorräte zu beschaffen. Dazu gedenkt man die FloNenmannschast (bühtt Friedensstand. 178506 Mann) um 4000 Köpfe zu verstärken. Uebrigens umfaßt der Nachttagsetat der britischen Marine für 1903/04 Forderungen m der Höhe von 25,4 Millionen Mark, von welcher Summe allein fast 20 Millionen auf den Bau neuer Schiffe entfielen. Das aller beweist hinreichend, daß Großbrstannien aus die Vorherrschaft zur See niemals zu verzichten gedenkt.

Am 15. Februar ist Lord Roberts als Ob«« kommandittender d« englischen Armee w - -------- .

schiedet worden. Vor mehr als zwenmdfünszig Vnr.»lpwc|öeife noflHlllCn

Jahren erhielt er die LeutnantSepanletten, aber nOnaenSieriC Mipei «st nach eimlndzwanzigjähriger Dienfizeit nnnd«