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31. Jahrgang

zuld«, Mittwoch, den 9. März 1904.

M 56.

IV*

11

Erstes Blatt i

MWKsEi

trt*det »,Nch. ett liMht Nr $«*•

Deutsches Reich.

Berlin, den 8. März 1904.

* Das neue Ansi-delurrgsgeseq erregt »tr seiner Bestimmung, wonach der Vorsttzende der Anstedelungslommisston jede polnische Nru- anfiedelung verbieten kann, sogar bei den Nationalliberalen Bedenken. Auch die wärmsten Freunde einer energischen Polenpolittk verhehlen fich, wie die ,Nat. Ztg/ schreibt, nicht, daß diese Bestimmung einen entscheidende» und sehr sorgfältig zu überlegenden Schritt bedeute. Die naiunalliberale Froktion des Lbgeordne-en- haufes trete mit ernsten Bedenken an jene Be- stivi'mung heran. Leider gehen aber diese „ernsten Bedenken" "nicht sehr tief, denn sie werden, wie das Blatt hinzufügt, zweifellos „vor den Bc- dürfnisten des nationalen StaateKdankens zuruck- treten". Mit pomphaften Phrasen hilft ein Nationalliberaler fich leicht über Gewissens-

wieder ausgenommen. Mit 54 gegen 1 Stimme' wobei sich die Sozialisten der Stimmabgabe ent­hielten, wurde eine Sqmpathieadresse an die Stadt Petersburg beschlossen, in welcher den Wünschen für das Wohlergehen Rußlands, seiner Armee und seiner Marine Ausdruck ge­geben wird. Sodann wurde einstimmig mit h Stimmen — die sozialistische Gruppe nahm an der Abstimmung teil — eine Summe von 20 000 Francs für die verwundeten Rusten

Abgeordnetenhaus.

35. (Abend.)Sitzung vom 7. März 1904.

Ztü-tverordneten-versammlung.

Q) Fulda, 8. März 1904. (Kchluß des Berichtes aus dem zweiten Blatt.) Bei der Berichterstattung über das Armen­wesen kündigte der Herr Oberbürgermeister s das nächste Jahr eine Vorlage, betreffend Renovierung der Heillggeifirrrche an. Er gab sodann eine Uederficht über die Kosten, welche für die Insassen des Heiliggeist'Hofpuals und des Waisenhauses in dm letzten Jahren pro Kopf und Tag aufgrwendet worden.find. Tre betrugen: 1897 74 Psg, 1898 71 W. 899 66 Ma., 1900 72 Psg., 1901 62'/, Psg,.

62'/, Psg. Aus der v. Tchildeck'schen Stiftungs- kaffe find 6668 Mk an Unterstützungen auSge- aeben worden. Auf der Verpflegung^ ! stalion im Heiliggeist-Hofpital ^en rm Jahre 1900 3000, 1901 5 ICO, 1902 5800, 1903 5000 I mittellose Wanderer vorgrsprochen.

tzttrauf wird die Weiterberatung aus TienZtag Uhr vertagt.

Schluß w'/> Uhr,'

* Gtzmpathiek«»dsebung des Pariser Gemeinderats für Rußland. Der Parstn Gemeinderat hat feine Arbeiten am i. o. M.

ss ÄUivilVi vermttwarMch« W W

rqrWetter: «.wesst«

Ä’ft. w°chtnb-u°g-: „Illustnette Sonntagszeitung

bedenken hinweg. . ...

[*1 Der Augnslinns Bereit» |«t die katholische Presse nahm am Montag auf seiner Generalversammlung in Berlin folgende Resolution an: 1) Die Generalversammlung des Augustinus-Bereins für die katholische Presse er» blickt in den Tarifgemeinschaften das beste Mittel, um den verderblichen Lohnkämpfm ritt- gegenzuwirken. 2) Die Versammlung spricht den dringensen Wunsch aus, daß die Verleger der Zentrumsblätter, welche der im Buchdrucker­aewerbe bestehenden Tarifgemeinschast bisher nicht beigetreten sind, diesen Beitritt in die Tarifge­meinschaft baldmöglichst zu bewirken unter Hin­tansetzung von Einzelbedenken, die vor dem be­deutungsvollen sozialpolitischen Gedanken der Gemeinschaft zurücktreten mfiffen. 3) die Ge­neralversammlung spricht ihr BcLauern darüber aus, daß vereinzelt in der Zentrumsprrste die Weigerung deS Beitritts zur Tarisgemeinschast mit dem" Hinweis auf mißverstandene Kund- gebungen der kirchlichen Autorität zu begründen versucht worden ist.

'. Eine Novelle zirm Mnuzgesetz ift dem Reichstage zugegangen. DieHauptdestimmung lautet, daß das Mischungsverhältnis bet den 5-, 2. und 1 Mk. Stücken 900 Teile Silber und 100 Teile Kupfer, bei den Fünszigpfenntg- stgcken 750 Teile Silber und 250 Teile Kupfer betragen soll. Die nach dem alten Mischungs­verhältnis geprägten Fünfzigpfennigstücke sollen mit einer Einlösungsfrist von k'.nrm Jahre außer

Eröffnung: 7»« Uhr. ,

Die Beratung deS Eisenbahnetats wird sort. ges.tzt mit der allgemeinen Besprechung derm Trtel

Abg.Äallrubor« (Ztr.): Der Rückblick, den uns der Herr Minister über die 25jährige Entwicklung des Preußischen Eisenbahnwesens gegeben hat, hat uns tn dem beruhigenden Gefühle bestärlt, daß wrr einem gut- ündierten und gut geleiteten Betriebe gegenüberstehen. tkü" 1902 hat das m den Preußischen T.senbadnen an­gelegte Kapitel eine Rente von 6 50°o, sür 1903 eine solche von 76/o ergeben. Erfreulich tft, daß die vor­sichtige Veranschlagung des Etats sür 1903 sich gut I bewährt bat Btt der Beweglichleit und Unbestimm- barkeit unsere? wirtschaftlichen LebenS bedeutet m schon ein S-bwanken um wenige Prozente Mehr-oder Mmder- einnahmcn von Millionen. Wir sind daher der An­sicht, daß zu einer planmäßigen Herabsetzung der Gütertarife derselben kein Anlaß vorlregt: den wirt­schaftlichen Bedürfnissen kann durch Bewilligung von Äusnahmetorifen in ausreichendem Maße Rechnung getragen werden. Dringend müssen wir aber den Minister bitten, sich die Ausbtpkrung der Wohnungs- aeldzuschüfle, speziell sür die Unterbeamten, angelegen | sein zu lassen. Jnsbesonders wünschen mir im In- teresse der Unterbeamten eine etrotuette Sonntagsruhe. Auf dem Gebiete der Bautäligkerl hätte eine regere Tätigkeit entfaltet werden können, besonders tn der Erweiterung des Sekundärbahnnetze?. .Bet der Anlage neuer Bahnen sollten namentlich bre wirtschaftlich dar- niederliegcndenGegenden — EtfeI,.Sauerland, Rhon, Eichsfeld — berücksichtigt werden. Mil dem Emwar d der mangelnden Rentabilität sollte man unS nicht kommen, so lange man noch Million^ m s° wenig rentabler We-se durch die «nfledlungskommission an- legen läßt. (Sehr richtig4) Vor allem sollte der Stmtt nicht die Gemeinden und Kreise mit dem Bau von Kleinbahnen betasten. DaS alle? hindert unS aber nicht, dem Herrn Minister und aller feinen Berwal- tungsbeamten unsere vollste Anerkennung ,ür ihre Tätiakeit auSzusprechen. (Beifall).

Adg. v. C.naft (kons.) bittet, m Zukunft den Eisenbobnetat wegen feiner G-öße an besondere Kommission zu verweisen. Auch könne eine planmäßige Herabsetzung der Sütertacif« ein tret en.

Aba Macco (ttaU.) krttisiert die Tarifpolritt der Gisenbahnuerwaltung. di« zu wenig Rücksicht auf tte

Paris, 9. März 1904. Der ,Agerce Savas" wird aus Schanghai mttgeteilt, daß fich die Mobilmachung der japanischen Truppen regelmäßig vollzieht, indeffen doch bedeutend langsamer, als man angenommen hatte. Sobald diese Truppenmosien tn Korea und in der Mandschurei gelandet sein werden, werden sie in vier Heeresabtettungen eingeteUt werden. Bis jetzt weiy man noch nicht, welche Konzentrierungsplätze ausersehen worden sind.

T7ZZ7TT. Itlte^er BeUagenSwerte btS zum dritten WiÖÄ StfSfSS bard der "ett vorigem Donnerstag °-'schwu«den war, fei unb^einerlet dttBöttSkulatiöu verfallt, ^abe vielfach ganz be- Neb^rblickdüder^di^Teichästslage verloren gegangen fti^bllm^dkn^laufcnden ^'vbindtichkeiten einigermaßen gerecht werden zu ttnvkn, habe er schließt.cy w«p°t- unterschlagungen begangen.

Ueber die Beschießung von Wladi- wostok liegen mehrere Meldungen vor, bte übereinstimmend festst.'llen, daß der von den Japanern verursachte Schaden sehr gering ist. sttsch dem »Standard' soll der Zar bekanntlich ein" Telegramm erhalten haben, wonach die japanische Flotte am Sonntag den ganzen Tag über Wladiwostok beschossen, aber nur geringen Schaden angerichtet habe. Die Nachricht kirngt recht unklar, besonders da unmittelbar hmzu- aefüat wird, daß ein ober zwei japanische Kreuzer zum Sinken gebracht worden feien. Diese Mitteilung ist mit allen bisherigen russischen Angaben, wonach bte russischen Forts das Feuer des Feindes nicht erwidert haben, schwer zu vereinbaren. Am Montag mittag ist die japanische Flotts wieder in dis Ussuri- Bai eingedrungen, hat sich dem Orte ge­nähert, von dem aus sie am Tage vorher das Feuer auf den Hafen von Wladiwostok eröffnete

I und ist dann auf die offene See hinaus gefahren.

Eisfrei wird Wladiwostok frühestens in I einigen Tagen werden. Wie der .Daily $elegr.'! aus Tokio vom Sonntag meldet, sind Anzeichen voihandcn, daß bei Wladiwostok Eisgang etn- ! getreten ist. Man erwartet, daß der Hafen vor Ende März zu einem ungewöhnlich frühen Zett-

I vunkte eisfrei sein werde.

P Tas russische Wladiwostok-Geichwa- der befindet sich, wie nach einer „Reuter -Met- bung aus Tokio vom Montag angenommen wird, an der Nordküste Koreas in der Nachbar- schäft des Grenzflusses Tumen zur Deckung der Bewegung der russischen Truppen von der Poffietbai nach dem Tumental. AuS verläßlicher Quelle verlautet, daß die russischen Ausklarungs- pattouillen bis etwa nach KjSnzsöng nach Süden vorqedrungen seien. Fcüher wurden die russischen Bewegungen in Nordostkorea als eme Diversion betrachtet,, jetzt erscheint eine wesentliche Truppen- I mackt beteiligt Man glaubt, die Russen wollen am Tumen eine starke Position besetzen und be-

Kurs gesetzt werden.

Aus Südweftafrika. Ein Blatt ootte behauptet, der Gouverneur Leutwein habe wiederholt in Berlin angefragt, ob er Frirdens- verhandlrngen mit den aufständischen Her er os einieiten könne; der Gouverneur sei j-doch durch bestimmte Aeisungcn cul Berlin an der Aus­führung dieser Absicht verhindert worden. Die'? Darstellung' entspricht nicht dem wahren Sach­verhalt. Dieser rst nach der .Norddeutschen All­gemeinen Zeitung" vielmehr folgender: Ter Gouverneur Leutwein wurde alsbald nach seiner Rückkehr nach Swa^opmund, und zwar, ohne daß et fine Anfrage nach Berlin gerichtet batte, mir telegraphischen Weisungen versehen, die ba- von ausgingen, daß Verhandlungen mit den Hereros völlig ausgeschloffen seien. Darauf antwortete Gouverneur Leutwein, daß er glrich- woh! crmachti st zu sein glaube, sich gegebenen Falles zur Vermeidung unnötigen Blutvergießens au-Scheinoerhand lungen kmzulafftn. Das ist alles, was an zuständiger Stelle von der Anaelraenheit bekannt ist.

"% Die Vorarbeiten sür den angekündigten Wesetzentwnrff betr. die Entlastung des Reichsgerichts find nunmehr, wie ein Berliner Blatt mitteilr, beendet, doch sollen vor der end- giltigen Feststellung des Entwurfs noch Be- sprechiUlgen mit den maßgebenden parlamen- kari scheu Parteien stattftnden.

Die schweren B-rlnste des alte» Berliner Ba»kha«feS Brendel S: Co. durch die Unterschlagungen feines ungetreuen Proluristeu Johannes Reinhard, sind nicht nur für die Gläubiger des Instituts ver­hängnisvoll geworden, sondern auch für einen seiner Inhaber, Regierungsrat Brendel vom Reichs- verfichernngSamt und Rittmeister der Reserve. Heute morgen gegen' »11 Uhr hat der Regierungsral Selbst­mord begangen. Er stürzte sich von dem dritten Stock deS HavscS Fran-ösischr Straße 13 in den Hof hinab, wo e*- mit zerschmetterten Gliedern liegen blteb. Heute morgen war Dr. Hugo Brendel mit seiner straü nach dem «eschästelokal in der Friedrichstraße gekommen, um eine nochmalige Revision der Bücher vorzunehmen. »«scheinend ist er dabei auf neu» Merkmale für weitere, bisher noch nicht bekannte Lesraudattonen gestoßen^nd über die aewalttge Außdednung der «erlufte in «er tweifiang geraten. Ohne, daß ihn seine Frau zu hindern

und Japaner bewilligt.

* Die Beziehungen zwischen Krank' reich «nd England Haden wie aus offtziö>er Quelle in Paris festgestellt wird, seit dem Be­ginn des ruffisch-japanischen Krieges nicht a»f- aebört, die vertrauensvollsten zu fein. Alles läßt daraus schließen" heißt es weiter, „daß sich dieses Verhältnis auch richt andern werde, mag der Krieg welchen Verlauf immer nehmen. Beide Teile find fich darüber klar, oaß ruhige Besonnenbeit und gegenseitiges Wohl­wollen nötig find, um M'ßverständniffe zu ver- > meiden und eintretendensalls ungestüme Lus- brüche der öffentlichen Memurg zu dämpft«. Dieses Bestrebe«, ungeachtet der ostastatischen Krisis, das Äerhälmis zwischen ürankreich uvd England immer enger zu gestaltkn, gelangre u a. in einem Festmahl zum Ausdruck, das i zahlreiche englische Pa.rlamentsmitgUe- der am Freitag dem Voriitzendm der ftanzr tt- schrn Abgeordnetenvereinignug für Vernreuurg dis Schiedsgerichtsgedankens, Herrn d Wom nelles de Constant gaben. Bei Lieser ®degen- heit hielt Lord Brasiep eine Ansprache, in der er sich über Frankreich warm äußerte und zur politischen Laze übergehend, ausführte, daß rs zwischen bin beiden Mächten keinerlei Jntrr<!^--- gegensatze gebe, auch im fernen Osten n:chl. Herr d'Eftournelles de Co flant erwiderte mit eUm D ink-pruch, den er in die Mahnung aus- klingen ließ- die Einivkeit zwischen Fcavkrech und England zu bewahre«.

'• In Spanien kann der Haß siege« dre katholische Kirche immer noch nicht zur Nutze kommen. In Valladolid wurden in der Nacht zum Dienstag an verschiedenen> Pu Lei­der Stadt Kundgebungen veranstattet. Em Mönchskloster wurde mit Steinen beworfen, worauf die Gendarmerie verschiedentlich gegen die Menge vorging und fick selbst genötigt leb, zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu feuern V-er Personen murren verwunoetz darunter zw.i Polizisten. In der Miiternachtsstunde gelang es, die lllube in den Straßen wiederherzustehen.

[: Zur mazedonischen Frage. Die türkische Regierung scheint entschlossen zu sem. gegen die Beschlüffe betreffend die Organlsauon der Gendarmerie im Widerstände zu beharr,n. Es wird angenommen, daß die in Sorbereuung befindliche Antwort der Regierung m dieser Sache die gleichen Vorbehalte und Einwendungen wie bisher erhebe. Die Ententemächte werden Lch «ul d-- Am-hm- d°r B-I«'. welch- die Hauptpunkte des Mürzsteger Rfsolwpro. gramms bilden, mit Nachdruck bestehen. In i diplomatischen Kreisen herrscht die Anficht vor, daß die Regierung schließlich nachgehen

* Die Gesamtzahl der fuage» Chi^ neseu, die zum Zweck ihrer Fortbildung nach <fapan geschickt worden find, wird, wie Der ,Köln. Ztq.' aus Schanghai geschrieben wird auf etwa 1.50 geschätzt. Von diesen verfolgen 249 literarische und 2C4 Militärische Zwecke. Nur 13 treiben Jurisprudenz, 6 Medizin. » Handelswiffenschafr und 3 Landwirtschaft. B dem Studium dieser jungen Leute m wefilandi- schem Sinne ist e§ also noch recht schwach bestem

* Durch einen Araber wurde mA den, wie „Wolffs Bureau" meldet, der Assistent des britischen politischen Agenten Kapi­tän Wardford erschossen.

52, EltziMg öcm 8. März 1904.

Ter^Gesetzentwurf betr. die Uung i

desHerzovtich HotfleinlfchenFür st e nh aus e 8 i wirb nach unwrsrriUchkr Debatte in 1. und Lesung

folgt die Fortsetzung der 2. Beratung des

Wg. Dasbach (Zentlrun) erklärt sich von de» Biklärungen des Ministers zur Frage der Soldaten- im6banbtu«cen und des Luxus für befriedigt.

Aba Ledrbour (Soz.) hielt die Behauptung auf. recht/daß zwischen dem SoldatenmißhandlungSer^sse dF E°bprinzen non Sachsen-Weinigen und seiner Ber- abschiedung ein ursächlicher ZusEnenchang beft-he

Dieselbe Änffaffung vertrat Rbg. Dr. Müller-

Kriegsminister v. Einem protestierte Men diese Darstellung, die geradezu eine Beleidigung des Kaisers enchcttte^ Bundesbcvollmächtigter Generalmajor «rng von Nidda stellte auf «rund gerichtlicher Brr. nedmunaen fest, daß die Zettungsnachricht, wonach es in Bautzen zu einem Rekoutre zwischen ^mem Offizier j und einem Fleischernieister wegen d«ffen Tochter ge- kommen sei, .erstunken und erlogen" hm.

Aba. Tchwarze-Lippstadt (Zentrum) forderte, daß bei Musterungen auch die Atteste von BeiücksiMtigung finden möchten, wenn es sich um län- ae'.e ärttlrche Behand!ung der Gestellungspflichtigen dardle und bat um die Errichtung von Garnisonen im

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lebhaften Zusammenstoß zwischen den Soziattiemo. kraten und dem Abg. Stöcke- (wildk.), welcher rn sehr scharfer Weise dir Haltung der Sozialdemokraten zu Militärfragen kritifierte. Als von Seiten drr «so« zialdemrteaten fortgesetzt beleidigende und blaSphemifthe Zurufe (Christus war auch em Jude), ertönten, machte Präsident Graf Ballestrem diesen Ausschreitungen ein Ende, indem er in entschiedener Weise unter lautem SBeifafl des Hauses erklärte, er dulde es nicht, daß die religiösen Gefühle der Mehrheit deS Hauses verletzt würden.

Mittwoch 1 Uhr Fortsetzung.

Schluß 8' »Uhr.

wirtschaftlichen Bedürsmffe der Lande? nehme. Das werde nicht besser werden, so lange der allmachnge I Finavzminister auch in der Ersenbahnverwattung j

«isenbahnminister Bnddr: Ich halte ”^<8» verpflichtet, meinen abwesenden Herren Kollegen gegen diesen Borwurf in Schutz »u «ehmen. Ohne die ».arif. Politik der preußischen Eisenbahnen Hütte Preußen nicht die Höhe der wirtschaftlichen Entwicklung erre.cht, d.r es heute einnimmt. „ , .

Abg. Dr. Wirmer (fr. Bp ); Auch der fiskalische Gesichtspunkt erfordert eine Herabsetzung derTarrs.. Eine gründliche Tar.freform «iirde eine erhebliche BerkehrSsteigerung und damit auch erhöhte Sinnahmm zur Folge haben. Im werteren brttet er um Ar.Staust über den Stand der Schnellbahnversuche und soweit bessere Beleuchtung, Hel»ung usw. m dm Perionen- I ”afl@rof v.M°ltke(k°ns): Die Eisenbahnverwaltung I müsse auf dem Gebiete der allgemerneuHerabsetzung I der Gütertarife noch mehr Entgegenkommen zeigen. I Im weiteren bittet Redner im Z^eresse !>er ^nd- wirtschaft um bisse re Ausgestaltung des Rcichs-B.eh-

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Knlbaerftctieuörnckerei ü $x!6< (Sermonie).

monakbtiiag«: „Sulöatr GeschichtrbM«». '

36. Sitzung vom 8. März

In dieser Sitzung kamen die Verkehrsbedürfnisse der verschiedenen Teile deS Landes zur Sprache. In der allaemeinen Besprechung wurde von den Abgg. Faltin und Dr. Heifig (8 ) das Remunerattonsweftn Mta&ett. Aba. Fattin danlt dem Minister für daS «er. bot der Teilnahme der Eisendahnbeamten anHakatisten- vcremen. Abg. Gloivatzki (Z.) t->delte die Eisenbahn- Verwaltung entschieden wegen der Versetzung ober- schlefischer Beamten nach dem Westen, lowert ste aus politischen Gründen erfolgt sind. Ruhige 8-ut, bloß weil in ihren Familien polnisch gesprochen werde, sei m versetzt morden. Wünsche betreffend Zugverbindungen wurden danach von zahlreichen Rednern ausgesprochen

Minister Budde versprach am Schluß der Sitzung Sff uT&,8«8. EdW w u».

• Der russisch-japanische Krieg.