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31. Jahrgang.

Hulda, Mittwoch, den 30. März 1904.

M 73

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Altersrenten im Gesamt - Jahresbetrage

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von

zusammen

• Zweittsßlatt i

.Feigendtstel" (Opuntia) bekannt ist, ausgesetzt. Die Feigendistel ist eine KakiuSart, dir in Queeniland auS Amerika eing: führt ist. ES ist eine ziemlich hübsch ausirhrnde Pflanze; aber die spitzen Stacheln mit d nen tnr; Blätter bedeck find, stechen jeden, der so unvor- fichtig ist, fie zu berühren.

Leiden auf hoher See.

Der englische Dampfer „Cygnet" verlüß am Weihnachtstage London, um nach dem Mittel­meere zu gehen. An Bord befanden sich fünf Passagiere, Major Little, seine Frau, ihr neun­jähriger Knabe Edwird und ihre zwei Mädchen im Atter von 4^ und Jahren. Am -9. De­zember wurde der „Cygnet" plötzlich von einer Bö betroffen, die das Schiff wohl ausgehalten hätte; aber am Nachmittage um 4 Uhr entdeckte der Maat, daß dicke Rauchwolken aus denBewt- latoren quollen. Nach 5 Minuten züngelten be­reits die Flammen aus den Luken heraus, die ganze Ladung stand in Flammen. Des Kapi­täns erster Gedanke war, diePaffagiere zu retten. Das Boot mit den fünf Passagieren, dem Maat und vier Matrosen wurde hrrabgelassen. Das brennend- Schiff war 60 Merlen von der spani- schenKüste entfernt, fast genau westlich von Vigo. Da die See noch sehr hoch gir-a und der Kapi­tän befürchtete, das offene Boot könne hoffnungs­los umhertreiben oder überschwemmt werden, be­festigte er es mit einem Seile am Heck des Dampfers; er glaubte, so lange das Boot im Fahrwasser der Schiffs treibend gehalten werden konnte, wäre Aussicht auf Rettung. Der ..Cygnet" war jetzt eine glühende Feuermaffe. In dem Boote saß das kleinste Kind zu Füßen der Mutt-r und wurde von den schweren Sturzseen teils durch das Kleid geschützt, die anderen Kinder drängten sich unter einer Persenning zusammen. Niemand smach; man hörte das Zischen des Wassers. Plötzlich ertönte ein dumpfes Brüllen, ein Krachen des Holzes und ein Bersten des Stahles. Der Maat sah, daß dieLuken des „Cygnet" gesprengt waren, daß durch die Spalten Feuer hervorschoß, und daß das Feuerschiff sie verließ — das Seil war zerrissen, das Boot allein auf hoher See. Die Sonne ging im Westen glühend rot unter, der Feuerschein des Schiffes färbte die See golden. Dann verschwand auch das, der „Cygnet" war gesunken. Als die Nacht hereinbrach, wurden die Ausgesetzten hungrig, aber im Boote fand sich nur Zwieback und kondensierte Milch vor. Major Little hatte auf dem Schiffe nicht nur all' sein Grld und seine Schmucksachen gelassen, sondern auch alle Kleidung, Ueberzieher und Mäntel. Es wurde bitterkalt, schwere Seen stießen -Trr~i —MM» HU ninriwm

Invalidenrenten „ „ „

Krankenrenten „ „ „

Renten mit einem Gesamt-Jahresbetrage

Sür den Kreis Fulda-Stadt stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Invaliden- «nd Kranken-Renten in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende Dezember 1903 wie folgt:_________________

Mithin bleiben Ende Dezember 1903 aus Mitteln der Landes-! anstatt Hessen-Nassa« an Renten zu zahlen jährlich . . .

Invalidenrenten „ „ „ „

Krankenrenten „ „ „ „

Renten mit einem Gesamt-Jahresbetrage von Der von dem Reiche zu leistende Zuschuß beträgt

verrnifchtez.

* 100 000 Mark für rin Mittel gegen Unkraut. D e Regierung von Queensland Kat eine Belohnung von ICO 000 Mcrk für den E: sinder eines sicheren Mittels zur Ausrottung des zähen Unkrautes, dcS olS

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Verantwortlicher

unbarmherzig gegen das kleine Boot. Die Kinder schliefen dann und wann im Rumpfe des Bootes. Als Eduord erwachte und um einen Trunk bat, konnte man ihm kein Wasser geben. Da die Kinder vor Kälte fast erstarrt waren, zog ein italienischer Matrose, Antonio Girardi, seinen Rock aus und hüllte den Knaben hinein. Als er nach einer Stunde nachsah, wie es den Kindern ging, be­merkte er, daß Edward seinem vierjährigen Schwesterchen den Rock gegeben hatte. Die ganze Nacht mußten die älteren Passagiere und die Mannschaft das Wasser ausschöpfen. Beim Morgengrauen bemerkte man, daß der freund­liche Italiener fehlte. Eine Welle hatte ihn über Bord gespült. Den ganzen Tag spähte man nach Land oder einem vorüberfahrenden Schiffe aus, aber nichts kam in Sicht. Der Maat wußte nur, daß die Küste 50 bis 60 Meilen entfernt war. Zwei Tage und zwei Nächte des Elends vergingen, und Verzweiflung bemächtigte sich der Schiffbrüchigen. Gelegentlich versuchten die Matrosen, die Gesellschaft durch ein Lied zu erheitern, aber im geheimen glaubte jeder, daß der Tod infolge von Hunger oder Durst unausbleiblich wäre. Am dritten Tage wurde in der Persenning ein halbes Glas Regen- waffer gesammelt und sorgfältig verteilt. Als es niemand sah, gab ein Matrose seinen Anteil dem Knaben, weil er in der Stille der vorigen Nacht gehört hatte, wie Edward um die Rettung der Eltern und Schwestern gebetet hatte, und „bitte, vergiß nicht den Maat und dir anderen freundlichen Herren!" Am selben Morgen kam ein Dampfer in Sicht, aber trotz aller Be­mühungen blieben die Schiffbrüchigen unbemerkl. Die Nacht mit ihren vermehrten Schrecken brach herein. Die durchnäßten Kleider froren den Passagieren am Leibe. Die Kinder hatten schrcckstch vom Frost zu leiden Die Haut schalle sich von ihren Armen und Beinen. „Aber sie murrten kein einziges Mal," sagte der Maat, „jeder an Bord hätte gern sein Leben für sie gegeben." Am fünften Tage brach Major Lsttle zusammen. Danach können sich die Passagiere nur weniger Einzelheiten erinnern. Am nächsten Morgen traf sie ein Fischerboot, das sie auf­nahm und in dem Städtchen Figueira landete, wo eine große Menge sie fremrdlich aufnahm. Major Little ist infolge der ausgestandenen Leiden gestorben und Mrs. Little befindet sich jetzt mit ihren Kindern in London; aber ob­gleich j-tzt zwei Monate seit ihrer Rettung ver­flossen sind, sind sie noch ganz schwach und wie betäubt von ihren furchtbaren Erfahrungen.

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Hiervon sind nach Berücksichtigung der durch Tod rc. erfolgten Abgänge Ende noch zu zahlen: 3190 Altersrenten im Gesamt-Jahresbetrage von

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Von der Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau, deren Bezirk die Regierungsbezirke Kassel und Wies­baden, sowie das Fürstentum Waldeck umfaßt, sind seit dem 1. Januar 1891 überhaupt bewilligt:

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, Wochenbeilage: „Illustrierte Zonntagrzeitung" Momtrbeiiage: „8«ldaer Geschichtsvlaner .

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jftür den Kreis Fulda-Land stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Jnvaliden- 5 Kranken-Renten in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende Dezember 1903 wie folgt:

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B Wegen anderweitiger Bauangelegenheit be- _ absichtige ich mein in nächster Nähe d. neuen Schlacht­hauses, Tränke Nr. 12 ge­legene Geschäftshaus, das sich zu jedem Geschäft eignet, mit eingerichtetem Laden, Hintergebäude und Län­dereien aus freier Hand meist­bietend zu verkaufen. Hier.u wird Termin auf Montag den 11. April, abends 8 Uhr int Gasthaus zum „Darm­städter Hos" (ZimmerNr. 1) anberaumt.

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