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31. Jahrgang.

zulda, Samstag, den 26. März 1904.

70.

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Daran möchte ich noch eine recht prosaische „ßebenSregel“ knüpfen: DaS Thermometer muß noch viel volkstümlicher werden, tn leb« Wohn- und Arbeitsstube muß so ein Wärmemesser hängen und die Frauen müffen besonders bestrebt sein, die Wirtschaft ,m Hause nach dem Thermometer zu regeln. Die Lehrer erwerben sich ein Verdienst um die Gesundheit und das Behagen der Menschheit, wenn sie der Jugend, namentlich der weiblichen, den Gebrauch des Thermometers recht klar und emdnnglich machen. „Oho", denkt da vielleicht manche spar­same Hausfrau, „daS könnte m»r gerade paffes daß ich noch mehr Geld verheizen soll!" Das ist aber ein falscher Verdacht. Im Gegenteil würde daS richtig benutzte Thermometer vielfach zu einer Ersparnis im Heizbetriebe Mr en. Wer sich etwas umgesehen hat in den geheizten Stuben, namentlich bei kleinen Leuten, der staunt oft über die Ueberheizung. „Nach Gut­dünken" wird darauf losgekachelt, die trockene Zimmerhitze steigt über 15 Grad, .der Köiper wird schlaff und verwöhnt, er fühlt ein Frösteln, wenn die Temperatur wieder finkt, es wird also nachgelegt und die Lüftung vermieden, und so kommt man zu einer wahren Verschwendung von Brennstoff, die überdies noch gesundheitsschädlich ist, namentlich wenn die überhitzte Kehle nun plötzlich wieder in die kalte Außenluft muß. Eine thermometerkundige HauSftau kann im Winter reichlich soviel Kohlen sparen, daß sie in der Uebergangszeit auch noch den Ofen in Gang halten kann, soweit es an den kühleren «eagen und in den kälteren Morgen- und Abendstunden nötig ist, um das Heim behaglich zu machen.

Ueberhaupt sollten sich alle Frauen merken, daß Sparsamkeit nicht bloß eine Tugend ist, sondern auch eine Kunst, die richtig verstanden sein will. Wer aus Pfennig-Sparsamkeit das Haus ungemütlich macht, der treibt Ver­schwendung ; denn abgesehen von den Gesurrd- heitsschäden stellt sich leicht die Gefahr ein, daß der Mann oder die größeren Söhne aus der häuslichen Unbehaglichkeit den Anlaß nehmen, sich draußen mol etwas zu erftischen. Em einziger Wirtshausdesuch kostet aber schon mehr, als verschiedene Ofenfüllungen.

Nun aber noch ein Wort an die Manner zu Gunsten der Frauen. Jetzt kommt die Jahreszeit des „Reinemachens", was für die sorgsame Haus­frau trotz aller Mühe eine Lust, für den Mann aber eine gehaßte Last ist. Die Männer mit ihrer verräucherten Nase und Kehle merken meistens den Staub garnicht, wenn er nicht gerade in dicken Schichten oder düstern Wolken sich breit macht. Und wenn der Mann auf den versteckten Staub mal hiugewiesen wird, so sagt er gern mit dem Fürsten Bismarck: Qaieta non movere! Laßt doch den Men Staub ruhig liegen! DaS wäre aber eine schlechte Hauspolitik, und dis rührige Hausfrau hat ganz recht, wenn sie mit der gewöhnlichen Fegerei sich nicht begnügt, sondern zur rechten Zeit mal gründlich von oben bis unten das ganze Haus rein machen, den Staub und Schmutz bis in seine geheimsten Schlupfwinkel verfolgen will. Das gibt ja für ein paar Tage etwas Störung und Unbequem» Uchkeit, aber gut ist's doch, und die Herren der Schöpfung sollten dankbar fein, statt zu murren. Oder wenn sie glauben, es gehöre zum guten männlichen Ton, über die „Reinemacherei" zu brummen, so können sie die üblichen Ranbglofsen ja in einem schalkhaften Ton vorbringen, aus dem die Ehehälfte heraushört, daß es eigentlich nicht so schlimm gemeint ist. So ein gemütliches Knurren des gezähmten Löwen hat sie manchmal

Unpolitische Zeitläuse.

(Nachdruck verboten.)

Berlin, den 34. März 1904

woch-ndellag«! „Illustrierte Sonntagsjeitung"

SchüuM auf to 2. «Mrtal 1904 der ,Firli>aer Z-itung"werde« fort­während von alle« Postanstalteu, Land» driefbote«, Zeitnngsträgero «ud vo« uw« serer Expedition (Harmonie) entgegem- genommen.

Re« hi«z«trete»de Mtoewuewteu er- halten die Zeit««g vom Tage der Ba- ftellmtg ad di- ««de März gratw. _

Nach Ostern

soll der Rechenschafts-Bericht de» Boni, fatinS-Sammel-Berrin» veranSgabt «erde«.

Wir bitte« die hochwürdigeo Herreu Dechaute« «nd Pfarrer, die Herren Lehrer u«d die übrig« BertranrnSmimner, doch alsbald die Etittrer ermeß »er gesammelte« Gegenstände ««» BarbetrSge ne»- -»taffe« zu wolle«. Damit die Orte auch alle mit Erträge» aafgrführt werde« kSaueo, ist baldige Eialieferemg -» die F«ldaer «ctie«»ruSeret e£ forderlich

Iie rijM-HmiWe W*

Pfarrer H«h«, Lorfitze«der

Also Frühling wird's und Ostern kommt. * Alle Kreaturen atmen auf.

Das Aufatmen kann man ganz wörtlichnehmen. 1 Wir haben im Winter so viel schlechte Luft und Sirchenstaub geschluckt, daß man ordentlich Hurrah j schreien möchte vor dem g-öffneten Fenster. Bon ' allen Bädern ist das beste daS Luft-und Son«en- bad. In der frischen Luft badet sich nicht bloß die Haut, sgndern auch die Lunge, das Blut, der aanze innere Mensch.

Aber ist denn nicht gerade rm Wmter, wenn Frostweiter über die schneeige Schlafdecke der Natur dahinzieht, die Luft am reinsten. Mag schon sein -doch g-ht es den meisten Leuten damit, dem Knecht mit „Rindfleisch und Pflaumen" ; »aS ist ein schönes Gericht, er Iriegt es bloß nicht! WaS hilft die blitzblanke Winterluft dem Swbenmenschen, der hinter geschloffenen Fenstern am rauchigen Ofen in der dumpfen Stube sitzen muß? Gelüstet wird sehr wenig, bet manchen Leuten so gut wie gar nicht, wer! sonst nach altem Aberglauben „die Wärme hmausgeht. In den Stuben aber herrcht eine Aschermttt- woch-Luft, d. h. eine Wolke von Staub, Rauch, Asche und sonstigem Unrat, der lebhaft an das Wort erinnert: Du bist Staub, o Mench.: und wirst zum Staube zurückkchren, nachdem Du dein Leben lang Staub geschluckt hast!

Unsere Vorfahren haben im Winter auch Staub geschluckt, und find doch testweise recht alt geworden und haben so prächtige Nachkommen hinterlassen, wie wir find! Nun, es ist ftestich von jeher auf Erden recht staubig zug-gangen; aber ich glaube doch nicht, daß unsere Vorfahren so verstaubte und verschmutzte Lungen gehabt haben, wie wir m unserem schlaf. Denn erstens waren sie nicht solche Stuben­hocker wie die heutige MenschheitzbiemBureaus, Kontors und Werkstätten ihre meiste Arbeit leistet und zweitens schloffen damals die Türen und Fenster nicht so gut, wie letzt, und drittens brannten die Leute damals. £ol$tn offenen Feuerstätten, während wir mit stai-bigen Kahlen in gifthauchenden Eisenöfen eine abscheuliche Asche erzeugen. Ein wesentlicher Purckt ist no^ da^ unsere Vorfahren im Winter viel mehr geschlafen haben, als wir zu tun pflegen, und daß sie namentlich recht früh zu Bett gingen, so ziemlich mit den Hühnern, während wir die langen Abende «nd halben Nächte bei der Petroleumlampe zu- brmgen, die wahrlich zur Verbesserung der Atem-

Daraus* ersteht man, daß der moderne Luft­hunger seine guten Gründe hat. Also fteueri wir uns, wenn wir der winterlichen Stickluft all- mählich entrinnen können!

Allmählich -- sage ich Mil großväterlicher Bedachffamkeit. Denn vielfach wird durch> Ueber- eifer gefehlt, wenn das erste Frühlingslüftchen weht und die Sonne einmal em Ostergesicht ge­macht hat, dann geht es den unvorstchUgen Leuten mambmal ähnlich, wie dem Heißhungrigen, der tber einen beladenen Speisetisch gerät; tn ferner «ier schluckt er zu schnell und zu übermäßig, so daß er fich den Magen verdirbt. So gibt eS auch Lnsthungrige, die gleich, wenn Frühlings­anfang oder gar Ostern im Kalender steht, alles warme Winterzeug sich vorn Leibe reißen, die Fenster fortwährend sperrangelweit aufhalten, womöglich noch gegeneinander mit munterer Zugkfft, und vielleicht sich sogar bei scharfer Luft <Hb noch kalter Erde im Freien längere Zett hinsetzen, und sich so in ihrer kühnen Lenzesfreude einen tüchtigen Frühjahrsschnupfen oder gar eine tückische Ostergrippe holen. Alles rntt Maß und Bedacht, auf den Uebergang vom Winterschlaf zur sommerlichen Freiheit. Schritt für Schritt, bamtt der Körper sich an die neuen Verhältnisse erst gewöhnt. ES ist ja allbekannt, daß die llebergangszeit im Frühjahr und im Spätherbst für schwache und wurmstichige Körper besonders gefährlich ist. Jeder weiß ba8, aber viele handeln doch nicht danach, teils weil sie gar nicht» denken, teils weil fie sich einbilden, ihr wertgeschätzter Körper fei ein Prachtkerl, von wunderbarer Widerstandsfähigkeit. Darum ist es gar nicht unnütz, wenn man eine Weisheitsregel verkündet, die eigentlich selbstverständlich ist und höchst ab- aedroscken klingt: der Mensch soll seine Kleidung «ü> seine Heizung nicht nach dem Kalender

recht gern.

Ja, das große häusliche Reinemachen ha audfPnWtt ernsten Sinn, wenn man es als Gleichnis für eine Festbetrachtung verwertet: Frühling in der Natur, Frühling in der Seele Ostern kommt, das Fest der Auferstehung, und vorher geht die stille Woche der Reue und Buße. Auch im Herzen muß reingemacht werden. Und wenn in der Seele ein frischer Lenz auf­gehen soll, so genügt es nicht, den gröbsten Un­rat oberflächlich fortzuschaffen, es muß auch reine Lust und lauterer Sonnenschein hinein! Ja lieber Leser, das glaube ich dir schon, daß du kein schwerer Verbrecher bist, der in himmel- schreiendm Lastern steckt. Aber der Staub von allerhand häßlichen Gewohnheiten liegt doch wahrscheinlich in den Ecken deiner Seele herum, und die Sttcklust von niedrigen Gedanken und unedlen Trieben wird wohl noch nicht ganz aus- getrieben sein. Mach' mal zu Ostern gründlich rein nach dem Vorbill» einer tüchtigen Hausfrau. Stöbere den Staub auf in allen Ritzen un > Schlupfwinkeln, und erforsche dich nicht blo i wegen grober Missetaten, sondern frage dich, ob du auch überall dich so fleißig, so ordentlich, so rücksichtsvoll und schonend, so aufrichtig, ehr­lich, friedlich und liebevoll gezeigt hast, wie eS

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Hulda« Actteadnukree _ vi ««*ii „h i« 8«lda (hannaMch monatsdellage: „zuldaer Geschrchttblatter". Sernsprecher m s.

ich für einen rechffchaffenen und gewissenhaften i ichristenmenschen geziemt. Es gibt Leute, die ! eigentlich nichts tun, was man chnen als schwere 1 Sünde nachweisen könnte, und die doch durch ' tausend sogenannte Kleinigkeiten fortwährend ' Aerger, Schaden und Unglück anrichten. Jetzt ist die richtige Zeitz auch mal wegen der sog. > Kleinigkeiten sich gründlich zu erforschen und auch ' gegenüber den unschönen Gewohnheiten einen i Reinigungs- und Veredelungsfeldzug zu beginnen. ■ Wer recht Lenz und Ostern feiern will, muß : nicht nur den groben Unrat entfernen, sondern auch die stillen Winkel ausstauben, die an- ; gelaufenen Fenster putzen und ftische Last in alle tickigen Räume lassen.

Sich selbst erkennen, ist bekanntlich schwer, und besonders schwer ist es, seine sog. kleinen Fehler und Schwächen zu erkennen, die oft zu ;roßem Unheil führen.

C. a. Vie römischen llorresponöenien verschiedener deutscher Blätter sahen sich beson- )ers seit mehreren Monaten veranlaßt, fast täg­lich ihren betr. Zeitungen Artikel über den Vati­kan, die Beamten der Kurie, die päpstliche Diploma­tie bezw. die beim hl. Stuhle beglaubigten Ver­treter fremder Mächte, ja über die erhabene Person des hl. Vaters selbst einzusenden, deren Inhalt nicht nur bei allen denen, die wirklich in die Verhältnisse eingeweiht sind, die Ueberzeugung erweckt und befestigt, daß die bett. Berichterstatter mit voller Absicht und gegen besseres Wissen dieLüge verbreiten und die katho­lische Kirche schmähen wollen, sondern deren Stil und Schreibweise sogar so flegelhaft sind, daß man sich fragt, ob bei jenen Leuten )ie Erziehung, welche sie sonst besitzen, rote ein unbequemer Rock an den Nagel gehängt wird, sobald sie es unternehmen, über katholische Dinge zu referieren. _

Unter den Berichterstattern dief es Typus nehmen eine in ihrer Art hervorragende Stellung ein die römischen Gewährsmänner der «Franks. Ztg.tz des ,Berl. Tagebl/ und der ,Hamb. Nach­richtens Es ist zuzugeben, daß in Einzelfällen die betreffenden Herren selbst die Opfer ihrer Leichtgläubigkeit und ihrer Vorurteile werden kön­nen. So kann man z. B. eine ganze Anzahl der römifchen Märlein auf geroiffe Quellen wie den ,Meffagero' (welcher sehr treffend als das rechte Fiakerblatt bezeichnet wird), die.Italic und die von prinzipieller Abneigung gegen alles Päpst­liche geleitete ,Tribuna' zurückführen, von der sozialistischen Preffe gar nicht einmal zu sprechen. Auch ein geistreichelnder Franzose, Jean de Bonnefon, redet und schreibt in Rom letzthin fast wöchentlich über Vatikan, Kurial-Politik und Papst mehr als er verantworten kann. Seine absurdeste Publikation in dieser Richtung betitelt sich: „Paroles fran^aiaea et romainee.“ Zu alle­dem kommt hinzu, daß in den römischen Salons sehr viel Polittk geredet und gelogen wird.

Es ist alfo cn und für sich nicht ausgeschlossen, daß die Vertreter ausländischer Zeitungen von Rom ab und zu h der Tat Dinge berichten, welchefie selber erfahren und gutgläubig an­genommen haben. Wer indessen regelmäßig mit Nachdenken, Urteil und größerer Einsicht in die wirklichen kirchlichen Verhältniffe Roms jene „römischen Korrespondenzen" der liberalen Blatter liest, der kann sich nicht mehr des Gedankens erwehren, daß es sich hier nicht um Geschichte, sondern um Gedichte und zwar oft nach diorm und Inhalt sehr niedrig einzuschStzende handelt. Wenn nun von katholischer Seite gegen derartige Darstellungen katholischer Dinge, wie fie eben geschildert, Einspruch erhoben wird, so ignorieren jene Blätter entweder den ihnen vielleicht zugegangenen Protest, oder fie drucken ihn ab, gestatten dafür aber ihrem Berichterstatter zu seiner '„Rechtfertigung" mit Umgehung ober Entstellung des eigentlichen Streitpunktes aber- mals neue Jnviktiven gegen die katholische Kirche vom Stapel zu kaffen,.was oft sogar nicht ohne persönlichen Angriff des in feitfer Allwissenheit angegriffenen Berichterstatters gegen den kühnen Einsender des Protestes abgeht. Diese Takük wird in einigen Fällen noch durch die Erklärung der Redaktion gekrönt, daß fie hiermit (nämlich mit dem Berichte ihres Korrespondenten, die Diskussion für erledigt ansehe. Eine solche Re­daktion macht sich natürlich keine Skrupel darüber, ob beide Teile auch gleich oft zu Wort gekommen sind.

Gegen Inhalt, Form und Praxis der kulturkämpferischen Preffe mit aller Energie bei jeder Gelegenheit und ohne falsche Nachsicht protestieren! Hier in Rom hat daS Unwesen der kirchenfeindlichen Zeitungen — wir meinen, ihre Tendenz, anbauerhb alles katholische her- unterzureißen unb lächerlich zu machen — der­art die (Berniter aller ihre Kirche liebenden Ka­

tholiken erregt, baß wir jenen Verleumber« unb Lästerern zurufen müffen: Wit wollen und werden es nicht shweigend buken, daß euere schmutzige Faust unsere ehrwürdige Mutter ins Angesicht schlägt!

Tie Oeffentlichkett muß immer wieder darüber aufgeklärt werden, daß jene Berichterstatter weder in eigentlich kirchlichen Kreise« intim verkehren, noch von wirklich ein» geweihten und hochstehenden Würden» trägem der Kurte irgend welche authe^ tische Informationen erhalten. Das also, was fie berichten, auch wenn es wahr oder halbwahr ist, stammt doch nie aus erster Quelle. Wie viel Wert aber dem beizumeffeu ist, was durch Hintertreppen, aus Logentempeln, aus sozialdemokratischen Hetzorganen ober aus ber Chronique scandaleuse, einer sehr mondatnen Gesellschaft, als „Information" auf ben Schreib­tisch eines Berichterstatters gelangt, kann ber Gebilbete ja leicht selber beurteilen! Seiber aber rechnen bie genannten Blätter auf einen Sefer» kreis, der vielleicht in tausend anderen Ding« gebildet, aber in bezug auf römisch-katholische Dinge direkt unwissend ist.

Nun ist zwar Unwiffenheit an sich keine Schande, ober der Dmchschmttsprotestant w fitzt von seiner Jugend an die Eigentümlichkeit, daß er sich über katholische Dinge ent- weder gar nicht oder doch nicht von Katholiken selbst belebten lasten will. Diese Eigentümlich« leit ber Mehrzahl ihrer protestantischen Leser kennt unb benutzt die kirchrnfeinbliche Preße, um den Gebilbeten und Ungebilbeten Rom immer roieber als bie Quelle aller Unwahrheit, Falsch­heit, Vekdurnmung unb wa§ bergt. Schlagwörter mehr sind, vor Augen zu stellen. Einem Mo­tz .rnrnedaner, Perser oder Buddhisten würde man freudig zugestehen, seine Religion zu verteidigen, falls dieselbe angegriffen wurde. Aber der Katholik, vornehmlich der deutsche, muß es sich in Rom, dem Sitze deS Oberhauptes seiner Kirche, g efa 11en lassen, daß daS, waSihm das Heiligste ist, von Journalisten, deren KtrcheM- geschichte, kanonifiische und philosophische Bildung sie kaum befähigen würde, die Institutionen und Lebensformen der katholischen Kirche such nur annähernd zu begreifen, in den ©taub ge» zerrt und mit Füßen getreten wird.

Mögen Nichtkatholiken über die Kirche denken was fie wollen: wir verlangen von ihnen im Namen der Gerechtigkeit und des An­standes, daß sie unsere Heiligtümer nicht schänden. - Haffen sie dieselben „aber so - warum haben sie hier in Rom ihre Schwelle übertreten?

Sottesdienstor-mmg ht Aldo.

Sonntag. 27. Mär». Do». */»6, 6 «"d 7 Ahr bl. Messer, 8 Uhr Palmenweihe «nd PsarrgotlesMenft, i<ilO Uhr Palmenweihe und KathedralgotteSdimst Mt Bolksgesang, 11 Uhr ^Eenlehrr, 12 W fc«- «teWe, l»/i Uhr Andacht und «hristenlehre, 4 Uhr Fast«, predigt und Andacht, 7 Uhr Andacht in der Marien- kcwrlle. Müttervereiu dir Dompfarrei: Während der 6 Uhr-Messe Kommunion, 23.\ Uhr Predigt und %► dacht. — «tadtviarrkirchr. o1/» Uhr bl. Metsr und Predigt, 6 Uhr hl. Messe, 7 Uhr hl. Mefle «nd Ko» munion der christeulehrpfl. Jungfrauen, 8 Vhr Weche der Palmen, heil. Meße und Predigt, S'/i Uhr: Amt «nd Predigt, 11 und l'/.UHr Christenlehre, 3 Uhr $We«* bruderschast. - MichaelSkirche. 2 Uhr Predrgt «nd Bruderschaft von den 7 Schmerzen Mama». -- Wj«* kirche zum hl. »eiste. 8 Uhr Hochamt mit VeeMat, 5 Uhr Andacht mit Segen. - ^«t«der«. HeiUge Mrff« um S,'/»S und */i7 Uhr; » ,S UHr hl- MeffemU JofephSandachtz */»9 Uhr Palmenweihe undProzeffton. darauf feiert. Amt (während desselben wird dir Passt»« gesungen), 2 Uhr kurze Kreuzwegandacht «nd sakram. Seg«. __________________