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errettet »gNch.mtt kr Sos*« en»$eiertoge. vierte». jsthrk.Bezug,prei, Ohne Vringerlohn w*l VeßeLgel- In Znlda nutz «UWörü 1 Mk. 50 pfg.

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'jgJÄ. wochenieiiagt:„Illustrierte Sonntagrzeitung" m«imirdell°ge: „8uldaer Geschichtrblatter".

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Babatt gewöhn.

Druck und verlaß kt Lnldaer Actiendrnckerei in Znlda (Harmonik. Zernsprecher Ur. 9.

31. Jahrgang

$ulöa, Freitag, den 22. Januar 1904

demokroten.

die Freifrau.

18

V.

Bus dmfiekbstag

— Oberst Dürr wird mit seinem Stabe, der en 1. Februar in Berlin zusammen tritt, am L Februar die Ausreise antreten. Bis zu seinem Eintreffen in Südweftafrika wird der Lransportsührer und Kommandeur deS Marine- Jnfanteriebalaillons Major von Glasenapp

Beschluß bei Reichs-Militärgerichts stützt sich I auf das Gutachten einer Kommission des wiffen- i schaftlichen Senats bei der Kaiser-W Ihelm-Aka- j Vemie in Berlin, welches dahin geht, daß sich i der Prinz zur Zeit der ihm zur Last gelegten i Tat in einem Zustand gestörter GeisteSlätigkeit i befunden hat, durch die seine Willensbestimmung auigesch'offen war. Hiernach würde nach §511 R.-St.-S.-S. eine strafbare Handlung nicht vor­handen fein. Das Gutachten des Wissenschaft- lichen Senats ist in Ueberemstimmung mit dem i Prioatgutachten des Professors Mendel - Berlin, I Professors Kramer-Götlingen, Professors Pat- mann Bern, Oberstabsarzt Lübberi (f. Zt. Chef­arzt in Südwestafrika) und Gerichtsarzt Schwabe in Hannover gefaßt worden. Der Prinz, der in der Strafanstalt Moabit einige Wochen hindurch auf seinen Geisteszustand beobachtet wurde, be­findet fich jetzt wieder im Tegeler Strafgefängnis. I Nach Anficht der Sachverständigen soll er als dauernd geistesschwach zu betrachten sein. In- Mischen ist daS gegen Unterbeamte des Ne- fängnisses in Hannover wegen Unregelmäßig­keiten eingeleitete Verfahren zum Abschluß ge­langt. Es hat dazu geführt, daß zwei Beamte einen Verweis erhalten haben und einige Ver setzungen vorgenommen worden sind. Die in die Oeffentlichkeit gelangten Mitteilungen, daß sich der Prinz mit den Wärtern geduzt und Damen­verkehr unterhalten habe, sind im g-richtlichen Verfahren als Erfindung erwiesen worden.

[♦] Die Generalversammlung des B»«deS der Landwirte findet bekannüich am Montag den 15. Februar zu Berlin im Zirkus Busch statt. Die Tages Ordnung lautet: 1. Eröffnung der Versammlung durch den Bundesvorsitzenden Dr. Roesicke-Görsdorf. 2. Ansprache des BundeSvorfitzenden Frhrn. von Wangenheim-Kl.-Spiegel. S. Bericht der vom Ausschüsse gewählten Kassen - Revifions - Kom­mission. 4. Verlesung des Geschäftsberichts für! daS Geschäftsjahr 1903. 5. Erläuterungen hierzu und Ansprache des Direktors des Bundes Dr. Diederich Hahn, M. d. A. 6. Referate über: „Unsere wirtschastspolttifcheLage.« (DieReferenten werden später bekannt gegeben.) 7. DrSkuffion. 8. Anträge aus der Versammlung. Die An­wesenheit von weiblichen Angehörigen der Mit- glreder darf, wie die .Deutsche Tagesztg/ be­merkt, nicht gestattet werden.

*• Die Zahl der Referendare, die die Prüfung zum höherenVerwaltungsdienste nicht bestanden haben, war im vergangenen Jahre verhältnismäßig sehr klein. Während in den Jahren 1900—1902 durchschnittlich 18 pCt. bet Prüflinge nicht bestanden, beträgt diese Ver­hältniszahl für das Jahr 1903 nur 9 pCt.

—* Der »Vorwärts* ist wieder recht un­zufrieden mit dem Zentrum wegen der Resolution über die Verkürzung der Arbeitszeit. Erstens soll die Einbringung dieser Resolution ungebührlich lange verzögert worden sein (bis Crimmitschau diese „Verschleppungspolitik« un- möglich machte) und zweitens soll sie nicht genug fordern. Der ganze Schmerz des sozialdemo- I kratischen Blattes rührt lediglich daher, daß das

Zentrum nicht gänzlich der Sozialdemokraten überlassen hat, die Verkürzung der Arbeitszeit zu beantragen. Im übrigen ist bisher nichts versäumt worden und kommt es nicht darauf an, möglichst viel zu fordern, fordern möglichst viel durchzusetzen. In dieser Beziehung leistet das Zentrum wohl immer noch mehr als die Sozial-

§ Der soKialde«»k»«tische preußische Laudtogswahtfonds erzielte einen lleberschuß von 3364 58 Mk., welcher der Parteikaffe über- wiesen wurde, die im Monat Dezember, trotz der Sammlungen für die Crimmitschauer reichliche Einnahmen hatte, so 60,000 Mk. von der „Nordischen Wasserkante-, 3000 Mk. vom 6. Berliner Wahlkreis rc.

parlamentarische «achrichten.

% Stimmungsbild aus dem Reichs-! tage. Die ruhigen Reichstagssitzungen,« in denen sachlich und nüchtern verhandelt wird, find ohne Zweifel die wünschenswertesten. Die Reichsboten sind ja nicht dazu gewählt, Lärm­szenen aufzuführen und sich fortgesetzt in den Haaren zu liegen. Aber ein bischen kürzer könnten die Herren es wirklich machen. ES war sicher nicht nötig, daß nach der gestrigen langen Sitzung auch deute noch über 5 Stunden lang fiter bte Kaufmannsgerichle geredet wurde. Es war doch aller, was sür und gegen das ganze I Gesetz und seine Einzelheiten gesagt werden kann, bereits gestern gesagt worden. Ueberdies wird sich ja eine Kommission noch näher mit ihm zu I befassen haben, die alles was vorgebracht ist, prüfen wird, auch ohne daß es im Plenum ein dutzendmal gesagt wurde. Wir wünschten, daß alle Redner es mit dem elsaß-lothringischen Abg. Roellinger gehalten hätten, der nach kurzen Be­merkungen erklärte: „Im übrigen schließe ich mich alle dem an, waS hier bereits gesagt wor­den ist." Den Reichsboten, die nicht selbst als Redner auftraten, wäre daS gewiß gleichfalls das Erwünschteste gewesen. Man sah es ihrer ganzen Haftung und vor allem ihrer geringen Zahl an. Zum Schluß gab eS eine höchst un­erquickliche persönliche Auseinandersetzung zwischen den Abgg. v. Gerlach und Liebermann v. Son­nenberg über die Frage, ob Herr v. Gerlach eine Ueberzeugung habe. Wenn alte Freunde aus- einanbergeraten, so pflegt die Feindschaft seht schroff zu werden. Die beiden sagten fich gegen­seitig die bittersten Dinge, die eben noch ohne einen Ordnungsruf zu veranlassen gesagt werden konnten. Der Prästdent mußte die Kämpfenden wiederholt zur Mäßigung mahnen. Das Haus war dieses persönlichen Gezänkes, das mit der Vorlage nicht das geringste zu tun hatte, bald überdrüssig und ließ dies durch lautes Murren erkennen. Nach Schluß der Debatte erhielt als Antragsteller eines den Gegenstand der Vorlaae behandelnden Antrages noch der Parteigenosse Liebermann v. Sonnenbergs, der Abg. Sattmann, das Schlußwort, der gestern schon zu Beginn der ; Debatte gesprochen und den ganzen Streit zwischen

Das Gewitter einer heißen Augufltages hatte fich über Haselstein entladen; frisch und ei qu-ck-nd war die Abeadluft. Das versengte Gras der Wiesenmatten erhob fich wieder, und tote Perlen schimmerten die Regentropfen aus den einzelnen Halmen. Die kleinen Wadbäche, de en Rinnsal man am Mittage noch trockenen Fußr» durchschreit«« konnte, rauschten wieder durch die Stille deS Abend»; hier und da schlich ein Reh vorsichtig au« dem llnterholze und schaute noch allen Setten um, ob e» ungefährdet am nahen Buche seinen Durst stillen tö ne. Nahe am Waldessaume, vor dem Kra«tack-r eine» Bauern, hielt eine zahlreiche Hasenfamilie ihre Abendgesellschaft. Der alte Herr stellte zur Freude seiner Kinder ganz possierlich ein Männchen, während die jüngeren Familienmitglieder ein lustige» Wettrennen hielten, zu weilen auch ettes der Härchen in da» Kraut rannte und bei den frischen Bläsern fick'» wohl sein ließ. Da» Heine muntere Zeug konnte j tzt nock fröhlich und guter Tinge sein; vier Wochen später entging e» dem Hockgerichte doch nicht, welche» dir Wüdmeister und sein Feldmann über da» kleine Wild hn Ha,elfleiner Revier hielten. Tiefe Solle herrschte rin^mnher, kleine Mrickchen spielten in der Lust, einen 'chönen Tag für morgen verkündend; manu-wal ließ fich «n später Sänger de» Walde» kören, und hie und da schritt langsamen Schritte» ein Bauer au» dem Dorfe über die Wiesen bin, einen Karst auf der Schulter, womit er zum Vorteil seiner (Snimmttnnte die Gräben auf seinem grünen Besitztum etto-item wollte. Zwischen dem Dorse und dem Walde stand vereinzelt ei» alter Eichbaum, dessen Zwerge nur teilweise noch

' grünten

liches Kind; glücklich, wer diesen gmen Engel einst heimführt. "

„Nun da ist ja dem Revierjäger oder AmtSaktuar Glück zu wünschen, der einmal de» WiidmeifftrS Schwiegersohn wird," antwortete m fast pikiertem Tone

Lievermann und v. Gerlach verschuldet hatte. Der Präsident Graf Bollestrem sagte ihm ober gleich, daß er dar Schlußwort nicht zur Fort­setzung her persönlichen Auseinandersetzung be­nützen dürfe. Das tat er denn auch nicht. Morgen wird wohl die Sitzung zumeist mit bee Verhandlung über die SeroiSoorlage auSgesüllt werden. Die erste Lesung der Vorlage über die FrtedenSprLsenzstä'ke steht gleichfalls auf der Tagesordnung. Man will die ersten Lesu-gen aller vorliegenden Gesetzentwürfe erledigen, bevor man an die zweite Lesung des Etats geht.

Unter"diesem Baume, an hem mehr al« ein Jahrhundert und viele G-schllchter vorübergezogev sei» mochten, stand RöScken, die gut Tochter des W.-d meistn» von Hafelpein. D-üsanfte Auge des Mäd­chen» war unverwandt naHMer IWen Stelle im nahen Walde gerichtet, wo ein^ziemlrch bre-ter Wald- Pfad feigen LuSgavg fand. Die ganze gelang, die spärliche Lebendigkeit in der obmdlichen L>nd,chast schien sür da» Mädchen nicht vorhanden zu fern; man konnte Röschen ansehen, daß nur ei« eivz'g« Gedanke es belebte, daß eine Erwartung h-ute noch in Erfüllung gehen sollte oder nicht. .

Röschen schien an die Sriüllung dreser Hrffaung eher zu glauben al» zu zweifeln, obgleich man, st weiter der Abend vorrückte, auf ihrem G-fickte l-s« konnte, daß, wenn a> ck allmählich, ein Kamps zwischen Furcht und Hoffnung fick in ihrem Innern zu e.tz'kn begann. Heute roch ftllre eS fick entscheiden, ob sie, da» einsache, schlicht- Mädckeu bfirgnltaer Herkuust, Mitglied einer Familie werden könne, bereit lange I Kette adeliger Vorfahren nie durch ei« bürgerliche» Glied unterbrochen worden war, heute noch f»Uteri* schieden werden, ob der «del ihrer Seele feen Sieg über den Adel ihrer Geburt davontragen werde.

„Roch immer kommt er nicht, e» ist letzt sthoo sieben Uhr', sagte da» Mädchen zu fich, und eS sch««, als wenn ihre Bl cke fick verdoppetten, um eme menschliche G- stakt in der lickten Waldftelle zu enld-ckm

Wer war der so s-hnltchst Erwartete? Ei« alter, einfacher und grundehrlicher Man«, der «mt&bate von Haselstein, Johann Adam Mihm, w Ich« viele Jahre schon i-ben Mittwoch und ©on«abenb die Briefe und Aufträge der Beamten und Geistlich« von Haielstein urd dem nahe« Psarrdorse SNctfenjeU in die Residenzstadt brachte und hier Briese, Settunye und Lebensbedürfnisse in Empfang nahm, mn pe st «lieb an seine Gü. ner abzulttfern. Er war schs« lange Zeit diesen W g gegangen und doch war ,e«e Rückkunft niemal» vielleicht mehr ersehnt worden ' al» heute.

Wildmeisters Röschen.

Bne Novelle von C. Pfaff.

------ (Nachdruck verboten.)

Berlin, den 21. Januar 1904.

**®et ehemalige preußische Eisenbahnminister O.. Maybach ist heute vormittag in Berlin Gestorben. Albert v. Maybach war in Verne m Westfalen am 29. November 1822 geboten. Er hat also ein Alter von über 81 Jahren er­reicht. Er trat im Jahre 1854 alS Assessor zum Eisenbahndienst über und wurde zunächst der Direktion der Ostbahn zugeteitt. Schon 1858 »ar er Vortragender Rat im Handelsministerium. 1867 wurde er Vorsitzender und 1871 Präsident bet Eisenbahndirektion Hannover, 1874 trat er an die Spitze des Reichseisenbahnamtes und trat hchon damals für den Gedanken einer Hebet trag« ung der deutschen Eisenbahnen auf das Reich ein. 1877 wurde er Unterstaatssekretär, 1878 öandelsminister und nach der Trennung des Ministeriums 1879 Minister der öffentlichen Ar­beiten. Sein Hauptwerk ist die Verstaatlichung vieler Prioatbahnen. 1888 erhielt Maybach den Schwarzen Adlerorden und damit den erblichen Adel. 1891 erhielt er die erbetene Entlassung.

* Durch Allerhöchste KabinettSordre vorn BO. Januar 1904 ist bestimmt : 1. Der Oberst Düro, Inspekteur der Marine-Jnfanterie, hat die Führung des nach Süd-West-Afrika Ju entsendenden Marine-Expeditions-

orpS zu übernehmen. 2. Der Major von B o r s e w i t s ch, Kommandeur der 1 .S «bataillons, wird unter Belassung in dieser Stellung mit Wahrnehmung der Geschäfte des Inspekteurs bet Marine-Infanterie beauftragt. 3. Major von Glasenapp wird unter Belassung in der Stellung als Kommandeur des Marine-Infan­terie-Bataillons von der Stellung als Führer deS Marine-Expeditionskorps enthoben. 4. Der Major Credner, aggregiert dem 2. oberrheini­schen Infanterie-Regiment Nr. 99 und komm an - Mut zur Dienstleistung bei der Marine als Führer der Stammkompagnien für das See- bataillon, wird unter Belassung in dieser Stellung mit Wahrnehmung der Geschäfte des Kommandos de» 2. Seebataillons beauftragt.

#8t«R, da» möchte bei Lob-» für meinen Heinrich ** zu viel sein; aber daß er Elser und Fleiß für £t Fach besitzt, kann ich bestätigen." Da» Gesp äch tbe unterbrochen; der Kammerdiener tret herein mtb übergab der Freifrau einen Brief, welchen der Nettknecht de» Herr« Propstes auf dem Johanne» berge überbracht hatte. Schnell öffn te die Oberiorft- «eifkrin das Schreiben; es waren nur wenige Zeilen.

ei, Herr Hofrat, da melden fich eben Gnaden Herr «etter aus übermorgen zu Tisch an. Da» ist lUe-liebfi, habe« doch vorhin noch davon gesprochen; 0 mag auch Ursache sein, wekhalb er un» gestern eicht besucht hat. Sie erlauben, daß ich ciniae Zeilen tchrett>e, um dem Prälaten meine Freude üoer den I Amrftehenden angenehmen Besuch auSzudrücken."

.Bedarf meiner Erlaubnis nicht, gnädige graul" eflsieb rte mit gern ssenem Lächeln der Hoftat, welcher während der kurzen Zett, tos die Oberforstmeisterin mit Eckreiben beschäftigt war, seine Bl'cke auf das schöne Schlachtstück von Wouvermann richtete, da» an •ex Waud hing.

schon fertig,* sagte nach wenigen Minuten die Oberforstmersteri», übergab dem a« der Türe harrenden Bedienten da» Erwiederung-fchreiben für kn Propst, fügte de« Befehl hinzu, dem Reitknecht «inen tüchtige« Imbiß zu reichen und knüpfte die ab Gebrochene Unterhaltung mit dem Arzte wieder an.

-Eine Frage, Herr Hofrat'. Rennen Sie den WÄmeister in Haselstein und seine Familie?"

»Den guten Wildweister, seme wackere Hausfrau und seine brave Tochter Rörcten lerne ich sehr gut, gnädige Front" _ _ .

habe auch schon manches recht Erfreulicke Bei diese Familie gehört; da« Röschen hat kett, üble»

Gesicht, soll auch ein fromme» Mädchen sein. Ich sah dasselbe neulich hier in dem untern Kloster; etwas sehr scküchtern kam mir das Mädchen bot.“

' „Ich möchte auch darin einen Vorzug erblicken, den Röschen mit so vielen trefflichen Eigenschaften | vereinigt. Ein durchaus gute», ja man kann sagen edle» Herz besitzt diese blühende Jungfrau, die ich zu den eisten Schönheiten bürgerlicher Herkuilt in unserem Ländchen zähle, und bie wcbl die Perle unter den Töchter« unterer Beamten genannt werden dürste."

«ch, bester Hoftat! Sie habm die Gewohn- hei', aller zu loben; Sie übertreiben gerne ein wenig, gestehen Eie e»," sagte mit leichtem Lächeln die i jrceifrau.

„In diesem Falle bin ich unschuldig, gnädige Fran; wo» zu lobe« ist muß man loben, und für Röschen ist mein Lob nicht zu viel. Ich habe daS Mädchen ebenfall» im unteren Kloster wo ich HauS- ant bin, mehrmal» gesprochen und mich über sem'N scharfen Verstand und sein an'pruchlose», berzltches Wesen gewundert; seine Antworten und da» ganze Benehmen verrieten eine Bildung, wie man sie selten bei einem Mädchen findet, da» auf dem Lande er­zogen worden ist. lind wa» ihr tresfliche» Herz be­triff, so kann ich mich auf einen Gewährsmann, meinen Eollega und alten Fieund, den TentphyfikuS Tr. Baldewein m Geisa, berufen, der mit dem Lobe eher karg als verschwenderisch umgeht. Er nennt der Wildmeifter» Tochter nicht anders als den guten

I qj; g «

„Ich weiß mcht, es mag sonst ein brave« Mädchen fei", aber ich muß sagen, al» ich e» domo!» hier sah, fiel mir sein freundliche» S-fichtche« aus, aber von der Bildung. die Eie so rühmen, habe ich eoen nicht vul bemerkt; mir kam die Jungfer Röschen, ich möchte fast sagen, ttippisch-schücktern vor." r ,

,So gerne ich sonst Ihren AnSsprücken beipflichte, gnädige Fran, so kann ich e» diesmal nrcht; dre I Tochter de» Wildmeifter» in Haselstein ist ein treff»

die Führung des Expeditionskorps übernehmen.

§ In der Angelegenheit deS Prinzen Prosper Aremberg hat daS Reichs-M Utärgericht den Antrag auf Wiederaufnahme des Ver­fahrens, nachdem eS ihn schon vor längerer Zeit als zulässig erachtet und eine umfangreiche Beweisaufnahme veranlaßt hatte, nunmehr für begründet erklärt. Es wurde erneute Ver- handlimg und Entscheidung des Prozesses vor bem Gerichte erster Instanz angeordnet. Der

16. Sitzung vom 21. Jannar 1W4.

""Ä e«f E-l w.» nWUM.

Ermächtigung, Se Maj.stLt dem Karser ,um «ebuttS

tieneffen (rotrt d). Vag.) wird sortgeietzt und schlikßlrch ?n (Se Rommiffton von 21 Mitgliedern überm^sen.

Polen ließen durch ihren

ÄrriflH erklären, daß es schon mtt Rücksicht ans «te »erhältwffe in den gemischtsprachigen Agenden mcht angängig sei, Verwaltungsbeamte statt Rrchter zu «or- fitzenden der Seroeibegeiidite zu bepftten.

8 »bg Rölliuger (»lsäster) gab der Ho^irnig Ab­druck daß dre Einrichtung bet Raufmarwsgertchte dazu führen «erde, daß in Elsaß auch dte Sewerbegerichtt mehr zur Einführung gelangten. Jetzt beg^üge m« sich mit ähnlichen Einrichtungen au8 franzöfifch^ b^Außer den Genannten kamen kamen heute «och pr Wort dieAbgg. Dove (freis.Bp), Stör, (südb.Bg.), L'vinski (Pole), v. Gerlach (frerf. Vgg.) nnv v«g (Zentrum). Letzterer stellte sich zu der «oclage aus ds» Standpunkt deS Abg. Trimdorn und »ahm in der Hauptsache nur das Wort, um bte vom Grasen Po,a- dowrky aufgestellte Behauptung ,u «lderlegen. daß eme Stadt mit Verhältnissen rote in Konstanz kein Kauf» noch ein unerfreulicher persönttcher Rebekai^f dem Aba v. Gerlach einetsettS unbDraf Reventtow und Ltrbetmaun »-e»«»rnberg («ntis.)anberersett«. I Die fierten würfen fich degenfetitg nKiPßelnbe uebet’- zeugungstreue, politische Wandlungsfähigkeit und bergt, vor Das HouS veihielt sich bem Vorfall gegenüber äußerst reserviert und »Ee bem Präsidenten »ras Ballestrem Beifall, alS -r die Herren auffmberte, nicht zu vergessen, baß bie Abgeordneten fick

tag alS Kollegen gegenüber ständen und daß sie sich des­halb mäßigen müßten. Die Abgg. v. Gerlach und Liebermann v. Sonnenberg zogen sich°„"XrTtunnS Schließlich wurde die Vorlage zur Vorberatung a« eine Kommtssion verwiesen; dann vertagte sichdaS HanS

Frettag : ServisklaffenLesetz, Wahlprüsungen.

Schluß 5>/. Uhr.