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Huldaer M Zeitung

moiatsbeUage: „Zuldatt GeschichttblAter"

wochmdtilage: Illustrierte SomtagrzeitllNg"

31. Jahrgang.

Salta, Dienstag, den 29. März 1904.

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Zweites Blatt <

> Citerarisches

Deutsches Reich.

Berlin, den 28. März 1904.

* War Wtredthorft ein Neichsfeind? Die erregte« Kultusdebatten im preußischen Ab- geordnetenhause kaffen diese Frage berechtigt er­scheinen. Eine Beantwortung derselben gibt Ludwig Hermann in semer bei I. P. Bachem in Köln unter diese« Titel erschienenen Schrift (Preis: 75 Psg.) durch «ine Sammlung

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Pfarrer Hnh», Barfitzender.

Kreuzes."

Der Priester nimmt das Kruzifix in die Hand, lüstet in drei Zeiten den Trauerschleier, der das­selbe noch verhüllt, Mer dem Gesänge „Ecce lignum — Seht daS Holz des Kreuzes, an dem dar Heil gehangen. Kommt, laß uns anbeten!" Während der nun folgen­den allgemeinen Verehrung des hl. KreuzeS, fingt der Chor die I m p r o p e r i e n: die Klagevorwürfe des Erlösers an sein Volk, das er mit Liebe und Wohltaten überhäufte, und dafür nur Un­dank fand. Das „Popale meus“ und die folgenden Hymnen auf das hl. Kreuz, find von erhabener, ergreifender Schönheit. Den Schluß der Karfreitags - Liturgie bildet die Missa praesanctificatorum.

Das Ministerium zieht still zum hl. Grabe. Von da aus erfolgt dann unter Absingung des Hymnus „Vexilia regis, des Königs Fahnen" die Uebertragung der am Grün­donnerstag vorher konsekrierten Hostie nach dem Hochaltar, woselbst die heilige Handlung, auch im Volksmund zerstörte Messe genannt, beginnt. Es unterbleibt alles, was auf die wirk­liche Darbringung des eucharistischen Opfers bezug hat, weil die Kirche sich heute nur mit dem blutigen Kreuzesopfer beschäftigt. Nach Gebeten, die der hl. Messe entnommen sind, er­hebt der Priester die hl. Hostie mit der rechten Hand, um sie dem Volke zur Anbetung zu zeigen; nach abermaligen Gebeten folgt die Kommunion. Heute kommuniziert der Priester allein, um anzudeuten, daß Christus heute allein — als Hirt ohne Herde — mit seinem Blute ins Allrr- heiligste eintritt. Damit findet die hinreißende tiefbedeutungsvolle Liturgie am Charfteitag ihren Abschluß. _

So feiert die Kirche, die huldvolle Mutter aller Gläubigen, den Leidens- und Todestag des Heilandes als Trauertag in des Wortes schönster und für den sündigen, bußfertigen Menschen trostoollster Bedeutung. O möchten doch die Gläubigen stets recht zahlreich gerade an dieser erhabenen liturgischen Feier mit Verständuis und Andacht beiwohnen. Das Verständnis dafür zu nähren, sollen auch diese Zeilen bezwecken. Für alle diejenigen, die sich genauer informieren wollen, sei daS Meßbuch von Schott (Herder, Freiburg) und daS kleine Büchlein von Hovelmann „Ecce homo, die Feier der hl. Eharwoche" (Junfer- mann, Paderborn) bestens empfohlen.

p per Lharfreltag In tat titurgte tat katholischen Kitty.

Auzeis«»: Al« «fr» fpattig« peittzeilr tert« «an» iS Pf». Ktflaw« die Petit;ekle 26 Pf».; del Wiebe- Holungen wird eutfp«.

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Druck mb Verlag M ftuIdaerActiendrnckerei iu Zulda (Harmonie), trnisprecher Rt. 9.

Die katholische Kirche begeht den hl. CH"? ' sreitag nicht als eigentlichen Feiertag, weil sie , an diesem Tage nur ihrem großen Schmerze und j Lrer Trauer Ausdruck geben will über das Raiden ctefu Christi, das am Charfreitag mit , brn Tconsum^tum est ! ES ist vollbracht!" sem > Sude erreicht bat Die hl. Kncche rüst am ; Tharsreitage alle ihre Kinder emdnngltch, Herz- lich und liebevoll unter dar Kreuz, an dem das Hell der Welt in bitterer Todesnot gehangen.

Und wer wollte gefühllos bleiben, wenn der Ruf der Kirche an die Seele ergeht? Wer wollte nicht hineilen unter daS Kreuz und zum stillen Grabe des Erlösers am heiligen Charfreitage. O ja, die Kinder der katho- lsschen Kirche verstehen den Rus ihrer liebenden Mutter und eilen, gerührten und zer- knirschten Herzens zu ihm, dem Manne der Schmerzen, der als Opferlamm am Kreuze die schwere Sündenschuld der ganzen Welt leidend und sterbend auf sich genommen hat. Wer wollte angesichts dieser Liebe und Schmerzen nicht in Reuetränen ausbrechen ob der eigenen schweren Mitschuld an dem Leiden und Sterben des Heilandes!

So, ganz in Schmerz versunken und stumm vor Wehmut und Trauer, begeht die katholische Kirche den Tharfreitag, der auch ber stille Frei­tag heißt. Still ist es um uns, kahl und zer­stört erscheint uns das Gotteshaus; die Glocken find schon seit Gründonnerstag verstummt und dir Orgel schweigt; nur Klagelieder, feierlich und gemessen, durchzittern die hl. Räume des Gottes- Hauses, in dem in einer Seitenkapelle das Grab des Henn aufgerichiet ist. Dunkel ist dieser Raum, der nur von gebrochenem Licht erhellt wird; feierliche Stille herrscht überall; tiefer Ernst, Wehmut und innige Andacht prägt sich aus auf allen Gesichtern. —

Die hl. Liturgie des großen Erlösungstages atmet überall den Geist der Liebe, der Wehmut, Trauer und demütigen Anbetung. Die Zerr- monien find alle von tiefer Bedeutung.

Zum besseren Verständnis dieser Zeremonien «ollen wir unsere Leser kurz in die unvergleich- lich schöne Liturgie des hs. Charfreitags einführen.

Der Gottesdienst zerfällt in vier Teile: die Lesungen, die Fürbitten, die Verehrung des hl. Kreuzes und die sogenannte Missa praesanctificatorum, d. h Messe der vor- aeheiligten Gaben, weil in derselben nicht konse- kriert wird; von einer eigentlichen Messe ist also keine Rede. Der Priester und das Ministerium betreten still in schwarzer Kleidung den Altar. Der Altar ist jeden Schmuckes entkleidet, kem Licht brennt, weil das Lumen Christi—Licht Christi im Tode erloschen ist, und auch kein Rauchwerk verherrlicht den Gottesdienst. Nur das Kruzifix, mit einem schwarzen Flor bedeckt, thront in der Mitte des Altars. Tiefgebeugt verharren Priester und Ministranten eine Zeit lang an den Stufen des Altars. Nach einer Weile besteigt der Priester de« Altar und rezitiert eine Lesung aus dem Propheten Oseas, der eine weitere Lesung aus dem Propheten Habakuk folgt. Nach einem Gebete und einer Lesung aus dem Buche Exodus, das den Juden die Feier des Osterlammes gebietet, schließt fich der Psalm 139 an, und dann beginnt die Lesung der Leidensgeschichte nach bett Worten des hl. Evangelisten Johannes. (In größeren Pfarr- und in Kathedralkirchen wird die Passion von drei Priestern gesungen, was einen tiefen Eindruck macht. Das welterschütternde Drama der Erlösung wird hier unserem geistigen Auge vorgeführt. Der amtierende Priester stellt Christus dar und singt alle jene Stellen, die dem Heiland in der Passion in den Mund ge­legt find. Die anderen Sänger verteilen sich in die „Rollen" wie folgt: Einer singt den erzählenden Teil des Evangelisten, während der andere «Qe diejenigen Stellen wiedergibt, die den Einzel­personen (Petrus, Pilatus u. s. w.) in der Passion zufallen. Wo möglich, tritt noch ein Thor hinzu, der das Volk markiert und alle diesb^üglichen Stellen, meist mehrstimmig, wieder­gibt. Der Bedeutung der einzelnen Stellen und Personen entsprechend, ist auch die Tondichtung iw ausgeprägter Schönheit gehalten.)

Der „Evangelist" beginnt in dem bekannten Evangelienton die Erzählung, rote Jesus fich mit seinen Jüngern nach dem Oelberg begebe« und fährt fort damit bis zu der Stelle, wo Jesus sein« Stimme (in gedämpftem Tone, aus welcher Siebe

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* Auf Kosten beb Kroapriuzr« wurde dieser Tage die zweite Kompagnie vom ersten Garde­regiment j. F., deren Hauptmann und Chef er ist, mu der Eisenbahn nach Berlin befördert, um daselbst einer Borstellung im Zirkus Busch beizmvvhnen. Der Kronprinz hatte fich zu dieser BergünstigMig veranlaßt

gefühlt, weil die Kompagnie vor dem Kaiser be­sonders gut exerziert hatte. Der Kronprinz war ebenfalls erschienen.

* Millionäre als Feuerwehrmänner. Die New- Korker Millionäre sollen, wie ein belgisches Blatt wlffen will, nach den letzten großen Feuersbrünsten eine Feuerwehrabteilung gegründet haben. Die Brigade bestehe ausschließlich aus Millionären, der Feuerwchr» chef sei ein bekannter Milliardär, und die Offizier»« stellen tourben „steuerstufenweise" vergeben, d. h. nach der Zahl der Millionen, die die Bewerber besitze«. Die Millionäre sollen fich dem Dienste mit großem Eifer widmen und bei keiner Hebung fehlen. Die Geschichte scheint ein verfrühter Aprilscherz zu semi

* Goethe unb bte Jenaer Studenten. 3« Wahrheit und Dichtung, zweiter Teil, sechstes Buch, schildert Goethe die Sitten der Jenaer Studentenschaft um die Mitte des 18. Jahrhundert» folgendermaßen: „In Jena undHalle war die Roheit aufs höchste gestiegen; körperliche Stärke, Fechtergewandhett, die wildeste Selbsthülfr war dort an der Tagesord­nung, und solcher Zukand kann fich nur durch de« gemeinsten Saus unb Brau» erhalten und fortpstanzen. Das Verhältnis der Studierenden zu den Einwohnern jener Städte, so verschieden e» auch sein mochte, kam doch darin übereia, daß der wilde Fremdling keine Achtung vor dem Bürger hatte und fich a» ein eigene» zu aller Freiheit »nd Frechheit privilegierte» Wesen ansah." —Man arbt, in Jena hat sich darin nicht» geändert.

* Der Wert eine» Bienenvolkes für bte Lanb- wirtschaft. Eine inten ssante Berechnung stellt Inge­nieur Ferdinand Lupsa in der .Earmthia' auf: Ern Bienenvclk zählt im Sommer durchschntttlich 18000 Stück. Etwa 75 Bienen fliegen in der Mmute au», 7 Uhr morgen» bi» 6 Uhr abend» wär: somit 49 500 Flüge zu zählen. Jede Biene besucyt während chre» Ausfluges ungefähr 45 Blüten, ein Bienenvolk an einem Tage also 2 227 500 Blüten. Rechnet man ungefähr 100 (töne Tage ,ür das Jahr, so erhält man 222 750000 Blüten, die von einem Btenenvolte in einem Jabre desuck t werden Wird nun auch nur der zehnte Teil der 222 750 000 Blüten befruchtet, so wären das immer noch 22 275000 Befruchtungen, die ein Bienenvolk im Jahre besorgt. Rechnet man den Wert von 1000 Befruchtungen nur auf etnea Mennig so hätte die Landwirtschaft einem einzigen Bienenvolk immer noch 222 75 Mk. im Jahre zu ver-

* Ei« mternattonoler Juwclenbieb treibt in Berlin wieder fern Unwesen. In einem der größte« Geschäfte trat er als Dr. Kosta auf und gab fich den Anschein, al» ob er nur Französisch spreche. Er ließ sich alles mögliche vorlegen, konnte sich aber über den Preis mit dem Juwelier mcht einigen. Dieser merkte erst später, daß der vermeintliche Kunde ein Dieb war und ihm eine ganze Anzahl Brillanten, Ringe, Nadeln usw. gestohlen hatte. Dte Angabe des Diebe», daß er tm Hotel de Rome wohne, erwies fich als falsch. Ermittlmige« über die Persönlichkeit ergaben, daß derselbe Mann im Oktober v. I. auch in Wien ausgetreten ist. Dort nannte er sich auch St ment Hektor Ribatra an» Liffabön und Dr. August Konkalve».

von pattiottschen Aussprüchen des großen Staats- i manneS, auf die hinzuroeisen im gegenwärtigen ' Augenblick wohl angebracht ist. Die Frage, ob 1 Windthorst ein „Reichsfeind" gewesen ist oder . nicht, ist nicht nur wegen der geschichtlichen Persönlichkeit Windthorsts selbst, sondern auch ■ für die Beurteilung der Zentrumspartei und deS , deutschen Katholizismus der Gegenwart von Be- , deutung. Denn daß bet Geist Windthorsts im 1 Zentrum und im katholischen Volke Deutschlands : fortlebt, ist eine allgemein anerkannte Tatsache. Die Tradition Windthorsts, die Grundsätze J Windthorsts werden auch jetzt noch von feiten des Zentrums so sehr hochgehalten, der Name Windthorst ist mit der Zentrumspartei auf immer so eng verbunden, daß die Beantwortung der Frage, ob Windthorst ein „Reichsfeind? gewesen ist oder nicht, auch für die Beurteilung des Patriotismus des Zentrums und des deutschen Katholizismus der Gegenwart von Belang er­scheint. Um nun di« immer noch wiederkehrenden Behauptungen von der „Reichsfeindschaft" Windt­horsts einmal gründlich zu widerlegen und um zugleich zu zeigen, daß Windthorst tatsächlich ein warmer Anhänger von Kaiser und Reich, ein echter, deutscher Patriot ge­wesen ist, bietet der Verfasser gegenwärtiger Schrift ein unanfechtbares, für fich selbst redendes Material. Er führt dem Leser eine Sammlung von Auszügen aus den Reden Windthorsts vor, welche die Stellung des Zentrumssührers zu Kaiser und Reich, zum deutschen Vaterlande, sowie zu den verschiedenartigsten Fragen unserer nationalen Politik klar und unzweideutig zum Ausdruck bringt. Die Broschüre ist sehr zu empfehlen.

** Zu der letzte« Versammlung deS Evangelischen Bundes in Berlin schreibt Ritterguts - Besitzer Franz v. Bodelsch wing bet .Krenzztg?, er sei zwar in ber Versammlung zugegen gewesen unb habe ber Resolution zuge­stimmt, könne jedoch die von beiden Rednern be­liebte Kampfesweise nur auf das lebhafteste bedauern. Mit einer solchen Form des Kampfes dürfte weder der evangelischen Kirche noch dem Hohenzollern - Staate ein Dienst erwiesen sein. Die von dem Vorsitzenden erwähnte Bundes- genofsenschaft von Blättern vom Schlage des ,Berl. Tagebl/ werde hoffentlich alle, die es angeht, daran mahnen, daß nicht alle, die den Beschluß des Bundesrates tadeln, dies aus Sorge um Er­haltung deS evangelischen Geistes täten. — Im Anschlüsse daran schreibt die,Kreuzztg.': „Eine hiesige Tageszeitung, die der Evangelische Bund regelmäßig für seine Kundgebungen in Anspruch nimmt (die ,Tägl. Rundschau"), bringt einen Leit­artikel, in dem von einer angeblichen Hetze kon­servativer Führer und Zeitungen gegen den Bund gesprochen wird. Dabei wird unter den üblichen Verleumdungen die Sache so dargestellt, als ob jene Führer und Zeitungen die Angreifer wären und der Evangelische Bund sich sehr schüchtern oder gar zu schüchtern gegen diese Angriffe ver­teidigt hätte. Wie die Sache in Wirklichkeit liegt, zeigt die Berliner Versammlung des Evangeli­schen Bundes mit voller Deutlichkeit. Das hat auch der Herr Einsender des oben mitgeteilten Schreibens erkannt, obgleich er in der sachlichen Beurteilung der neuesten Vorgänge nicht auf unserem Standpunkte steht. Unsere Haltung dem Bunde gegenüber ist, wie wir mehrfach betont haben, weniger durch die fachlichen Gegensätze bestimmt als durch die Form, in der er die geg­nerische Anschauung bekämpft, und namentlich durch seine Gepflogenheit, alle diejenigen Evan­gelischen, die nicht mit ihm an einem Strang ziehen, in gröblichster Weise wegen angeblicher Verletzung ihrer Pflicht als Glieder der evangelischen Kirche zu verdächtigen. Gegen den Terrorismus, mit dem der Bund und seine Organe hierbei vorgehen, werden wir stets Einspruch erheben."

* Die Eiunahme der SteichS-Post- nud Telegraphenverwaltung beträgt nach dem .Zentralblatt für bas deutsche Reich" in ber Zeit vom 1. April 1903 bis zum Schluffe bes . Monats Februar 1904 421845^047 Mk., b. s. ■ 23196545 Mk. mehr, bie Einnahme ber Reichs- , eisenbahnverwaltung in diesen 11 Monaten i 88867 000 Mk , b. s. 6 739 000 Mk. mehr als i in demselben Zeitraum des vergangenen Rech- ■ nungsjahres.

bie Kohorte unter ber Anführung des Verräters Judas dieWorte zu richten: „Qaemquaeritie?— Wrnsuchetihr?" Der Chor gibt darauf die Ant­wort: , Jesum Naiarenum — Jesus von Nazareth." Die Wiedergabe der vox popali — (Stimme des Volker) ist i« der ganzen Passion von hinreißender Tongewatt. In dieser Weise wechseln Evangelist, Einzelpersonen (hohe Stimme) und Chor ab, bis sich die Handlung in der Kreuzr- gungs-Scene immer mehr steigert. Nachdem daS „Ecce homo! — Seht, welch ein Mensch!" verklungen und auch das markerschüt­ternde Geschrei der aufgeroiegdten Volksmenge: „Tolle, tolle, Ctncifige eum! — Hin­weg! Hinweg! Kreuzige ihn!" verhallt ist, bringen mit schmerzburchbebter Stimme bie sieben letzten Worte des Heilandes an das Ohr der Andächtigen. Nachdem auch das langsam auf den Lippen des Priesters ersterbende große Wort des Welterlösers „Con- Bummatum ost! — Es ist v0llbracht!" der lautlos harrenden Volksmenge zugehaucht ist, beugen sich die Knie zu stummer Anbetung des Gekreuzigten.

Im Anschlüsse an bie Passion folgt als Evangelium bes Tages ber biblische Bericht von der Grablegung. Hierauf beginnt ber Priester die Gebete ber Kirche für bie gesamte Menschheit, selbst bie Heiben unb bie Juden nicht ausgenommen. Hier zeigt fich bie katholische Kirche als wahre liebenbe Mutter der Menschheit. Den Gebeten geht immer eine Aufforberung zum Lobe Gsttes mit Kniebeugung voraus, nur bei bem Gebete für bte „treulosen Juden" unterbleibt bie Kniebeugung, weil bte Juben in bieser Stunde ben Heiland durch Knie, beugungen verhöhnten.

Nachdem so bie Kirche für alle Menschen ge­fleht, wendet ste fich wieder ihren Kindern zu mit der rührenden Einladung ber „Adoratio Crucis — der Verehrung des heiligen

„Die christliche Fran", Zeitschrift für höhere weib­liche Bildung und christliche Frauentätrgkeit tn Familie und Gesellschaft. Jährlich 12 Hefte,um Preise von 4 Mark. Zu beziehen von der Ge­schäftsstelle des Charitasverbandes in Freiburg i. Br., durch alle Buchhandlungen und Postan­stalten. ..

Das sechste Heft des 2. Jahrganges die .Ehr»«- liche Frau" enthält: A. Abhandlungen: Frauenpolittk von Gerichtsafsessor W. S.; Praktische Bolksschul- bildung von Rm. Sophie, Herzogin von Alen?on, geb. Herzogin in Bayern II. von Dr. Max Heimbucher; Die Frau als HilfSmisstonarin von F. Mersm-mu; DaS Kreuz von St.; Bühne und Religion. V. Sine kulturgeschichtliche Skizze von Dr. phil. Scherer: Noch­mals die Aerztin von Hildegard; Die Tätigkeit von C. v. Brenner; DaS Ktnderschutzgesetz von Rechtsan­walt a. D. Gottfr. Schmitz; Die Ernährung der Kinder von M. Koßak. B. Novellistisches: Lebensprobleme von Jtha v. »oldegg-Fedrigotti: Unterwegs. von Kornelia v. Machern. C. Gedichte: Äoe W’lmn« von M. v. Ekensteen; Palmsonntag von E. M. Ha­mann ; Du warst nicht da, von Franz Sichert. D. Aphorismen: von Olga Putz und Miriam EL E. Bom Büchertische. F. Aus Frauenkreisen. G. «rtef- asten der Redaktion.

Nach Oster«

soll der Rechenschafts-Bericht de» voni- fatinS-Sammel-Lerein» »eranSgabt werbe«.

Wir bitte« die hochwürdige« Herren Dechanten «nd Pfarrer, die Herren Lehrer »ad di« übrige« BertraaenSmänner, doch alsbald dir Ei«liefer»«g »er gesammelte« Gege«fiS«de und Varbeirüge »«- aalaffrn z« wolle«. Damit die Orte auch alle mit Erträge» anfgeführt werde« kS««e«, ist baldige